CH258140A - Verfahren zur Herstellung eines a,a-Di-(aminophenyl)-B,B,B-trichlor-äthans. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines a,a-Di-(aminophenyl)-B,B,B-trichlor-äthans.

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CH258140A
CH258140A CH258140DA CH258140A CH 258140 A CH258140 A CH 258140A CH 258140D A CH258140D A CH 258140DA CH 258140 A CH258140 A CH 258140A
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  Verfahren zur Herstellung eines     a,a-Di-(aminophenyl).ss,p,p-trichlor-äthans.       Es     ist    bekannt,     a,a-Diaryl-ss,ss,ss-trichlor-          äthane    durch     Kondensation    von     Chloral    oder  seinen Derivaten mit aromatischen     Kohl'en-          wasserstoffen    oder ihren     Substitutionspro-          dukten    (z. B. Benzol, Chlorbenzol,     Toluol,     Naphthalin u. ä.) herzustellen.

   Es ist von  diesen Verbindungen ferner bekannt, dass sie       ])ei    der Einwirkung von Alkalien oder     ge-          wis3en    Katalysatoren (Metallsalzen) unter  Abspaltung von Chlorwasserstoff -in die ent  sprechenden     a,a-Dia,ryl-ss,ss-dichlor-äthyl'ene     übergehen.     Ausserdem    lassen sich die Chlor  atome dieser Verbindungen unter reduzieren  den Bedingungen ganz oder teilweise durch       \Ä7a.ss-erstoffatome    ersetzen.  



       a,a-Diaryl-ss,ss,ss-trichlor-äthane,    deren       Arylreste    basisch     substituiert    sind, das     heisst          Aminogruppen    tragen, sind bisher nicht be  kanntgeworden. Über die Existenzfähigkeit  und Stabilität.

   solcher Verbindungen sind  keine bestimmten Voraussagen zu machen, da  in ihnen gleichzeitig basische Gruppen und  die gegen Basen empfindliche     Trichlor-ä.thyl-          gruppe    enthalten     sind.    Auch war es nicht  möglich, vorauszusehen,

   ob die     Trichlor-          zur        ä        t        'hylgruppe        Bildung        der        unter        Amino-substituierten        den        Bedingungen.        el        Diaryl-        welche          trichlor-äthane    nötig sind, beständig ist.  



  Es ist ausserdem     bekannt,    dass sich     Di-          (p-aminophenyl)-methan    in einfacher Weise  durch Kondensation von Anilin und Form  aldehyd über     Anhydroformaldehyd-Ani.lin          herstellen    lässt. Die     Umsetzung    von Anilin  mit     Trichloracetaldehyd        (Chloral)    findet  nicht in analoger     Weise    statt.

   Bei dieser Ko.n-         densation    bildet sich, wie     ebenfalls    bekannt  ist,     a,a   <I>-</I>     Di    -     (phenylamino)   <I>-</I>     ss,ss,ss   <I>-</I>     trichl'or-          äthan,    indem die Kondensation nicht in den       Benzolkern    des Anilins, sondern in dessen       Aminogruppe    eingreift.

   Wird die     Amino-          gruppe    des Anilins durch     Acetylierung    ge  schützt, so findet, wie wir gefunden haben,  auch dann keine     Kondensation    im gewünsch  ten Sinne statt.  



  Es wurde nun gefunden, dass     a,a-Di-          (aminophenyl)-ss,ss,ss-trchlor-äthane    der For  mel  
EMI0001.0066     
    nach geeigneten Methoden, die im folgenden  näher     herschrieben    werden, hergestellt werden  können.  



  Die     a,a-Di-(aminophenyl')-ss,ss,ss-triehlor-          äthane    sind     konstitutionell    interessante Ver  bindungen. Die     Trichlormethylgruppe    be  günstigt die     Lipoidlöslichkeit,    während an  derseits die polarisierend wirkenden     Amino-          gruppen    die Löslichkeit in     hydrophylen    Lö  sungsmitteln begünstigen.

   Weiterhin sind die       a,a    -     Di    -     (aminophenyl'-ss,ss,ss    -     trichlor-        äthane     schwache     2säurige    Basen, welche mit starken  Säuren beständige,     gut        kristallisierende,          wasserlösliche    Salze zu bilden vermögen. Die       wässrigen    Lösungen der mineralsauren Salze  reagieren     lakmus-    aber nicht kongosauer, die       Oxalate    reagieren fast neutral.  



  Die Herstellung der     a,a    -     Di    -     (amino-          phenyl')-ss,ss,ss-trichlor-äthane    gelingt durch      Reduktion der entsprechenden     a,a-Di-(nitro:

            phenyl)-ss,ss,ss-trichlor-äthane.    Hierzu können  verschiedene an sich übliche Reduktions  methoden verwendet werden, sofern sie ge  wisse     Bedingungen        erfüllen.    So müssen Re  duktionsmethoden vermieden werden, bei  welchen das Reduktionsgemisch stark alka  lisch reagiert,     insbesondere,        wenn    die Re  duktion in der Wärme ausgeführt werden       muss,    da hierbei aus der     Trichloräthylgruppe     Chlorwasserstoff abgespalten wird.

   Ausser  dem sind solche Reduktionsmittel     ungeeignet,     welche     die    Ersetzung     aliphatisch    gebundener       Chloratome    durch Wasserstoffatome bewir  ken. Für die vorliegende Erfindung sind  diejenigen Reduktionsverfahren besonders       geeignet,    welche in neutralem oder schwach  saurem Milieu arbeiten.

   So können     beispiels-          weise    folgende Reduktionsmittel angewendet  werden:     Eisen    und wenig Säure (nach     Be-          champ),        Zinn-II-salze    oder     Wasserstoff    bei  Gegenwart     eines        Katalysators.        Ebenso    kann  auch die elektrochemische Reduktion benützt  werden.  



  Die     Herstellung    der     Ausgangsstoffe,    der       a,a-:Di-t        (nitrophenyl)        -ss"f,ss-        trichlor-        äthane,          kann    z. B.     aus:        a,a-Diphenyl        ss,ss,ss-trich@or-          äthan    durch Behandeln mit nitrierenden Mit  teln erfolgen.  



       Gegenstand    vorliegenden     Patentes    bildet  ein     Verfahren    zur Herstellung eines     a,a-Di-          (aminophenyl)-ss,ss,ss-trichlbr-äthans.    Das  Verfahren ist dadurch gekennzeichnet,     da.ss     man     a,a-Di-(p-nitrophenyl)-ss,ss.ss-triehlor-          äthan    mit reduzierenden Mitteln behandelt.

    Die erhaltene neue Verbindung, das     a,a-Di-          (p    -     aminophenyl)   <I>-</I>     ss,ss,ss   <I>-</I>     trichlor    -     äthan,     schmilzt bei     155-157 .    Sie soll therapeu  tische     Verwendung    finden.  



  Die     Erfindung    wird durch die nachfol  genden     Beispiele    näher erläutert. Unter  Teilen sind     Gewichtsteile    zu verstehen. Tem  peraturangaben beziehen sich auf die Celsius  skala. Die Schmelzpunkte sind korrigiert.

      <I>Beispiel 1:</I>  19 Teile     a,a-Di-(p-nitrophenyl)-ss,ss,ss-tri-          ehlor-äthan    werden in     eine    Lösung, die aus    112 Teilen     Stannochlorid-Dihydrat    und 150       Teilen    Eisessig durch Einleiten von trocke  nem     Chlo.rwasserstoffgas        unter    Kühlung in       Eiswasser    hergestellt wurde,     eingetragen,

       wobei die Temperatur auf     100--110         steigt.     Aus der zunächst klaren     Lösung    fällt bei  12-     bis        24stündigem        Stehen    das     Zinnchlorid-          Doppellsalz    des     a,a-Di-(p-aminophenyl)        ss,ss,ss-          triehlor-äthans    aus. Dieses wird     abgesaugt,    in  Äther und Wasser     suspendiert    und mit eis  kaltem konzentriertem Ammoniak     unter    Zu  satz von Eis zersetzt.

   Die     Ätherlösung    wird       abgetrennt    und die     wässrige    Schicht noch  zweimal     ausgeäthert.    Nach Trocknen und  Einengen     der        vereinigten        Ätherlösungen    auf  ein     kleines    Volumen erhält man das     a,a-Di-          (p    -     aminophenyl)   <I>-</I>     ss,ss,ss   <I>-</I>     trichlor    -     äthan,

      das  nach     Kristallisation    aus     ACeton-Alkohol     oder     aus    Chloroform     Kriställohen    vom       Schmelzpunkt        155-157     (unter leichter Zer  setzung) bildet. Eine weitere Portion der  selben Verbindung lässt sich aus. der     Eise:.sig-          mutterl'auge    des     Zinnchloriddoppelsalzes        in          etwas        unreinerer    Form isolieren.  



  Die     Konstitution    der     erhaltenen        Diamino-          verbindung    wurde     gesichert    durch Ersatz der  beiden     Aminogruppen    durch Chlor (durch       Tetrazotieren    und Umsetzung der     Tetrazo-          verbindung    mit     Cuprochlorid    nach Sand  meyer), wobei das bekannte     a,a-Di-(p-ch-lor-          phenyl)-ss,ss,ss-trichlor-äthan    vom Schmelz  punkt 108      entsteht.     



       Dass        a,a-Di-(p-anminopheny1)-ss,ss.ss-tri-          chlor-äthan    bildet z. B. folgende Salze:       Die-hlorhydrat        (C1@H13i@T@C13.2HC1),    aus       Alkohol-Essigester        umkristallisiert,    bildet  es Prismen, welche bis 850  nicht schmelzen,       sondern    langsam verkohlen. Es     ist    sehr leicht  löslich in Wasser.  



       Sulfat        (C"H"N2Cl3.        H2S0.E),        Prismen     aus     heissem    Wasser,     schmilzt    bei 850  nicht;  schwer     löslich    in Alkohol und kaltem  Wasser.  



       Ogalat    aus     heissem    Wasser Kristalle vom       Schmelzpunkt    200-202  unter Zersetzung;  schwer löslich in Alkohol und kaltem Wasser.           Beispiel   <I>2:</I>  60     Teile        Gusseisenspäne    werden mit 90  Teilen Wasser und 12 Teilen 80 %     ige        Essig-          säule        unter    sehr schnellem Rühren während  15 Minuten auf 90  erhitzt.

   Nach Abkühlen  auf 70  wird eine Suspension von 37,5 Teilen       a,a-Di-(p-nitrophenyl)-ss,ss,ss-trichlor-äthan    in  600 Teilen Alkohol zugegeben und während  3 Stunden unter     Rückfluss        erhitzt.    Man fil  triert heiss vom     Eisenschlamm    ab, dampft die  alkoholische     Lösung    im Vakuum weitgehend  ein, versetzt den Rückstand mit Wasser und       ät.hert    aus.

   Aus der     Atherlösung    wird durch  Eindampfen     das        a,a-        Di-    (p -     aminophenyl)-          ss,ss,ss-trichlor-äthan    gewonnen, das nach     Um-          kristall'@sieren    aus Chloroform bei 155-157   schmilzt.  



  <I>Beispiel 3:</I>  37,5 g     a,a-Di-(p-nitrophenyl)-ss,ss,ss-tri-          clilor-äthan    werden in 500 g Essigester und  300g Alkohol gelöst, 7 g     Raney-Nickel    und       3,5g        5%ige        Platin-Kohle    zugegeben und bei  ?0  unter gewöhnlichem Druck in einer  Wasserstoffatmosphäre geschüttelt.

   Nach  34     Stunden        sind    13,4 Liter Wasserstoff (be  rechnet 13,48 Liter)     aufgenommen.    Man fil  triert vom Katalysator ab, dampft die     Lö-          #ung    im Vakuum ein und kristallisiert den  Rückstand aus     Aceton-Alkohol.    Schmelz  punkt 155-157  unter leichter Zersetzung.

      <I>Beispiel 4:</I>  37,5 Teile     a,a-Di-(p-nitrophenyl)-ss,ss,ss-          t.rich1or-äthan    werden in 1300 Teilen Eis  essig und 20 Teilen     konzentrierter        Salzsäure     gelöst, mit 1,6 Teilen Platinoxyd versetzt  und bei     30-40     in einer Wasserstoff  atmosphäre von Normaldruck geschüttelt.  Die Wasserstoffaufnahme ist sehr langsam  und erst nach einigen Tagen beendet.

   Die       Eiseesiglösung    wird im Vakuum einge  dampft, der Rückstand mit Wasser versetzt,  mit konzentriertem Ammoniak unter Zugabe  von     Ei,        alkalisch        gestellt    und     ausgeäthert.     Das     a,a-Di-(p-aminophenyl)-ss,ss,ss-trichlor-          ätha.n    wird aus dem     Abdampfrückstand    der       Atherlösung    durch     Umkristallisation    aus       Benzol-Petroläther    in derben     Prismen    vom  Schmelzpunkt 154-156  unter leichter Zer  setzung erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines a,a-Di- (aminophenyl)-ss,ss,ss-trichl'or-äthans, dadurch gekennzeichnet, dass man a,a-Di-(p-nitro- phenyl)-ss,ss,ss-trichlor-äthan mit reduzieren den Mitteln behandelt. Die erhaltene neue Verbindung, das a,a-Di-(p-aminophenyl)- ss,ss,ss-trichlor-äthan, schmilzt bei 155-157 . UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reduktion in saurem Milieu ausführt.
CH258140D 1946-06-12 1946-06-12 Verfahren zur Herstellung eines a,a-Di-(aminophenyl)-B,B,B-trichlor-äthans. CH258140A (de)

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