CH255696A - Verfahren zur Herstellung von Farbstoffpräparaten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Farbstoffpräparaten.

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CH255696A
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/22General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using vat dyestuffs including indigo
    • D06P1/221Reducing systems; Reducing catalysts

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Farbstoffpräparaten.            Ewurde    befunden,     da.ss        Farbstoffprä.pa-          r;@t,r,        Herbestellt    werden können, wenn mau       Schwefelfarbstoffe    mit Reduktionsmitteln       und    Stärke in     wässrigem    Medium unter quel  lenden     Bedingungen    zusammenbringt und das  Wasser durch Trocknen entfernt.  



       31s    Schwefelfarbstoffe sind gemäss vor  liegendem Verfahren alle Farbstoffe     brauch-          har,    die üblicherweise unter dieser     Bezeich-          nung        zusammengefasst    werden.  



       31s    Stärke können nach vorliegendem  Verfahren die handelsüblichen Stärkesorten,  wie     @#@Tcizen-,    Mais-, Kartoffel- und Reisstärke       verwendet    -erden, das heisst     allgemein    alle       Stärkearten,    die ein normales bis     gutes    Quell  vermöben besitzen.  



       31s        Reduktionsmittel    kommen die für       Schwefelfarbstoffe    üblichen in Betracht, so       iri#hesoiidere    Schwefelalkalien und     Alkali-          suIfIiydrate.    Es können auch     Hydrosulfite     oder reduzierend wirkende Kohlenhydrate,       g'''egebenenfalls    unter     Mitverwendung    von     al-          halisch    wirkenden Substanzen, wie Soda oder       Natronlauge,    verwendet werden.

       Gewünseh-          tenfalls    können auch verschiedene     Reduk-          1.ionmittel    in Kombination zur     Anwendung          (Yelanben.     



  Das     11enbenverhältnis    von     Schwefelfarb-          -toff,    Reduktionsmittel und Stärke ist nicht       stöebiometrisch    bestimmt, sondern kann in       @zeiten    Grenzen schwanken. Beispielsweise  erhält man brauchbare Resultate bei     Ver-           -endung    von 1-10 Teilen Stärke auf 30       Teile        kristallisiertes    Schwefelatrium. Das    Mengenverhältnis zwischen Reduktionsmittel  und Schwefelfarbstoff richtet sich in der  Hauptsache nach dem vorgesehenen Verwen  dungszweck.

   So ist es in vielen Fällen zweck  mässig, die -Menge des Reduktionsmittels so  zu bemessen, dass es nicht nur zur vollstän  digen Reduktion des Farbstoffes     ausreicht,     sondern noch in solchem     Übersehuss    vorhan  den ist, dass zum Färben kein weiterer Zu  satz an Reduktionsmittel mehr benötigt wird.       Gewünschtenfalls    kann ein     Reduktionsmittel     auch nur in solchen Mengen zugegeben wer  den,     da.ss    zwar lösliche Präparate     entstehen,     dass aber zum Färben noch weitere Zusätze  nötig sind.  



  Die zu verwendende Wassermenge wird  vorteilhaft so bemessen, dass auch nach dem  Quellen der Stärke noch eine     verarbeitbare,     z. B. rührbare oder knetbare Masse vorliegt.  Quellende Bedingungen liegen in der Regel  ohne weiteres vor, da die zur     Reduktion    von  Schwefelfarbstoffen dienenden Reduktions  mittel eine     alkalische    Reaktion aufweisen  und da die normalen Stärkesorten in alkali  schem     31edium    stark quellen. Die zum Redu  zieren von Schwefelfarbstoffen üblicherweise  <B>,</B>     angewende-ten    Temperaturen befördern die       Quellung    ebenfalls.  



       Cremä.ss    vorliegendem Verfahren wird der  Farbstoff     vorteilhaft    zuerst in wässriger Lö  sung     verküpt    und dann die Stärke (als Pul  ver oder in wenig Wasser     suspendiert)    zu  gegeben. Hierauf kann zweckmässig bei ver  mindertem Druck zur Trockne eingedampft      werden. Man     kann    aber auch ohne Nachteil  das Gemisch von     Farbstoffpulver    und     Stärke     in das     Reduktionsmittel,    z. B. in konzen  trierte     Schwefelnatriumlösung,eintragen    und  dann zur Trockne eindampfen. In beiden Fäl  len hat die Stärke genügend Zeit, um zu  quellen.  



  Die so erhaltenen Produkte sind insbe  sondere in getrocknetem Zustand über  raschend beständig und sehr wenig     hygro-          skopiseh.    Diese Präparate lösen sich ohne  weiteres in heissem Wasser, :das gegebenen  falls noch Alkalien, wie     Alkalicarbonate    oder       -hydroxyde,enthält.    Viele Schwefelfarbstoffe  können daher wie Direktfarbstoffe aus     soda-          alkalischem    Bade gefärbt werden, während  bei     gewissen    Schwefelfarbstoffen eine Zu  gabe von etwas     Alkalihydroxyd    erwünscht       ist.     



  Die für die vorliegenden Produkte be  nötigten Färbebäder können weniger alka  lisch     (p$-Wert)    gehalten werden, als die  nach dem üblichen     Schwefelnatriumverfah-          ren        benötigten    Bäder, da die     Präparate    we  niger     Schwefelnatrium        benötigen,        als        nor-          malerweise    zum Färben verwendet wird.  



  Die     Z'(Tirkungsweise    des vorliegenden Ver  fahrens     ist    noch nicht völlig     abgeklärt.    Es  scheint jedoch, dass unter normalen Bedin  gungen, insbesondere beim     Trocknen    im Va  kuum unter     Vermeidung    von Temperaturen,  die     wesentlich    über 100  liegen, die     verwen-          dete    Stärke     praktisch    unverändert im     trok-          kenen        Farbstoffpräparat    noch vorhanden ist  und keinen     nennenswerten    Abbau erleidet,

    somit auch nicht als     Reduktionsmittel    wirk  sam ist. Die     Schutzwirkung    gegenüber der       oxydierenden        Wirkung    des Luftsauerstoffes  und gegenüber der Luftfeuchtigkeit     ist    wahr  scheinlich vorwiegend     nichtchemischer        Art.     



  Die vorliegenden     Präparate    können zum  Färben und Bedrucken     solcher        Fasern    ver  wendet werden, die     sich    zum Färben mit  Schwefelfarbstoffen     eignen;    es kommen da  her     hauptsächlich    pflanzliche Fasern, wie  Baumwolle und Leinen, dann auch     Kunst-          seide    und Zellwolle aus regenerierter Zellu  lose in Betracht. Durch die bereits erwähnte    Möglichkeit, in schwächer alkalischem Bade  als üblich zu färben, erweitert sich die An  wendbarkeit der vorliegenden Präparate.

         Vorteilhaft    ist auch der Umstand, dass sich  die vorliegenden Präparate leicht in einer  verhältnismässig geringen Menge Wasser, ge  gebenenfalls unter Zusatz von Alkalien, zu  einer     Stammküpe    lösen, die dem Färbebade  in üblicher     Weise    zugegeben werden kann.       Beispiel   <I>X:</I>  22 Teile     Pyrogengelb    0 (Schultz,     Farb-          stofftabellen,    7.

   Auflage, Nr. 1067) als kon  zentriertes     Farbstoffpulver    werden mit 150  Teilen     kristallisiertem        Schwefelnatrium    in  300 Teilen Wasser     verküpt.    Hierauf lässt man       unter    Rühren ein Suspension     von,    25 Teilen       Weizenstärke    in 25 Teilen Wasser zulaufen  und dampft im Vakuum bei 80-100  zur  Trockne     ein.    Man erhält ein haltbares Pro  dukt, das in Wasser vollständig löslich     ist     und pflanzliche     Fasern,    aus     soloalkalischem     Bade in gelben Tönen färbt.  



       Beispiel   <I>2:</I>  172 Teile einer     feingemahlenen        Farb-          stoffpaste    von     Pyrogengelb    0     konzentriertes          Farbstoffpulver    und Wasser, enthaltend 33  Pigment,

   werden in 670     Teile    einer 23 ö ixen       Schwefelnatriumlösung    von     40-45         einge-          rührt.    Zu dieser Suspension lässt man     unter     starkem Rühren eine     Aufschlämmung    von 6 7       Teilen    Stärke in 70 Teilen Wasser zulaufen  und dampft hier im Vakuum bei 90  zur  Trockne ein. Man erhält     ein,        orangestichig    gel  bes Präparat, das sich in warmem Wasser zu  einer klaren     Küpe    löst und Baumwolle     in    gel  ben     Tönen.    färbt.  



       Beispiel   <I>3:</I>  <B>5</B> Teile     Pyrogentiefschwarz        I?        (Schultz.          22     a.. a.. 0. Nr. 1077) als     konzentriertes        Farb-          stoffpulver    werden mit 110 Teilen kristalli  siertem     Schwefelnatrium    in 200     Teilen.    Was  ser     verküpt.    Unter Rühren lässt man     eine        Sus-          pension    von 5 Teilen     Kartoffelstärke    in 2,

  5  Teilen Wasser zulaufen und dampft hierauf  im Vakuum bei 80-100  zur     Trockne,    ein.           Man    erhält ein haltbares Produkt, das aus       sodaalkalischem    Bade Baumwolle in schwar  zen     Tönen    färbt.  



       Beispiel     Eine Mischung von 25 Teilen     Pyrogen-          grün        3G    (Schultz, a. a. 0. Nr.<B>1.117)</B> als kon  zentriertes     Farbstoffpulver    und 22 Teilen       Stärke    wird in 250 Teile 20     %        ige    Schwefel  natriumlösung von 70-80  eingetragen und  so lange gerührt, bis eine homogene Paste     ent-          Aeht.    Nach dem Trocknen im Vakuum bei 80   erhält man ein     haltbares    Präparat,

   das in       'N#@Tasser    vollständig löslich ist und pflanzliche  Fasern aus     sodaalkalischem    Bade in grünen  Tönen färbt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Farbstoff präparaten, dadurch gekennzeichnet, dass man Schwefelfarbstoffe mit Reduktionsmitteln und Stärke in wässrigem Medium unter quellenden Bedingungen zusammenbringt und das Was ser durch Trocknen entfernt. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, ge kennzeichnet durch die Verwendung von Schwefelalkalien als Reduktionsmittel. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Trocknen bei vermindertem Druck sta.Ufindet.
CH255696D 1946-02-19 1946-02-19 Verfahren zur Herstellung von Farbstoffpräparaten. CH255696A (de)

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