CH253476A - Verfahren zur Herstellung von 5-Aminopentansäure-(1). - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 5-Aminopentansäure-(1).

Info

Publication number
CH253476A
CH253476A CH253476DA CH253476A CH 253476 A CH253476 A CH 253476A CH 253476D A CH253476D A CH 253476DA CH 253476 A CH253476 A CH 253476A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
acid
aminopentanoic acid
preparation
reaction mixture
heating
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Podnik Bata Narodni
Original Assignee
Podnik Bata Narodni
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Podnik Bata Narodni filed Critical Podnik Bata Narodni
Publication of CH253476A publication Critical patent/CH253476A/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


      Verfahren        zur        Herstellung    von     5.Aminopentansäure.(1).       Die     5-Aminopentansäure-(1)        (ö-Amino-          valeriansäure)    wurde bisher am leichtesten  durch Hydrolyse des     Piperidons    hergestellt.       Piperidon    kann durch Umlagerung aus       Zy        klopentanonoxim    nach     Beckmann    darge  stellt werden. Den Ausgangsstoff bildet da  her     Zyklope-ntanon,    aus welchem zunächst       Zyklopentanonoxim    hergestellt werden muss.

    Dieses muss     vorsichtig    in starker     Schwefel-          ,säure    gelöst werden und dann durch Erhit  zung auf etwa l40  C in kleinen Portionen  zu     Piperidon    umgelagert werden. Die     Amino-          valeriansäure    wird durch Kochen der     ver-          dinnten    sauren Lösung, Neutralisierung usw.  dargestellt. Das Isolieren der einzelnen Zwi  schenprodukte bei diesem Vorgang ist mit  beträchtlichen     Verlusten    verbunden.

   Dies be  trifft nicht nur das     Oxim,    sondern auch  sämtliche andere erforderlichen Stoffe, ins  besondere Schwefelsäure und übliche Neu  tra.lisa.tionsrnittel usw. Die bei der Herstel  lung des     Oxims,    abgestumpfte, aus dem     Ry-          droxylaminsalze    stammende Mineralsäure,  die in Form von wertlosen Abfallsalzen     ver-          lorengeht,    muss für die spätere Umlagerung  wieder zugesetzt werden.

   Ein weiterer     Nach-_     teil des bekannten Verfahrens liegt darin,       da.ss        da.s    feste     Oxim    in starker Mineralsäure,       c.    B. Schwefelsäure, nur sehr vorsichtig auf  gelöst werden muss, weil die grosse     Lösungs-          wärme    durch örtliche Überhitzung die     explo-          sionsartige        Beckmannsche    Reaktion auslösen  kann.

   Gemäss der folgenden Erfindung wird    die     Herstellung    der     Aminovaleriansäure    in  einer     Operation    durchgeführt, wobei sämt  liche oben erwähnten Nachteile beseitigt wer  den. Das erfindungsgemässe Verfahren zur  Herstellung von     5-Aminopentansäure-(1)    be  steht darin, dass     Zyklopentan-on    mit     Hy-          droxylaminsulfat    ohne Wärmezufuhr längere       ,Zeit    gerührt, hierauf die Temperatur auf 100  bis 150  C erhöht, das Reaktionsgemisch mit       .Wasser    verdünnt,

   wieder erwärmt und nach  dem Entfernen des     Sulfations    unter gleich  zeitiger Neutralisierung und Verdampfen von  Wasser zu     5-Aminopentansäur.e-(1)    verarbei  tet wird.  



  In beliebiger Phase der Reaktion vor dem  ersten     Erwärmen    kann Schwefelsäure zuge  setzt werden. Die Höhe der Temperatur zwi  schen 100 und 150  C, auf welche dann das  Reaktionsgemisch erwärmt werden muss,  hängt von der Konzentration der anwesenden  Säure ab. Gegebenenfalls können auch Lö  sungsmittel in beliebiger Phase der Reaktion  vor dem     ersten    Erwärmen zugesetzt werden.  In der ersten Phase der Reaktion während  des längeren     Rührens    kann das Reaktions  gemisch gegebenenfalls gekühlt werden. Die  Erhöhung der Temperatur kann in einer dazu  geeigneten     Vorrichtung,    z. B. gemäss dem  schweizerischen Patent Nr.     235568,    durchge  führt werden.  



  Das neue Verfahren ist einfach und wirt  schaftlich, da keine     Zwischenprodukte    iso  liert werden müssen. Die     Ausbeute    an reiner           Aminosäure    beträgt fast     100,%.    Es wird die  ganze im     Hydrogylaminsulfat    enthaltene       Schwefelsäuremenge    und dazu noch das bis  her erforderliche     Neutralisationsmittel        er-          erspart.     



  <I>Ausführungsbeispiel:</I>  164 g fein zerriebenes     Hydrogylaminsul-          fat        wurde    mit 160g     Zyklopentanon    (Siede  punkt 125 bis 126 C) so lange kräftig ge  rührt, bis eine dickflüssige gelbe Lösung ent  stand.

   Diese Lösung wurde auf die innere       MTand    einer Walze aus nicht korrodierendem       Naterial    verteilt, so dass sie in einem dünnen  Film allmählich     herabfloss.    In dem äussern  Mantel der Walze befand sich eine bei     137     C  siedende     Kalziumchloridlösung.    Die     Zulauf-          gesehwindigkeit    der gelben     Reaktionslösung          wurde    so gewählt, dass ihre Temperatur auf  der     innern    Wand der Walze 150  C betrug.

         ,Die    unten abfliessende     Lösung    wurde mit  1200     cm3    verdünnt, unter Zugabe von Aktiv  hohle filtriert und das     Filtrat    2 Stunden un  ter     Rückflusskühlung    gekocht. Zu der noch  heissen Lösung     wurde    Kalkmilch bis zur  deutlichen alkalischen Reaktion zugegeben.  Das     Kalziumsulfat    wurde     abgenutscht    und  fünfmal nacheinander mit wenig Wasser aus  gekocht.

   Die vereinigten Filtrate wurden bis       zum    Verschwinden des     Ammoniakgeruohes     gekocht, das gelöste     Kalziumsulfat    mittels       ,Bariumhydrat    entfernt und die heisse Lösung  mit     Kohlen-diogyd        biss    auf     pg    7 gesättigt.  Nach dem Entfärben     mittels    Aktivkohle. und       .Filtrieren        wurde    die Lösung unter Luftleere         ,zur    beginnenden     Kristallisation    eingedampft.

         ,Am        nächsten    Tage     würden    die     Kristalle    ab  genutscht und mit Alkohol ausgewaschen.  Die Mutterlaugen     wurden    zu weiteren Por  tionen     (5-Aminovaleriansäure    verarbeitet. Die       ,ö-Aminovaleriansäure    lässt sich in dieser       iWeis'e        in    theoretischer Ausbeute gewinnen.  ,Der     Schmelzpunkt    der reinen     5-Aminopentan-          ssäure-(1)    liegt     bei.    159  C.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung von 5-Amino- pentansäure-(1), dadurch gekennzeichnet, dass Lyklopentanon mit festem Hydrogylaminsul- fat ohne Wärmezufuhr längere Zeit gerührt, .bis auf die Temperatur von 100 bis 150('C erhöht, das Reaktionsgemisch mit Wasser .verdünnt, wieder erhitzt und nach dem Ent fernen des Sulfations unter gleichzeitiger Neutralisation und Verdampfen von Wasser zu 5-Aminopentansäure-(1) verarbeitet wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass vor dem ersten Erwärmen Schwefelsäure zugesetzt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass vor dem ersten Erwärmen Lösungsmittel zugesetzt werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Reaktions gemisch während des längeren Rührens ge kühlt wird.
CH253476D 1941-12-05 1942-11-27 Verfahren zur Herstellung von 5-Aminopentansäure-(1). CH253476A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE253476X 1941-12-05

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH253476A true CH253476A (de) 1948-03-15

Family

ID=5953181

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH253476D CH253476A (de) 1941-12-05 1942-11-27 Verfahren zur Herstellung von 5-Aminopentansäure-(1).

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH253476A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE907777C (de) Verfahren zur Herstellung von Ketoximen der Cyclohexanreihe
CH253476A (de) Verfahren zur Herstellung von 5-Aminopentansäure-(1).
DE679561C (de) Verfahren und Vorrichtung zur fortlaufenden Herstellung von Duengemischsalzen
DE932455C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyamiden
DE659433C (de) Verfahren zur Herstellung von kristallisiertem Natriumtrimetaphosphat
AT135448B (de) Verfahren zur Herstellung schwefelhaltiger Präparate, die mit Wasser kolloidale Lösungen ergeben.
DE461004C (de) Verfahren zur Herstellung von waessrigen Lipoidloesungen
DE629653C (de) Verfahren zur Herstellung von Tetrahydronaphthylaminsulfonsaeuren
DE710396C (de) Verfahren zur Herstellung von Cyanverbindungen der Pyridinreihe
AT211821B (de) Verfahren zur Herstellung Alkylaminoacetaryliden
DE474659C (de) Verfahren zur Herstellung von reinen Nitrosamindruckfarben
DE901053C (de) Verfahren zur Herstellung von Guanidinthiocyanat
DE870277C (de) Verfahren zur Herstellung von Salzen der p-Amino-salicylsaeure
AT164032B (de) Verfahren zur Herstellung von Ortho-oxycarbonsäureamiden
DE613263C (de) Verfahren zur Gewinnung von Betaninhydrochlorid aus Schlempen u. dgl. Stoffen
CH249375A (de) Verfahren zur Herstellung von epsilon-Aminocapronsäure.
DE446110C (de) Herstellung von festem Trikaliumphosphat
DE939811C (de) Verfahren zur Herstellung von ªÏ-Caprolactam und seinen Derivaten
DE747119C (de) Verfahren zur Herstellung einer von Verunreinigungen freien und besonders zur aeusserlichen Anwendung geeigneten Sulfanilamidverbindung
AT133505B (de) Verfahren zur Darstellung von ω-Oxyacylaminobenzolarsin- bzw. -stibinoxyden oder ω-Oxyacylaminobenzolarsin- bzw. -stibinsäuren.
AT154137B (de) Verfahren zur Herstellung von Doppelverbindungen N.N-disubstituierter Amide der 3.5-Dimethyl-isoxazolearbonsäure-(4).
DE476663C (de) Verfahren zur Darstellung von N-methylschwefligsauren Salzen sekundaerer aromatisch-aliphatischer Amine
DE741684C (de) Verfahren zur Gewinnung von reinen wasserloeslichen Aminosaeuren
DE1801305A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 7-Chlor-2,3-dihydro-1-methyl-5-o-trifluormethylphenyl-1 H-1,4-benzodiazepin
CH199671A (de) Verfahren zur Herstellung einer Doppelverbindung aus 3,5-Dimethylisoxazol-4-carbonsäurediäthylamid und Calciumsalicylat.