CH254326A - Verfahren zur Herstellung von Prägewerkzeugen aus Hartmetall. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Prägewerkzeugen aus Hartmetall.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Prägewerkzeugen aus Hartmetall. Prägewerkzeuge, wie Prägestempel, Präge matrizen oder Prägestanzen, werden meist aus legierten Stählen hergestellt. Hierzu wird die Gravur in den weichgeglühten Stahl ein geschnitten, der anschliessend in bekannter Weise in Öl, Wasser oder Pressluft gehärtet wird. Es wurde bereits auch vorgeschlagen, für Prägewerkzeuge Hartmetalle an sich be kannter Zusammensetzung, wie sie zum Bei spiel in der Technik der Schneidlegierungen bekannt sind, als Werkstoff zu verwenden. Solche Werkzeuge aus Hartmetall haben den Vorzug, dass sie äusserst verschleissfest sind und infolgedessen ein Vielfaches der Lebens dauer entsprechender Stahlprägewerkzeuge aufweisen.
Sie wurden bisher in der Weise hergestellt, dass die Gravur in einen bei nie derer Temperatur vorgesinterten Hartmetall körper eingeschnitten und der Körper sodann bei hoher Temperatur fertig gesintert wurde. Diesem Herstellungsverfahren haften aber verschiedene Mängel an. So können auf die genannte Weise durch das Einschneiden der Gravur in einem vorgesinterten Hartmetall körper mit dem fertigen Werkzeug nur Prä gungen mit erhabenem Profil erzeugt wer den.
In den meisten Fällen werden aber Präge werkzeuge in der Form von Prägestempeln zur Kennzeichnung z. B. der Herkunft, des Materials oder anderer Merkmale in der Weise verwendet, dass der Prägestempel in das' zu kennzeichnende Formstück einfach eingedrückt oder eingeschlagen wird. Die hierzu erforderlichen Prägestempel müssen somit ein entsprechend erhabenes Profil auf weisen. Solche Prägewerkzeuge können aber durch ein Einschneiden der Gravur in einen vorgesinterten Hartmetallkörper praktisch nicht oder nur äusserst schwer hergestellt werden. Ein weiterer Nachteil des genannten Herstellungsverfahrens besteht ferner darin, dass vorgesinterte Hartmetallkörper beim Hochsintern bis zu 30% schwinden, sich hierbei etwas verziehen und nicht ganz mass haltig bleiben.
Die Erfindung bezweckt eine einfache Herstellung von Prägewerkzeugen aus Hart metall für beliebige Zwecke. Das erfindungs gemässe Verfahren ist dadurch gekennzeich- net, dass die Hartmetallpulvermischung unter Druckanwendung in einer Pressform, in deren Innenseite die beabsichtigte Prägeform vor gesehen ist, so gesintert wird, dass das erhal tene Hartmetallformstüek auf seiner Ober fläche ein formgetreues Abbild für die Prä gung aufweist.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann die Gravur der Präge form in einem Stempel der Pressform einge schnitten sein.
Als Material für die Pressform kommt in erster Linie Graphit, Edelkohle oder gewöhn liche Kohle in Frage. In so einen leicht zu bearbeitenden Pressstempel aus Graphit kann zum Beispiel mit Hilfe einer Kopierfräs maschine eine beliebige Gravur eingeschnit- ten werden. Für Prägewerkzeuge mit schwie riger Reliefbildung ist das vorliegende Ver fahren ganz besonders geeignet. In solchen Fällen kann von dem in einer Vorlage vor handenen Entwurf (z. B. Wappen, Orden, Münzen oder dergleichen) mit Hilfe eines fei nen Pulvers, z.
B. kolloidales Graphitpulver, oder eines hochschmelzenden Oxydes, wie beispielsweise Magnesiumoxyd, Zirkonoxyd oder dergleichen, ein Abdruck von der Vor lage angefertigt werden, der dann in die Pressform so eingelegt wird, dass das beim Drucksintern plastisch gewordene Hartmetall seine Gestalt bis in die kleinsten Details formgetreu aufnimmt. Hierbei kann der Ab druck, der nötigenfalls zur besseren Verfesti gung unter Zusatz eines Bindemittels (z. B. Ton) und/oder durch eine geeignete Wärme behandlung hergestellt werden kann, ent weder direkt als Pressstempel oder indirekt als Zwischenlage in der Pressform verwendet werden.
Für Prägewerkzeuge, wie sie für Bleche, Kunststoffplatten, Papiermassen oder der gleichen Verwendung finden, kann eine Ma trize in analoger Weise wie die Patrize her gestellt werden.
Da die Beanspruchung der Matrize im allgemeinen wesentlich geringer ist als die der Patrize, kann man aber auch eine zuge hörige Matrize durch Prägung der erfin- dungegemäss hergestellten Patrize in weichem Stahl und nachfolgendes Härten desselben leicht herstellen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Präge werkzeugen aus Hartmetall, dadurch gekenn zeichnet, dass die Hartmetallpulvermischung unter Druckanwendung in einer Pressform, in deren Innenseite die beabsichtigte Prägeform vorgesehen ist, so gesintert wird, dass das erhaltene Hartmetallformstück auf seiner Oberfläche ein formgetreues Abbild für die Prägung äufweist. UNTERANSPRÜCHE : 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Gravur der Prägeform in einen Stempel der Pressform eingeschnitten wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stempel der Pressform aus Graphit besteht. B.Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gravur mit einer eingefräst wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass von dem abzuneh menden Gegenstand mittels eines feinen Pul vers ein Abdruck angefertigt wird, der in der Pressform verwendet wird. 5.Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Anfertigung des Abdruckes kolloida les Graphitpulver verwendet wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 4 imd 5, dadurch gekenn- zeichnet, dass denf Graphitpulver ein Binde mittel zugesetzt wird. 7.Verfahren nach Patentanspruch und Unterausspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Abdruck in der P'ressform unmittel- bar als P'ressstempel dient. B. Verfahren nach. Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zunächst eine Pa- trize und gleicherweise eine zugehörige Ma trize hergestellt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT254326X | 1945-12-08 |
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| CH254326A true CH254326A (de) | 1948-04-30 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH254326D CH254326A (de) | 1945-12-08 | 1946-11-27 | Verfahren zur Herstellung von Prägewerkzeugen aus Hartmetall. |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH254326A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1178680B (de) * | 1952-09-11 | 1964-09-24 | Husqvarna Vapenfabriks Ab | Verfahren zum Herstellen von Formkoerpern aus Metallpulver |
-
1946
- 1946-11-27 CH CH254326D patent/CH254326A/de unknown
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