CH258584A - Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Celluloseäthern mit niederem Salzgehalt. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Celluloseäthern mit niederem Salzgehalt.

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CH258584A
CH258584A CH258584DA CH258584A CH 258584 A CH258584 A CH 258584A CH 258584D A CH258584D A CH 258584DA CH 258584 A CH258584 A CH 258584A
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Aktiengesellschaft Ung Viscosa
Georg Dr Sandor
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Ungarische Viscosa Aktiengesel
Georg Dr Sandor
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B11/00Preparation of cellulose ethers

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Description


  Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen     Celluloseäthern    mit niederem Salzgehalt.    Die Löslichkeit von.     Cell'uloseäthern    ist  bekanntlich von ihrem     Verätherungsgrad    ab  hängig, und zwar sind Äther, welche auf je  1     3101        CCHlo01    weniger als 1     Mol    Äther  gruppe enthalten, in Alkalien (z. B. 5%iger  Natronlauge), jene mit 1 bis Z     Mol    Äther  gruppen in Wasser und höher     verätherte          Produkte    in     organischen    Lösungsmitteln  löslich.  



  Als Nebenprodukte der     Verätherungs-          reaktion    entstehen aus den     notwendige:iweise     vorhandenen Alkalien und den Säuregruppen  der     Verätherungsmittel    Salze, wie Chloride  und/oder Sulfate, deren Menge sich     noch    da  durch :erhöht,     da.ss    das überschüssige. Alkali,  nach Beendigung der Reaktion, um einen       Abbau    der     gebildeten    Äther zu vermeiden  und deren etwaige Reinigung zu ermöglichen,  neutralisiert werden muss.  



  Bei steigendem     Verätherungsgrad    erhöhen  sieh auch die entstandenen Salzmengen, deren  Gegenwart jedoch über     einen    bestimmten  Grad     hinaus    für die meisten technischen An  wendungen störend bzw. schädlich ist. Die  Entfernung dieser Salze ist ;sowohl bei den  niedrig als auch den hoch     verätherten    Pro  dukten,     welche        beide    in Wasser unlöslich  sind,     einfach    durchführbar, indem die Salze       aus    den Produkten, nach dem     Neutralisieren,     mit Wasser ausgewaschen werden.

   Um so       schwieriger    lässt sich die Reinigung von  Salzen bei Produkten mittleren     Verätherungs-          grades    durchführen, die selbst wasserlöslich  sind. Man hilft sich im allgemeinen so, dass    man die Neutralisation in Gegenwart von  80 %     igem    Alkohol vornimmt und das Pro  dukt mit weiteren Mengen 80 %     igem    Alkohol  wäscht. Auch durch Dialyse wird z. Z. die  Reinigung durchgeführt. Beide Methoden  sind aber kostspielig und umständlich.  



  Es wurde gefunden, dass der Salzgehalt  der Rohäther durch spezielle Wahl der       Reaktionsbedingungen    so niedrig gehalten  werden kann, dass durch ihn die kolloidalen  und     technologischen        Eigenschaften    des Pro  duktes     nicht    mehr     ungünstig        beeinflusst    wer  den und eine weitere     Reinigung    ganz unter  bleiben kann, zumindest aber sehr erleichtert  wird.  



  Das     neue    Verfahren zur     Herstellung          wasserlöslicher        Celluloseäther    mit niederem  Salzgehalt, durch Behandeln von     Al'kaIi-          ce:l:

  lulos        se    mit     Verätherungsmitteln    ist dadurch  gekennzeichnet, dass das     Verätherungsmittel     in zwei Stufen     in    Reaktion gebracht wird,  derart, dass     in    der ersten     Stufe        alkal'ilösliche,     in Wasser noch unlösliche Äther     entstehen     und dass diese neutralisiert und .dann prak  tisch salzfrei gewaschen und weitgehend ent  wässert werden und dass hierauf in der zwei  ten Stufe das Reaktionsprodukt mit neuem  Alkali und mit neuem     Verätherungsmittel     so lange     behandelt        wird,

      bis das entstandene  Produkt, nach dem Neutralisieren,     :in    Wasser  löslich geworden     ist.        Praktisch    verfährt man       zweckmässig    so,     da-ss    in der     eisten    Stufe so  wohl das Alkali als auch das     Verätherungs-          mittel    in der, mit Bezug auf die     in    dieser      Stufe angestrebte     Alkalilöslichkeit,    notwen  digen grösstmöglichen, in der zweiten Stufe  hingegen     zumindest    das     Verätherungsmittel,

       mit Bezug auf die     angestrebte    Wasserlöslich  keit des Produktes in der hierzu     notwendigen          geringsten    Menge angewendet wird.  



  Das     in,    der     ersten    Stufe erhaltene Pro  dukt, das in verdünnten Alkalien, z. B. 3     bis     5 %     ig,er    Natronlauge löslich ist, darf in  Wasser nur etwas. quellen,     zumindest    jedoch  nicht klebrig     werden.    Das     in    der zweiten  Stufe     entstandene    Produkt weist einen     Ver-          ätherungsgrad    zwischen 1 bis 2     Mol    Äther  gruppe je     Glueoserest    auf.

   Das Verfahren       kann.    auch so .durchgeführt werden, dass     man     in der     zweiten        Stufe    ein anderes     Ver-          ätherungsmittel    verwendet     als    in der ersten  Stufe.    Zur     Verätherung    sind all jene     Veräthe-          rungsmittal        verwendbar,    die überhaupt im  stande     sind,        wasserlösliche        Celluloseäther    zu  liefern,     wie    z.

   B.     Methyl-    oder     Athylehlorid,          Dimethyl-    oder     Diäthylsudfat,        monochlor-          essigsa,ures        Natron,        Äthylenogyd,        Äthylen-          chlorhydrin    usw. Auch     kann    das Verfahren,  sei es in der     ersten    oder in der zweiten oder  in beiden Stufen, mit oder ohne     Kühlung     oder     Erwärmen,    mit oder ohne     Druck    oder  Vakuum     durchgeführt    werden.  



  In der ersten Stufe kann eine Alkali  cellulose     verwendet    werden, die neben 32       Cellulose        16-32    %     Ätznatron    oder eine äqui  valente Menge anderer Alkalien enthält. Die  Menge     des        Verätherungsmitteis        ,soll    zweck  mässig zwischen 0,75 bis 1,50     Mol    je     Glucose-          rest    betragen. Die Versuche waren bei diesen  Mengenverhältnissen erfolgreich, das Ver  fahren ist jedoch nicht auf diese     Mengen-          ver11ältnisse    beschränkt.  



  In der zweiten Stufe kann man, auf die       ursprüngliche        Cellulosemenge    berechnet,     etwa     5 bis 15 %     Ätznatron    oder die     äquivalente     Menge anderer     Alkalien    und 0,3 bis 1     Mol     des     VeTätherungsmittels        ver=enden.    Die  Wassermenge ist bei der Reaktion möglichst  niedrig zu halten, was z. B. durch     Abpressen,          Zentrifugieren    oder Trocknen des in der    ersten Stufe gewonnenen     Produktes    erreicht  werden kann.  



  <I>Beispiel I:</I>       Cellulose    wird mit     Natronlauge    behan  delt, und zwar derart,     da,ss    das Produkt, nach       Abpressen    der überschüssigen Lauge, neben       327o        Cellulose    gleichfalls     32%        Ätznatron     enthalten soll.

   Aus diesem Produkt werden,  506 Gewichtsteile     mit    58     Gewichtsteilen          monochloressigsaurem        Natron,    in der     gleiehen     Menge Wasser gelöst, in einem mit     Rühr-          oder        Knetvorrichtung        versehenen    Gefäss zur       Reaktion    gebracht. Nach etwa dreistündigem       Digerüe,ren    ist das Produkt     it    5%iger Na  tronlauge     klar    und     viskos    löslich.

   Hierauf  wird neutralisiert und mit kaltem Wasser       salzfrei    gewaschen, sodann     vollständig    ent  wässert und nun der     Behandlung    in der zwei  ten Stufe     zugeführt.    Man setzt, auf die     ur-          sprüngliche        Alkalicellulosemenge        berechnet,

       25     Gev@ichtsteile    pulverisierten     Ätznatron    zu  und nach Durchkneten wird die Masse mit  58     Gewichtsteilen    in der gleichen Wasser  menge gelöstem     monochloressigsaurem    Na  trium     vermischt.    Man     rührt    und knetet so  lange,     bis    eine     entnommene    Probe, nach dem       Neutralisieren,    im Wasser eine klare zügige  Lösung ergibt.     Hierauf    wird mit Salzsäure       handelsüblicher        Konzentration    (38%ig) neu  tralisiert.

   Das so     erhaltene        Produkt    enthält       nur        etwa    7 %     Natriumchlorid,    während bei  der bisherigen     Herstellung    eines Äthers mit  ähnlichen     Eigenschaften    bzw.     ähnlichem        Ver-          ätherungsgrad    in einem Arbeitsgang ein Roh  produkt mit etwa 22 % Salzgehalt erhalten       wird.     



  <I>Beispiel 11:</I>  506     Gewichtsteile    einer     Al'kalicellulose     derselben Zusammensetzung wie im Beispiel I  werden mit 100 Gewichtsteilen 96%igen       Äthylenchlorhydrin        versetzt    und unter Küh  lung so lange geknetet oder gerührt,     bis    eine  Probe in 4 %     iger        Natranlauge    löslich     ist.    Das  Produkt wird neutralisiert und mit heissem  Wasser salzfrei gewaschen. Hierauf wird  durch Abpressen, Zentrifugieren, Absaugen       und/oder    Trocknen möglichst weitgehend ent  wässert.

   Das gewonnene Produkt wird hier-      auf in der zweiten Stufe unter     Zusatz    von 50  Gewichtsteilen 50%iger Natronlauge und 50       Gewichtsteilen        Äthylenchl.orhydrin    in einem  geschlossenen Gefäss bei 80-90  so lange ge  rührt     oder    geknetet , bis eine entnommene  Probe nach dem Neutralisieren in Wasser  löslich     isst.    Das Reaktionsprodukt wird nun  mit Salzsäure     neutralisiert.    Der Salzgehalt       beträ.g-t    etwa 6     %,    während ein ähnlich     hoch-          veräthertes    Produkt, in einem Arbeitsgang       hergestellt,

      etwa 26% Salz enthält.  



  <I>Beispiel</I>     III:     506 Gewichtsteile einer     Alkalioellulose,     die neben 32     "%        Cellulose    16 %     Ätznatron    ent  hält, werden mit 132 Gewichtsteilen     Trichlor-          äthylen    bei 90-100  unter Druck so lange       -erührt,    bis eine entnommene Probe, nach  dem Auswaschen, in 6 %     iger    Natronlauge  löslich ist. Das Produkt wird neutralisiert,       gewaschen    und weitgehend, z. B. bis auf 15       Ia'euehtigkc@itsgehalt,    entwässert bzw. getrock  net. Dem Produkt setzt man dann in der  zweiten.

   Stufe 80 Gewichtsteile 50%ige Na  tronlauge und 58     Gewichtsteile    in der Blei  ehen     Wassermenge    gelöstes     monochloressig-          saures    Natrium zu und lässt so lange reagieren,  bis     eine    entnommene Probe nach dem     Neu-          tral'isieren    in Wasser löslich ist. Das so er  haltene Produkt enthält nach dem Neutra  lisieren etwa 10 % Salz, während ein Khn-         liches    in einem Arbeitsgang hergestelltes Pro  dukt einen Salzgehalt von etwa 28 %     auf-          weist.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCH: Verfahren zur Herstellung wass erlöslicher Celluloseäther mit niederem Salzgehalt, durch Behandeln von Alkalicell'uloso mit Veräthe- rungsmittelh-, dadurch gekennzeichnet, dass das Verätherungsmittel in zwei Stufen in Reaktion gebracht wird, derart, dass im der ersten Stufe alkalilösliche,
    in Wasser noch -unlösliche Äther entstehen und d.ass diese neutralisiert und dann prakti@seh salzfrei ge waschen und weitgehend entwässert werden und dass hierauf in der zweiten Stufe das Reaktionsprodukt mit neuem Alkali und mit neuem Verätherungsmittel so lange behandelt wird, bis das entstandene Produkt, nach dem Neutralisieren, in Wasser löslich geworden ist.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in der ersten Stufe sowohl das Alkali als auch das Verätherungs- mittel in der mit Bezug auf die angestrebte Al,kalilöslichkeit erlaubten grösstmöglichen, in der zweiten Stufe hingegen, zumindest das Verätherungsmiftel, in der mit: Bezug auf die angestrebte Wasserlöslichkeit notwendigen gezzngs.ten Menge angewendet wird.
CH258584D 1947-09-02 1947-09-02 Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Celluloseäthern mit niederem Salzgehalt. CH258584A (de)

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