Apparat zur Abgabe abgemessener Quanten einer Mischung von Stoffen. Die vorliegende Erfindung betrifft einen Apparat zur Abgabe abgemessener Quanten einer Mischung von Stoffen, unter Beibehal tung der Homogenität oder Konsistenz letz terer, für Verpackungs- oder ähnliche Zwecke, mit einem Behälter, der eine innere.
einen Teil eines Zylindermantels bildende Bodenfläche und mändestene einen um eine horizontale, im wesentlichen um die Achse des Zylindermantels drehbaren Rührarm, an dessen freiem Endteil ein Schöpfeimer dreh bar gelagert ist, aufweist.
Apparate, die nach der vorliegenden Erfin- rlung ausgebildet sind, sind zum Beispiel zur Behandlung einer mehr oder weniger suppen ähnlichen Mischung von flüssigen und festen Stoffen besonders geeignet, obschon sich die Erfindung natürlich nicht nur auf eine solche Anwendung beschränkt.
In der nachfolgen den Beschreibung wird zu Erläuterungs zwecken ein Ausführungsbeispiel in der Form eines Apparates zum Mischen und Ver packen (Abmessen) von gekochten Bohnen behandelt, wobei diese Bohnen sich in einem suppenähnlichen Zustand befinden, das heisst vermischt mit Sauce (Saft), in der die Bohnen gekocht worden sind. Wenn eine ,solche Mi- schung-in grossen Mengen behandelt werden muss, z.
B. in Verbindung mit einem masehi- riellen Verpackungsbetrieb, so haben die Boh nen das Bestreben, sich aus, der Mischung ab zusetzen. Aus diesem Umstand erhebt sich das Problem des Abschöpfens oder sonstiger Entnahme aufeinanderfolgender Packungs quanten der gewünschten proportionellen Zu sammensetzung und Konsistenz.
Der Apparat gemäss der Erfindung kenn zeichnet sich dadurch, dass der Rührarm eine kontinuierliche Drehbewegung ausführen kann, um dabei in den Behälter ein- und aus zutauschen, während der Schöpfeimer eine volle Drehung um seine Drehachse ausführen kann, und dass die Drehachse im wesentlichen parallel zur genannten horizontalen Achse verläuft und vom Schwerpunkt des Schöpf eimers entfernt gegen den Boden des genann ten Schöpfeimers hin verlegt ist,
so dass der Schöpfeimer in ausgetauschter Lage des ge nannten Rührarmes in eine Lage überführt wird, in der sein offenes Ende nach unten gerichtet ist, und wobei die genannte innere Bodenfläche ,so nahe am kreisförmigen Weg, den die genannte Drehachse durchläuft, an geordnet ist, dass die eine gante des offenen Endes des Schöpfeimers während seiner Be wegung durch den genannten Behälter ver möge der Schwerkraft auf der Innenfläche dieses Behälters aufliegt,
.so dass der Schöpf eimer zufolge seiner Schwerkraft diejenige gante auf der Seite des Behälters, auf der der Schöpfeimer aus dem letzteren heraus tritt, und die das Ende der genannten Innen fläche bildet, gekippt wird, um so die völlige Entleerung des Schöpfeimers ausserhalb die ser Kante herbeizuführen wenn sich dieser Schöpfeimer auf seinem Weg aus dem Be- hälter heraus in gekippter,
im- wesentlichen vertikaler Sbellung befindet.
Auf der beiliegenden: Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen standes veranschaulicht.
Pig.1 ist eine Draufsicht auf einen Ap parat nach der ersten Ausführungsform. Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie 2=2 der Fig. 1: Fig. 3 ist eine Perspektive eines Eimers oder Schöpfers.
Fig. 4 bis 10 zeigen .aufeinanderfolgende Stellungen dieses Apparates während des Entleerungsvorganges.
. Fig. 11 ist ein Schnitt der zweiten Aus- führungsform.
Fig. 12 ist eine Draufsicht auf letztere.. Fig.13 ist ein Detail der Eimer oder Schöpfer von Fig. 11 und 12.
Fig. -14 isst ein Schnitt der dritten Aus führungsform und Fig. 15 eine Draufsicht auf einen Teil der letzteren.
Im. Apparat gemäss Fig. 1 bis 3 wird die Mischung von Bohnen und Sauce auf irgend eine zweckdienliche Art und Weise in den Behälter oder das Gefäss 10 überführt, worin das Niveau mehr oder weniger konstant ge halten werden kann.
Der Behälter kann von beliebiger Grösse und Form seih und -ist hier als ein niederes und im. allgemeinen ovales Becken dargestellt. Ein Teil des Behälter bodens jedoch besteht aus einem, Streifen 12 mit .einer im wesentlichen zylindrischen In- nenfläche, wie im Querschnitt der Fig. 2 ge zeigt.
Eine Horizontalwelle 13, durch irgend welche passende Mittel angetrieben und in den Lagern 14 laufend, ist über dem Behäl ter angebracht, wobei diese Welle mehr oder weniger konzentrisch zum zylindrischen Streifen 12 verläuft (Mg:
2).. Eine geeignete Zahl Rühr- oder Mischarme 15 sind an der Welle 13 festgemacht und werden von letz terer durch das Gemisch im .Behälter hin durch bewegt, wobei deren Enden -vorzugs- weise nahe über die genannte zylindrische Innenfläche laufen und angelenkte Eimer oder Schöpfer 16 tragen. Letztere schaben über die genannte zylindrische Innenfläche des Streifens 12.
Zu diesem Zwecke werden die Arme 15 am besten in Paaren angeord net, wobei einer der Eimer 16 zwischen den Enden jedes Paares drehbar aufgehängt ist.
Die Eimer 16 sind auf Drehachsen mon tiert, die im wesentlichen paraillel zur hori zontalen Achse des, Rührarmes verlaufen und vom Schwerpunkt der einzelnen Eimer weg, sogar ausserhalb des Bodens derselben, ver legt sind, so dass dass offene Ende eines jeden Eimers auf der obern Hälfte der Umdrehuhg des Rührarmes nach unten gerichtet ist,
wie Fig. 2 und 10 zeigen. Dies kann. zum Beispiel leicht dadurch bewerkstelligt werden, - dass Drehbolzen 17 an den Eimerböden fest gemacht werden und durch loses Montieren der Drehbolzenenden in, Öffnungen in den Enden der Arme 15. Dadurch werden die Offenenden der Eimer vermöge der Schwer kraft veranlasst, über die zylindrische Innen- fläche 12 zu gleiten oder zu schaben, wie in Fig. 2 gezeigt.
Wenn gewünscht, kann eine der Eimerseiten länger als die andere ge macht werden zwecks Bildung von Lippen 18, die die zylindrische Fläche überstreichen.
Die Drehbolzen 17 sind vorzugsweise nahe an dem Eimerbodenrand, der beim Eintreten in den Behälter der äussere ist, angeordnet, so dass die Eimer normalerweise die schräge Freihanglage gemäss Fig.2 und 10 einneh men. Die Anordnung gewährleistet den Kon takt der Lippen -18 mit der zylindrischen Fläche 12, sobald erstere in den Behälter 10 eintreten (das heisst zur Linken in der Fig. 2).
Um zu verhüten, dass die Lippen 18 den Be hälterrand überhängen und dagegen aufschla gen; kann über dem Behälterrand eine Ab- weisplatte 19 als eine ungefähr tangentiale Verlängerung des Streifens 12 vorgesehen werden.
Beim Passieren der Eimer 16 über den Behälterboden 12 und bei deren Aufwärts gleiten über die Seitenwand (das heisst zur Rechten in Fig.2) nähern sie sich einem Auslauf 20, der vom Behälterrad niederhängt und unter dem sukzessive- Packbehälter 21 auf irgendeine passende Art und Weise auf gestellt werden.
Der Entleerungsvorgang, wobei die Eimer in diese Packbehälter ent leert werden, ist in Fig. 4 bis 10 dargestellt. Die Eimer nähern sich dem Auslauf 20 in der Lage, wie in, Fix. 4 gezeigt, wo die Lip pen 18 gerade die Auslaufkante 22 passiert haben.
Beim Weiterdrehen der Arme 15 und beim Hochheben der Eimer in die Lage gemäss Fig. 5 kommt der Eimer zufolge rei nes Gewichtes und desjenigen seines Inhaltes auf die Behälterkante 22 'in der Nähe des Auslaufes zu liegen, wobei :sich der Eimer mit seiner Drehachse 17 dreht.
In Fig. 6 ist der Eimer in die Horizontallage gekippt und vorzugsweise auch seitlich (längsweise) ab geschoben worden, bis die Lippe 18 um eine merkliche Länge über die gante 22 hinaus ragt. Somit bildet letztere beim Weiterdre hen der Arme 15 eine Drehachse, um welche der Eimer abwärts in die Entleerungslage gemäss Fig. 7 und 8 gekippt wird, wobei sein Offenende in den Auslauf hinunterhängt und sein Inhalt in die bereitstehenden Packbehäl ter abgeworfen wird.
Beim Fortdrehen der Arme 15 wird der Eimer aus dem Auslauf herausgezogen, und dann schwingt er zurück in seine Freihanglage gemäss Fig. 9 und 10. Die aus dem Eimer nachtropfenden Reste werden somit gegen die innere Auslaufes an- dung gelenkt, während die äussere Auslauf wand aufwärtsgezogen werden kann, wie mit 23 angezeigt, zwecks Bildung eines Spritz- schutzes.
Die Bewegung der Arme 15 durch das Gemisch im Behälter 10 mischt und rührt die Masse um und reduziert die Absetzten denz der Bohnen auf ein Minimum. Weiter hin wird die Anhäufung ausgefällter Boh nenmassen auf dem Behälterboden durch das Schaben der Eimer 16 verhindert, wenigstens im Bereich, aus dem das Gemisch für die Abfüllung weggenommen wird. Anderseits werden die Eimer gefüllt, indem ,sie zuerst abwärts durch die obern Schichten der Masse bewegt werden,
dann durch die Bodenschich ten und endlich aufwärts wiederum durch die obern Schichten. Die Praxis hat ergeben, dass die Kombination dieser Eigenschaften eine Füllung ergibt, die über lange Betriebs- perioden eine gleichmässige Konsistenz auf weist,
da der Vorrat im Behälter allmählich abgezogen und von Zeit zu Zeit erneuert wird ohne irgendwelche wesentliche Verän. derung in. der relativen Proportionierung des Gemisches.
Überdies werden die Misch-, Füll- und Entleervorgänge, obschon automatisch und kontinuierlich, mit sehr einfachen und wohl feilen Mitteln ausgeführt, und zwar mit nur einem einzigen Treibglied und ohne Teile; die einer Nachstellung oder Überwachung bedürfen, womit Probleme des Unterhaltes auf ein Minimum beschränkt werden.
Es ist offensichtlich, dass -soll eine An zahl Packungen gleichzeitig gefüllt werden - eine entsprechende Zahl von Armsätzen 15 und Eimern 16 .Seite an Seite montiert werden können. Anderseits kann es hierbei von Vorzug sein, Apparate, wie sie in Fig. 11 bis 13 dargestellt sind, zu verwenden.
Hier ist das Gemisch von Bohnen und Sauce in einem Gefäss oder Becken 24 enthalten, das dem Becken 10 der Fig. 1 bis 3 entspricht, ausgenommen der Bodenstreifen 25, der brei ter ist als der Streifen 12. Eine 'Welle 26 über dem Becken 24 trägt eine Anzahl Arm paare 27 ähnlich den Armen 15 der Fig. 1 bis 3, aber weiter voneinander distanziert.
Drehbolzen oder Stäbe 28 sind in den Enden jedes Armpaares 27 drehbar gelagert, und die Distanz zwischen den Armen genügt, um an jeder Achse oder an jedem Stab eine Mehr zahl von Eimern oder Schöpfern 29 anzu hängen; im. gezeigten Ausführungsbeispiel sind zwei dieser Eimer vorhanden.
Die Eimer 29 sind vorzugsweise ähnlich den Eimern 16 der Fig. 1 bis 3, und sind in einer ähnlichen Art und Weise an den Stan gen 28 befestigt, und jedes Eimerpaar ent leert sich gleichzeitig.
Die Abweisplatte 80 entspricht der oben angeführten Abweis platte 19, ist aber zwecks Anpassung an die zwei Eimer breiter. Die Entladevorrichtung besteht aus zwei ähnlichen, nebeneinanderlie- genden Ausläufen 31, einen für jeden Eimer, und - falls erwünscht - einem gemeinsa men Spritzschutz 32 über den Abläufen. Zu.
füllende Packungen werden unter die Aus mündungen der Ausläufe 31 auf irgendeine zweckdienliche. Art und Weise bereitgestellt. Wie in Fig. 11 und 12 gezeigt, wird eine Reihe von Verpackungen 33 auf einem pas- ;senden Transportband 34 unter die Ausläufe herangeführt, wobei zur gleichen Zeit zwei leere Packungen aufgefüllt und durch das Transportband weggeführt werden.
Fig: 14 und 15 zeigen ein weiteres. Aus führungsbeispiel, wobei eine Mehrzahl von Packungen gleichzeitig abgefüllt wird, wäh rend gleichzeitig ein verbesserter Misch- und Rührvorgang vermittels einer Mehrzahl von Einheiten gemäss Fig. 1 bis 3 erzielt wird.
Benachbarte Einheiten drehen sich dabei in entgegengesetzter Richtung, und es kann eine beliebige Anzahl von Einheiten vorgesehen sein; im angenommenen Beispiel sind es deren zwei.
Gemäss Fig. 14 und 15 ist ein Becken 35 von der Art wie oben beschrieben mit einem Bodenstreifen. 36 versehen, der breit genug ist, 'um zwei Einheiten aufzunehmen. Jede der. letzteren besteht aus Paaren von Armen <B>37,</B> drehbar gelagerten Eimern 38, den andern Paaren von Armen. 39 mit den drehbar ge lagerten Eimern 40 ähnlich denjenigen, wie sie oben beschrieben - wurden.
Wie gezeigt; werden diese Eimer in entgegengesetzten Richtungen vermittels der Wellen 41 und 42 gedreht, deren Innenenden in einem Kernein samen Zentrumslager 43 montiert sind. Wie durch die Pfeile angedeutet, rotiert die Ein= heit 37, 38 mit dem. Uhrzeiger und die Ein heit 39, 4.0 entgegengesetzt. Der .Streifen 36 springt über den Rand des.
Beckens zur Lin ken dieser Figuren vor, um eine Abweisplatte 44 für die Einheit 39, 40 und einen Auslauf 45 für die Einheit 37, 38 zu bilden. Der Aus lauf 45 liegt über den zu füllenden Packun gen 46. Zur Rechten dieser Figuren ist eine Abweisplatte 47 und ein Auslauf 48 in ähn licher Weise für die Einheiten 37, 38 bzw.
39; 40 vorgesehen, wobei, der Auslauf 48 über den zu füllenden Packungen 49 -liegt. Wie aus. oben angeführter Beschreibung her vorgeht, können die Packungen 46 und 49 auf passenden Transportbändern 50 und 51 bewegt werden, falls gewünscht, und jedes dieser Transportbänder kann sich, wie es sich am besten ergibt, in der einen oder andern Richtung fortbewegen.
Der Apparat gemäss Fig. 13 und 14 sieht also nicht nur dass gleichzeitige Abfüllen einer Mehrzahl von Packungen vor, sondern vergrössert auch den Rühr- und Mischeffekt. wie er mit den Apparaten gemäss Fig. 1 bis 3 und 10 bis 12 erhalten wird. Dieser Vorteil ergibt sich aus dem Umstand, dass die Arme in entgegengesetzter Richtung aneinander vorbei durch die Masse rotieren.