CH258436A - Verfahren und Vorrichtung zu oft wiederholtem Anlassen und Abstellen eines Elektronenröhren-Generators. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zu oft wiederholtem Anlassen und Abstellen eines Elektronenröhren-Generators.Info
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Description
<B>Verfahren und Vorrichtung zu oft wiederholtem Anlassen und Abstellen</B> eines Elektronenröhren-Generators. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren und eine Vorrichtung zu oft wie derholtem Anlassen und Abstellen eines Elek- tronenröhren-Generators, wie dies z. B. bei der Verwendung eines solchen Generators zum Speisen einer Anlage zur Wärmebehandlung von Metallen und dergleichen erforderlich ist.
Solche Generatoren werden bisher wie folgt angelassen und abgestellt: 1. Durch Ein- und Ausschalten der Anodenspannung; 2. durch Ein- und Abschalten des Gitters, wobei .die Anodenspannung auch während der Ruheperiode eingeschaltet bleibt; 3. durch Anschalten des Gitters an die Kathode während der Ruheperiode und durch Abschalten zwecks Betätigung; 4. durch Zuführung einer negativen Vor spannung zum Gitter während der Ruhe periode und Abschaltung derselben zweck Inbetriebsetzung des Generators.
Alle diese bisher verwendeten Verfahren sind mit Nachteilen verbunden, und zwar die ersten drei deshalb, weil die betreffenden Schalter für eine bedeutende Leistung be messen werden müssen, da es sich um die Ein und Abschaltung von verhältnismässig starken Strömen handelt und die Schalter häufig wiederholte Ein- und Abschaltungsvorgänge aushalten müssen. Das Verfahren nach 3. ist ausserdem noch dadurch nachteilig, dass wäh rend der Ruheperiode Anodenstrom durch die Röhre fliesst. Das letzterwähnte Verfahren ist dadurch unvorteilhaft, dass es die Ver wendung eines besonderen Gleichrichters er fordert.
Diese Nachteile werden durch das Ver fahren und die Vorrichtung gemäss der Er findung beseitigt; in der Ruhepause zwischen zwei Hochfrequenzimpulsen bleibt die An odenspannung angeschlossen, und die Kathode wird geheizt, das Gitter jedoch nicht für Gleichstrom geerdet, so dass sich eine bedeu tende, die Elektronenröhre absperrende nega tive Vorspannung auf dem Gitter bildet und kein Anodenstrom durch die Elektronenröhre hindurchfliesst. Das Gitter ist dabei über einen Kondensator für Hochfrequenz ge erdet, so dass der Generator nicht in Schwin gungen versetzt wird.
Bei der Einschaltung wird erfindungs gemäss wie folgt verfahren: 1. Vorerst wird die Kurzschliessung des Gitterwiderstandes unterbrochen.
2. Darauf wird der Gitterwiderstand un mittelbar für Gleichstrom geerdet.
Die Abschaltung wird gleichfalls in zwei Operationen vorgenommen: 3. Zuerst wird der Gitterwiderstand kurz geschlossen.
4. Darauf wird die unmittelbare Erdung des Widerstandes aufgehoben und eine Er dung über den Kondensator für Hochfrequenz bewirkt. Im folgenden werden Ausführungsbei spiele des erfindungsgemässen Verfahrens an. Hand von Beispielen, von Vorrichtungen zu seiner Durchführung in Verbindung mit den Fig. 1 bis 4 beschrieben.
Fig. 1 zeigt die Anordnung des ganzen Oszillators, während Fig. 2 bis 4 abgeänderte Anordnungen darstellen, wobei der eigentliche Oszillator ausgelassen ist, da derselbe z. B. gemäss Fig. 1 ausgeführt werden kann.
Der im strichpunktiert eingezeichneten Rechteck enthaltene Teil der Schaltung in. Fig. 1 ist ein normaler Elektronengenerator. Die eigentliche Anlass- und Abstellvorrich- tung ist in dem ausserhalb des strichpunktiert dargestellten Rechteckes gezeigten Teil ent halten. In den Fig. 2 bis 4 ist nur dieser An lass- und Abstellteil dargestellt, wobei der Elektronenröhrengenerator unverändert bleibt.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist das Gitter der Generatorröhre in dem in der Zeichnung dargestellten Zustand, das heisst bei abge stelltem Generator über die geschlossenen untern Kontakte 1 des. Schalters 2 und den Kondensator 3 geerdet, derart, dass die Er dung lediglich für Hochfrequenz besteht und Gittergleichstrom nicht hindurchfliessen kann. Die ausserdem noch angeordnete Erdung des Gitters für Gleichstrom wird dabei durch die geöffneten Kontakte 7 des Schalters 2 und durch den Schalter 6 unterbrochen.
Die Kon takte 1 des Schalters 2 sind mittels einer Hochfrequenz-Drosselspule 4 und eines Git terwiderstandes 5 überbrückt. Der Schalter 2 befindet sich normalerweise, das heisst bei abgestelltem Generator in der dargestellten untern Stellung und in seine obere Lage, in welcher seine untern Kontakte geöffnet und seine obern Kontakte 7 geschlossen sind, wird dieser Schalter mittels einer Spule 8 ver stellt, deren Stromkreis durch einen Drücker 9 beherrscht wird. Der Schalter 6 kann in die seine Kontakte einschaltende Stellung mittels einer vom Gitterstrom -durchflossenen Wicklung 10 verstellt werden.
Beim Anlassen des Generators wird durch den Drücker 9 der Stromkreis der Spule 8 eingeschaltet, welch letztere die Verstellung des Sehalters 2 von den Kontakten 1 auf die Kontakte 7 bewirkt. Beim 'Öffnen der Kon takte 1 wird die negative Spannung des<B>Git-</B> ters nicht geändert; und das Öffnen findet statt, ohne dass dabei der Schalter vom Strorri durchflossen wird, so dass jegliche Belastung entfällt.
Durch die Verbindung der Kon takte 7 des Schalters 2 wird das Gitter der Generatorröhre über den Gitterwiderstand 5 für Gleichstrom geerdet und der Generator in Schwingungen. versetzt. Bei der Berührung der Kontakte 7 kommt über die Kontakte nur eine kleine negative Ladung des Konden- sators und des Gitters zur Entladung, so,dass diese Kontakte keiner besonderen Beanspru chung unterworfen sind. Der Gittergleich strom beginnt erst beim Einsetzen der Schwingungen hindurchzufliessen.
Der gleich zeitig entstandene, durch den Widerstand 5 und die Drosselspule 4 stark geschwächte Hochfrequenzstrom fliesst jedoch nicht über die Kontakte 7 des Schalters 2, sondern über den Kondensator 3, so dass die Kontakte 7 praktisch überhaupt nicht abgebrannt werden. Sobald über die Kontakte 7 Gittergleichstrom zu fliessen beginnt, wird die Wicklung 10 erregt, die den parallel zu den bereits ge schlossenen Kontakten 7 des Schalters 2 an geordneten Schalter 6 schliesst.
Beim Abstellen des Generators wird der Strom in der Spule 8 unterbrochen, worauf der Schalter 2 abfällt und so die Verbindung der Kontakte 7 unterbricht, wobei jedoch die Kontakte des Schalters 6 noch geschlossen bleiben; beim Öffnen .des Schalters 7 wird daher kein Strom unterbrochen, und die Kon takte werden keineswegs beansprucht. Der Schalter schliesst dabei die Kontakte 1, was eine Kurzschliessung des Widerstandes 5 und der Drossel 4 zur Folge hat.
Das Gitter ist nunmehr über den Kondensator 3 .direkt mit der Kathode zur Übertragung von Hoch frequenz verbunden, und die Oszillationen des Generators werden sofort unterbrochen. Dabei wird auch der durch die Wicklung 10 fliessende Gitterstrom abfallen, und die Kon takte des Schalters 6 werden geöffnet, die jedoch keinen wesentlichen Strom unterbre chen, da der Strom bereits vor ihrer Öffnung verschwunden ist.
:Sei der Ausführung gemäss Fig. 2 ist die Anordnung ähnlich wie in Fig. 1, und auch die Bezeichnung der einzelnen Teile ist mit Fig. 1 übereinstimmend. In diesem Falle wird jedoch der Schalter 6 nicht durch den Gitter strom, sondern durch den mit Hilfskontakten 11 versehenen Haupts@chalter betätigt. Die Kontakte schliessen den Stromkreis der Spule 12, die die Kontakte des Schalters 6 ein schaltet. Der Schalter 6 ist mit einer ge eigneten Verzögerungsvorrichtung versehen, die die Ein- oder Ausschaltung seiner Kon takte so lange verzögert, bis die Umschaltung des Schalters 2 vollendet ist.
Die Reihenfolge der Einschaltungsvorgänge ist dieselbe wie bei der Vorrichtung gemäss Fig. 1.
Das Problem kann auch mechanisch ge löst werden, wie es bei der Vorrichtung ge mäss Fig. 3 und 4 der Fall ist.
Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist ähnlich wie bei den früher beschriebenen Aus führungen. Fig. 3 veranschaulicht die Vor richtung im Ruhezustand, das heisst das Git ter ist für Gleichstrom nicht geerdet, son dern über die Kontakte 13 und den Kon densator 3 für Hochfrequenz mit der Erde verbunden. Beim Einschalten bewegt sich die Stange 17 aufwärts, wobei zuerst die Kon takte 14 geschlossen und darauf die Kontakte 13 geöffnet werden. Durch diese Umschal tung tritt noch keine Änderung des Zustandes des Oszillaters ein; es wird kein Strom unterbrochen, und die Kontakte werden nicht abgebrannt.
Erst bei weiterer Bewegung der Zugstange 17 aufwärts schliesst der Moment schalter 15 die Kontakte 16, wodurch das Gitter für Gleichstrom über den Gitterwider stand 5 und die Drosselspule 4 mit der Erde verbunden und der Oszillator in Schwingun gen versetzt wird (siehe Fig. 4).
Dabei werden zuerst die Kontakte 13 ge schlossen, dann die Kontakte 14 geöffnet, worauf schliesslich der Momentschalter 15 in seine Ausschaltlage springt. Die letztgenanu= ten zwei Vorgänge können auch in umgekehr ter Reihenfolge geschehen.
In den beschriebenen Vorrichtungen wer den also Schalter für nur geringe Schalt leistungen verwendet, wobei eine Hochfre- quenzleiGtung auch von mehreren hundert Kilowatt in einfacher und sicherer Weise be herrscht werden kann. Die ganze Schaltvor richtung ist elektrisch fast nicht beansprucht, so dass ihre Abmessungen verhältnismässig klein sein können und ihre Abnützung ganz geringfügig ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum häufig wiederholten Anlassen und Abstellen eines Elektronen- röhren-Generators ohne Abschaltung der Ka thodenheizung und der Anodenspannung wäh rend der Arbeitspausen, dadurch gekennzeich net, dass zur Einschaltung des Generators das Gitter über einen Gitterwiderstand dadurch für Gleichstrom geerdet wird, dass zuerst der Kurzschluss .dieses Widerstandes aufgehoben und darauf der Widerstand für Gleichstrom direkt geerdet wird, während zur Unter brechung der Oszillationen der Gitterwider- stand zuerst durch Kurzschliessen überbrückt und darauf die unmittelbare Erdung des Git terwiderstandes unterbrochen wird,welch letz terer dann nur über einen Kondensator für Hochfrequenz geerdet ist. 1I. Vorrichtung zur Ausübung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, .dass in die Erdleitung des in der Ruheperiode für Hochfrequenz über einen Kondensator (3) geerdeten Gitters ein Schal ter angeordnet ist, der in seiner die Tätigkeit des Generators abstellenden Lage den Gitter widerstand (5) überbrückt und gleichzeitig die Erdleitung des Gitters unterbricht und in seiner Einschaltstellung die Überbrückung des Gitterwiderstandes (5) unterbricht und die in der Erdleitung des Gitters angeord- rieten Kontakte schliesst. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Unterbrechung der direkten Erdung des Gitterwiderstandes (5) durch das Verschwinden des Gitter gleichstromes nach Überbrückung des Gitter- widerstandes (5) gesteuert wird.2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch .gekennzeichnet, dass in der Erd- leitung des Gitters ein parallel zu den Kon takten (7) ,des Schalters (2) angeordneter Schalter (6) vorgesehen ist, der durch Ein wirkung es Gittergleichstromes mittels einer in die Gittererdleitung eingeschalteten Spule (10) verstellt wird.3. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der in der Erd- leitung des Gitters parallel zu den Kontak ten (7) des Schalters (2) angeordnete Schal ter (6) mittels eines Hilfsstromkreises ver stellt wird, der durch Vermittlung von zu sätzlichen Kontakten (11) des Schalters (2) geschlossen wird, wobei der erwähnte Par allelschalter (6) mit einer Verzögerungsvor- riclitung versehen ist,die das Schliessen oder Öffnen. seiner Kontakte so lange hinaus schiebt, bis das Umschalten des Hauptschal ters (2) vollendet ist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der die Über brückung des Gitterwiderstandes (5) und dessen Erdung regelnde Schalter aus einem Umschalter mit zwei Kontaktpaaren (13, 14) und zwei ihnen. entsprechenden, durch eine gemeinsame Zugstange (17) betätigten Schal terbrücken besteht, wobei jeweils ein Kon taktpaar geschlossen und das andere geöffnet ist,in der Übergangsstellung jedoch für einen Augenblick beide Kontaktpaare eingeschaltet sind und dass in der Erdleitung ein Moment schalter (15) angeordnet ist, der durch die selbe Zugstange (17) wie der Umschalter be tätigt, jedoch erst nach vollständiger Ver stellung des Schalters (13, 14) in Wirkung versetzt wird.
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