Verfahren zur Herstellung knitterarmer konfektionierter Textilien vorliegende Erfindung betrifft ein Ver fahren zur Herstellung knitterarmer konfektionierter Textilien, beispielsweise Kleidungsstücke, die gegen zufälliges Knittern während des Gebrauches widerstands fähig sind, aber Dauerfalten und Plisseefalten während des Gebrauches beibehalten.
Die Erfindung betrifft ferner die nach diesem Verfahren hergestellte knitterarmen konfektionierten Textilien. "Bügelfreie" Kleidungsstücke sind in den letzten Jahren zunehmend beliebter geworden. Dieser<B>Aus-</B> druck wird auf Kleidungsstücke angewendet, die in übli chen Vorrichtungen oder mit der Hand gewaschen werden können und nach dem Trocknen ein frisches Aussehen bie ten, ohüe gebügelt worden zu sein.
Derartige Kleidungs stücke müssen widerstandsfähig gegen zufälliges Knittern <B>während</B> des Gebrauchs und gegen Waschen sein und ihre ursprünglichen, erwünschten Falten und Plisseefalten während des Gebrauchs und des Waschens beibehalten.
In der Vergangenheit sind derartige Kleidungs stücke hergestellt worden, indem man die Kleidungsstücke aus<B>Geweben</B> herstellte, die aus thermoplastischen Fasern gemacht waren, oder indem man Kleidungsstücke aus nicht thermoplastischen Fasern mit einer Harzlösung imprägnierte, Im ersten Fall veranlasst das Bügeln die Fasern dazu, zu erweichen und sich zu verformen, so dass die gewünschte Falte oder Plisseefalte gebildet wird. Im zweiten Fall wird durch das Bügeln die Härtung des Harzes verursacht, die Fixierung der gewünschten Falten zur Folge hat Diese Verfahren lassen viel zu wünschen übrig.
Die britische Patentschrift Nr. 796.815 schreibt die Imprägnierung von Cellulosetextilien, besondere nie zuvor getrockneten regenerierten Cellulose- stapelfasern, mit vernetzend wirkenden Harzvorkondensation, die übliche Weiterverarbeitung dieser Fasern zu<B>einem</B> Gewebe sowie die darauffolgende Aushärtung des in<B>dem</B> Gewebe enthaltenen Harzes.
Die französische Patentschrift Nr. 1. 663 schlägt unter anderem die Imprägnierung von Fasern, beispielsweise Cellulosefasern, mit einer Harzlösung und die Aushärtung des Harzes nach dem<B>Verweben</B> Nach dem Verfahren der beiden genannten Patentschriften hergestellte Gewebe können zu Herstel lung von bügelfreien Kleidungsstücken verwendet werden, was jedoch Schwierigkeiten bietet. Bei der Formgebung vieler Kleidungsstücke muss das Gewebe sich nämlich dressieren lassen.
Dies ist bei gehärtetes Harz haltenden Geweben schwierig. Ueberdies-ist es vorteil haft, wenn in einem Kleidungsstücke nach der Herstellung gewisse sehr beständige Falten und Plisseefalten gebildet werden können, was ebenfalls bei diesem Verfahren nicht möglich ist.
Bisher unbekannt ist die Imprägnierung Stapelfasern, endloscl Fäden, Garnen, gesponnenen Fäden, Geweben, Gewirken ode_ nichtgewebten Geweben aus lulose mit einem Vernetzungsmittel für die Gellulose die anschliessende Verarbeitung dieser Textilmaterialien zu Konfektionsware, beispielsweise Kleidungsstücken, und die Aushärtung des Vernetzungsmittels an der tigen Konfektionsware. Durch dieses Verfahren werden die oben genannten Schwierigkeiten überwunden.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstel- knitterarmer konfektionierten Textilien durch handeln des Gellulosetextilmaterials vor oder nach Herstellung eines Gewebes mit einem Vernetzungsmittel ' die Gellulose, Aushärten des Vernetzungsmittels Konfektionieren des Textilgutes, ist nun dadurch gekenn zeichnet,
dass<B>man</B> das Aushärten nach dem Konfektionieren durchführt. Vorzugsweise ist das Vernetzungsmittel chstens kondensiert, wenn die Härtung eingeleitet <B>Als</B> zu imprägnierendes Gellulosetextilmate- rial kommen Stapelfasern oder endlose Fäden, Garne, sponnene Fäden, Gewebe, Gewirke oder nichtgewebte Gewebe Frage. ,. Als Cellulosefasern bzw.
als Gellulosede- rivatfasern seien beispielsweise Baumwolle und Leinen, Fasern aus regenerierter Gellulose, die mittels des Viskose-, Kupferoxyd-Ammoniak- oder anderer bekannter Verfahren hergestellt sind, und ebenso Fasern aus Gellu- losederivaten, beispielsweise Gelluloseestern, <B>wie</B> z.8. Celluloseacetat, Cellulosepropionat und Gellulosebutyrat,
Celluloseäthern,wie z.B. Carboxymethyl- und Garboxy- athylcellulose, in welchen das Gellulosemolekül eine aus reichende Anzahl von nichtumgesetzten Hydroxylgruppen enthält, <B>um die Vernetzung zu gestatten,</B> genannt. Im allgemeinen sollte das Cellulosederivat Mittel nicht weniger als 1,5 nicht umgesetzte Hydroaylgruppen pro Anhydräglykoseeinheit aufweisen.
Das Celluloseteztil- material <B>kann auch Gemische</B> obgenannter <B>Fasern</B> enthalten. Ebenso kann es ausserdem andersartige<B>Fasern, wie bei-</B> <B>spielsweise Nylon, Polyester- und</B> Acrylfasern, <B>in wel-</B> chen der Anteil der Cellulosegrundfaser <B>mindestens</B> 50 Gew.% beträgt, enthalten.
Die Vereinigung der zugeschnittenen Teile durch Nähen oder durch Verwendung s inneren oder äusseren Bindemittels bewirkt werden. Ein Beispiel für Verwendung eines inneren Bindemittels ist die Vereini gung von zwei Gewebeteilen, die Celluloseacetatfasern enthalten, mit Hilfe von Hitze und Druck, ausreichen, Plastifizierung und das Zusammenfliessen des Cel- luloseacetats zu verursachen.
Ein Beispiel die Anwen- eines äusseren Bindemittels ist die Verwendung <B>eines</B> Latexklebers <B>zur Verbindung von zwei</B> Baumwollge- webeteilen.
Das zu verwendende Vernetzungsmittel kann beliebiges nichtflüchtiges, polyfunktionelles Mittel sein, das in der Zage ist, 2 Celluloseketten aneinander zu binden oder miteinander zu vernetzen, und das beim Lagern oder der Anwendung einer mässig hohen Temperdar, beispielsweise unter ca. 100 C, nicht mit sich selbst reagiert.
<B>Als</B> Vernetzungsmittel für die Gellulose kommen die Reactantharze in Frage, wie beispielsweise methylierter Methylolharnstoff, N-substituierte Methylol- triazone, methylol-N-substituierte Triazine,
methylierte unmethylierte Methylol-äthylen-Harnstoffe methy- liertBund unmethylierte Methylol-1"2-propylen-Harnstoffe. das erfindungsgemässe Verfahren ist Dimethylol- hylen-Harnstoff besonders geeignet.
Das Vernetzungsmittel wird für gewohnlich einem latenten Katalysator zusammen verwendet. Der Katalysator kann eine beliebige Substanz sein, die Umsetzung zwischen dem Vernetzungsmittel und der - lulose bei erhöhten Temperaturen, beispielsweise ober halb von 100 C, bewirkt, welche aber diese Umsetzung den Temperaturen, die für gewöhnlich zum Trocknen Faser verwendet werden, beispielsweise unterhalb 100 C, nicht zu Wege bringt.
Diese Katalysatoren setzen für gewöhnlich bei der erhöhten Temperatur saure Substanzen in Freiheit, sind jedoch bei niedrigeren Temperaturen praktisch neutral (PH 5 - 7,5). Derartige Stoffe sind beispielsweise Magnesiumchlorid (normalerweise Form des Hexahydrats verwendet), Zinkfluoroborat und gnesiumperchlorat. Im allgemeinen wird man zwischen 4 % und ca. 20 96 des Mittels, bezogen auf das Gewicht des Cellulosematerials, verwenden.
Als Beispiel die Weise, auf welche die Menge in diesem Bereich variieren kann, festgestellt, dass bei 100 % Baumwollfaser 4 - 10 % Vernetzungsmittel und bei 100 % Viskosereyon 9 - 18 % Vernetzungsmittel vorzugsweise verwendet werden.
Das Vernetzungsmittel wird normalerweise Form einer wässrigen Lösung, die ungefähr 4 - 25 96 des Mittels und 10 - 50 96 des Katalysators, bezogen auf das Gewicht des Mittels, enthält, verwendet. Nach der Imprägnierung wird das Textilmaterial für gewöhnlich ausgepresst, bis es die gewünschte Menge enthält Es kann dann äUrch Erhitzen getrocknet werden, wobei man dafür sorgt, die Trocknungstemperatur unter ca. c zu halten.
Die Trocknungszeit ist für gewöhnlich 20 Se kunden bis 2 Stunden. Darauf kann das Material während jeder gewünschten Zeit gelagert werden. Wenn das Mate rial in Form der rohen Faser behandelt wurde, kann es in Garn oder Gewebe übergeführt und in jeder die Formen gelagert werden. Die Vernetzungslösung ver schiedene Textilveredlungshilfsmittel, <B>wie</B> beispielsweise den Griff aufbauende Mittel, Gleitmittel und wasser abstossende Mittel, neben dem Vernetzungsmittel ent halten.
Im allgemeinen wirken diese anderen Mittel in einer bekannten Weise, d.h. ihre Wirkung ist die gleiche, wie wenn kein Vernetzungsmittel zugegen wäre Vorzugsweise wird das zum Nähen verwendete Garn oder der Faden selbst mit nicht umgesetztem Ver netzungsmittel imprägniert, so dass nach dem Härten der Faden formbeständig ist. Auf diese Weise wird vermieden, dass sich die Säume beim nachfolgenden Waschen<B>zusammen-</B> ziehen. Wenn ein Futter verwendet wird, sollte es vor zugsweise<B>mit</B> ungehärtetem Vernetzungsmittel imprägniert oder aus einem formbeständigen Material hergestellt werden.
Die konfektionierte Ware wird<B>mit Was-</B> ser durch Sprühen, Dämpfen oder andere dem Fachmann be kannte Verfahren befeuchtet, bis der Feuchtigkeitsge halt auf 20 - 100 96 des Gewichtes des trockenen Textil- materials stehen bleibt. Darauf kann es gepre und gehärtet werden.
Die Aushärtung kann gleichzeitig mit der Pressung ausgeführt werden, indem man eine sogenannte Presse mit "heissem Kopf" verwendet, die die Temperatur Kleidungsstückes auf 130 - 170 C steigert, oder man kann die Härtung und die Pressung getrennt ausführen, beispielsweise indem man das Kleidungsstück presst und dann ca. 3 - 20 Minuten lang bei 130 - 1'70 C in einen Hartungsofen hängt.
In den folgenden Beispielen sind die Prozent sätze gewichtsmässig angegeben, wenn nichts anderes be merkt ist.
<U>Beispiel 1</U> 45,7 Meter eines entschlichteten Viskosereyon- gewebes, das 54 Bettfäden pro 2,54 cm und 44 Schussschläge pro 2,54 cm<B>im</B> Schuss aufwies und aus 3 Denier-Fasern hergestellt war, wurde durch ein Bad geführt, das 2,49 kg einer 89%igen Lösung von Polyvinylalkohol, 7,03<B>kg</B> einer 40%-igen Acrylpolymerisatemulsion, 60,
4 kg einer 509%igen sung von Dimethyloläthylenharnstoff-Harm und 5,44 kg einer 5096.igen Lösung von Magnesiumchloridhexahydrat enthielt und mit Wasser auf 227,3 1 aufgefüllt<B>war.</B>
Der Polyvinylalkohol wird verwendet,<B>um</B> Gewebe Festigkeit zu verleihen. Das Acrylpolymerisat dient als ein den Griff aufbauendes Mittel.
Das Gewebe wurde zu ca. 67 % Feuchtigkeits aufnahme geklotzt und auf einem Kluppenspannrahmen mit 2 Vorschub durch einen Dreistufentrockner, bei dem aber nur eine Stufe erhitzt war, getrocknet. Die Luft temperatur in dieser Stufe war 115 C, aber die Temperatur Gewebes überschritt 50 I; nicht infolge der Verdunstungs- kühlung. In den beiden anderen Stufen wurde Luft umgewälzt, aber nicht erhitzt.
Das getrocknete Gewebe wurde analysiert und ein Gehalt von 10 96 Harz festgestellt. Es wies eine Knittererholung (Monsantoprüfung) von 2480 (das Gesamter-
EMI0010.0007
gebnis <SEP> Messungen <SEP> in <SEP> Richtung <SEP> der <SEP> Rette <SEP> und <SEP> des <SEP> Schusses)
<tb> hatte
<tb> auf. <SEP> unbehandelte <SEP> Kontrollprobe/ <SEP> eine <SEP> Knittererholung von 218o.
Ein Stück des getrockneten Gewebes wurde Wasser eine Stunde lang gekocht und dann nochmals analy siert. erwies sich, dass der Harzgehalt auf 1,4 abgenommen hatte, was bedeutete, dass 86 % des Harzes entfernbar oder ungehärtet und nur 14 g6 fixiert oder härtet waren.
Andere Stücke dieses behandelten Gewebes wurden verwendet, um Herrenspörthemden herzustellen. Einen Monat nach der Behandlung des Gewebes wurde das Hemd konditioniert (befeuchtet), so dass es ca. 50 96 Feuchtigkeit enthielt, und in einer geweblichen Wäscherei gebügelt, darauf in einem Ofen gehängt und bei<B>1500</B> 8 Minuten lang ausgehärtet.
Das Hemd wurde dann in einer automatischen Waschmaschine gewaschen und in einer Zentrifuge getrocknet. Es erforderte kein Bügeln, wies aber ein frischgebügeltes Aussehen mit ausgezeichneter Beständigkeit der Falten 2 Monate später wurde ein Weiteres<B>Hemd</B> in der gleichen Weise behandelt, wobei die gleichen Ergebnisse erhalten wurden.
<U>Beispiel 2</U> Eine Länge eines Reyonhemdentuchgewebes <B>wurde</B> mit einer wässerigen Lösung geklotzt, die die folgende Zu- sammensetzung aufwies
EMI0011.0004
Dimethyloläthylenharnstoff <SEP> 13,0 <SEP> 96
<tb> MgC12.6H20 <SEP> 1,95
<tb> "Rhoplex-B-15" <SEP> (ein <SEP> Appreturhilfs mittel <SEP> aus <SEP> thermoplastischem <SEP> Acryl polymerisat) <SEP> 5,0
<tb> Polyvinylalkohol <SEP> 0,3
<tb> "Decetex <SEP> 104"(e <SEP> in <SEP> wasserabstossendes
<tb> Mittel <SEP> aus <SEP> Silikon) <SEP> 4,0
<tb> Katalysator <SEP> "%EY-20" <SEP> (ein <SEP> Katalysator
<tb> für <SEP> das <SEP> Silikon) <SEP> 0,
896
<tb> Wasser <SEP> <B>74995 <SEP> 100900</B> <SEP> 96 Das Gewebe wurde bis auf 90 96 Feuchtig- keitsaufnahme ausgedruckt und bei 30 C getrocknet.
besass eine Wasserquellung von 82 9d und einen Stickstoffgehalt von 2,23 96, der 11,5 % Harz ent sprach. Nach ca. 6 Monate währender Lagerung Umgebungstemperatur (20 - 30 "C) wurde ein Muster abschnitt des Gewebes gewaschen und nochmals geprüft.
Seine Wasserquellung betrug <I>45</I> 9d und sein Stick stoffgehalt<I>1,65</I> 96, was anzeigte, dass vor Waschen ca. 26 96 des Harzes unumgesetzt blieb.<B>Aus</B> gelagerten Gewebe wurde ein<B>Hemd</B> hergestellt, angefeuchtet, dann gepresst, um Falten zu bilden und das Harz auszuhärten. Das Hemd wies eine gute Beständigkeit der Falten auf.
<U>Beispiel 3</U> Spinngefärbte Viskosereyon-Stapelfaser von 3 Denier wurde zu einem Hemdentuchgewebe verarbeitet. Das Ge-m webe wurde durch Bad geklotzt, das folgende Bestand teile enthielt:
EMI0013.0005
Dimethyloläthylenharnstoff <SEP> 15,0 <SEP> 9b
<tb> MgC1206H20 <SEP> 2,25
<tb> "Rheplex <SEP> B-15" <SEP> 4,0
<tb> Polyvinylalkohol <SEP> 0,3
<tb> "Decetex <SEP> 104" <SEP> 4,0
<tb> Katalysator <SEP> "XeY-20'a <SEP> 0,8
<tb> Wasser <SEP> <U>?3.65</U>
<tb> . <SEP> 100,00 Das Gewebe wurde dann bei 90 C getrocknet.
Es enthielt 13,5 Harz. Es wurde ca. 8 Monate lang gela-;- gert. Nach Ablauf dieser Zeit wurde ein Teil des Gewebes auf 160 C erhitzt, das Harz zu härten. Darauf wurden verschiedene Hemden hergestellt, einige aus dem Gewebe, das ausgehärtet worden war, und andere aus dem gelagerten, ungehärteten Gewebe. Alle Hemden wurden durch Besprühen mit Wasser bis zu einem Feuchtigkeitsgehalt von 50 gb befeuchtet und mit einer Presse mit heissem Kopf (160 C) gepresst und darauf Minuten lang in einem Ofen bei 150 C ausgehärtet.
Darauf wurden sie gewaschen und getrocknet. Die aus dem gehärteten Gewebe hergestellten Hemden wiesen keine sichtbaren Falten auf. Die aus dem ungehärteten Gewebe hergestellten Hemden besassen gute Falten, Beisp <U>4</U> Das Verfahren von Beispiel 2 wurde mit einem Hemdentuchgewebe aus 50 % Baumwolle und 50 g6 Reyon mit gleich guten Ergebnissen wiederholt, <U>Beispiel 5</U> Das Verfahren von Beispiel 2 wurde unter Ver wendung eines Mischgewebes aus 25 9G Acetat und 75 Reyon mit gleichen Ergebnissen wiederholt,
<U>Beispiel 6</U> Wegen der zur Behandlung des Gewebes und zur Herstellung der Kleidungsstücke erforderlichen Zeit wurde ein einfacher Versuch Bestimmung der Eignung von Vernetzungsmitteln für Verwendung im erfindungsgemässen Verfahren ausgearbeitet, Der Versuch wird folgendermassen ausgeführt Das Gewebe wird mit einer Magnesiumchlorid als Katalysator enthaltenden Lösung des Vernetzungsmittels geklotzt. Es wird unterhalb 100 C getrocknet.
Nach Lagerung während 1 - 2 Monaten wird ein Stück des Gewebes vor und nach dem Waschen in heissem Wasser auf seinen Harzgehalt analysiert, um die "Latentheit" des Vernetzungsmittels zu be- stimmen, Ein anderes Stück wird mit Wasser bis einem Feuchtigkeitsgehalt von 40 - 50 % besprüht, gefaltet und mit einem heissen Eisen (170 C) unter Bildung einer Falte ge- presst und dann 5 Minuten lang bei 150 C gehärtet.
Das gefaltete Gewebe wird mindestens 5 mal gewaschene getrocknet, auf die Haltbarkeit der Falten hin untersucht auf das Knittererholungsvermögen (mit der Methode von Monsanto) analysiert.
Diese Prüfung wurde auf ein Gabardingewebe von 100 9b Reyon angewendet, wobei 6 verschiedene Vernetzungs mittel verwendet wurden und die folgenden Ergebnisse erhalten wurden,
EMI0015.0014
Harz <SEP> Gew.% <SEP> Gew.% <SEP> Halt- <SEP> Knitter Vernetzungs- <SEP> Vernetzungs- <SEP> bar- <SEP> erholungs-- mittel <SEP> im <SEP> mittel <SEP> in <SEP> laten- <SEP> keit-- <SEP> winkel
<tb> getrockne- <SEP> tem <SEP> Zustand <SEP> der <SEP> (Kette
<tb> ten <SEP> Gewebe <SEP> Fal- <SEP> und <SEP> Schuss
<tb> -ten
<tb> N--substituier tes <SEP> Dimethyloltri azon <SEP> 12,2 <SEP> 76 <SEP> ausge- <SEP> 263
<tb> zeich net
<tb> N--substituier tes <SEP> Dimethylol- <SEP> triazin <SEP> 12,
5 <SEP> 57 <SEP> <B>gehr</B> <SEP> 257
<tb> gut
<tb> Dimethylolharn stoff <SEP> 14 <SEP> 10 <SEP> keine <SEP> 215
<tb> Trimethylolmelamin <SEP> 10 <SEP> 2 <SEP> keine <SEP> 205
<tb> Dimethyloläthylen- <SEP> 11,5 <SEP> 85 <SEP> ausge- <SEP> 270
<tb> harnstoff <SEP> zeichnet
<tb> Triazon-acetal <SEP> 11,4 <SEP> 74 <SEP> sehr <SEP> 245
<tb> gut Die obigen Ergebnisse zeigen, dass die nicht latenten Vorkondensationsprodukte Dimethylolharnstoff und Trimethylolmelamin für das erfindungsgemässe Verfahren<B>nicht</B> verwendbar sind,
während die anderen Vorkondensations-- produkte vom Reaktionspartner-Typ brauchbar sind, <U>Beispiel 7</U> Baumwollgewebe mit Oxfordbindung wurde bis zu einer Aufnahme von 100 % in einem Bad, das 7 g6 Dimethylol- äthylenharnstoff, 1 96 Magnesiumchloridhexahydrat, 3 Polyäthylenemulsion (Textilweichmachungsmittel,
30 96 Festsubstanz), und 2 96 einer Silikonemulsion (40 9d Fest substanz) enthielt, geklotzt, Das Gewebe wurde bei 80 C getrocknet, 4 Wochen lang gelagert und dann Sporthemden verarbeitet. Die Hemden wurden mit Baumwollfaden genäht, der in der gleichen Lösung behandelt und getrocknet worden war.
fertigen Hemden wurden mit Wasser bis zu einem Feuchtig keitsgehalt von 50 96 besprüht, mit einem heissen Eisen an angemessenen Stellen in Falten gepresst darauf einem Ofen 5 Minuten lang auf 140 C erhitzt.
Die Hemden wurden gewaschen und einer Zentrifuge getrocknet, wonach sie ein frischgebügeltes Aussehen, ordentliche Falten in den Aermeln, flache Nähte in der Vorderseite, flache Taschen und kein Zusammenziehen der Säume aufwiesen.
Das Gewebe hatte ein Knittererholungs- vermögen von 270 , Die Hemden behielten ihr ausgezeichnetes Aus sehen<B>nach</B> vielen Wäschen. P a t e n t a n s p r ü c h e I. Verfahren zur Herstellung knitterarmer konfektionierter Textilien durch Behandeln Cellulosetextil., materials vor oder nach der Herstel)ung eines Gewebes mit einem Vernetzungsmittel für die Gellulose, Aushärten des Vernetzungsmittels und Konfektionieren des Textilgutes dadurch gekennzeichnet, dass man das Aushärten nach dem
EMI0018.0006
<B>i</B>
<tb> <B>Konfektions<I>fieren</I>r</B> <SEP> durchführt.
Il. Knitterarme konfektionierte Textilien, hergestellt gemäss dem Verfahren nach Patentanspruch I.