CH255936A - Haltbare, lackartige Druckmasse zum Fixieren von mechanischen Effekten auf Flächengebilden, insbesondere Gewebe. - Google Patents

Haltbare, lackartige Druckmasse zum Fixieren von mechanischen Effekten auf Flächengebilden, insbesondere Gewebe.

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CH255936A
CH255936A CH255936DA CH255936A CH 255936 A CH255936 A CH 255936A CH 255936D A CH255936D A CH 255936DA CH 255936 A CH255936 A CH 255936A
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Description


  Haltbare, lackartige Druckmasse zum Fixieren von mechanischen Effekten  auf Flächengebilden, insbesondere Gewebe.    Es ist bekannt, permanente gemusterte  mechanische Effekte, z. B.     Kalander-    oder       Gaufrageeffekte    mit Hilfe von Kunstharzen  zu erzeugen, indem man Gewebe     vorgängig     der mechanischen Behandlung mit     Kun.st-          harzvorkon:deneaten    imprägniert     (gegebenen-          fa,il.s    durch Aufdruck), trocknet,     kalandert     bzw.     ba,ufriert    und anschliessend kondensiert,       ";e";

  cbenenfalls    örtlich durch Aufdrucken von  die     Kondensation    verhindernden Mitteln oder  durch Herauslösen des gebildeten Kunsthar  ze; .durch eine örtliche Säurebehandlung.       11an    kann die örtliche     Bildung    von Kunst  harzen auch dadurch erreichen, dass man die       Vorkondensate    oder     Ausgangsmaterialien     ohne     Säurezusatz    aufbringt, z. B. durch     Im-          prägnieren,    und die örtliche Kondensation  durch Aufbringen eines sauren     Katalyten     vor dem Erhitzen bewirkt.  



       Cregenstand    der Erfindung ist eine halt  bare, lackartige     Druckmasse    zum Fixieren  von     mechanischen    Effekten auf Flächengebil  den,     insbesondere    Geweben,     -die    dadurch ge  kennzeichnet ist,     dass    sie mindestens ein  Kunstharz in :einem organischen Lösungsmit  tel, d     as    auf das Flächengebilde nicht. quellend  wirkt, sowie ein     Zellulosederivat    als Ver  diekungsmittel enthält.  



  Als     Flächengebilde    können jede     Art    von  Geweben, Filme und jede Art von Fasern,  wie Baumwolle, Kunstseide, Zellwolle, Seide,       Azetatseide,        Superpolyamidfasern,    oder z. B.       Azetylzellulose    verwendet werden. Zu deren       tnechani-schen        Vorbehandlung    kommen alle    Arten von     Kalander    in Frage, wie z. B. Gau  frierkalander,     Prägekalander,        Friktionier-          kalander    usw. Man kann nach den üblichen  Methoden     kalandern    oder     gaufriercn,    z.

   B.  kalt, heiss, feucht oder trocken.  



  Wesentlich ist,     dass    die mechanischen  Effekte beim     nachfolgenden    Aufdrucken der  lackartigen Massen nicht durch     Quellen,    im  Falle von Fasern oder Materialien aus     nati-          ver    oder regenerierter Zellulose mit     Wasser,     durch     wässerige    Lösungen bzw. Emulsionen  oder     dergleichen    wieder zerstört werden. Vor  zugsweise enthält die Druckmasse     härtbare     Kunstharze in organischen Lösungsmitteln,  wie     Aminoplastätherharze,    z. B.

   Harnstoff  Formaldehydätherharze oder     Melamin-Form-          a,ldehydätherharze    in     Butanol    oder andern  organischen Lösungsmitteln, die jedoch auf  das     Flächengebilde    nicht quellend wirken.  Zwecks schnellerer und besserer Härtung  kann der Harzmasse ein saurer Katalysator  beigesetzt werden.

   Auch     Alkydharze,        Akryi-,          Methakrylharze    können Verwendung finden,  ebenso     Mischungen    oder     Mischharze    aus       AminoplaAätherharzen    und     Al'kydharzen,          fernerHarze    aus     chloriertemBiphenyl,Misch-          harze    von     Isobutylen    und     Vinylkarbazol    so  wie     Vinylharze,    z. B.     Vinylid-enchloridharze.     



  Die aufgedruckten lackartigen Massen  können, wenn gewünscht, pigmentiert oder  gefärbt sein. Ebenso lassen sich     Ton-in-Ton-          effekte    durch nachträgliches Färben der  Ware erzielen.      Durch spannungsloses Trocknen und     ge-          geb-enenfalls    Kondensieren durch Erhitzen  auf höhere     Temperaturen,der    mit der     erfin-          dunb    gemässen     Druckmasse    bedruckten     Flä-          ehengebilde        kann    erreicht werden, dass die  mechanischen     Effekte        erhadtenbleiben,

      d. h.  nicht zerstört werden. Durch     nachträgliche          Nassbehandlung    kann man diese hierauf an  den nicht mit den     lackartigen    Massen be  druckten Stellen zum     Verschwinden    bringen.  Die     Nassbehandlung    kann meinem     einfachen     Auswaschen bestehen. Sie kann aber auch in  einer schrumpfenden oder     pergamentierenden          Nassbehandlung        bestehen,        beispielsweise    in  einer schrumpfenden     Laugenbehandlung    oder  einer     pergamentierenden    Säurebehandlung.

    Für     gewisse    Zwecke haben sich durchschei  nend     machende    Kunstharze, besonders     Amino-          plastätherharze,        als    günstig- erwiesen.  



  Durch .die Druckmasse kann erreicht  werden,     d@ass,    die     permanenten        GaufragP-          bzw.        mechanischen        Effekta    keine     Schwä-          ehung    des Gewebes zur Folge haben, wie  dies bisher immer .der Fall war.

   Dieser Vor  teil ist nicht nur von Belang bei den ge  wöhnlichen permanenten     Gaufrageeffekten,     sondern kommt     besanders    dann zur     Geltung,     wenn weitere     Behandlungen,    wie Schrumpfen  oder     Perg,imentiexen,    vorgenommen werden,  die an sich unter Umständen geeignet     sein     können, eine     Schwächung    der     Faser    bzw. des  Substrates zu bewirken.  



  Die folgenden Beispiele zeigen die ver  schiedenartigen     Zusammensetzungen    der       Druckmasse    und verschiedene Anwendungs  arten.  



  <I>Beispiele:</I>  1. Eine Druckmasse, bestehend aus       85g        Äthylzellulose     180 g einer zirka 80 %     igen    Lösung     eines          Melamin-Formaldehyd-Ätherh-ar-          zes    in     Butanol     6 g Weinsäure  120 g     Titandiogyd     265 g Industriesprit  <U>344 g</U>     Toluol          1000    g    eignet sich zum Aufdrucken auf     gau-          frrierte    gebleichte     Zellwoll-Mousseline.    Es       lassen    sich markante     

  crepeartig        bossierte    Mu  sterungen auf     durchscheinendem    Grund er  halten, nachdem die bedruckte     Zellwoll-          Mousseline    nacheinander in     spannungslosem     Zustand getrocknet, erhitzt, ausgehetzt, wie  derum mit wenig Spannung getrocknet, mit       mSO,    behandelt, gespült und gegebenen  falls gebläut und     unter    leichter Spannung       ramiert    wurde.    2.

   Eine Masse, bestehend aus:    9,00 g einer zirka     70%    feste Bestand  teile enthaltenden Lösung von  Harnstoff - Formaldehyd -     Butyl-          Ätherharz,    modifiziert mit einem       Alkydharz    in     B'utanol          10,0    g einer 20 %     igen    Nitrozellulose  lösung in     Äthylazetat-Amylazeta.t     Mischung 1 :

  1    eignet sich zum Aufdrucken auf     gaufrierte          gebleichte    und     mercerisierte        Baumwollmous@se-          line,    wobei     sich    auf mattem     undurchsichti-          gem        Grund    transparente, mit einem     Gaufrier-          dessin    versehene Partien erhalten lassen, nach  dem wiederum das bedruckte Gewebe unter  Vermeidung von Spannung getrocknet und  in ähnlicher Weise wie in     Beispiel    1 auf  gearbeitet wurde.    3.

   Eine     Druckmasse,    bestehend     aus    einem       Nitrozelluloselaek,    enthaltend zirka 15  Nitrozellulose einer mittleren Viskosität, so  wie ein     Glyptalharz,    eignet sich zum Auf  drucken mit Hilfe von     Schablonen    auf     CrApe-          Satin,        Kette:        Viskos-e-Kunstseide,        Schuss          Viskose-CApe,    der     vorgängig    mit Hilfeeines       Gaufrierkalanders    mit einem Prägedessin  versehen wurde.

   Wird ein so     bedrucktes    Ge  webe nacheinander in     spannungslosem    Zu  stand bei zirka     9-0     C getrocknet, ausgehetzt  und unter     Vermeidung        übermässiger    Span  nung auf einem     Handnadelrahmen        getrock-          net,    so lässt     sich    auf weichem, glattem Grund       .ein        ,steifes,    mit     Gaufrageeffekten        versehenes          Muster    erhalten.

      
EMI0003.0001     
  
    4. <SEP> Eine <SEP> Druckmasse, <SEP> bestehend <SEP> aus:
<tb>  <B>1e)0</B> <SEP> Teilen <SEP> chloriertem <SEP> Biphenyl <SEP> von
<tb>  harzartiger <SEP> Beschaffenheit
<tb>  <B>150</B> <SEP> Teilen <SEP> Äthylzellulose
<tb>  630 <SEP> Teilen <SEP> Tolu-ol
<tb>  70 <SEP> Teilen <SEP> Sprit
<tb>  10()0 <SEP> Teile            eignet:    sich zum Aufdrucken auf     einen    locker       eingestellten    gefärbten     Zellwoll-Calicot,    der       vorgängig        gaufriert    wurde.

   Wird das be  druckte Gewebe in spannungslosem Zustand       getrocknet,        ausgenetzt    und mit möglichst  wenig Spannung     ramiert,    so erhält man ein       ga.uhiertes    Muster auf glattem Grund.  



  5. Eine Lösung von V     inylidenchlorid    in       Zyklohexanon,    die     nötigenfalls    mit     Äthyl-          zelhilose    oder Nitrozellulose verdickt sein  kann, eignet sich zum Aufdrucken auf     Woll-          Tnousseline,    die mit einem Prägedessin     ver-          scIien    wurde.

   Wird das bedruckte Gewebe in       pannungslosem    Zustand getrocknet, hierauf       cler    Stoff geseift, gespült und bei möglichst  schwacher     Spannung        ramiert,    so     versch-win-          do;    beim Seifen die Prägung an den     unbe-          driickten,    bleibt dagegen an den: bedruckten       Stellen    erhalten.     eo        dass    ein Druckmuster       finit    Prägung auf glattem Grund     resultiert.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Haltbare, lackartige Druckmasse zum Fixieren von mechanischen Effekten auf Flä- chengeblden, insbesondere Geweben, da durch gelzennzeichnet, dass sie mindestens ein Kunstharz in einem organischen Lösungsmit- tel, .das auf das Flächengebilde nicht quel lend wirkt, sowie ein Zellulose:derivat als Verdickungsmittel enthält.
    <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Druckmasse nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie mindestens ein härtbares Kunstharz enthält. 2. Druckmasse nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Aminoplastätherharz enthält. 3. Druckmasse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch .gekenn zeichnet, -dass .sie ein Harnstoff-Formaldehyd- ätherharz enthält. 4.
    Druckmasse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass sie ein Melamin-Formaldehyd- ätherharz enthält. 5. Druckmasse nach Pätentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass sie ein durchscheinend machen des Aminoplastätherharz enthält. 6. Druckmasse nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Alkydharz enthält. 7.
    Druckmasse nach Patentanspruch, da- .durch gekennzeichnet, dass sie pigmentiert ist. B. Druckmasse nach Patentanspruch, da ,durch gekennzeichnet, dass sie gef ärbt ist. 9. Druckmasse nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenuzeiehnet, ,dass sie einen sauren Katalysator enthält.
CH255936D 1946-12-27 1946-12-27 Haltbare, lackartige Druckmasse zum Fixieren von mechanischen Effekten auf Flächengebilden, insbesondere Gewebe. CH255936A (de)

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