Vorrichtung zum Heben von vollen Säcken. Da,; Heben von mit Schüttgut., wie z. B. Mehl, Getreide, Zucker, Kohle oder dergl:ei- ehen, gefüdäten -Säcken, z.
B. zum Entleeren, beispielsweise von Mehlsäahen, in eine Mehl truhe oder -lade, bereitet bekanntlich grosse Schwierigkeiten und stellt an das, Bedie- nungspersonal besonders grosse Kräfteanfor- derungen. Meist sind dazu zwei Personen nötig, von welchen eine Person Hilfe zum Aufnehmen und Entleeren des. Sackes leistet, während,die andere als Sackträger fungiert.
Es ist schon ein Sackheber mit einer Wippe bekannt, die leiterartig ausgebildet ist und, um eine in einem Gestell gelagerte hori zontale Achse ;schwingen kann. An den En den der Wippe ist je eine Stütze angelenkt, die es ermöglichen, die Wippe in ihren bei den Endlagen zu halten. An Odem einen Ende ;der Wippe ist eine Saoks.tütze angebracht. Mit dieser Vorrichtung ist e & möglich, Säcke zu heben und angehoben zu halten.
Die Wippe kann jedoch nicht um eine vertikale Achse gedreht und nicht in. verschiedenen Sohwenklagen festgestellt werden, was sie zu Verlädearbeiten nur beschränkt verwend bar macht.
Die Erfindung vermeidet den ersten dür angeführten Mängel und ermöglicht bei ent sprechender Ausbildung, auch den zweiten zu beheben. Die erfindungsgemässe Vorrichtung weist ein Brett auf, das auf einem Ständer nicht nur um eine Horizontalachse schwenk bar, sondern auch noch um eine, Vertikal- achle drehbar ist.
Zweckmässig ist unterhalb eines Ansatzes, für die Sackauflage an einem Ende de & Brettes. eine Stütze und! im Be reich des andern Endes des Brettes eine zweite Stütze vorgesehen, wobei überdies :die horizontale Schwenkachse in .der Höhe ver- stellbar und:
die Stützen a#bhebb ar sein kön nen, so dass das Wippbrett auf verschiedene Höhenlagen eingestellt werden kann. Über dies kann die Vorrichtung mit wahlweise in oder ausser Wirksamkeit bringbaren Rädern versehen .sein, um sie im Bedarfsfalle fahr bar machen zu können.
Auf der Zeichnung sind mehrere Aus führungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Abb. 1 zeigt eine erste Vorrichtung im Aufriss, die Abb.2 im Grundriss und -die Abb. 3 in einer andern Arbeitsstellung ge genüber Abb. 1 im Aufriss. Die Abb. 3a, 4 und 5 sind Einzelheiten .dieser Ausführungs form in grösserem Massstab.
In den Abb. 6 und 7 ,sind Aufriss. und, Grundriss einer zwei ten Vorrichtung veransjchaulRCht; die Abb. 8 9, 10, 11, 12, 13 und 14 zeigen. vers,chie- dene Einzelheiten, hierzu in .grösserem Mass stab.
In Abb. 15 schliesslieb, ist eine dritte Vorrichtung im Aufriss und in Abb. 16 deren Stützkonstruktion im Grundrissdargestellt. Die Abb. 17 zeigt die Lagerung für einen Schwenkzapfen am Wipp@brett auf einer Stütze ,dieser letzten Ausführungsform.
Die Vorrichtung zum Heben von vollen Säcken nach den Abb. 1 \bis 5 besitzt einen aus Profileisen verfertigten rahmenartigen Ständer 1, der auf einem quer im Ständer unterteil angeordneten Verstärkungssteg 2 ein vertikal angeordneten Rohrstück 3 trägt, in welchem ein zweites Rohr drehbar vor gesehen ist.
Letzteres trägt eine oberhalb des Ständers angeordnete horizontale Lager achse 5 für ein Wippbrett 6, cbie mit dem Rohr in nicht .gezeichneter -reise verschweisst ist.
Das am einen Ende mit einer Konsole 7 für die Auflage,des zu hebenden Sackes ver sehene Wippbrett 6 ist (versgleiche Abb.4 und 5) @dureh Schraubenbolzen 8 mit einem Flacheisen 9 verbunden, das in der Mitte eine Lagerstütze 10 aufweist und dessen beide Enden zur Bildung von Lagern 12 rechtwink lig umgebogen und derart mit Ausnehmun- gen versehen .sind, dass die Achse 5 von der Stütze 10 und den Lagern 12 etwa nach Art einer Zange umfasst wird,
wobei zur Verhinderung des Heraus,gleitens noch eine Splintsicherung vorgesehen sein kann. An dem Verstärkungssteg 2 ist mittels zweier Scharniere eine rechteckige Platte 2a (Abb. 1 bis 3) angelenkt, die ihren Abmessungen nach annähernd .dem Verstärkungssteg 2 ent sprieht und an ihren beiden Enden mit Hilfe gabelförmiger Träger 13 je eine Laufrtille 11 trägt.
Die Platte 2a kann mit .den Laufrollen 11 aus der in Abb.1 und 3 gezeigten aufge klappten Lage bei Nichtverwendung nach un ten an die Unterseite des -Steges 2 umge klappt werden, so dass die Laufrollen 11 nach unten gerichtet sind und. zur Wirkung kommen (vergleiche Abb.3,a).
Um die Anordnung der S h-arniere besser ersichtlich zu machen, ist in Abb. 2, die Roll lenplatte 2a nur in die Ebene des Verstär kungssteges 2 umgeklappt, so dass die Rollen 1,1 noch nach oben stehen.
Bei der Benützung der Einrichtung wird der volle Sack auf die Konsolie 7 aufgelegt, worauf das Wippbrett aus .der stark geneig ten Stellung ,gemäss Abb. 1 in,die etwa waag rechte Stellung gemäss Abb.3 versthwenkt wird.
Die Masslverhältniss@e 'bezüglieh Wipp- breit 6 und dessen Konsole 7, ferner bezüg- lieh .der Anordnung des Schwenkzapfens 3 und der Achse 5 sind zweckmässig s ge troffen, dass bei Säcken, für die die Vor richtung hauptsächlich zur Anwendung kom men soll, :
der volle auf die Konsole gestellte Sack ,mit seinem Schwerpunkt etwa über die Achse 5 zu liegen kommt, so @dass für das Anheben keine und für das Drehen des Wipp brettes um die vertikale Achse keine beson ders grossen Kräfte aufzuwenden sind.
Um die Vorrichtung fahrbar zu machen, wird der Ständer an der einen Seite etwas in die Höhe .gehoben und ,die Rollenplatte 2a nach unten durehgeklappt, wodurch die Rollen 11 nach unten gerichtet sind und der Ständer auf diese gesetzt werden kann. Es ist so möglich, die Vorrichtung leicht weiterzufie- fördern. Soll die Vorrichtung wieder in Tä tigkeit treten, so wird die Platte 2a samt den Rollen 11 nach oben geklappt, womit der Vorrichtung wiefder ein fester Stand ge geben ist.
Bei der Vorrichtung nach Abb. 6 und 7 handelt es sieh um eine weitere Ausgestal tung der vorher besprochenen Vorrichtung. In einem wieder aus Profileisen hergestellten Ständer 14 ist eine vertikale, etwas, höher als -der Ständer sieh erstreckende Rohrsäule 1.5 vorgesehen, in welcher ein Rohrstück. 16 um die vertikale Achse gedreht und verti kal verschoben werden kann. Auf diesem Rohrstück 1,6, ist oben, wie beim ersten Aus führungs eispiel, eine horizontale Achse 17, z.
B. aus Rundeisen, zweckmässig aufge schweisst, wogegen am auf .dieser Achse schwenkbaren Mrippbrett 18 .ein U-förmiger Bügel 19 durch Sehrauben 20 befestigt ist.
Um ein leichtes Entfernen des Wippbrettes von der Aelise 17 zu ermöglichen, sind die zu seiner Lagerung @dienen@den S@ahenkel 19t ,des Bügels 19 mit Einschnitten 2,1 versehen, mittels welcher das Wip@pbrett auf ,der Achse 17 von oben aufgesetzt ist, wobei es durch in Laschen 242 geführte Riegel 23 gesichert ist, .die in vorgeschlagener Lage das,
offene Ende der Einschnitte abschliessen, wie dies aus Abb. 8, hervorgeM. Am einen Ende weist !das Wippbrett wieder die Konsole 7 mit der Abstützung 7a auf. Auf der Unterseite des gleichen Wippbrettendes ist eine Stütze an gelenkt, deren Einzelheiten aus den Abb. 9 bis 1'3 ersichtlich sind.
Diese Stütze setzt sich aus zwei ineinander verschiebbaren Tei len zusammen, einem hohlen, im Querschnitt rechteckigen, der Länge nach mit einem durchgehenden Schlitz 2@9 versehenen, Teil 28, der mittels seiner Querae:
hse 227 in den La geraugen 225- eines am Brett. 18 durch Bolzen 24 befestigten Lager'boekes, vers.chwenkbar gelagert ist, und einem im Teil 28 verschieb baren Teil .30 von T-Querschnitt, dessen aus dem Schlitz 2'9 ragender Steg 31 mit einer Sperrvorrichtung ausgestattet ist.
Eine am obern Ende des Stützteiles 218 angebrachte Nase<B>312</B> gestattet das, Umlegen der Stütze in Richtung des Pfeils p an die Unterseite des Wippbrettes in die versorgte Lage, ver hindert aber das Versühwenken der Stütze über die zum Brett senkrechte Lage 'hinaus in .der andern Richtung. Mit der Sperrver zahnung 31 arbeitet ein um .den. Zapfen 33 am Teil<B>28</B> versehwenkba.rer, doppelarmiger Sperrbügel 34, 35, zusammen, ,dessen freies Bügelende 34 in die Sperrverzahnung 31.
des Teils 30 zur Fixierung der jeweiligen Auszugsstellung,des 'Teils 3'0 gegenüber dem Teil 218 und damit der Hölhe der Stütze selbst tätig einfällt. Die Auslösung kann entweder von Hand durch Umlegen des Bügels unter Benützung seines Handgriffes 35 oder auch durch eine Ausilösevorrichtung 37 erfolgen, die die Abb. 6, 12 und 114 zeigen.
Das eine Ende eines Zugseils 37 ist an einem den Handgriff 35 des Bügels untergreifenden, am Stützenteil 28 verschiebbaren Teil 38 befestigt, -der von einer Feder ausser Wir kung gehalten wird, das andere Ende des Seils. 37 steht mit dem Auslösehebel 40 am dem Wippbrettende mit rler Konsole gegen überliegenden Ende des Wip.pbrettes in Ver bindung.
Letzterer ist mittels eines Steges 41 an der Querleiste 42 am Wippbrett befestigt, durch welche das Zugseil 37 hin@durchge- führt ist.
Die aus den ineinander verschieb baren Teilen 2'8, 3'0 bestehende Stütze wird in der an die Unterseite des Brettes 18 ge- schwenkten Lage durch einen unter Feder wirkung stehenden Riegel 43 fixiert, dessen entgegen .der Federwirkung erfolgende Aus lösung zur Freigabe der Stütze ein zu einem Auslösehebel 45 mit Handgriff führender Seilzug 44 gestattet. Der Auslösehebel findet seine Lagerung im Steg<B>46</B> an der Querleiste 42 neben dem Auslösehebel 40.
Es ist ferner eine mit. dem Teil des Wipp brettes 18 beim Bedienungsende des Brettes zusammenarbeitende zusätzliche Stütze st,<I>st,</I> vorgesehen, die ebenfalls zur Anpassung an die Wippbrettstellung in ihrer Länge verän derbar ist. Um das Rohrstück 16 in. zwei Auszugsstellungen gegenüber der Säule 15 feststellen zu können, ist eine Feststellvor richtung (Abb, 6 und 7) vorgesehen, die zwei der Höhe nach versetzte und je um einen Ver tikalzapfen 47 verschwenkbare Riegel 48 auf weist.
Die Riegel 48 greifen je in einen Schlitz 49 der Säule 15, wobei .sie in dieser Lage durch eine bei 51 am Gestell 14 be-, festigte Feder 50 gehalten werden. Das Rohr 16 besitzt eine einzige entsprechende Rille, in die bei übereinstimmender Lage mit. einem der Schlitze 49 der betreffende Sperriegel un ter der Wirkung seiner Feder in Eingriff kommt.
Jeder der jeweils in den Rohrschlitz eingreifenden Riegel 48 kann dadurch ausge löst werden, dass je ein an ihrem andern He belende angreifendes Draht- oder Seilstück 52 über einen Winkelhebel 53, die bei 54 bzw. 55 ; am Stä.nderholm 56 gelagert sind, und ein weiteres Seil oder Drahtstück 57 zu einem Pedal 58 bzw. 59 an der Bedienungsseite des Ständers geführt ist. Erwähnt sei noch, dass am Quersteg 42 des Brettes 18 beiderends ein Haken 49a vorgesehen ist, an welche ein lee rer Sack zum Einfüllen des Gutes aus dem angehobenen vollen Sack angehängt werden kann.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist, nun folgende: Der volle Sack wird z. B. mittels eines Sackkarrens zur Vorrichtung gebracht, deren Wippbrett eine Stellung entsprechend Abb. 1 einnimmt, wobei die Stütze \?8, 30 an die Unterseite des Brettes 18 geklappt ist.
Der volle Sack wird auf der Konsole 7 abgestellt und das. Wippbrett um die Achse 17 in die Waagrechte versohwenkt. Durch Betätigung des Auslösehebels 45 wird nun der Riegel 43 entgegen der Federwirkung aus der Verriege- lungsstellung ausgelöst, wodurch die Stütze 28, 30 herunterklappt und sich in verti kaler Lage aufrichtet.
Dieses Aufrichten ge- sohieht selbsttätig, da der Teil 34 des Bügels 34, 35 über die Verzahnung 31 des sich aus dem Stützteil 28 hinausschiebenden Teils 30 wirkungslos hinweggleitet, bis der Teil 30 auf dem Boden zur Auflage kommt. Falls das Wippbrett noch nicht die richtige Höhe hat, kann es nun an seinem freien Bedie nungsende B angehoben werden, wobei die Querachse 27 der Stütze 28, 30 als Dreh achse wirkt, um das Rohr 16 aus der Rohr säule 15 so weit herauszuziehen, bis z.
B. der untere Riegel 48 durch den Schlitz 49 in die Rille des Rohres 16 eingreift und damit dieses in der betrerffenden Höhenlage fixiert. Die Stütze st, st, dient nun dazu, den auch mitb'elasteten, dem Bedienungsende zugekehr ten Teil des gehobenen Wippbrettes festzu stellen.
Soll das Wippbrett 18 samt der Last noch weiter angehoben werden, so braucht man nach Ausserwirkungbringen der Stütze <I>st,</I> st" lediglich von'der Stelle <I>B</I> aus vorerst das Brett 18 niederzudrücken, um am andern Ende eine selbsttätige Verlängerung der Stütze 28, 30 herbeizuführen, worauf man durch Betätigung des Pedals 59 den untern Sperrhebel 48 auslöst und das Ende des Bret tes 18 bei B soa weit anhebt,
bis der obere Sperriegel 48 in die Rille des Rohres 16 ein fällt. Die Betätigung der Vorrichtung kann, da alle Manipulationen von der Steile B des Wippbrettes 18 aus bewerkstelligt werden können, von 'einer Person vorgenommen wer den. zumal. jede Lastverlagerung unter Aus nutzung der Hebelwirkung vor sich geht, wo,- bei abwechselnd der Zapfen 17 bzw. 27 als Hebeldrehachse ausgenützt wird.
Das Wipp brett 18 lässt sich samt dem Rohr 16 als verti kale Drehachse in der Säule 15 nach -beiden Richtungen hin in der Horizontalen ver- schwenken, Die in den Abb. 15 bis 17 dargestellte Vorrichtung ermöglicht, einen vollen Sack unter Vermeidung des körperlich ausseror dentlich anstrengenden Anhebens auf den Rücken nehmen zu können.
Ein rahmenför- miger Ständer 50, der entsprechend dem des zweiten Ausführungsbeispiels ausgebildet ist, wobei die Einzelheiten der Übersicht halber in der Zeichnung weggelassen sind, weist ebenfalls 'einen in der Rohrsäule 52 vertikal verschiebbaren Rohrteil 51 auf.
An einer Ecke des Ständers 50 ist auf einem seitlich ausladenden, mit dessen Basisrahmen verbun denen Fussteil 54, 54a eine aufrechte, durch eine Leiste 54b mit dem Ständer verstrebte, mit nicht gezeichneten Sperrzähnen versehene Stütze 53 befestigt, auf welcher wieder ein Hülsenteil 55 vertikal verschiebbar und in jeder Höhenlage durch einen Sperrhügel 56 feststellbar ist. Die Ausbildung der Teile 53, 55 und 56 entspricht im wesentlichen der der in den Abb. 11, 12 und 13 dargestellten Teile.
Der verschiebbare Hülsenteil 55 trägt aber am obern Teil ein Rohr 57, in welchem ein oben zu einer Doppelgabel 59 ausgebil deter vertikaler Bolzen 58 drehbar angeord net ist. Diese als Lager für den horizontalen Lagerzapfen 62, der nahe bei der Konsole 7, 7a für die Sackauflage auf der andern Seite am Wippbrett 63 angeordnet ist, dienende Doppelgabel 59, beim Abheben des, Brettes von seiner horizontalen Wippachse, weist bei derseitig um einen Verbindungszapfen 61 versohwenkbare Sicherungspratzen 60,
60a in Form von Bügeln auf, derart, dass beim Ein legen d'es. Lagerzapfens 62 in die Doppel gabel 59 durch Niederdrücken der einen Prat- zensühenkel 60 die andern Schenkel 60a den Lagerzapfen 62 umfassen und .gegen Heraus fallen sichern. Durch einen Haken 65 am Rohr 57,,der in eine bse 66 am Wippbrett 63 eingehängt werden kann, kann die Schräg stellung des Brettes, wie in Abb. 15 veran schaulicht, zur Auflage des Sackes auf den Rücken,
in der angehobenen Stellung ge- sichert werden.
Diese Vorrichtung ermöglicht also nach Anheben des Sackes auf dem Wippbrett durch Schwenken desselben um die horizon- tale Wippachse, wie an Hand der in Abb. 6 bis 15 gezeigten Vorrichtung erläutert wurde, das Brett mit einem Sack in die in Abb.15 dargestellte Lage zu bringen und damit den Sack in die zum Übernehmen auf dem Rücken günstigste Stellung.