Fernsehprojektor. Es sind Fernsehprojektoren bekannt, die die punktweise Steuerung eines von einer Lichtquelle stammenden Lichtstromes mit Hilfe einer im optischen Strahlengang be findlichen Schicht eines deformierbaren, Me diums und einer Schlierenop:tik vornehmen.
Die dazu notwendige punktweise Deformie rung der Schicht des Mediums kann bekannt lich durch elektrostatische Kräfte erfolgen, die von elektrischen Ladungen herrühren, welche von einer oder mehreTen Kathoden strahlen auf der Oberfläche der Schicht ab gelagert werden. In diesem Falle muss sich die Schicht notwendigerweise im Hoch vakuum befinden.
Die Deformation der Oberfläche dieser Schicht an einer bestimm ten Stelle stel'l't bekanntlich im schlierenopti- schen Strahlengang eine Inhomogenität dar, die sich auf dem Projektionssehirm durch einen hellen Punkt bemerkbar macht.
Es ist weiter bekannt, dass einerseits die Helligkeit eines, derart projizierten Bildpunk tes der Stärke der Deformation an der dazu gehörigen. Stelle der Schicht des Mediums ent spricht und anderseits die Deformation min- destens so lange andauert, als die elektrische Ladung an der betreffenden Stelle liegen bleibt.
Sorgt man dafür, dass die Ladungen erst kurz vor der Projektion des nächsten Bildes verschwinden, so ist es möglich, sehr helle Bilder herzustellen, indem der Licht strom der Lichtquelle in jedem Bildpunkt Si"4hren.d der ganzen zwischen zwei aufein- anderfolgenden Bildern vorhandenen Zeit spanne ausgenützt wird.
Das Wegschaffen der für die Projektion eines bestimmten Bildes auf der Schicht des Mediums abgelagerten elektrischen Ladun gen kann auf verschiedene Arten erfolgen. Die einfachste Methode besteht darin, dem Medium eine elektrische Leitfähigkeit von solcher Grösse zu erteilen, dass die Ladungen in der zur Verfügung stehenden Zeit durch elektrische Leitung verschwinden.
Eine an dere Methode besteht darin, mit Hilfe eines besonderen Kathodenstrahls, eines, sogenann- ten Löschstrahls, die Oberfläche des Mediums vor der Projektion des folgenden Bildes zu bestrahlen und diesem Kathodenstrahl eine solche Beschleunigungsspannung zu erteilen, dass der Sekundär-Emissionsfaktor des Me diums. wenigstens, zeitweise grösser als Eins ist.
In diesem Falle. werden die vom ersten Kathodenstrahl für die Bildprojektion abge lagerten Ladungen durch den vom Lösch strahl ausgelösten Effekt der S.elzundäremis.- sion weggeschafft.
Dieses soeben beschriebene elektrische Verfahren der Bildprojektion besitzt grosse Vorteile. Bei richtiger Wahl der mechani schen Eigenschaften .des Mediums kann er reicht werden, da.ss ein Kathodenstrahl mit einer Stromstärke von nur 10 bis 20 Mikro ampere genügt, um eine für eine maximale Deformation notwendige Ladung abzulagern. Eine grosse Empfindlichkeit der Bilderzeu- gung ist somit die Folge.
Da nun ein Katho denstrahl von solch geringer Stärke ausser dem .sehr fein fokussiert werden kann, er laubt dieses Verfahren nicht nur die Erzeu gung von sehr hellen, sondern auch von sehr scharfgezeichneten Bildern. Die Bildschärfe ist mindestens so gut wie bei der Bildpro jektion mit Hilfe der normalen, mit einem Fluoreszenzschirm ausgerüsteten Kathoden strahlröhre, die Bildhelligkeit jedoch bedeu tend grösser.
Die grosse Empfindlichkeit des Verfah rens hat jedoch zur Folge, dass zum Beispiel ungewollte, kleine, nicht durch die elektri schen .Signale hervorgerufene Inhomogeni- täten in der Schicht dies Mediums, und ins besondere auf dessen Oberfläche als helle Punkte und Flecken auf dem Projektions schirm sichtbar werden.
Die Schicht des Me diums muss somit eine weitgehende Homo genität und vor allem bei Abwesenheit der elektrischen Signale eine vollkommen. glatte Oberfläche hufweissen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, durch Behebung solcher Störungen und durch Erhöhung des Kontrastes die Bild qualität zu verbessern. Sie betrifft einen schlierenoptischen Fernsehprojektor mit se parater Lichtquelle, Projektionsschirm und einem deformierbaren Medium im Strahlen gang dieser Lichtquelle, ferner mit einem System von unter sich parallelen Spalten zwischen Lichtquelle und Medium, einem System von unter sich parallelen Barren zwischen Medium und Projektionsschirm, einem in der Nähe des Mediums befindlichen Objektiv,
das bei nicht deformierter Ober fläclie des Mediums die Spalte genau auf die Barren abbildet, einem Objektiv, das die Oberfläche des. Mediums auf den Projektions- schirm. abbildet, und einer Kathodenstrahl röhre mit einem von den elektrischen Bild signalen gesteuerten, fein fokussierten Ka thodenstrahl,
wobei dass Medium auf einer langsam rotierenden Glasplatte ruht und von einer Kühlplatte gekühlt wird.
Der Projektor nach der Erfindung zeich net eich --dadurch aw, dess zur Erzielung einer'möglichst weitgehenden Dunkelheit auf dem Projektionsschirm bei Abwesenheit von elektrischen Bildsignalen das Medium aus einer zähen, durchsichtigen, unter betriebs mässigen Verhältnissen einen Dampfdruck von weniger als 10-5 mm Hg aufweisenden Flüssigkeit besteht und dass ein die Flüssig keit glattstreichendes Rakel vorhanden ist,
wobei zwischen diesem Rakel und der Kühl platte ein offener Kanal vorhanden ist, in welchem die überschüssige Flüssigkeit hoch- steiigen kann, dass ferner eine genaue Füh rung der Glasplatte bewerkstelligende Lager vorrichtungen für die Glasplatte vorhanden sind, dass weiter die Glasplatte auf der obern Seite mit einer durchsichtigen, elektrisch lei tenden Schicht überzogen ist und elektrische Isolierungen vorhanden sind, die gestatten, diese Schicht auf ein elektrisches Potential gegenüber dem Projektorgehäusie zu bringen,
dass weiter die optischen Glasflächen zwi schen dem .System von Spalten und dem Sy stem von Barren mit Schichten überzogen sind, die die Lichtreflexion bis auf einen kleinen Rest unterdrücken, dass Mittel vor handen sind, um die Randstörungen des vom Kathodenstrahl bestrichenen Gebietes:
vom projizierten Bild fernzuhalten, und dass schliesslich die Glasplatte zwecks rascher Auswechslung der Flüssigkeit in einem leicht und schnell demontierbaren Teil des Vakuumgefässes untergebracht ist, wobei Einrichtungen vorhanden sind, die das Ein bringen der neuen Flüssigkeit unter Luft abschluss gestatten.
Die Fig. 1 bis, 8 der beilie=genden Zeich nung betreffen drei Ausführungsformen des Pro jektora nach der Erfindung, die in der folgenden: Beschreibung näher erlräutert wer den:
Dabei stellt Fig. 1 einen zentralen Schnitt durch einen mit zwei Kathoden strahlröhren ausgerüsteten Projektor dar, wovon das eine Kathodenstrahlrohr als Lösch- rohr dient. Fig. 2 und 3 dienen zur näheren Erläuterung von Teilen des optischen Sy stems der Fig. 1 und Fig.4 bis 6 zur ge nauen Darstellung der Einrichtungen, die das langsame Transportieren,
das Kühlen, und das Glätten, der Flüssigkeit zu besorgen haben. In der Fig. 7 ist ein zentraler Schnitt durch einen Projektor ohne Löschrohr auf ,(\(,zeichnet, der mit einer besonderen Einfüll- vorrichtung für die Flüssigkeit ausgerüstet ist. Auch die Lagerung der langsam rotie- renden Glasscheibe weicht in dieser Figur von der Ausführungsform nach Fig.1 ab.
Schliesslich ist in F'ig. 8 als Einzelheit einer dritten Ausführungsform die Lagerung der die Flüssgkeit tragenden Glasplatte veraxi- ehaulicht. Die Fig. 9 bis 15 betreffen Ein zelheiten, die mit der Behebung der Rand störungen zusammenhängen.
Von der F'ig.1. sei zunächst das optische System erläutert. Es besteht aus der einen Hohlspiegel, 1 aufweisenden und im Gehäuse untergebrachten Bogenlampe 3, einem Spie gel 4, einem System von parallelen optischen Spalten und Barren 5, einem so-genannten Sehlierenobjektiv 6, einem zweiten System optischer Spalte und Barren 7, dem Projek- tionsobjektiv 8, dem Spiegel 9 und dem auf der Figur weggelassenen Projektionsschirm.
Im optischen .Strahlengang befindet sich eine l@reisi-znde Glasscheibe 10, auf deren oberer Fläche eine dünne Schicht 11 einer zähen, durchsichtigen Flüssigkeit ausgebreitet ist. Das System der untern und obern Spalte und Barren ä bzw. 7 ist in den Fig. 2 und 3 im Grundriss dargestellt. Das System 5 weist im betrachteten Beispiel drei Spalte 12 auf, während beim .System 7 an den Stellen, wo das System fünf Spalte besitzt, die Barren 13 eingesetzt sind.
Die ganze optische An ordnung ist derart getroffen, da.ss bei voll- kommen ebener Oberfläche, der Flüssigkeits- schieht 11 eine genaue Abbildung der Spalte 1.2 durch das Schlierenobjektiv 6 auf die Barren 13 erfolgt und demzufolge kein Licht auf den Projektionsschirm fällt.
Der Projek tionsschirm bleibt @so lange dunkel, bis durch das Kathodenstrahlrohr an irgendeiner Stelle der Flüssigkeitsoberfläche eine bestimmte elektrische Ladung abgelagert wird und da durch an dieser Stelle eine kleine Einbuch tung der Flüssigkeitsoberfläche eintritt. Die r_lamit, verursachte optische, Inhomogenität hat zur Folge, dass die durch diese Stelle hindurchtretenden Lichtstrahlen abgelenkt werden.
Die Richtung, in der die Strahlen eine Ablenkung erfahren, hängt nach be kannten optischen Gesetzen von der Rich tung der Neigung der Flanken der Einbuch tung auf der Flüssigkeitsoberfläche ab. Eine kreisrunde Einbuchtung zum Beispiel besitzt nach allen Seiten hin geneigte Flanken., so dass die Lichtstrahlen .sowohl, in Richtung der Barren 13 als auch senkrecht zu ihnen abgelenkt werden. Während die parallel zu den Barren 13 abgelenkten Lichtstrahlen weiterhin von -den Barren am Durchtritt ver hindert werden,
so gelangen die dazu senk recht abgelenkten Lichtstrahlen durch die Zwischenräume zwischen den 'Barren 13 hin durch zum Projektionsobjektiv 8, das diese Strahlen auf den Projektionsschirm fokus siert. Das Projektionsobjektiv 8 bildet somit die Oberfläche -der Flüssigkeit 11 auf den Projektionsschirm ab, und die Aufhellungen auf dem Projektionsschirm entsprechen dem Deformationsbild, auf der Flüssigkeitsober fläche.
Die Anordnung von parallelen .Schlit zen und Barren 12 bzw. 13 im schlierenopti- schen Strahlengang und die damit zusam menhängende Abhängigkeit der Aufhellung von der Richtung der Deformationsflanken wird dazu benützt, bestimmte mögliche,, un gewollte Deformationen auf der Flüssigkeits oberfläche unsichtbar -und damit unschädlich zu machen.
Es handelt sich nämlich um De formationen der Flüs,szgkeitsoberfläche, die infolge der Rotation der Glasplatte 10 ent- sIehen können. Wie später näher gezeigt wird, rotiert die Glasplatte 10 langsam um ihre zentrale senkrechte Achse, und dabei wird die unter der Kühlplatte 15 heraustre- tendie Flüssigkeit 11 vom Rakel 16 glatt gestrichen.
Aus der perspektivischen Darstel lung der Fig. 4 geht hervor, dass bei der in Pfeilrichtung erfolgenden Rotation der Glas platte 10 ungewollte kreisförmige Deforma tionen 17 der Flüssigkeitsoberfläche entste hen können. In diesem Figur ist die von dem aus dem Kathodenstrahlrohr 14 stammenden Kathodenstrahl 96 bestrichene I3ildfl@@h@e, 1.8 durch eine punktierte Linie 19 gekennzeich net.
Es ist leicht verständlich, dass durch einen Deformationswulst 17 innerhalb der Bildfläche 18 die Lichtstrahlen praktisch nur in Ebenen abgelenkt werden, die par allel zur senkrechten Achse der Glasscheibe 10 und der mit 20 bezeichneten Achse sind.
Zum näheren Verständnis des Gesagten sind zwei auf diese Weise abgelenkte Lichtstrah len 21 punktiert dargestellt, während mit 22 der urabgelenkte Lichtstrahl bezeichnet ist. Ferner ist in dieser Figur das obere System von Spalten und Barren 7 gezeichnet.
Aus dieser Darstellung geht deutlich hervor, dass sich die abgelenkten, Strahlen 21 parallel zu den Barren<B>13</B> bewegen, diese nicht verlas sen und somit nicht durch die Spalte zwi schen den Barren hindurchtreten können und damit den Projektionsschirm aufhellen kör nen.
Damit die erwähnten kreisförmigen, mit der :elektrischen Bilderzeugung nicht im Zu sammenhang stehenden Deformationen auf dem Projektionsschirm weniger sichtbar wer den, steht die Geschwindigkeitsrichtung der Flüssigkeit im Bildfenster im wesentlichen senkrecht zu den Barren- bzw. Spaltasen.
Eine weitere Möglichkeit einer störenden Aufhiellung des Projektionsschirmes, besteht darin, dass im optischen Strahlengang zuviel Streulicht auftritt.
Der Hauptanteil an die sem Streulicht stammt bekanntlich von der Eigenschaft der Glasoberflächen her, etwa 5 % des durch sie hindurchtretenden Licht flusses zu reflektieren. Beim Vorhandensein mehrerer Gliasflächen zwischen dem untern und obern Spalt- und Barrensystem 5 bzw.
7 entsteht leicht eine beträchtliche Menge Streulicht. Ein Teil .dieses Streulichtes ge langt zwischen den obern Barren 7 hindurch auf den Projektionsschirm und erteilt diesem eine bestimmte, mehr oder weniger gleich mässig über die ganze Fläche verteilte Grund aufhellung, welche die Qualität des projizier- ten Bildes Die projizierten Bilder erscheinen flau.
Zur Unterdrückung dieser nachteiligen Erscheinung sind beim dargestellten Projektor die optischen Flächen zwischen dem System von ,Spalten und dem System von Barren mit einer dünnen .Schicht eines Stoffes bedeckt, z.
B. Kalziumfluorid. Bei richtig gewählter Dicke und Zusammen setzung dieser Schichten wird bekanntlich eine fast vollständige Unterdrückung des Streulichtes erreicht, was, im Falle des dar gestellten Projektors einen weitgehenden Wegfall der störenden Grundaufhellung des Projektionsschirmes zur Folge hat.
Zur Ver- vollständigung der Beschreibung des opti schen Teils sei noch erwähnt, dass die Spalt und Barrensysteme 5 bzw. 7 zwecks Vermei dung von tempematurbedingten Deformatio nen mit einem Kühlmittel gekühlt sind. Im betrachteten F',11 wird bei den .Systemen durch die Rohranschlüsse 23 Kühlflüssig keit zugeführt.
Nach dieser Betrachtung des optischen Systems seien die weiteren Teile des Projek tors aufgezählt. Das Kathodenstrahlrohr 14 besitzt eine Fokussierspule 24, die, Ablenk- spulen 25 und das Ablenkplattenpaar 91, und es ist samt diesen Elementen an das Netz- anschluss.gerät 26, das Kippgerät 27 und den Bildsignalmodulator 28 angeschlossen.
Auf der rechten Seite des Projektors befindet sich ein Löschrohr 29, das je nach Ausführung ebenfalls F'okussierspulen und Abdenkspulen aufweisen kann und mit Netzans--hlussgerä- ten, Kippgeräten oder andern Steuergeräten, nicht aber mit Bäldsignalmodulatoren ver bunden ist.
Die beiden Kathodenstrahlröhren sind mit den gedichtaten Hilfsflanschen 30 in die Haube 3,1, an welcher das evakuierte Gefäss 32 befestigt ist. Diese Haube weist Pratzen 33 auf, die auf den Armen und Säulllen 34 aufliegen. Die obere Öffnung der Haube 31 ist mit einer gedichteten Glasscheibe 35 ab geschlossen. Unten an der Haube ist das. aus dem Flanschring 36, dem obern und untern Deckel 37 bzw. 38 bestehenden Gefäss 32 auf geschraubt. Dieses Gefäss mithält die Glas scheibe 10 mit allen zugehörigen Einrichtun gen.
Es ist unten mit der gedichteten Glas scheibe 39 abgeschlossen und besitzt oben die Öffnung 40, welche durch den J)eckel, 41 mit. Hilfe eines Mechanismus von aussen ver schlossen -,verden kann.
Dieser Mechanismus besteht zur Hauptsache aus einer im Deckel 41 eingeschraubten Schraubenspindel 42, die unter Zwischenschaltung des Kegelradgetrie- bes 43 von aussen mit Hilfe des .gedichteten Antriebes 44 in Drehung versetzt werden kann. Je nach dem Drehsinn der Spindel be wegt sich der Deckel 41 nach links oder nach rechts.
In der Figur ist @er in der äussersten Lage links gezeichnet, wo er durch die schrä gen Keilflächen 45 nach unten auf die Öff nung 40 gedrückt wird und infolge des Vor handenseins der Dichtung 46 das Gefäss 32 abdichtet. In :dieser verschlossenen Stellung des Deckels 41 wird das Gefäss 32 für die Montage an der Haube 31 angeliefert.
Das Innere des, Gefässes ist evakuiert, und die Flüssigkeit 11 ist auf der Glasplatte 10 aus- gebreitet. Nach dem Anschrauben des Ge fässes an die Haube 31 wird der von der Haube und dem obern Deckel. 37 -des Ge fässes begrenzte Raum mit Hilfe von in der Zeichnung nicht näher dargestellten Hoch vakuumpumpen von bekannter Bauart leer gepumpt.
Nun kann der Deckel 41 mit Hilfe des Betätigungsmechanismus gelöst und nach rechts auf die Seite geschoben werden, wo mit der Hohlraum des Gefässes 32 mit dem darüherlie:genden, von den Vakuumpumpen evakuierten Hohlraum in Verbindung kommt. Durch diese Einrichtung wird die Montage und damit die rasche Auswechslung des Ge fässes 32 gegen ein in Reserve gehaltenes Gefäss ermöglicht, ohne :dass man in .das neue Gefäss mit der frischen Flüssigkeit Luft ein- strömen Sässen muss.
Schliesslich sind die im Gefäss 32 enthal tenen Einrichtungen zu beschreiben. Das Vorhandensein der Glasplatte. 10, auf der die Flüssigkeit 11 ausgebreitet ist, bedarf kei ner besonderen Erwähnung mehr. Über der Glasplatte befindet sich .die :ebenfalls bereits erwähnte Kühlplatte 15 und das Rakel 16. Die Kühlplatte 15 besitzt nach beiden Sei ten Fortsetzungen 47 und 48, welche nach oben ragende Zapfen 49 aufweisen.
Unter Zwischenschaltung von Isolatoren 50 sind diese Zapfen an entsprechenden Augen des Deckels 37 befestigt. An den Fortsetzungen 47 und 48 ist die Tragplatte 51 geschraubt, auf der drei auf einem Kreis angeordnete, die Glasplatte 10 tragende, gefederte Rollen montiert sind, von denen zwei mit 52 und eine mit 53 bezeichnet sind.
Die Tragplatte 51 dient ferner als Lager für die Führungs rollen 54, welche den Metallring 55, mit dem die Glasplatte 10 esngefasst ist, seitlich füh ren. Der Metallring 55 weist an. seinem Um fang einen Zahnkranz auf, in den das Zahn ritzel 56 greift und das über das Kegelrad getriebe 57 von der Welle 58 aus angetrie ben wird.
Die Welle 58 wird ihrerseits über eine isolierte Kupplung 59 und die gedichtet durch die Gefässwand hindurchgeführte Wedle 60 von, einem ausserhalb des Gefässes liegenden Motor in langsame Drehung ver setzt.
Es muss nun erläutert werden, auf welche Weise die in langsame Rotation versetzte Glasplatte eine exakte Führung erhält. Zwi schen der Glasplatte 10 und der Kühlplatte 15 befindet sich :eine bestimmte Flüssigkeits- menge. Trotz des Druckes der Druckrollen 52 und 53 auf die Glasplatte wird diese Flüs sigkeit nicht weggedrückt,
weil infolge der Rotation der Glasplatte die zwischen Glas und Kühlplatte austretende Flüssigkeit immer wieder durch Flüssigkeit ersetzt wird, die infolge: Flüssigkeitsreibung von der Glas- platte mitgenommen unter die Kühlplatte gelangt.
Das zwischen Glas- und Kühlplatte befindliche Flüssigkeitspolster besitzt im Be triebe eine von der Rotationsgeschwindigkeit der Glasplaltte und der Druckkraft der Druckrollen 52 und 53 abhängige konstante Dicke und dieses Flüssigkeitspolster dient der Glasplatte als Flüssigkeitslager. Die da mit erreichte Führung der Glasplatte hat sich als äusserst präzis erwiesen.
Um Insta- bilitäten dieser Plattenführung zu vermei den, müssen freilich die Drücke und die Fe derkonstanten der Druckrollen bestimmte Werte besitzen.
Es hat sich ergeben, dass bei einem Plat tendurchmesser von 400 mm und einer Rota- tionsgeschwindgkeit von etwa, i/3 Touren pro Minute die Federkonstante der beiden vorn, das heisst bei der Stirnfläche der Kühl platte 15 liegenden Druckrollen 52 etwa
EMI0006.0006
mm pro kg betragen russ, während die entsprechende Konstante der hintern Druck rolle 53 etwa 2 mm pro kg sein soll.
Die Druckrollen erhalten ferner bestimmte Vor spannungen, welche den vom Gewicht der Platte herrührenden Kräften das Gleich gewicht halten müssen. Damit im ruhenden Zustand der Glasplatte die Flüssigkeit nicht zwischen Glas- und Kühlplatte herausge drückt wird, besitzt der Hebelmechanismus 61 der Rollen Anschläge 62, welche den Hub der Rollen; nach oben begrenzen.
Die Dicke des Flüssigkeitspolsters zwischen Glas- und Kühlplatte beträgt im Betrieb einige Zehn- telmillimeter, während die Dicke der Flüs sigkeitsschicht ausserhalb der Kühlplatte we niger al's. die Hälfte davon beträgt. Die äusserst genaue Führung der Glasplatte ist jedoch nur eine notwendige,
aber noch nicht hinreichende Bedingung zur Erzielung einer ebenen Flüssigkeitsoberfläche ausserhalb der Kühlplatte und insbesondere im Bildfenster. Es ist dazu eine weitere Einrichtung not wendig, - von der dass Rakel. 16 der Haupt bestandteil ist. Zur besseren Übersicht über diese Einrichtung sind ihre wichtigsten Be standteile in den Fig. 4,
5 und 6 näher dar- gestellt. Die bereits besprochenen: Bestand teile sind dabei mit ,den gleichen Ziffern wie in der Fig. 1 verseben. Die mit der Kühl- platte verbundene Fortsetzung 48, die, Zap fen 49 usW. sind in der F'ig. 4 nicht gezeich net.
Hingegen ist die Lage der beiden vor- dern Druckrollen 52 und der hintern Druck- rolle. 53 mit gestrichelten Kreisen angedeu tet. In. der Fig. 5 ist ein .Schnitt durch das Rakel 16 und den vordern Teil der Kühl platte 15 gezeichnet. Zwischen der Kühl- platte 15 und:
dem Rakel 16 ist ein Spalt von der Bireite a vorhanden, während der Zwischenraum zwischen Kühlplatte 15 und der Glasscheibe 10 die Höhe z besitzt. Die Glasscheibe 10, die sich in-der Pfeilrichtung bewegt, transl)örtiert die zwischen ihr und der Kühlplatte befindliche Flüssigkeit nach links.
Vor dem Rakel 16 staut sich ein Teil der Flüssigkeit, weil der , Abstand 2y des Rakels 16 von der Glasscheibe kleiner ist als der Zwischenraum z zwischen Glasscheibe 10 und Kühhlplatte 15, und somit nicht die ganze von der Glasscheibe transportierte Flüssigkeit unter dem Rakel hindurchtreten kann.
Der überflüssige Anteil der Flüssig keit steigt im Spalt a zwischen Rakel und Kühlplatte bis zur Höhe h hoch und fällt hier in den Kanal 63. In diesen Kanal greift ein Rechen 64,. der von der Welle 58 (Fig. 1 und 4) mit Hilfe einer an einem Ende des Rechens angreifenden Kurbel 65 in eine so wohl, hin und her als auch auf und ab ge hende Bewegung versetzt wird. Das andere Ende des Rechens ist dabei auf die Rolle 66 abgestützt.
Durch die Bewegung des Rechen,, wird die Flüssigkeit im Kanal 63 von rechts nach links (Fig.4) transportiert. Auf der linken Seite der Kühlplatte ist der Kanal 63 nach vorn offen;
es befindet sich hier kein Räkel, so dass die Flüssigkeit über die Vor derkante der Kühlplatte strömen kann, um sich mit der Flüssigkeit zu vereinigen, die auf diese Seite von der Glasscheibe 10 (nach erfolgter Benützung zur Bildprojektion im Bildfenster 18) wieder unter die Kühlplatte 15 transportiert wird. In der F'ig. 6 ist zur Erhöhung des Verständnisses.
für .d-as soeben Gesagte noch ein Schnitt durch die vordere rechte Seite der Kühlplatte 15, den Kanal 63 und den Rechen 64 dargestellt, aus wel chem deutlich hervorgeht, wie hier die Flüs sigkeit aus dem Kanal ausströmt.
Diese für die Erzeugung einer glatten Flüssigkeits oberfläche notwendige zusätzliche Einrich tung sorgt dafür, dass der auf der Stauseite des Rakels 16 (rechte Seite des Rakels 16 in Fig. 5) befindliche senkrechte Spalt a stets bis zur Höhe la mit Flüssigkeit gefüllt ist und auf dieser Seite des Rakels somit stets ein konstanter, dieser Höhe h entsprechender Flüssigkeitsdruck vorhanden ist.
Durch den Zwischenraum 2y zwischen Rakel 16 und Glasplatte 10 gelangt damit in der Zeitein- feit stets gleichviel Flüssigkeit, so dass die Dicke der freien Flüssigkeitsschicht auf der Glasplatte konstant bleibt. Diese Dicke be trägt erfahrungsgemäss ungefähr die Hälfte des genannten Zwischenraumes zwischen Ra kel 16 und Glasplatte 10, also etwa y.
Das soeben Gesagte gilt aber nur bei ma thematisch exakter Führung und vollkom- tnen konstanter Drehges.chwind:igkeit der Glasplatte 10. Beide Bedingungen können selbstverständlich auch bei der Anwendung der geschilderten Führung der Glasplatte 10 vermittels eines Flüssigkeitspolsters zwischen Glasplatte und Kühlplatte und Beachtung aller Vorsichtsmassnahmen beim Antrieb der Glasplatte nie in mathematisch vollkom menem Sinne erfüllt sein.
Es treten im Be- trieb ganz geringe Schwankungen der Dreh geschwindigkeit der Glasplatte 10 und auch des Abstandes z der Glasplatte 10 von der Kühlplatte 15 auf. Das hat zur Folge, d.ass das Quantum dem überschüssigen Flüssigkeit auf der Stauseite des Rakels 16 kleinen Ver änderungen unterworfen ist und dadurch die überschüssige Flüssigkeit im Spalt a zwi schen Rakel 16 und Vorderkante der Kühl- platte 15 mit etwas schwankender Geschwin digkeit nach oben gedrückt wird.
Der Druck auf der Stauseite des Rakels 16 wird demzu folge geringen Schwankungen unterworfen ,sein. Um zu verhindern, dass sich diese Druck schwankungen in der unangenehmen Weise bemerkbar machen, dass durch den Zwischen raum 2y zwischen Rakel 16 und Glasplatte 10 den Druckschwankungen entsprechend in der Zeiteinheit mehr oder weniger Flüssig keit gedrückt wird, besitzt die untere Fläche des Rakels eine bestimmte Breite. b.
Der Zwischenraum 2y weist dadurch einen be stimmten Widerstand für die hindurchströ mende Flüssigkeit auf, und es werden da durch die genannten unerwünschten Druck- schwankungen auf der Stauseite des Rakels unschädlich, gemacht.
Für die verschiedenen in der F'ig.5 mit Buchstaben bezeichneten geometrischen Grössen haben sich beim .er wähnten Plattendurchmesser von 400 mm und einer Rotationsgeschwindigkeit von etwa 1/s t/min. folgende Werte als vorteilhaft erwiesen:
EMI0007.0044
a <SEP> = <SEP> 2 <SEP> min <SEP> b <SEP> = <SEP> 2 <SEP> mm
<tb> <I>h <SEP> =</I> <SEP> 20 <SEP> mm <SEP> <I>2y <SEP> = <SEP> 0,2 <SEP> mm</I>
<tb> z <SEP> > <SEP> 2y Schliesslich ist noch etwas über die TempeTa- tur der Kühlplatte auszusagen. Diese Tem peratur wird derart gewählt, dass die Vis kosität der durch sie gekühlten Flüssigkeit den für die Bildprojektion günstigsten Be trag erreicht.
Um eine Kondensation der Flüssigkeitsdämpfe an den Wänden des. Ge fässes und insbesondere auch auf den Glas platten 35 und 39 zu vermeiden, muss die Temperatur der Flüssigkeit unterhalb der Umgebungstemperatur liegen.
Die entsprechende Temperatur .der Kühl platte 15 wird am besten durch eine in sie gebettete Kühlschlange festgehalten, durch die ein Kühlmittel von der gewünschten Tem peratur fliesst. In der Fig. 1 und 4 sind die mit 67 bezeichneten Enden der Kühlschlange zu sehen.
Diese Enden. werden mittels des Isolators 68 elektrisch isoliert und hoch- vakuumdicht durch die Gefässwand hindurch geführt, so dass von aussen das Kühlmittel durch die Kühlschlange der Kühlplatte 15 gepumpt werden kann.
Infolge der vollständigen elektrischen Isolation der Glasplatte 10 und ihrer Stütz und Antrieb mechanismen mittels der Isola toren 50, 59 und 68 kann die Glasplatte, welche, wie bereits. erwähnt, auf der obern Seite eine dünne, durchsichtige Schicht eines leitenden Stoffes, z. B. eine sehr dünne und deshalb .durchsichtige Schicht von aufge dämpftem Platin, aufweist, von .aussen her auf ein elektrisches Potential gegenüber dem Gehäuse gebracht werden.
Der für die Bild erzeugung günstigste Wert dieses Potentials wird, je nachdem mit einer elektrisch leiten den oder elektrisch isolierenden Flüssigkeit gearbeitet wird, verschieden hoch liegen.
Eine weitere Möglichkeit, die Glasplatte zu isolieren, besteht darin, die Druckrollen 52 und 53, die Führungsrollen 54 und das Zahnritzel 56 aus einem isolierenden 1VIate- rial herzustellen. In diesem Falle muss dier auf der Glasplatte befindlichen leitenden Schicht mit Hilfe eines .Schleifkontaktes, der beispielsweise am Metallring 55 schleift, die gewünschte elektrische Spannung zugeführt werden:
Was schliesslich die Flüssigkeit selbst be trifft, so können verschiedene Substanzen in Frage kommen. Ein geeigneter Stoff ist bei- spiel.sweise Mineralöl, von dem alle Bestand teile, die bei Betriebstemperatur einen höhe ren Dampfdruck als 10-5 mm Quecksilber aufweisen, durch Destillation im Hoch vakuum, entfernt worden sind. Eine solche Flüssigkeit leitet elektrisch sehr schlecht, und sie eignet sich zum Betriebe des beschrie benen Projektors nur dann, wenn der Projek tor ein Löschrohr 29 (Fig. 1) aufweist.
Durch Zusetzen von kleinen Mengen von Me tallseifen und Weichmachern, z. B. Magne- siumoleat mit Trykresylphosphat, kann der genannten Flüssigkeit eine für den Betrieb des Projektors ohne Löschrohr genügende elektrische Leitfähigkeit erteilt werden.
Das zweite Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 unterscheidet sich vom ersten nur durch eine andere Art der Lagerung und Führung der Glasplatte 10 und einer beson deren Einfüllvorrichtung 69, die dem Einfül len der Flüssigkeit unter Vakuum unter Ver ineidung jeglichen Gaszutrittes zur Flüssig keit dient.
Es sind deshalb in der Fig. 7 nur die für das Verständnis dieser gegenüber der Fig. 1 neuen Einrichtungen notwendigen Teile aufgezeichnet worden, indem alle übri gen Teile mit denen der Fig. 1 übereinGtim- men oder mindestens im Aufbau und in der Wirkungsweise sehr ähnlich sind.
Auch sind alle Teile der Fig. 7, die mit den entspre chenden Teilen der Fig.l übereinstimmen, mit den gleichen Ziffern bezeichnet worden.
Der um die Glasplatte 10 gelegte Metall ring 55 ist mit einem starken konzentrischen Ring 70 verbunden, dessen untere, fein be arbeitete, ringförmige Fläche auf einer eben- faalls sehr fein bearbeiteten entsprechenden ringförmigen Fläche der Tragplatte 51 glei tet.
Durch radiale Nuten 71, die sowohl in der untern Fläche des Gleitringes 70 als auch in der entsprechenden Fläche der Trag platte 51 eingeschnitten sein können, gelangt ein Schmiermittel 72 zwischen die beiden Gleitflächen, so dass eine einwandfreie und exakte Führung der Glasplatte bei der lang samen Rotation gewährleistet ist. Durch den ringförmigen Wulst 73 wird das Schmier mittel 72 vom Wegfliessen verhindert.
Wie aus der Fig. 7 ersichtlich ist, weist das Gefäss 32 keinen Deckel auf, der im Va kuum geöffnet bzw. verschlossen @verden kann. Beim Auswechseln des Gefässes wird jeweils ein neues Gefäss eingesetzt, dessen Glasplatte 10 trocken ist und noch keine Flüssigkeitsschicht aufweist. Die Flüssigkeit u-ird erst nach der Montage und Evakuierung des Gefässes mit Hilfe der Einfüllvorrichtung 69 eingefüllt.
Diese Einrichtung besteht aus einem Gehäuse 74, dessen Hohlraum 75 gegen den Hohlraum des Projektors vermit tels des Venrtils 76 vakuumdicht abgetrennt werden kann. Zum Einfüllen der Flüssigkeit ist dieses Ventil vorerst geschlossen, das heisst der Ventilteller 77 ruht auf dem Ventilsitz 78. In dieser .Stellung .dies Ventils wird in dem senkrecht nach oben stehenden Teil der Einfüllvorrichtung eine die Flüssigkeit va kuumdicht umschliessende Ampulle 79 ein gesetzt.
Diese Ampulle ist an einem Stössel 80 befestigt, der hochvakuumdicht durch den Flansch 81 geführt ist. Die Hoehvakuum,- dichtung kann beispielsweise mit Hilfe eines elastischen Federrohres 82 bewerkstelligt werden. Unter der Ampulle 79 befindet sich eine mit den radialen Armen 83 zentral im Gehäuse befestigte Spitze 84.
Nachdem der Flansch 81 mit der daran befestigten Ampulle 79 auf das Gehäuse 74 montiert worden ist, wird der Hohlraum 75 über den Rohranschluss 85 evakuiert und hierauf das Ventil 76 geöffnet. Nun kann durch Pressen auf den Stössel 80 die Am pulle 79 auf die Spitze 84 gedrückt werden, wodurch in der untern Gefässwand der bei spielsweise aus Metallblech bestehenden Am pulle ein kleines Loch entsteht. Die durch dieses Loch herauströpfelnde Flüssigkeit fällt in den Trichter 86 und gelangt von hier auf die Glasscheibe 10.
Nach dem Aus fliessen der Flüssigkeit wird das Ventil 76 wieder geschlossen, und es können je nach Belieben weitere Ampullen nach dem be schriebenen Verfahren eingesetzt werden.
Bei der Ausführungsform nach Mg. 7 ist noch zu erwähnen, dass die Haube 31 des Projektors nur einen einzigen Flansch 87 zur Aufnahme eines: Kathodenstrahlrohres auf weist. In der Fig. 7 fällt somit das Lösch- rohr weg, und es muss daher eine elektrisch leitende Flüssigkeit zur Anwendung kom men.
Es ist jedoch selbstverständlich, dass auch bei dieser Ausführungsform, genau wie bei der Ausführungsform nach Fig.1, ein Löschrohr vorgesehen werden, kann, das den Betrieb des Projektors, mit einer elektrisch schlecht leitenden bzw. isolierenden Flüssig keit gestattet.
Schliesslich ist in Fig. 8 eine weitere Mög lichkeit für die Lagerung und Führung der Glasscheibe 10 dargestellt. Die Lagerung er folgt hier in einem präzis gearbeiteten Ko- nuslager 88, welches bei kräftiger Konstruk tion ebenfalls, für eine exakte Führung der Glasplatte 10 geeignet ist.
Am Rande der durch den(Kathodenstrahl bestrichenen Fläche treten schädliche Defor- rrationen auf. In .der Fig. 4 ist diese Fläche mit 18 und seine Umrandung mit 19 bezeich net. Innerhalb dieser Ränder wird auf der ganzen Fläche durch den Kathodenstrahl eine elektrische Ladungsverteilung mit konstan tem Mittelwert erzeugt.
Das ankommende Fernsehsignal moduliert nämlich eine Trä gerfrequenz, wobei der Träger unterdrückt wird, und steuert den Kathodenstrahl der art, dass er eine dem modulierten Signal ent sprechende Ladungsverteilung auf die Me- diumoberfläche aufbringt.
Dies geschieht im vorliegenden Falle bei konstanter Intensität des Kathodenstrahls durch Modulation der durch die Spulen 25 erzeugten Ablenk- geschwindigkeit mittels der Ablenkplatten 91 (Ablenkgeschwindigkeitsmodulation)
. Bei dunklem Bilde entsteht somit eine örtlich konstante Ladungsverteilung und bei aufge- hellten Bildpartien eine örtlich veränderliche Ladungsverteilung. Dem konstanten örtlichen Mittelwert der Ladung entspricht ein. örtlich konstanter mittlerer Druck der elektrostati- schen Kräfte auf die Flüssigkeit. Ausserhalb des Gebietes 18 ist kein Druck auf die Flüs sigkeit vorhanden.
Es ist nun deicht verständ lich dass bei den Rändern 19, wo der Über gang von der Druckzone auf die druckfreie Zone stattfindet, eine Deformation der Flüs sigkeit eintreten muss. Bei stillstehender Flüs sigkeit würde diese Deformation von den Rändern ausgehend langsam ins Innere der Bildfläche vordringen. Im. vorliegenden Fall wird die Flüssigkeit jedoch langsam bewegt; und diese Deformationen machen sich auf eine Art bemerkbar, wie sie in der Fig.9 dargestellt ist.
In dieser Figur .stellt 10 die langsam in der angegebenen Pfeilrichtung rotierende Glasplatte dar, auf -der die Flüs sigkeit ausgebreitet ist. Mit 18 ist wiederum das vom Kathodenstrahl bestrichene Gebiet und mit 19 die Umrandung dieses Gebietes bezeichnet.
Es hat sich nun gezeigt, dass un gefähr senkrecht zur Bewegungsrichtung lie gende Begrenzungslinien des unter dem Druck der elektrostatischen Kräfte stehenden Gebietes keinen Anlass zu ungewollten Defor mationen geben, weil in der kurzen Zeit, während der sich ein bestimmter kleiner Teil dem Flüssigkeitsoberfläche in dieser kriti schen Zone befindet, keine sichtbare Defor mation entstehen kann.
Steht jedoch eine Bie- grenzungslinie tangential zur Bewegungs Tichtung, so verweilt die Flüssigkeit lange genug in der kritischen Zone, und es ent steht eine gut sichtbare Deformation.
Von der obern und der untern Begrenzungslinie 19 gehen deshalb keine Deformationen aus, wohl aber von den beiden in der Fig. 9 senk recht stehenden Begrenzungslinien 19 in Form von kreisförmigen, gut sichtbaren De- formationswulsten 92. Es gehen ferner sehr starke Deformationen 93 von den vier Ecken des beladenen Gebietes 18 aus.
Da ein. Teil dieser Deformationen infolge der drehenden Bewegung der Glasplatte in :die beladene Fläche 18 hineingelangen, so würden sie auf dem Projektionsschirm sichtbar, wenn die ganze Fläche 18 zur Projektion käme. Es ist deshalb notwendig, von der Fläche 18 nur das strichpunktierte umrandete Gebiet 94 zur Projektion zu bringen. Dadurch entsteht aber ein verhältnismässig grosser Verlust an Bild fläche, was zum Beispiel bei der Übertra gung von Fernsehbildern sehr unerwünscht ist, weil damit eine entsprechende Vergrö sserung des für die Übertragung des Fernseh signals notwendigen Frequenzbandes verbun den ist.
Man ist mit andern Worten ,gezwungen, den Kathodenstrahl beträchtlich über die für die Aufzeichnung des Fernsehbildes notwen dige Fläche hinaustreten zu lassen, was grosse Pausen zwischen aufeinanderfolgenden Bil dern bzw. Zeilen zur Folge hat. Man kann diesen Verlust wesentlich verkleinern, wenn man die rechte obere Ecke des Ladungs gebietes abrundet. Es geht dann von dieser Ecke keine Deformation mehr aus, wie durch Versuche festgestellt worden ist.
In der Fig. 10 ist ein solches Ladungsgebiet mit ab gerundetem Ecke durch die punktierte Linie 95 dargestellt. Es entstehen nur noch an den drei übrigen Ecken und in der Mitte der senkrechten Seiten .die mit 92 und 93 be zeichneten Deformationen, von denen sich noch eine in die Ladungsfläche hineinschiebt.
Durch Schrägstellen der Ladungsfläche kann auch diese Deformation von der Ladungs fläche ferngehalten werden bzw. am Entste hen verhindert werden, wie das in der Fig. 11 dargestellt ist.
Das Abrunden der kritischen Ecke des Ladungsgebietes kann auf verschiedene Weise erfolgen. Es kann zum Beispiel der Kathodenstrahl beim Schreiben des Zeilen rasters in der Weise elektrisch gesteuert werden, dass eine abgerundete Ecke entsteht, oder es kann durch Einfügen, einer elektro nenoptischen Blende in das elektronen optische System des gathodensitrahls die Ab rundung der kritischen Ecke herbeigeführt werden.
Diese Blende wird vorzugsweise dicht über der Flüssigkeitsoberfläche ange- crdnet. Im Falle der Fig.l kann beispiels,- weise der über der Flüssigkeitsoberfl@äcbe be findlichen Öffnung der Fortsetzung 47 der Kühlplatte 15 die gewünschte Blendenform gegeben werden. Bei Anwendung einer Blende zwecks Abrundung der kritischen. Ecke des Ladungsgebietes kann es, zweck mässig sein, gleich alle Ecken der Blende abzurunden, indem die elektronenoptische Blende in diesem Falle zugleich als licht optische Blende für den optischen Strahlen gang benützt werden kann.
In der F'ig. 12 ist eine solche Blende abgebildet.
Es muss nun noch näher erläutert werden, wie, die Abrundung der kritischen Ecke des Ladungsgebiete,, _ durch elektrische Steuerung des Kathodenstrahls erfolgen kann. Man be nötigt dazu eine elektrische Schaltung, die mit .der ,Steuerelektrode des Kathodenstrahls verbunden ist und dieser Steuerelektrode im richtigen Momenteinen negativen., den Ka- thodenstrahl sperrenden und wieder frei gebenden Spannungsimpuls erteilt.
In der Fig. 13 ist eine solche Schaltung damgestellt. Dabei stellt 97 den obern Teil des Kathoden strahlrohres mit der Anode 98, der Steuer elektrode 99 und der mit dem Netzanschluss gerät 26 verbundenen Kathode 100 dar.. Die Steuerelektrode bezieht einerseits die kon stante mittlere Vorspannung über den Wider stand 101 aus dem ,gleichen Netzanschluss- gerät, und sie ist anderseits über den Kopp- lungskondensator 102 mit der Anode der Verstärkerröhre 103 verbunden.
Als Be- la.stungswiderstand dieser Verstärkerröhre dient der Widerstand 104 und der Konden sator 105. Zu diesem Kondensator parallel geschaltet ist eine Verstärkerröhre 106, die als variabler Entladewid@erstand des Konden sators 105 dient.
Bekanntlich ist der Wider stand einer Verstärkerröhre abhängig von der Gittervorspannung. Bei dieser Röhre wird die Gittervorspannung durch den Trans formator 107 und den Gleichrichter 108 er zeugt, der den Kondensator 109 aufladet. Der Widerstand 110 dient als Entladewider- stand des ]Kondensators 109.
Die ganze Schaltung ist in der Lage, an der Steuerelektrode 99 des Kathodenstrahl- rohres bzw. an der Anode der Verstärker röhre 103 bei jedem Zeilenrücklauf des Ka thodenstrahls. Spannungsimpulse nach der Kurve 111 der Fig. 14 zu erzeugen. Zu die sem Zwecke müssen bei jedem Zeilenrücklauf des Kathodenstrahls an die Anschlussklemme 112 des Steuergitters dem Veretärkerröhre 108 Spannungsimpulse nach der Kurve 118 der Fig. 14 gelegt werden. Jeder dieser Impulse besitzt die Dauer des Zeilenrücklaufes.
An der Anode der Verstärkerröhre 108 tritt beim Erscheinen eines solchen. Impulses infolge des Spannungsabfalles am Widerstand 104 ein scharfer Spannungsabfall ein (siehe Kurven abschnitt a-b des ersten Impulses der Kurve 1.11). Anschliessend daran ladet sich der Kon densator 105, was zu einer weiteren Span nungssenkung b-6 der gleichen Kurve führt.
Verschwindet nun der Steuerimpuls am Steuergitter der Röhre 103 nach abgelaufe nem Zeilenrücklauf, so tritt vorerst die scharfe Spannungserhöhung c-d ein, verur sacht durch das Verschwinden des Span nungsabfalles am Widerstand 104. Der letzte Teil der Kurve stellt nun die Entladung des Kondensators 105 über die Röhre 106 dar. Je nach dem Widerstand dieser Röhre er folgt die Entladung langsamer oder rascher, wie dies durch die andern Impulse der Kurve 111 dargestellt ist. Der Widerstand der Röhre 106 wird nun wie folgt gesteuert: Bei jedem Bildrücklauf des Kathodenstrahls wird dem Transformator<B>107</B> an den Klem men 114 ein starker Spannungsstoss aufge drückt.
Dadurch ladet sich der Kondensator 109 über den Gleichrichter 108 negativ auf, und die Gitterspannung der Röhre 106 ist stark negativ. Die Röhre 106 stellt in diesem Falle einen grossen Widerstand dar, und der Spannungsanstieg d-e der Impulse der Kurve 111 ist langsam. Das hat aber zur Folge, dass der Kathodenstrahl mit einer be- stimmten Verspätung freigegeben wird.
Da sich im weiteren Verlauf der Bildaufzeich nung der Kondensator 109 über den Wider stand 110 entladet und damit der Wider stand der Röhre 106 immer kleiner wird, so erfolgt der Spannungsanstieg d-e der Im- pulse der Kurve 111 immer rascher. In der Fig. 14, Kurve<B>111,</B> ist das von Impuls zu Impuls schneller werdende Ansteigen des Abschnittes d-e der Impulse übertrieben stark zum Ausdruck gebracht worden, indem in dieser Figur die Dauer dieses Spannungs anstieges schon nach dem vierten Impuls auf den normalen, kleinen Wert gesunken ist.
Die Verspätung, mit der der Kathodenstrahl frei gegeben wird, wird immer kleiner, um schliesslich nach Ablauf einer bestimmten Anzahl von Bildzeilen praktisch ganz zu ver schwinden. Bei richtiger Wahl der Grösse der Schaltelemente in der besprochenen Schal tung kann erreicht werden, dass die kritische Ecke des mit elektrischen Ladungen belegten Gebietes der Flüssigkeitsoberfläche abgerun det wird, so wie es in der Fig. 15 dargestellt ist. In dieser Figur stellen die horizontalen Striche die einzelnen Bildzeilen dar.
Aus der Figur geht deutlich hervor, wie die Abrun dung der linken obern Ecke des Z eilenrasters durch eine langsam kleiner werdende Verspä tung in der Freigabe des Kathodenstrahls erreicht wird.
Damit sind alle am vorliegenden elektri schen Bildprojektor vorgesehenen Massnah men und Einrichtungen beschrieben., die dazu dienen, alle Deformationen der Flüssigkeits oberfläche zu vermeiden, die nicht durch die elektrischen Bildsignale zum Zwecke der Bildprojektion hervorgerufen werden sollen.
Der vorliegende Projektor ist dadurch in der Lage, nicht nur Bilder von grosser Ilel- ligkeit und Schärfe zu erzeugen, sondern auch alle ungewollten Aufhellungen zu ver meiden und damit den projizierten Bildern einen ausreichenden Kontrast zu verleihen..
Die Beschreibung des Projektors wäre je doch nicht vollständig, wenn sie keine An gaben über die physikalischen Daten ent hielte, die die Flüssigkeit 11 zwecks Erzie lung einer grossen Bildhelligkeit und eines scharfen Bildes aufzuweisen. hat. Bei der Be urteilung der Flüssigkeit spielen zwei cha rakteristische Quotienten q, und qm von ver schiedenen Konstanten eine ausschlaggebende Rolle, nämlich:
EMI0012.0001
und
EMI0012.0002
In diesen Formeln bedeuten:
K elektrl ehe Leitfähigkeit der Flüssigkeit
EMI0012.0007
(5 relative Dielektrizitätskonstante der Flüssigkeit a Kapillaritätskonstante der Flüssigkeit
EMI0012.0010
k Zähigkeit der Flüssigkeit
EMI0012.0011
c Schreibgeschwindigkeit des Kathodenstrahls auf der Flüssigkeitsoberfläche
EMI0012.0013
fo Modulationsfrequenz der Ablenkgeschwindigkeit des Kathodenstrahls in der Zeilenrichtung (see-1).
N Zahl der in der Sekunde projizierten Bilder (sec-1). Bei leitender Flüssigkeit haben die cha- rakteristischen Quotienten q, und q. in fol genden Grenzen zu liegen:
EMI0012.0024
Im Falle einer isolierenden Flüssigkeit ist q8 mindestens zehnmal kleiner zu wäh len als die für den leitenden Eidophor angegebene untere Grenze, also kleiner als
EMI0012.0032
während q. in den glei chen Grenzen liegt.
Es hat sich nämlich als vorteilhaft eTwiesen, die isolierende Flüssig keit nicht als vollkommener Isolator auszu bilden, was übrigens physikalisch gar nicht möglich ist, sondern ihrebenfalls eine, wenn auch nur ganz geringe, Leitfähigkeit zu er teilen, .so dass die .Flüssigkeit aber immer noch als praktisch isolierend bezeichnet wer den kann.
Als Beispiel einer elektrisch leitenden Flüssigkeit sei Mineralöl mit einem Leit- fähigkeitszusatz in Form von Magnesium- naphthenat genannt.
Für eine solche Flüs sigkeit gilt bei einer Betriebstemperatur von 0 C und bei,
EMI0012.0047
fo=2#107 sec-1 und N = 2'5 sec-'
EMI0012.0051
Der Dampfdruck beträgt dabei etwa 5 . 10-6 mm Hg. Um eine sehr schlecht lei tende Flüssigkeit zu erhalten, genügt ies, dem Mineralöl nur ,sehr wenig von dem Leitfähig keitszusatz beizufügen. Man erhält zum Bei spiel bei gleichen Werten von c, fo und N :
EMI0012.0058
und q. =1.
Der Dampfdruck ist derselbe wie- oben..