CH254842A - Einrichtung an hydraulischen Prüfmaschinen zum Einstellen eines der Prüflast überlagerten, durch exzentrische Belastung des Probekörpers erzeugten Momentes. - Google Patents

Einrichtung an hydraulischen Prüfmaschinen zum Einstellen eines der Prüflast überlagerten, durch exzentrische Belastung des Probekörpers erzeugten Momentes.

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CH254842A
CH254842A CH254842DA CH254842A CH 254842 A CH254842 A CH 254842A CH 254842D A CH254842D A CH 254842DA CH 254842 A CH254842 A CH 254842A
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Co Alfred J Amsler
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Amsler Alfred J & Co
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N3/00Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress
    • G01N3/08Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress by applying steady tensile or compressive forces
    • G01N3/10Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress by applying steady tensile or compressive forces generated by pneumatic or hydraulic pressure

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Description


  



   Einrichtung an hydraulischen   Prüfmaschinen    zum Einstellen eines der Prüflast überlagerten, durch exzentrische Belastung des Probekorpers erzeugten Momentes.



   In der Materialprüfung ist man   n seit eini-    ger Zeit dazu   übergegangen, Grossraumprüf-    maschinen zu verwenden, welche gestatten,   ganze Konstruktionen, wie z.    B. Fachwerke,   Schweisskonstruktionen,    Flugzeugrümpfe oder sogenannte Schalenteile der letzteren, sehr   @      Prüflasten    (1000 bis   3000    Tonnen) zu unterwerfen und die dabei auftretenden   lIaterialspannungen zu messen    und deren   Verteilung am. Prüfling    zu bestimmen.

   In den bisher bekannten Maschinen weicht die   schwächste    Stelle des Probekörpers beim   Errcichen    einer kritischen Belastungsgrosse   aus, so dass    dann die Belastungsverhältnisse    isn Probekorper unübersichtlich werden, da.    die Einspannteile der Deformation des Probe  kurpers zu folgen versuchen.    Der Versuch   acul3    dann meistens abgebrochen werden oder liefert nicht die gew nschten Ergebnisse.



   Es wurden deshalb besonders von Forschungsinstituten Pr fmaschinen gefordert, die es ermöglichen, die Prüflinge in ihrer    riber den ganzen Querschnitt    gleichmϯig zu deformieren. Dies soll auch noch der Fall sein, nachdem der   Prüfling    bereits teilweise zusammengebrochen ist und sich somit die Verteilung der Last gegen  ber der Maschinenachse verschoben hat.



  Zweck dieser Versuche ist, den Anteil der    verschiedenen Bauelemente an der Tragfähig- k"ft @it der Konstruktion richtig zu erfassen.   



     Diesem Prüfverfahren bedingt, dass    die   Aufspannflächen    der   Einspannteile ihre Lage    in bezug auf ihre Bewegungsrichtung während des   ganzen Verformungsweges genau bei-    behalten, auch wenn eine Verlagerung der Prüflast gegenüber der   Maschinenachse    erfolgt.



   Um die Anforderungen, die an solche Prüfmaschinen gestellt werden, zu dokumentieren, sei beispielsweise erwähnt, daB Pressen für Druck-und Knickversuche angefordert wurden, deren quadratische Druckplatten von 2000   X 2000    mm Seitenlänge bzw. deren Druckflächen untersteigender Last (0 bis 2000   t)    ihre relative ParallelitÏt. um nicht mehr als         0,    1 mm (an der Peripherie der Druckplatte gemessen) ändern dürften ; dies, wie bereits oben erwähnt, auch dann, wenn die Hauptachse der   Prüflast    sich gegenüber der   Maschinenachse    wesentlich verschieben sollte.



   In der Folge soll eine Druckprüfmaschine üblicher Bauart sowie die Auswirkung einer   desäxierten Prüflast auf    die Messergebnisse und die Gewährleistung der Parallelität der Druckplatten besprochen werden.



   Pressen bisheriger Konstruktion f r Druckund   Knickversuche sind folgendermassen    aufgebaut : Der Pressraum besteht aus einem untern Querhaupt, meistens als Sockel der Maschine dienend, mit eingebautem Zylinder und Druckkolben. Links und rechts von letzterem stecken je eine vertikale SÏule im Sokke]. Am obern Ende sind die Säulen durch ein in der   Hoche    verstellbares Querhaupt, welches die obere Deckplatte trägt, verbunden. Die untere Druckplatte sitzt auf dem Druckkolben. Dieser ist im Zylinder eingeschliffen, derart, da¯ durch das Druckol ein feiner   Olfilm    zwischen Kolben und Zylinderwand gebildet wird, der eine gegenseitige, metallische Berührung und damit auch eine merkliche Reibung des sich bewegenden Kolben, verhindert.

   Dadurch ist es möglich, den unter dem Kolben herrschenden Öldruck direkt als Mass für die durch die Presse erzeugte Belastung zu verwenden. Der Bela  stungsmesser    ist somit ein   Druokmessappa'rat    bekannter Art, wie Bourdonmanometer, Pen  delmanometer    wsw. Das einwandfreie Funk  tionieren    dieser MeBanordnung ist an bestimmte Bedingungen gekn pft. Es d rfen am Kolben keine direkten Querkräfte angreifen. Die in Achsrichtung des Kolbens wirkende Prüflast darf nicht gegenüber der Achse desselben versetzt sein, da sonst am Kolben ein Kippmoment entsteht, welches ebenfalls Querkräfte hervorruft. Diese quetschen den Ölfilm zwischen Zylinderwand und Kolben weg.

   Der letztere wird also durch metallische Reibung an seiner Bewegung behindert, wodurch, entsprechend der   Grole    der Querkräfte, ganz beträchtliche Fehler in der Bestimmung der   Prüflast    entstehen.



   Eine solche Presse könnte die erwähnten Versuchsbedingungen also schon aus   meB-    technischen Gründen nicht erf llen. Was die Gewährleistung der Parallelität der beiden Druckplatten anbelangt, so ist zu sagen, dass die   Desaxierung    der Prüflast in den beiden Säulen des Presserahmens verschieden hohe Beanspruchungen und damit verschieden groBe Dehnungen hervorruft. Dies hat zur Folge, daB die Druckplatten, die am Kolben bzw. am obern Querhaupt starr befestigt sind, ihre relative Parallelität nicht beibehalten können. Die Presse erfüllt also auch die versuchstechnischen Anforderungen nicht.



  Sie wäre deshalb auch dann nicht   verwend-    bar, wenn die meBtechnischen Mängel durch irgendwelche Vorkehrungen (z.   B.    anderes   Messprinzip)    behoben werden könnten.



   Sollen mit solchen Maschinen auch   Kick--    versuche durchgeführt werden, so handelt es sich um die   Enickfälle    2 bis 4 nach Euler.



  Zu diesem Zwecke müssen die Einspannteile folgende Bewegungsmöglichkeiten besitzen :
Fall Euler : Erforderliche Bewegungsmöglichkeit des Einspannteils.



  2. Beide Einspannteile allseitig neigbar   (Spitzenlagerung).   



  3. Ein Einspannteil starr   gefiihrt,    der andere   Spitzenlagerung.   



     4.    Beide Einspannteile starr geführt.



   Als Variante für den Fall   2    kann die sogenannte Schneidenlagerung der beiden Einspannteile verwendet werden, das heiBt jeder der letzteren soll sich um eine ihnen   zugeord-    nete Achse neigen können, die horizontal und parallel zu derjenigen des andern   Einspann-    teils liegt, damit ein Ausknicken des Probekörpers in einer zu diesen Achsen senkrecht liegenden Richtung erzwungen wird.



   In der Folge sollen   bekannte Enickvor-    richtungen und deren Nachteile besprochen werden.



     Forric7stng    f r Knickversuche, Fall 2, nach Euler Die einfachste Ausführung besteht in Einspannteilen (Druckplatten), deren eine Fläche plan ist und sich am   m Probekor-    per anlegt, während die andere Fläche einen Kugelabschnitt bildet und mit diesem in einer entsprechenden im   Maschinenkolben    bzw. im Maschinengestell gelagert ist.



   Die   Eugelfläehen    werden fein geschliffen und vor dem Versuch jeweils eingefettet, um die der   Neigbewegung    der Druckplatten entgegenwirkende Reibung möglichst klein zu halten.



   Bei groBen   Prüflasten,    wie sie hier zur Diskussion stehen, wird die spezifische Pressung auf die   Kugelplatten    derart   grogs,    dass    B    das Fett teilweise oder   ganz weggequetscht    wird. Die   Reibung zwischen Eugelabschnit-    ten und Pfannen wird unkontrollierbar. Sie wirkt der   Ausknickung des Probekorpers      entgegen, dag heisst    die dem letzteren   zuge-    ordnete   Knicklast tritt    bei Verwendung solcher Einrichtungen als zu hoch in   Erschei-    nung.



   Eine Verbesserung der eben beschriebenen   Ausführungsform    besteht darin, daB man   svährend    des Versuches ein   Olpolster    zwischen   Eugelplatte    und Pfanne einpresst. Dabei muss der Pressdruck stetig verändert, das   heisst der steigenden Prüflast angepasst    werden.   derart, daB die Sugelplatte    auf einem   ilpolster schwimmt    oder daB zum   mindesten    die metallische Beriihrung zwischen   Sugel-    platte und Pfanne mögliclrst aufgehoben wird. Dadurch wird die Reibung zwischen den beiden Teilen tark herabgemindert.



  Diese Einrichtung ist sehr kompliziert, denn   : : ie bedinbt    eine spezielle Hochdruckpumpe,    einen Druckmesser für das Olpolster zwi-      schen    Druckplatte und Pfanne sowie eine    Auffangseinriohtung für das entweichende      )    Im weiteren muss der Druck während des Versuches genau überwacht und ständig einreguliert. werden, wodurch die Bedienung der   31 asehine Lompliziert    und unübersichtlich wird.



   Der Vollständigkeit halber sei noch die Lagerung der Einspannteile mittels Schneiden beschrieben. Auf einer Schneide, wie sie vom   Waagenbau    her bekannt ist, liegt eine   Doppelpfanne,    das heiBt eine biegefeste Stahlplatte, die auf der der   Schneide gegen-      ilberliegenden Seite    eine zweite, jedoch rechtwinklig zu dieser verlaufende Rinne besitzt.



  In dieser st tzt sich mittels einer zweiten Schneide der eigentliche Einspannteil, das hei¯t die Druckplatte,   ab.    Es handelt sich hier   also um eine kardanisehe Abstützung    der letzteren. Dies ist das bisher   einwand-    freieste Abstützungssystem, hat jedoch den grossen   Nachteil, da. ss infolge der a. n den    Schneiden auftretenden hohen spezifischen Beanspruchung die Dimensionen schon für relativ niedere Lasten sehr gro¯ werden, so dass es für   aussergewöhnlich grosse Belastun-    gen gen  berhaupt nicht in Frage kommt. Auch macht sich beim Versuch die   Labilität    der Einrichtung unangenehm bemerkbar.



     Fiir    die Variante zu   I nic7ofall 2,    das heisst für den Fall, wo die Einspannteile sich um nur eine Achse neigen sollen, wird bei den bis jetzt bekannten Ausführungen die Abstützung der Einspannteile   anstattmit'Kugel-    platten bzw. kreuzweise angeordneten Schneiden eine solche mit einem horizontal in einer Wanne liegenden, zylindrischen Körper bzw. mit nur einer Schneide vorgenommen. Die Verwendung eines   Oldruckpolsters    in der zylindrischen Wanne ist nicht möglich, oder dann höchstens für eine teilweise Aufhebung des metallischen Berührungsdruckes zwischen Zylinder und Wanne. Im übrigen sind die Einrichtungen mit den gleichen Mängeln behaftet wie die vorher beschriebenen.



   F r Knickfall 3 wird nur ein   Einspann-    teil mit einer der eben beschriebenen   Abstüt-    zung ausgerüstet, wahrend der andere Einspannteil mit dem Maschinengestell starr verbunden ist.   



   TiTMM & yaM(starrgeführteEinspann-    teile).



   Die Ausführung und deren Nachteile sind auf Seite 2 al. 18 beschrieben.



   Die bis jetzt   bekannten gnickvorrichtun-    gen besitzen nicht nur messtechnische Mängel. Trotzdem sie im allgemeinen sehr knapp dimensioniert werden, handelt es sich um gro¯e, schwere Maschinenteile, die je nach   Versuchsart ausgewechselt,    das hei¯t in die 3Iaschine   ein-und    ausgebaut werden m ssen, was zeitraubende, unangenehme Arbeit für den Operateur bedeutet. Die Bauhöhe der Vorrichtungen   verxnindert    die zur Verfügung stehende   Prüfraumhöhe    der Machine ganz wesentlich.



   Vorliegende Erfindung, die eine Einrich  iung    an hydraulischen Priifmaschinen zum Einstellen eines der Priiflast  berlagerten. durch exzentrische Belastung des   Probekör-    pers   erzeugten Momentes    betrifft, ermöglicht es, Einspannteilen von   Materialprüfmaschi-    nen während des Prüfvorganges bestimmte Lagen in bezug auf ihre Bewegungsrichtung, oder bestimmte gegenseitige Lagen oder aber bestimmte   Neigungsfreiheiten    zu ermöglichen bzw. zu unterdrücken, je nachdem dies durch die beschriebenen Versuche verlangt wird.

   Die erwähnten Nachteile der bis jetzt bekannten Prüfeinrichtungen können beseitigt werden, das hei¯t es können alle Bedingungen erfüllt werden, um die beschriebenen Versuche sowohl von   versuchstechnischen    als auch von messtechnischen Gesichtspunkten aus einwandfrei und mühelos durchzuführen.



   Die Erfindung besteht darin, dass mindestens der eine Einspannteil quer zu seiner Bewegungsrichtung geführt ist und   sieh    vermittels Stelzen, welche sich praktisch reibungslos neigen können, auf mindestens drei Druckkolben abstützt, und dass selbsttätige Steuereinrichtungen vorgesehen sind, welche den DruckmittelzufluB nach den Kolben steuern.



   Die Druckkolben wirken mit den   prak-    tisch reibungslos neigenden Stelzen auf den Einspannteil ein. Der Angriffspunkt der   Prüflast,    auch wenn er ausserhalb der Ma  schinenachse    liegt, befindet sich immer innerhalb der Angriffspunkte der Stelzen auf den Einspannteil, so dass zur Erzeugung der   Prüflast    die Druckkolben unter sich eventuell verschieden groBe, jedoch nur reine    Druckkräfte aufbringen müssen. Kipp-    momente bzw.   Querdrucke    auf den Kolben und die daraus resultierenden   Kolbenreibun-    gen, wie sie bei desaxierten Prüflasten bei Pressen üblicher Konstruktion auftreten, können dadurch vermieden werden.



   Es ist weiterhin möglich,   Knickversuche    einwandfrei mit Schneiden bzw. Spitzenlagerung durchzuführen, bei denen die Druckplatte in einer bzw. nach jeder Richtung vollständige   Neigungsfreiheit besitzt,    wobei eine Sicherheitsvorrichtung ein allzu starkes Neigen der Druckplatte verhindert.



   Die Erfindung ermöglicht im weiteren, Versuche mit kombinierten Prüflasten (z. B.



  Druck und Biegung) durchzuführen und die   Belastungsgrössen einwandfrei    zu bestimmen.



   Auf der beiliegenden Zeichnung sind    Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen-    stande3 dargestellt.



   Fig.   1    zeigt schematisch eine   Druckprüf-      machine    mit einer Ausführungsform zum Einstellen der Aufspannebene des untern Einspannteils.



   Fig. 2 ist ein schematischer Grundriss der starr geführten Druckplatte mit den Druckkolben und den zur besseren Ubersicht in die    Horizontalebene umgeklappten Steuereinrich-    tungen.



   Fig. 3 ist ein schematischer   Grundliss    der gleichen Druckplatte, jedoch für Schneidenlagerung.



   Fig. 4 ist ein schematisoher Grundriss der gleichen Druckplatte, jedoch in   Spitzenlage-    rung.



   Fig. 5 zeigt schematisch eine Presse mit einem weiteren Beispiel mit   Steuereinrich-    tungen mit elektrischen Kontakten, bei welcher der eine Einspannteil als Bezugsbasis für die Steuerung des andern Einspannteils benützt wird.



   Fig. 6, 7 und 8 zeigen   beispielsweise Ver-    suche, welche mit nach Vorschrift   gesteuer-    ten Druckplatten erzielt werden können.



   Fig. 9 und 10 sind zwei um   90  zueinan-    der versetzte senkrechte Schnitte durch eine Ausführungsform einer Stelze für die Verbindung der Druckkolben mit der Druckplatte.



   Fig. 11 ist ein senkrechter Schnitt einer andern Ausfiihrungsform einer solchen Stelze, und
Fig. 12 und   13    zeigen einen senkrechten und waagrechten Schnitt einer F hrung für die Druckplatte.



   Die in Fig.   l      dargestellte Druckprüf-    maschine entspricht im allgemeinen der üblichen Konstruktion schwerer   Prüfmaschinen.   



  Im   Zylinderblock l sind fünf Kolben ange-    ordnet, wie dies in dem GrundriB gemäss Fig.   2    gezeigt ist, und zwar der zentrale Kolben 2, der gleichachsig mit der Hauptachse der Maschine angeordnet ist, und die Druckkolben 3, 4, 5, 6, die um diesen herum gruppiert sind, so   da°    in jede Ecke   der un-    tern, einen Einspannteil für den   Probekorper    33 darstellenden Druckplatte 7 ein Druckkolben zu stehen kommt,   während der olbex3 2    zur Steuerung der Druckkolben 3 bis 6 dient.



  Die Druckplatte stützt sich mit Hilfe von Stelzen 8, welche sich praktisch reibungslos neigen k¯nnen, auf die oben erwähnten vier Druekkolben ab. Die Druckplatte   7    ist quer zu ihrer   Bewegmngsrichtung    mittels Rädern   '.) an    den zwei Gewindesäulen 10 und 11 gef hrt, und es kann zur Veränderung der Pr fraumh¯he mit dem Querhaupt   12    auf .   hxw. abwärts gefahren    werden. Der   Einfach-    heit halber ist in der Fig.   1    die obere Druck  platte 13 mit dem Querhaupt 12    starr ver  I) nnden gezeichnet.    Je nach den Versuchsbedingungen kann sie aber auch genau gleich   abgestützt werden wie    die untere Druckplatte 7.

   Soll wÏhrend ihrer   Aufwärtsbewe-      gong    die Lage der   Aufspannebene    der Druckplatte 7 in   bezug auf ihre Bewegungsrich-      tun,,    beibehalten werden, so muss jedem der Druckkolben 3, 4, 5 und 6 eine ganz bestimmte Steiggeschwindigkeit aufgedrückt werden, gleichgültig, wie gross die auf jeden Kolben   entfallende Last    ist. Es ist daher erl'orderlich, die Ölzufuhr für jeden Kolben zu regeln und eine   Bezugsbasis für    die Steuerelemente zu sehaffen. Dies wird dadurch erreicht, dass mit dem zentralen Kolben   2    eine Bezugsplatte 14 starr verbunden ist. deren Ebene immer senkrecht zur Bewegungsrichtung dieses Kolbens liegt.



     Jede Eeke    der viereckigen. Druckplatte 7 ist mittels Kniehebeln 15 mit der Bezugsplatte 14 verbunden. Jeder Kniehebel 15 überträgt mittels eines Gestänges 31 in star  ker    Vergrösserung die Relativbewegung der   Aufspannebene    der Druckplatte   7    zur Be  zugsplatte 14 auf    einen zugehörigen Steuer  schieber 16. Jedes Gestänge    31 weist eine   lIutter    31'mit   rechts-und linksgängigem    Gewinde auf, so da. durch Drehen dieser Mutter die Länge des Gestänges verändert werden kann. Die Teile 15, 31 bilden   rneeha-    nische Mittel mit Rückführung zur   Betäti-    gung der Steuerschieber 16.



   Die Gehäuse der die Steuereinrichtungen bildenden   Steuersehieber    16 sind durch Rohre 17 mit den   Druckräumen    der Kolben 3, 5   @zw.    4. 6 verbunden, wÏhrend Rohre 18 die Verbindung der Steuerschieber mit einem luftgefederten   Druckolspeicher    19 und Rohre 20 diejenige von den Steuerschiebern 16 zum ÍlbehÏlter einer Pumpe 21 herstellen. Der zentrale Kolben 2 ist durch ein Rohr 22 mit dem Druckolspeicher 19 verbunden. In letzterem herrscht ein viel höherer Druck als unter den Kolben   2,      3,    5, 4 und 6. Mittels des   Regulierventils    23 kann dem Kolben 2 eine beliebige   Steiggeschwindigkeit    erteilt werden.

   Die den einzelnen Kolben zukommenden Flüssigkeitsdrücke, welche je nach der durch den   Probekorper    hervorgerufenen Lastverteilung auf der Pressplatte   verschie-    den sein k¯nnen, werden durch die Rohre   24,    25, 26 und 27 dem Stufenmesskolben einer Vorrichtung 28 zugeführt. Dieser addiert die einzelnen Drücke und übermittelt die Summe derselben einem Dynamometer der Vorrichtung, und zwar einer Neigungswaage 29. Das Entlastungsventil 30 leitet, nachdem das Ventil   23    geschlossen worden ist, die R ck  laufbewegung des    zentralen Kolbens 2 ein.



  Die den Kolben 3, 4 zugeordneten ZylinderrÏume sind durch die Leitung 34 und die den Kolben 5, 6 zugeordneten   Zylinderräume    durch eine Leitung 35 miteinander verbindbar. Diese Leitungen sind durch   Reiberhähne    36, 37 abgesperrt, die miteinander durch eine Leitung 38 verbunden sind.



   Die Wirkungsweise der Steuerung der Prüfmaschine nach Fig.   1    ist folgende :
Sitzen der   ventrale    Kolben 2 und die vier Druckkolben 3, 4, 5 und 6 auf dem Grunde ihrer Zylinder auf, so verstellt man durch Drehen der Muttern 31'die Gestänge derart, dass die Schieberteile 32 die Gehäuse öffnung zu den Rohren 17 verschliessen. Es wird also kein Druck¯l durch die Rohre 17 unter die Kolben 3, 4, 5 und 6 fliessen k¯nnen, noch kann solches von den Zylindern durch die Rohre 20 nach dem Olbehälter der Pumpe 21 entweichen. Íffnet man das Ventil 23 von Hand, so steigt der Kolben 2 ; das Gestänge 31 und die Steuerschieber 16 bewegen sich nach au¯en, so da¯ die Verbindung der Rohre 17 und 18 hergestellt wird und die Kolben 3, 4, 5 und 6 steigen.

   Je schneller der Kolben 2 steigt, desto mehr Drucköl fliesst nach den Rohren 17 ; der   Durchfluss hört auf,    wenn der Kolben 2 auf die Geschwindigkeit Null zurückgeht. Wenn nur der eine oder andere der vier Kolben 3, 4, 5 und 6 zum Beispiel infolge einseitiger Beanspruchung des Probekörpers   33    vor-oder nacheilt, so treten die soeben beschriebenen   Steuervorgange auf.    Die Bewegungsrichtung und die Bewegungsgeschwindigkeit des Kolbens 2 mit der   Bezugsplatte    14 dient als Bezugsbasis, für die Steuerung der Druckkolben. Ist die auf der Druckplatte 7 aufliegende Probekörperfläche nicht senkrecht zur Längsachse desselben, so verstellt man die Gestänge 31 derart, dass die Druckplatte 7 die Neigung des betreffenden   Isolierkörper-    endes annimmt.

   Die Druckplatte   7 wird    dann   wahrend    des ganzen Versuches diese eingestellte Lage in bezug auf die Bewegungsrichtung beibehalten. Der beschriebene Steuervorgang entspricht der starren Lagerung der Druckplatte, also dem Fall 4 nach Euler.



   Schematisch ist die Anordnung der Rohre und der Steuerschieber in der Fig. 2 dargestellt. Zum besseren Verständnis wurden die Steuerschieber in die   Horizontalebene ge-    klappt gezeichnet. Jeder Kolben besitzt seine eigene   Druckzuleitung    ; die   Verbindungslei-    tungen 34, 35 und 38 zwischen den Zylindern der Druckkolben 3, 4, 5, 6 sind durch die Reiberhahnen 36 und 37 abgesperrt.



   Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform mit   Schneidenlagerung,    das hei¯t mit einer um die   Achse A-A    neigbaren Druckplatte. Um die   Schneidenlagerung    zu erreichen, sind die Reiberhahnen 36 und 37 so eingestellt, dass die Zylinder der Kolben 3 und 4 durch die Verbindungsleitung 34 sowie die Zylinder der Kolben 5 und 6 durch die Verbindungsleitung   315    kommunizierend verbunden sind.



  Die Kolben sind also paarweise in Funktion, und die vier Zylinder bilden zwei zur   Haschinenachs,    symmetrisch angeordnete Gruppen 3, 4 bzw. 5, 6, deren Verbindungsleitung 38 gesperrt ist. Die   Endgelenkpunkte    der Kniehebel   15    der Steuerschieber 16 liegen in der   Achse AA. Je ein Steuerschie-    ber 16 ist je einer Zylindergruppe 3 und 4 bzw. 5 und 6 zugeordnet. Dadurch kann die Druckplatte 7 um die Achse A-A ohne Behinderung eine Neigung ausführen, da ja in diesem Fall die Kniehebel 15 nicht beeinflusst werden und die Zylinder 3 und 4 bzw.        und 6 gegenseitig in Verbindung stehen.



  Es ist also eine Neigung um die Artikula  tionspunkte    der Gestänge 15 möglich. Eine Neigung des Einspannteils um eine in irgendeiner andern Richtung liegende Achse würde eine Neigung der letzten, damit aber auch   einerVerstellung derSteuerschielber16    rufen, die ihrerseits die   Olzufuhr    zu den Zylindergruppen 3 und 4 bzw. 5 und 6 entsprechend beeinflussen und damit die   Kippachse wie-    der in die ursprüngliche Lage der Achse   4-J. zurückbringen würden.    Ein Neigen der Druckplatte um eine andere Achse ist deshalb nicht möglich.



   Der Übersichtlichkeit wegen sind die Elektromagnete 82, 83 sowie die Kontakte 84 und 85   weggelassen. Steuerschieber, Elek-    tromagnete und Kontakte sorgen dafür, dass die Druckplatte sich im Verlauf des Versuches nicht allzu stark neigen kann, ein Vorgang, der am   SchluB    der Beschreibung der Versuchsanordnung nach Fig. 4 erklärt ist.



   In Fig. 4 ist die   Spitzenlagerung    dargestellt, bei welcher der Druckplatte 7 vollständige Neigungsfreiheit in bezug auf die Bewegungsrichtung gewährt ist, also Knickfall 2 bzw. Fall 3 nach Euler. Die Reiberhahnen 36 und 37 sind so eingestellt, dass die kommunizierende Verbindung sämtlicher Zylinder unter sich hergestellt ist, so dass die Druckkolben jeder Neigung der Druckplatte folgen können, ohne daB die Druckverhältnisse unter den einzelnen Kolben sich gegen  seitig    ändern. Der Probekorper kann daher nach jeder Richtung frei ausknicken.

   Die vier Steuerschieber 16 beeinflussen in dieser Anordnung nicht die Neigung der   Aufspann-    ebene der Druckplatte 7, wohl aber deren   Bewegungsgrösse.    MaBgebend für die letztere ist die Summe der Íffnungsquerschnitte der nel   n'rschieber    16, welche die. Durchflussmenge von den Rohren 18 nach den Rohren 1 beeinflussen. Die Bewegungsgr¯¯e der    Druckplatte 7 wird durch, diejenige des Kol- bens 2 bestimmt.   



   Bei   Enickversuchen    nach Fig.   3    und 4 mu¯ vermieden werden, dass der   Neigungs-    winkel der Druckplatte 7 zu gross wird, das hei¯t, da¯ das Probest ck nicht zu stark ausknicken kann. Zu diesem Zwecke sind die Reiberhahnen 36 und 37 mit einer R ckzugfeder 81 verbunden und durch eine Halterast mittels eines   federbepinflussten Kernes 82      eine-.    Elektromagneten 83 in ihren Stellungen blockiert.

   An der Bezugsplatte 14 sind Win  kci mit Einstellschrauben    84 befestigt, die mit an der   Druckplatte    7 befestigten   Non-      takten 85 zusammenwirken.    Bei Erreichung des   Neigungsmaximums    der Druckplatte 7 wird einer der   Kontakte 85 geschlossen, wo-      dnreh    die   Magnete    83 ihre Kerne 82   anzie-    hen, so dass die   Halterast    ausgel¯st wird und   sieh die Hahnen    durch die Wirkung der Federn antomatisch in ihre Ausgangsstellung zurückdrehen und den   01flux    in den Verbin  dungsleitungen    34,   35    und 38 der Druckkolben unterbrechen.

   Somit erfolgt die Druckolzufuhr für jeden der Druckkolben gesondert durch das ihm zugeordnete Steuerorgan   16,    Die infolge der Neigung der Druckplatte zu  rückgebliebenen Eolben    werden also einen   starken Ölzufluss erhalten, während    die vor  geeilten nicht    nur keinen   ZufluB    erhalten, sondern   il    an   das Olreservoir abgeben.    Es wird also nicht nur das   Weiterneigen    der Platte gestoppt, sondern letztere wird augen  blicklich    in ihre Ursprungslage zurückgebracht.



   Fig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel, mit dem eine gleichbleibende relative Lage der Druckplatten 7 und 13 während des ganzen Versuches erzwungen wird, ganz gleichgül  tig, ob sich    die   Prüf last gleichmässig    auf die vier Druckkolben 3, 4,   5    und 6 verteilt oder nicht, oder ob das   Masehinengestell elastische    Verformungen und damit die Druckplatte 13 Lageränderungen erleidet, Die Druckplatte 13 3 ist fest mit dem Querhaupt   12    des Ma  schinengestelles    verbunden und dient als Be  zugsbasis für    die Steuerung, die hier mit elektrischen Kontakten arbeitet und eine durch Pumpen betriebene   Druckerzeugungs-    anlage steuert.

   Die vier   Eontrollschrauben    40, 41, 42 und   43    sind in   Gewindemuttern    in der Druckplatte 13 gelagert und werden, der gew nschten Versuchs   Versuchsgeschwindigkeit    entsprechend, durch den Elektromotor 44  ber    einen Drehzahlvaliator synchron gegeniiber    der Druckplatte 13 verschoben. Die Druckplatte 7 trägt an jeder Ecke einen Kontakt   45,    also vier im gesamten. Diese sind  ber eine Stromquelle mit den Elektromagneten   46,    47, 48 und 49 verbunden, welche die Saugventile der Pumpe 50, 51, 52 und 53 betätigen, so daB bei Stromschlu¯ die Pumpen fordern, bei Unterbruch jedoch die F¯rderung aussetzt. Bei der Ausführung nach Fig. 5 ist jedem der vier Druckkolben 3, 4, 5 und 6 eine Pumpe zugeordnet.

   Der Steuervorgan spielt sich so ab, da¯, nachdem die Druckplatten 7 und 13 sich satt an den Probekörper 54 angelegt haben, man die   Eontrollschrauben    40, 41, 42 und   43    an die Kontakte heranführt, die vier Stromkreise und somit die Forderung der Pumpen unter-, bricht. Schaltet man den Elektromotor 44 ein, so bewegen sich die vier Eontrollschrauben von ihren Kontakten weg, worauf diese die Stromzufuhr schliessen und die F¯rderung des Drucköls in die Zylinder der Druckkolben einsetzt. Unter fortwährendem Schliessen und Íffnen der Magnebströme folgt die   Druckplatte7derBewegung    der vier   Son-    trollschrauben und verharrt, gegen die   fest-    stehende Druckplatte 13 hin sich bewegend, wobei sie ihre bei Versuchsbeginn eingestellte Richtung beibehält.



   Weitere wichtige   Versuchsmoglichkeiten    werden dadurch erreicht, da¯ die Steuerschieber 16 bzw. die   Kontrollschrauben    40, 41, 42 und 43 während des Versuches nach be  stimmten    Vorschriften derart beeinflusst werden, dass die einen Druckkolben gegenüber den andern voreilen. Dadurch kann der Probekörper nicht nur Druck-, sondern auch  Druck-mit zusätzlichen   Biegespannungen    ausgesetzt werden. Solche Möglichkeiten sind in den Fig. 6, 7 und 8 dargestellt.

   Werden die Kräfte der einzelnen Druckkolben mit Manometern 55, 56, 57 und 58 (Fig.   1)    gemessen, so kann aus dem Produkt : Differenz der   Eolbenkräfte    mal Kolbenabstand a das Biegemoment bestimmt werden, während die Summe der   Kolbenkrafte    die Druckbelastung des   Probekorpers    angibt.



   In Fig. 6 ist die Erzeugung eines kon  stanten Biegemomentes    nach der Momentenkurve Mi dargestellt. Sowohl die untere als auch die obere Druckplatte 7 bzw. 13 sind nach Vorschrift synchron gesteuert, so dass die Druckkolben 60 den Druckkolben 61 um gleiche Beträge voreilen. Fig. 7 zeigt das entstehende Biegemoment eines einseitig nach   Momentenkurve      Ma    eingespannten Trägers.



  Die obere Druckplatte 13 besitzt   Spitzen-    lagerung, wÏhrend die untere Druckplatte 7 nach Vorschrift gesteuert wird. Die Druckkolben 60 der   Plat-te    7 eilen den Druckkolben 61 vor. In Fig. 8 ist ein wechselndes Biegemoment nach   Momentenkurve    Ms dargestellt.



  Die obere Druckplatte 13 ist starr gelagert. während die untere Druckplatte 7 nach Vorschrift gesteuer wird, so dass die Druckkolben 60 den Druckkolben 61 voreilen. Die bei den Versuchen nach Fig. 6, 7 und 8 auftretenden Querkräfte müssen durch das   Maschi-      nengestell    aufgenommen werden.



   Die Art der Steuerung der Einspannteile einer Prüfmaschine wird zweckmässigerweise nach der gewünschten Empfindlichkeit gewählt. Handelt es sich um   Prüfmaschinen,    mit welchen nur die üblichen Versuche auszuführen sind, so wÏhlt man einfachere Ausführungen, z. B. Steuerschieber oder Steuerkontakte. Grössere Genauigkeiten lassen sich beispielsweise dadurch   erreichenb dass durch    die vier Steuerschieber 16 anstatt Hochdruck-Niederdrucköl (von einer speziellen Pumpe geliefert) zu vier Servomotoren geleitet wird, welche ihrerseits vier   Hochdruck-    schieber beeinflussen, wobei der   Druckfluss    von den Rohren 18 zu den Rohren 17 geregelt wird.

   Die Genauigkeitssteigerung re  sultiert also daraus, dass    das Regelglied mit Niederdruck statt mit Hochdruck arbeitet.



   Auch   Kegel-oder Kugelventile können    an Stelle der Steuerschieber die Empfindlichkeit steigern. Noch grössere Empfindlichkeit kann beispielsweise mit der induktiven Abtastung der Druckplattenbewegung erreicht werden. An Stelle der   Steuersehieber      16    befinden sich dabei an den vier Ecken der Druckplatte 7 induktive Taster, wie sie in der Messtechnik bekannt sind. Sie beeinflussen über eine Messbrücke und einen R¯hrenverstärker den Strom von Elektromagneten, welche ihrerseits Hochdrucksteuerschieber bewegen. Dem Magnetfeld entgegen wirkt eine Feder auf den Steuerkolben, welcher mit grösster Genauigkeit den Druckplattenbewegungen folgt und in jedem Augenblick die richtige   Olmenge    dem Arbeitskolben zuf hrt. Diese Steuerung ist also rückführend, wie auch diejenige nach Fig. 1.

   Nicht rückführende Steuerungen rufen Pendelungen hervor.



   Fig. 9 und 10 zeigen schematisch eine leicht bewegliche, aus drei Teilen bestehende Stelze, welche den Druck des Kolbens 3 auf die Druckplatte 7 übertragen soll. Der Mit  telteil    62   der Stelze weist    an den Enden Zylinderflächen mit dem Durchmesser Di auf und stützt sich mittels   Druckkorpern    63 und 64, welche Zylinderflächen vom   Durch-      messier    D2 bilden, auf die ebenen Platten 65 und 66 des Kolbens 3 bzw. 4 bzw.   5    bzw. 6 und   des Einspannteils 7 ab.    Die einzelnen Teile sind durch geeignete Elemente, hier Führungsstifte 67, gegenseitig geführt. Die Achsen der Zylinder Di, D2 schneiden die Längsachse des Mittelteils in der Mitte und stehen rechtwinklig zueinander.

   Durch diese Anordnung ergibt sich ein rollendes, rei  bungsarmes, allseitiges Neigen    der Stelze.



  Die grosse Dimension der Durchmesser Di und Da setzt die spezifische   P'ressung    an den Zylinderflächen und ihren Abrollfläehen sowie den   Verstellwiderstand    der Stelze auf ein Mindestmass herab.



   In der Fig. 11 ist schematisch die Konstruktion einer leicht beweglichen und hy draulish entlasteten Stelze 68 dargestellt.



  Diese besitzt an ihren beiden Enden   Kugel-    zone n 69 und 70, welche in zylindrische Kammern 71 des Druckkolbens 3 und der Druckplatte 7 greifen. Am Äquator der   Ru-    gelabschnitte sind   Dichtungsstulpen    73 und 74 angebracht. Im   Ruhezustandstütztsich    die Druckplatte 7 mittels der Kugelkalotten   75 und 76 auf    den Druckkolben 3 ab. Die in den Enden der Stelzen befindliehen Ku  gelventile    77 werden somit durch die Stifte 78 abgehoben und die Kammern 71 durch die Bohrung 79 miteinander verbunden.



  Wird vom   Druckölspeicher    19 (Fig. 1), in welchem ein viel höherer Druck herrscht als unter dem Kolben   3,      01    mit genügend hohem Druck durch das Rohr 80 zugefiihrt, so entstehen vollständig   tragende Olpolster    zwischen der Stelze 68 und der Druckplatte   7    einerseits und dem Druckkolben 3 anderseits.



  Die Dicke des Ílpolsters wird begrenzt durch die   erwähnten Kugelventile    77, welche den   Olinhalt    der Kammern 71 automatisch konstant halten. Solche hydraulisch entlastete Stelzen können praktisch reibungsfreie Bewegungen ausführen.



   In der Praxis wird der maximale Nei  gungswinkel    des Einspannteils in den meisten Fällen   4     nicht überschreiten, so daB im allgemeinen die einfache Führung mittels RÏdern 9 nach Fig. l genügt.



   Eine Konstruktion für die seitliche F h rung des Einspannteils 7 bei   grosseren    Neigungswinkeln ist in Fig. 12 und 13 darge stellt. Die Druckplatte 7 besitzt in den vier
Ecken rechtwinklig zueinader angeordnete, zylindrisch gewölbte Druckstücke 90, deren   Xylinderaehse    die   Maschinenaehse    schneidet.



   Die Druckstücke   90 übertragen auftretende   
Querkräfte vermittels Drehscheiben 92 und
Axialkugellager 93 auf   zweirädrige    Wagen
94. deren Rollen 96 sich in Nuten der SÏu len 10 bzw. 11 praktisch reibungslos bewe gen. Die kugeligen Stifte 95 gleiten in zylin drischen Bohrungen der   Druckstiieke    90 und dienen als Mitnehmer f r die Wagen. Durch das   Abwälzvermögen    der Druckstücke 90 in Verbindung mit der   Drehmoglichkeit    der Drehscheiben 92 wird eine einwandfreie Querführung der Druckplatte 7 auch bei grö sseren Neigungen erreicht.



   Für die Beschreibung der Erfindung ist beispielsweise diejenige einer   Druckprüf-    machine gewÏhlt worden. Es k¯nnen jedoch Einspannteile von irgendwelchen Prüfmaschinen ebenfals mit solchen Steuereinrichtungen ausgerüstet werden.



   Ferner können zur Betätigung der Steuereinrichtungen   statt, mechanische auch elek-      trische, photoelektrische    oder pneumatische Mittel mit Rückführung vorgesehen sein.



   Bei allen Beispielen kann das der Prüflast  berlagerte Moment wÏhrend des Pr fungsverlaufes eingesbellt werden, wobei darunter auch eine Einstellung verstanden sein soll, derart, dass das Moment wÏhrend des Prüfvorganges Null ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Einrichtung an hydraulischen Prüfmaschinen zum Einstellen eines der Prüflast überlagerten, durch exzentrische Belastung des Probek¯rpers erzeugten Fomentes, dadurch gekennzeichnet, da¯ mindestens der eine Einspannteil quer zu seiner Bewegungs nchtung geführt ist und sich vermittels Stelzen, welche sich praktisch reibungslos neigen k¯nnen, auf mindestens drei Druckkolben abstützt und da. ¯ selbsttÏtige Steuereinrichtungen vorgesehen sind, welche den Druck mittelzufluB nach den Kolben steuern.
    UNTERANSPRTCHE : 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein gleichachsig mit der Hauptachse der machine angeordneter zentraler Kolben (2) vorgesehen ist und die Druckkolben (3, 4, 5, 6) um diesen gruppiert sind, wobei die Bewegungsrichtung und die Bewegungsgeschwindigkeit des zentralen Kolbens (2) als Bezugsbasis für die Steuerung der Druckkolben (3, 4, 5, 6) dient.
    2. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da¯ der eine Einspannteil (13), welcher infolge der Deformation des Maschinengestelles Lageveränderungen erleidet, als Bezugsbasis für die Steuerung des zweiten Einspannteils (7) dient, so dass dieser die bei Beginn des Versuches eingestellte Richtung während des Belastungsvorganges beibehÏlt.
    3. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Betätigung der Steuereinrichtungen (16) mechanische Mittel (15, 31) mit Rückführung vorgesehen sind.
    4. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Betätigung der Steuereinrichtungen elektrische Mittel mit Rückführung vorgesehen sind.
    5. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Betätigung der Steuereinrichtungen photoelektrische Iittel mit Rückführung vorgesehen sind.
    6. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Betätigung der Steuereinrichtungen pneumatische Mittel mit Rückführung vorgesehen sind.
    7. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erreichung einer Schneidenlagerung des Einspannteils die Zylinder der Druck kolben (3, 4, 5, 6) in zwei zur Maschinen- achse symmetrischen Gruppen (3, 4) bzw.
    (5, 6) angeordnet, die Zylinder jeder Gruppe unter sich durch Leitungen (34 und 35) kommunizierend verbunden und die Gestange (15) der Steuerschieber (16) in der durch die gedachte Schneide gelegten Vertikalebene am Einspanntei angreifen, wodurch erreicht wird, dass der letztere sich um die Verbin dungslinie der Artikulationspunkte der Steuergestänge frei neigen kann, da bei Neigung um diese Linie die Steuerorgane, von denen je eines je einer Zylindergruppe zugeordnet ist, nicht ansprechen, während eine Neigung um eine in irgendeiner andern Richtung liegende Linie nicht möglich ist, da die Steuerorgane in diesem Fall ansprechen.
    8. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Zylinder der Druckkolben (3, 4, 5, 6) unter sich durch Leitungen (34, 35, 38) kommunizierend verbunden sind, so dass Neigungsmoglichkeit der Aufspannebene nach allen Richtungen besteht.
    9. Einrichtung nach Patentanspruch und Fnberansprüchen 1 und 8, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Steuereinrichtungen Mittel (82, 83, 84, 85) aufweisen, durch welche nach tSberschreiten einer vorher festgelegten zu- lässigen Neigung des Einspannteils (7) der Durchfluss des Druckmittels in den Verbindungsleitungen (34, 35, 38) der Zylinder der Druckkolben (3, 4, 5, 6) selbsttÏtig unterbrochen und dadurch ein weiteres Neigen des Einspannteils verhindert wird.
    10. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 8 und 9, dadurch gekenn- zeichnet, dass in den Verbindungsleitungen (34, 35, 38) der Zylinder Steuerorga. ne (36, 37) vorhanden sind, auf welche eine R ck führfeder (81) einwirkt und welche in den eingestellten Arbeitsstellungen blockierbar sind, wobei die Blockierung (82, 83) nach Überachreiten, der vorher festgelegten zuläs- sigen Neigung gelos, wird, so dass die Steuerorgane (36, 37) in ihre Ausgangslage zurückkehren, in welcher die Verbindungsleitungen (34, 35, 38) unterbrochen sind.
    11. Einrichtung nach Patentanspruch und TJnteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinder der einzelnen Druckkolben (3, 4, 5, 6) mit einer Vorrichtung (28) verbunden sind, in welcher die in den Zylindern herrschenden Drücke addiert und der resultierende Druck mittels eines Dynamometers (29) gemessen wird.
    12. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die den Druck der Kolben (3) a. uf den Einspannteil (7) übertra- genden Stelzen je aus drei Teilen gebildet sind, nämlich einem Mittelteil (62), dessen Enden als Flächenteile eines Zylinders ausgebildet sind, dessen Achse die Längsachse des Mittelteils in der Längsmitte schneidet und senkrecht zur Längsachse steht, sowie zwei Druckkörpern (63, 64), die mit einer ebenen Fläche auf den Zylinderflächen des Mittelteils (62) aufliegen und deren am Einspannteil (7) bzw. am Druckkolben (3 bzw.
    4 bzw. 5 bzw. 6) anliegende Flächen auf einem Zylinder liegen, dessen Achse eben I'alls die Längsachse des Mittelteils in der Langsmitte schneidet und senkrecht zur Längsachse sowie zur Achse der ZylinderflÏche des : Mittelteils steht, wodurch ein rollendes, reibungsarmes, allseitiges Neigen der Stelzen erm¯glicht ist.
    ] 3. Einrichtung nach Pa. tentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die den Druck der Kolben (3, 4, 5, 6) auf den Einspannteil (7) bertrugenden Stelzen an ihren Enden kugel- zonenf¯rmige Teile (69, 70) besitzen, die dichtend in zylindrische Vertiefungen (71) des Einspannteils (7) bzw. des Druckkolbens liegen, in welche Vertiefungen Schmiermittel eingepresst wird, derart, daB an den Druckflächen der Stelzen Schmiermitbelpolster gebildet sind, welche für die Stelzen eine praktisch reibungslose Neigungsmoglichkeit gewährleisten.
    14. Einrichtung nach Patentanspruch und IJnteranspruch 13, dadurch gekennzeichnete da. in den Enden der Stelzen in den Schmier mittelzuleitungen (79, 80) Ventile (77) angeordnet sind, durch welche die Dicke der Sehmiermittelpolster selbsttatig begrenzt wird.
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