CH255730A - Zungenkörper für Musikwerke. - Google Patents
Zungenkörper für Musikwerke.Info
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Description
Zungenkörper für Musikwerke. Das Stimmen der Zungen von Zungen- l@örpern, wie sie in Musikwerken Verwen- fiiung finden, hatte bis jetzt grosse Schwierig- l:f'iten und konnte nur von geübten Spezia- li@;-en ausgeführt werden. Man verfuhr hier bei so, dass man die Tonzungen an ihrem freien Ende entweder durch Zuschärfen ab nahm, oder durch Auftragen von Material, wie Blei, belastete, um so die ihr zukom mende Tonhöhe zut erreichen.
Dies war eine .,ehr umständliche imd zeitraubende Arbeit, die zudem viel Geschicklichkeit erforderte.
Vorliegende Erfindung bezweckt eine Vereinfachung beim Stimmen der Zungen von "olclien Zungenkörpern. Gemäss der Er findung weist jede Zunge. eine deformierbare Partie auf, zum Zwecke, durch Deformieren dieser Partie eine Masselageveränderung und damit eine Veränderung der Tonhöhe der Zunge erzielen zu können.
Auf beiliegender Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung da.rge- stellt, und zwar zeigt: Fi-. 1 einen Zungenkörper in Draufsicht, Fig. \3 einen Schnitt durch ein erstes, Fig. 3 einen Schnitt durch ein zweites, Fig. 4 einen Schnitt durch ein drittes und Fig. 5 einen Schnitt durch ein viertes Aus- führungsbeispiel,
Fig. 6 ein fünftes und Fig. 7 ein sechstes Beispiel, Fig. 8 ein siebentes und die F C izn. 9 und 10 ein achtes Beispiel in Draufsicht und Seitenansicht. Fig. 11 veranschaulicht ein neuntes Bei spiel in Draufsicht, wozu Fig. 12 eine Seitenansicht ist.
Fig. 18 stellt ein zehntes Beispiel dar. Die Fig. 14 zeigt eine beispielsweise Verbin dung der Zungen mit dem Tragteil des Zun genkörpers und Fig. 15 eine andere Verbindungsart so wie Fig. 16 eine 'dritte Verbindungsart der Zungen mit dem Tragteil.
Fig. 17 veranschaulicht ein letztes Bei spiel einer Zungenausführung.
Mit 1 ist der Tragteil des Zungenkörpers für ein Musikwerk bezeichnet, der bei 2 Löcher zu seiner Befestigung im Gehäuse des hier nicht dargestellten Musikwerkes hat. 3 sind die Zungen des Zungenkörpers. Diese Zungen sind nach dem ersten Ausführungs beispiel (Fig. 1) an ihren freien Enden bei 4 so U-förmig zurückgebogen, dass die Rück biegung zwischen sie und dem geraden Teil der Zunge Spiel belässt. An diese Rückbie gung schliesst sich noch eine Fahne 5 an,
die das freie Ende der Zunge bildet und die von der Zunge wegstrebend schräg gegen die Zungenbasis verläuft.
Zum Verbringen auf die Tonhöhe, die der einzelnen Zunge zukommt, wird das freie Ende der Zunge zwecks einer Masselagever- änderung deformiert, indem es an der Fahne 5 gefasst und entweder nach aussen (bei zu hoher Schwingungszahl) oder nach innen ge- gen die Zungenbasis hin (bei zu niederer Schwingungszahl) gebogen wird.
Zur leichteren Abbiegung der Fahne 5 kann eine Vorkehrung getroffen sein, bei spielsweise durch eine leichte Vorkniekung, einen leichten Einschnitt in der Zunge oder kleine Einschnitte an den Kanten der Zunge. An dieser genannten Biegung kann die ganze Rückbiegung 4 mitsamt der Fahne 5 teilneh men, so dass hierbei eine relativ grosse Masse verlagert wird,
also eine sehr kleine Verbie gung schon ein merkliche Schwingung zahl- änderung der Zunge 3 hervorrufen kann.
Die Knickstelle bei 4 erleichtert,das Abbiegen des gegenüber dem geraden Teil der Zunge de formierbaren Fahnenendes 5 durch die natur gemässe Schwächung der Zunge 3 an der Knickstelle: Beim zweiten Ausführungsbeispiel (Fig. 3) isst die U-förmige Rückbiegung 4 satt am ge raden Teil der Zunge 3 anliegend und die Fahne 5 strebt wieder von diesem Teil der Zunge weg und ist schräg gegen die Zungen basis gerichtet.
Auch hier kann eine die Knickung erleichternde Vorkehrung der schon geschilderten Art getroffen sein.
Zum Stimmen wird wiederum die Fahne 5 gefasst und in der einen oder andern Rich tung gebogen. Dabei wird vornehmlich wieder durch die Knickung bei 4 die ganze Fahne 5 deformiert, das heisst nur in ganz kleinem Masse, so dass eine kleine Verbiegung nur eine kleine Schwingungszahländerung der Zunge hervorruft, also eine feine Tonhöhe regulierung erzielen lässt.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ist die durch die Knickwirkung bei 4 hinsicht- lich des Abbiegens als Ganzes. bevorzugte Z-förmige Rückbiegung satt am geraden Teil der Zunge 3 anliegend, das Ende der Fahne 5 aber von der Zungenbasis weg schräg nach aussen gebogen. Zum Stimmen kann die Fahne 5 besonders im Sinne einer Erhöhung der Schwingungszahl der Zunge um ein gro sses Mass verbogen werden.
Nach dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 5 ist die U-förmige Rückbi bang 4 mit Spiel zwischen sich und einem geraden Teil der Zunge 3 gebogen und die Fahne 5 ragt von der Zungenbasis weg nach aussen.
Hier kann beim Stimmen zusammen mit der Fahne 5 auch die Rückbiegung 4 deformiert werden und dies besonders zwecks einer Erniedri gung der Schwingungszahl der Zunge, so dass eine weitgehende Regulierung der Ton höhe sowohl im Sinne der Erhöhung wie auch der Erniedrigung der Zungenschwingungs zahl erzielbar ist.
Nach der Fig. 6 ist am freien Ende der Zunge 3 ein Winkelstück 6, 7 mit seinem Schenkel 6 befestigt, und dessen anderer Schenkel 7 stellt, durch die Abwinklung be günstigt, die lageveränderbare Masse der Zunge 3, das heisst den zur Ausregulierung der Tonhöhe dienenden Lappen dar. Der Schenkel 7 ist dabei dem Tragteil der Zungen zugekehrt.
Die Befestigung des Winkelstückes 6, 7 kann im einen wie im andern Fall durch Schweissen, Löten, Kleben oder Nietung er zielt sein.
Nach dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 8 ist das freie Ende der Zunge 3 einfach an einem V-förmigen Lappen 8 gegen die Befestigungsstellb der Zunge hin gebogen. Zur Tonhöheregulierung kann dieser Lappen 8 wie punktiert angedeutet, mehr oder we niger eingerollt werden.
Nach den Fig. 9 und 10 ist das freie Ende der Zunge 3 verbreitert und der Lappen 10 ist durch einen von der Befestigungsstelle der Zunge her in die Verbreiterung vorzugs weise durch Stanzen geführten Schlitz 11 ge bildet.
Nach den Fig. 11 und 12 ist der Lappen 12 durch einen vom freien Ende der Zunge 3 in diese geführten Schlitz 13 gebildet.
Die Fig. 13 zeigt die Bildung eines Wul stes 14 durch Faltung der Zunge 3 nahe dem freien Ende. Die Zunge 3 selbst hat man sich nach links verlängert zu denken. Dieser Wulst kann nach der einen oder andern Seite verbogen werden, um die Tonhöhe auszuregu- lieren. Es könnte auch eine Doppelwulst vor gesehen sein, deren Teile einzeln verstellt werden könnten. Weiter könnte die ganze Länge der Zunge 3 verfaltet sein, wie Fig. 17 zeigt, so dass eine Reihe von Lappen gebildet. ist, die zur Tonregulierung nach.
Art einer Har monika. auseinandergezogen oder gegenein- andergestaucht werden können.
Vorkehrungen zum leichteren Abbiegen der zu deformierenden Teile, wie solche nach dem ersten Ausführungsbeispiel erläutert wurden, können auch bei den übrigen Beispielen An wendung finden.
Die Zungen 3 können mit dem Tragteil 1. des Zungenkörpers verspritzt sein, und zwar als plane Stücke (Fug. 14), linkes Ende der Zunge, als am innern Ende abgebogene Stücke (Fug. 15), ebenfalls linkes Ende der Zunge, oder als am innern Ende abgekröpfte Stücke (Fug. 16, ebenfalls linkes Zungen ende).
Die Erstellung eines solchen Zungen- körpers kann in der beim Einspritzen von Gegenständen in einem Halte- oder Trägerteil üblichen Weise erfolgt sein, indem die Zun gen mit dem einzuspritzenden Ende in eine Spritzform ragend mit dieser verbunden wer den und dann der Hohlraum der Form mit Spritzmasse ausgefüllt wird.
Die Zungen 3 des Zungenkörpers könnten auch gerade sein und die deformierbare Partie könnte durch eine leichte Einkerbung an der Zungo 3 oder eine kleine Quetschung der Zunge vorbereitet sein, so dass das vordere Ende der Zunge um die Einkerbung oder Quetschstelle abgebogen und so die Masse lageveränderung und Veränderung der Ton höhe der Zunge erzielt werden kann.
Die Erfindung ermöglicht es, das Stim men von solchen Zungenkörpern für Musik instrumente durch billige Arbeitskräfte vor nehmen zu lassen, da, an der Masse der Zun gen keine Veränderung weder durch Abnahme noch durch Zugabe erforderlich, sondern nur eine Biegearbeit an der Zunge zu leisten ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Zungenkörper für Musikwerke, dadurch gekennzeichnet, dass jede Zunge eine defor- mierbare Partie aufweist, zum Zwecke, durch Deformieren dieser Partie eine Masselagever- änderung und damit eine Veränderung der Tonhöhe der Zunge erzielen zu können. UNTERANSPRÜCHE 1. Zungenkörper nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als deformierbare Partie ein Lappen am freien Ende der ein zelnen Zungen vorgesehen ist. 2.Zungenkörper nach Patentanspruch und Unteransp-rueh 1, dadurch gekennzeich net, dass das freie Ende der Zunge selbst den Lappen bildet. 3. Zungenkörper nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass das freie Ende der einzel nen Zungen U-förmig zurückgebogen und die Rückbiegung mit einer von der Zunge weg strebenden Fahne versehen ist. 4.Zungenkörper nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-3, dadurch gekenn zeichnet, dass die U-förmige Rückbiegung zwischen sich und dem geraden Teil der Zunge Spiel belä.sst. 5. Zungenkörper nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-3, dadurch gekenn zeichnet, dass die U-förmige Rückbiegung am geraden Teil der Zunge satt anliegt. 6.Zungenkörper nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Fahne schräg gegen die Zungenbasis hinragt. 7. Zungenkörper nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Fahne schräg von der Zun genbasis wegsteht. B. Zungenkörper nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeieh- net, dass der Lappen aus einem besonderen Winkelstück für sich besteht, das über einen Schenkel mit dem freien Ende der Zunge ver bunden ist und dessen anderer Schenkel einen lageveränderbaren Masseteil der Zunge dar stellt.9. Zungenkörper nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 8, dadurch ge kennzeichnet, dass das Winkelstück am freien Ende der Zunge angeschweisst ist. 10. Zungenkörper nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 8, dadurch ge kennzeichnet, dass das Winkelstück am freien Ende der Zunge angelötet ist. 11. Zungenkörper nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 8, dadurch ge kennzeichnet, dass das Winkelstück am freien Ende der Zunge angeklebt ist. 12.Zungenkörper nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 8, dadurch ge kennzeichnet, dass das Winkelstück am freien Ende der Zunge angenietet ist. 13. Zungenkörper nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass das :den Lappen bildende freie Ende der Zunge V-förmig gegen die Be festigungsstelle der Zunge hin gebogen ist. 14. Zungenkörper nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass der Lappen aus einer Verbreiterung des freien Endes der Zunge herausgebildet ist.15. Zungenkörper nach Patentanspruch und LTuteransprüchen 1 und 14, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Lappen durch einen von der Befestigungsstelle der Zunge her in die Verbreiterung geführten Schlitz gebil det ist, 16. Zungenkörper nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 14, dadurch ge kennzeichnet, dass der Lappen durch einen vom freien Ende der Zunge her in diese ge führten Schlitz gebildet ist. 17.Zungenkörper nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge- hennzeichnet, dass der Lappen durch Verfal- ten der Zunge nahe deren freiem Ende ge bildet ist. 18. Zungenkörper nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2 und 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Verfaltung ein ein facher Wulst ist. - 19. Zungenkörper nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 2 und 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Verfaltung ein Dop- pelwulst ist.20. -Zungenkörper nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Zungen über ihre ganze Länge verfaltet sind. 21. Zungenkörper nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Zungen mit dem Tragteil des _ Körpers ver spritzt sind. 22. Zungenkörper nach Patentanspruch und Unteranspruch 21, dadurch gekennzeich net, dass die Zungen als plane Stücke mit dem Tragteil des Körpers verspritzt sind. 23.Zungenkörper nach Patentanspruch und Unteranspruch 21, dadurch gekennzeich net, dass die Zungen als abgebogene Stücke mit dem Tragteil des Körpers verspritzt sind. 24. Zungenkörper nach Patentanspruch und Unteranspruch 21, dadurch gekennzeich net, .dass die Zungen gekröpft mit dem Trag teil des Körpers verspritzt sind.
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Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2807181A (en) * | 1954-07-12 | 1957-09-24 | Knickerbocker Plastics Co Inc | Musical box construction |
| US2876670A (en) * | 1956-10-02 | 1959-03-10 | Theodore R Duncan | Music comb with cast base |
| US2880639A (en) * | 1954-07-12 | 1959-04-07 | Knickerbocker Plastic Co Inc | Musical box construction |
| US2956466A (en) * | 1960-10-18 | duncan |
-
1946
- 1946-10-23 CH CH255730D patent/CH255730A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2956466A (en) * | 1960-10-18 | duncan | ||
| US2807181A (en) * | 1954-07-12 | 1957-09-24 | Knickerbocker Plastics Co Inc | Musical box construction |
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