CH256966A - Verfahren zur Herstellung von Lactoflavin. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Lactoflavin.

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CH256966A
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lactoflavin
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ammonium
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F Hoffmann- Aktiengesellschaft
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Hoffmann La Roche
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    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P25/00Preparation of compounds containing alloxazine or isoalloxazine nucleus, e.g. riboflavin
    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/33Heterocyclic compounds
    • A61K31/395Heterocyclic compounds having nitrogen as a ring hetero atom, e.g. guanethidine or rifamycins
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Description


      Verfahren        zur        Herstellung    von     Laetoflavin.       Es ist bekannt, dass der Pilz     Eremothecium          ashbyii,        wenn    er in gewissen Nährlösungen  kultiviert wird, die Fähigkeit besitzt,     Lacto-          navin    zu bilden.

   Das in verhältnismässig  grossen Mengen in den Kulturen von     Eremo-          thecium        ashbyii        entstandenaLactoflavin    kann  durch einfache chemische Massnahmen isoliert  werden (A.     Guilliermond,    Revue de     Mycolo-          (Y    e, 1936, Band 1, Neue Serie, Seite 115).  



  Im allgemeinen werden die Pilze in Form  einer Decke auf der Oberfläche einer Nähr  lösung kultiviert, oder sie werden durch me  chanisches Rühren in der Nährlösung fein  verteilt. Die     Rühreinrichtung    kann so be  schaffen sein,     dass    eine     besondere    Vorrichtung  zur Belüftung der Nährlösung nicht erfor  derlich ist.

   Die letztere Art, Pilze zu kulti  vieren, die besonders bei der Durchführung  des     Verfahrens    im technischen Massstab gerne  angewandt wird, ist an sich bekannt und  wird     submerses    Gärverfahren genannt (deut  sche     Pätentsehrift        Nr.129164    und     Prescott     und     Dunn,         Industrial        1VIicrobiology ,    1940;       S.380ff.).    Der Pilz     Eremothecium        ashbyii     macht keine Ausnahme von der Regel, indem  er sowohl in ruhender als auch in     submerser     Form kultiviert werden kann.  



  Die Nährlösung, die gewöhnlich in Form  einer     Aufschlemmung    vorliegt., liefert dem  Pilz den für     sein,        iWachstum    notwendigen  Kohlenstoff,     Stickstoff    und gewisse anorga  nische Salze. Obwohl befriedigendes 'Wachs  tum mit mannigfaltigen Medien erzielt wer-         d.en    kann, ist das erhaltene Produkt nicht bei  jedem Nährsubstrat das gleiche. Es ist des  halb notwendig, wenn ein befriedigendes Er  gebnis erreicht werden soll, dass das ange  wandte Nährmedium in bezug auf     seine    Zu  sammensetzung sehr     sorgfältig    ausgewählt  wird.  



  Daneben wird der Stoffwechsel .des Pilzes  auch     dureh    andere Faktoren beeinflusst, so  durch das     pH    des Nährmediums. Nur dann  kann     ein,    bestimmtes Produkt mit befriedigen  den Ausbeuten erhalten werden, wenn das     pH     des Nährsubstrates innerhalb eines bestimm  ten Bereiches, z. B. um 7 herum, liegt. Wird  die Gärung ausserhalb bestimmter     pH-Grenzen     geführt, so bewirkt dies nicht nur eine Be  einträchtigung der Ausbeute, sondern gege  benenfalls auch eine     ehemissche        Veränderung     des     Produktes.     



  Es wurde, nun gefunden, dass     gute    Aus  beuten an     Lactoflavin        gewonnen    werden  können, wenn ein     steriles,    hauptsächlich  1 bis 10,/o Linsenmehl (Leas     esculenta)     und 0;5 bis<B>10%</B>     vergärbare        Kohlenhydrate     enthaltendes Nährmedium mit     dein:    Pilz       Eremothecium        ashbyii    geimpft und bebrütet  wird.  



  Durch Beifügung von Kohlenhydraten im  Verlaufe der Gärung kann das     pü    der Lösung  innerhalb der für die Bildung des     Lacto-          flavins,    optimalen Grenzen erhalten werden.  



  Weiter wurde gefunden, dass eine Zugab  von     Ammoniumionen    in     Form    von Ammo-           niumsalzen    organischer     Säuren    zur Nähr  lösung die Ausbeute von     Lactoflavin    günstig       beeinflusst.     



       Gegenstand    der vorliegenden Erfindung  ist ein     Verfahren    zur Herstellung von     Lacto-          flavin    durch Vergärung von flüssigen Nähr  medien mit     Eremothecium         ashbyii,    dadurch  gekennzeichnet,     dass    das verwendete Nähr  medium 1 bis     10%        zerkleinerte    Linsen     (Lens          esculenta)    und 0,5 bis<B>10%</B>     vergärbare    Koh  lenhydrate in Lösung     enthält.    Es empfiehlt  sieh,

   die     Wasserstoffionenkonzentration    wäh  rend des     Gärprozesses    zwischen 6,5 und 7,5       züi    halten, was beispielsweise dadurch bewerk  stelligt werden     kann,    dass der Gärlösung im  Laufe des Prozesses weitere     vergärbare    Koh  lenhydrate zugesetzt werden.

     Die zur Impfung     verwendete    Kultur von       Eremothecium        ashbyii        wird    zweckmässig-er  weise in vorgekeimter Norm verwendet, das  heisst vordem Zusatz zur- Gärlösung in     sub-          merser    Kultur     in.    einer Nährlösung zur     Ent-          wicklung    gebracht.  



  Als     vergärbares    Kohlenhydrat für die  Zubereitung der Nährlösung sowie zur Auf  rechterhaltung des optimalen     pg    während der       Gärung        wird    mit Vorteil Rohrzucker, beson  ders dunkelbrauner Rohrzucker, von welchem       ein.    Teil     invertiert    sein kann, verwendet.

   Für  die     Aufrechterhaltung        eines    bestimmten     piL          können    auch andere     vergärbare    Kohlen  hydrate, wie Glukose oder Fruktose,     benützt     werden:  Die     Nährlösung    kann ausser     Linsen    und  Kohlenhydraten auch-     Ammonium-Ionen    in  Form von     Ammoniumsalzen    organischer Säu  ren enthalten.

   Von den     Arnmoniumsälzen,     welche     verwendet    werden können, haben sich       Ammoniumsuccinat    und     Anmoniumacetat    als  besonders geeignet     erwiesen.    Es können aber  auch andere     Ammoniümsalze    organischer Säu  ren,     wie    z. B.     Ammoniumfumarat,        Verwen-          dung        finden.     



  Nach dem vorliegenden Verfahren kann  die Nährlösung mit verhältnismässig billigen  und leicht erhältlichen Produkten zubereitet  und     eine    Ausbeute an     Lactoflaviri    von 1,0       bis.    2,5 g     pro-Litererzielt    werden.    <I>Beispiel 1:</I>  Eine Maische, die     47o    fein gemahlene  Linsen, 1 %     Rohrzuckermelasse    und 0,5 % Na  triumchlorid enthält, wird in einem     geschlos-          ,senen    Gefäss     während    30 Minuten mit Hilfe  von gespanntem Dampf auf 120  C erhitzt.  Nach     zweitägigem    Stehen wird das Erhitzen  wiederholt.

   Nach dem Abkühlen wird das  Medium mit 10 %     Volumteilen    einer dichten       Mycelsuspension    von     tremothecium        ashbyii     geimpft. In die so erhaltene Kultur wird  sterile Luft     eingeleitet        und    die -Flüssigkeit  mittels eines     Rührers    mechanisch bewegt.

   Der  Schaft des Rührars sowie der obere Teil des  Gefässes sind mit Einrichtungen zur Verhin  derung des     Eintrittes    fremder     Organismen    in       tlas    Gefäss bei der     Eintrittsöffnung    des Rüh  reis     versehen.    Die Temperatur wind bei 28  C  gehalten. Die Pilze wachsen sehr rasch. Das  entstehende     Lactoflavin    ist von dunkelgelber  Farbe. Zur     Verhinderung    der     Schaumbildung          wird    in flüssigem Paraffin gelöstes     Octade-          canol    zugesetzt.

   Von Zeit zu Zeiterfolgt die       Entnahme    von Proben zur     px-Bestimmung.          Wenn    das     pl,        über    7,5 steigt, wird 0,5  sterilisierte     Rohrzuckermelasse    zugesetzt; wei  tere solche Zusätze werden     in    regelmässigen  Zeitabständen in die Gärlösung gegeben, um  -das     pg    innerhalb der Grenzen von 6,6 bis  7,4 zu halten; nach 8 Tagen erreicht der       Lactoflavingehalt    1,4 g pro Liter. Dann kann  aufgearbeitet     werden.     



       Beispiel   <I>2:</I>  Eine Maisehe, die 4 % fein gemahlene  Linsen, welche     vorgängig    während 3     Stunden          gedämpft    worden sind, 5 % Rohrzucker  melasse und<B>0,5%</B>     Natriumchlorid    enthält,  wird in einem mit     einem        Wattenbausch    ver  schlossenen Kolben durch     Erwärmen    wäh  rend 30 Minuten auf     120 '    C     mittels    gespann  tem Dampf     sterilisiert.    Nach ,

  der     Abkühlung     wird die Masse mit 10 % ihres Volumens einer       .dichten        Mycelsuspension    von     Eremothecium          ashbyii    geimpft. Der Kolben wird in einem  Thermostat     äuf    28<B>'</B> C gehalten, gegen Licht  geschützt und     geschüttelt.    Die Pilze wachsen  rasch, und nach 7 Tagen wird eine Konzen-           tration    von 1,1g     Lactoflavin    pro Liter er  halten.  



       Beispiel   <I>3:</I>  6 Liter einer Mischung, die 4 % fein ge  mahlene Linsen, 0,75 % dunkelbraunen Rohr  zucker, 0,25 % dunkelbraunen     Invertzucker,     0,3 %     Ammoniumsuccinat    und 0,5 % Na  triumchlorid     in    Wasser enthält, werden nach  Beifügen von 5     cm"    einer 5     %igen    Lösung von       Octadecanol    in flüssigem Paraffin als     Anti-          schaummittel        sterilisiert    und mit einer vor  gekeimten Suspension von     Eremothecium          ashbyii    geimpft.

   Es     wird    dafür gesorgt, dass  die Züchtung bei einer Temperatur von 28  C  erfolgt. Ferner wird unter Schütteln sterile  Luft eingeleitet. Das     pH    wird durch Zugabe  einer Mischung von 15 g dunkelbraunem  Rohrzucker und 5 g dunkelbraunem     Invert-          zucker    innerhalb eines Bereiches von 6,8     bis     <B>1,5</B> gehalten. Nach 8 Tagen wird eine     Lacto-          flavinkonzentration    von 1,7 g pro Liter er  reicht.  



  <I>Beispiel</I>     Ir-:     6 Liter einer Mischung, die 4 % gemahlene  Linsen, 0,25 % dunkelbraunen     Invertzucker.,     0,75 ,wo     dunkelbraunen    Rohrzucker, 0,27       Ammoniumsuccinat,    0,23 ,wo     Natriumsuccinat     und 0,5 %     Natriumchlörid    in Wasser enthält,  werden sterilisiert und, wie in Beispiel 3 be  schrieben, vergoren. Nach 7 Tagen wird eine  Konzentration an     Lactoflavin    von 1,81g pro  Liter erreicht.

           Beispiel   <I>5:</I>  1,5 Liter einer Mischung, die 2 % ge  mahlene Linsen,<B>0,375</B>%     dunkelbraunen        In-          vertzucker,   <B>1,125%</B> dunkelbraunen     Rohrzuk-          ker,    0,5 %     Ammoniumsuceinat    und 0,5 % Na  triumchlorid in Wasser enthält, werden sterili  siert und, wie in Beispiel 3     beschrieben,    ver  goren. 136 Stunden nach dem     Impfen    wird  eine     Lactoflavinkonzentration    von 2,48 g pro  Liter     erreicht.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Lacto- flavin durch Vergärung von flüssigen Nähr medien mit Eremothecium ashbyii, dadurch gekennzeichnet, dass das verwendete Nähr medium 1 bis <B>10%</B> zerkleinerte Linsen (Lens esculenta) und 0,5 bis<B>10%</B> vergärbare Koh lenhydrate in Lösung enthält. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Nährmedium Ammoniumionen in Form von Ammonium salzen organischer Säuren enthält. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Wasserstoff- ionenkonzentration während des Gärprozesses zwischen 6,5 und 7;5 gehalten wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einhaltung der PH-Grenzen durch weitere Zugabe von vergärbaren Kohlen hydraten bewerkstelligt wird.
CH256966D 1946-08-15 1947-07-11 Verfahren zur Herstellung von Lactoflavin. CH256966A (de)

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NL (1) NL69782C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3197665A (en) * 1962-05-11 1965-07-27 Rca Corp Electron gun with positioner for emissive surface of cathode

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3197665A (en) * 1962-05-11 1965-07-27 Rca Corp Electron gun with positioner for emissive surface of cathode

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