CH255375A - Verfahren und Einrichtung zur Bestimmung des Stapeldiagramms von Fasermaterial. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Bestimmung des Stapeldiagramms von Fasermaterial.

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CH255375A
CH255375A CH255375DA CH255375A CH 255375 A CH255375 A CH 255375A CH 255375D A CH255375D A CH 255375DA CH 255375 A CH255375 A CH 255375A
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Maschinenfabriken Apparate-Und
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Zellweger Uster Ag
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Description


  



  Verfahren und Einrichtung zur Bestimmung des Stapeldiagramms von Fasermaterial.



     Ziir      Beurteillmg der Qualität    von Fasermaterial in der Spinnerei dient vorzugsweise das Stapeldiagramm. In der üblichen Darstellnngsart wird in einem rechtwinkligen   Krtordinatensystem auf    der Ordinatenachse die FaserlÏnge, auf der Abszissenachse die   Summe der Anzahl Fasern von    der   betref-      fenden und von grösserer Länge    in Prozenten der Gesamtzahl Fasern aufgetragen. Bei der   dic-ses    Diagrammes von Hand   \vt-rden die Fasern einzeln    mit der Pinzette gefa¯t und nach ihrer LÏnge sortiert und beginnend mit den längsten Fasern, in   glei-       chen Abständen von links nach rechts neben-    einander auf einem Stück Samt aufgelegt.



  Es entsteht dabei eine Figur, die mit dem Stapeldiagramm  bereinstimmt. Die Herstellung des Diagrammes auf diese Art ist ltss zeitraubend und kann nur    vonsehrgeübtenArbeitskräftenmiteiniger    Genanigkeit besorgt werden. Um diese Arbe   f'it      zii.    erleichtern, sind verschiedene Vorrichtungen bereits im Gebrauch, die in erster Linie den Zweck haben, das Fasermaterial   ziO    zu   ordnen,    dass das eine Ende aller verschieden langen Fasern in ein und derselben Ebene senkrecht zur Faserachse liegt. Ein solches Faserb schel wird als endengeordnetes Faserb schel" bezeichnet.



   Die bis jetzt   angewandten Methoden    und verwendeten Apparate zur Bestimmung des Stapeldiagrammes aus dem endengeord  tieten Faserbüschel    lassen in bezug auf Einfachheit der Bedienung und Zeitaufwand viel zu   wünschen übrig. Da, s gleiche gilt      aueh für die Herstellung    des   endengeordne-    ten   Faserbüschels.   



   Durch die vorliegende Erfindung werden diese Nachteile weitgehend vermieden. Sie betrifft ein Verfahren zur Bestimmung des   Stapeldiagrammes    von Fasermaterial und besteht darin, dass ¯ aus dem zu   untersuchen-    den   Fasermaterial ein endengeordnetes    Faserbüschel gebildet wird, das in einen Raum mit überall rechteckigem   Quersehnitt    von konstanter Breite   gebracht wdrd,    worauf längs dieses Faserbüschels die H¯hen der jeweiligen rechteckigen Querschnitte des Faserb schels gemessen werden, um diese H¯hen als Mass für den Prozentsatz der an n der   Me'ssstelle vorhandenen Fasern    zu verwenden.



   Die Erfindung umfasst auch eine Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens. Sie besitzt eine Vorrichtung zur   Herstellung eines endengeord-    neten Faserb schels und einen   Messapparat    zur Einordnung dieses   Faserbüschels    in einen Raum von rechteckigem Querschnitt konstanter Breite und zur Messung der H¯hen der Querschnitte des eingeordneten Faserbüschels an versehiedenen Stellen lÏngs des Faserb schels.

   Vorteilhaft besitzt die Vorrichtung zur Herstellung des endengeordneten   Faserbüschelseine.    in Achsrichtung der Fasern geführte Zange und ein quer dazu bewegliches   Umlagerungssystem    und besitzt der   Messapparat    au¯er dem als Raum dienenden Spalt eine Klemmvorrichtung f r das Faserb schel und einen in den   Spart    passenden, mit einem Instrument zur Anzeige der Hohe des   Messquerschnittes    in Verbindung stehenden Messstempel.



   Ein   Ansführungsbeispiel der Erfindung    wird im folgenden a.   n Hand    der sieben Figuren der Zeichnung näher erläutert.



  Da-rin zeigen :
Fig.   1    eine Vorrichtung zum Ordnen des   Fasermaterials in ein endengeordnetes    Faserb schel im Aufriss,
Fig. 2 die gleiche Vorrichtung im teil   weisen Schnitt, wobei verschiedene beweg-    liche Elemente in anderer Stellung dargestellt sind,
Fig.   3    die gleiche Vorrichtung im   Grand-    riss, wobei die beweglichen Elemente in der gleichen Stellung sind wie in Fig.   9,   
Fig. 4 eine Me¯vorrichtung zum Ausmessen des   endengeordneten      Faserbüschels    im Aufriss,
Fig. 5 die gleiche Vorrichtung im   Seiten-    ri¯ und die
Fig. 6 und 7 Einzelteile   aus den Fig. 1    bis 3.



   Die Einrichtung zur   Hersbellung    eines    endengeordneten Faserbüsch, els gemäss den    Fig.   1    bis 3, 6 und 7 besteht in der Hauptsache aus einem obern und untern   Eamm-    system A, B, der auf zwei Schienen 12 und   13    geführten Zange 11 und dem quer zur   Zange 11 beweglichen Umlagerungssystem    14.



   Die Handhabung dieser Einrichtung ist folgende : Eine ausreichende Probe des Fasermaterials, dessen Stapeldiagramm bestimmt werden soll, wird auf   bekannbe,    hier nicht näher beschriebene Weise zwischen das s obere und   das untere Eammsystem A    bzw. B, eingelegt. Jedes Kammsystem besteht a. us einer Reihe von U-f¯rmigen B geln 1, 3, 5 usw. bzw.



  2, 4, 6 usw., die je einen aus feinen Nadeln bestehenden Kamm 10 tragen (s. Fig. 6).



  Diese   gamme    sind unter   sich gleich, wäh-    rend die Bügel so ausgebildet sind. dass der jeweils nächstfolgende in den   vorhergehen-    den hineinpasst, wodurch die KÏmme in einem Abstand von wenigen Millimetern parallel zueinander gehalten werden. Die KÏmme sind an den B geln so befestigt, da¯ die Spitzen der Nadeln jedes Kammsystems in einer Ebene liegen, wobei die Ebene der Spitzen des obern Kammsystems A tiefer liegt als jene des untern Kammsys, tems B. Die B gel sind hierbei so angeordnet, da¯ immer ein Kamm des obern Kammsystems zwischen zwei benachbarte KÏmme des untern Systems   hineingTeift.   



  Die Bügel   des obem Kammsystems sind    einzeln in der durch Pfeil angedeuteten Richtung nach oben aufklappbar, während diejenigen des untern Kammsystems in Richtung des eingezeichneten Pfeils nach unten schwenkbar sind   (Fig.      2 und    3). Zu Beginn der Arbeit zur Herstellung eines endengeordneten Faserb schels sind beide Kammsysteme in Ruhelage, das heisst die Spitzen der obern und der untern Kämme liegen in zwei nahe beieinander liegenden parallelen Ebenen, so dass das Fasermaterial zwischen ihnen festgehalten wird.

   Nun wird die auf den Gleitschienen 12 und   13    in der Achsrichtung der Fasern geführte Zange 11 aus ihrer in den Fig. 2 und 3   gezeiehneten      Ausgangslage na,    ch links gegen den ihr am nächsten liegenden Kamm bewegt (Fig.   1)    und derjenige Anteil des Fasermaterials aus den Kämmen herausgezogen, der von der   Zange 11 erfaBb    werden kann. Dieser erste Anteil Fasern wird für die Probe nicht verwendet. Nun wird der äusserste B gel,   bei-    spielsweise der Bügel 1 des untern Kammsystems   B,    nach unten geklappt und so der Zange   11    ein um 1 bis 2 mm längerer Weg frei gegeben   (Fig.    2).

   Es ragen wiederum Faserenden aus dem nun äussersten Kamm 2 des   obern Kammsystems A hera. us, die    von der Zange 11 erfasst werden können. Nun   bat    die Zange 11 ein Büschel Fasern erfasst, dessen Enden praktiseh alle in der gleichen Ebene stehen. Diese Fasern werden   a. uf das Umlagerungssystem    14, das in unserer beispielsweisen Anordnung aus zwei Kämmen 27 und 28 (Fig. 7)   besteht, über-    tragen. Dies geschieht wie folgt : Nachdem die Zange 11 das Faserbiischel erfasst hat, wird sie nach rechts zurückgezogen und durch eine einfache Rastvorrichtung 15 in ihrer r ckwÏrtigen Lage (Fig. 2) festgehalten.

   Durch BetÏtigung eines nicht nÏher dargestellten bekannten Hubmechanismus    wirdnundasUmlag'erungssystem14in HIchtungdesinFig.7eingezeichneten      Pleins    nach oben in die Ebene der Fasern hineinbewegt und dringt in die endengeord  neten Fa : sern    ein. Zur Erleichterung des Eindringens dieses Umlagerungssystems 14 in die Fasern wird von oben mittels eines   Drückers    16 auf die   Fa, sern gedrüekt    (s. Pfeil in Fig. 7).

   Nun wird die Zange 11 geöffnet, so dass sie die Faserenden freigibt und das   Umlag'erungssystem    14 dureh   Be-      tätigung    der   Hubvorrichtung im nmgeLehr-    tf   Sinne wieder zurückgezogen,    so daB es   n-ieoler    in die Lage gemäss Fig. 1 kommt.



   Das Spiel beginnt nun von neuem. Es wird ein weiterer Kamm, in diesem Falle der Kamm 2 des obern   EammsystemsA    zur ckgeklappt und es werden wieder Faser  r-nden    freigelegt und k¯nnen von der gegen den Kamm 3 gef hrten Zange erfa¯t werden. Nach R ckzug der Zange wird wie  derum    das   Umlagerungssystem    14 nach oben bewegt und dringt unter Mithilfe des   Drückers 16 in die Fasern ein.    Somit sind    im Umlagerungssystem 14 bereits zwei    Faserb schel so vereinigt, da¯ ihre Enden in der gleichen Ebene senkrecht zur Faserachse liegen.

   Dieses Verfahren wird nun so    lang@ fortgef hrt, bis sÏmtliche wegklapp-    baren KÏmme. einer   na. ch dem ändern, weg-      tind die    von der Zange erfassten Faserb schel jeweils im Umlagerungssystem   aufgenommen worden    sind. Als Endresultat   wird    ein gr¯¯erer Faserb schel erhalten, dessen Enden alle in der gleichen Ebene    tien'f-n. Diese Fasern werden nun mittels    einer hier nicht nÏher dargestellten einfachen Vorrichtung zusammengedrÏngt und in die Me¯vorrichtung gebracht.



   Diese Me¯vorrichtung ist in den Fig.   4    und   i    dargestellt und besteht aus einem in einem Me¯klotz 19   eingelassenen recht-    eckigen Spalt 26 von konstanter Breite, aus einer Klemmvorrichtung 17 und dem mit dem Instrument 21 in Verbindung stehenden   Messstempel 20.

   Zur Ausführung    der   Mes-       sung-wird das endengeordnete Faserbiischel    in den Spalt 26 eingelegt und am geordneten Ende durch die Klemmvorrichtung 17 festgeklemmt.   Zur Bestimmung der verhält-    nismϯigen Anzahl Fasern, die bei einer   be-    stimmten Faserlänge im B schel 18   vorhan-    den sind, wird die mit der Faserlänge varia  ble    Hohe   A, des Messquersehnittes,    dessen Breite durch den Spalt 26 konstant gehalten wird, in bestimmten Abständen gemessen.   



  Dadurch ist Proportionalität zwischen Mess-    wert und Querschnitt und somit zwischen Messwert und der im betreffenden Querschnitt vorhandenen Anzahl Fasern gewährleistet.



  Die Höhe   h    an der Einspannstelle wird dabei einem Fasergehalt von   100% gleich-    gesetzt. Der Stempel 20, der mit dem Instrument 21 in Verbindung steht, misst auf mechanische Weise direkt die Hohe des rechteckigen Querschnittes von konstanter Breite, indem er unter dem Einfluss eines Gewichtes   22    einen konstanten Druck auf die Fasern ausübt.

   Zur Aussehaltung der Reibung zwischen   den Wänden    des Messklotzes 19 dient ferner ein hier nicht näher dargestellter bekannter Schüttelmeehanismus, der dem Stempel 20 während einer bestimmten Zeit eine Vibration erteilt, die einerseits die Reibung desselben an den Enden des Spaltes 26 praktisch eliminiert und anderseits etwa. unregelmässig liegende Fasern noch nÏher   zusa.

   mmendrängt.    Die Klemmvorriehtung 17 ist gegenüber dem   Messstempel    in   Riehtung    der Faserachse mittels Schraubenspindel   23    und Kurbel 24 bewegbar, wobei die relative Lage der   Klemmvorrichtung zum Messstempel    und somit die   Lao,    des jeweiligen   AIessquer-    schnittes an einer   Skalas 25 abgelesen    werden kann.



   Die beschriebene Einrichtung gestattet auf rasche und bequeme Weise und mit : f r die   Textilmesstechnik    hoher   Genauig-    keit die Bestimmung des Stapeldiagrammes von Fasermaterial. Gegenüber den bis jetzt bekannten   Binriehtungen    wird die   Herstel-    lung des   endengeordneten      Faserbüsehels    mit Hilfe der geführten Zange 11 und des Um  legeapparates 14 sehr stark erleichtert.    Die Messung des Quersehnittes zur Fe-ststellung des   Fasergehaltes    des   endengeordneten Bü-    schels macht weitere, zeitraubende Operationen, wie das Auszählen der einzelnen Fasern, das s Ausseheiden der Fasern gleicher Länge und WÏgen derselben   usw.,    überflüssig.

   Das Konstanthalten der einen und die Messung der Variation der andern Dimension des MeBquerschnittes gestaltet die Messung äusserst einfach und liefert genaue Resultate.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : I. Verfahren zur Bestimmung des Stape] dia. grammes von Fasermaterial, dadureh gekennzeichnet, dass aus dem zu untersuchen- den Fasermaterial ein endengeordnetes Faserbüschel gebildet wird, das in einem Raum mit überall rechteckigem Querschnitt von konstanter Breite gebracht wird, worauf längs dieses Faserb schels die H¯hen der jeweiligen rechteckigen Querschnitte des Faserbüschels gemessen werden, um diese H¯hen als Mass für den Prozentsatz der an der Messstelle vorhandenen Fasern zu verwenden.
    II. Einrichtung zur Durchführung des s Verfahrens nach Patentanspruch I, gekenn- zeichnet durch eine Vorrichtung zur Herstellung eines endengeordneten Faserbiischels und einen Messappara. t zur Einordnung dieses Faserbüsehels in einen Raum von rechteckigem Querschnitt konstanter Breite und zur Messung der H¯hen der Querschnitte des endengeordneten Faserbüschels an verschiedenen Stellen lÏngs des Faserb schels.
    UNTERANSPR¯CHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohen der Querschnitte des Faserbüsehels auf mechanische Weise mit Hilfe eines Messstempels gemessen werden.
    2. Verfahren nach Patentanspruch 1 und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Messstempel mit konstantem DrneL auf das Faserbüschel gepresst wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I und Untera. nspruch l, dadurch gekennzeichnet. dass dem Messstempel zeitwelse eine Vibration erteilt wird.
    4. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, da¯ die Vorrichtung zur Herstellung eines endengeordneten Faserbüschels eine in der Nehsriehtung der Fasern geführte Zange und ein quer dazu bewegliches Umlagerunbssystem besitzt.
    5. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich- net, dass das Umlagerungssystem aus zwei Kämmen besteht.
    6. Einrichtung nach Patentansprueh II, dadurch gekennzeichnet, da¯ der Raum als ein Spalt im Messapparat ausgebildet ist der ausserdem eine Klemmvorrichtung f r das Faserbüschel und einen in den Spalt passenden, mit einem Instrument zur Anzeige der H¯he des Messquerschnittes in Verbindung stehenden Messstempel aufweist.
    7. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 6. dadurch gekennzeich- net, da. ¯ die Klemmvorrichtung gegenüber dem Messstempel in Längsrichtung des Faserb schels verschiebbar angeordnet ist und dass die jeweilige relative Lage der Klemmvorrichtung zum Messstempel an einer Skala. abgelesen werden kann.
CH255375D 1946-12-21 1946-12-21 Verfahren und Einrichtung zur Bestimmung des Stapeldiagramms von Fasermaterial. CH255375A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0247420A1 (de) * 1986-05-20 1987-12-02 Siegfried Peyer AG Gerät zum Endenordnen von Fasern für eine Faserlängenmessung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0247420A1 (de) * 1986-05-20 1987-12-02 Siegfried Peyer AG Gerät zum Endenordnen von Fasern für eine Faserlängenmessung

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