CH253927A - Verfahren zum Spannen des Schussfadens bei Webmaschinen. - Google Patents

Verfahren zum Spannen des Schussfadens bei Webmaschinen.

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CH253927A
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CH
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Aktiengesellschaft Gebr Sulzer
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Sulzer Ag
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D47/00Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms
    • D03D47/12Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms wherein single picks of weft thread are inserted, i.e. with shedding between each pick
    • D03D47/24Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms wherein single picks of weft thread are inserted, i.e. with shedding between each pick by gripper or dummy shuttle

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
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Description


  Verfahren zum Spannen des     Schulfadens    bei     Webmaschinen.            1)it#    vorliegende Erfindung bezieht sich       a        rrf    ein -'erfahren zum Spannen des     Schuss-          fadens    bei     Z\Tebmaschinen,    welcher beim     Ein-          t        rag    in das Webfach von einer ausserhalb des       Fache.,    befindlichen Spule abgezogen wird.

    Das Verfahren besteht darin,     dass    der ins Fach  eingetragene     Schussfaden    jeweils durch einen       auf    der Eintrittsseite des Webfaches ange  ordneten Fadenrückzieher angezogen wird,  derart,     dass    dabei auch     Schussmaterial    vom       Vorrat    nachgezogen wird und der     eingetra-          -E#ne        Schussfaden    eine     bestimmte    Spannung       Erhält.    Bei der ebenfalls Gegenstand der     Er-          fIndung    bildenden Vorrichtung zur     Durch-    

        fÜhrrmg    dieses Verfahrens ist zum Anziehen       rlc#s    ins Fach eingetragenen     Schussfadens    auf  der Eintrittsseite des     Webfaches    ein     Faden-          rückzieher    angeordnet, dessen Hub so gross ist,       dass    ausser dem Anziehen des eingetragenen       Schussfadens        Schussmaterial    vom Vorrat     nach-          11.    wird und der eingetragene     Schuss-          faden    eine bestimmte Spannung erhält.  



  Eine beispielsweise Ausführungsform der       Erfindungsgemässen    Vorrichtung zur Aus  übung des Verfahrens gemäss der Erfindung       ia    auf der beiliegenden Zeichnung dargestellt.  und     zwar    zeigt:

         Fig.    1. die Vorrichtung in einer schema  tischen Gesamtdarstellung, mit einem     Schema          übE,r    die Bewegungen des Schusses,       Fig.    2 eine Einzelheit der Vorrichtung im  Schnitt nach Linie      < Y-X    in     Fig.    3,       Fig.    ? dieselbe Einzelheit in der     Auf-          sicht.            Fig.    4 und 5 je eine weitere Einzelheit  der Vorrichtung in einer Ansicht.  



  Bei dem     Greiferwebstuhl    gemäss     Fig.    1  ist auf der     Abschussseite    A ein     Schussvorrat     auf der     Schussspule    1 angeordnet. Von der  Spule 1 läuft der     Schussfaden    2, der aus einem  pflanzlichen, tierischen oder metallischen Fä  den oder Haar bestehen kann, durch eine Füh  rungsöse 3 und durch eine erste Fadenbremse  4 zum Fadenrückzieher 5 und anschliessend  zwischen einer zweiten Fadenbremse 6 hin  durch.

   Von der Bremse 6 läuft der Schuss  faden über eine weitere Führungsöse 7 durch  einen     Rückholer    8 hindurch zum Schützen 9,  in welchem das Ende     1.8    des     Schussfadens    2  während seines     Einführens    ins     Webfach    10  gehalten wird. Am Zapfen 14 ist der in       Fig.    4 detailliert gezeigte, mit dem Web  rnaschinenantrieb wirkungsverbundene Schlä  ger 11 gelagert, mittels dessen der Schützen 9  durch das Webfach 10 geschossen wird.

   Nach  dem Abschuss auf der     Abschussseite    A der  Webmaschine bewegt sich der Schützen 9 vor  erst an der Fadenschere 12 und an der     F'aden-          randklemme    13 vorbei, um hierauf ins Fach  10 einzulaufen. Auf der Fangseite B der       Webmaschine    gelangt der Schützen 9 an  einer     Fedenrandklemme    15 vorbei in die  Schützenbremse 16, um dort in einer Lage  9a zum Stillstand zu kommen.  



  Da es schwierig ist, den mit grosser Ge  schwindigkeit auf der Fangseite B ankom  menden Schützen 9 genau in jener Stellung  zum Stillstand zu     bringen,    welche der ge-      wünschten Lage des     Schussfadens    2 vor dem  Anschlagen ans Gewebe entspricht, so     wird     der Schützen 9 jeweils um eine nicht notwen  dig konstante Wegstrecke 21 über diese Stel  lung     hinausgebracht.    Mittels des Rückstoss  schiebers 17, der entsprechend     Fig.    5 mit dem       Webmaschinenantrieb    gekuppelt ist, wird der  Schützen 9     hierauf    jeweils     in    seine eigent  liche Endlage 9b zurückgeschoben.

   Nachdem  der     Schützen    9 in seiner Endlage 9b vom  Schossfaden 2 gelöst ist, wird er aus der  Schossbahn in eine Position 9c gerückt und in  die Position 9d zurückbefördert, aus welcher  er erneut in die Schossbahn gelangt, um einen  weiteren     Sehusseintrag    in das Webfach 10 zu  veranlassen.  



  Die Arbeitsweise der beschriebenen Teile  ist folgende: Beim Abschuss des     Schützens    9  ins Fach 10 sind die Fadenbremsen 4 und 6  gelüftet. Der Fadenrückzieher 5 befindet sich  in seiner extremen     Auslenkstellung   <B>5b,</B> wäh  rend der Schossfaden 2 die in     Fig.    1 gezeigte  Position I     einnimmt.    Das Ende 1.8 des Schoss  fadens 2 ist am Schützen 9 festgeklemmt.

    Durch den Schläger 11 wird der Schützen 9  abgeschossen und gleichzeitig der Fadenrück  zieher 5 in Richtung des Pfeils 19 in Be  wegung gesetzt, wobei der Schützenschläger  Il     und    der Fadenrückzieher 5     miteinander     wirkungsverbunden sind, so dass die Ein  leitungder     Rückschwenkbewegung    des Rück  ziehers in Abhängigkeit von der Bewegung  des     Schützens    erfolgt, wie dies aus den  später erläuterten     Fig.    2 und 3 zu entneh  men ist.  



  Die     Einlenkbewegung    des Rückziehers 5  kann hierbei derart bemessen sein, dass die  dadurch frei werdende     Schussfadenreserve    un  gefähr dem vom Schützen 9 im ersten Mo  ment zurückgelegten Weg entspricht, wobei  es sich praktisch um eine Länge handelt,

   die  nur einen Bruchteil der für den     vollständigen     Schosseintrag     benötigten        Schussfadenlänge          ausmacht.    Eine Anpassung der     Einlenkbewe-          gung    des Fadenrückziehers 5 an die Bewe  gung des     Schützens    9 ist     durch    entsprechende  Bemessung und Torspannung der in den       Fig.    2 und 3 gezeigten Feder 32 möglich.

      Vorteilhaft erfolgt die Abstimmung dieser       genannten    Bewegungen aufeinander so,     dass     die Spule 1 erst in jenem Zeitpunkt Schuss  faden abzugeben beginnt, wenn der Rück  zieher 5 in die Bahnachse des     Schützens    9  gelangt ist, wodurch der von der Spule 1 ab  gezogene     Schussfaden    2 nur eine     geringe    oder  gar keine     Abwinkelung    während des Schoss  eintrages     ins    Fach 10 erleidet.

   Kurz bevor  der Schützen 9 auf der Fangseite     B    in die  Schützenbremse 16 gelangt     und    bevor seine  Geschwindigkeit verlangsamt     wird,    tritt  wenigstens eine der Fadenbremsen 4, 6 in       Tätigkeit,    um zu verhindern, dass durch die  kinetische Energie des bewegten Schusses ein       überflüssiges    Abspulen des     Sehussfadens    von  der Spule 1 erfolgt, .das zu einem losen Ver  lauf des Schusses     innerhalb    des Faches 10 und  zur Schleifen- und     Wellenbildung    Anlass  beben würde.  



  Wenn der Schützen 9 in der Stellung 9a  zum Stillstand gelangt ist, befindet sich der  Schossfaden 2 gemäss Position     II    in     Fig.    1 in  der gestreckten Lage 2a. Der Fadenrück  zieher 5 beginnt sich nun - durch- die in       Fig.    2 und 3 gezeigten Mittel angetrieben   in Richtung des     Pfeils    20 zu bewegen, wäh  rend gleichzeitig bei geschlossener     Fa.den-          brernse    4 der     Rückstossschieber    17 den Schüt  zen 9 in die Position 9b und das Ende des  Schusses von 18a und 18b gemäss Position       II    und     III    in     Fig.    1 verschiebt.

   Die Bewe  gung des     Rückstossschiebers    17, die durch die  in     Fig.    5 gezeigten Mittel erzeugt wird, und  die     Auslenkbewegung    des Rückziehers, die in  der in     Fig.    2 und 3 gezeigten Weise er  zeugt wird, sind     derart    aufeinander abge  stimmt, dass der Fadenrückzieher 5 den  Schossfaden nicht nur um die zum Straffen.  das heisst zum Spannen des Schusses bei sich  von 18a nach     18b    verschiebendem Schossende  notwendige Länge von der Fangseite zurück  zieht, sondern auch noch Schossmaterial durch  die geschlossene Bremse 4 hindurch vom Vor  rat, das heisst von der Spule 1, nachzieht.

   Mit  andern Worten: Der Weg des     Rückstossschie-          bers    17 ist jeweils kleiner als die Länge der  vom Fadenrückzieher 5 herausgezogenen           Schussfadenschleife,    abzüglich des Abstandes  zwischen den Fusspunkten der Schleife.  



  Die Spannung des Fadens 2 in den     Posi-          iionen        2a    bis 2b in     Fig.    1 ist damit abhän  gig von der Einstellung der Bremse 4, also  von der Grösse der Bremswirkung. Bei stär  kerer Wirkung der Bremse 4 ist .demnach die  Spannung im eingetragenen Schuss grösser, bei       schwächerer    Wirkung der Bremse 4 dagegen  geringer.

   In der Lage 2b gemäss     Position        III     in     Fig.    1 wird der durch die einstellbare  Bremse 4 entsprechend gespannte     Schussfa,den     \' von den beiden Randklemmen     13,    15 und  von dem in die Stellung 8a vorgeschobenen       Rückholer    8 gefasst, worauf die Schere 12  den Schuss 2 durchschneidet.

   Der abgeschnit  tene, ins Fach 10 eingetragene Teil 2c (Posi  tion IV,     Fig.    1) des     Schussfadens    lässt sich  nun, da er von den Randklemmen 13, 15 fest  gehalten wird,     unter    Beibehaltung der ihm       rnit    Hilfe der Bremse 4 erteilten Spannung       ;ins    Gewebe anschlagen.

   Durch diese Einstel  lung der Spannung des anzuschlagenden       Schusses    kann die Qualität des Gewebes weit  gehend beeinflusst und dem späteren Verwen  dungszweck angepasst werden.,  Der in die Stellung 8a vorgeschobene       R.ückholer    8, der gemäss     Fig.    4 vom Web  maschinenantrieb aus angetrieben wird, bringt       das    neue Ende 22 des     Schussfadens    2 um.       ;lie    Länge 23 nach 22a zurück, während sich       (gleichzeitig    der Rückzieher 5 aus der Stel  lung 5a in der Pfeilrichtung 20 in die Stel  lung 5b bewegt, wie dies aus den Positionen  1     V    und V in Füg. 1 ersichtlich ist.

   Hierbei  sind die     Rücklaufgeschwindigkeit    und der       Rücklaufweg    des     Rückholers    8 aus der Stel  lung 8a in die Grundstellung und die Aus  lenkgeschwindigkeit sowie die     Auslenkuno,     des Fadenrückziehers 5 auf dem Weg     5a    nach  :

  )%) derart aufeinander abgestimmt, dass auch  in     dieser    Phase nicht nur die     Straffhaltung          fies    zwischen der Bremse 4 und .dem     Rück-          holer    8 befindlichen     Schussfadenteils    gewähr  leistet, sondern noch     Schussmaterial    durch die  geschlossene Bremse 4 hindurch von der Spule  1 nachgezogen wird.    Damit ist es auch in dieser aus den Posi  tionen IV und V der     Fig.    1 ersichtlichen Be  triebsphase möglich, eine von der Einstellung  der Bremse 4 abhängige Spannung im neu  einzutragenden     Schussfaden    zu erzeugen und  beizubehalten.

   Sobald der von der Seite des  Faches zurückgezogene und der durch die  Bremse 4 hindurchgezogene     Schussfaden    in die  Position V gelangt ist, fährt der     Rückholer    8  das Fadenende 22 in die Klemme des     Schüt-          zens    9 ein, der aus der Position 9d in die       Schussbahn    des     Schützens    gerückt ist, so     dass     das Arbeitsspiel, das heisst der Eintrag eines  neuen Schusses ins Fach sich wiederholen  kann.  



  Abgesehen davon, dass mit dem beschrie  benen Verfahren im Webbetrieb jeglicher Fa  denverschleiss vermieden wird, lässt sich eine  Schonung des Fadens und damit eine Beein  flussung der Gewebequalität erzielen. Die  Bremsung des Schusses bei in die Fang  bremse 16 einlaufendem Schützen 9 und bei  der Rückzugsbewegung des Schusses kann  mit der     zwischen    der Spule 1 und dem Rück  zieher 5 angeordneten Bremse 4 allein oder  aber mit beiden Bremsen 4, 6 erfolgen. Wenn  zwei Bremsen zur Verwendung gelangen, so  können diese in ihrer zeitlichen und Inten  sitätswirkung aufeinander abgestimmt sein.  



  Gemäss den     Fig.    2 und 3 weist der in       Fig.    1 nur angedeutete Fadenrückzieher 5  einen     einarmigen    Schwinghebel 24, welcher  am ortsfesten Zapfen 25 gelagert ist. Das  freie Ende des Hebels 24 ist mit einem Haken  26 ausgerüstet, durch welchen der     Schussfaden     2 hindurchläuft. Im Hebel 24 ist mit Hilfe  des Zapfens 30 die Druckrolle 29 drehbar ge  lagert. Diese Druckrolle 29 arbeitet. mit dem  Nocken 27 zusammen, der auf der Welle     28_     des Webmaschinenantriebes befestigt ist. Am  Hebel 24 ist eine Kolbenstange 33     angelenkt     und durch einen Zylinder 35 hindurchgeführt.

    Innerhalb dieses Zylinders 35 ist der     Kolber     31 an der Kolbenstange     33    befestigt und mit  einer am Deckel des Zylinders abgestützten  Druckfeder 32 belastet. Im untern Teil des  Zylinders 35 ist die Bohrung 34 vorgesehen,      die vom Kolben 31 gedeckt wird, wenn sich  dieser seiner     untern    Endlage nähert.  



  Die     Auslenkbewegung    des Hebels 24 mit  dem Haken 26 in der     Pfeilrichtung    20 bis in  die     extreme        Auslenkstellung    24a wird vom  Nocken 27 bewirkt, und zwar entgegen der  Wirkung der Feder 32, die durch den in seine  obere Endlage sich bewegenden Kolben 31 ge  spannt wird.

   Die Ablaufseite 27a des     Nok-          kens    27 ist so steil, das heisst in radialer Rich  tung ablaufend, dass die     Einlenkbewegung    des  Hebels 24 in der Pfeilrichtung 19 unabhängig  von der Drehzahl der Antriebswelle 28 und  damit von derjenigen des     Webmaschinen-          antriebes,    somit lediglich unter dem Einfluss  der     Entspannungswirkung    der Feder 32 er  folgt.

   Kurz bevor der Hebel 24 seine Grund  stellung erreicht, wobei der     Schussfaden    2 in  die     gestreckte:Lage    nach     Fig.    1,     Position        11     gelangt, wird die Bewegung des Hebels 24  pneumatisch gebremst, indem der Kolben 31  die Bohrung 34 deckt, so dass die Luft unter  dem Kolben 31 nur langsam     (Undiehtheit)     entweichen kann und dadurch komprimiert  wird.  



  Eine solche vom     Webmaschinenantrieb    un  abhängige Rückschwenkung des     Rückzieh-          hebels    24 in die Grundstellung ist besonders  dann     empfehlenswert,    wenn der Abschuss des       Schützens    9 ebenfalls unabhängig vom Web  maschinenantrieb mittels der     Abschussvorrich-          tung        wie    sie in     Fig.    4 gezeigt ist, vor sich  geht.

   Erfolgt hingegen der Abschuss des       Schützens    9, also nicht bloss das Spannender       Schussfeder    der     Abschussvorrichtung,    mittels  eines vom Webmaschinenantrieb betätigten  Nockens, so ist es vorteilhaft, wenn auch die  Bewegung des     Rückziehhebels    24 aus der ex  tremen     Auslenkstellung    2 9 a in die Grundstel  lung von einem Nocken oder     Exzentergetriebe          zwangläufig    erfolgt.  



  Die in     Fig.    1 schematisch gezeigten Brem  sen 4, 6 weisen gemäss     Fig.    2 und 3 je einen  Bremsarm 36 auf, welche am     ortsfesten    Zap  fen 37 gelagert sind und je unter der Wir  kung einer Zugfeder 48 stehen. An jedem  Bremsarm 36 ist ein Bremsschuh 38 angeord  net, welcher unter     .der    Wirkung der Zugfeder    48 auf einen gespannt gehaltenen nachgie  bigen Körper, nämlich auf das Bremsband  39 gedrückt wird.

   Zwischen dem     Bremsband     39 und dem Bremsschuh 38 ist der Schuss  faden 2     hindürehgeführt.    Das endlose Brems  band 39 ist um die Antriebswalze 40 und um  die Spannwalze 41.     herumgeführt.    Die beiden  Antriebswalzen 40 sind auf der Welle 42  befestigt, auf der ferner das Schaltrad 43  sitzt, in das die     Schaltklinke    44 eingreift.  Diese ist mittels des Zapfens 45 am     Kipp-          hebel    46     angelenkt,    während der Kipphebel  46 auf dem     ortsfesten    Zapfen 47 schwenkbar  gelagert ist. Der Kipphebel 46 und der  Schwinghebel 24 sind mittels der Schaltstange  49 gelenkig verbunden.

   Jede     Schwingbewe-          gungdes    Hebels 24 bewirkt damit eine Dreh  bewegung der Antriebswalzen 40, so dass sich  die     Bremsbänder    39 gegenüber den Brems  schuhen 38     ruckweise    fortbewegen. Die auf       eine    einzige Stelle konzentrierte Abnützung  der Bremsbänder 39 durch den     Schussfaden    2,  der zeitweise von den Bremsschuhen 38 gegen  die Bänder 39 gedrückt wird, lässt sich da  durch vermeiden.  



  Die     Spannwalzen    41 sind mit ihren Zap  fen 50 in den auf der Welle 52 schwenkbaren  Gabeln 51 gelagert. Jede Gabel 51 steht unter  der Wirkung einer Zugfeder 53, deren Zug  kraft mittels Schrauben 54 eingestellt werden  kann, zum Zwecke, die Spannung der Brems  bänder 39 und damit die Bremswirkung auf  den     Schussfaden    2 beliebig einstellen zu  können.  



  In jedem der beiden Bremsarme 36 ist mit  tels eines Zapfens 57 eine Druckrolle 56 an  geordnet, welche zufolge der Wirkung der  Feder 48 gegen einen Nocken 55 gedrückt  wird. Die beiden Nocken 55 sind auf der  Welle 28 des     Webmaschinenantriebes    be  festigt. Die Bewegung der Bremsschuhe 38  und die     Auslenkbewegung    des     Rückziehhebels     4 in Richtung des Pfeils 20 erfolgen     daher          22     in Abhängigkeit von der     Bewegung    der     Nok-          ken    55 bzw.

   27 und damit in Abhängigkeit  von der Drehzahl des     Webmaschinenantriebes.     Die zeitliche Abstimmung der Bewegungen  des     Rückziehhebels    24 und der     Bremsarme    36      aufeinander ist durch die gegenseitige Lage  der auf der Welle 28 befestigten Nocken 27  und 55 gegeben und     lässt    sich daher durch  deren Verstellung ändern.

   Mit dieser Anord  nung ist es nicht nur möglich, die auf den       Schussfaden    ausgeübten Bremskräfte durch       enlapreehende    Spannung oder Entspannung  der Bremsbänder 39 beliebig einzustellen, son  dern es können je nach der Form der Nocken  55 und ihrer gegenseitigen Stellung zueinan  der innerhalb jedes Arbeitsspiels diese Brems  drücke zeitlich verändert werden. Praktisch  führt dies zu einer weitgehenden Schonung  und Herabsetzung der Reissgefahr des     Schuss-          fadens    ? auf seinem Weg von der Spule 1  zum Fach 10 und zur Erreichung der ge  wünschten Spannung, mit welcher der     Sehuss          aas    Gewebe zu schlagen ist.  



  In     Fig.    4 ist, der     Rückholer    8, welcher ge  mäss     Fig.    1 das     Schussfadenende    22 aus der  Position. IV nach 22a in die Position V bringt,  an einem Führungsstück 57 befestigt, das in  den seitlich des     Schützens    9 sich befindlichen       Führungsleisten    59 gleitbar gelagert ist. Am       Fülii-ungsstüclz    57 ist der Antriebshebel 58 an  gelenkt, welcher an dem am ortsfesten Zap  fen 60 gelagerten zweiten Antriebshebel 61       angeschlossen    ist.

   Am einen Ende des zwei  armigen Hebels 61 ist die Steuerrolle 62     an-          ,O;cordnet,    welche in die Kurvennut 63 eines  Steuerzylinders 64 eingreift. Der Steuerzylin  der 64 ist auf der Welle 28 des     Webmaschi-          nenantriebes    befestigt.

   Durch eine entspre  chende Formgebung der Kurvennut 63 und       ein.    bestimmtes Verhältnis der Armlängen am       Ilebel    61 lässt sich die Bewegung des     Rück-          holers    8 derart auf die gleichfalls von der  Antriebswelle 28 aus erfolgende Bewegung  des     Rücl@ziehers    5 abstimmen, dass während  dessen     Auslenkung    aus der Stellung IV in die       Stellung    V     (Fig.    1) nicht nur die zum Straff  halten des Schusses notwendige Fadenlänge  von der Fachseite zurückgezogen, sondern  auch     chussmaterial    von der Spule 1 nach  gezogen wird.  



       leer    Schläger 11 ist auf der Welle 14 ge  lagert und mit einem Arm 72 versehen, der  an den Hebel 73     angelenkt    ist. Über .das Ge-    lenk 75 ist der Hebel 73 mit einem zweiten  Hebel 74 verbunden, der am ortsfesten Ge  lenkzapfen 76     angelenkt    ist. Der Spannhebel  77 ist auf dem Zapfen 78 schwenkbar be  festigt und mit seinem einen Ende 79 an der  Stossstange 80     angelenkt.    Die Stossstange 80  weist am einen Ende eine Druckrolle 81 auf,  welche mittels der an der Stange 80 angrei  fenden Zugfeder 82 an den Nocken 83 ge  drückt wird, der auf der Welle 28 des Web  maschinenantriebes befestigt ist. An der Stoss  stange 80 ist der Anschlag     .89    angeordnet.

    Dieser arbeitet mit dem einen Schenkel des       uTinkelhebels    84 zusammen, während dessen  zweiter Schenkel auf den Gelenkzapfen 75  wirkt. An dem Schläger 11 greift die starke  Zugfeder 88 an, welche dem Schläger 11 beim  Abschuss der Schützen die notwendige Be  schleunigung erteilt.  



  In     Fig.    4 ist diejenige Stellung gezeigt.  welche die     Abschussvorrichtung    kurz vor dem  Abschuss des     Schützens    9 einnimmt. Dreht  sich nun die Welle 28 des     Webmaschinen-          antriebes,    so verschiebt sich zufolge einer ent  sprechenden Bewegung des     Nockens    83 die       Stossstange    80 wegen der Zugwirkung der  Feder 82 nach aufwärts.

   Der Anschlag 89  drückt an den Winkelhebel 84, wobei durch  dessen Schwenkung das Hebelpaar 73, 74 in  seine     gestreckte    Lage gespreizt und hernach  in Richtung des Pfeils 86 geknickt wird, so       dass    die stark gespannte Feder 88 sich ent  spannen kann und dabei den Schläger 11 in.  der     Richtung    .des Pfeils 87 beschleunigt. Der  Schützen 9 bewegt sich daher mit grosser Ge  schwindigkeit zwischen der geöffneten Faden  schere und neben der     Fadenrandklemme    13  vorbei ins Fach 10, während der Schläger 11  in der Stellung 11a infolge des Anschlages 90  zum Stillstand gelangt.

   Der Nocken 83 drückt  hierauf entgegen der Wirkung der Federn 82,  88 die Stossstange 80 nach abwärts, so dass     i     der Spannhebel 77 in die Stellung 79a ge  schwenkt wird und damit den Schläger 11.  erneut spannt. Dieses Spannen des Schlägers  11 bewirkt eine Streckung des     Hebelpaareg     73, 74, deren kinetische Energie genügt, um ,  sie erst in einer schwach abgewinkelten Siel-      Jung am Anschlag 85 - zur Muhe     kommen    zu  lassen.

   Durch die weitere Drehung des     Nok-          kens    88     wird    die Stossstange 80 von der Feder  82 nach aufwärts in die     gezeichnete    Zwischen  stellung bewegt, so dass der Spannhebel 77  aus der Bewegungsbahn des Schlägers (11 bis       11a)        herausgeschwenkt    wird, während der  Schläger 11 in der     schussbereiten    Stellung ver  riegelt bleibt. Bis zur     Auslösung    des näch  sten Abschusses verbleibt die Stossstange 80  in dieser Stellung.

   Die Auslösung erfolgt  wieder, wie vorgehend beschrieben, durch eine  weitere     Verschiebung    .der Stossstange 80 nach  aufwärts, welche von der Feder 82 entspre  chend der Stellung des Nockens 88 bewirkt  wird.  



  In gleicher Weise     wie    in     Fig,    4 der     Rück-          holer    8, wird gemäss     Fig.    5 der Antrieb des       Rückstossschiebers    17 von der Welle 28 des       Webmaschinenantriebes    her vorgenommen  werden. Der     Rückstossschieber    17 bewegt sich  in der     Führungsbahn    65. Am Schieber 17  ist der     Antriebshebel    66     angelenkt,    welcher  an den Antriebshebel 67 angeschlossen ist.  Der zweiarmige Antriebshebel 67 lagert auf  dem Zapfen 68 und weist am einen Ende     eine     Steuerrolle 69 auf.

   Die Steuerrolle 69 greift  in die Kurvennut 70 ein, welche am     Steuer-          zylinder    71 eingelassen ist. Dieser Steuer  zylinder 71 ist auf der Welle 28 des Web  maschinenantriebes     befestigt.    Wie beim An  trieb nach     Fig.    4 kann die Formgebung der  Kurvennut 71 und das     gegenseitige    Verhält  nis der Länge der beiden Arme des Hebels 67  derart sein, dass trotz des Zurückziehens des  Schusses aus der Position     II    nach     III        (Fig.1)     vom Rückzieher 5 ausser der zum Straffen  und     Straffhalten        ,

  des    Schusses notwendigen       Schussfadenlänge    auch noch     Schussmaterial     von der Spule 1 nachgezogen wird.    der Eintrittsseite des     Webfaches    angeordneten  Fadenrückzieher angezogen wird,     derart,        dass     dabei auch     Schussmaterial    vom Vorrat nach  gezogen wird und der eingetragene     Sehuss-          faden    eine bestimmte Spannung erhält.  



       II.    Vorrichtung zur Ausführung des Ver  fahrens nach Patentanspruch 1, dadurch     ge-          kennzeichnet,    dass zum Anziehen des     jeweils     ins Fach     .eingetragenen        Schussfadens    auf der       Eintrittsseite    des Webfaches ein Fadenrück  zieher angeordnet ist, dessen Hub so gross ist,  dass ausser dem Anziehen des eingetragenen       Schussfadens        Schussmaterial    vom Verrat nach  gezogen wird und der eingetragene Schuss  faden eine bestimmte Spannung erhält.    UNTERANSPRÜCHE:    1.

   Verfahren nach     Patentanspruch    I, da  durch gekennzeichnet, dass das     Schussmaterial     durch eine Bremse hindurch von der Vorrats  spule nachgezogen wird.  



  2. Verfahren nach Unteranspruch 1, da  durch gekennzeichnet, dass der     Schussfaden     durch Anpressen an einen gespannt gehal  tenen, nachgiebigen     Körper    gebremst wird.  



  3. Verfahren nach Unteranspruch -1, da  durch     gekennzeichnet,    dass die Bremse beim       Abscbl'uss    des     Schützens    gelüftet und, kurz  bevor dieser auf der Fangseite einläuft, wie  der betätigt wird.  



  4. Verfahren nach Patentanspruch I, da  durch     gekennzeichnet,    dass das auf der Fang  seite nach dem Einführen des     Schussfadens     jeweils aus dem Fach hervorragende Ende  des     Schussfadens    gegen die     Abschussseite    hin  zurückgezogen     wird.     



  5. Verfahren nach Patentanspruch I, an  gewandt bei Maschinen, bei denen der     ini     Fach gespannte     Schussfaden    auf der     Abschuss-          seite    der     Webmaschine    jeweils, gefasst und     ab-          geschnitten    wird, dadurch gekennzeichnet, dass  das Ende (22) des nach dem     Abschneiden    mit  der Spule     verbundenen        Schussfadens    von  einem     Rückholer    (8) gefasst und zurückge  holt wird, wobei der Fadenrückzieher die zu  rückgeholte Länge des     Schussfadens    auch an  zieht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Spannen des Schuss- fadens bei Webmaschinen, welcher beim Ein trag in. das Webfach von einer ausserhalb des Faches befindlichen Spule abgezogen wird, dadurch gekennzeichnet, dass der ins Fach ein getragene Schussfaden jeweils durch einen auf (i. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet,
    dass zwischen dem liückzielier und der Vorratsspule eine vom \Vebniasehinenantrieb gesteuerte Fadenbremse < Irrgeordnet ist. 7. Vorrichtung nach Unteranspruch 6, da durch, gekennzeichnet, dass zwischen dem I:iiekzielier und dem Webmaschinenfach eben- 1'alls eine vorn Webmaschinenantrieb ge- steuerle Fadenbremse angeordnet ist.
    B. @'orrielitung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückzieher finit einem Kraftmittel verbunden ist, wel ches bei der Spannbewegung des Rückziehers gespannt wird und die nachfolgende entgegen gesetzte Bewegung des Rückziehers bewirkt. 9. Vorrichtung nach Unteranspruch 8, da- dureh gekennzeichnet, da.ss Mittel vorgesehen sind, welche die durch das Kraftmittel be wirkte Bewegung des Fadenrückziehers ab bremsen. 10.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, an Webmaschinen, bei denen das Ende des ins Fach eingeführten Sehussfadens mit Hilfe eines den Schützen rückstossenden Schiebers in eine bestimmte Lage zurückgeführt. wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückstoss schieber (17) und der Rückzieher (5) derart vorn Webmaschinenantrieb betätigt werden, dass jeweils der Weg des Rückstossschiebers kleiner ist als die Länge der vom Fadenrück- zielicer herausgezogenen Schussfadenschleife, ;
    ibzüglieh des Abstandes zwischen den Fuss punkten der Schleife. 1.1.. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, an Webmaschinen. mit einem Rückholer auf der Abschussseite des Webfaches, dadurch ge kennzeichnet, ,dass der Rückholer (8) und der Rückzieher (5) derart vom Webmaschinen- antrieb betätigt werden, dass jeweils der Weg des Rückholers (8)
    kleiner ist als die Länge der vom Rückzieher herausgezogenen Schuss- fadenschleife abzüglich der Länge einer vor der Bewegung des Rückholers vom Rück zieher herausgezogenen Fadenschleife. 12. Vorrichtung nach Patentanspruch II, 0,adurch gekennzeichnet, dass der Rückzieher und der Schützenschläger derart vom Web- maschinenantrieb betätigt werden, dass die Einleitung der Rückschwenkbewegung des Fadenrückziehers mit dem Abschusszeitpunht des Schützens zusammenfällt. 13.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass die Fadenbremse einstellbar ist. 14. Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenbremse mittels Nocken gesteuert wird, die auf einer Triebwelle (28) der Webmaschine angeordnet sind. 15. Vorrichtung nach Unteranspruch 6. dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenbremse ein um Walzen (40, 41) geführtes, in der Spannung einstellbares Bremsband (39) und einen gegen dieses drückenden Bremsschuh (38) aufweist. 16.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 15, gekennzeichnet durch eine mit dem Web- maschinenantrieb gekuppelte Schaltvorricb- tung, mittels welcher das Bremsband (39) ge genüber dem Bremsschuh (38) verschoben wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0155431A1 (de) * 1984-03-07 1985-09-25 Maschinenfabrik Sulzer-Rüti Ag Verfahren für den Eintrag von Schussfäden bei einer Webmaschine und Webmaschine zur Durchführung des Verfahrens

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EP0155431A1 (de) * 1984-03-07 1985-09-25 Maschinenfabrik Sulzer-Rüti Ag Verfahren für den Eintrag von Schussfäden bei einer Webmaschine und Webmaschine zur Durchführung des Verfahrens

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