CH258292A - Verfahren und Vorrichtung zum Entwässern von Schlamm für die Zementfabrikation durch Zentrifugieren. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Entwässern von Schlamm für die Zementfabrikation durch Zentrifugieren.

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CH258292A
CH258292A CH258292DA CH258292A CH 258292 A CH258292 A CH 258292A CH 258292D A CH258292D A CH 258292DA CH 258292 A CH258292 A CH 258292A
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CH
Switzerland
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centrifuge
filters
centrifugation
jacket
axis
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Application number
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English (en)
Inventor
De Constructions Meca Ateliers
Original Assignee
Vevey Atel Const Mec
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B04CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
    • B04BCENTRIFUGES
    • B04B3/00Centrifuges with rotary bowls in which solid particles or bodies become separated by centrifugal force and simultaneous sifting or filtering

Landscapes

  • Centrifugal Separators (AREA)

Description


  Verfahren und Vorrichtung zum Entwässern von Schlamm für die Zementfabrikation  durch     Zentrifugieren.       Die Aufbereitung der Ausgangsstoffe für  die Zementfabrikation nach dem sogenannten       "nassen    Verfahren  ergibt einen Schlamm,  welcher etwa 30 bis 40% Wasser enthält. Bei  der     Weiterverarbeitung    wird dieses Wasser  entweder durch langsam laufende Filter teil  weise     abfiltriert    oder vollständig im Zement  ofen abgedampft. Um den Kohlenverbrauch  einzuschränken, hat man vorgeschlagen, den  Schlamm durch Zentrifugieren zu entwässern.  Man ist     aber    zu keinem praktischen Ergebnis  gelangt.

   Der Grund dafür ist, dass man bisher  das Zentrifugieren in     Vollmantelzentrifugen     versucht hat, bei welchen bekanntlich die  leichtere Flüssigkeit in einer ringförmigen  Schicht, die am nächsten der Achse liegt, aus  geschieden wird, während die schwereren Be  standteile am Mantel der Zentrifuge anliegen.  Es hat sich gezeigt,     dass    der Schlamm schwe  bende Bestandteile enthält, welche infolge von       Wirbelungen    sich nicht ausscheiden und mit.  dem Wasser zusammen aus der Zentrifuge  ausgetragen werden. Dadurch findet jedoch  eine Entmischung der Ausgangsstoffe statt.

    Die Verwendung einer Siebzentrifuge, bei  welcher bekanntlich die Flüssigkeit durch den  perforierten Mantel der Zentrifuge herausge  schleudert wird, während die festen Bestand  teile in der Zentrifuge zurückbleiben, führt zu  keinem Ergebnis, da die schwereren Bestand  teile des Schlammes, die sich am Mantel ab  setzen, für die Flüssigkeit nur schwer durch  lässig. sind.    Nach vorliegender Erfindung wird der  Schlamm für die Zementfabrikation durch  Zentrifugieren entwässert, wobei .die Flüssig  keit durch in der     Stirnwand    angeordnete Fil  ter aus der Zentrifuge entweicht und die  festen Bestandteile durch verschliessbare Öff  nungen im Mantel aus der Zentrifuge ausge  tragen werden.  



  Durch dieses Verfahren kann erreicht  werden, dass die schwebenden Bestandteile von  dem Filter zurückgehalten und mit den festen  Bestandteilen des Schlammes ausgetragen  werden, wobei durch Aufprall an einem Ge  häuse der Zentrifuge wieder eine innige Mi  schung dieser Bestandteile herbeigeführt wer  den kann. Während dem Zentrifugieren kön  nen die undurchlässig schweren     Bestandteile     den Filter zweckmässig nur teilweise abdecken.  damit die Flüssigkeit, die leichter ist, mit .dem  Filter immer in direkter Berührung bleibt.  



  Die Vorrichtung zum Ausüben des neuen  Verfahrens besteht aus einer Zentrifuge mit  horizontaler oder vertikaler Drehachse, in deren  Innenraum, in einem Winkel von 45 bis.     90     zur  Drehachse, Filter angeordnet     sind,    welche einer  seits mit dem Innern der Zentrifuge, anderseits  mit dem Aussenraum in Verbindung stehen.  In dem Mantel dieser Zentrifuge sind ver  schliessbare Öffnungen angeordnet, durch wel  che die von den Filtern zurückgehaltenen  festen Bestandteile nach erfolgter Entwässe  rung ausgetragen werden können.      Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht  schematisch ein Ausführungsbeispiel der er  findungsgemässen Zentrifuge im Längsschnitt.  



  An Hand davon wird im folgenden auch  das Verfahren gemäss der Erfindung beispiels  weise erläutert.  



  Eine     horizonale    hohle Achse 1     ist    in zwei  Lagern 2 gelagert und wird durch eine Keil  riemenscheibe 3 angetrieben. Auf dieser Achse  1 sind in Abständen scheibenförmige Körper  4, 5 und 6     aufgekeilt,    so dass zwischen diesen  Scheiben Kammern 7 und 8 gebildet werden.  Diese Kammern sind verschliessbar durch  Ringe 9 und 10, welche in axialer Richtung  hin und her bewegt werden können. Die Kam  mern 7 und 8 stehen durch Öffnungen 11, 12  mit dem Hohlraum 13     derAchse    in Verbindung  und können durch ein feststehendes Rohr 14.  welches Öffnungen 15 aufweist, mit Schlamm  gefüllt werden.

   In den Körpern 4 und 5 sind  senkrecht zur Achse scheibenförmige Filter  16 eingelassen, deren eine Fläche die Räume  7 und 8, die andere Fläche die Räume 17 be  grenzt. Diese Räume 17 stehen durch ein  Rohr 18 mit dem Aussenraum ständig in Ver  bindung. Die     Ringe    9, 10 sind durch Stangen  1.9 mit einer Scheibe 20 verbunden, welch  auf der Achse 1     hin    und her geschoben wer  den kann. Auf der Scheibe 20 ist ein Zylinder  21 befestigt, welcher mit einem Zylinder  deckel 22 und einem auf der Achse 1 befestig  ten Kolben 23 Räume 24 und 25 einschliesst.  Der Raum 24 steht durch eine Öffnung 26  mit einem Rohr 27 und einem Stutzen 28  eines nicht     dargestellten    Druckverteilers in  Verbindung.

   Raum 25 steht durch eine     Üff-          nung    29 mit dem Hohlraum 30 der Achse 1  und mit einem Stutzen 31 des Druckverteilers  in Verbindung. Um die Zentrifuge herum ist  ein unten mit Stutzen 33 versehenes fest  stehendes Gehäuse mit einem Fach 32 ange  bracht, in welches die festen Bestandteile des  Schlammes hinausgeschleudert werden. Von  diesem Fach durch eine Trennwand 34 ge  trennt ist ein zweites Fach 35 im Gehäuse  angebracht, welches einen Stutzen 36 auf  weist, durch welchen die ausgeschiedene Flüs  sigkeit abläuft.

      Die Arbeitsweise der     beschriebenen    Vor  richtung ist die folgende: Die Zentrifuge wird  über die Keilriemenscheibe 3 und die Achse 1  in     Drehung    versetzt und ständig     in    Rotation  gehalten. Dann wird der Schlamm durch das  Rohr 14, die Öffnungen 15, 11 und 12 in die  durch die Ringe 9, 10 geschlossenen Kammern  7 und 8 gepumpt. Sind diese Kammern ge  füllt, so wird die Zufuhr von Schlamm abge  stellt. Durch .die Zentrifugalkraft kommt der  Schlamm unter Druck, und die Flüssigkeit       wird        durch,die    Filter 16     hindurchgepresst    und  gelangt in die Kammern 17.

   Aus .diesen wird  die Flüssigkeit durch die     Zentrifugalkraft     durch das Rohr 18 herausgeschleudert, im     Ge-          liäuse    35 aufgefangen und fliesst dann durch  den Stutzen 36 ab. Nun wird Pressluft oder  Flüssigkeit in den Stutzen 31 eingelassen.  Diese fliesst durch den Hohlraum 30 der Achse  1 und die Öffnungen 29 in die Kammer 25.  wodurch der Zylinder 21, die Scheibe 20 und  die Ringe 9, 10 auf der Zeichnung von links  nach     rechts    bewegt werden. Dadurch werden  die Kammern 7 und 8 geöffnet und die darin  zurückgebliebenen festen Bestandteile durch  die Zentrifugalkraft herausgeschleudert. Sie  werden von dem Gehäuse 32 aufgefangen     und     gehen durch den Stutzen 33 weg.

   Nun wird  der Raum 25 entleert und komprimierte Luft  oder Flüssigkeit durch den Stutzen 28 einge  lassen. Sie fliesst .durch das Rohr 27 und die  Öffnung 26 in die Kammer 24, wodurch der  Zylinder 21, die Scheibe 20 und die Ringe 9,  10 von rechts nach links verschoben und die  Kammern 7, 8 verschlossen werden. Nun kann  von neuem Schlamm in die Zentrifuge einge  lassen werden.  



  Die Zentrifuge kann auch um eine verti  kale Achse rotieren und beliebig viele Kam  mern besitzen. Die Filter 16 können statt  senkrecht zur Welle unter einem Neigungs  winkel von 45 bis 90  zur Welle angeordnet  werden. Es empfiehlt sich, die Umfangs  geschwindigkeit der Zentrifuge so hoch zu  bemessen, dass die auf der Filterfläche sich  absetzenden festen Bestandteile schon während  dem Filtrieren durch die Zentrifugalkraft ab  geschleudert und zum Mantel hin befördert      werden. Dadurch findet eine Selbstreinigung  des Filters statt.  



  Der Erfinder hat gefunden,     ,dass    für die  Durchführung des Verfahrens keramische Fil  ter sich besonders gut eignen, weil sie sich  nicht verstopfen und eine glatte Oberfläche  besitzen.  



  Durch die vorliegende Erfindung, welche  von Wilhelm Steinmann,     Vevey,    gemacht  worden ist, wird ein neuer     technischer    Fort  schritt erzielt, weil diese Erfindung die Ent  wä3serung des Schlammes und somit die Ver  ringerung des Kohlenverbrauches bei der Ze  mentfabrikation ermöglicht.  



  Es war nicht vorauszusehen und ist über  raschend, dass die     Entwässerung    des Schlam  mes für die Zementfabrikation durch     Zentrifu-          gierung    zu einem Erfolg führen konnte, da  durch, dass die Flüssigkeit durch Filter seit  lich und die festen Bestandteile senkrecht zur  Achse durch verschliessbare Öffnungen im  Mantel .der Zentrifuge ausgetragen wurden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRü CHE.: I. Verfahren zum Entwässern von Schlamm für die Zementfabrikation durch Zentrifugie ren, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssig keit .durch Filter in der Stirnwand entweicht und die festen Bestandteile durch verschliess bare Öffnungen im Mantel senkrecht zur Drehachse mittels der Zentrifugalkraft aus der Zentrifuge ausgetragen werden.
    IL Vorrichtung zum Durchführen des Ver fahrens, bestehend aus einer Zentrifuge, da durch gekennzeichnet, dass in der Zentrifuge Filter angebracht sind, welche mit der Dreh achse einen Winkel von 45 bis 90 einschlie ssen und einerseits mit. dem. Innern der Zentri fuge, anderseits mit dem Aussenraum in Verbindung stehen, und dadurch, dass der Innenraum der Zentrifuge durch einen mit verschliessbaren Öffnungen versehenen Mantel begrenzt ist. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass .die Zentrifuge sich in einem in zwei Fächer geteilten Gehäuse dreht, wobei das eine Fach die aus den ver schliessbaren Öffnungen geschleuderten festen Bestandteile und das andere die durch die Filter geschiedene Flüssigkeit auffängt. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II; dadurch gekennzeichnet, dass die Filter aus porösen keramischen Platten bestehen.
    d. Vorrichtung nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel axial verschiebbare Ringe aufweist, welche Öffnungen zum Hinausschleudern der im Innern der Zentrifuge angesammelten festen Bestandteile verschliessen.
CH258292D 1947-08-12 1947-08-12 Verfahren und Vorrichtung zum Entwässern von Schlamm für die Zementfabrikation durch Zentrifugieren. CH258292A (de)

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