CH255771A - Verfahren zum Veredeln von Holz und daraus hergestellten Gegenständen. - Google Patents

Verfahren zum Veredeln von Holz und daraus hergestellten Gegenständen.

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CH255771A
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Description


  Verfahren zum Veredeln von Holz und daraus hergestellten Gegenständen.    Es ist bekannt,     da.ss    Holz und aus Holz       bestehende    Gegenstände     hydrophil    sind und  die Neigung haben, Wasser unter     Quellung     aufzunehmen und beim Trocknen unter     Ver-          werfLtngen,        Rissbildungen    und dergleichen  wieder abzugeben. Der Erfinder hat sich die  Aufgabe gestellt, Hölzer der verschiedensten  Art von ihrer lästigen Eigenschaft des  Feuchtigkeitsaustausches zu befreien und  die Eigenschaften des, Holzes,     insbesondere     mit Bezug auf Festigkeit, durch Imprägnie  rung zu verbessern.  



  Es ist bereits bekannt, Holzgegenstände.,       @vie    Eisenbahnschwellen, Pfähle und derglei  chen, durch Imprägnierung gegen Feuchtig  keit, Fäulnis und Bakterienwirkung zu schüt  zen. Derartige Imprägnierungen besitzen  aber     zumeist    den Nachteil, dass sie den be  handelten Gegenständen schlechten Geruch  oder störende Verfärbungen verleihen, so dass  sie für viele Anwendungsgebiete nicht brauch  bar sind.

   Es ist auch bereits vorgeschlagen  worden, Holz,     Faserstoffe-,    Papier und Pappe  mit einer Lösung eines     Kunstharzes    in orga  nischen Lösungsmitteln zu -     imprägnieren,     hierauf das     Lösungsmittel    zu verdampfen  und alsdann das eingeführte Kunstharz durch  Erhitzen     weiterzupolymerisieren.    Dieses Ver  fahren, fair welches     bestimmte    Kunstharze  nicht vorgeschlagen worden sind, besitzt den  Nachteil,

   dass das Austreiben und die Wie  dergewinnung des verhältnismässig teuren  organischen     Lösungsmittels    unter Vermei  dung     störender    Beeinflussung des in Umbil-         dung    begriffenen Kunstharzes Schwierigkei  ten bereitet und mit     Lösungsmittelverlusten     verbunden ist. Dieses Imprägnierverfahren  hat, soweit es sieh auf die Behandlung von  Holz     mit    Kunstharzen bezieht, Eingang in  die Technik nicht gefunden.  



  Nach vorliegender Erfindung gelingt die  Veredelung von Holz und daraus hergestell  ten     Gegenständen    unter weitgehender Ver  besserung der Eigenschaften des Holzes und  damit. verbundener grosser Vorteile durch  Einverleibung ganz bestimmter     Kunstharze     unter Einhaltung     bestimmter    Arbeitsbedin  gungen.

   Demgemäss betrifft die Erfindung  ein     Verfahren    zum Veredeln von Holz und  daraus hergestellten Gegenständen durch Im  prägnieren mit Kunstharzen, dadurch ge  kennzeichnet, dass das Holz zunächst durch  schonendes Trocknen in gut saugfähigen Zu  stand übergeführt, alsdann mit wässerigen  Lösungen von     weiterkondensierbaren    Reak  tionsprodukten aus Harnstoff oder     Thioharn-          stoff    mit Aldehyden, welche die Weiterkon  densation begünstigende Katalysatoren ent  halten, bei höchstens. mässig erhöhter Tem  peratur getränkt und nach Befreiung von  überschüssiger Flüssigkeit bei darüber hin  aus erhöhten Temperaturen gehärtet wird.  



  Eingehende Untersuchungen haben er  geben, dass zur erfolgreichen Durchführung  des Verfahrens durchaus nicht alle Kunst  harze geeignet sind. So     kommen    z. B. die viel  gebräuchlichen     Phenolaldehydharze    schon  deshalb nicht in Betracht, weil damit im-           prägnierte    Hölzer     einen    unangenehmen Ge  ruch aufweisen und nach einiger Zeit Ver  färbungen erleiden. Ebenso haben sich poly  mere Kunstharze,     wie        Polyvinylverbindun-          gen,    als nicht geeignet erwiesen. Dagegen  eignen sich für den in Rede stehenden Zweck  in Sonderheit die Kondensate von Harnstoff  oder     Thioharnstoff    mit Formaldehyd.  



  Als     Kondensationsmittel    (Härter) für die  erfindungsgemäss     anzuwendenden        Vorkon-          densate    von Harnstoff- bzw.     Thioharnstoff-          aldehydharzen    können u. a. Säuren, z. B.  Phosphorsäure, Ameisensäure, Essigsäure,  Salze, z. B. Salze der schwefligen Säure oder       Ameisensäure,        Ammoniumalze,    wie z. B.     Am-          moniumsulfat,    verwendet werden. Mit Vor  teil werden solche Katalysatoren angewen  det, die bei     Raumtemperaturen    nur gering  fügige Wirkungen entfalten, aber bei Kon  densationstemperaturen, z.

   B. von etwa 100  C  und mehr, die Weiterkondensation des Kunst  harzes zwecks Überführung in den unlös  lichen Endzustand stark beschleunigen. Hier  für ist z. B.     Ammoniumehlorid    gut geeignet.  Es     können    auch verschiedene Katalysatoren  miteinander oder ein oder mehrere Katalysa  toren in Mischung mit andern Stoffen zur  Anwendung gebracht werden. Gute Ergeb  nisse werden u. a. durch     Anwendung    eines  Gemisches von     Ammoniumchlorid,    Ammo  niak und Harnstoff, das gegebenenfalls noch       geringe    Zusätze von kolloiden Stoffen, wie  z.     B,.        Degtrin,    enthält, erzielt.  



  Wesentlich für den Erfolg ist, dass die       züz    veredelnden Hölzer vor dem Einbringen  der     Vorkonden        sata    einem langsamen und       sorgfältigen        Trocknungsvorgang    unterworfen  werden, der vorteilhaft     im    Vakuum durchge  führt wird.

   Hierdurch gelingt     es,    das Gefüge  des     Holzes    in     einen    derart saugfähigen Zu  stand zu versetzen, dass eine rasche und  gleichmässige Vollimprägnierung möglich ist       und.    nach     Überführung    der     Vorkondensate    in  den unlöslichen Endzustand die Gesamtmasse  des Holzes gleichmässig von dem eingeführ  ten Kunstharz durchsetzt ist. Bei Einhaltung  dieser Bedingungen gelingt es auch, die  gleichmässige     Vollimprägnierung    des Holzes    durch seine ganze Masse durchzuführen, ohne  dass Störungen durch     Katalysatorv-irkungen,          wie    z. B.

   Verdickungen, welche das Eindrin  gen der Lösung in die tieferen Bereiche un  möglich machen würden, stattfinden. Im  übrigen kann der     Imprägnierungsvorgang     noch durch Massnahmen, wie Druck, begün  stigt werden. Anderseits hat es sich als mög  lich     erwiesen,    durch geeignete Auswahl der       Katalysatoren    und Bemessung der Mengen  verhältnisse die Überführung der     Vorkonden-          sate        in    den     Endzustand    durch Erhitzen auf  über 95  C, zweckmässig auf etwa 100 , in       kürzester    Zeit herbeizuführen,

   während bei  Erwärmung auf geringere Temperaturen die       Härtung    einen entsprechend längeren Zeit  aufwand     erfordert.     



  Der     Härtungsvorgang    kann     mit        Vorteil     durch Erhitzen der     imprägnierten    Hölzer im  Vakuum durchgeführt werden. Der Gesamt  vorgang kann, wie nachstehendes Beispiel  zeigt, in ein und derselben Apparatur  vollzogen werden. In Sonderfällen kann  eine zwei- oder mehrmalige Imprägnierung  mit darauffolgender Härtung durchgeführt  werden.  



  <I>Beispiel:</I>  Etwa 1 cm dicke Bretter aus     Eschenholz     werden in einem     Autoklaven    bei 60  C     im     Vakuum getrocknet. Hierauf wird eine  8%ige wässerige Lösung eines     Harnstoff-          Formaldehydvorkondenisate,    die 0,4% Am  moniumchlorid enthält, bei gewöhnlicher  Temperatur     eingepresst.    Der Druck wird hier  bei allmählich auf etwa 25 Atmosphären er  höht und die Hölzer alsdann einige Zeit.  z. B. 12 Stunden, in der Lösung belassen.  Hierauf wird die unverbrauchte Imprägnier  flüssigkeit abgelassen, der     Autoklav    eva  kuiert und langsam auf eine Temperatur von  100  C gebracht.

   Nachdem diese Temperatur  erreicht ist, ist     die    Härtung in kurzer Zeit  vollendet. Die Bretter sind gleichmässig mit  dem     unlöslichen    Kunstharz durchsetzt.  



  Die erfindungsgemäss veredelten Hölzer  zeichnen sich durch vorzügliche     Wais    Vier  beständigkeit und erheblich verbesserte me  chanische     Eigenochaften,    insbesondere mit    
EMI0003.0001     
  
   
EMI0003.0002     
  
   
EMI0003.0003     
  


Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Veredeln von Holz und daraus hergestellten Gegenständen durch Im prägnieren mit Kunstharzen, dadurch ge kennzeichnet, dass dass Holz zunächst durch 'schonendes Trocknen in gut saugfähigen Zu stand iibergeführt, alsdann mit wässerigen Lösungen von weiterkondensierbaren Reak tionsprodukten aus Harnstoff oder Thioharn- stoff mit Aldehyden, welche die Weiterkon densation begünstigende Katalysatoren ent halten,
    bei höchstens mässig erhöhter Tempe ratur getränkt und nach Befreiung von über schüssiger Flüssigkeit bei darüber hinaus er höhten Temperaturen gehärtet wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Trocknen zur Erhöhung der Saugfähigkeit im Vakuum durchgeführt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Imprägnie rung unter Druckanwendung erfolgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Härtung im Vakuum durchgeführt wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Härtung bei Temperaturen von über 95 C durchgeführt -wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Imprägnie rung Lösungen von Harwtoff-F'ormaldehyd- vorkondensaten verwendet werden. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Imprägnie rung Lösungen von Thioharnstoff-Pormalde- hydvorkondensaten verwendet werden. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Imprägnie- rung und Härtung in Gegenwart von Kata lysatoren durchgeführt wird, welche bei der höchstens mässig erhöhten Imprägnierungs- temperatur nur eine geringfügige Wirkung entfalten,
    dagegen bei den darüber hinaus erhöhten Härtungstemperaturen eine starke Beschleunigung des Kondensationsvorganges bewirken. B. Verfahren, nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Härtungskatalysator Ammonsalze verwendet werden. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da,ss Imprägnierung und Härtung mehrmals durchgeführt werden.
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