CH255090A - Verfahren zur Herstellung von Vitaminkonzentraten aus tierischen oder pflanzlichen Ölen bzw. Fetten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Vitaminkonzentraten aus tierischen oder pflanzlichen Ölen bzw. Fetten.

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CH255090A
CH255090A CH255090DA CH255090A CH 255090 A CH255090 A CH 255090A CH 255090D A CH255090D A CH 255090DA CH 255090 A CH255090 A CH 255090A
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Spol Jiri Schicht Akc
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Spol Jiri Schicht Akc
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    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/16Amides, e.g. hydroxamic acids

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Description


  Verfahren zur Herstellung von Vitaminkonzentraten aus tierischen oder pflanzlichen  Ölen     bzw.    Fetten.    Zur Isolierung der öllöslichen     Vitanvne     aus     tierischen        und    pflanzlichen     C>len    und  Fetten,     insbesondere        Fischkörperfetten        bzw.          Fisehleberölen,    wurden bekanntlich diese Öle       lizw.        Fette    verseift und das     U        nv        erseifbare,          (las    die Vitamine enthält,

   aus der     Seifen-          ,..o        #sung        extrahiert.        Es        sind        verschiedene        Aus-          führungsformen    diese;

   Verfahrens     bekannt.     So     verwendete    man zur     Verseifung        Na-          trium-    bzw.     Kaliumhydroxyd    und extrahierte       anschliessend    mit Äther,     Petroläther,        Äthy-          leiidiehlorid    bzw. Benzin.

   Diese Verfahren  ergaben geringe     Ausbeuten,    was darauf be  ruht, dass diese     Lösungsmittel    vitaminzer  störende chemische Verbindungen bilden  oder     nur    ein beschränktes     Lösungsvermögen     für die in Frage kommenden Vitamine     be-          -itzen.     



       Ausserdem    sind als     Verseifungsmittel        Erd-          oll,:aliliydroxyde    wie     Caleiiunhy        droxyd        ver-           -endet    worden, welche die Fettsäuren als  feste Kalkseifen ausscheiden. Als Extrak  tionsmittel dieser festen Seifen     wird    neben  den     gebräucliliclien    Lösungsmitteln auch  Aceton genannt.

   Diese Kalkseifen haben den       aehteil,        da.ss    sie     schleelit        extrahierba.r    sind  und infolgedessen eine geringe     Ausbeute    an  Vitamin erhalten wird.  



  Bei Anwendung von Fischölen stellt sich  bei den oben als bekannt vorausgesetzten  Verfahren ausser den beschriebenen Nach  teilen weiterhin noch heraus, dass die isolier  ten.     Vitaminprodukte    einen unangenehmen         "fischigen"    Geruch und     Geschmack    auf  weisen.  



  Diesen     -Nachteilen    soll durch die vorlie  gende Erfindung abgeholfen werden. Die  selbe bezieht: sich auf ein Verfahren zur  Herstellung von Vitaminkonzentraten aus  tierischen oder pflanzlichen Ölen bzw. Fet  ten. Das erfindungsgemässe Verfahren ist  dadurch gekennzeichnet, dass man die Öle       kzzw.    Fette mit alkoholischer Kalilauge ver  seift, aus dein     Verseifungsprodukt    den Alko  hol entfernt, den Rückstand mit einem prak  tisch reinen     niedrigmolekularen        aliphatischen          Keton    extrahiert und den     ge,,onnenen    Ex  trakt alsdann zwecks     Abscheidung    der Vit  amine mit Benzin behandelt.  



  Durch die kombinierte Behandlung des       Verseifungsproduktes    mit     Ketonen    der ge  nannten Art, z. B. mit Aceton und Benzin,  ergeben sieh folgende Vorteile:  Die Behandlung das vom Alkohol befrei  ten     Verseifungsproduktes    mit einem     Keton     führt zu einer Trennung der Kalisalze der  festen und der flüssigen Fettsäuren, wobei  die ersteren durch das Lösungsmittel ausge  schieden werden. Dieser     imstand        wirkt    sich  vorteilhaft aus, da. gerade die Kalisalze der  festen Fettsäuren die Ursache der Bildung  stabiler Emulsionen sind und infolgedessen  Schwierigkeiten bzw. Vitaminverluste bei der  nachfolgenden Weiterbehandlung vermieden  werden.

   Da die festen Seifen aus den Ölen  und Fetten einen wesentlichen Anteil dar-      stellen, wird auch bereits durch die     Keton-          behandlung    eine wesentliche     Vitaminanrei-          cherung    erreicht.  



  Ein weiterer Vorteil dieser Arbeitsweise  besteht darin, dass die     genannten        Ketone,     z. B. Aceton, bei der     nachfolgenden    Benzin  behandlung eine Schutzwirkung ausüben, in  sofern, als chemische     Verunreinigungen    des  Benzins in ihrer vitaminzerstörenden Wir  kung ausgeschaltet werden.  



  Das     Endvolumen    der Seifenlösung, das  nach dem bisher üblichen Verfahren ein Viel  faches des Volumens des angewendeten Öls  beträgt, kann ausserdem erheblich geringer  sein, wodurch die Extraktion wesentlich er  l     eichtert        wird.     



  Mit dem erfindungsgemässen Verfahren  werden bedeutend höhere Ausbeuten als nach  den bisher bekannten Verfahren erreicht. Es  lassen sich nach dem vorliegenden Verfahren  die bis jetzt bekannten öllöslichen     Vitamine,     z. B. Vitamin A, Vitamin D und Vitamin E  in konzentrierter sowie geschmacklich und       geruchlich    einwandfreier Form gewinnen.  <I>Beispiel 1:</I>  <B>100</B> kg     Fischöl    werden eine Stunde lang       unter    Stickstoffzufuhr     mit    alkoholischer  Kalilauge verseift.

   Nach der     Verseifung    wird  der Alkohol     abdestilliert.    Der     Verseifungs-          rückstand    wird alsdann mit 400 1     reinem     Aceton, das gegebenenfalls geringe Mengen  Wasser enthalten kann,     unter    Rühren etwa  10     Minuten        behandelt.    Nach Klärung der  Lösung     wird    die     Acetonlösung,    welche die       Vitamine    und die     Kalisalze    der flüssigen       Fettsäuren    enthält,

       abgehebert.    Diese Mass  nahme kann gegebenenfalls zwecks restloser  Entfernung der Vitamine aus dem Seifen  rückstand mit geringen Mengen Aceton wie  derholt werden.  



  Die     Aceton-Seifenlösung,    die das     Unver-          seifbare    und die Kalisalze der flüssigen Fett  säuren enthält, wird durch Destillation auf  25 % ihres     Gesamtvolumens    eingeengt.  



  Zu der eingeengten     Acetonlösung    wird  das gleiche Volumen     Extraktionsbenzin    ge  geben und das Ganze durch Rühren gut    gemischt. Dann wird Wasser in einer Menge  von<B>25%</B> der angewendeten     Benzinmenge     zugegeben. Es findet dann sofort     eine    scharfe  Trennung zwischen der Seifen- und Benzin  lösung, welche das     Unverseifbare    enthält,  statt.  



  Die Extraktion mit Benzin wird alsdann  noch einige Male ohne Zusatz von     Wasser     wiederholt.  



  Die vereinigten Benzinauszüge werden  nun 2- bis     3mal    mit 50 l destilliertem Wasser  zwecks Entfernung der Seife abgebraust.  



  Die seifenfreie Benzinlösung     wird    hier  auf bei 60-70  vom grössten Teil des Ben  zins befreit; den Rest (etwa     10%)    des Ben  zins     destilliert    man     im    Vakuum ab. In die  evakuierte     Destillationsblase,    die das     Unver-          seifbare    enthält,     zieht    man die zur Verdün  nung vorgesehene Menge an raffiniertem,  nicht trocknendem Pflanzenöl ein und rührt  zwecks     Lösüng    des     Unverseifbaren    das  Ganze durch.  



  <I>Beispiel 2:</I>       Maiskeimöl    wird in der in Beispiel 1 an  gegebenen Weise verseift und in analoger  Weise mit Aceton bzw.     Methyläthylketon     behandelt. Die eingeengte     Keton-Seifenlösung     wird in der oben angegebenen Weise mit  Benzin extrahiert. Die Benzinlösungen wer  den mit Wasser seifenfrei gewaschen. Das  Benzin wird     abdestilliert    und der Rückstand  nach     Beispiel    1 weiterbehandelt.  



       Die    nach     dem.    erfindungsgemässen Verfah  ren gewonnenen Vitaminkonzentrate sind  hauptsächlich zur Anreicherung des Vitamin  gehaltes in Nahrungsmitteln bestimmt.

Claims (1)

  1. PATENTAINTSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Vitamin konzentraten aus tierischen oder pflanzlichen Ölen bzw. Fetten, dadurch gekennzeichnet, dass man die Öle bzw. Fette mit alkoholischer Kalilauge verseift, aus dem Verseifungspro- dukt den Alkohol entfernt, den Rückstand mit einem praktisch reinen niedrigmoleku- laren aliphatischen Keton extrahiert und den gewonnenen Extrakt alsdann zwecks Ab scheidung der Vitamine mit Benzin behandelt. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Keton geringe Anteile Wasser enthält. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Untüranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man 100 kg Fischöl eine Stunde lang unter Stickstoffzufuhr mit alkoholischer Kalilauge verseift, worauf man den Alkohol abdestilliert, dem Verseifungsrückstand 4001 Aceton beimischt, das Ganze während zirka 10 Minuten rührt und nach Klärung der Lösung die Acetonlösung abhebert. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Maiskeimöl mit alkoholischer Kalilauge verseift, der Alkohol entfernt, der Rück stand mit Methyläthylketon behandelt, die eingeengte Keton-Seifenlösung mit Benzin extrahiert, hierauf die Benzinlösung mit Wasser seifenfrei gewaschen und das Benzin abdestilliert wird.
CH255090D 1946-06-25 1946-06-25 Verfahren zur Herstellung von Vitaminkonzentraten aus tierischen oder pflanzlichen Ölen bzw. Fetten. CH255090A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE969103C (de) * 1951-09-25 1958-04-30 Amund Sletnes Verfahren zur Gewinnung von wertvollen Bestandteilen aus Fetten und OElen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE969103C (de) * 1951-09-25 1958-04-30 Amund Sletnes Verfahren zur Gewinnung von wertvollen Bestandteilen aus Fetten und OElen

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