CH253082A - Kolbenpumpe für Flüssigkeiten, insbesondere solche, die Dickstoffe enthalten. - Google Patents
Kolbenpumpe für Flüssigkeiten, insbesondere solche, die Dickstoffe enthalten.Info
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Description
Kolbenpumpe für Flüssigkeiten, insbesondere solche, die Dickstoffe enthalten. Die Erfindung bezieht sich auf eine Kol- l)errpunrpe, welche zur Förderung von Wasser und andern Fliissigl@eiten, insbesondere aber für mit Dickstoffen verunreinigte Flüssig- wie- Gülle, verwendbar ist.
Mit Rücksicht auf die Dickflüssigkeit der Giille. und die darin enthaltenen groben Bei- inengungen wie Hähsel, Dünger usw. können zur Förderung solcher Flüssigkeiten, insbe- ,#ondere für grössere Förderhöhen, nur Kolben pumpen Antvendung finden.
Die zu diesem Z@re ck bisher bekanntgewordenen Pumpen- konstruktio.nen waren durchwegs als Lang samläufer ausgebildet und hatten als solche ein im Verhältnis. zur Leistung grosses Ge- wicht, das seinerseits wiederum hohe Her und einen verhältnismässig grossen Materialaufwand bedingte. Die. grossen Gewichte wirkten sich auch für die beweg lichen Pumpenanlagen nachteilig aus, die z.
B. im Gebirge nur se.hnver transportierbar waren.
F,iner Steigerung der Drehzahl über das @r@#1>räucbliche -llass und damit einer Herab- düs Leistungsgewichtes stand bisher gli(, Erfahrungstatsache im Wege, dass bei den I@channtcn Pumpenkonstruktionen in diesem Fall Stosswirkungen, Wasserschläge usw. auf- t ra ten.
Die Erfindung hat sich nun die Aufgabe gestellt, eine Kolbenpumpe für Flüssigkeiten, insbesondere solche, die Dickstoffe enthalten, zu schaffen, die bei gleicher Leistung ein wesentlich geringeres Gewicht besitzt und damit einen geringeren Materialverbrauch lind geringere Kosten bei der Herstellung be dingt.
Die Kolbenpumpe gemäss der Erfin dung kennzeichnet sich dadurch, da.ss die Querschnitte des Kolbens, des Saug- und Druckrohres und der Ventildurchgänge an nähernd gleich gross bemessen sind und zur Vermeidung entsprechender toter Räume und grosser Flüssigkeitssäulen das Saugventil an den Arbeitskolben herangesetzt ist, wobei das Saug- und das Druckventil als Schrägventile ausgebildet sind und mit der Durchström- richtung der Flüssigkeit in dem Saug- und Druckrohr einen spitzen Winkel einschliessen, das Ganze so,
dass die Pumpe als Schnell- läufer bei 350 U/min und mehr stosslos arbei ten kann. Durch die Kombination der oben angeführten Massnahmen werden wesentliche strömungstechnische Vorteile erzielt, da. die Strömgeschwindigkeit der Förderflüssigkeit relativ gleichmässig ist und durch Vermei dung toter Räume und grosser Flüssigkeits säulen das Auftreten von Wasserschlägen und Stössen im höheren Drehzahlbereich elimi niert wird.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungs form der Erfindung schliessen die Ventilebe nen der als Schrägventile ausgebildeten Saug- und Druckventile mit der Durchström- richtung der Flüssigkeit in der Saug- und Druckleitung bzw. mit deren Längsachse einen spitzen Winkel ein, der kleiner ist als 35 . Dabei sind die Ventile mittels Lenker armen in Taschen des Ventilgehäuses derart lose eingehängt, @dass der Ventilteller ausser einer Schwenkbewegung auch eine Ausweich bewegung senkrecht zur Ventilebene ausfüh ren kann.
Die Länge der Lenkerarme der Ventile ist zweckmässig so bemessen, dass der Abstand des Ventildrehpunktes von der Mitte des Ventilsitzes grösser ist als der Durch messer des Ventildurchgangsquerschnittes. Durch diese Massnahme wird die Führung der Flüssigkeit äusserst günstig und nähert eich einer geradlinigen Strömung, wodurch Wir bel- und Reibungsverluste in der Pumpe ver mieden werden.
Auch die Gefahr einer Ver stopfung oder eines Verklemmens der Ventile durch die z. B. in der Gülle enthaltenen Ver unreinigungen wird auf ein Mindestmass her- abgesetzt. Ausserdem kann durch die lose Lagerung der Ventillenkerarme in Taschen des Ventilgehäuses,der Ausbau und die Rei nigung der Ventile erleichtert werden.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Gegenstandes der Er findung veranschaulicht. Fig. 1 ist ein verti kaler Längsschnitt durch die Pumpe nach Linie C-D in Fig. 2. Fig. 2 ist ein Vertikal- schnitt nach einer zur Schnittebene der Fig. 1 senkrecht stehenden Ebene, gemäss Linie A-B in Fig. 1.
Mit 1 ist der Gehäuseoberteil bezeichnet, an welchen sich unten der Gehäuseunterteil bzw. das Ventilgehäuse 2 anschliesst, welches gleichzeitig das Saug- und Druckrohr 22 und 23 der Pumpe und einen Teil des Arbeits raumes des Tauchkolbens 3 bildet.
Der Quer schnitt des Kolbens und die Durchgangsquer- schnitte des Saug- und Druckrohres und der Ventile sollen angenähert gleich gross bemes- sen sein. Der Kolben 3 ist in üblicher Weise durch den Kolbenbolzen 4 mit der Pleuel stange 5 verbunden, die mit dem Kugellager 6 auf der doppelt gekröpften Kurbelwelle 7 ge lagert ist.
Der Hub der Pumpe wird zweck mässig so gewählt, dass er ungefähr das 1- bis 1,25fache des Kolbendurchmessers beträgt. Mit 8 sind die Kugellager der Kurbelwelle in den seitlichen Ständern 9 bezeichnet, wäh rend 10 die Antriebsriemenscheibe ist.
In dem Saug- und Druckrohr 22 und 23 ist die Saugventilklappe 11 und die Druek- ventilkIappe 12 angeordnet, die als Schräg ventile ausgebildet sind und mit der Durch- strömrichtung der Flüssigkeit bzw. mit der Längsachse des Saug- und Druckrohres 22 und 23 einen spitzen Winkel einschliessen, der kleiner ist als 35 .
Ausserdem ist zur Ver meidung entsprechender toter Räume und grosser Flüssigkeitssäulen das Saugventil an den Arbeitskolben herangesetzt. Die Ventil klappen sind unter Vermittlung von Lenker armen 13 in Taschen 14 des, Ventilgehäuses 2 lose eingehängt, so dass die Ventile neben der Schwenkbewegung auch noch eine Ausweich bewegung senkrecht zur Ventilebene ausfüh ren können. Die bffnungsbeweg-ung der Ven tilklappen wird durch Anschläge, z. B. An schlagschrauben 15, begrenzt, die an An sätzen 16 der Ventilgehäusedeckel 17 be- festigt sind.
Zwischen den Ansätzen 16 und den Ventilklappen sind Druckfedern 18 in Form von Schraubenfedern zwischengeschal tet, die einseitig am Ansatz 16 des Ventil gehäusedeckels befestigt und zusammen mit diesem abnehmbar sind. Die Ventildeckel sind mittels Schnellvenschlussbügeln 19 und Schnellverschlussschrauben 20 festgezogen und können leicht zur Reinigung oder De montagge der Ventilkleppen abgenommen werden. Die Abdichtung der Ventilklappen auf dem Ventilsitz erfolgt durch Gummi auflagen 21.
Das in der Zeichnung dargestellte Ausfüh rungsbeispiel ist als Zweikolbenpumpe aus gebildet, doch ist die erfindungsgemässe Aus bildung natürlich auch bei Ein- oder Mehr- kolbenpumrpen möglich.
Die Pumpe kann statt einfach- auch doppeltwirkend sein und braucht auch nicht als Tauchkolbenpumpe ausgebildet zu sein. Sie arbeitet am wirt schaftlichsten und erreicht den angeführten Zweck als Schnelläufer bei Drehzahlen von 350 U/min und mehr, da sie zum Unter schied von andern. Pumpen als solcher (Schnelläufer) stossfrei arbeitet.
Die erfindungsgemässe Kombination tech- lii,cherMassnahmen stellt das Ergebnis jahre langer Versuche dar und weist den Weg zu einer weitgehenden Material- undArbeitszeit- r"#pa:rnis bei der Herstellung durch Herab- :
#etzung des Gewichtes dererfindungsgemässen Pumpe auf einen Bruchteil des Gewichtes der üblichen Pumpen. Beispielsweise war bisher zur Erreichung einer Leistung von 350 bis t(10 lhnin, bei einer Förderhöhe von 150 m, eine langsamlaufende Dreikolbenpumpe mit einem Gewicht von 650 bis 700 kg erforder lich. Eine gemäss der Erfindung ausgebildete 1'unipe gleicher Leistung wiegt bei einer Drehzahl von ungefähr 400 Umdrehungen pro Minute nur mehr z.
B. 200 lig, wobei die Arbeitszeit für die Fertigung mindestens um die Hälfte sinkt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Kolbenpumpe für Flüssigkeiten, insbe sondere solche, die Dickstoffe enthalten, da durch gekennzeichnet, dass die Querschnitte des Kolbens, des Saug- und Druckrohres und der Ventildurchgänge annähernd gleich gross liem±ssen sind und zur Vermeidung entspre chender toter Räume und grosser Flüssigkeits säulen das Saugventil an den Arbeitskolben herangesetzt ist, wobei das Saug- und das Druckventil als Schrägventile ausgebildetsind und mit der Durchströmrichtung der Flüssig keit:in dem Saug- und Druckrohr einen spit zen Winkel einschliessen, das Ganze derart, dass die Pumpe als Schnelläufer bei 350U,/min und mehr stosslos arbeiten kann. UNTERANSPRüCHE 1. Kolbenpumpe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventil- ebenen der als Schrägventile ausgebildeten Saug- und Dnzckventile mit der Durch strömrichtung der Flüssigkeit in dem Saug- bzw. Druckrohr bzw. mit dessen Längsachse einen spitzen Winkel einschliessen, der kleiner ist als 35 . 2.Kolbenpumpe nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Saug- und das Druckventil mittels Lenkerarmen in Taschen des Ventilgehäuses derart lose eingehängt sind, dass die Ventil klappen ausser einer Schwenkbewegung auch eine Ausweichbewegung senkrecht zur Ventil ebene ausführen können. 3. Kolbenpumpe nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Länge der Lenkerarme der Ventile so bemessen ist, dass der Abstand des Ventildrehpunktes von der Mitte des Ventil sitzes grösser ist als der Durchmesser des Ventildurchgangsquerschnittes. 4.Kolbenpumpe nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass Anschläge vorgesehen sind, welche den Öffnungswinkel der Ventilklap pen begrenzen. 5. Kolbenpumpe nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass zwischen je einem Anschlag träger und einer Ventilklappe eine Druck feder zwischengeschaltet ist. 6. Kolbenpumpe nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass die Druckfeder als Schrauben feder ausgebildet, an einem Ansatz des Ven- tilgehäusedeckels gelagert und zusammen mit diesem abnehmbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
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1944
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