Vorrichtung zum Herauskopieren von durch Einstellungen bestimmten Abschnitte aus bandförmigen Negativfilmen. nie Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herauskopieren von durch Einstellun gen bestimmten Absichnitten aus bandför- mnigen Negativfillmen.
Ein solches Heraus kopieren isst vor allem bei Negativfilmen er forderlich, welche fortlaufend die Aufnah- mnen der aufeinanderfolgenden Seiten oder sonstigen aufeinanderfolgen der Teile von Sehriftwerken tragen, denn hier ist es namentlich bei der Reproduktion ganzer Bibliotheken - zur Erhöhung der Auf- nahmegechwindigkeit und aus Gründen der Raumersparnis notwendig, Filme von erheb lich er und untereinander gleicher Länge her zustellen, von denen oft ein einziger mehrere verschiedene Schriftwerke umfasst.
Zum Her stellen der Kopiie eines Abschnittes eines sol, chen Negativfilmes musste man bisher, etwa mit Hilfe eines Betraehtungsapparates, den ganzen Film Bild für Bild durchsehen, um den Anfang de, ,betreffenden Abschnittes zu finden, was äusserst zeitraubend und um- ständlieh ist, und überdies eine Fehlerquelle därstellt.
Die Erfindung gestattet, diese Unzu- kömmlichkeiten zu vermeiden und besteht darin, dass die Vorrichtung selbsttätig den Negativfilm biss zum Beginn des eingestell ten Abschmättes durch die nocih untätige Kopiereinrichtung zieht und diese sodann einschaltet Umfasst, wie dies meist der Fall ist, der herauszukopierernde Abschnitt mehr als ein Bild, so werdlen vorzugsweise der Negativfilm und Positivstreifen nach er folgter Einschaltung der Kopiereinrichtung s nchron bewegt Bei einem weiteren Aus führungsbeispiel der Erfindung kann nach erfolgtem Kopieren des gewünschten Film- absclnittes die. Kopiereinrichtung selbst tätig wieder ausgesahaltet werden.
In der Zeihnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise schematisch veran schaulicht.
Fig. 1 zeigt schaubildlich eine zum Kon taktkopieren dieniende Vorrichtung.
Die Fig. 2 und 3 zeigen zwei verachie- dene, zum gleichzeitigen Kopieren mehrerer Bilder des Negativfilmes knende Ausfizh- runbformen der Kopiereinrichtung und Fig. 4 zeigt eine Vorrichtung zum gleiah- zeitigen Herstellen einer Mehrzahl von Kopien nach dem Negativfilm auf Positivstreifen.
Bei der Vorrichtung nach Fig. 1. wird dürch Schrliessen eines Schalters 1 über Lei tungen 2 ein Elektromotor 3 angelassen, der über ein Vorgelege 4, 5 eine Welle 6 an treibt. Eine auf dieser sitzende Spule 7 zieht den Negativfüm 8 von einer Spule 9 ab und durch die K opiereinrichtung 10. Hiedurch wird über ein in Perforationen des Negativ filmes 8 eingreifendes Zahnrad 11 und eine Wedle 12 ein Zählwerk 13 betätigt.
Dieses registriert die Zahl der die Kopiereinrich- tung 10 dürchlaufenden Bilder de Negativ- filmes, S und s:chliess@t nach Erreiehen einer an ihm einstellbaren Zahl von Bilddurch- gängen einen Kontakt 14. Hiedurch wird en Stromkreis über ein Solenoid 15 und die Liohtquelle eder Kopiereinrichtung 10 ge- sichlosoen, so dass das erste Bild des ge- wüuschten Filmabscohnittes kopiert wird.
G1eichzeitig rückt das Solenoid 15 unter Überwindung der Kraft einer Zugfeder 18 über einen Doppelhebel 17 eine zwischen zwei Wellen 18 .und '19! angeordnete Kupp lung 20 ein. Da die Wellte 18 über zwei Kegelräderpaame 21 und 22 sowie eine Welle 23 - von der Welle mit gleicher Direhzahl wie letztere angetrieben wird, läuft nun die auf der Welle 19 sitzende Spule 24 mit gleicher Drehzahl wie die Spule 7 und zieht zidien, Positivstreifen 25 von einier Spule 26 ab und über Umlenk rollen 27, 28 mit derselbem Geschwindig keit durch die Kopiereinrichtung wie die Spule 7 den Negativfilm 8, so dass nun fortlaufend Bild um Bild des letzteren kopiert wird.
Statt des hier der Einfachheit halbe dargestellten unmittelbaren Antriebes der Filmstreifen 8, 25 durch die Spulen 7 und 24, der ein Aufspulen der beiden Strei fen 6, 25 auf gleichen Radien nicht gewähr leistet, wird bei praktischen Ausführungen etwa ein Antrieb der Steifen 8, 25 durch im Perforationen derselben eingreifende Zahn räder oder eine andere, eine gleichbleibende Banilgeschwindigkeit sichernde Bewegungs übertragung vorgesehen. Das Solenoid 15 hat gliechzeitig mit dem Schliessen der Kupplung 20 - über einen Doppelbebel 29 eine Kupp lung 30 geschlossen, wodurch mittelst einer Welle 31 ein zweites Zäbllwerk 32 zugleich mit der Speule 24 in Gangbesetzt wurde. Das Zählwerk 32 registriert alsö die Zahlen der die Kopiereinrichtung 10 durchlaufen den Bilder des Positivstreifens 25.
Nach einer lauf dem Zählwerk 32 vorher eingesstcIten, der Bildamzahl des herauszu kopierenden Filmlabschnittes entsprechenden Zahl von Biliddürchgängen unterbricht dielses Zählwerk scdalters Öiffnen eines Sichalters 3,3 den über das Solenoid 15 und die Licht quelle der Kopiereinirichtung 10 führenden Stromkreis Hiedurch wird die Kopierein- richtung 10 ausser Tätigkeit gesetzt, und durch Zurückgehen des Solenoids 15 unter, dem Zug der Feder 16 wemden die Kupp lungen 20 und 30 geöffnet, so dass nibch nur der Positivstreifen 25, zum Stillstand kommet, sondern auch eine überflüssige Weiterchal- tung des Zählwerkes 32 vermieden wird. Da hingegen der über den Elektromotor 3' füh rende Stromkreis weiterhin geschlossen bleibt, läuft die Spule 7 weiter und spult den Negativfilm 8 lauf.
Ist dies gescheh en, so wird durch Öffnen des Schalteers 1 die ganze Verrichtung stillgesietzt.
Zugleich mit dem Einsetzen eines neuen Negativfidimes brauchen bloss die fûr den neuen: Kopiervorgang erforderhchen Ein- steililungen der beiden Zählwerke 13, 32 vor genommen Schalter 14 wieder geöffnet und der Schalther 33 wieder ge sichilossen zu werden.
Au Stelle der beiden Zählwerke 13, 32 kann auch ein einziges, etwa mit einer Schaltwadze ausgerüstetes Zählwerk treten, treten, das mach seiner einstellbaren Zahl von Bild durchgängen für eine gleichfalls einstellbare Zahl weiterer Bilddurohgänge die erforder lichen Schaltungen besorgt. In weiterer Aus bildurig kann hiebei die Fehlemquelle, die durch die Notwendigkeit des Ahlesens, der beiden Zahlen von Biltldumchgängen, nämlich der laufenden Nummer des ersten und letz ten Bildes des herauszukopierenden Ab schnittee aus den vorliegenden Aufzeich nungen' z.
B. aus einer Kauei, sowie edles E ustellens dieser beiden Zahlen auf dem Zäblwerk gegeben ist, dadurch ausges ausgeschaltet werden, dass an sich bekannt, gelochte Kartenkarten Anwendung finden Solche Lochkarten werden in das Zählwerk einge führt und üben auf dieses Impulse (vorzugs weise elektrisohe) aus, die seine beiden Ein stellungen bewirken.
Das oder die Zählwerke können ferner stau durch unmittelbare Kraftübertragung vom Negativfilm auf bekannte Weise durch Lichtimpulse betätigt werden, welche durch Sic'h,#durchläsisige Stellen :des im übrigen licht- undu,Pchl'ä"sssigen; Randes- idies Negativfilmes hindurchfallen und auf eine lichtempfind liche Zelle treffen. Durch diese Anordnung wird das Filmmaterial wesentlich geschont.
Voraussetzung einer ordnungsgemässen Ar beitsweise der Vorrichtung ist, dass jedem Bilde des Negativfilmbandes eine oder meh rere ganze Perforationsabstände bzw. eine lichtdurchlässige Randstelle entsprechen, da nur bei Bestehen einer solchen Zuordnung das Zählwerk oder die Zählwerke tatsächlich die Zahlen der Bildurchgängedurch die Kopiereinrichtung registrieren.
Die durch die rasche Eninleitung des Kopiervorganges gegebene wesentliche Zeit ersparnis kommt besonders dann voll zur Geltung, wenn auch er Kopiervorgang als solcher sich entsprechend rasch vollzieht. Dies ist bei dem im Vorhergehenden be- schriebenen Kontaktkopieren unter konti nuierlichem gemeinsamem Durchgang von Negativfilm und Positivstreifen durch die Kopiereinriehtung der Fall Hingeben ver langsamt sich der Vorgang wesentlich, wenn bei stillstehendem Negativfilm und Positiv estreifen kopiert wird, wie dies vor allem beim Herstellen vergrösserter Kopien notwendig ist.
Zur Vermeidung dieses Nachteiles kann in weiterer Ausbildung eine Mehrzahl gleich zeitig betätigter, je ein Bild des Negativ filmes kopierender Kopiereinrichtungen an geordnet werden.
Werden die einzeilnen Kopiereinrisshtun- gen. konstruktiv so klein gehalten, dass sie mit einem Achslab@stand nebeneinander an geordnet werden können, welcher der Bild teilung des Negativfilms entspricht, so dass also unmittelbar aufeinanderfolgende Binder des letzteren kopiert werden können, so muss im Falle der Herstellung vergrösserter Kopien der Unterschied der Bildteilung des Negativ filmes und Positivstreifens berücksichtigt werden. Dies kann duroh die in Fig. 2 ver- ansehaulichte Winkelspiegeleinriehtung er folgen.
Bei dieser schliessen sich an eine mittlere, normal ausgestaltete Kopierein richtung 34 beiderseits je eine Kopierein richtung 35 bzw. 36 an, wobei die optischen Achsen der Einrichtungen im Bereich des Negativfilmes 37 um die Bilfteilungdieses Filmes, hingegen im Bereiche des Positiv streifens, 38 um die Bildteilung des letzteren voneinander entfernt sind. Dies wird durch die Lichtstrahlen nach aussenablenkende Spiegelsysteame 39, 40 bzw. 41, 42 ermög licht.
N ormaderweise isst jedoch die Breite jeder Kopiereinrichtung grösser als die Teilung des Negativfilmes. In diesem Falle können<U>um</U> mehrere Teilungen voneinander entfernte Bilder des Negativfilmes gleichzeitig kopiert werden. Entspricht z. B., wie in Fig. 3 ange nommen, der Mindestabstand der einzelnen Kopiereinrichtungen 43 bis 46 fünf Büd- teilungen des Negativfilmes 47, so werden zunächst die Bäder a, f, l und q gleichzeitig kopiert. Hierauf, nach jeweiligem Vorschub des Negativfilmes um eine Bildteilung, die Bilder b, g, m, r bzw. c, h, n, s bzw. d, j, o t bzw. e, lc, p, u.
Während, also bei der Vorriehtung nach Fig. 2 jeweils ein Vorschub des Negativ filmes um drei Teilungen erfolgt, wird dieser bei der Vorrichtung nach Fig. 3 abwechselnd viermal um je eine und einmal um 20 Bild teilungen weitergeschaltet. Die dies bewir kende Schalleinrichtung an sich bekannter Art kann in beiden Fälllen baulich entweder mit dem Zählwerk vereinigt oder von ihm getrennt sein.
Zum gleichzeitigen Herstellen einer Mehr zahl von Kopien nach dem Negativfilm auf Positivstreifen findet vorteilhaft die in Fig. 4 dargestellte Vorrichtung Anwendung. Die Positivstreifen A-G sind in einer Ebene parallel nebeneinander zwischen je einer Spule 48 upd 49 eingespannt.
Über ihnen gileitet auf Bahnen 50 und 51 ein Schlitten 52, der dien Negativfilm, das. Zä'hl'werk und -den,
optischen Teil der Kopiereinrichtung trägt und nach Herstellung jeder Kopie auf einem der Positivstreifen A-G auf be kannte Weise in der Mühtung des Pfeils 53 zum nächsten Positivstre_fen weitergeschaltet wird.
Nach Belichtung des letzten Positiv- streifens G läuft clerr Schlitten 52 in der Richtung des Pfeiles 54 zum ersten Positiv- streifen A. zurück, wobei gleichzeitig das rächste Bild des Negativfilmes eingestellt und, durch seine Teildrehung der die Spulen 49 tragenden Welle 55 die Positivstreifen gleichzeitig um eine Teilung in der Rich tung des Pfeiles 56 weitergeschaltet werden, worauf sich der Vorgang so lange wiederholt, bis das letzte Bild des gewünschten Film teiles auf alle Positivstreifen übertragen ist.
Zur Kenutlchhmachung des erzeugten Positivstrefene kann bei allen beschriebenen Bauarten eine an eich bekannte zusätzlche Kopiereinrichtung vorgesehen werden, die vor seinem ersten Bilde einen Titelkopf ein kopiert. Sie ist zu diesem Zweck so zu schal ten, dass sie durch das Zählwerk nach ein- malger Betätigung wieder ausigesehaltet wird und bis zum Ende des ganzen Kopier vorganges aüsgeschaltet bleibt.
Ausser zum Herauskopieren von Teilen von Korppien von Schriftwerken darstellenden Negativfilmbändern sind solche Vorrichtun gen., z. B. zum Herauskopieren einzelner Szenen von Spielfilmen, geeignet.