Ausschwingmaschine. Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Ausschwingmaschine, welche eine Aus schwingtrommel aufweist, deren Mantelflä che mit nach aussen vorstehenden, im Sinne der Drehrichtung der Ausschwingtrommel nach hinten sich erhöhenden und hinten offenen Ausbuchtungen besetzt ist.
Diese Ausbildung der Ausbuchtungen be wirkt, da.ss bei der Rotation der Ausschwing- trommel in ihnen eine Saugwirkung erzeugt wird, so dass nicht nur die aus dem auszu schwingenden Material, z. B. Textilwaren, stammende Flüssigkeit nach aussen abge- schleudert, sondern ausserdem Luft aus dem Innern der Ausschwingtrommel durch das auszuschwingende Material hindurch abge saugt wird. Die Wirkung der Ausschwing- maschine wird dadurch erhöht.
Zur Erhöhung der Saugwirkung werden die Ausbuchtungen mit Vorteil so ausgebil det, dä.ss sie nach vorn, im Sinne der Dreh richtung der Ausschwingtrommel, in eine Spitze auslaufen, nach hinten also breiter werden.
Um eine Stauung der Luft im Zwischen raum zwischen der Ausschwingtrommel und dem äussern Mantel zu vermeiden, können am obern Teil des äussern Mantels mindestens auf einem Teil seines Umfanges.. Schlitze vor gesehen werden, -welche, um ein Hindurch- schleudern von Flüssigkeit zu vermeiden, jalous.ieartig ausgebildet sein können.
Mit Vorteil kann die Aussehwingmaschine auch so ausgebildet werden, dass die Luft im Innern der während des Betriebes durch einen Deckel abgeschlossenen Ausschwing- maschine in einem geschlossenen Kreislauf zirkuliert.
Dabei kann die Wirkung noch er höht werden, indem die durch die Mantel fläche der Ausschwingtrommel austretende, mit Feuchtigkeit gesättigte Luft gekühlt und dadurch entfeuchtet wird, und diese entfeuch tete Luft vor ihrer Rückleitung ins Innere der Aussohwing trommel zur Erhöhung ihrer Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit erwärmt wird.
In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegen standes schematisch dargestellt. Es zeigen: Fig.l einen Aufriss der ersten Ausfüh rungsform der Ausschwingmaschine, teil weise im Schnitt, Fig. 2 einen Grundriss dieser Aussehwing- maschine, teilweise im Schnitt, und Fig. 3 einen Aufriss der zweiten Ausfüh rungsform der Ausschwingmaschine,
teil weise im Schnitt.
Bei der Ausführungsform der Aus schwingmaschine gemäss Fig. 1 und 2 ist mit 1 der Maschinenfuss, mit 2 der auf diesem fest gelagerte äussere Mantel, mit 3 die rotierende Ausschwingtrommel, mit 4 der den äussern Mantel 2, nach oben abschliessende, aufklapp bare Deckel und mit 5 der Ablaufstutzen für die Flüssigkeit bezeichnet.
Die Antriebs organe für die rotierende Ausschwingtrom- mel 3, nämlich eine im. untersten Teil des äussern Mantels 2 angeordnete Schaufelung für DruckwäSAer oder ein im, Maschinenfug 1 gelagerter Elektromotor, sind in der Zeich nung nicht dargestellt.
Die Mantelfläche der rotierenden Aus- schwingtrommel 3 ist nicht wie bei- bekann ten Aussschwingmaschinen perforiert, sondern weist nach aussen vorstehende, im Sinne der Drehrichtung der Aussehwing-trommel 3 vorn in eine Spitze auslaufende, nach hinten sich verbreiternde und erhöhende und hinten offene Ausbuchtungen 6 auf.
Die Öffnungen dieser Ausbuchtungen 6 liegen somit nicht in der Mantelfläche der Ausschwingtrommel 3 wie bei den erwähnten bekannten Aüs- schwingtrommeln, sondern stehen mindestens angenähert senkrecht zu dieser.
Um zu vermeiden, dass die Luft im Zwi- schenraum zwischen der Ausschwingtrommel 3 und dem äussern Mantel 2 gestaut wurde und dadurch die Wirkung der Ausschwing- maschine beeinträchtigt werde, sind am obern Teil des äussern Mantels 2 Schlitze 7 vorge sehen, durch welche die Luft aus diesem Zwischenraum nach aussen entweichen kann.
Diese Schlitzung (Fig. 2) ist jalousieartig ausgebildet. Die Schlitzöffnungen liegen da bei nicht in der Mantelfläche des äussern Mantels 2, sondern stehen mindestens angenä hert senkrecht zu dieser.
Die von der Aus- schwingtrommel 3. abgeschleuderte, aus .dem auszuschwingenden Material stammende Flüssigkeit wird dabei nicht durch die Schlitzöffnungen hindurchgeschleudert, son dern wird von den diese Schlitzöffnungen überdeckenden Leisten 8 aufgefangen und fliesst diesen entlang in den untern Teil des äussern Mantels 2 ab.
Der äussere Mantel 2 muss nicht unbedingt auf seinem ganzen Um fange mit Schlitzen 7 versehen.sein, sondern es genügt vollständig, wenn er auf einem Teil seines Umfanges solche .Schlitze 7 auf weist.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausfüh rungsform der Aussehwingmaschine ist mit 9 der Maschinenfuss, mit 10 der auf diesem fest angeordnete, keine .Schlitze aufweisende äussere Mantel und mit 11 der diesen nach oben abschliessende, aufklappbare Deckel be- zeichnet.
Die Mantelfläche der rotierenden Ausschwingtrommel 12, deren Antriebsmit tel in der Zeichnung nicht dargestellt sind, ist mit nach aussen vorstehenden Ausbuch tungen 13, welche im Sinne der Drehrich tung der Ausschwingtrommel 12 vorn in eine Spitze auslaufen, nach hinten sich verbrei tern und erhöhen und hinten offen sind, be setzt wie beim vorbeschriebenen Ausfüh rungsbeispiel.
Im obern Teil des Zwischenraumes zwi schen der Ausschwingtrommel 12 und dem äussern Mantel 10 ist auf Trägern 14 und 15, welche auf dem Umfange verteilt angeordnet sind, ein Zwischenmantel 16 am äussern Man tel 10 gelagert, dessen oberster, oberhalb der Träger 15 liegender Teil nach innen geneigt ist und bis hart an den obern Rand der Aus schwingtrommel 12. heranreicht, ohne jedoch diese zu berühren:
In dieser Weise wird im Zwischenraum zwischen der Ausschwing- trommel 12 und dem äussern Mantel 10 ein ringförmiger, nach unten und oben offener Raum 17 gebildet.
Unterhalb dieses Raumes 17 ist am äussern Mantel 10 auf Trägern 18 ein Kühlaggregat in Form eines an eine Frischwasserleitung angeschlossenen und von Frischwasser durchflossenen flachen Rohres 19 gelagert.
Im obersten, infolge der Einbie- gung des Zwischenmantels 16 erweiterten Teil dieses Raumes 17 ist ein Heizaggregat angeordnet, welches aus zwei an eine Heiss wasser- oder Dampfleitung angeschlossenen und von Heisswasser oder Dampf durchflos senen Rohren 20 und 21 besteht.
Die An- schlüsse des Rohres 19 sowie der Rohre 20 und 21 sind in. der Zeichnung nicht darge stellt; sie werden den örtlichen Verhältnissen angepässt angeordnet und ausgebildet. Zwi schen: dem obern Rand der Ausschwingtrom- mel 12# und dem nach einwärts gebogenen obern Rand des äussern Mantels 10 ist ein ringförmiger Spalt 22 gewahrt.
Das Heizaggregat könnte auch aus einem oder mehreren elektrischen Heizkörpern be stehen, und es könnte auch an anderer Stelle im Raume 17 angeordnet sein. Während des Betriebes dieser Aus schwingmaschine ist der Deckel 11 geschlos sen. Bei der Rotation der Ausschwingtrom- mel 12 wird nicht nur aus dem auszuschwin genden Material stammende Flüssigkeit nach aussen abgeschleudert, sondern infolge der.
Saugwirkung der Ausbuchtungen 13 wird auch Luft aus dem Innern der Ausschwing- trommel 12 durch das auszuschwingende Material hindurch in den Zwischenraum zwi schen der Ausschwingtrommel 12 und dem äussern Mantel 10 gesaugt. Diese mit Flüs sigkeit gesättigte, in den genannten Zwi schenraum geförderte Luft kann nur durch den Raum 17 entweichen. Beim Eintritt. in diesen Raum 17 wird diese Luft am Rohr 19 gekühlt, so dass ein erheblicher Teil ihres Flüssigkeitsgehaltes tropfbar ausfällt und in den untern Teil des äussern Mantels 10 ab fliesst.
Die solchermassen entfeuchtete Luft wird nun im Raum 17 durch die von Heiss wasser oder Dampf durchflossenen Rohre 20 und 21 erwärmt und erhält dadurch eine er höhte Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit. In diesem Zustande wird die Luft durch den Spalt 22 in das Innere der Ausschwingtrom- mel 12 eingeleitet, um von da aus wieder den gleichen Weg zu durchlaufen.
Diese Ausführungsform der Ausschwing 9 maschine eignet :sich insbesondere auch für Fälle, in welchen die aus dem auszuschwin genden Material entfernte Flüssigkeit zu rückgewonnen werden muss.