CH253083A - Mit Trägheitskraft arbeitende Kolbenpumpe. - Google Patents

Mit Trägheitskraft arbeitende Kolbenpumpe.

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CH253083A
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Description


  Mit     Trägheitskraft    arbeitende Kolbenpumpe.    Vorliegende Erfindung betrifft eine mit       Trä@gheitslzraft    arbeitende Kolbenpumpe,     wel-          e        lie    eine mit     Schwungrad    versehene Welle  und einen darauf sitzenden Nocken aufweist,       welcher    so konstruiert ist, dass er mittels  einer Rolle an einem     Sehwinghebeil    und an  diesem befestigten Zugelementen einem mit  einer     Rückholfeder    verbundenen Kolben mit       IUickschlagventil    eine derart hohe, während  ,

  eines besamten     Förderhubes    gleichmässig zu  nehmende Geschwindigkeit     erteilt,    dass in der  vom Kolben geförderten Wassersäule in der       Förderleitung    eine     Trägheitskiaft    entsteht,  welche während des durch die Feder bewir  ten Kolbenrücklaufes die Wirkung eines       Kolbens    übernimmt und Wasser fördert, so,       dass    die Pumpe     kontinuierlich    fördert.  



  Pumpen im allgemeinen, welche     mit        hin-          und    hergehenden Kolben Flüssigkeit fördern,  geben oftmals infolge gewisser Zusammen  hänge Anlass zu     Schwierigkeiten,    welche ganz  besonders bei     Tiefbrunnenpumpen    auftreten,  wenn man die     Leistung    durch     Steigern    der  Tourenzahl erhöhen möchte.

   Nicht nur die       Grössenverhältnisse    und ,der     Materialaufwand          der        Tiefbrunnenpumpen    gegenüber den     ge-          wölinliehen,    über Flur liegenden Pumpen, be  zogen auf ihre Leistung, ist auffallend       schlecht,    sondern es gibt auch noch andere       Eigenselraften,    deren sie     ermangeln,    wie z. B.       (einen    gleichmässigen     Wasserstrom,    welchen  man bei     Tiefbrunnen(pumpen    sowie bei andern  Pumpen     bisher    vergeblich herzustellen ver  suchte.

      Die     Abmessungen,    Gewichte, Kräfte und       Beschleunigungsdrücke    sind direkt abhängig  von der Tourenzahl, Hubzahl, Kolbenge  schwindigkeit, Wassergeschwindigkeit usw.  



  Man glaubte bisher, einen stoss- oder  schlagfreien Gang (was auch für die Lebens  dauer von     ausschlaggebender    Bedeutung ist)  nur durch Einhalten einer geringen Hubzahl       ,erreichen    zu können, und bei über Flur lie  genden Pumpen mit einem starr an einer  kurzen Schubstange angeschlossenen Kolben  hat man die Anwendung von Windkesseln,  möglichst grossen Durchgängen in den Ven  tilen und ausserdem noch ein     fortwährendes     Ansaugen von Luft durch     Schnüffelventile     als unbedingt notwendig gefunden, um die  Tourenzahl bzw. Leistung in die Höhe zu  treiben. Mit einem Leistungsgrad von 95  war man zufrieden.  



  Auf beiliegenden Zeichnungen ist ein       Ausführunggsibeispiel    des Erfindungsgegen  standes dargestellt. Es zeigen:       Fig.    1     teilweisse    einen Längsschnitt, teil  weise eine Ansicht der Pumpe,       Fig.    2 eine     Darstellung    der     Nockenanord-          nung    und       Fig.    ä ein. Diagramm von     Nockenerhe-          bungskurven.     



  Bei der erfindungsgemässen Kolbenpumpe  kann der     volumetrische        Wirkungsgrad,    be  zogen auf den Arbeitshub des Kolbens, 175  bis<B>190%</B> betragen.  



  Nur der Entdeckung oder     Erkenntnis:,    wie  Geschwindigkeiten, Hubzahlen.und Massen-           beschleunigungen    eine     nutzbare    Trägheits  kraft erzeugen können, ist es zuzuschreiben,  dass die vorliegende Pumpe bei     entsprechen-          der    Ausbildung     praktisch    ein solch hervor  ragendes     Resultat    ergeben     kannte,    und zwar  dadurch, dass die Antriebselemente und die       Wasserführungsrohre    so konstruiert werden,

    dass der Wassersäule im     Förderhub    vom  Kolben eine     gleichförmig        gesteigerte    Ge  schwindigkeit erteilt     wird,    so dass sie als Spei  cher einer     Trägheitskraft        dient,    die während  des Kolbenrücklaufes die     Funktion    eines Kol  bens     übernimmt,    wodurch die Wirkung einer       Doppelkolbenpumpe    erreicht wird.

       Hierdurch     konnte auch die Tourenzahl erhöht werden       und    durch ein kleines Schwungrad ein     gleich-          förmiger,    schlag- und stossfreier     Betrieb    her  gestellt werden.  



       Tiefbrunnenkolbentpumpen    mit auf Flur  höhe befindlichem Triebwerk und in einem  Bohrloch     eingehängtem    Zylinder mit Kolben  sind an     Umstände    gebunden, welche die     ein-          gangsi    beschriebenen Vorkehrungen der ge  wöhnlichen Pumpen nur sehr umständlich  anzuwenden erlauben. In -der Mehrzahl wur  den Pumpen fabriziert, die nur mit sehr ge  ringer Dreh- und     Arbeitshubzahl    (40 pro Mi  nute) arbeiten,     deraat,    dass der Rückwärts  gang des Kolbens nur durch sein Eigen  gewicht und dasjenige der Kolbenstange be  werkstelligt wurde.

   Die Folge war, dass eine  befriedigende Fördermenge nur auf Kosten  von Grössenverhältnissen, grossen Querschnit  ten, grossen     Gewichten,    grossem Materialauf  wand; grossen Kräften möglich waren, und  nicht dies allein,     sondern    die bei jedem Hub  zu beschleunigende Masse der     Wassersäule,     ausserdem das für die sehr geringe Touren  zahl erforderliche     umfangreiche    Getriebe, der  periodisch ungleichförmige Antrieb (pro Mi  nute 40mal wechselnd von Null auf Maxi  mum), was kaum durch ein überdimensionier  tes     Schwungrad    verbessert werden könnte,  wollte     man    es auf der     Antriebswelle    anbrin  gen,

       bedeuten    Nachteile. Alle diese Betrach  tungen gaben Anstoss zu versuchen, diese  nachteiligen     Umstände    zu umgehen, - was  durch die vorliegende Erfindung auch mög-    lieh ist. Der Kern dieser Erfindung liegt  hauptsächlich in folgenden physikalischen  Erkenntnissen:  1.     Nutzbarmachung    einer     Wassersäule,     indem man sie wie einen festen Körper als  Speicher einer     Trägheitskraft    benützt und  ihr (der Wassersäule)     eine    relativ hohe Ge  schwindigkeit (z. B.     2-2,5        mjsek)    gibt, was  bei     Tiefbrunnenpumpen    z.

   B. zu einem Teil  durch ein     relativ    enges     Steigrohr,    z. B: von       14-16    mm Durchmesser, zum andern Teil  durch eine Erhöhung der Hubzahl (z. B. 200  bis 250 pro Minute für 1200-1500 Liter  Stundenleistung) erreicht werden kann.  



  2. Die Erhöhung der Hubzahl oder Dreh  zahl ergibt auch     varteilhafterweiseeine    Ver  kürzung der Zeit für den Rücklauf des Kol  bens z. B. von 0,75 auf 0,12 sek entsprechend  z. B.     n    = 240 statt     n    = 40 pro Minute bei  gewöhnlichen     Pumpen.     



  3. Die hohe Hubzahl praktisch anzuwen  den, wurde für den Rücklauf z. B. am saug  seitigen Ende des Kolbens eine Zugfeder be  festigt, die ihren Halt am untern Teil des  Zylinders besitzt.  



  4. Die Federkraft erhöht wohl die erfor  derliche Kraft zum Fördern bzw. Heben der       Wassersäule    und gibt einen     ungleichföxmigen     Kraftbedarf für den Antrieb. Dieser Un  gleichförmigkeit wurde dadurch entgegenge  wirkt, dass die     Antriebscheibe    als Schwung  rad, zweckmässig mit     einem    Griff für Hand  betrieb, ausgebildet wurde, wodurch schon mit  einem     Schwunggewicht    z.

   B. von 10 kg ein       derart    günstiger     Ungleichförmigkeitsgrad    er  reicht werden kann, dass am     Antriebsriemen     kaum noch     etwas        jvon    der Ungleichförmigkeit  zu merken ist. Auch hier ergab die Erhöhung  der Tourenzahl einen entscheidend günstigen  Ausschlag.  



  5. Der     Antrieb    des Kolbens einer     Tief-          brunnenrpumpe    erfolgt bei den gewöhnlichen  Pumpen meist durch eine Kurbelwelle oder  ein kurbelähnliches Getriebe mit zum Teil  aus dem     Zentrum    sitzender     Geradführung,     um beim Aufwärtshub eine günstigere Kraft  wirkung zu haben und auch, um eine gleich-           m < il@i@"@,re        Hebegechwindigkeit    zu erreichen.  Die mittlere Hebegeschwindigkeit beträgt bei       I),:3        Liter/sek    und einem Steigrohr von 35 mm       liehtf    r Weite gleich 300 cm' : 9,6 ein\ = ca.

    30     cm!sek    und, weil die Förderung nur im  Auf      -ä.rtshub    erfolgt,     v    = 30 cm,' sek : 0,5 =       60        eni!elz    oder 0,6     m/sek,    die aber auch hier       cIurc,h    einen wohl sehr geringen     Beharrungs-          ziil;tand    der Wassersäule einer     Schwankung          etwa.    0,12-1,2     m/sek    unterworfen sein  dürfte (also eine Schwankung von etwa.       l.000    % ).

   Wollte man bei der vorliegenden       Erfindung    einen Kurbeltrieb anwenden,     wo-          Iwi    man erfahrungsgemäss eine mittlere     Ge-          sehwindigkeit    z. B. von mindestens 2     m/sek     zugrunde legen müsste, so würden sich     Be-          >ciiIeunigungsdrücke    ergeben, die konstruktiv       nielit    beherrscht werden könnten, um der Be  anspruchung der     Triebwerksteile    standzu  halten.

      Es wird deshalb für den Antrieb des Kol  bens ein     Nockentrieb    vorgeschlagen, der       zweckmässig    so ausgebildet ist, dass er zwangs  läufig den Kolben mit derselben Geschwin  digkeit zu heben beginnt, die der Wasser  säule entspricht, um sie bis zum Ende des  Kolbenhubes uni so viel zu     beschleunigen,    wie       sie        -,nährend    des     Abwärtshubes    des Kolbens an       (Teseliwindiglr,eit    verloren hat (welche z. B.  nur     1.0-25%    und nicht<B>1000%</B> beträgt).  



  Der Nachweis, dass die Schwankung     er-          nur        10-25%    betragen kann,  ist darin     begründet,    dass ein     volumetrischer          Zirirhungsgra.d    von 175-190% erzielbar ist,  wie aus dem Nachfolgenden hervorgeht.  



  Eine erfindungsgemäss ausgebildete     Haus-          wa.sserpumipe    mit einem Kolbendurchmesser  von 3 cm= 7 cm' Kolbenfläche, 7 cm Hub  und 230 Touren ergab eine     b1inutenleistung     von     21.,7    Liter. Rechnerisch könnte die Lei  stung entsprechend der Leistung einer einfach       wirkenden    Pumpe nur 7 X 7 X 230 =11,3       Liter/min    betragen. Der     volumetrische        Wir-          ILungsgrad    betrug also:     ii    = 21,7 Liter gemes  sen X 100 : 11,3 Liter     theoretisch    = 192 %.

    Nach einem Jahr und etwa 350 Stunden Be  trieb ergab dieselbe Pumpe 20 Liter pro    Minute oder     r@    = 20 Liter X 100 : 11,3 Liter  =176%.  



  Wäre die Förderung im     Abwärtshub    des       Kolbens    gleich dem     Aufwärtshub    oder eine  theoretische Förderleistung von 11,3 X 2 =  22,6 und = 22,6 X 100: 11,3 = 200 %, so  könnte man behaupten, die     ;Schwankungen    der       Geschwindigkeit    betragen 0 %. Im ersten Fall  kann     man,    also eine Schwankung von  200 % -192 % = 8 % und im zweiten Fall  200 % -176 % = 24 % annehmen.  



  Die Betrachtung über die Schwankungen  sind natürlich nur empirisch und sind auch  noch von Zufälligkeiten der Werkausfüh  rung abhängig. Auf jeden Fall war aber bei  der vorgenannten Pumpe der Wasseraustritt  unter Druck bis zu 2     Atm.    so gleichmässig,  dass an einem Strahlrohr mit zwischengeschal  tetem Sehlauch von 3 m Länge von einer  Schwankung überhaupt     nichts    zu merken ist,  ohne Windkessel oder dergleichen.  



  Der Beharrungszustand der Wassersäule  der genannten Hauswasserpumpe während der  Zeit von 0,12 sek des Kolbenrücklaufes war  derart     gut,        da.ss    ein Saugventil weggelassen  werden konnte und die Pumpe somit nur ein  einziges     Rückschlagventil    besitzt, welches im  Kolben untergebracht ist. Bedingung ist, dass  sich der Zylinder einige     Meter    unterhalb des       Wasserspiegels    befinden muss.  



  6. Ein     weiteres    mit der relativ hohen  Wassergeschwindigkeit verbundenes Pro  blem betraf die Verminderung bzw. Regulie  rung der Wassermenge, um in gewissen Fäl  len ein übermässiges Mitreissen von Sand zu  verhüten. Wie aus der Beschreibung hervor  geht, ist ein stossfreies Arbeiten an eine ge  wisse Tourenzahl und Wassergeschwindig  keit gebunden, und wenn auch eine geringe       Verminderung    der Leistung, z.

   B. durch Aus  wechseln der Schwungscheibe oder der     Nak-          ken,    noch keine besonderen     Störungen    er  geben, so ist dies doch sehr     umständlich.    Eine  vollständige Lösung wurde bei einer Tief  brunnenpumpe dadurch erreicht, dass im  Steigrohr unterhalb einer Stopfbüchse eine  Abzweigung vorgesehen wurde, welche es er  möglicht, bis zu 50 % des geförderten Was-           sers    wieder in das     Bohrlochrohr        zurückflie-          ssen    zu lassen.

   Hierdurch wird bei gleichblei  bender Geschwindigkeit im Steigrohr der       Zufluss    von unten und damit das Hochziehen  von Sand     vermindert.     



  Nach dem in der     Zeichnung        dargestellten          Ausführungsbeispiel    erfolgt der Antrieb des  Kolbens 1 mit     Rückschlagventil    la durch das  besonders schwere     Schwungrad    2, das als  Riemenscheibe dient und mit einer Handkur  bel 3 versehen ist, die dasselbe tragende  Welle 4, den auf der Welle sitzenden Nocken  5, die Rolle 6, den dieselbe tragenden Hebel 7;  welcher an einem festen Punkt im Gehäuse  8     angelenkt    ist, das am freien kreisförmigen  Ende des Hebels     befestigte    Kabel oder Kette  9 und die Zugstange 10, die aus mehreren  Teilen besteht, welche mit Spezialverbin  dungsstücken 11 miteinander gekuppelt sind.

    Für die Rückbewegung des Kolbens 1 dient  die Feder 12, welche mit ihrem obern Ende  unten am Kolben aufgeschraubt und mit  ihrem untern Ende mittels eines Nippels 13  mit dem Zylinder 14 verbunden ist. Am  Nippel 13 kann man wie üblich ein nach  unten     führendes        Verlängerungsrohr    15, das  mit Schlitzen 16 versehen ist, um das Eintre  ten     gröberer        Sandkörner    oder     verwitterten          Gesteins    zu     verhindern,        anbringen.     



  Der Zylinder 14 hängt an dem     ,Abstütz-          bzw.Steigrohr    17. Dieses kann aus     einem    oder  mehreren Mücken bestehen. Im letzteren Fall  sind die Einzelteile     mittels    relativ langer  Muffen 18 mit dem Zylinder bzw.

   mitein  ander verbunden.,     Diese    Muffen 18 wurden  deshalb     relativ    lang gemacht, um an den Stel  len,     an.    denen sich die Verbindungsstücke 11  auf- und     abbewegen,    dem .Steigrohr 17 einen       derart    grossen     Querschnitt    zu geben, dass so  wohl der Widerstand gegen den     Wasserdurch-          fluss    als auch derjenige gegen die Rückbewe  gung des     Kolbens        beseitigt    wird.  



  Am     obern    Ende des Steigrohres. 17 ist ein       rohrförmiges        Abschlussstück    19, welches  gleichzeitig als     Stopfbüchsengehäuse    dient,  aufgeschraubt. In diesem befindet sich der       Stopfbüchsenring    20,     und    aussen an ihm ist    ein Gewinde für die     Überwurfmutter    21 vor  handen.

   Das     Abschlussstück    19 ist durch die       Sohlplatte        des.Gehäusesst    8 von unten hindurch  geschoben und mit der     Mutter    22 festge  schraubt; ausserdem besitzt es einige Löcher  23, über welche eine     kreuzförmige    Hülse 24  gestreift ist, die mit der     Mutter    22 auf die       Sohlplatte        angepresst    wird.  



  Diese kreuzförmige Hülse 24 besitzt zwei  Austritte. Auf der einen     Seite    befindet sich  .der     Hauptaustritt,    mit dem die Rohrleitung  25, die nach     dem    Tank führt,     verbunden    ist,  auf der     andern    Seite befindet sich ein klei  nerer     Austritt,    der     mit    einem Stopfen 26     re-          guliert    werden kann. Von hier führt ein Loch  27 unter die     Sohlplatte    des Gehäuses 8, von  wo das Wasser in den Ringspalt zwischen       Bohrlochrohr    28 und Steigrohr 17 bzw.

   Zy  linder 14 wieder von neuem in das Verlänge  rungsrohr 15     eintreten    kann, wodurch eine       Verminderung    der Wasserförderung von  unten erreicht und weniger Sand hochgezogen  wird.  



  <I>Die</I>     Noclcenform:    Um die Ansicht zu zer  streuen, dass jede beliebige Pumpe oder       Nockenform    geeignet wäre, durch Erhöhung  der Tourenzahl die Leistung zu steigern, soll  nachstehend konkret und auf Grund wissen  schaftlicher Betrachtungen -diese     Ansicht     widerlegt werden.

   Zu diesem Zwecke wurden  in     Fig.    3 die     Erhebungskurven    von drei     ver-          schiedenen.    Nocken 5,     5a    und 5b, wie sie auf  die Rollen eines Schwinghebels wirken, in  vereinfachter Form graphisch dargestellt, und  hierzu wurden die Nocken 5, 5a und 5b       (Fig.    2) in zwölf Winkelordinaten     1x-12x     eingeteilt; also beträgt der Abstand von der  einen zur andern 30 .

   Wenn der Nocken 240  Touren pro Minute, also 4 Touren pro Se  kunde macht,     entspricht    dies pro Umdrehung  0,25 sek oder     zwischen    jeder     Ordinate     0,25 :12 =     ca,    0,02 sek. In     F'ig.    3 wurden  die Ordinaten     Ix--12x    auf einer Linie 33  senkrecht aufgetragen.

   Auf jeder Ordinate  wurde der Weg 34 aufgetragen, den die Rolle  eines Schwinghebels bei einer Drehung des  Nockens ausführt (der Einfachheit halber der      Abstand zwischen dem     Nockenumfang    und  dem     Krei        s,    31, der bei einer Drehung des  1     ockens    vom tiefsten Punkt desselben be  schrieben wird), welcher Weg im Scheitel  punkt 35 bei Ordinate     6ax    gleich 27 mm     be-          lrägt.    Multipliziert man die Höhen der ein  zelnen sechs Ordinaten     lx-6x    mit dem     He-          belübersetzungsverhältnis    von z.

   B. 2,6 :1,  so ergibt sich bei, einem grössten Ausschlag  der Rolle von 27 mm ein Kolbenhub von  2,6 X     '-)7:=    70 mm. Die Erhebungslinie der  Wassersäule wird dieselbe Form aufweisen  wie diejenige der Rolle, da die Übertragung  durch den Hebel und das Bogensegment auf  die Zugelemente des Kolbens     keine    Verände  rung ergibt, obschon der Weg bei jeder     Ordi-          nato        entsprechend    der Hebelübersetzung mit  2,6 zu multiplizieren ist.

   Die     Erhebungslinie     der Wassersäule zwischen den Ordinaten 7  bis 12, die     sich    aus dem Beharrungszustand  der Wassersäule     ergibt,        wurde    empirisch ge  zeichnet und dürfte der Tatsache entsprechen;  da die Steigungswinkel der Linie am Ende  der Hebung und Wiederbeginn derselben  durch den Kolben bekannt     sind,    brauchte man  nur die beiden verschiedenartigen Neigungs  linien mit einem gleichmässig verlaufenden  Bogen zu verbinden.  



  Ausgehend von dem Nocken 5a für     gerad-          linin;e    Hebung -des Kolbens     bzw.    der Wasser  säule, wie sie vom Erfinder bei Doppelkolben  pumpen (deren zwei Kolben übereinander sich  im gleichen Zylinder bewegen) zur Anwen  dung kamen, ersieht man,     dass    theoretisch be  trachtet überhaupt keine     Beschleunigung    oder  Verzögerung in der Wassersäule auftreten  kann, da die zwei Nocken bei der Doppel  kolbenpumpe in ihrer Wirkung sieh gegen  seitig so     überdecken,        da,ss    die     "Q4Tassersäule          stets    von dem einen oder andern Kolben ge  hoben wird,

   da wechselseitig ein Kolben sei  nen Rücklauf entsprechend der Linie 37 bzw.  37' erst beginnt,     wenn.    der     andere    Kolben die       Weiterbeförderung    der Säule schon übernom  men hat. Die Erhebung ist in     Fig.    3 in       punktierter    Linie 32 dargestellt und     ent-          c_pricht    auch der     punktierten    Linie beim  Nocken 5a. Dieser Nocken ergäbe aber     bei       der erfindungsgemässen     Einkolbenpumpe     beim Hubbeginn einen etwas schrofferen     Be-          schleunig-ungsdruck.     



  Die ausgezogene     Erhebungslinie    38, 39, 40  (Fix. 3) entspricht dem Nocken 5, wie er für  die erfindungsgemässe Pumpe sein muss. Man  sieht,     -wie    er im Aufwärtshub während ca.       I.80     oder während ca. 0,12     sek    entsprechend       n   <I>=</I> 240 pro     Minute    eine gleichmässige Zu  nahme der Erhebung 39 ergibt.

   Während der  folgenden     ca:.    l80  oder 0,12 sek gleitet die  Rolle des Schwinghebels     entsprechend    der  Kurve 37 auf dem Ablauf<B>37'</B> des Nockens,  wodurch -der Kolben sich nach unten     be-          webgt.    Die Flüssigkeitssäule verliert in dieser  Zeit von 0,12 sek etwas von ihrer Geschwin  digkeit (10-25     %)    gemäss der dargestellten  Linie 38     zwischen    den     Ordinaten    6-12, wor  auf der Nocken 5 wieder mit einer neuen He  bung 40 beginnt, und zwar entsprechend der  selben Geschwindigkeit, welche die Flüssig  keitssäule in diesem Moment hat.  



  Würde man einen Exzenter 5b nach  strichpunktiert. verwenden, dessen Lauffläche  einem Kreis mit versetztem     Mittelpunkt    41  entspricht und die gleiche Wirkung wie ein       Kurbeltrieb    besitzt (nach     strichpunktiert),     so entständen Schwankungen in der Ge  schwindigkeit und damit Beschleunigungen  in der Wassersäule sowie     Beschleunigungs-          drücke,    welchen ein noch so verstärktes       Triebwerk    nicht     standhalten    würde, wobei  letzteres ausserdem noch Nachteile infolge  Erhöhung der     Gewichtsmasse        hätte.     



  Zur Aufklärung diene wiederum die gra  phische Darstellung, wobei man ausgehend  von der gleichmässigen     Erhebungslinie    32  (nach punktiert) ersieht, dass die Beschleuni  gung nur ca. zwischen den     Ordinaten    2 und  4,5, also nur in der Zeit von 0,05 sek vor sich  geht, während in der übrigen Zeit, welche       ca.    4mal so lang ist und 9,5 X     0,02=0,l,9     sek     beträgt,    die     Flüseigkeitssäule    nur von  der     Trägheitakra.ft    bewegt wird und demzu  folge einen fast doppelten     Creschwindigkeits-          abfall    erleidet als beim angegebenen erfin  dungsgemässen Nocken, der während nur  0,

  12 sek, statt 0,19 sek, nicht auf die Säule      wirkt.     Dass    auch während des Aufwärts  hubes beim     Egzenternooken    5b die     Trägheits-          kraft    die Weiterförderung der Säule über  nehmen wird, liegt darin, weil die Säule wäh  rend einer kurzen Zeitspanne zwischen den  Ordinaten 2 und 4,5 eine derartige Beschleu  nigung     erfährt,    dass sehen zwischen den  Ordinaten 4,5 und 5 die Geschwindigkeit des       Kolbens    hinter derjenigen der Säule zurück  bleibt.

   Ein ausserordentlicher Nachteil des       Egzenternockens    5b     bestände    noch     darin,    dass  der Kolben zwischen den     Ordinaten    8     und    9  in     rückläufiger        Bewegung    eine derartige Be  schleunigung erfahren würde, dass für die  selbe keine genügend starke Feder unterzu  bringen wäre, da auch zudem noch die       Wasserwiderstände,        hervorgerufen    durch den       schnelleren        Wasserdurchfluss    im Kolbenven  til, hinzukämen.

     Die     Zeichnung    und die zugehörige Spezial  beschreibung beziehen sich auf eine     Tief-          brunnenpumpe.    Es ist nicht     ausgeschlossen,     <B> & </B>ss die der Erfindung     zu    Grunde liegende       Theorie    auch auf über Flur befindliche Pum-         pen,    d. h. mit über Flur befindlichem Zylin  der und Kalben, angewendet werden kann,  indem beispielsweise die Windkessel durch  ein entsprechendes Rohr für eine durch Träg  heit     bewegte    Wassersäule ersetzt werden  können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Mit Trägheitskraft arbeitende Kolben pumpe, gekennzeichnet durch eine mit Schwungrad versehene Antriebswelle und daraufsitzendem Nocken, welcher so kon struiert ist, da.ss er mittels einer Rolle an einem Schwinghebel und mit an diesem be- festigten Zugelementen einem mit einer Rück holfeder verbundenen Kolben mit Rückschlag ventil eine derartig hohe und während seines gesamten Förderhubes gleichmässig zuneh mende Geschwindigkeit erteilt,
    dass in der vom Kolben geförderten Wassersäule in der Förderleitung eine Trägheitskraft entsteht, welche während des durch die Feder bewirk ten Kolbenrücklaufes die Wirkung eines Kol bens: übernimmt und Wasser fördert. so, da,ss die Pumpe kontinuierlich fördert.
CH253083D 1946-05-10 1946-05-10 Mit Trägheitskraft arbeitende Kolbenpumpe. CH253083A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0093691A1 (de) * 1982-04-21 1983-11-09 Kurt Stauffer Kolbenpumpe für Flüssigkeiten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0093691A1 (de) * 1982-04-21 1983-11-09 Kurt Stauffer Kolbenpumpe für Flüssigkeiten

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