CH255644A - Einrichtung zur Schallabsorbierung in Räumen. - Google Patents

Einrichtung zur Schallabsorbierung in Räumen.

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CH255644A
CH255644A CH255644DA CH255644A CH 255644 A CH255644 A CH 255644A CH 255644D A CH255644D A CH 255644DA CH 255644 A CH255644 A CH 255644A
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Aktiengesellschaft Gebr Sulzer
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Sulzer Ag
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Description


  Einrichtung zur Schallabsorbierung in Räumen.    Die Erfindung bezieht sich auf eine Ein  richtung zur     ,Schallabsorbierung    in Räumen  mit an der     Raumbegrenzungs,wandung      insbesondere an der Decke - angeordneten,  schallabsorbierenden     Flächenelementen    aus       liorösem    Material. Die     Erfindung    ist dadurch       l;ekeimzeichnet,        dass    den schallabsorbieren  den Elementen Heizelemente vorgelagert  sind.  



  Zur     Lä.rmibekämpfung    werden oft poröse  Elemente, z. B.     aus:        Fasern        hergestellte     Platten, als Bekleidung von Decken und  Wänden verwendet. Da solche Stoffe nicht  nur den Schall schlucken, sondern auch gegen  Wärmeleitung isolierend wirken, wurden in       diesen    Fällen keine Strahlungsheizungen  verwendet, sondern es wurden in solchen       Riiiimen    die Heizkörper direkt auf dem  Boden oder wenigstens     in    der Nähe     des     Boden: aufgestellt.

   Diese Anordnung hat  den     Nachteil,    dass im Raum     ivon    den warmen       Heizelementen    nach der kühlen Decken  fläelie zu     Konvektionsströme    entstehen,  welche feinsten Staub mitreissen, der alsdann  in verhältnismässig kurzer Zeit sich auf dem  kohlen Teil der Wand und insbesondere an  der Decke festsetzt. Das Ablagern und Fest  halten der     Staubteilchen    auf schallschlucken  den Flächen wird durch die Poren besonders  begünstigt. In dieser Hinsicht     sind    die un  ansehnlichen, insbesondere über den Heizkör  pern geschwärzten Decken von Räumen nur  allzu bekannt.

   Hinzu     kommt    noch, dass bei  Verwendung von Heizkörpern, die im Raum    unten     aufgestellt    sind, die Heizfläche in  der Regel viel kleiner ist als eine Heiz  fläche, die sich über die ganze Decke er  strecken kann. Ihre Temperatur muss des  halb zur wirkungsvollen Heizung wesent  lich höher liegen als die     Temperatur    einer  geheizten Decke. In den meisten Fällen wer  den     Heizflächentemperaturen    von über 60  C  erreicht.  



  Bei Temperaturen über 60  C     treten    schon       Diffusionserscheinungen    insbesondere orga  nischer Stoffe auf. Es werden     Panikelchen     der Materie, z. B.     des    .organischen Teils des       Anstriches    oder von organischem Staub,  ausgetrieben, welche in die     Raumluft    gelan  gen, und     hier    als     Kondensationskern    zur  Wirkung kommen.

   Die durch Kondensat be  schwerten     Partikelchen        beeinträchtigen    nicht  nur die Behaglichkeit im Raum, sondern  verursachen ebenso     wie    der     Staub,    Ablage  rungen auf der kalten     Raumbegrenzungs-          fläche,        also    insbesondere auf den schall  absorbierenden Elementen an der Decke und  an den Wänden.  



  Eine weitere Art der Diffusion stellt die       Thermodiffusion    dar, bei der     Ma.ssepartikel-          chen    in einer ruhenden     Luft-    oder Gasmasse  von den wärmeren Stellen zu den kälteren       wandern.        Diese        Abwanderung    kann durch  die     verschiedenen    Strahlungsdrücke einer  seits     warmer    Heizkörper und anderseits des  kühlen Wandkörpers     erklärt    werden. Der  grössere Strahlungsdruck des Heizkörpers      lässt die     Ma;ssepartikelchen    gegen die Stellen  mit geringerem Strahlungsdruck abwandern.  



  An den Stellen mit höheren Tempera  turen, beispielsweise in der Nähe der Heiz  körper herrscht auch eine lebhaftere     Brown-          sche        Bewegung,        sowohl    in der Luft     wie    auch  in den festen Körpern als an den Stellen  mit geringeren Temperaturen, z.     B,    an den  kühlen Wänden oder an den kühlen Decken.  Staub- und     Dunstpartikelchen    haben auch  aus     diesem    Grunde die Tendenz, .sich von den       Heizkörpern    zu     entfernen    und eine bessere  Möglichkeit sich auf den kühlen Körpern  festzusetzen.  



  Die Erfindung ist geeignet, die geschil  derten Nachteile zu verhüten. Werden schall  schluckenden Elementen Heizelemente vor  gelagert, so besitzen     die        schallabsorbierenden          Elemente    z. B. fast     die    gleiche     Temperatur     wie die     Heizelemente,        mindestens    aber eine  höhere Temperatur als die übrigen,

   nicht  mit solchen Heizelementen besetzten     Raum-          begrenzungsteile.    Da der Staub und der       Dunst    infolge von     Konvektion    und     Thermo-          diffusion    sich in Richtung von den wärme  ren zu den kühleren Elementen bewegen,  bleiben diese schallabsorbierenden Elemente  vor Staubablagerung mehr oder weniger ver  schont. Es     wird    sich im Gegenteil auf diesen  Elementen befindlicher Staub entfernen.  



  Die erwähnten     Vorteile    sind deshalb be  sonders wertvoll, weil das poröse Material  der schallabsorbierenden Elemente nicht  durch einen Farbauftrag verstopft werden  darf. Sind schallschluckende Elemente durch       Staubablagerung        unansehnlich    gemacht, so  können sie     später    nicht durch Farbanstrich  wieder     restauriert    werden.     Ihre        Scha:ll-          schluckfähigkeit    würde     sonst    so     vermindert,     dass sie praktisch wirkungslos würden.  



  Die zur     Vorla.gerung    vor die schallab  sorbierenden Flächenelemente verwendeten       Heizelemente    können z. B. aus Rohren be  stehen, die von einem     Wärmeträger    durch  strömt sind. Es lassen sich aber auch     elek-          trisoh    .geheizte Elemente verwenden. Die       Heizelemente,    insbesondere Rohre,     können     mit     flächenförmigen    Elementen, deren eine    Fläche gegen den Raum     gerichtet    ist, in  wärmeleitender Verbindung stehen. Solche  Elemente können auf der Rückseite mit  einem     schallabsorbierenden    Stoff belegt sein.

    Die     Heizelemente    können auch eine Umman  telung besitzen,     welche    an der Raumdecke  aufgehängt ist. Auch diese Ummantelung  kann auf der gegen die Decke gerichteten  Seite mit schallabsorbierendem     iStoff    belegt  sein.  



  Einige Ausführungsbeispiele des Erfin  dungsgegenstandes sind in den     Fig.    1 bis 4  der Zeichnung     ivereinfacht    dargestellt.  



  Die Decke 1     (Fig.    1 bis 4) und gemäss       Fig.    1 und 2 auch die Wände 2 des Raumes  3 sind durch     schallabsorbierende    Platten 4  belegt. Diese     Platten    sind aus einem porösen  Stoff hergestellt,     -welcher        auftreffende     Schallwellen     höchstens    in vermindertem  Mass reflektiert. Die Energie der Schall  wellen wird in dem porösen -Stoff     grossen-          teils    in Wärme     umgesetzt,    deren Menge aber  vollständig     vernachlässigbar    ist.  



  Den an der Decke 1 angeordneten, schall  absorbierenden Elementen 4 sind     Heizele-          mente    5 vorgelagert. Diese Heizelemente  strahlen einen Teil ihrer Wärme in den  Raum 3 aus. Ein anderer Teil ihrer Wärme  wird gegen die     Raumbegrenzungswände,          insbesfdere    gegen die schallschluckenden  Elemente 4 der Decke 1 gestrahlt. Die  schallschluckenden Elemente werden hierbei  erhitzt, so dass sie     ihrerseits    imstande sind,  durch     Reemission    Wärme in den Raum 3  auszustrahlen.  



  Die Heizelemente 5 des in     FinG.    1 ge  zeigten Raumes     bestehen    lediglich aus Roh  ren, welche der Decke vorgelagert sind.  Diese Rohre sind von einem Wärmeträger,  z. B. warmem Wasser, durchströmt. Ihre       Befestigung    an der Decke erfolgt mittels       der-Briden    6.  



  Im Raum nach     Fig.    2 sind zur Schall  absorbierung ausser den flach an der Decke 1  angebrachten Elementen 4 noch weitere  Elemente 7 verwendet, die quer zur Decke  gestellt sind. Es entstehen auf diese Weise       Zellers,    die auf fünf Seiten vom schallabsor-           bierenden    Stoff begrenzt sind und die Schall  weiter noch erhöhen.

   In       dic-ein    Fall     werden    zweckmässig die     Ileiz-          el(@inentc:    5 an der freien Kante der Elemente        <          < angeordnet.    Sie fallen hierdurch weniger  auf und tragen im Gegenteil durch den     A.b-          scliluss    der     senkrechten    Elemente zur     Ver-          ius@arung    de:: Aussehens der Decke bei.  



       Die        Heizelemente    5 des in     Fig.    3 darge  stellten     Ausführungsbeispiels    stehen in       wärmeleitender        Verbindung    mit     flächenför-          iiiigun    Elementen B. Diese flächenförmigen  Elemente können z.

   B. aus Blech hergestellt       sfin,     < las auf einem grösseren Teil des     Um-          den    Rohren 5 anliegt und zu beiden       Seiten    flügelartige, parallel zur     Decken-          fliielify        gestellte    Teile besitzt.

   Die seitlichen       Teilf@    des     Bleelles    erhalten durch     Wärme-          leitun.g    von den Rohren 5 -Wärme zugeführt,       weleho        tr-ilweise        unmittelbar    in den Raum 3       aiisge:arahlt    werden kann. Die Rückseite,       der        >;eitlicllen    Teile ist mit einem     schallab-          "orbierenden    Stoff 9 belegt. Hierdurch wird       einerseits    die Schallvernichtung verbessert.

         Anderseits    wird eine allzu grosse Strahlung       voll        "##,'ärme    gegen die Decke verhindert.  



  Die     Heizelemente    5 der in     Fig.    4     ge-          zuigten    Deckenheizung sind in einer     Um-          niantelung    10 untergebracht. Die     Ummante-          lulig    kann aus Beton oder einem ähnlichen,       Wärme    noch verhältnismässig gut.     leiten-          fl(tn    Baustoff     be-stelien.    Die untere Seite der       Ummantelung        strahlt    die Wärme in den       Raum    3 aus.

   Die gegen die Decke gerichtete       (#ite    der     Ummantelung    ist jedoch mit     schall-          ;il)sor1)ierenden    Teilen 11 belegt, welche     zu-          #zanimen    mit den flach an die Decke     belegten,          seliallabsorbierenden    Elementen 4 Zellen  bilden, in welchen der Sehall in vermehrtem       31-A        aufgeschluel@t    werden kann.  



  n Stelle von Rohren, die durch einen       Wärmeträger    durchströmt sind, können auch       clel@trisclre    heiter verwendet werden, die    durch den     Stromfluss    erhitzt werden. Für die  schallabsorbierenden Elemente kann jedes ge  eignete poröse     Material,        wie    z. B. Karton,       Papierguss,    Filzstoff,     Pressmasse,    z. B. Holz  fasermasse, und ähnliches Verwendung fin  den. Es könnten unter Umständen auch     wäss-          rige    Massen auf einen Träger, z. B. auf ein  Gitter, aufgetragen oder aufgespritzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Schallabsorbierung in Räumen mit an der R.aumbegrenzungswan- dung angeordneten schallabsorbierenden Flä chenelementen aus porösem Material, dadurch gekennzeichnet, .dass den schallabsorbierenden Elementen Heizelemente vorgelagert sind. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Einriehtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Heizelemente aus Rohren bestehen, die von einem Wärme träger durchströmt sind. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch und -Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohre mit flächenförmigen Elemen ten, deren eine Fläche gegen den Raum ge richtet ist, in wärmeleitender Verbindung stehen. 3. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Fläche auf der Rückseite der flächenförmigen Elemente mit einem schallabsorbierenden Material belegt ist. 4. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Heizelemente eine Ummantelung besitzen, welche an der Raumdecke aufgehängt ist. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ummantelung auf der gegen die Decke gerichteten Seite mit schallabsorbiereiL- dem Material belegt ist.
CH255644D 1947-02-21 1947-02-21 Einrichtung zur Schallabsorbierung in Räumen. CH255644A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2731606A (en) * 1951-07-26 1956-01-17 Gen Electric Structure for reduction of audible sound
DE3035821A1 (de) * 1980-09-23 1982-05-06 Hölter, Heinz, Dipl.-Ing., 4390 Gladbeck Vorrichtung zur schallabsorption und klimatisierung in vorzugsweise werkhallen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2731606A (en) * 1951-07-26 1956-01-17 Gen Electric Structure for reduction of audible sound
DE3035821A1 (de) * 1980-09-23 1982-05-06 Hölter, Heinz, Dipl.-Ing., 4390 Gladbeck Vorrichtung zur schallabsorption und klimatisierung in vorzugsweise werkhallen

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