CH255501A - Vorrichtung zur Herstellung formbeständiger Gebilde, insbesondere von Isolierplatten aus vegetabilischen, tierischen und mineralischen Fasern, die durch ein Bindemittel verbunden sind. - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung formbeständiger Gebilde, insbesondere von Isolierplatten aus vegetabilischen, tierischen und mineralischen Fasern, die durch ein Bindemittel verbunden sind.Info
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Description
Vorrichtung zur Herstellung formbeständiger Gebilde, insbesondere von Isolierplatten aus vegetabilischen, tierischen und mineralischen Fasern, die durch ein Bindemittel verbunden sind.
Es. sind Verfahren zur Herstellung form- Gebilde, z. B. von Platten aus Holzfasern, tierischen Borsten, Glasfasern und dergleichen bekannt, nach denen das Fasermaterial mit einer wÏsserigen oder nicht wä.'--.erigenLosungeinesBindemittelsdurch- trÏnkt und das so erhaltene Gut dann in heizbaren Pressen geformt und zugleich getrocknet wird. Als Bindemittel kommen dabei unter anderem hÏrtbare Kunstharze, z. B.
Phenol-Formaldehydharze, zur Verwendung.
Der Nachteil bisher bekannt gewordener Vorrichtungen, z. B. von heizbaren, hydrau- lischen Pressen, zur Herstellung von z, B.
Platten aus einem. Fasermaterial unter Ver wendung eines härtbaren Kunstharzes als Bindemittel, besteht darin, dass sie nur ein diskontinuierliches Arbeiten gestatten, das demzufolge umständlich und relativ teuer ist.
Zweck der Erfindung ist nun, eine Vorrichtung zur Herstellung formbestÏndiger Gebilde, insbesondere von Isolierplatten aus vegetabilischen, tierischen und mineralisehen Fasern, die durch ein Bindemittel verbunden sind. zu schaffen, welche eine laufende Herstellung von Platten in endlosem Bande und damit eine Verbilligung des Arbeitsvorgan- ges zu erreichen erm¯glicht. Zu diesem Behufe weist eine Vorrichtung gemäss der Erfindnng zwei sieh mit gleicher Geschwindig- keit parallel bewegende endlose Plattenbän- der auf. deren einzelne Platten beheizt sind und deren gegenseitiger Abstand durch Rollen und Schienen auf ihrer gesamten Länge gleichmässig fixiert ist.
Gegen die Schaffung von kontinuierlich arbeitenden Vorrichtungen für den erwähnten Zweek bestanden bisher selbst in Fachkreisen Vorurteile. Das hino, damit zusam- men, daB bei der Herstellung von z. B. Holz- faserplatten aus Holzschliff und einem hÏrtbaren Kunstharz als Bindemittel in der bisher iiblichen Weise unter Verwendung von diskontinuierlich arbeitenden, hydraulischen Pressen zum Trocknen und HÏrten der Faserplatten mindestens 30 Minuten n¯tig sind.
Eine so lange Reaktionszeit musste zunächst eine kontinuierliche Arbeitsweise als aussichtslos erscheinen lassen, weil dazu Vorrichtungen von so grossen Abmessungen notwendig schienen, die praktisch weder durchführbar noeh fortschrittlich waren. Es zeigte sich aber überraschender Weise, dass bei Verwendung einer Vorrichtung gemäss der Er findung viel höhere Trocknungs- und HÏrtetemperaturen als bei der diskontinuierlichen Arbeitsweise zur Anwendung gelangen kaon- nen, so dass die zum Trocknen und Härten notwendige Reaktionszeit nur einen Brucliteil von 30 Minuten betrÏgt.
Folglich er möglicht eine Vorrichtung gemÏ? der Erfin dung eine konstruktiv leicht durchzuführende Grösse und zudem ein Endprodukt von einer viel gleichmässigeren Qualität zu erhalten, als das beim bisherigen diskontinuierlichen Arbeiten erhaltene.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform einer Vorrichtung gemäss der Erfindung in vereinfachter Darstellungsweise veranschaulicht. und zwar zeigt :
Fig. 1 eine Ansicht der Vorrichtung,
Fig. 2 zum Teil einen Querschnitt nach der Linie II-II und zum Teil einen solchen nach der Linie III-III der Fig. 1, und
Fig. 3 eine Einzelheit der Fig. 1 in grö sserem Massstab.
In den Figuren bezeichnet A ein oberes und B ein unteres, endloses Plattenband.
Diese Plattenbänder A und B setzen sich je aus einer Anzahl einzelner Platten 1 zusan : l- men. Die benachbarten Enden von je zwei Platten 1 sind schwenkbar auf einem ge- meinsamen Zapfen 2 gelagert und durch diesen scharnierartig miteina. nder verbunden.
Die Zapfen 2 können in Ausnehmungen 3 von RÏdern eingreifen, die zum Bewegen der Plattenbänder A und B dienen. Dem Plattenband A sind zwei Paare von Bewegungsrädern 4 und 5 und dem Plattenband B zwei Paare von BewegungsrÏdern 6 und 7 zugeordnet. Die zwei Räder jedes dieser Paare 4, 5, 6 und 7 sitzen je auf einer Welle 8 bzw. 9, 10, 11 fest. Die Welle 8 lÏuft in zwei Lagern 12, von denen nur eines in Fig. 1 dargestellt ist, die Welle 9 in zwei Lagern 13, die Welle 10 in zwei Lagern 14 4 und die Welle 11 in zwei Lagern 15.
Alle diese Lager 12, 13, 14 und d 15 sind an senkrechten Trägern 16 eines Rahmens 17 be festigt, und zwar die Lager 12 und 13'in solcher Weise, dass sie sich in senkreehter Richtung heben und senken lassen, um die Entfernung zwischen den benachbarten, ge genüberliegenden waagrechten Strecken der PlattenbÏnder A und B nach Erfordernis ver ändern zu können. Die Lager 12 und 14 sind auch in waagrechter Richtung verstellbar, so da? sich durch deren Verschiebung den Plattenbändern A und B die für das Ein- greifen der Zapfen 2 in die Bewegungsräder 4, 5 bzw. 6, 7 erforderliche Spannung geben lässt.
Auf der Welle 9 ist noch ein Rad 18 (Fig. 2) und auf der Welle 11 ein Rad 19 festgemacht ; diese Räder 18 und 19 bilden Bestandteile eines im übrigen nicht gezeigten Antriebsmechanismus, welcher dazu dient, die beiden Plattenbänder A und B in glei cher Richtung mit gleicher Geschwindigkeit parallel zu bewegen. Zur parallelen Führun ; dieser Bänder dienen auf den genannten Zap- fen 2 sitzende Rollen 20 (Fig. 2), die auf Führungsschienen 21 laufen. Von diesen ist in Fig. 1 der Deutlichkeit halber nur eine gezeigt. Die Schienen 21 sind an konsolen- artigen Stützen 22 befestigt, die über die Länge der Vorrichtung verteilt sind.
Die dem Plattenband A zugeordneten Stiitzen 22 sind an Bleehen 23 befestigt, die sich in der LÏngsrichtung der Vorrichtung ber einen Teil derselben erstrecken und längsverschieb- bar an den die Lager 12 und, 13 tragenden. senkrechten Stützen 16 angebraeht sind, so dass sie beim Heben und Senken dieser Lager in entsprechendem Sinne in senkrechter Rich- tung verstellt werden. Die dem Plattenband B zugeordneten, konsolenartigen Stützen 22 sind an Blechen 231 (Fig. 2) befestigt, die sich ebenfalls in der Längsrichtung der Vorrichtung über einen Teil derselben erstrekken und unverschiebbar an Stützen 116 be festigt sind.
Die Rollen 20 gewährleisten zu sammen mit den Schienen 21, da? der Abstand zwischen den benachbarten, gegenüberliegenden waagrechten Strecken der Plattenbänder A und B sich auf der ganzen Lange dieser Strecken genau gleich bleibt.
Um die Platten 1 der Bander er A und B heizen zu können, ist eine nur in Fig. 1 veranschaulichte Gasheizvorrichtung 26 vorgesehen.
Das untere Plattenba. nd'B ist gegenüber dem obern Plattenband A vorgezogen, so da? es eine Art Auflagetisch f r das von links her in die Vorrichtung einzuführende Gut bildet. Der Vollstä. ndigkeit halber sei nocher wähnt,dass24eineFührungswalze und 2.) eine verstellbare, den richtigen Einlauf des Gutes in den Zwischcnraum zwischen den benachbarten, waagrechten Strecken der Plai- tenbänder sichernde Einrichtung bezeichnet.
In den genannten, auf seiner ganzen Länge genau dieselbe H¯he aufwei, sendelt Zwischenraum wird von links her das mit einem Bindemittel, z. B. in wässeriger Lo- sung, getränkte Fasermaterial, z. B. in Form eines Glasfaservlieses, an der Führungswalze 24 und der Einrichtung 25 vorbei kontinuier- lich eingeführt. Das Vlies kann aber auch vorher auf die Walze 24 aufgerollt und dann zwecks Einführen, in die beschriebene Vorrichtung von dieser Walze 24 abgewickelt werden.
Die beheizten PlattenbÏnder A und B bewegendasFaservlies unter Pressung und Formung kontinuierlich durch die Vorrich- tung hindurch, wobei gleichzeitig das L¯ sungsmittel verdunstet wird und allenfalls eine Härtung des Bindemittels erfolgt. Das Fasermaterial verlÏ?t die Vorrichtung am recliten Ende in Form einer endlosen Platte, fortlaufend in Stocke jeder gewünschten Gr¯?e geschnitten werden kann.
Die geheizten Platten l können gelocht oder ungelocht sein. Die Dicke der Faserplatte und die Pressung, und damit das spezifische Gewicht der Platten können durch Verändern des Abstandes der benachbarten parallelen Strecken der Plattenbänder A und B in den vorgesehenen Grenzen beliebig ge- iindert werden. Die Beheizung der PlattenbÏnder erfolgt zweckmÏ?ig durch direkte Beder einzelnen Platten 1 mit Gasflammen, doch kann auch jede andere Beheizung, z. B. durch elektrischen Strom, angewendet werden.
In einzelmen, Fällen ist es zweckmÏ?ig, zwischen die beheizten Platten mindestens eines der Plattenbänder und das zu formende und zu trocknende Fasermaterial ein endloses Drahtgewebe anzubringen, das sich mit derselben Geschwindigkeit wie die PlattenbÏnder fortbewegt. Eine direkte Berührung der beheizten Platten mit dem Faservlies wird dann vermieden und beim Austritt aus der Vorrichtung das Nhlösen der fertig geformten und trockenen Faserplatte von den beheizten Platten erleichter, was bei Anwendung von schwer kondensier- und hÏrtbaren Kunst harzen als Bindemittel manchmal wünschens- ist.
Unter Umständen kann es zweckmässig sein, vor allem die Rollen des obern Plattenbandes A durch eine untere und eine obere Schiene führen zu lassen, so daB dann ein Ausweichen der Platten 1 dieses Bandes A sowohl nach unten als auch nach oben sicher verhindert ist und der gegenseitige Abstand zwischen den beiden Plattenbändern daher erst recht gleichmässig fixiert ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : : Vorrichtung zur Herstellung formbestän dliger Gebilde, insbesondere von Isolierplatten aus vegetabilischen, tierischen und minera lischen Fasern, die durch ein Bíndemittei verbunden sind, gekennzeichnet durch zwei sich mit gleicher Geschwindigkeit parallel bewegende, endlose Plattenbänder, deren einzelne Platten beheizt sind und deren gegenseitiger Abstand auf ihrer gesamten Lange durch Rollen und Schienen gleichmässig fixiert ist.UNTERANSPRUCHE : 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da? zwischen das zu formende und zu trocknende Gut und mindestens eines der PlattenbÏnder ein mit derselben Geschwindigkeit wie das betreffende Band sieh bewegendes, endloses Drahtgewebe gelegt ist.2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Beheizen der endlosen Plattenbänder mit Gasflammen erfolgt.3. Vorrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch Mittel, welche das eine der endlosen Plattenbänder zu heben und zu senken gestatten, um den Abstand zwischen den beiden Plattenbändern verändern zu k¯nnen.4. Vorrichtung nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, da? das untere der beiden übereinander angeordneten Plattenbander gegenüber dem obern vorgezogen ist, so dass es zugleich einen Auflagetisch bildet.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH255501D CH255501A (de) | 1947-01-30 | 1947-01-30 | Vorrichtung zur Herstellung formbeständiger Gebilde, insbesondere von Isolierplatten aus vegetabilischen, tierischen und mineralischen Fasern, die durch ein Bindemittel verbunden sind. |
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Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE809607C (de) * | 1948-11-14 | 1951-07-30 | Kondor Holzwerk Karl Baumgart | Verfahren zur Herstellung von holzaehnlichen Platten oder prismatischen Koerpern im Heisspressverfahren |
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| DE933110C (de) * | 1952-03-20 | 1955-09-15 | Basf Ag | Verfahren zur Herstellung von Profilkoerpern aus Holzabfaellen |
| DE1009797B (de) * | 1953-01-09 | 1957-06-06 | Heinrich Schaefer Dipl Ing | Pressvorrichtung zum fortlaufenden Herstellen von Spanplatten |
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-
1947
- 1947-01-30 CH CH255501D patent/CH255501A/de unknown
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