Messanschlageinrichtung für die maschinelle Bearbeitung von Werkstücken. In der Metall- und Holzbearbeitungsindu strie wie für die Bearbeitung von Werkstücken anderer Stoffe wird bei Serienfabrikation mit an der Bearbeitungsmaschine angebrachten festen Anschlägen gearbeitet. Der Nachteil der festen Anschläge besteht darin, dass die Vorschubkräfte plötzlich durch den festen An schlag aufgenommen werden und damit ein Druck auf die Vorschubspindel oder Mutter erfolgt. Der Arbeiter muss ganz genau den Mo ment des Auftreffens auf den Anschlag ab passen, um diesen Druck zu vermindern und ein einheitliches Mass an dem zu bearbeiten den Gegenstand zu erzielen.
Man hat in der Maschinenindustrie ver sucht, Anschläge mit sogenannten Zeiger instrumenten (Messuhren) zu verwenden, die mit einer Ablesbarkeit bis 0,01 mm bei ela stisch nachgebendem Anschlag, also ohne Druck auf die Vorschubspindel, arbeiten. Der Nachteil dieser Zeigerinstrumente besteht darin, dass ihre Lagerungen durch die Ma schinenerschütterungen stark beansprucht wer den und dass die Genauigkeit mit der Zeit nachlässt. Ausserdem ist durch das Anfallen von Staub, insbesondere bei Gussbearbeitung und Leichtmetallbearbeitung, ein einwand freies Funktionieren durch Verunreinigung in Frage gestellt, und weiter sind diese Zeiger instrumente nicht so ausgebildet, dass sie die Handhabung der Maschine nicht beeinträch tigen.
Vorliegende Erfindung ermöglicht bei ent sprechender Ausbildung eine Verbesserung in ,der Bearbeitung mit Anschlägen. Bei der ; erfindungsgemässen Messanschlageinrichtung für die maschinelle Bearbeitung von Werk stücken wirkt ein Anschlagkolben über ein Druckmittel einer Druckkammer übersetzt auf eine mit einer Skala zusammenarbeitende An zeigevorrichtung, derart, dass auf der Skala der Weg des Anschlagkolbens vergrössert ab lesbar ist.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbei spiel der Erfindung.
Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch die Mess- anschlageinrichtung, Fig. 2 ein Querschnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 und Fig. 3 ein Teil der Draufsicht auf die Einrichtung.
Die Messanschlageinrichtung hat einen stabförmigen Körper 1, der einerends ein Ein schräubgewinde 2 aufweist, zum Befestigen der Einrichtung am arbeitenden Teil der ; Werkzeugmaschine, an der die Einrichtung zur Verwendung kommen soll, beispielsweise einem das Werkzeug tragenden Schlitten.
In einer zylindrischen Ausnehmung 3 an der andern Stirnseite des Körpers 1 ist über , einen relativ kleinen Weg verschiebbar der Anschlagkolben 4 eingesetzt, der mit einem Fühler 5 versehen ist, welcher aus einer die Ausnehmung 3 gegen die Stirnseite hin ab schliessenden Deckscheibe 6 herausragt.
In f einer Bohrung 7 des Körpers 1, die gleich axrg zu der zylindrischen Ausnehmung 3 liegt, ist ein Kolben 8 beweglich. Bohrung 7 und Kolben 8 haben wesentlich kleinere Durchmesser als die Ausnehmung 3 und der Anschlagkolben 4, und zwischen den beiden Kolben 4 und 8 liegt eine Kammer 9, die mit einem konischen Teil von der Ausnehmung 3 zur Bohrung 7 überleitet. Diese Kammer 9 ist mit einem nicht komprimierbaren Druck mittel 10, das flüssiger Art, z. B. 01, oder pastenartig, z. B. Soflexmasse, sein kann, ge füllt. Zum Füllen ist ein Schraubverschluss 11 vorgesehen.
Der Kolben 8 ragt mit dem der Kammer 9 abgekehrten Ende in eine Bohrung 12 des Körpers 1, die wesentlich grösseren Durch messer hat als der Kolben 8, und weist dort ein Verbindungsstück 13 auf, über das eine in der Bohrung 12 in der Achse des Kolbens 8 liegende Gegendruckfeder 14 auf den Kol ben 8 wirkt. Am Verbindungsstück 13 ist ein Träger 15 befestigt, der sich in einer über dem Kolben 8 vorgesehenen Ausneh- mung 16 des Körpers 1 erstreckt und der auf einem eingesetzten Plättchen 17 den Nonius 18 zu einer Skala. 19 aufgezeichnet trägt. Die Skala 19 ist auf einem durchsichtigen Plätt chen 20 aufgetragen, das durch ein Deckplätt chen 21 am Körper 1 gehalten ist.
Die Messanschlageinrichtung wird so auf der Bearbeitungsmaschine angebracht, dass mit dem Anschlagkolben 4, der z. B. einen maximalen Laufweg von 2,25 mm haben kann, der festeingestellte Maschinenanschlag, beispielsweise ein Revolveranschlag, wie er sowohl in der Metall- wie in der Holzbearbei tung allgemein bekannt ist, zusammenwirkt. Beim Auftreffen des Fühlers 5 auf diesen Maschinenanschlag bewegt dieser den durch die Feder 14 in seiner Endlage an der Scheibe 6 gehaltenen Anschlagkolben 4 in den Körper 1 hinein, wobei der Kolben über das Druck mittel 10 auf den Kolben 8 und dieser wie derum auf die Gegendruckfeder 14 wirkt. Führt dabei der Anschlagkolben 4 eine Be wegung von z.
B. 1 mm aus, so sieht der Ar beiter an der Maschine den Nonius 18 auf der Skala 19 wandern, und zwar zufolge des wesentlich kleineren Durchmessers des Kol bens 8 in einem stark vergrösserten. Masse (vergl. punktierte Labe in Fig. 1), beispiels weise beim Flächenverhältnis der beiden Kol ben 4 und 8 - 1 zu mm das Zwanzig
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fache, also um 20 mm, so dass es ihm leicht ist, die Maschine bzw. den Vorschub von deren Werkzeug bei Erreichen des vorge sehenen Bearbeitungsmasses mit Bezug auf ; das Mass "0" der Skala 19 abzustellen, worauf bei der Rückbewegung des Werkzeuges der Anschlagkolben 4 durch die Wirkung der Gegendruckfeder 14 wieder in die Ausgangs lage zurückbewegt wird.
Der Arbeiter hat an der übersetzten Be wegung des Nonius 18 eine genaue Vergleichs möglichkeit seines erreichten Arbeitsmasses, wobei die vorerwähnte Übersetzung eine direkte Ablesung von 0,01 mm zulässt.
Die beschriebene Einrichtung hat keine empfindlichen Lagerungen und ist auch nicht gegen Abfälle, wie sie sich bei verschiedenen Bearbeitungen ergeben, empfindlich. Die Ein richtung kann als Rachenlehre ausgebildet ; sein und Verwendung finden.
Measuring stop device for the machining of workpieces. In the metal and woodworking industry as well as for the processing of workpieces of other materials, fixed stops attached to the processing machine are used in series production. The disadvantage of the fixed stops is that the feed forces are suddenly absorbed by the fixed stop and thus pressure is exerted on the feed spindle or nut. The worker has to adjust the moment of impact on the stop very precisely in order to reduce this pressure and achieve a uniform level of the object to be processed.
One has tried in the machine industry to use stops with so-called pointer instruments (dial gauges) that work with a readability of up to 0.01 mm with an elastic stop, ie without pressure on the feed spindle. The disadvantage of these pointer instruments is that their bearings are heavily stressed by the machine vibrations and that the accuracy decreases over time. In addition, due to the accumulation of dust, especially when machining castings and light metal machining, proper functioning is called into question by contamination, and these pointer instruments are not designed so that they do not impair the handling of the machine.
The present invention enables an improvement in the processing with attacks with ent speaking training. In the ; measuring stop device according to the invention for the machining of work pieces, a stop piston acts via a pressure medium of a pressure chamber translated to a display device cooperating with a scale in such a way that the path of the stop piston can be read enlarged on the scale.
The drawing shows a Ausführungsbei game of the invention.
1 is a longitudinal section through the measuring stop device, FIG. 2 is a cross section along the line II-II in FIG. 1 and FIG. 3 is a part of the top view of the device.
The measurement stop device has a rod-shaped body 1, which has a screw thread 2 at one end, for attaching the device to the working part of the; Machine tool on which the device is to be used, for example a slide carrying the tool.
In a cylindrical recess 3 on the other end face of the body 1, the stop piston 4 is inserted, displaceably over a relatively small distance, which is provided with a sensor 5 which protrudes from a cover disk 6 closing the recess 3 towards the end face.
In f a bore 7 of the body 1, which is axrg to the cylindrical recess 3, a piston 8 is movable. Bore 7 and piston 8 have much smaller diameters than recess 3 and stop piston 4, and between the two pistons 4 and 8 there is a chamber 9, which leads from recess 3 to bore 7 with a conical part. This chamber 9 is with an incompressible pressure medium 10, the liquid type, for. B. 01, or pasty, e.g. B. Soflex mass, can be filled ge. A screw cap 11 is provided for filling.
The piston 8 protrudes with the end facing away from the chamber 9 in a bore 12 of the body 1, which has a much larger diameter than the piston 8, and there has a connecting piece 13, via the one in the bore 12 in the axis of the piston 8 lying counter pressure spring 14 on the Kol ben 8 acts. A carrier 15 is attached to the connecting piece 13, which extends in a recess 16 of the body 1 provided above the piston 8 and which on an inserted plate 17 forms the vernier 18 to form a scale. 19 recorded wears. The scale 19 is applied to a transparent plate 20 that is held on the body 1 by a cover plate 21.
The measuring stop device is attached to the machine tool that with the stop piston 4, the z. B. can have a maximum travel of 2.25 mm, the fixed machine stop, such as a turret stop, as it is generally known in both metal and wood processing, works together. When the sensor 5 hits this machine stop, it moves the stop piston 4, held by the spring 14 in its end position on the disk 6, into the body 1, the piston via the pressure medium 10 on the piston 8 and this again on the counter-pressure spring 14 works. Performs the stop piston 4 a loading movement of z.
B. 1 mm, the worker on the machine sees the vernier 18 on the scale 19 migrate, according to the much smaller diameter of the Kol ben 8 in a greatly enlarged. Mass (see. Dotted Labe in Fig. 1), for example, the area ratio of the two Kol ben 4 and 8 - 1 to mm the twenty
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times, i.e. by 20 mm, so that it is easy for him to control the machine or the feed of its tool when the intended processing dimension is reached with reference to; turn off the measure "0" of the scale 19, whereupon the stop piston 4 is moved back into the starting position by the action of the counter-pressure spring 14 during the return movement of the tool.
On the translated movement of the vernier 18, the worker has an exact comparison of his achieved working dimensions, the aforementioned translation allowing a direct reading of 0.01 mm.
The device described does not have any sensitive bearings and is also not sensitive to waste, such as that which arises during various processing operations. The one direction can be designed as a throat gauge; be and find use.