Verfahren zur Herstellung eines feuchtigkeits- und vakuumdichten elektrischen Gerätes. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines feuchtig- keits- und vakuumdichten elektrischen Ge rätes und ein nach .diesem Verfahren herge- stealltes elektrisches. Gerät, insbesondere einen Kondensator.
Bei gewissen elektrischen: Geräten, ins- besondere bei.elektkschen Kondensatoren, ist es, wichtig, dass- sie gegen den sie umgebenden Raum hermetisch abgeschlossen sind, um zu verhindern:
, dass Feuchtigkeit in diese ein dringt, die aus an sich bekannten Gründen die elektrischen Eigenschaften solcher Geräte verschlechtert.
Es ist bekannt, dicht zu verschliessende elektrische Geräte z. B. in, einem Metall- gehäuse unterzubringen, dessen offene Seite mit einer Knappe oder einem. Deckel ver schlossen wird, durch welchen. die Zufüh rungsleiter 1hindurchgeführt werden.
Die Kappe kann dabei aus einem Isdliermaterial- plättchen. bestehen, auf welchem die An schlussklemmen befestigt sind und welches in das Gehäuse eingewetzt wind, nachdem dieses mit Verguss@masse ausgefüllt wor den ist.
Anderseits kann dieser Deckel oder die Durchführung aus einem kenamigchen Kör- perbestehen, welcher längs seines mit dem Gehäuse in Verbindung kommenden Randes und an den Durchführungsstellen metallisiert ist, damit er mit,dem Gehäuse einerseits und den Durchführungsleitern anderseits ver lötet werden kann.
Die Kappe kann auch aus Metall bestehen, in welchem Fall sie ebenfalls mit dem Ge häuse verlötet wird. Als Durchführung ver wendet man in diesem Falle zweckmässiger- weise Drähte oder Durchführungsröhrchen, ,die in, eine Glasperle eingeschmolzen sind.
In diese Glasperle ist weiter ein flacher Ring so dass sein Rand über die Glasperle vorsteht, damit er mit -der Kappe verlötet werden; kann.
Die in das Glas ein- geschmoIzenen Teile müssen dabei zur Ge- währleistung eines einwandfreien und, dich ten Verschlusses mit dem -Glas aus einem Spezialmetall bestehen, das prgktisdh den gleichen Ausdehnungskoeffizienten wie das Glas aufweist.
Weiter kann das Gehäuse aus Isolier- material bestehen, wobei z. B. lediglioh die Ausgussmüsse nach dem Erstarren als Ab schluss dient.
In allen Fällen, wo Üas Vereehliessen nicht durch Löten erfbdbgt,dient bei den, bisherigen Konstruktionen die Ausgussmasse als Ab- schluss gegen das Eindringen von Feuchtig keit.
Es hat sich nun gezeigt, dass@ die bisher verwendeten Ve boussimaasisen keinen dauernd einwandfreien Abschluss gegen das Eindrin gen von Feuchtigkeit ergeben, sei es, -dass.d e Masse als solche mit J er Zeit feuchti,-keits- durchlässig wind, sei es,
dass infolge von D-e- f ekten in der Vergussmmse, wie z. B. durch
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Blas,enbilduRg <SEP> während,d!es. <SEP> Erstarrens,durch
<tb> Risse <SEP> oder <SEP> durch <SEP> mangelnde <SEP> ]Klebefähigkeit
<tb> am <SEP> Gehäuse <SEP> ein <SEP> Eindringen <SEP> von, <SEP> Feuchtigkeit
<tb> nicht <SEP> verhindert <SEP> werden <SEP> kann.
<tb>
Wo <SEP> das <SEP> Verschliessen <SEP> durchLöten-erfolgt, <SEP> er geben <SEP> sich <SEP> andere <SEP> Nachteile. <SEP> Die <SEP> Verwendung
<tb> von <SEP> metallisierten <SEP> Deckeln <SEP> oder <SEP> DuroMüb rungen <SEP> aus <SEP> Isollermalerial <SEP> bringt <SEP> einen <SEP> ver hältni,s@mässg <SEP> grossen <SEP> Aasschoss' <SEP> mit <SEP> sich, <SEP> da
<tb> <B>11</B>
<tb> die <SEP> metallisierten <SEP> Flächen <SEP> beim <SEP> Löten <SEP> gerne
<tb> Schaden <SEP> nehmen. <SEP> Zudem <SEP> sind <SEP> die <SEP> metallisier ten <SEP> Oberflächen <SEP> in <SEP> der <SEP> Herstellung <SEP> verhält nismässig <SEP> teuer. <SEP> Das <SEP> gleiche <SEP> gilt <SEP> für <SEP> die <SEP> er wähnten, <SEP> in <SEP> Glas <SEP> eiuges,ohmolzenen <SEP> Durssh führungen.
<tb>
-. <SEP> Dieoftangestrebte <SEP> Verwendung <SEP> von <SEP> Alnn. miniumgehäusen <SEP> und <SEP> Aluminiumdeckeln <SEP> bie tet <SEP> insofern <SEP> Schwierigkeiten, <SEP> als <SEP> sich <SEP> Alumi nium <SEP> bekanntlich <SEP> nicht <SEP> leicht <SEP> verlöten <SEP> lässt.
<tb>
Zweck <SEP> der <SEP> vorliegenden <SEP> Erfindung <SEP> ist
<tb> nun, <SEP> die <SEP> abengenannten <SEP> Naateile <SEP> zu <SEP> ver meiden <SEP> und <SEP> die <SEP> Here-tellung <SEP> von <SEP> feuchtig keits- <SEP> und- <SEP> vakuumdichten <SEP> elektrischen <SEP> Ge räten <SEP> in <SEP> einfacher <SEP> und <SEP> wirtschaftlicher <SEP> Art
<tb> <B>zu</B> <SEP> : <SEP> ermöglichen.
<tb>
Das <SEP> wird <SEP> beim <SEP> erfindungsgemässen <SEP> - <SEP> Ver fahren: <SEP> dadurch <SEP> erreicht, <SEP> dass, <SEP> an <SEP> den <SEP> feuch tigkeits-und <SEP> vakuumdicht <SEP> zu <SEP> verschliessenden
<tb> Stellen <SEP> eine <SEP> polymerisierbare <SEP> Substanz <SEP> auf gebracht <SEP> wind, <SEP> welche <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Aufbringen
<tb> so <SEP> weit <SEP> zum <SEP> Pollymerisieren <SEP> gebracht <SEP> wird,
<tb> dassi <SEP> ein <SEP> fester, <SEP> feuchtigkeits- <SEP> und, <SEP> vakuum dichter <SEP> Abschluss, <SEP> der <SEP> genannten <SEP> Stellen <SEP> ,ge schaffen <SEP> wird. <SEP> Die <SEP> Erfindlungwird <SEP> nachstehend <SEP> an <SEP> Hand
<tb> einiger <SEP> Ausführungsbeispiele <SEP> näker <SEP> enläuteA.
<tb> Es <SEP> sind <SEP> .Substanzen <SEP> bekanntgeworden,
<tb> welche <SEP> allein <SEP> durch <SEP> :
die <SEP> Einwirkung <SEP> von
<tb> Wärme <SEP> öder <SEP> bei <SEP> Raumtemperatur <SEP> durch <SEP> Bei fügen <SEP> eines <SEP> geeigneten, <SEP> Stoffes, <SEP> zum <SEP> Polyme risieren <SEP> ,gebracht <SEP> werden, <SEP> können: <SEP> Diese <SEP> Sub stanzen <SEP> sind. <SEP> als <SEP> Modemittel <SEP> für <SEP> die <SEP> verebhie Jenartigsten <SEP> Wehstoffe <SEP> bekanntgeworden.
<tb>
Versuche <SEP> haben <SEP> nun\ <SEP> gezeigt, <SEP> däss <SEP> sich
<tb> diese <SEP> Substanzen <SEP> in
<tb> Masse
<tb> für <SEP> die <SEP> Herstellung <SEP> von <SEP> vakuumdichten <SEP> Ver bindungen <SEP> eignen. <SEP> So <SEP> haben' <SEP> sich <SEP> z. <SEP> B. <SEP> Ge häuse, <SEP> die <SEP> mit <SEP> einer <SEP> eolchen <SEP> Sulbsstan,z <SEP> ver-
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seb?lossen <SEP> wurden, <SEP> bei <SEP> Normaldruck <SEP> im
<tb> Innern <SEP> und <SEP> einem <SEP> Druck <SEP> von <SEP> nur <SEP> 1 <SEP> mm
<tb> Hg-.Säule <SEP> auf. <SEP> oder <SEP> Aussenseite <SEP> als <SEP> absolut
<tb> luftundurchlässig <SEP> undldamit <SEP> als <SEP> feuchtigkei_ts und <SEP> vakuumdicht <SEP> erwiesen.
<tb>
Es <SEP> soll <SEP> nun <SEP> als <SEP> Beispiel <SEP> die <SEP> Herstellung
<tb> eines <SEP> elektrischen <SEP> ]Kondensators <SEP> betrachtet
<tb> werden. <SEP> Als <SEP> Gehäuse <SEP> wende <SEP> ein <SEP> beidseitig
<tb> offenes <SEP> Glasrahr <SEP> verwendet, <SEP> welches <SEP> durch
<tb> _ <SEP> zwei <SEP> Metallkappen <SEP> zu <SEP> verschliessen <SEP> ist, <SEP> durch
<tb> welche <SEP> die <SEP> Zuleitungsdrähte <SEP> hhndurehführen.
<tb> Eine <SEP> . <SEP> dieser <SEP> Metallkappen <SEP> wird <SEP> in <SEP> das <SEP> eine
<tb> Ende <SEP> des <SEP> Glasrohres <SEP> eingesetzt <SEP> und <SEP> auf <SEP> die <SEP> zwi schen.
<SEP> Rohr <SEP> und <SEP> Kappe <SEP> vorhandene <SEP> Trenn füge <SEP> die <SEP> obengenanute <SEP> Substanz <SEP> in <SEP> der <SEP> zur
<tb> Verfügung <SEP> stdheuden <SEP> Form <SEP> aufgebracht <SEP> und
<tb> zum <SEP> -Polymerisieren <SEP> gebracht. <SEP> Hierauf <SEP> wird
<tb> der <SEP> nicht <SEP> imprägnierte <SEP> Wickel <SEP> in <SEP> das <SEP> Rohr
<tb> eingesetzt <SEP> und <SEP> die <SEP> zweite <SEP> Metallkappe <SEP> aufge setzt, <SEP> wobei <SEP> die <SEP> Trennfuge <SEP> in <SEP> gleicher <SEP> Weise
<tb> wie <SEP> <B>b</B>ei <SEP> der <SEP> ersten <SEP> ]Kappe <SEP> . <SEP> \behandelt <SEP> wird.
<tb> Erfolgt <SEP> das <SEP> Polymerisieren <SEP> durch <SEP> . <SEP> Wärme,
<tb> so <SEP> kann <SEP> diese <SEP> Wärmebehandlung <SEP> gleichzeitig
<tb> als <SEP> Vortrocknung <SEP> des <SEP> Wickels <SEP> ;
dienen. <SEP> Her nach <SEP> erfolgt <SEP> die <SEP> Imprägnierung <SEP> des <SEP> ganzen
<tb> ]Kondeneators <SEP> in <SEP> am <SEP> sich <SEP> bCkannter <SEP> Weise,
<tb> -und <SEP> abschliessend <SEP> werden <SEP> die <SEP> furch <SEP> die <SEP> ]Kap pen <SEP> hindurchragenden <SEP> Zuführungsedrähte <SEP> mit
<tb> den <SEP> Kappen <SEP> verlötet. <SEP> Dadurch <SEP> entsteht <SEP> ein
<tb> absolut <SEP> :dicht <SEP> vershloasener <SEP> Kvnidensator.
<tb>
In <SEP> analoger <SEP> Weise <SEP> lässt <SEP> sieb. <SEP> auch <SEP> ein <SEP> ]Kon densator <SEP> zeit <SEP> Metallgehäuse <SEP> verschliessen, <SEP> bei
<tb> welchem <SEP> als <SEP> Deckel <SEP> ein <SEP> Issoliermaterialplätt ehen <SEP> verwentdet <SEP> wird, <SEP> auf <SEP> dem <SEP> die <SEP> Ansühluss klemmen <SEP> für <SEP> dem <SEP> ]Kondensator <SEP> befestigt <SEP> sind.
<tb> Das <SEP> Isolierplättchen <SEP> wird <SEP> in <SEP> der <SEP> oben, <SEP> ange gebenen; <SEP> Weise <SEP> mit <SEP> dem <SEP> Gehäuse <SEP> verbunden,
<tb> und <SEP> zweükmiässigerweioe <SEP> werden <SEP> auch <SEP> die <SEP> Zu führungsffeiter <SEP> in <SEP> der <SEP> ,gleichen <SEP> Art <SEP> mit <SEP> !dem,
<tb> Is.älierp@lättc'he>L <SEP> verbunden.
<tb>
Wählt <SEP> man <SEP> sowohl <SEP> das <SEP> Gehäuse <SEP> als <SEP> auch
<tb> den <SEP> Deckel <SEP> aus <SEP> Isoliermaterial, <SEP> so <SEP> kann <SEP> die
<tb> Verbindung <SEP> zwischen <SEP> Decken <SEP> und <SEP> Gehäuse
<tb> einerseita <SEP> und <SEP> :die <SEP> Verlbindung <SEP> zwischen
<tb> Deckel <SEP> und <SEP> den <SEP> durch <SEP> .diesem. <SEP> führendem <SEP> Zu führungsleitern <SEP> anderseife <SEP> auf <SEP> die <SEP> genannte.
<tb> Art <SEP> mittels <SEP> :der <SEP> polymerisierbaren <SEP> Substanz
<tb> hergestellt <SEP> werden:
<SEP> - <SEP> '- Bestehen -das Gehäuse und der Deckel aus Metall, so können diese miteinander verlötet werden und- der Zuführungsdraht bzw. die Durchführungsdrähte mit dem Deckel in der genannten Weise mittels der polymerisier- baren Substanz verbunden werden..
Da die Substanz nach dem Polymerisie ren eine bedeutende mechanische Festigkeit aufweist, kann der Kondensator ein einseitig offenes Gehäuse aufweisen, das, ohne Deckel lediglich mit der genannten Substanz ver schlossen wird.
Besteht das Gehäuse aus Me tall, so wirkt die S bManz gleichzeitig als Isolator zwischen dem Gehäuse und den Zu- führungsdrähten.
Minn erkennt, dass i man dürch das erfin- dungsgemässe Verfahren in -der Wahl der für das Gehäuse und den Deckel geeigneten Ma terialien weniger eingeschränkt ist als bei den bekannten Verfahren.
Die Erfindung ermöglicht durch den Weg fall von verhältnismässig teuren Bestand teilen, wie metallisierte Isolierkörper und Glasperlendurchführungen, die Herstellung von elektrischen Geräten mit geringerem Aufwand als bisher, wobei mindestens die gleidhe Qualität hinsichtlich Undurchlässig- keit gegen Feuchtigkeit erreicht wird.
Man erkennt daher, dass sich dieses Ver fahren besonders für die Serienfabrikation von feuchtigkeitsempfindlichen, elektrischen Geräten, wie Kondensatoren, Geräten mit hygroskopischen. Spulenkörpern, Widerstän den, Kristallen usw., eignet, bei denen .die Konstanz der elektrischen Eigenschaften von Bedeutung ist.