CH256583A - Einrichtung zur Beeinflussung der Frequenzcharakteristik von elektroakustischen Wandlern, insbesondere dynamischen Mikrophonen. - Google Patents
Einrichtung zur Beeinflussung der Frequenzcharakteristik von elektroakustischen Wandlern, insbesondere dynamischen Mikrophonen.Info
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Description
Einrichtung zur Beeinflussung der Frequenzcharakteristik von elektroakustischen Wandlern, insbesondere dynamischen Mikrophonen. In der Technik der elektroakustischen Wandler spielt der akustische Reibungs widerstand eine bedeutende Rolle. Seine Grösse ist ein Mass für die Dämpfung des mechanisch schwingenden Systems, meistens, einer elastisch gelagerten Membran.
Insbe sondere beim elektrodynamischen (Tauchspu len-) Mikrophon ist der Schwingungsvorgang und damit die Empfindlichkeit über einen bestimmten Frequenzbereich, die sogenannte Frequenzcharakteristik, weitgehend von der Grösse des akustischen Reibungswiderstandes abhängig.
Die Beeinflussung der Frequenzcharak- te.ristik gelingt, wie die Praxis gezeigt hat, dann am besten, wenn der akustische Wider- stand unmittelbar an den engen Luftraum hinter der Membran angeschlossen ist.
Dabei wird der akustische Widerstand selbst in ein facher Weise dadurch hergestellt, dass man an .dieser Stelle in den Strömungsweg der Luft (Verbindungsweg der engen Membran luftkammer mit einem im Gerät vorge@sehe- nen Luftraum) einen Engpass einschaltet, "der zweckmässig durch einen Schlitz (Spalt) ge bildet wird, der beim Durchgang der Luft eine entsprechend grosse Reibung hervorruft.
Es hat sich nun gezeigt, dass die Herstel@ (ung des günstigsten Widerstandes äusserst schwierig ist. Da sich der Widerstand im Innern des Wandlers: (Mikrophon) befindet., müssen entweder die Abmessungen des Schlitzes genau eingehalten oder der aku stische Widerstand als Einzelelement in einer akustischen Prüfeinrichtung ausserhalb des Mikrophons vorgeprüft werden.
Die Er fahrung hat gelehrt, dass einerseits die Ein haltung der Abmessungen nicht mit genü gender Genauigkeit durchgeführt. werden kann, da beim Durchströmen von Luft auch andere Faktoren, wie Rauhigkeit der Begren zungen des Schlitzes us.w., eine Rolle :spielen. Die akustische Vorprüfung anderseits ist nicht nur zeitraubend, sondern ergibt Fehl werte, weil, abgesehen, von möglichen Ver änderungen beim Einbau in das.
Mikrophon, im Zusammenwirken mit der Membran des Mikrophons komplizierte Faktoren . hinzu treten, die mit den in jedem akustischen Widerstand auftretenden Masseelement und elastischen Kräften zusammenhängen.
Die Erfindung vermeidet diese Nachteile und ermöglicht die genaue Justierung des akustischen Reibungswiderstandes, d. h. die Einstellung des Querschnittes des Durch gangsweges im betriebsfertigen Wandler durch mechanische Mittel von aussen. Der Vorteil liegt darin, dass während der Bespre chung oder Beschallung im Falle eines Mi krophons durch mechanische Mitten der aku stische Reibungswiderstand von aussen ver ändert werden kann, bis der beste Klang, d. h. die beste Frequenzchaxakteristik, erzielt worden ist.
Die Zeichnung veranschaulicht zwei Aus- führungsbeispiele des: Erfindungsgegenstan- des, und zwar zeigen die Fig:1 und 2 je einen Längsschnitt derselben.
Fig..l stellt ein elektrodynamisches Mi krophon dar, das eine Membran 1 mit Tauch spule 2 -enthält und sich aus dem permanen ten Magneten 3 mit dem zentralen Polstück 4, der vordern Polplatte 5 und dem Topf 6 zusammensetzt. Die Membran 1 ist bei 7 durch Zwischenschaltung einer ringförmigen elastischen Membranzane festeingespannt, so dass ein kuppelförmiger,
starrer Mittelteil der Membran nach Art eine Kolbens Schwin- gungen ausführen kann, wobei sich hinter der Membran eine enge Luftkammer bildet. Ein Ring 8 (Einstellglied) aus nichtmagne- tisschem Material dient einerseits. zur Zentrie- rung des Polstückes 4, anderseits.
bildet er mit seinem ringförmigen Ansatz 9 zwischen sich und der Polplatte 5 einen engen Schlitz 10. Die Grösse dieses Schlitzes kann durch die Schrauben 11 eingestellt werden, welche den Ring 8 entgegen der Wirkung der ela- stischen Zwischenlage 12 verschieben.
Bei Bewegung der Membran strömt die Luft durch den Schlitz - 10 und durch die zahl reichen Öffnungen 13 des Ringes 8 in den Raum 14. Ist der Schlitz 10 sehr gross, dann wird das Mikrophon die Eigenschwingung der Membran hervortreten lassen. Bei rich tiger Schlitzgrösse wird die Eigenschwingung der Membran gerade so gedämpft, dass sie nicht störend in Erscheinung tritt,
aber die Empfindlichkeit des Mikrophons noch ge nügend gross :ist. Diese Justierung kann auf die einfachste Weise während der Bespre- ehüng des Mikrophons oder bei der Messung mit Hilfe eines Schallsenders und einer An zeigevorrichtung vorgenommen werden:
Der elektrische Anschluss der Tauchspule 2 er folgt unter Vermittlung der Klemmen 15.
Fig. 2 stellt ein anderes Ausführungsbei- spiel der Erfindung dar: Die Membran 1 isst mit einer Tauchspule 2 versehen, die in den .ringförmigeu Luftspalt eines Magnetsystems, bestehend aus dem.ringförmigen Magneten 3;
dem Magnetbolzen 4, der vordern Magnet- platte 5 und der rückseitigen Magnetplatte 6, eintaucht. Bei 7 ist die Membran unter Zwi- schenschältung eines elastischen,, mit Wel- lungere verselhenen ringförmigen Randteils fest eingespannt. Eine auf dem Magnetbol zen 4 verschiebbare Hülse (Einst-llglie(1)
8 aus nichtmagnetischem Material bildet durch einen ringförmigen Vorsprung 9 gegenüber der vordern Magnetplatte je nach der Stellung einen mahn oder weniger grossen Spalt 10.
Die Spaltgrösse bildet auch hier wieder ein Mass für den akustischen Reibungswider- stand. Die genaue Einstellung des Spaltes erfolgt mit Hilfe von Bolzen. 2,0, die gegen über dem durch einen Ring 21 im. Gehäuse des Mikrophons:
festgehaltenen. Magnetsystem unter Vermittlung der elustischen Scheibe 22, die mit Hilfe des Ringes 23 im Gehäuse .des Mikrophons unter Spannung gehalten wird, verschiebbar sind. <B>Die</B> elastischE Scheibe 2,
2 wird mit Hilfe eines Zwischen- teils 24 durch die .Spannschraube 25 in ihrer Lage verändert. Der rückwärtige Teil des Mikrophongehäuses 26, durch den die Schwing4ulenanschlüsse 2-7 durchgeführt sind, isst mit einem Steckkontakt 28 versehen.
Im Zwischenteil 24 sind zahlreiche Öffnun- gen 29 vorgesehen, die eine freie Zirkülatior der Luft in den Hohlräumen im Innern de0. Mikrophons ermöglichen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Beeinflussung der -Fre- quenzcharakteristik von elektroakustischen Wandlern, insbesondere dynamischen Mi krophonen, welche durch einen in :den Strö mungsweg der Luft eingeschalteten, unmit- telbar an die enge Luftkammer hinter der Membran angeschlossenen engen Durchgangs weg dargestellt ist, dadurch gekennzeichnet, dass dessen Querschnitt im betriebsfertigen Wandler durch mechanische Mittel von aussen veränderbar ist. UNTERANSPRüCHE l,.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Durchgangs weg durch einen Schlitz zwischen der festen Polplatte des magnetischen Systems und einem verschiebbar gelagerten Einstellglied gebildet ist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellglied durch Schrauben von aussen bewegbar ist.3. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2" dadurch gekenn zeichnet, dass das Einstellglied einerseits der Wirkung von Verstellschrauben und ander seits der Wirkung einer elastischen Abstüt zung unterwarfen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT256583X | 1946-03-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH256583A true CH256583A (de) | 1948-08-31 |
Family
ID=3670227
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH256583D CH256583A (de) | 1946-03-12 | 1947-02-28 | Einrichtung zur Beeinflussung der Frequenzcharakteristik von elektroakustischen Wandlern, insbesondere dynamischen Mikrophonen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH256583A (de) |
-
1947
- 1947-02-28 CH CH256583D patent/CH256583A/de unknown
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