CH258135A - Bandage zur Behandlung von Rippenbrüchen. - Google Patents

Bandage zur Behandlung von Rippenbrüchen.

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CH258135A
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Gerhard Dr Richter
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F13/00Bandages or dressings; Absorbent pads
    • A61F13/14Bandages or dressings; Absorbent pads specially adapted for the breast or abdomen
    • A61F13/143Thorax bandages or bandaging garments

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Description


  



  Bandage zur Behandlung von   Rippenbrüchen.   



   Von den früher bei der Behandlung von    Rippenbrüchen verwendeten dachziegelartig     bereinandergeklebten Heftpflasterstreifen, die nur auf der Brustkorbseite der   gebroche-    nen Rippe abgeordnet wurden, ist man deshalb abgekommen, weil ein derartiger Verband den Brustkorb nicht   ruhigstellen    kann.



  Auch die Verwendung von einfachen elasti  schen    Binden hat sich nicht bewährt, weil eine solche Binde rutscht und der angelegte Verband sich lockert. Allgemein hingegen h. at sich ein   Heftpflasterverband bewährt,    bei welchem ein ungefähr 10 cm breiter Heftpflasterstreifen rings um den   ausgeatmeten      Brustkorb    an, dessen unterem Umfange gelegt wird.



   Doch auch diese Art der Ruhigstellung des   Brustkorbes    zeigt verschiedene Mängel, die vielfach von den Patienten unangenehm empfunden werden. So kommt es häufig vor, dass   das Heftpflaster    zu fest angelegt wird, wodureh der Patient mehr als notwendig an der Atmung behindert wird. Ist hingegen der Verband zu locker angelegt, so erfül'lt er seinen eigentlichen Zweck nicht, nämlich die Ruhestellung des Brustkorbes.

   In vielen   Fäl-      len,besonderswennderRippenbruchnicht    arg ist, würde es für den Patienten eine wesentliche Erleichterung bedeuten, wenn er bei ruhiger, liegender Stellung, besonders heim Schlafen,   vorübergehend von dem zwän-      genden Verbande befreit werden konnte    ; dies   ist jedoch unmöglich, weil ein Heftpflaster-    streifen   nieht      ein- bis zweimal    im Tage heruntergenommen und wieder angelegt werden kann.



   Alle   e. diese Nachteile werden durch    eine Bandage gemäss'der Erfindung vermieden, die sich auszeichnet durch einen zum Festlegen um den ausgeatmeten Brustkorb bestimmten elastischen G rtel mit einer Schliesse und zwei Weiteneinstellvorrichtungen, die eine zur Grob-und die andere zur Feinregulierung.



   In der Zeichnung ist eine beispielsweise    Ausführungsform des Erfindungsgegensta. n-    des dargestellt, und zwar zeigt Fig.   1    die Bandage im Schaubilde, während Fig. 2 die Schliesse und die   Feineinstellvorriohtung    in Ansicht   mit teilweise abgebrochener Deok-    wand wiedergibt.



   Aus einem luftdurchlÏssigen, aber wenig elastischen Stoffe, z.   B.    einem derben Gummi  netzstoffe, wie    er für   Damensehlüpfer    verwendet wird, nur weniger nachgiebig, ist ein für den Brustkorb entsprechend   zugeschnitte-    ner Gürtel 1 angefertigt, der mit zwei einfachen,   abersicherfunktionierendemWeiten-    einstellvorrichtungen 2 und 3 und einer
Schliesse   10,    6 zum Festlegen um den aus    geatmeten Brustkorb ausgestattet ist.    Die
Grobeinstellvorrichtung 2, die zum   beiläufi-    gen Festlegen der Bandage dient, wird am m besten an der der Fraktur gegen berliegen den Seite, und zwar mehr dem Rücken zu, angeordnet.

   Man wird hiezu in der Regel eine einfache, am   U-mfange des Gürbels    angeordnete Schnalle verwenden, die zur Festlegung eines   ScMiessbandcs    dient, welches mit einer aufgedruckten Zentimetereinteilung, entspre  chend der Weite ;    des Gürtels, versehen ist, so da¯ die Bandage gemϯ dem vom Arzte abgemessenen Umfange des ausgeatmeten Brustkorbes ohne weiteres s Proben sofort angelegt werden kann.

   Die   Feineinstellvorrich-    tung 3, die eine Feinregulierung der Banda  genweite (Gürtelspannunig) ermöglicht,    befindet sich an der G rtelvorderseite und liegt  ber   dem Sehwertfortsatze.    Sie ist    schloss-    artig ausgebildet und besteht aus einem d nnen,   plattenartigenGehäuse    mit   glabter,    po  lierter    Vorderwand 4 und einen) dem BTustkorb entsprechend gewölbten Unterteile 5, die   djurch    Verschraubung miteinander verbunden sind. In diesem Gehäuse, das. zweckmässig aus einem leichten, aber widerstandsfÏhigen Material, wie z.

   B. einer Aluminiumlegie  rung,hergestelltjst,sindzweinachaussen    ragende Bügel   6    geführt, deren innere Enden als   Zahjüjstangen    7 ausgebildet sind. Diese Zahnstangen werden von einem in der Mitte des Schlosses angeordneten Antriebszahnrad 8 mit Hilfe eines abnehmbaren Schl ssels 9 gleichzeitig in entgegengesetzter Richtung verschoben, so da¯ die beiden Bügel entweder einander genÏhert oder voneinander entfernt werden können. Der eine Bügel ist   mittels    einer Schlaufe an dem einen G rtelende be  festigt, während, der zweite Bügel    zur Auf  na.'hme eines am ändern Gürtelende betfestig-    ten Schlie¯hakens 10 dient, welche beiden Teile somit die Schliesse bilden.

   Bei Betätigung des Schlüssels werden unter Anwendung einer Zugkraft von ungefÏhr 20 bis 30 kg die Gürtelenden einander genähert, so da¯ der G rtel, da die beiden Bügel um je 20 mm verschoben werden können, bis zu   40    mm enger gemacht werden kann. Der   ZahntrieJb    wird mittels einer   Sperrvorrich-    tung gesichert, deren Betätigungsknopf 11 aus der Vorderwand des Gehäuses'hervorragt.



  Die polierte Rückseite des Schlosses wird   zweckmäBigerweise mit einem entsprechend    gro¯en Stück   Rehlederbedeckt,dasan'fla-    chen, breiten Köpfen von Schrauben oder dergleichen befestigt ist, welche in den gleichen Sockeln versenkt sind, die zur r Verschraubung der Schlossteile dienen ; überdies ruht bei ge  schlossener Bandage das Schloss    auf einer Zunge des Gürtels auf, um   jedweden    Druck auszuschalten. Mit Hilfe dieses Schlosses ist es m¯glich, den G rtel - je nach den   indivi-      duellen Erfordernissen-weiter    oder enger zu machen ; der Schliess haken hingegen ge  stattet'die vollständige Abnahme der Bandage    und das Wiederanlegen durch den Patienten selbst.



   Der Gürtel, der eine Breite von 10 bis 12 cm-eine derarti. ge Breite hat sich am   zweckmässigsten erwiesen-besitzt    und   waschbar    ist, kann aber auch statt aus Gumminetzstoff aus feingewebter   Leinwand    erzeugt werden, doch werden   in diesem iFalle    einige Zwickel aus dem obengenannten Stoffe   eingesetzt, mm der Bandage eine gewisse Ela-      stizität    zu verleihen, die zwar der   Ruhestel-      lung nicht schadet,    jedoch vom Patiente angenehm empfunden wird.

   Um ein   Eerabglei-    ten des Gürtels zu verhindern, können auch   tuber    die   Schulterngeführte,durchElemm-    schnallen in ihrer LÏnge   vetstellbare    Trag  bänder 12. nach    Art eines   Hosenträgers    angeordnet sein. Bei Frauen   wird es. sich empfeh-    len, den Gürtel der   Einfachheil    halber am   Büstenhalter festzulegen.   



   Vor Anlegen der Bandage empfiehlt es sieh, zuerst zwei Touren einer dünnen, waschbaren Trikotbinde 13 um den   ausgeatmeten      Brustkorb    zu legen. Diese Binde dient einerseits zur Aufsagung des unter der Bandage   sichbildendenSekretes(Sehweissoderder- gleichen,), anderseits als druckmildernde    Unterlage ; die über den Gürtel   hervorragen-    den Ränder der Binde können über den   Gür-    tel umgeschlagen werden, so da¯ dessen Kan  ten    en einschneiden.



   Die dargestellte Bandage ist sehr dauerhaft,   waschbar    und hygienisch. Während bei,   Heftpflasterverband durch    den Luft  abschlusseinerseits,    durch die   Sekretion, im    Sommer besonders durch die SchweiBabson derung, anderseits sich bereits nach ein bis zwei Wochen. ein sehr   imangenehmer    und mit der Zeit noch zunehmender Juckreiz einstellt, der durch eine oberflÏchliche Hautentz ndung hervorgerufen wird, die sehr oft neben der entzündlichen Rötung zu ausgedehnter   Pustelbildung und manchmal auch    zu langwierigen Ekzemen führt, kann es zu solchen Erscheinungen bei Anwendung der dargestellten Bandage nicht kommen, da diese im   Gegensatz zum Heftpflasbervefbanld    abgenommen werden kann ;

   das Abnehmen der Bandage ist  berdies bei offenen Rippenbr    chen zwecks Verbandwechsels unerlässlich.   



  Sie ist ferner gleich der darunterliegenden Trikotbinde, die gewechselt werden kann,   luftdurcfhiässig. Wenn    nach zwei bis drei Wochen Behandlungsdauer die Kompression nicht mehr so stark sein muss wie anfangs, kann der Druck der Bandage den jeweiligen Bedingungen leicht angeglichen werden ; ebenso kann sie bei einem   aillfälligen    Haut  emphysem jederzeit dem    jeweiligen Umfange angepasst werden. Der Gürtel kann aber auch im   Gegensatze    zum Heftpflasterverband zum Baden oder   zum Schlafen vorüfbergehend    abgenommen werden, wobei es der   einfache Ver-       schlussmittelsdesSchliess'hakenademPatien-    ten jederzeit gestattet, den Gürtel selbst zu entfernen und wieder anzulegen.

   Infolge all dieser Eigenschaften erm¯glicht die dargestellte Bandage es dem Patienten, bei leichteren Arbeiten ohne weitere Störungen seinem    Berufe nachzugehen, während Schwerarbei-    ter zwei bis drei Wochen früher als sonst ihre Arbeit wieder aufnehmen k¯nnen. ¯berdies wird sie, selbst wenn. sie drei bis fünf Wochen. getragen werden muss, im   Gegensatze    zu allen andern  blichen VerÏnden niemals unhygienisch sein und wie diese   verschmut-    zen oder   sogar stinken.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Bandage zur Behan'dlung von Rippenbrü- chen, gekennzeichnet durch einen zum Festlegen um den ausgeatmeten Brustkorb sbe- stimmten elastischen Gürtel, mit einer Schliesse (10, 6) und zwei Weiteneinstellvorrichtungen, die eine zur Grob- und die andere zur Feinregulierung.
    UNTERANSPRÜCHE : 1. Bandage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da¯ f r den G rtel ein luftdurchlässiger, elastischer Stoff verwendet ist und der G rtel eine Breite von 10 bis 12 cm hat.
    2. Bandage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für den Gürtel Lein- wand mit eingesetzten n Zwickeln aus, luft- durchlässigem, elastischem Gumminetzstoff verwendet ist, und der Gürtel eine Breite von 1. bis 12 cm hat.
    3. Bandage nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da¯ die Grobeinstellvorrichtung (2) eine am m Umfange des G rtels angeordnete Schnalle aufweist, die zur Festlegung eines Schlie¯bandes dient, auf das eine Zentimeterbeilung aufgedruckt ist zur Ablesung der G rtelweite.
    4. Bandage nach Unteranspruch 3, da- durch gekennzeichnet, da¯ die Feineinstell- vorrichtung (3) ein Schloss aufweis, in idem mittels eines sperrbaren Zahntriebes zwei Bügel einander genÏhert oder voneinander entfernt werden können, von denen der eine an dem einen Gürtelende befestigt ist, wäh- rend der zweite zur Aufnahme eines am andern G rtelende angebrachten, zur Schlie¯e geh¯renden Schlie¯hakens (10) dient.
    5. Bandage nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass verstellbare über die Schultern zu legende HaltebÏnder am Gürtel vorgesehen sind.
CH258135D 1946-10-16 1947-06-23 Bandage zur Behandlung von Rippenbrüchen. CH258135A (de)

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