CH254589A - Verfahren zur Überführung von Roheisen in Stahl. - Google Patents

Verfahren zur Überführung von Roheisen in Stahl.

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CH254589A
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steel
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Gesellschaft Der Ludw Von R Ag
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Von Roll Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C5/00Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
    • C21C5/28Manufacture of steel in the converter
    • C21C5/30Regulating or controlling the blowing
    • C21C5/34Blowing through the bath

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Description


      Verfahren    zur     Überführung    von Roheisen     in        Stahl.       Die Überführung von Roheisen in Stahl  wird vor allem im Konverter und im Siemens  Martin-Ofen     durchgefü'htt.    Der Konverter  arbeitet viel billiger und rascher als .der       Siemens-Martin-Ofen,    hat aber in     bezug    auf  die Güte des Erzeugnisses     diesem    gegenüber  gewisse Nachteile.

   Der     gonverterstahl    ist viel  stickstoffreicher als der Stahl, welcher aus  dem     offenen    Herdofen kommt.     Infolgedessen     ist der     Konverterstahl    dem Stahl aus dem       Siemens-Martin-Ofen    in mancher Hinsicht  unterlegen, Dem     @Siemens-Martin-Ofen    fällt  heute die grosse Aufgabe zu, als Haupt  schmelzapparat für die grossen Schrottmen  gen eingesetzt zu werden.

   Im offenen Herd  ofen kann der Schrott ohne Rücksicht auf  seine     Sperrigkeit    eingesetzt werden, und da  .die     Beheizung    beliebig lange fortgesetzt wer  den kann, sind auch die Mengen, welche .der       Siemens-Martin-Ofen    zu verarbeiten vermag,  praktisch unbeschränkt.  



  Im Konverter dagegen     können,    nur unbe  trächtliche Schrottmengen geschmolzen wer  den. Die Wärme, welche zum Niederschmel  zen von Schrott im Konverter zur Verfügung  steht, rührt in erster Linie von der Verbren  nung des     Siliziums    her, wenn im sauren Kon  verter gearbeitet     wird,    oder von der Verbren  nung des     Phosphors,    sofern man im basi  schen     Konverter    arbeitet. Weiterhin liefern  auch Mangan und     Köhlenstoff,    wenn auch  in geringerem Umfang, Wärme.

   Die     gesamte          Wärmemenge,    welche auf diese Weise er  zeugt wird,     muss    mindestens so gross sein,     dass       die     für    die Stahlgewinnung     erforderliche          Temperatur    erzielt wird. Der Sicherheit     und     anderer Gründe wegen wird meist mit einem  kleinen     Wärmeüberschuss    gearbeitet, der zum       Einschmelzen    von etwas Schrott benutzt wird.

    Dieser sogenannte     gühlsohrott    macht aber       entsprechend    dem geringen     Wärmeüberschuss     nur wenige Prozente aus.  



  Die     Nachteile,    welche die Arbeit im Kon  verter mit sich bringt, werden nun erfin  dungsgemäss dadurch überwunden,     dass    man  ,die Umwandlung von Roheisen in Stahl  durchführt, indem man mit einem Wind  bläst, dessen Sauerstoffgehalt höher als in  Luft ist. Ein solcher Wind ruft eine viel  intensivere Verbrennung hervor als gewöhn  liche Luft. Ausserdem wird weniger Stick  stoff in den Konverter eingeführt. Der     Stick-          stoff    entführt aus .dem Konverter sehr grosse  Wärmemengen, die ungenutzt verloren gehen.  Wenn .daher die Zufuhr an Stickstoff sinkt,  wird weniger Wärme aus dem Konverter ent  fernt und die Temperatur steigt wegen .der  Verminderung der Menge des Stickstoffs.  



  Der auf diese Weise     hergestellte        Konver-          terstahl    kann aber auch viel weniger Stick  stoff als der     Siemens-Martin-Stah#l    enthalten  und diesem daher in     dieser    Hinsicht über  legen sein.  



  Die Wärmemengen, welche infolge der  Zufuhr eines sauerstoffreichen Windes zum  Konverter gewonnen werden, gestatten, im       Konverter    wesentlich grössere Schrottmengen  zu schmelzen, als es bisher der Fall war.      Die Temperatur im Konverter verlangt  jedoch eine sorgfältige     Regelung.    Die "Zu  fuhr an Sauerstoff bzw. .der     -Sauerstöffgehalt     des Windes darf     nioht    zu hoch steigen, weil  sonst eine zu grosse Temperatursteigerung  im     ,Bad    und insbesondere .vor den Wind  formen     entsteht.    Die Temperatur des Bades       kann    aber durch Zusatz hinreichender Schrott  mengen herabgedrückt werden.  



  Eine noch stärkere Einwirkung auf die       Temperatur    als der .Schrott besitzt die     Zu-          gahe    von Erz. Die Wärmemengen, welche  bei der     Reduktion    von     Erzgebunden    werden,  sind erheblich grösser als die Wärmemengen,       -welche    zum     Niederschme1zen-von-Sohrott=er-          forderlich    sind.

   Wenn man -daher den     -Koh-          lenstoffgehalt    des     Badeü,    der -pro Tonne       -etwa        -30    bis 40 kg -beträgt, zur     Reduktion     von Erz ausnützt, kann -man     .eine        -wesentlich     stärkere -Kühlung erreichen als durch den  Schrottzusatz. Der -Zusatz des     Erzes    aber er  folgt     zweckmässig    nur     dann;        wenn    der     Schrott          zusatz    nicht :hinreicht, um die Temperatur  tief genug zu halten.  



  Ausser der Kühlung des -Bades     -muss    man  auch darauf     bedacht    sein, .die Temperatur  vor den -Windformen niedrig =zu halten.. Dies  geschieht zweckmässig dadurch, dass man dem       sauerstoffreichen    Wind, mit welchem der  Konverter     -geblasen    -wird, Wasser -zusetzt.  Der     Wasserzusatz    kann entweder derart -er  folgen,     dass:    -man dem Wind -vor -dem Ein  tritt in die Düsen     Nasserdamp'f    einbläst,    oder     indem,    man .den Wind mit Wassernebeln  belädt.  



  Die Temperatur -vor den Windformen       kann=aueh        duroh    Einstellung des Sauerstoff  gehalts im     Blaswind    geregelt werden. Wenn  man den Sauerstoffgehalt steigert, steigt  .auch :die Temperatur, wenn man ihn herab  setzt, sinkt die Temperatur. Man hat es da  her durch     Einsstellung    .des Sauerstoffgehalts  im     Blaswind    in der Hand, die Temperatur  nach Bedarf herabzusetzen oder zu     erhähen.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Überführung von Roh eisen in Stahl, .dadurch gekennzeichnet, dass man -den Konverter, in welchem -die'Umwand- lung durchgeführt wird, -mit einem Wind bläst, dessen Sauerstoffgehalt höher -als in Luft ist. UNTERANSPRÜCHE: 1._ Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Tempe ratur des Bades durch 'Zusatz von Schrott und Erz herabdrückt. 2.
    Verfahren nach Päteritanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Tempe ratur vor den Windformen durch Zusatz -von Wasser zum Wind herabdrückt. .3. Verfahren nach Patentanspruch, =da durch gekennzeichnet, dass -man die Tempe- Tatur :durch Regelung -:des Sauerstoffgehalts im Blaewind einstellt.
CH254589D 1947-01-21 1947-01-21 Verfahren zur Überführung von Roheisen in Stahl. CH254589A (de)

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CH254589D CH254589A (de) 1947-01-21 1947-01-21 Verfahren zur Überführung von Roheisen in Stahl.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE963607C (de) * 1951-08-12 1957-05-09 Hoerder Huettenunion Ag Verfahren zum Herstellen stickstoffarmer Staehle im Konverter

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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