CH252725A - Vorrichtung zur Verarbeitung von Fasern und Fäden. - Google Patents
Vorrichtung zur Verarbeitung von Fasern und Fäden.Info
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H13/00—Other common constructional features, details or accessories
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Description
Vorrichtung zur Verarbeitung von Fasern und Fäden. Die Erfindung bezieht sieh auf eine Vor richtung zur Verarbeitung von Fasern und Fäden, welche mittels aufbereiteter Luft oder aufbereiteten Gases auf einen für die Ver arbeitung günstigen Zustand gebracht wer den, und ist gekennzeichnet durch einen Kanal, welcher an eine Aufbereitungsanlage für Luft oder Gas angeschlossen ist und .die Luft oder das Gas so in den Bereich der Verarbeitungsstelle führt, da-ss die Fasern uni]. Fäden durch den Gas- bzw. Luftstrom transportiert werden.
Bei der Verarbeitung von Fasern und Fäden, z. B. beim Spinnen, Zwirnen oder \'\eben, wurde der die @era-rbeitungsmaschi- nen enthaltende Raum konditioniert. Der Zu stand der Raumluft - mindestens ihr Feuch tigkeitsgehalt und ihre Temperatur - -wurde so eingehalten, dass das zu verarbeitende Gut einen für die Verarbeitung günstigen: Zustand annahm.
Hierbei musste eine grosse, am Be- arbeitungSvorgang gar nicht beteiligte Luft menge aufbereitet werden, wozu nicht nur umfangreiche Anlagen benötigt wurden, son dern auch eine grosse Energiemenge erforder lich war. Ausserdem war der für das zu ver arbeitende Gut notwendige Zustand der Raumluft von dem für das, Bedienungsperso- nal zuträglichen Luftzustand wesentlich ver schieden.
Der Aufenthalt im Raum wurde un angenehm, so dass bei der Bedienung der Ma- cliinen Mängel und Fehler entstehen konnten. Die beschriebenen Nachteile können durch die Vorrichtung nach der Erfindung vermie- den werden.
Wird die aufbereitete Luft oder das Gas nur in den Bereich der Verarbei- tungsstelle geführt, so ist nur ein unbedeuten der Bruchteil der gesamten Raumluft nach den Bedingungen des. zu bearbeitenden Gutes aufzubereiten. Die Vorrichtungen können so mit kleiner bemessen werden und die Auf bereitung erfordert einen geringeren Energie- aufwand. Ausserdem kann die übrige Raum luft im wesentlichen auf dem für das Bedie-
nungspersonal zuträglichen Zustand gehalten werden.
Der die aufbereitete Luft oder das aufbe reitete Gas führende Kanal kann mindestens eine Blasöffnung besitzen, welche einen Luft- oder Gasstrahl in den Bereich der Verarbei tungsstelle führt. Der Kanal lässt sich aber auch so ausbilden, dass er teilweise - unter Umständen sogar ganz - die Verarbeitungs stelle umschliesst. Hinter der Bahn des zu ver arbeitenden Gutes, jenseits der Austrittsöff- nung, kann eine Auffangöffnung zur Ab führung der Luft oder des Gases an geordnet sein.
Es ist so möglich, falls die aufbereitete Luft oder das aufbereitete Gas für das Bedienungspersonal nicht zuträglich ist, dasselbe nach Bestreichung des zu ver- a,rbeitenden Gutes wieder zum grössten Teil aus dem Raum abzuführen. Die Raumluft wird so praktisch nicht beeinflusst.
Die Auf bereitungsanlage kann als Konditionierungs- a.nlage ausgebildet sein, welche den Feuchtig- keitsgehalt und die Temperatur der Luft oder des Gases auf den gewünschten Werten hält. Die Aufbereitungsanlage kann auch :eine Ein richtung enthalten, welche .die Luft oder das Ga=s elektrisch leitend macht oder elektrisch lädt.
Zwei Ausführunb beisp-iele dies Erfin- dungsgegenstandes sind auf der Zeichnung in den Fig. 1 und 2 vereinfacht dargestellt.
Die Spinnmaschinen (Fig. 1 und 2) be sitzen Spulen 1, auf denen das rohe, nicht ge- sponnene Vorgarn aufgewickelt ist. Das von der Spule abgehaspelte Vorgarn 2, wird zuerst durch ein .Streckwerk ä geleitet und durch eine Führungsstelle 4 zu der Spule 5 geführt.
Infolge der raschen Drehung der Spule 5 wird das vorgängig gestreckte Vorgarn ge wunden und dämit seine Festigkeit vergrö- ssert. Um diesen Spinnvorgang unter mög lichst günstigen Bedingungen d5zrchführen zu können, muss der Faden bei der Verarbeitung auf einen bestimmten,
den Eigenheiten -der Fasern entsprechenden Zustand gehalten werden.
Die Anlage nach Fig. 1 besitzt drei Ka näle 6, 7 und 8, welche an eine nicht gezeich nete Aufbereitungsanlage für Luft ange schlossen sind. Durch jeden Kanal kann ,die Luft mit einem für die zugeordnete Verarbei tungsstelle günstigsten Zustand zugeführt werden. Die Blasöffnungen 9 :der Kanäle 6 und 7 führen die aufbereitete Luft gegen das Streckwerk, wo der Faden durch Streckung verarbeitet wird.
Das Vorgarn 2 wird so auf dlie für die voranschreitende Streckung gün- stigsten. Zustände gebracht. Die durch den Kanal 8 zugeführte Luft erteilt dem Faden einen Zustand, der für den Aufwindvorgang an der .Spule 5 am vorteilhaftesten ist. Hier durch können Fadenbrüche weitgehend ver mieden werden.
Die drei Kanäle 6, 7 und 8 können entweder an verschiedene Aufberei- tungsanlagen oder an verschiedene Stellen einer gemeinsamen Aufbereitungsanlage an geschlossen sein.
Der Kanal 1G des zweiten Beispiels (F'ig. 2) besitzt eine Blasöffnung 11, die ge gen eine hinter der Bahn des zu verarbeiten den Fadens 2 angeordnete Abführungsöff- nung 12 gerichtet ist. Die Öffnung 12 ist mittels einer Leitung 13 mit dem Kanal 14 verbunden, durch welchen die gegen die FädenbaUn gerichtete Luft aus -dem Raum wieder abgeführt wird. Die aufbereitete Luft kann den Zustand -der Raumluft nicht beein flussen und ihre Zuträglichkeit für das Be dienungspersonal nicht vermindern.
Die beschriebene Vorrichtung lässt sich auch zum Beispiel auf Zwirnmaschinen, Web- masehinen, )Maschinen zur Herstellung von Filz, Papier oder Karton, Maschinen zur Iso lierung von Drähten mit Baumwohle,
Seide oder andern Fasern. und Fäden und allen an dern Maschinen zur Verarbeitung von Fasern und .Fäden anwenden. Selbstverständlich kön nen vor oder nach. der durch aufbereitete Luft oder aufbereitetes Gas behandelten Ver- arbeitungsstelle noch weitere ebenso behan delte oder nicht behandelte Verarbeitungs stellen vorhanden sein.
Als Bearbeitungsgut kann zum Beispiel Textilgut, Zellulosefasern, Fäden, in Form von Strängen und von Stof fen verfilzte Fasern in Frage kommen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Verarbeitung von Fasern und Fäden, welche mittels aufbereiteter Luft oder aufbereiteten Gases auf einen für die Verarbeitung günstigen Zustand gebracht werden, gekennzeichnet durch einen Kanal, welcher an eine Aufbereitungsanlage für Luft oder Gas angeschlossen ist und die Luft oder das Gas so in den Bereich der Verarbeitungs@- stel'le führt, & @ss die Fasern und Fäden ,durch den Gas- bzw.Luftstrom transportiert werden. UNTERAN SPRtrCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch. gekennzeichnet, dass der Kanal minde stens. eine Blasöffnung besitzt, welche einen Luft- oder Gasstrahl in,den Bereich der Ver arbeitungsstelle führt. 2. Vorrichtung nach, Patentanspruch, d-a- durch gekennzeichnet, dass der Kanal die Ver- arbeitungsstelle mindestens teilweise um schliesst. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, -dass hinter der Bahn des zu verarbeitenden Gutes jenseits der Aus trittsöffnung eine Auffangöffnung zur Ab führung der Luft oder des Gases angeord net ist. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, :d'ass dieAufbereitungs- anlabe als Kond.itionierungsanlage ausgebil det ist, welche den Feuchtigkeitsgehalt und die Temperatur der Luft oder .des Gases auf den gewünschten Werten, hält.5. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Aufbereitungs- a.ulage eine Einrichtung enthält, welche die Luft oder -das Gas elektrisch leitend macht. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch, da- dürch gekennzeichnet, dass die Aufbereitungs anlage eine Einrichtung enthält, welche die Luft oder das Gas elektrisch lädt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH252725T | 1946-03-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH252725A true CH252725A (de) | 1948-01-31 |
Family
ID=4469588
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH252725D CH252725A (de) | 1946-03-23 | 1946-03-23 | Vorrichtung zur Verarbeitung von Fasern und Fäden. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH252725A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1177532B (de) * | 1962-08-09 | 1964-09-03 | Johann Jacob Keyser | Vorrichtung zur Behandlung von Garn, Zwirn od. dgl. mit fluessigen, halbfluessigen oder gas-foermigen Medien waehrend des Spinn- oder Zwirnprozesses an Spinn- oder Zwirnspindeln |
-
1946
- 1946-03-23 CH CH252725D patent/CH252725A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1177532B (de) * | 1962-08-09 | 1964-09-03 | Johann Jacob Keyser | Vorrichtung zur Behandlung von Garn, Zwirn od. dgl. mit fluessigen, halbfluessigen oder gas-foermigen Medien waehrend des Spinn- oder Zwirnprozesses an Spinn- oder Zwirnspindeln |
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