Vorrichtung zum Zusammenhalten von Pflanzen.
Nutz-und Zierpflanzen, wie Tomatenstanden, Bohnen an Stangen, Blumen usw., werden zusammengehalten, indem man n Schnüre aus Bast usw. umbindet. Erfahrungsgemäss ist das Umbinden umständlich und zeitraubend, die verwendeten Schnüre können nach einmal erfolgtem Gebrauch nichet mehr weiter verwendet werden.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine Vorrichtung zum Zusammenhal- ten von Pflanzen. Erfindungsgemäss zeichnet sich dieselbe dadureh aus, da. ein federndes Haltestück vorhanden ist, welches in seiner Arieitslage eine Öffnung vollständig umschliesst, wobei der die Umschliessung bildende Teil zum Umfassen der Pflanzen bestimmt ist.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in beispielsweisen Ausfiihrungsformen dargestellt, und es zeigt :
Fig. 1 eine Ansicht von der Seite, das Hultest. ück geöffnet, eines ersten Ausführungsbeispiels und
Fig. 2 eine Draufsicht,
Fig. 3 eine. Draufsicht eines zweiten Ausführungsbeispiels und
Fig. 4 eine Seitenansicht,
Fig. 5 eine Draufsicht eines dritten Aus- führungsbeispiels und
Fig. 6 eine Seitenansicht.
Die Vorrichtung gemäss Fig. l und 2 zum ZusammeWalten von Pflanzen wird aus einem offenen ringförmigen, federnden, aus einem Drahtst ck gebogenen Haltest ck 1 gebildet. Das Haltestüek 1 besitzt zur Verstärkung der Federspannung am Teil zwischen den Endteilen eine durch eine Windung gebildete Spannfeder 2, welche so gehalten ist, dass die Enden entgegen einander gedrückt werden. Der eine Endteil weist eine durch Umbiegen gebildete Einhängeöse 3 auf, während an der das andere Ende bildenden HÏlfte durch aufeinanderfolgende. hakenf¯rmige Ausbiegungen gebildete Anschläge 4 vorgesehen sind. Der mit den Anschlägen 4 versehene Endteil des Haltestükkes 1 läuft in einen Haken 5 aus, und dieses Ende wird durch einen nach aussen gerichteten Schweif 6 gebildet.
In geschlossenem Zustand der Vorrichtung, das heisst in der Arbeitslage derselben, hängt die Einhängeose 3 in einem der Anschläge 4, wie die ausgezogenen und die gestrichelten Linien in Fig. 1 erkennen lassen. Die Einhängeose 3 liegt in der äuBersten Stellung, also wenn das Haltestück 1 am weitesten geöffnet ist, in dem Haken 5. Der die Umschlie¯ung bildende Teil des Haltestückes dient dabei zur Umfassung der zu haltenden Pflanzen.
Drückt man das Haltestüek 1 an den Stellen a, a von Hand gegeneinander, so gleitet die Einhängeöse 3 über die Anschläge 4, und auf diese Weise kann sie zu dem innersten der Spannfeder benachbarten Anschlag g gef¯rdert werden. in welcher Stellung die lichte Weite des Haltest ckes 1 am engsten ist. Das Offnen des Haltestiiekes wird in der gleichen Weise bewirkt, nur hat. man das Ende mit der Einhängeöse 3 über die Anschläge 4 zu heben und nach auBen zu drücken.
Zwecks Anlegens an einer Pflanze, deren Teile zusammenzuhalten sind, öffnet man das Haltestück 1 ganz, wie die strichpunktierte Stellung (Fig. 2) zeigt, und führt zwischen dem Haken 5 und der Einhängeöse 3 die Pflanze in-den vom offenen Haltestück teilweise begrenzten Raum ein. Alsdann bringt man durch Zusammendrücken das Haltestück in die gewünschte Weitenstellung. Das Haltestück bildet in dieser Arbeitslage einen Ring, der die Offnung A vollständig umschliesst und von der Pflanze durchsetzt wird. Das lIaltestück ist alsdann an der Pflanze angelegt und die auftreibenden Hauptschosse derselben werden zusammengehalten. Das Ansetzen des Haltestiickes 1 an die Pflanze läBt sich rasch und sicher ausführen.
Ein solches Haltestück kann mehrmals verwendet resp. wiederholt an die Pflanze angelegt und weggenommen werden. Eine rostfreie Ausführung sichert eine mehrjährigeLebens- dauer. Die federnde Wirkung des Haltestückes kann praktisch nicht verlorengehen, da normalerweise deformierende Drücke nicht entstehen. Die Anschläge 4 können selbstredend spitzwinkliger gehalten sein als dargestellt, es können ihnen aber auch andere geeignete Formen erteilt werden.
Bei der Vorrichtung nach Fig. 3 und 4 ist ein Drahtstüek zu einem klammerartigen Hzltestück 1 geformt, das zwei gebogene Schenkel 7, 7'aufweist, die sich kreuzen.
An der Ereuzungsstelle der Schenkel 7,7' sind diese durch eine Ringöse 8 lose zusam mengehalten. 2 ist die durch eine Windung gebildete Spannfeder, welche auf die Schenkel 7,7'so wirkt, dass die Mittelpartien 9 derselben gegeneinander, die mit Umbiegungen 10 versehenen Enden dagegen auseinan dergedrückt werden. Die Mittelteile 9 umschlie¯en dabei die zusammenzuhaltende Pflanze, indem sie eine Öffnung A' vollstÏndig umschlie¯en. Dr ckt man das Haltest ck 1 resp. die Klammer an den Stellen b, b über die Windung 2 zusammen, so werden die Schenkel'in die gestrichelte Lage (Fig. 3) gebracht, die Klammer also geöff- net.
Zwischen den Umbiegungen 10 kann man alsdann bequem die zu zusammenzuhal- tende Pflanze in die Öffnung A'einführen.
Nach Loslassen der Elammer, also Wegnahme des Druckes an den Stellen b, b, hat diese und damit die Endschenkel 7, 7' das Bestreben, wieder in die in Fig. 3 in ausgezogenen Linien dargestellte Lage zurückzu- kehren. Die Pflanze wird dadurch von den Mittelpartien 9 der beiden Schenkel 7, 7. umfasst und zusammengehalten.
Die Ausführung nach Fig. 5 und 6 eignet sich für kleinere Pflanzen und zeichnet sich von derjenigen nach Fig. 3 und 4 dadurch aus, dass die Schenkel 7,7'halbkreisförmig sind und die Enden mit kleinen Abkröpfungen 11 versehen sind. Die sonst mit Bezugszeichen belegten Teile haben die analoge Bedeutung wie bei der Ausfiihrung nach Fig. 4 und 3 beschrieben.
Bei leicht verletzlichen Pflanzen, wie Tomaten, Reben und dergleichen, ist besonders die Vorrichtung nach dem ersten Ausführungsbeispiel geeignet. Wo starke Federdrücke notwendig sind, wie bei mit Rinden versehenen Stauden usw., kommt die Vorrichtung nach dem zweiten oder dritten Aus- führungsbeispiel eher in Frage.
Es konnten mit der Vorrichtung auch mehrere Pflanzen zusammengehalten werden.