CH254246A - Verfahren zur Herstellung eines Faserbreies und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Faserbreies und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.

Info

Publication number
CH254246A
CH254246A CH254246DA CH254246A CH 254246 A CH254246 A CH 254246A CH 254246D A CH254246D A CH 254246DA CH 254246 A CH254246 A CH 254246A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
heating chamber
chamber
dependent
shaft
container
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Arthur Asplund Arne Johan
Original Assignee
Asplund Arne J A
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Asplund Arne J A filed Critical Asplund Arne J A
Publication of CH254246A publication Critical patent/CH254246A/de

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C7/00Digesters
    • D21C7/12Devices for regulating or controlling
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21BFIBROUS RAW MATERIALS OR THEIR MECHANICAL TREATMENT
    • D21B1/00Fibrous raw materials or their mechanical treatment
    • D21B1/04Fibrous raw materials or their mechanical treatment by dividing raw materials into small particles, e.g. fibres
    • D21B1/12Fibrous raw materials or their mechanical treatment by dividing raw materials into small particles, e.g. fibres by wet methods, by the use of steam
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21BFIBROUS RAW MATERIALS OR THEIR MECHANICAL TREATMENT
    • D21B1/00Fibrous raw materials or their mechanical treatment
    • D21B1/04Fibrous raw materials or their mechanical treatment by dividing raw materials into small particles, e.g. fibres
    • D21B1/12Fibrous raw materials or their mechanical treatment by dividing raw materials into small particles, e.g. fibres by wet methods, by the use of steam
    • D21B1/14Disintegrating in mills
    • D21B1/16Disintegrating in mills in the presence of chemical agents
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C3/00Pulping cellulose-containing materials
    • D21C3/02Pulping cellulose-containing materials with inorganic bases or alkaline reacting compounds, e.g. sulfate processes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Paper (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines Faserbreies und Einrichtung zur Durchführung  dieses Verfahrens.    Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver  fahren zur     Herstellung    eines     Faserbreies.     ausgehend von Lignocellulose enthaltendem       Material,    z. B. von Holz und holzigen Mate  rialien, wie Getreidestroh, Gräsern, z. B.  Bagassegräsern usw. Ferner betrifft die Er  findung eine     Vorrichtung    zur     Durchführung     dieses Verfahrens.  



  Vorliegende Erfindung stellt eine     Wei-          terentwieklung    des in den USA.-Patenten  Nr. 2008892 und 2145851 beschriebenen  Verfahrens sowie der dort beschriebenen  Einrichtung dar. Gemäss diesen Patenten  wird faseriges, Lignocellulose enthaltendes  Rohmaterial mechanisch in einer Dampf  atmosphäre von hohem Druck bei Tempera  turen über 100  C zerfasert, vorzugsweise bei  Temperaturen zwischen 180 und 180' C,  und zwar in einer Anlage, die aus einer Zu  fuhrvorrichtung, einem geschlossenen Vor  wärmebehälter zur Erhitzung des Materials  vor seiner Zerfaserung, einer mechanischen  Zerfaserungseinrichtung und einer Entlade  vorrichtung besteht.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist nun  dadurch gekennzeichnet, dass man das Roh  material einer Behandlung mit Lignin  lösende Chemikalien enthaltenden Lösungen  mindestens nahezu unter Atmosphärendruck  während genügend langer Zeit unterwirft.  



  um die genannten Chemikalien gleichmässig  im Material zu verteilen, dass man die über-    schüssige Lösung auf mechanische Weise  aus dem     Material        entfernt,    dass man das  Material kontinuierlich einem Behälter zu  führt, worin     mann    es unter Druck höheren  Temperaturen als 100  C unterwirft, dass  man das     Material    aus dem     genannten    Behäl  ter     unter        Aufrechterhaltung    des Druckes  einem mechanischen Zerfaserer zuführt, dass  man das Material im Zerfaserer zerfüsert  und dass     mann    das     zerfaserte    Produkt konti  nuierlich aus dem Zerfaserer entfernt.  



  Die erfindungsgemässe Einrichtung, wel  che einen Behälter zur Erhitzung des Mate  rials unter Druck vor der Zerfaserung, fer  ner Mittel zur mechanischen Zerfaserung des  erhitzten Materials     sowie    eine     Vorrichtung     zur Zuführung des zu erhitzenden Mate  rials in die     Erhitzungskammer    und eine  Vorrichtung zur Überführung     desselben    von  der     Erhitzungskammer    in den     Zerfasemer     aufweist, ist dadurch gekennzeichnet, dass  selbsttätig wirkende     Mittel    vorgesehen     sind,

       welche mindestens eine der genannten     För-          dervorrichtungen        derart    steuern, dass das  Material in der     Erhitzungskammer    stets  eine konstante, zum voraus     festsetzbare    Höhe  beibehält.  



  Der untere Teil des     Aufnahmekessels     kann     ausserdem    mit     einer        Vorrichtung    ver  sehen sein, die einen gleichmässigen     Mate-          rialfluss    nach unten bewirkt.      Die beigefügte     Zeichnung    stellt einige  Beispiele von Einrichtungen dar, mit wel  chen das     erfindungsgemässe        Verfahren    aus  geführt werden kann.  



  Fig. 1 ist ein Grundriss einer Anlage, um  fassend eine Erhitzungskammer sowie einen  Zerfaiserer samt den zugehörigen     Fördervor-          richtungen.     



  Fig. 2 ist ein senkrechter Schnitt durch  die in Fig. 1 dargestellte Anlage nach den  Linien 2-2 und 3-3, wobei der Schnitt  längs der Linie 3-3 im Gegenzeigersinne  um 90  gedreht ist.  



  Fig. 3 ist ein senkrechter Schnitt durch  die Einrichtung längs der Linie 4-4 der  Fig. 1.  



  Fig. 4 ist eine senkrechte Ansicht, die  eine     Reguliervorrichtung    zeigt, welche den  Betrieb der Anläge selbsttätig reguliert.  



  Fig. 5, 6 und 7 zeigen Vorrichtungen zur  Übertragung von Impulsen, welche ein die  Höhe des Materials in einer Erhitzungs  kammer kontrollierendes Organ abgibt. Dabei  ist Fig. 6 ein Schnitt nach der Linie 6-6  der Fig. 5.  



  Fig. 8 ist ein Schnitt durch eine senk  rechte Erhitzungskammer mit einer andern  Reguliervorrichtung.  



  Fig. 9 und 10 sind verschiedene Ansich  ten eines Abtastargans der in Fig. 8 gezeig  ten Reguliervorrichtung.  



  Fig. 1l ist eine schematische Darstel  lung einer vollständigen Anlage zur Durch  führung des erfindungsgemässen Verfahrens.  



  Wie     aus        diesen        Zeichnungen    zu ersehen  ist, stimmen diese Einrichtungen in gewissen  konstruktiven Elementen mit der in Fig. 1 der  Zeichnungen von USA.-Patent Nr. 2008892  gezeigten Einrichtung überein. Die Kolben  zufuhreinrichtung ist in der vorliegenden  Einrichtung durch eine     Schraubenfördervor-          richtung    ersetzt. In den Fig. 1, 2 und 3 ist  der Erhitzungskessel 22 im Vergleich zum  entsprechenden Erhitzungskessel in dem  erwähnten USA.-Patent beträchtlich ver  grössert. Die im USA.-Patent 2008892  beschriebene Einrichtung weist aber keine    Regelungsvorrichtung mit selbsttätig wir  kenden Mitteln auf.  



  Die Schraube 12 der     Fördervorrich-          tung    10 in Fig. 1 und 2 wind mittels eines  Mechanismus 11 von einem Motor 11a ange  trieben. Als Antriebsmotor lla wird vor  zugsweise ein solcher mit einem     Kommu-          tätor    für     Geschwindigkeitsänderung    verwen  det. Es kann aber auch ein Motor mit gleich  bleibender Geschwindigkeit vorgesehen sein,  der mit der Schraube 12 durch eine verstell  bare mechanische     Geschwindigkeitsüber-          setzungseinrichtung    verbunden ist.  



  Zwischen der Schraubenzufuhreinrich  tung 10 und dem Kessel 22 ist ein Verbin  dungsrohr 21 eingefügt. Die Klappe 23  (Fig. 2) dient zur Regulierung der Ausfluss  öffnung der Leitung, die durch die beiden  Rohre 14 und 15 gebildet wird und dem  nach zur Veränderung der Dichte des     austre-          tenden     Gegenüber der     Verbindungsstelle    der  Kammer 21 und der Erhitzungskammer 22  ist eine Klappe 24 vorgesehen. Diese Klappe  ist auf einer Welle<I>24a</I>     (Fig.    3) angebracht,  welche die Bewegungen der Klappe auf  einen     Gegengewichtshebel    25 ausserhalb der  senkrechten     Erhitzungskammer    überträgt.

    Der mit der     gammem    22 fest verbundene  und auf     Schienen    verschiebbare     Wagen    20  dient dazu, die Wärmeausdehnung der hori  zontalen Kammer 21 -auszugleichen, damit  die     senkrechte        Erhitzungskammer    22     nicht     unzulässigen     Druckspannungen    von- aussen  ausgesetzt     wied.     



  Die     Erhitzungskammer    22 ist in ihrem  untern Teil mit     einer-Vorrichtung    50 ver  sehen     (Fig.    2 und 3). Diese Vorrichtung  weist eine     Scheibe    51 auf, die an einer       ,drehbaren,    die Wand der Kammer 22     durch-          dringenden    Welle 52 angebracht ist und       durch    die     miteinander    verbundenen Ketten  räder 53.

   und 5 7     (Fig.    3)     mittels        eines    auf  den     Zeichnungen    nicht     gezeigten    Motor  antriebes angetrieben wird, wobei das Ketten  rad 57 von -der Schnecke 57a getrieben     wird.     Die Scheibe 51     =kann    mit Vorsprüngen 54      versehen werden, doch sind diese in den  meisten Fällen unnötig.  



  Der Zweck dieser Vorrichtung ist, eine  Brückenbildung zwischen den schiefen Sei  ten 22a und 22b (Fig. 3) im untern Teil der  Kammer 22 zu verhindern, um so einen  kontinuierlichen Materialfluss zur     Förder-          schraube    26 aufrechtzuerhalten.  



  Die Scheibe 51 ist an der Welle 52 in  senkrechter oder nahezu senkrechter Stel  lung in bezug auf letztere angebracht. Wenn  die Scheibe 51 in genau senkrechter Stellung  angebracht ist, bietet sie bei der Drehung  im Material in der Kammer 22 den gering  sten Widerstand. Wenn das Material starke  Neigung zur Brückenbildung hat, ist es vor  teilhaft, die Scheibe 51 schräg mit einem  Winkel von     beispielsweise    3 bis 8  zu der  Drehachse der Welle 52 anzubringen. Der  Drehwiderstand ist dann etwas grösser, doch  wird das Material infolge der eigentümlichen  Wirkung der schlenkernden Scheibe sehr  wirksam nasch unten fortgetrieben.   Wenn der Durchmesser der Kammer 22  auf 800 bis 900 mm begrenzt wird, genügt  es, wenn nur eine Scheibe 51 vorhanden ist.

    Wenn der Durchmesser grösser ist, ist es  zweckmässiger, je nach Durchmesser zwei  oder mehr derartiger Scheiben zu verwenden.  Wenn zwei oder mehrere Scheiben ver  wendet werden, können diese auf einzeln  angetriebenen Wellen angebracht werden.  Diese Wellen können mit verschiedenen Ge  schwindigkeiten laufen. Bei einer solchen  Anordnung wird eine sehr wirksame Ab  wärtsbewegung des Materials erreicht.  Durch Rühren mit gewöhnlichen     Rührarmen     wurde die gewünschte Wirkung nur erreicht,  wenn diese Arme bis in die Nähe der Zufuhr  schraube reichten. Unter solchen Bedingun  gen war jedoch der Widerstand so gross, dass  der Rührer nur mit grossem Kraftaufwand  bewegt werden konnte.

   Durch die Wirkung  der langen     Rührarme    wurde auch das Mate  rial auf dem Baden der Kammer 22     auf-          und    abbewegt, wodurch ein gleichmässiger  Strom des Materials nach unten     verunmög-          licht    wurde. Die Scheibe 51 kann mit sehr    geringem Kraftaufwand im Material ge  dreht werden. Eine Geschwindigkeit von 5  bis 20. Umdrehungen in der Minute wurde  für die meisten Zwecke als genügend  gefunden.  



  Die Schraube 26 (Fig. 2 und 3), die auf  dem Boden der Kammer 22 angeordnet ist,  steht mit einem Antriebsorgan 27 in Ver  bindung, das durch eine Stopfbüchse 28 hin  durchgeht und mittels eines Getriebes 29  und eines Motors 29a mit veränderlicher Ge  schwindigkeit angetrieben werden kann.  Durch Veränderung der Geschwindigkeit  des Motors kann die in die mechanische     Zer-          faserungsvorriehtung    30 geförderte Mate  rialmenge den     gewünschten    Bedingungen  angepasst werden.  



  Die Kammer 22 ist durch ein Rohr 31  mit der mechanischen     Zerfaserungsvorrich-          tung    30 (Fig. 1 und 2) verbunden. Die     Zer-          faserungsvorrichtung    30 ist mit einer fest  stehenden Mahlscheibe 32 (Fig. 2) versehen,  die auf einem abnehmbaren Deckel 33 des  Gehäuses 34 angebracht ist. Eine drehbare  Mahlscheibe 35     ist    auf dem von der Welle 37  angetriebenen Rotor 36 angebracht.  



  Das Innere des Zerfaserers 30 ist mit  dem     obern    Teil der Kammer 22     mittels     eines Dampfdruckausgleichrohres 38 ver  bunden, mittels welchem der Dampfdruck  auf der Aussenseite der Mahlzone gegenüber  dem Dampfdruck im obern Teil der Kam  mer 22 ausgeglichen wird.  



  Das     Aus#lassrohm    39     (Fig.    1) des     Zerfase-          rergehäuses    34 ist mit der     dampfdichten          Entladeeinrichtung    40 verbunden.  



  Die     Fördervorrichtung    10, welche eben  falls dampfdicht ist, die Rohre 14 und 15,  die     Kammern    21 und 22, das Verbindungs  rohr 31, der     Zerfaserer    30 und die     Entlade-          einrichtung    40 bilden     zusammen    ein  geschlossenes System, das unter Dampf  druck     gesetzt    werden kann. Der Dampf     wird     vorzugsweise durch ein Dampfrohr und ein  Dampfventil     21a    in die Kammer 21 einge  lassen. .  



  Im     USA.-Patent    Nr. 2008892     ist    ange  geben, dass bei ziemlich trockenem Material      die Erhitzung in 20 bis 40 Sekunden vollen  det werden kann, dass aber unter gewissen  Bedingungen eine längere Erhitzungsdauer  nötig ist. Im DRP. Nr: 668687 werden  Erhitzungszeiten bis zu 10 Minuten ange  geben. Im vorliegenden Fall wird gewöhnlich  ein Dampfdruck von ungefähr 10 Atmosphä  ren angewendet, doch kann dieser von 2 oder  3 bis 20 Atmosphären verändert werden, je  nach den     Bedingungen.     



  Die     beschriebene        Vorrichtung,    welche  insbesondere dank den weiter unten zu erläu  ternden Reguliervorrichtungen eine gute An  passung der einzelnen Vorgänge aneinander  und und das zu erzielende Resultat gestattet,  kann beispielsweise wie folgt betrieben  werden:  Wenn die Zerfaserungsanlage in Betrieb  gesetzt wird, wird zuerst der Zufuhrmecha  nismus 10 angelassen und so eingestellt,  dass der Erhitzungskammer ungefähr die  gewünschte Materialmenge zugeführt wird.  Das Material wird durch die Kammer 21  vorwärtsgestossen und erreicht die Kam  mer 22, die nach und nach mit Material  gefüllt wird.  



  Nun wird das Dampfventil 21a geöffnet  und das Innere der Zerfaseruugsanlage unter  den gewünschten Dämpfdruck gesetzt, der       zwischen    7 und 20 Atmosphären     schwanken     kann, je nach der Natur des zu behandelnden  Materials und der gewünschten Behandlung.  



  Der Zerfaserer wird zweckmässig vor der  Förderschraube 26 in Betrieb gesetzt.  Wenn die Schraube 26 zur gleichen Zeit  wie die Zufuhreinrichtung 10 in Gang  gesetzt wird und ausserdem mit gleicher oder  grösserer Förderleistung, so gelangt das Ma  terial unmittelbar in den Zerfaserer, wodurch  die Erhitzungsdauer auf ein Minimum redu  ziert wird.  



  Wenn man eine längere Erhitzung durch  führen will, lässt man die Schraube 26 erst  laufen, wenn das Material in der Kam  mer 22 eine     gewisse    Höhe     erreicht    hast, bei  spielsweise bis zum untern Ende der  Klappe 24, welche dann durch die Wirkung    des von der Kammer 21 kommenden Mate  rials nach oben gestossen wird. Die Bewe  gung der Klappe 24 kann bequem an der  Stellung des in Fig. 3 gezeigten Hebelarmes  beobachtet werden. Die Schraube 26 kann  z. B. erst 10 oder 20 Minuten oder sogar bis  zu -60 Minuten oder mehr nach Beginn der  Erhitzung in Betrieb gesetzt werden, je nach  der Grösse der Kammer 22.  



  Um eine gleichmässige Erhitzungsdauer  aufrechtzuerhalten, d. h., um die Kam  mer 22 bis zu einer gleichbleibenden Höhe  gefüllt zu erhalten, ist es nötig, der Kam  mer 22 das     Material    in gleicher Menge zuzu  führen, wie es an ihrem untern Ende durch  die Förderschraube 26 weggeschafft wird.  Es ist     möglich,    die     Geschwindigkeit    der  Zufuhrschraube 12 so von Hand einzustellen,  dass ihre Zufuhrgeschwindigkeit nahezu mit  der Geschwindigkeit übereinstimmt, mit der  das Material durch die Förderschraube 26  aus der Kammer 22 weggeschafft wird.

   Es  wurde jedoch     gefunden,    dass selbst kleine  Schwankungen der Dichte des Materials, des  Feuchtigkeitsgehaltes, des Dampfdruckes in  der Zerfaserungsanlage usw. das Gleich  gewicht stören können. Dies ergibt uner  wünschte Änderungen der Höhe des Mate  rials in der Kammer 22, welche     ihrerseits     Schwankungen der     Erhitzungsdauer    ver  ursachen und daher auch die Eigenschaften  des Endproduktes verändern.  



  Um dies zu     vermeiden,    ist die     Zerfase-          rungsanlage        mit    einer     selbsttätig    wirkenden  Steuervorrichtung versehen. Die Hauptteile  der in der     Zeichnung    dargestellten     Steuer-          vorrichtung    sind Impulsorgane, die auf einen       Zweiwegumschalter    90     (Fig.    4) wirken, ein       Reguliermotor    69a und Übertragungs  organe 68     -und    69,

   die die Bewegungen des  Reguliermotors     69a    auf die Steuerorgane  für die Regulierung der Geschwindigkeit  des Antriebs 11 und 11a der Zuführung 10       übertragen.     



  Die Geschwindigkeit des Motors     lla          (Fig.    1) mit veränderlicher Geschwindigkeit       wix'd    durch Drehen der in     Fig.    4 gezeigten       Regulierwelle    61 geregelt, welche die Stel-      lung seiner in der Zeichnung nicht darge  stellten Kollektorringe verändert. Auf die  Welle 61 ist eine Scheibe 62, die eine     Mess-          skala    63 besitzt, aufgekeilt. Die Skala kann  auf die Geschwindigkeit der     Förder-          schraube    12 (Fig. 1) geeicht sein. Auf dem  Kommutatormotorrahmen ist ein Zeiger 64  angebracht.

   Hinter der Scheibe 62 ist auf  der Welle 61 ein Winkelhebelsystem 65 mit  zwei Armen 66 und 67 angebracht. Das  Hebelsystem kann an der Scheibe 62 mit  tels einer Klemmvorrichtung 60 in jeder  gewünschten Stellung gesichert werden. Der  waagrechte Hebel 66 ist mit einem Gegen  gewicht 66a versehen, welches die Kommu  tatorregulierwelle 61 im Gegenzeigersinne  zu drehen versucht. Der senkreechte Hebel 67  des     Hebelsystems    65 ist mittels einer  Klemmvorrichtung 68c mit einer Kette 68  verbunden, die sich über das Kettenrad 69  des Reguliermotors 69a und von hier senk  recht     abwärts    erstreckt. Die Kette 68 endigt  in einer Stange 68a mit Gegengewicht. 68b,  das die Kette anstreckt.

   Die Stange 68a ist  mit zwei senkrecht verstellbaren Anschlä  gen 71 und 72 versehen, die auf den Hebel  arm 73 des Grenzschalters 70 wirken. Der  Motor 69a dreht sich je nach der Stellung  des     Grenzschalters    90 in der einen oder       andern    Richtung.  



  Auf dem äussern Teil der Welle     24a    der  Klappe 24 sind zwei in den Fig. 4 bis 7       gezeigte    Scheiben 74 und 79 angebracht.  



  Die Scheibe 74 ist mit einer Nut 74a  versehen. In dieser Nut ist ein Hobelarm 7 5  mittels eines Bolzens 76 zwischen Flanschen  in einem solchen Abstand von der Scheiben  achse befestigt, dass er, wie aus Fig. 5  ersichtlich, infolge der Schwerkraft im  Punkt 76a auf der Grundfläche der Nut  aufliegt.  



  Auf der Welle 24a und anliegend an  ,die Scheibe 74 ist eine andere, gleiche  Scheibe 79 (Fig. 7) angebracht, die mit  einer Nut 79a versehen ist. An ihrer untern  Seite ist ein Hebel 80 mittels eines Bol  zens 76 an der Scheibe 79 befestigt. Der He  bel 80 weist eine Verlängerung 83 auf, die    mit einem Gegengewicht 82 versehen ist.  Das Gegengewicht hält den Hebel in der  gezeichneten Lage in bezug auf die Scheibe,  wobei der Hebel im Punkt 81a auf der  Grundfläche der Nut anschlägt.  



  Wenn die Welle 24a und infolgedessen  die Scheibe 74 durch die Wirkung des der  Kammer 22 zugeführten Materials auf die  Klappe 24 im Gegenzeigersinne gedreht  wird, bewegt sich der Hebelarm 75 in dieser  Richtung mit, wobei er auf den Impuls  arm 91 des Impulsschalters 90 drückt. Der  Arm 91 wird normalerweise von der Fe  der 95 in mittlerer Stellung 92 gehalten.

    Wenn der Arm 91 in die untere, mit strich  punktierten Linien gezeigte Lage 93  bewegt wird, wird der Reguliermotor 69a  angelassen, und zwar bewegt er     dann    das  Kettenrad 69 im     Gegenuhrzeigersinne.    Diese  Bewegung dreht     dann,    die     Regulierwelle    61  in     die    gleiche Richtung und vermindert die  Geschwindigkeit des Motors     11a.    Damit     die          Leistung    -der     Zuführungseinrichtung    10 sich  nur     zwischen        gewissen    mehr oder weniger  engen Grenzen verändert.

       kann    sich der Re  guliermotor 69a nur so lange drehen, bis  der     Vorsprung    72 den Hebelarm 73     des          Grenzschalters    70 in     eine        solche    Stellung  bewegt, dass der den Reguliermotor 69a  antreibende Strom unterbrochen wird.  



       Wenn    die Scheibe 79 sich im Uhrzeiger  sinne bewegt, was dann der Fall ist, wenn  die Materialhöhe abnimmt, bewegt der He  bel 80 den     Kontakthebel    91 des Impuls  schalters 90     gegen    die obere     Stellung    94.

   Der       Reguliermotor    69a dreht nun das Ketten  rad 69 im Uhrzeigersinn, wobei     dieses    daher  die     Regulierwelle    61 des Motors 11a so  dreht,     da3    die     Geschwindigkeit    des Mo  tors     lla        zunimmt.    Die Geschwindigkeit, mit  der das     Material    -der     Zerfaserungsanlage     zugeführt wird, wird dadurch erhöht, Der  Reguliermotor 69a wird abgestellt, wenn der       Vorsprung    71 den Hebel 73     :des        Grenzschal-          ters    70 erreicht.  



  Die auf die Welle 61 übertragenen Regu  lierbewegungen     können    den     gewünschten    Ge  schwindigkeiten durch     Auswechslung        des         zwischen dem Reguliermotor 69a und der  Welle, die das Kettenrad 69 trägt, einge  fügten Getriebes sowie auch durch Auf  oder     Abwärtsbewegung    der Klemmvorrich  tung 68c auf dem Hebelarm 67 angepasst  werden, wodurch die wirksame Länge des  Hebelarmes 67 vergrössert oder verkleinert  wird.  



  In gewissen Fällen kann es zweckmässig  sein, Veränderungen der Materialhöhe in der  Kammer 22 innerhalb weiterer Grenzen zu  ermöglichen. In diesem Fall kann eine  Steuereinrichtung, wie sie in den Fig. 8, 9  und 10 gezeigt wird, verwendet werden.  



  Eine senkrechte, drehbare Welle 102  (Fug. 8) geht durch das senkrechte Rohr 101  hindurch, das im Zentrum des Deckels der  senkrechten Erhitzungskammer 22 ange  bracht ist und von der Aussenluft mittels  der Stopfbüchse 103 und der Brille 104  abgeschlossen     ist.    Die Welle wird von oben  mit einer Geschwindigkeit von 5 bis 20 Um  drehungen pro Minute mittels eines Getriebe  motors 105 angetrieben. Der Motor ist auf  dem     Gestell    106 angebracht, welches auf den  Gleitschienen 107 und 107a verstellbar  angeordnet ist. Die Gleitschienen ruhen auf  dem Deckel der Kammer 22. Die Welle 102  ist an ihrem untern Ende mit zwei gleich  artig wirkenden Organen 120 und 120a  versehen.

   Diese Organe, von denen eine vor  teilhafte Ausführungsform später beschrie  ben werden soll, sind elektrisch mit einer  selbsttätigen Steuereinrichtung, ähnlich der  jenigen, die für die Steuerung der Material  höhe mittels der Klappe 24 in der Kam  mer 22 verwendet wird, verbunden.  



  Wenn sich die Welle 102 dreht, übermit  teln die Impulsorgane dem Regulier  motor 69a Impulse, vorzugsweise mittels  elektrischer Mittel. Wenn, die Materialhöhe  die Höhe, auf welche das untere Organ  eingestellt ist, erreicht, wird ein elektri  scher Stromkreis geschlossen, was mittels  einer elektrischen Lampe, sichtbar gemacht  werden kann. Die Förderschraube 26 wird  dadurch in Gang gesetzt.    Wenn die Förderschraube 12 mit zu klei  nem Fassungsvermögen im Vergleich zur       Schraube    26 läuft,     sinkt    die Materialhöhe,  und das Organ 120a unterbricht den elektri  schen Stromkreis. Mittels eines Relais wird  dadurch der Reguliermotor 69a in Gang  gesetzt, welcher die Geschwindigkeit der  Schraube 12 der Fördervorriehtung 10 etwas  vergrössert.

   Wenn die Höhe des Materials  weiter bis zum Impulsorgan 120 zunimmt,  vermindert ein zweites Relais mittels des  Reguliermotors 69a (Fug. 4) die Geschwin  digkeit der Schraube 12. Die Höhe des der  Kammer 22 zugeführten Materials schwankt  also im gewünschten Masse zwischen den  Impulsorganen 120 und 120a.  



  Durch Verstellen der Höhe der Welle 102  ist es daher möglich, die Erhitzungsdauer  des Materials vor der Überführung von der  Kammer 22 in die mechanische     Zerfase-          rungsvorrichtung    30 zu regeln.  



  In den Fig. 9 und 10 sind Einzelheiten  der Organe 120 und 120a gezeigt. Ein sol  ches Organ weist eine Scheibe 122 auf, die       mittels    biegsamer Speichen 124 an einer  Nabe 123 befestigt ist. Die Scheibe ist mit       einer    Anzahl von Vorsprüngen 125 versehen.       Wenn    sich     das    Organ, ohne in Berührung  mit dem Material in     -der        Kammer    22 zu sein,  dreht, sind die Speichen 124     in    ihrer nor  malen Stellung. Wenn jedoch das.

   Organ in       Berührung    mit dem Material kommt, wird  die Bewegung der Scheibe 122 etwas verzö  gert,     wodurch    eine     Biegung    der Speichen 124  verursacht -wird.     Wenn    die Speichen sich  biegen,     wird.    mittels des     Vorsprunges    131  eine Kraft auf den Pflock 130 ausgeübt.  



  Der Pflock 130 besteht     aus    einem     äussern,     biegsamen Rohr und einer     innern,    koni  schen     Stange    133,. die in     ihrem        innern    Teil  mit einem elektrischen Kontakt 134 -verse  hen ist.  



  Wenn sich .der     Pflock    130 biegt;     kommt     der     Kontakt    134 in     Berührung    mit dem Kon  taktorgan 135, das von seiner     Einstell-          schraube    136     elektrisch    isoliert     isst.    Jedes: der  Kontaktorgane der Organe 120 und 120a ist  -mit     einem    der     .ausserhalb    der     Kammer    22 lie-      gen den Schleifringe 137 und 138 (Fig. 8)  mittels in den     Zeichnungen    nicht gezeigter  isolierter elektrischer Leitungen, die in der  hohlen Welle 102 untergebracht sind, ver  bunden.  



  Die Welle 102 ist noch mit einem wei  tern Schleifring 139 versehen, wodurch die  Spannungsduelle mit den Kontakten 135 ver  bunden ist. Der Pflock 130 und die hohle  Welle 102 sind mit dampfdichten Kupplun  gen miteinander verbunden, um zu verhüten,  dass     Dampf        und    Feuchtigkeit aus der  Kammer 22 in den Raum, der die elektri  schen Kontakte und Leitungen der Impuls  organe umgibt, eintritt.  



  In Fig. 11 ist die gesamte Anlage     darge-          stellt.     



  Der Pfeil 142 zeigt den Zufluss des zu  behandelnden Rohmaterials, das     von    irgend  welchen Lagerbehältern herkommen kann,  die in der Zeichnung nicht dargestellt sind.  Das Material     wird    in Pfeilrichtung dem  obern Teil eines Kratzförderers 143 zuge  führt. An seinem andern Ende fällt das Ma  terial in den untern Teil der Zufuhrvorrich  tung und wird dem Ausflussrohr 144 zuge  führt, von wo es in den Behandlungsbehäl  ter 146 hinunterfällt.

   Wenn dieser Behälter  bis zum Rohr 144 mit Material gefüllt ist,  wird das überschüssige Material der Öff  nung 145 der Zufuhrvorrichtung 143 zuge  führt und kehrt in den     Lagerbehälter        zurück.     Hierdurch wird erreicht, dass der Behand  lungsbehälter 146 stets mit Material gefüllt  ist, selbst wenn die Entladung des Behäl  ters 146 ungleich ist.  



  Der Behandlungsbehälter 146 ist in  seinem untern Teil mit einer     FÖrder-          schraube    151 versehen, die dem Becher  werk 152 dauernd Material zuführt. Die  Förderschraube 151 wird durch einen An  trieb mit veränderlicher Geschwindigkeit  angetrieben, womit ihre Leistung gesteuert  werden kann. Die Becher 153 sind vorzugs  weise aus Stahlblech hergestellt und durch  löchert, um ein Ablaufen der Behandlungs  lösung zu erlauben. Der Elevator 152 ist in    einem wasserdichten Gehäuse 154 einge  schlossen.  



  Die Behandlungslösung wird dem Ma  terial beispielsweise durch das mit dem Aus  flussrohr 144 durch die Verbindung 150 ver  bundene Rohr 149 zugefügt. Die Lösung  fliesst daher über das Material, während die  ses sich im Behälter 146 befindet.  



  Die Lösung kann im     Flüsssigkeitslager-          behälter    147 hergestellt und mittels der  Pumpe 148 dauernd zum Ausflussrohr 144  hinaufgepumpt werden.  



  Das Elevatorgehäuse 154 ist auf pas  sender Höhe, z. B. in ungefähr 2/3 der Höhe  des Behandlungsbehälters 146, mit einer Ab  flussvorrichtung 155 versehen, durch die die  Behandlungsflüssigkeit durch eine Rohrlei  tung 156 in den Lagerbehälter 147 zurück  fliesst, versehen. Da das Lignocellulose ent  haltende Material auf der     Lösung    schwimmt,  wenigstens bevor es vollständig eingeweicht  ist, ist es nötig, den     Behandlungsbehälter    146       stets    mit Material gut gefüllt zu halten. Der  Elevator 152 gibt das Material dem För  derer 157 ab, von wo es durch ein Ausfluss  rohr 158 zur Entwässerungspresse 159 fliesst.

    Das entwässerte Material wird durch die  Entladungsöffnung 160 dem Trichterrohr 162  zugeführt, und die ausgepresste Flüssigkeit  fliesst durch die Rohrleitung 161 in den  Lagerbehälter 147     zurück.    Das Material  wird durch das     Trichterrohr    162 der     Zer-          faserungs-anlage    163, die der in     Fig.    2  gezeigten     Zerfaserungsanlage    . entspricht,  abgegeben.     Wenn        n.o.ch    etwas überschüssige       Lösung    im     Material    vorhanden ist,     wird     diese zum     grössten    Teil in der.

       Zufulhreinrich-          tung    164     ausgetrieben    und kehrt. durch die  Rohrleitung 165 in den Lagerbehälter 147  zurück.  



  Nach der Einführung des     Materials    in  die     Zerfaserungsanlage    wird dasselbe, wie  vorstehend beschrieben, zerfasert. Die     Erhit-          zungsdauer    wird der Art der chemischen  Behandlung und den     gewünschten    Ergeb  nissen     angepasst.    Wenn z. B. Faserbrei aus  Holz für die Herstellung von     Wellkarton    für       Behälter    und ähnliche Artikel herzustellen      ist, werden gute Ergebnisse erzielt, wenn  das Material ungefähr 2 Stunden mit einer  Lösung, die 2 % Natriumhydrogyd und  0,4% Natriumsulfit enthält, imprägniert  wird.

   Der Chemikalienverbrauch sollte so  eingestellt werden, dass er ungefähr 2 bis  5 % des Trockengewichts des Materials ent  spricht. Nachher wird das Material der  Erhitzungskammer und schliesslich der     Zer-          faserungsanlage    zugeführt. Die Dauer der  Erhitzung beträgt zweckmässig 10 bis 30 Mi  nuten, vorzugsweise 12 bis 18 Minuten, und  der Damfdruck ungefähr 9 bis 10 kg/cmê.  



  Durch die oben beschriebene Behandlung  wird mit niedrigerem Chemikalienverbrauch       ein    Faserbrei mit besseren     Eigenschaften     erhalten, als wenn die Behandlungslösung  während des Erhitzens zugefügt wird.  



  Bei der Behandlung von schwach ver  holztem Material, wie z. B. von Getreide  stroh, andern einjährigen Pflanzen, von Sten  geln von gewöhnlichem Zuckerrohr oder von  chinesischem Bagassezuckerrohr, Schilfrohr,  Bambus usw., kann die Erhitzungsdauer  vor der Zerfaserung sehr klein sein, im Falle  von Getreidestroh beispielsweise nur 1 bis  3 Minuten. In dieser Weise wurde Weizen  stroh bei einer vorausgehenden     Einwei-          ehungszeit    von 2 Stunden mit einer 1 %igen  Natriumhydroxydlösung der     Zerfaserungs-          anlage    zugeführt, wo es während ungefähr 1  bis 3 Minuten der Hitze ausgesetzt wurde,  bevor es zerfasert wurde.

   Der in dieser Weise  hergestellte Brei war ebenso gut und gleich  mässiger wie ein Brei, der     durch    eine Erhit  zung von 10 bis 15 Minuten Dauer während  der Mischung des Strohes mit der     Natrium-          hydrogydlösung    im Vorwärmer einer     Zerfa-          serungsanlage    erhalten würde. Die Roe'sche  Chlorzahl, ein Mass für die Bleichbarkeit, lag       zwischen    3     und    4, der Brei liess sich leicht  bleichen und     hatte        sehr    gute Eigenschaften  in bezug auf die Papiererzeugung. Aus sol  chem Strohbrei hergestelltes Papier ist sehr  stark und zäh.

   Es kann eine Reisslänge zwi  schen 8000 und 9000 Metern und ein Mullen  test (Berstdruckbestimmung) von 120  erzielt werden. Die beiden letzteren Werte    sind ein in der Papierindustrie gebräuch  liches Mass für die Festigkeit.  



  Bei der beschriebenen Vorrichtung     wund     lediglich die Zufuhrvorrichtung 10 zur Er  hitzungskammer 22     automatisch    in Abhän  gigkeit von der Höhe des Materials in der  Kammer     gesteuert.    In ähnlicher Weise kann  man natürlich auch die     Fördervorrichtung    26,  welche das Material von der Kammer 22 in  den Zerfaserer 30 fördert, oder beide     För-          dervorrichtungen    gleichzeitig von der Mate  rialhöhe in, der Kammer 22 abhängig machen.  Beispiel:  Späne von Nadelholz werden mit einer  Lösung von Natriumhydroxyd von 1 bis 3  oder mehr, je nach dem gewünschten Grad  der Auflösung, imprägniert.

   Die Späne wer  den in einem offenen Behälter während 1 bis  8     Stunden,    vorzugsweise 1 oder 2 Stunden,  bei einer Temperatur von 20 bis 30  C ein  geweicht. Wenn höhere Temperaturen, z. B.  60 bis 80  C,     angewendet    werden, ist die Im  prägnierung in weniger als . einer Stunde  beendet. Die Imprägnierung kann auch kon  tinuierlich durchgeführt werden. Die Späne  können hierauf der beschriebenen Vorrich  tung zugeführt werden, wo sie einer Tempe  ratur von     ungefähr    170 bis 180  C während  einer     Zeitspanne,    die von 10 bis 30 Minuten  schwankt, ausgesetzt     --erden,    bevor sie  mechanisch bei hohen     Temperaturen,    zer  fasert werden.  



  Bevor die Späne der     Erhitzungskammer          zugeführt        werden,    lässt man zuerst den  Überschuss der Lauge ablaufen, worauf in  einer     Schrauben-    oder     Kolbenpresse    ein wei  terer     Anteil    an Lauge     .entfernt    wird. Der  Feuchtigkeitsgehalt -der Holzspäne     wird    auf  diese Weise von 65 bis<B>85%</B> auf 40 bis 60  oder weniger, berechnet auf das     Gesamtnass-          gewicht    der Späne,     herabgesetzt.     



       Einevergleichsweise    lange     Einweichungs-          zeit    hat den Vorteil gleichmässiger Vertei  lung der Chemikalien in dem     Lignocellulose     enthaltenden Material und in dem ursprüng  lich- darin enthaltenen Wasser. Zugleich wird       eine    milde Lösewirkung auf die Ligninsub-      stanzen erreicht. Durch geeignete Wahl der  Konzentration der den Spänen zugefügten  Lösungen     und    durch     Anpassung    des     Ent-          wässerungsgrades    nach dem Einweichen ist  es möglich, die im Verhältnis zum Trocken  gewicht des Holzes zugeführte Chemikalien  menge scharf zu überwachen.

   Dadurch kann  die Einwirkung der Chemikalien auf das  Holz genau kontrolliert werden. Sehr gute       Resultate        wurden    durch Verwendung einer  2 % igen Lösung von Natriumhydroxyd  erhalten, die in solcher Menge zugefügt  wurde, dass der Gesamtverbrauch an     Natrium-          hydrogyd    3 % des ursprünglichen Trocken  gewichts des Holzes entsprach. Für gewisse  Zwecke ist es vorteilhaft, der Lösung 10 bis  25% Natriumsulfit, berechnet auf die ver  wendete Natriumhydroxydmenge, zuzufügen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung eines Faser- breies, ausgehend von Lignocellulose enthal tendem Material, dadurch gekennzeichnet, dass man das Rohmaterial einer Behandlung mit Lignin lösende Chemikalien enthaltenden Lösungen mindestens nahezu unter Atmo sphärendruck während genügend langer Zeit unterwirft, um die genannten Chemikalien gleichmässig im Material zu verteilen, dass man die überschüssige Lösung auf mecha nische Weise aus dem Material entfernt, dass man das Material kontinuierlich einem Be hälter zuführt, worin man es unter Dampf druck höheren Temperaturen als 100 C unterwirft,
    dass man das Material aus dem genannten Behälter unter Aufrechterhaltung des Druckes einem mechanischen Zerfaserer zuführt, dass man das Material im Zerfaserer zerfasert, und dass man das zerfaserte Pro dukt kontinuierlich aus dem Zerfaserer ent fernt. II. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I, die einen Behälter zur Erhitzung des Materials unter Druck vor der Zerfaserung, Mittel zur mechanischen Zerfaserung des erhitzten Ma terials, eine Vorrichtung zur Zuführung des zu erhitzenden Materials in die Erhitzungs kammer und eine Vorrichtung zur Überfüh rung desselben von der Erhitzungskammer in den Zerfaserer aufweist, dadurch gekenn zeichnet, dass selbsttätig wirkende Mittel vorgesehen sind, welche mindestens eine der genannten Fördervorrichtungen derart steu ern,
    dass das Material in der Erhitzungs kammer stets eine konstante. zum voraus festsetzbare Höhe beibehält. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man eine alka lische Lösung verwendet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man das Roh material mindestens 1 Stunde lang mit der genannten Lösung behandelt. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass die Behandlung mit der genannten Lösung eine bis zwei Stunden dauert. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man das Ma terial auf Temperaturen zwischen 150 und 200 C erhitzt. 5.
    Einrichtung gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ausserdem Mit tel vorgesehen sind, um mindestens eine der beiden Fördervorrichtungen während des Betriebs zu steuern, ohne die genannten selbsttätig wirkenden Mittel ausser Funk- tion zu setzen. 6.
    Einrichtung gemäss Patentanspruch II, dadurch :gekennzeichnet, dass die Erhitzungs- kammer in ihrem. untern Teil mit einer VoT- richtung versehen ist, welche einen gleieh- mässsgen Materialflul3 nach unten bewirkt.
    7. Einrichtung gemäss Patentanspruch II und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich net, dass die genannte Vorrichtung eine waagrechte, von aussen drehbare Welle mit mindestens .einer darauf angebrachten Scheibe aufweist.
    B. Einrichtung gemäss Patentanspruch II und den Unteransprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Scheibe wenigstens nahezu senkrecht auf der genann ten waagrechten Welle angebracht ist. 9. Einrichtung gemäss Patentanspruch II und den Unteransprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Scheibe schräg auf der genannten Welle angebracht ist. 10.
    Einrichtung gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass in der Erhit zungskammer eine Klappe so angeordnet ist, dass sie bei einer bestimmten Materialhöhe in der Kammer aus ihrer Ruhelage gedreht wird, wobei Mittel vorhanden sind, um die Bewegungen der Klappe auf einen die Ge schwindigkeit der Materialzufuhr bestim menden Mechanismus der Vorrichtung zur Zuführung des Materials in die Erhitzungs kammer zu übertragen. 11.
    Einrichtung gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass in der Erhit- zungskämmer eine senkrechte, drehbare Welle angebracht ist, welche mit mindestens einem auf Berührung mit dem Material ansprechenden Organ versehen ist, wobei Mittel vorhanden sind, um die Reaktion des Organs auf einen die Geschwindigkeit der Materialzufuhr bestimmenden Mechanismus der Vorrichtung zur Zuführung des Mate rials in die Erhitzungskammer zu über tragen. 12.
    Einrichtung gemäss Patentanspruch II und Unteranspruch 11, dadurch gekennzeich net, dass die drehbare Wellte zwei auf Berüh rung mit dem Material ansprechende Organe trägt, wovon mindestens eines auf eine Vor richtung für die Geschwindigkeitsregulie rung wenigstens einer der genannten Förder einrichtungen derart einwirkt, dass die Lei stung dieser Fördereinrichtung in Abhän gigkeit von der Höhe des Materials in der Erhitzungskammer gesteuert wird. 18.
    Einrichtung gemäss Patentanspruch II und den Unteransprüchen 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten, auf Be rührung mit dem Material in der Kammer ansprechenden Organe so angeordnet sind, dass sie von der Aussenseite des Behälters senkrecht verstellt werden können.
CH254246D 1944-04-01 1945-08-25 Verfahren zur Herstellung eines Faserbreies und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. CH254246A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
SE254246X 1944-04-01

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH254246A true CH254246A (de) 1948-04-30

Family

ID=20306265

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH254246D CH254246A (de) 1944-04-01 1945-08-25 Verfahren zur Herstellung eines Faserbreies und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.

Country Status (3)

Country Link
CH (1) CH254246A (de)
DE (1) DE956644C (de)
DK (1) DK68129C (de)

Cited By (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2716927A (en) * 1953-06-03 1955-09-06 Sylvester C Sullivan Fourdrinier
US2734685A (en) * 1956-02-14 Tomizo saito
US2799579A (en) * 1953-06-22 1957-07-16 Hjalmar S Messing Apparatus for presoaking lignocellulose material
DE969167C (de) * 1953-06-17 1958-05-08 Phrix Werke Ag Verfahren zum Herstellen von Textilfaserzellstoff
DE1034967B (de) * 1954-01-07 1958-07-24 Der Maschinenfabrik Von Theodo Kontinuierliches Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Halbzellstoffen aus Holz
DE1079442B (de) * 1951-03-22 1960-04-07 Asplund Arne J A Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Gewinnung von Halbzellstoff aus lignocellulose-haltigen Rohstoffen
DE1144099B (de) * 1956-05-04 1963-02-21 Bauer Bros Company Vorrichtung zum kontinuierlichen Behandeln von faserigem Zellulosematerial

Family Cites Families (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE309259C (de) *
FR11466E (fr) * 1909-10-15 1910-02-25 Auguste Deiss Nouveau système de fabrication de cellulose au moyen de la paille et autres matières végétales
DE304214C (de) * 1916-10-19
DE668687C (de) * 1931-05-15 1938-12-08 Defibrator Ab Verfahren zum Zerfasern von ligninhaltigem Fasergut
US2388592A (en) * 1940-03-21 1945-11-06 Defibrator Ab Process of making ligno-cellulose pulps from straw
DE828345C (de) * 1941-04-19 1952-01-17 Johannes Jung Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Fasergut als Ausgangsmaterial fuer die Herstellung von Faserstofferzeugnissen oder Zellstoff

Cited By (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2734685A (en) * 1956-02-14 Tomizo saito
DE1079442B (de) * 1951-03-22 1960-04-07 Asplund Arne J A Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Gewinnung von Halbzellstoff aus lignocellulose-haltigen Rohstoffen
US2716927A (en) * 1953-06-03 1955-09-06 Sylvester C Sullivan Fourdrinier
DE969167C (de) * 1953-06-17 1958-05-08 Phrix Werke Ag Verfahren zum Herstellen von Textilfaserzellstoff
US2799579A (en) * 1953-06-22 1957-07-16 Hjalmar S Messing Apparatus for presoaking lignocellulose material
DE1034967B (de) * 1954-01-07 1958-07-24 Der Maschinenfabrik Von Theodo Kontinuierliches Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Halbzellstoffen aus Holz
DE1144099B (de) * 1956-05-04 1963-02-21 Bauer Bros Company Vorrichtung zum kontinuierlichen Behandeln von faserigem Zellulosematerial

Also Published As

Publication number Publication date
DK68129C (da) 1948-12-13
DE956644C (de) 1957-01-24

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69129017T2 (de) Bleichen von zellstoff und reaktor
DE3875893T2 (de) Verfahren zur ozonbehandlung von lignocellulosematerialien, insbesondere papiermassen, und reaktor zum ausfuehren des verfahrens.
DE2633041A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum behandeln eines lignozellulose enthaltenden grundmaterials
DE2752081B2 (de) Verfahren und Vorrichtung für kontinuierliche Herstellung von Faserbrei oder Stoff aus lignoceUulosehaltigem Fasergut
DE1079442B (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Gewinnung von Halbzellstoff aus lignocellulose-haltigen Rohstoffen
CH254246A (de) Verfahren zur Herstellung eines Faserbreies und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
DE2312679A1 (de) Zellulose-aufschlussanlage
DE3149135C2 (de) Vorrichtung zum Auflösen von Altpapier im Dickstoffbereich
DE68904561T2 (de) Blanchierung von Pasta.
US3238088A (en) Continuous digesting of cellulosic fibrous material at decreasing pressure with mechanical defibering therebetween
DE589241C (de) Einrichtung und Verfahren zur fortlaufenden Herstellung von Zellstoff
DE897948C (de) Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Aufschliessen von Faserstoffen
US2178266A (en) Continuous process for the manufacture of semipulp
US1347979A (en) Method of treating straw and the like for making paper-pulp
DE2528393C3 (de) Verfahren zur Behandlung von ZeIlstoffaserbrei und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE2715235A1 (de) Vorrichtung zur behandlung von lignozellulosehaltigem gut in einem unter druck stehenden reaktionsgefaess
US2126044A (en) Manufacture of soluble cellulose
DE828345C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Fasergut als Ausgangsmaterial fuer die Herstellung von Faserstofferzeugnissen oder Zellstoff
DE1461013A1 (de) Verfahren zum Kuehlen von Faserstoffaufschwemmungen beim Mahlen und Feinstmahlen
AT240685B (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Papier-Stoff u. dgl. aus lignozellulose-haltigem Material
DE562770C (de) Vorrichtung zur Herstellung von Halbstoff oder Halbzellstoff
US2113297A (en) Process and apparatus for the manufacture of paper products
US1961405A (en) Paper manufacture
DE69902869T2 (de) Vertikal-Rührmaschine zur Herstellung von Spanplatten
DE1132790B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Kochen von lignozellulosehaltigem Material zur Herstellung von Papierstoff und aehnlichen Erzeugnissen