CH257727A - Verfahren zur Herstellung vollsynthetischer geformter Gebilde. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung vollsynthetischer geformter Gebilde.

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CH257727A
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Aktiengese Glanzstoff-Fabriken
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Ver Glanzstoff Fabriken Aktien
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L75/00Compositions of polyureas or polyurethanes; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L75/02Polyureas
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F6/00Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof
    • D01F6/58Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from homopolycondensation products
    • D01F6/72Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from homopolycondensation products from polyureas

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Description


  Verfahren zur Herstellung     vollsynthetischer    geformter Gebilde.    In der seit     einer        Reihe    von Jahren     ent-          ivi@ckelten        Technik    der     sogenannten        vollsyn-          thetischen    Fasern und     dergleiehen    nehmen  insbesondere diejenigen     Verbindungen    einen  hervorragenden Platz als     geeignete    Ausgangs  stoffe ein,     die    die     charakteristische    Gruppe       -CO-NH-    aufweisen.

   Mit Erfolg kön  nen ;auch diejenigen Produkte     für,die    genann  ten Zwecke herausgezogen werden, die eine  oder     mehrere        -NIE[-CO-NH-Grupp,en    ent  halten. Nach den bisherigen Anschauungen  über die Voraussetzung,     .die    die Gewinnung  von     vollsynthetiechen    künstlichen Gebilden,  wie Fäden, Bändchen und dergleichen, als er  forderlich erachtet werden, müssen die Aus  gangsstoffe     kettenförmige        Struktur    besitzen,

         damfit    die     aue        ihnen        geformten    Gebilde auch  gut     verstreckbar        sind    und daher     die    von der  Technik     gewünschten    guten     textilen    Eigen  schaften,     insbesondere    hohe     Festigkeit,    zeigen.

      Es wurde nun gefunden, dass man zu voll  synthetischen     geformten.    Gebilden,     wieFäden,     Bändchen, Filmen, Platten     usw.,    dadurch ge  langen     kann,        dass    auf     Dicarbonsäureazide     kochendes     Wasser    zur     Einwirkung    gebracht  wird, die .dabei entstehenden     hochmolekularen          substitn!ierten        Harnstoffe    der     allgemeinen     Formel     -IRr--NH-CO-NH-P%-,    wobei R  ein organisches Radikal bedeutet,

   unter     Aus-          schluss    von Sauerstoff, z.     B.'    in einer     Stick-          stoffatmo@sphäre    ,oder im Vakuum geschmol  zen und     dlie    so erhaltenen hochviskosen Mas  sen zu künstlichen Gebilden, z. B. Fäden,  Bändchen,     Filmen.    Platten     uw.,        geformt    wer  den..

      Die sich beim Verfahren gemäss Erfin  dung abspielenden     chemisehen    Vorgänge las  sen sich     etwa    durch     nachstehende        Reaktions-          glächung        clarstellen:

       
EMI0001.0062     
  
    R(CON.)z <SEP> + <SEP> H.#0 <SEP> -> <SEP> 2 <SEP> N2 <SEP> + <SEP> C02 <SEP> + <SEP> -R-NH-CO-NR-R-       Durch .die Einwirkung des     Wassers    auf  die     Azide    der     Dicarbonsäuren        wird    sowohl  Stickstoff als     auch    Kohlensäure abgespalten    und dabei     werden,    im.     Gegensatz    zu früheren       Ansichten;

          hoohmolekdlare        substitufierte    Harn  stoffe der     allgemeinen    Formel         -R-I\TH    CO-NH-R-NH-CO-NH-R-    erhalten.     Dias        sind        weisse,        pulverförmige     Substanzen, die sich bei höheren Temperatu  ren, vorzugsweise     zwischen    250     bis        300a,          fiehmelzen    lassen, und sofern dies     Schmelzen     unter     Sauerstoffausschluss,    also.

       m    einer         Stiekstaffatmosphäre    oder unter     Vakuum,     vorgenommen wird, bildet sich,     wie    weiter       gefunden    wurde, eine     hochviskose    Masse,     die          sich    zu     künstlichen    Gebilden,     wfie        Fäden,          Bändchen    usw., formen lässt.

   Auf diese     Weise         geformte Fäden,     Bändchen    und     Filme        sind     kalt gut     verstreckbar    und zeichnen     sich    durch  hohe Festigkeit aus. Geformte Platten kön  nen mit gutem Erfolg einer     Walzwirkung    un  s     terworfen    werden.

   Die     nachstehenden        Ar-          beitsbeispiele    mögen das Verfahren nach der  Erfindung     'erläutern.            Beispiel   <I>1:</I>  1 Teil     Sebadinsäurediazid    wird mit     etwa     der 100fachen Menge     Wasserns    in     einem    offe  nen Gefäss erst auf dem Wasserbad,

       allmäh-          lie.h        erwärmt    und dann das Wasser durch di  rektes     Erhitzen        1/2    Stunde lang zum Sieden       ebraclit.    Die entstandene weisse, flockige  g<B>o</B>  Masse, die aus einem     Oktamethylenharnstoff     besteht, wird nach dem Waschen     mit    Wasser       und    Methanol 1     Stunde    mit siedendem Me  thanol extrahiert, getrocknet und im Stick  stoffstrom oder im Vakuum bei     Temperatzl-          ren    zwischen 250 und 290  zum Schmelzen  gebracht.

   Die so     geschmolzene    zähe Spinn  masse wird in an sich bekannter Weise zu  Filmen oder dergleichen     verarbeitet,    oder  z. B. unter Druck aus einer     erwärmten        Spinn-          düse    zu Fäden versponnen, die     dann    nach  dem Erkalten zur Erhöhung der Festigkeit  um das Mehrfache ihrer ursprünglichen  Länge kalt     verstreckt    werden.

      <I>Beispiel 2:</I>       Gemäss    Beispiel 1 wird aus     Sebaeinsäure-          diazid    ein     Oktamethylenharnstoff    hergestellt  und     ebenso    aus     Acelainsäurediazid    als Aus  gangsstoff     ein        Heptamethylenharnstoff.    Nun    werden 2     Teile    des     Oktamethylenharnetoffes     mit 1 Teil des     Heptamethylenharnstoffe-s        ge-          mischt    und unter Vakuum bei Temperaturen  zwischen 250 und 300  zu     einer        

  hochviskosen          blasse        zusammengeschmolzen.    Die weitere  Verarbeitung     des    entstandenen     ho,chpolymeri-          s@ierten    Produktes erfolgt wie im     Beispiel.    1  angegeben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung vollsyntheti- s-cher geformter Gebilde, wie Fäden, Bänd chen, Filme, Platten usw., dadurch gekenn zeichnet, dass auf Dicarbonsäureazide kochen des Wasser zur Einwirkung gebracht wird, die dabei entstehenden hoclunulekularen sub stituierten Harnstoffe der allgemeinen For mel -R-NH-CO-NH R-, wobei R ein organisches Radikal bedeutet,
    unter Ausschluss von Sauerstoff geschmolzen und die so erhal tenen hochviskosen Massen zu Gebilden ge formt werden. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, zur Herstellung von Fäden, Bändchen und Fil men, dadurch gekennzeichnet, dassdiese Ge bilde nach dem Formen kalt verstreckt wer den. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da13 das Schmelzen dm Vakuum vorgenommen wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass, das, Schmelzen in einer Stickstoffatmosphäre vorgenommen wird.
CH257727D 1941-11-28 1942-09-21 Verfahren zur Herstellung vollsynthetischer geformter Gebilde. CH257727A (de)

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