Motorbetriebene Pumpe. Die Erfindung bezieht sich auf Förder vorrichtungen für Flüssigkeiten von der Art, welche einen Antriebsmotor, gewöhnlich einen Elektromotor, und ein Pumpenlaufrad (gewöhnlich direkt gekuppelt mit der Mo torwelse) aufweisen, wobei dasGanze ge wöhnlich als kompaktes Aggregat zusammen- g o ebaut ist.
Die Erfindung betrifft besonders (wenn auch nicht ausschliesslich) die Zufuhr unter Druck von Benzin oder einem andern flüs sigen Brennstoff von einem Speichertank nach dem Vergasersystem einer Brennkraft- maschinenanlage auf einem Flugzeug. In der gewöhnlichen Form der für diesen Zweck ver wendeten Pumpe ist das Laufrad vom Zen trifugaltypus und weist Schaufeln auf, welche sich teilweise parallel zur Rotations achse der Laufradwelle erstrecken.
Bei grossen Flughöhen entsteht eine heftige Luft- ausgcheidung oder ein Kochen des Brenn stoffs und unter solchen Bedingungen neigt eine Pumpe der vorbeschriebenen gewöhn lichen Art zum Versagen infolge Cavitation am Pumpeneinlass Um diesen Nachteil zu beseitigen und um die Förderleistung der Pumpe bei grossen Flughöhen. zu verbessern, ist schon vorgeschlagen worden, ein Laufrad in Gestalt einer mehrgängigen, um eine ver tikale Achse rotierenden Schraube zu ver wenden und die Pumpe so mit dem Tank zu verbinden, dass der Brennstoff auf einem abwärts gerichteten Weg und mit einem Mi nimum von Eintrittsverlusten in das Laufrad eintritt.
Bei der Ausführung dieses Vor schlages kann das Laufrad eine Mehrzahl von Schaufeln von der gleichen Ganghöhe auf weisen, deren jede einen ganzen oder einen Teil eines ganzen Umgangesdarstellt, wobei die Schaufeln die gleichen axialen Abstände voneinander haben und die Schaufelanfänge um gleiche Zentriwinkel zueinander versetzt sein können.
Eine mit einem vorbeschriebenen Laufrad ausgestattete Pumpe gibt die erforderliche Förderleistung in grossen Höhen, arbeitet je doch mit schlechtem Wirkungsgrad in dem Sinne, dass der Stromverbrauch des Motors sehr beträchtlich im Verhältnis zur Pumpen leistung ist.
Um diesen Nachteil, welcher die Konstruktion einer motorbetriebenen(Pumpe stark beeinträchtigt, zu beheben, wird nun gemäss vorliegender Erfindung vorgeschla- gen, in einer Einheit ein Laufradteil in Ge stalt einer Schraube und ein Zen:
trifugallauf- radteil, dessen Schaufeln teilweise parallel zur Rotationsachse der Laufradwelle sich er strecken, zu kombinieren, wobei die Anord nung derart ist, dass die Flüssigkeit dem Schraubenteil von oben her zufliesst, dann diesen .durchströmt und hierauf durch den Zentrifugalteil der Einheit strömt.
Beider bevorzugten Anwendung der vor liegenden Erfindung auf eine von oben her ansaugende Pumpe zur Zufuhr von Brenn stoff aus einem Vorratstank nach dem Ver gasersystem einer Brenukraftmaschinenan- lage auf einem Flugzeug, ist der Schrauben teil also auf Seite des Eintrittes für den flüssigen Brennstoff vorgesehen und fördert eine Brennstoffsäule, welche verhältnismässig frei von eingeschlossener Luft ist, nach dem Einlass des Zentrifugalteils, der die zweite Arbeitsstufe des Aggregates bildet. Auf diese Weise werden die Bedingungen für das Arbeiten in grosser Höhe durch den, Schrau benlaufradteil des Aggregates aufrechterhal ten und für den ganzen Wirkungsgrad ist der Zentrifugallaufradteil verantwortlich.
In folgedessen, ist die Belastung des Motors her abgesetzt und der Gesamt-Wirkungsgrad des Motor-Pumpen-Aggregates erhöht.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist auf beiliegender Zeichnung dargestellt, in welcher Fig.1 einen Schnitt durch das Motor- Pumpen-Aggregat zeigt; Fig. 2 ist ein Schnitt durch das Pumpen- Laufrad, und Fig. 3 ist eine Draufsicht auf das Lauf rad.
In dem Ausführungsbeispiel ist die Pumpe zur Zufuhr von Brennstoff unter Druck aus einem Vorratsbehälter nach dem Vergasersystem eines Antriebsmotors für ein Flugzeug konstruiert. Abgesehen von der Konstruktion und der Anordnung des Lauf rades und der unmittelbar zu ihm gehören den Teile ist die Gesamtanordnung der Pumpe gleich wie die im britischen Patent Nr.558-040 beschriebene Pumpenanlage.
Die Pumpe weist ein Basis-Gussstück 1 auf, in welchem ein unterer, spiralförmiger Teil 2 einer Laufradkammer 2, 4 vorgesehen ist sowie ein Flüssigkeitsauslass aus derselben (nach dem Vergasersystem liefernd, aber in der Zeichnung nichtdargestellt), und welches mittels Schrauben mit einem Kanäle aufweisenden Gussstück 3 verbunden ist, das vertikal sich in den Tank durch eine Öff nung im Boden desselben erstreckt und in dessen unterem Ende der obere Teil 4 der Laufradkammer 2, 4 vorgesehen ist. Am Gussstück 1 ist ein Flansch 5 ausgebildet, welcher die Öffnung in der Wandung des Tanks einrahmt und mit der Wandung ver bunden ist.
Der Motorteil besitzt ein Gehäuse 6, das den Elektromotor enthält, die Motorwelle 7 und das obere Lager 8 für die Motorwelle. Das Motorgehäuse 6 ist mit dem Gussstück 3 verbunden und die Motorwelle erstreckt sich über das Gehäuse hinaus nach abwärts durch das Lager 9 und eine Stopfbüchse 10, welche vom obern Ende des Gussstückes 3 getragen ist. An ihrem untern Ende trägt die Motor welle ein direkt mit ihr gekuppeltes, aus zwei Teilen bestehendes Laufrad 11, dessen beide Teile in Wirkungaverbindung mit den erwähnten zwei Teilen der Laufradkammer stehen, deren einer Teil 4 im Gussstück 3 und deren anderer Teil 2 im Gussstück 1 gebildet ist. Bei dieser Anordnung befindet sich das Gussstück 1 ganz unterhalb des Tankbodens, während das Gussstück 3 und das Motorge häuse sich innerhalb des Tanks befinden.
Das Laufrad weist einen obern Teil 15 in Gestalt einer mehrgängigen 'Schraube auf, welche indem obern Teil 4 :der Laufradkam- mer arbeitet und einen untern Teil 16 vom Zentrifugaltypus,dessen Schaufeln im un tern Teil parallel zur Rotationsachse des Laufrades:
stehen und der mit :dem untern spiralförmigen Teil 2 der Laufradkammer zusammenarbeitet. Der am Umfang offene Schraubenteil des Laufrades weist :drei Schaufeln 20 von gleicher Steigung auf, wo bei die Anfänge .der Schaufeln um 1'20 zu einander versetzt sind und sich jede Schaufel über \/3 eines kompletten Schraubenumganges erstreckt.
An seinem untern Ende endigt das Laufrad in einer kreisförmigen Scheibe 21, welche aus einem Stück mit .dem Zentri- fugalteil des Laufrades besteht und die Zen trifugalschaufeln 22 trägt.
Das Laufrad be sitzt eine zentrale Nabe 23 mit einer Boh rung zur Aufnahme der Laufradwelle (welche in diesem Falle einen verlängerten Teil der Motorwelle bildet), wobei das Lauf rad mittels einer Mutter 24 auf :der Welle befestigt ist, welche Mutter, da sie zwischen Vorsprüngen der Scheibe 21 sieb befindet, gegen Losschrauben gesichert ist. Der Schrau benteil des Laufrades ist auf einem abgesetz ten Teil der zentralen Nabe aufgebracht und kann mit der Nabe verkeilt oder sonst fest verbunden sein und dadurch mit dem Zentrifugalteil des Laufrades. Die beiden Teile des Laufrades können auch aus einem Stück bestehen, z.
B. durch Giessen oder Be arbeitung aus dem Vollen hergestelilt sein. Eine ringförmige Wandung 25, die aus einem Stück mit dem übrigen Teil des Laufrades bestehen, oder, wie gezeigt, mit demselben verbunden sein kann, umgibt die Verbin dungsstelle zwischen Schrauben- und Zen- irifugalteil des Laufrades und bildet den Einlauf zum Zentrifugalteil. Falls ge wünscht, kann das obere Ende des Schrau benteils des Laufrades so ausgebildet sein, dass es sich etwas über das obere Ende des im Gussstück 3 befindlichen Teils 4 der Laufradkammer erstreckt.
Beim beschriebenen, Beispiel wird die Er findung in Verbindung mit einer unterge tauchten oder teilweise untergetauchten Pumpe verwendet. Sie ist jedoch nicht auf die Anwendung bei solchen Pum pen beschränkt, sondern kann überall ver wendet werden, wo ein Abwärteströmen nach der Laufradkammer stattfindet.