Sprechmaschine. Es sind Sprechmaschinen bekannt mit einem Steuerungsmechanismus, welcher beim Einlaufen der Nadel in die Endrille nach Ab spielen einer Schallplatte selbsttätig in Wirk samkeit tritt und die Maschine stillsetzt oder eine neue Schallplatte in die Spiellage bringt oder irgendeine andere gewünschte Wirkung herbeiführt.
Diese Steuerungsmechanismen enthalten meistens ein mit dem Tonarm gekuppeltes Steuerungsorgan, welches in den Wirkungs- be.reieh eines mit dem Plattenteller gekuppel- ten Nockenorganes eingeführt wird und von dem Nockenorgan wieder aus dessen Wir kungsbereich herausgeführt wird, solange der Schallstift des Tonarmes die normale Schall rille der Schallplatte durchläuft,
aber welchem beim Einlaufen des Schallstiftes in die steile Endrille der Schallplatte infolge der dabei eilfolgenden distanzmässig grösseren Einfüh- Pung des Steuerungsorganes in den Wir- kungsIrreis des Noekenorganes von diesem ,,@ockenorgan eine als Steuerimpuls verwend bare Bewegung erteilt wird.
Die bekannten Steuerungsmechanismen dieser Art weisen jedoch den Nachteil auf, da.ss sie bei Schallplatten, denen die oben ge nannte steile Endrille fehlt, unwirksam bleiben.
Dieser Nachteil -soll durch die vorliegende Erfindung beseitigt werden.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine Sprechmaschine, welch(, gekennzeichnet ist durch ein mit dem Tonarm gekuppeltes Steuerungsorgan und eine damit zusammen wirkende, vom Motor der Sprechmaschine an getriebene Nocken:
scheibe, wobei das Steue rungsorgan während des Abspielens einer Schallplatte vom Tonarm gegen die Nocken scheibena.chse geführt und bei jeder Umdre hung der Nockenscheibe durch eine Necke dieser letzteren zurück in die Bewegungs bahn einer anderen ebenfalls angetriebenen Necke geführt wird, aber vor dem Zusam mentreffen mit dieser zweiten Necke, solange der Schallstift in -der beschrifteten Schallrille der läuft, wieder aus dieser Be wegungsbahn heraus gegen die Nocken scheibenachse geführt wird, das Ganze so,
dass das Steuerungsorgan beim Einlaufen des Schallstiftes in eine steile Endrille der Schall- platte durch die dabei während einer Umdre hung der Nockenscheibe erfolgenden grösse ren Bewegung gegen dieNoekenscheibenachs-e hin m eine ,solche Stellung gerät, dass ihm durch die erste Necke eine als Steuerungs- beweg-ung verwendbare Bewegung erteilt wird,
wogegen es. beim Einlaufen des Schall stiftes in eine kreisförmige, konzentrisch zur Schallplatte verlaufenden Endrille in der Be- wegungsbahn der zweiten Noeke verbleibt und durch diese die als Steuerbewegung ver wendbare Bewegung erhält.
Ausführungsbeispiele des Erfindungs- gegensta.nd-es sind im Nachfolgenden unter Hinweis auf die Zeichnungen näher besehrie- ben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht der für die Er findung in Betracht kommenden Teile einer ersten Ausführungsform der Sprechmaschine, Fig. 2 den Grundriss derselben Teile die ser Ausführungsform, Fig. 3 die Abwicklung einer in der Aus- führungsform nach Fig. 1 und 2 vorkommen den kreisförmigen Nocke,
Fig. 4 eine Seitenansicht der entsprechen den Teile einer zweiten Ausführungsform der Sprechmaschine und Fig. 5 den Grundriss der Teile dieser zwei ten Aus.führungsfor@m.
In den Fig.l und 2 bezeichnet 1 eine Welle, die vom Sprechmaechinenmotor kon tinuierlich in Uhrzeigerrichtung gedreht wird. Die Welle 1 kann die Plattentellerwelle sein oder eine andere Welle, welche über ein Ge triebe mit dem Plattenteller verbunden ist und mit einer Geschwindigkeit angetrieben wird, die ein Drittel bis ein Viertel derjeni gen der Plattentell@erwelle ist. Auf der Welle 1 ist ein Zahnkranz 2 und eine darüber an geordnete Nackenscheibe 3 befestigt.
Auf der Nackenscheibe 3 sind eine mit<B>3</B> koaxiale Scheibe 4 mit den Nocken 10 und 13 und zwei Nocken 5 und 6 angeordnet. Ein Arm 7 ist auf einer Welle 8 gelagert und stellt ein Steuerungsorgan dar.
Der Arm 7 ist durch Reibung derart mit dem auf der glei chen Achse 8 gelagerten Tonarm der Sprech- masichine gekuppelt, dass, wenn der Tonarm während des Abspielens einer Schallplatte entgegengesetzt der Uhrzeigerrichtung ge schwenkt wird, der Arm 7 sich ebenfalls in dieser Richtung um .die Achse 8 dreht.
Ein auf dem Arm 7 vorgesehener Stift 9 wird dadurch gegen die Bewegungsbahn einer einen Vorsprung bildenden Nocke 10 der Scheibe 4 hingeführt, welche Nocke den Stift 9 wieder zurückführt. Der Stift 9 läuft als- ,
dann durch den Zwischenraum 11 zwischen der vorspringenden Nocke 10 und der Nocke 5. Wenn die Nackenscheibe 3 sich weiter dreht, geht der Stift 9 bei 12 zwischen der Nocke <B>13</B> der Scheibe 4, -die höher ist alb die Nocke 10, und einer weiteren Nocke 6 der Nackenscheibe 3 hindurch, wobei der Arm 7 in die Bewegungsbahn der Nocke 5 einge stellt wird.
Der Arm 7 liegt dauernd federnd gegen eine im Grundriss kreisförmige Nocke 14 an, die am Rand eines Rades: 15 ausgebildet ist. Das Rad 15 ruht auf einem zweiten Rad 16 und ist mittels eines im Rad 15 vorgesehenen Schlitzes 17 und eines im Rad 16 befestigten Stiftes 18 im Verhältnis zum Rad 16 begrenzt drehbar. Eine Schraubenfeder 19, die zwi schen dem Stift 18 und einem im Rad 15 befestigten Stiftes 20 angeordnet ist, strebt danach, das Rad 15 in die in Fig. 2 gezeigte Lage im Verhältnis zum Rad 16 zu drehen.
Die Nocke 14, die in Fig. 3 abgewickelt gezeigt ist, weist gemäss Fig. 3 einen Teil 21 auf, an dem links ein etwas höher liegender Teil 22 und rechts ein etwas tiefer liegender Teil 23 sich anschliesst. Der Teil 23 geht rechts in einen geneigten Teil 24 über, der zu einem höher liegenden Nockenteil25 führt. Auf dem Nackenteil 25 folgt wieder ein ge neigter Teil 26, .der zu dem vorher genannten Teil 22 führt.
Die Nocke 14 ist mit, einem seitlichen Vorsprung 27 (Fix. 2) versehen, gegen wel chen unter der Einwirkung einer Feder 28 der Vorsprung 29 eines. Armes 30 anliegt. Der Arm 30 ist auf der Welle 1 gelagert und trägt einen Zapfen 31, auf welchem ein Zahnrad 32 gelagert ist, da in stetigem Ein griff ig mit dem Zahnkranz 2.
Die Feder 28 ist bestrebt, das Zahnrad 32 auch mit einem am Rad 16 angeordneten Zahnkranz 33 in Eingriff zu führen, wird aber daran gehin dert, solange der Vorsprung 29 des Armes 30 gegen den Vorsprung 27 der Nocke 14 anliegt.
Die Bewegung des das Steuerungsorgan bildenden Armes 7 ist durch zwei Stifte 34 und 35 begrenzt.
Die Wirkungisweise der oben beschriebe nen Vorrichtung ist folgende: Während des Abspielens einer Schall- platte nehmen die Teile die in den Figuren gezeigte Lage ein, und der Stift 9 wird auf Grund der drehenden Bewegung des Ton- armes einwärts gegen die Welle 1 bewegt.
Bei jedem Vorbeifahren der Nocke 13 de=r Scheibe 4 wird der Stift aber von dieser Nocke in die Bewegungsbahn der Nocke .5 geführt, aber vom Tonarm vor dem Zusammentreffen mit dieser Nocke 5 wieder heraus- und gegen die gemeinsame Achse der Scheiben 3 und 4 hingeführt.
Während der Zeit, während wel cher der Schallstift des Tonarmes die be schriftete Schallrille der Schallpatte durch läuft, führt der Arm 7 somit kleine. hin und her gehende Bewegungen um die Achse 8 aus.
Hierbei bleibt der Arm jedoch auf der Noh- kenfläche 21 liegen, weil die Einwärtsbewe- gung des Stiftes 9 zwischen zwei aufeinander- foIgenden P"ücl@führungen desselben durch die Nocke 13 nie so gross wird, dass der Arm 7 auf die Nockenfläche 23 herunterfallen kann.
Wenn aber der Schallstift die Schallrille ver- lässt und in eine steilt Endrille einläuft, wird die Einwärtsbewegung des Stiftes 9 nach :einer Rückführung durch die Nocke 13 und vor dem Zusammentreffen mit der Nocke 10 so gross, dass der Arm 7 die Nockenflä.che 21 verlässt und auf die tiefer liegende Nocken- Mühe 23 herunterfällt.
Bei :der nächsten Rückführung des Stiftes Si durch die Notke 10 oder 13 wird der Arm 7 auf den Absatz zwischen den Nockenflä chen 21 und 23 drücken und dadurch das Rad 15 auf dem Rad 16 etwas drehen, so dass der Vorsprung 29 des Arme 30 unter Einwirkung der gespannten Feder 28 auf der rechten Seite des Vorsprunges 27 der Nocke 1.4 einfällt.
Bei der hierdurch bewirkten Dre hung des Armes. 30 um die Achse 1 gelangt das Zahnrad 32 in Eingriff mit dem Zahn kranz 33 des Rades 16, wodurch dieses sich in Uhrzeigerrichtung zu drehen beginnt. Diese Drehbewegung wird durch den Stift 18, der mit dem linken Ende des Schlitzes 7.7 in Eingriff steht, auf das Rad 15 über tragen.
Bei der Drehung des, Rades 15 wird zu nächst die geneigte Fläche 24 der Nocke 14 den biegsamen Arm 7 anheben, so dass der Stift 9 aus dem Wirkungsbereich der Nocken 5, 6, 10 und 13 ganz herausgeführt wird. Diese Nocken können dann ungehindert um laufen, ohne den Stift zu beeinflussen.
Während der Stift 9 angehoben ist, tritt der Plattenwechselmechanismus der Spreehma- schine in Tätigkeit und bringt eine neue Schallplatte in die Spiellage auf dem Platten teller, worauf der Schallstift des, Tonarmes in die Eingangs:ril.le dieser Schallplatte ein gesetzt wird.
Die die Bewegungen des Pla.t- tenwechselmechanismus vermittelnden Glie der können durch Nocken gesteuert werden, die auf dem Rad 16 angeordnet sind.
Wenn der Plattenwechselvorgang beendet ist, gelangt die geneigte Nockenfläche 26 unter den Arm 7, wodurch dieser auf die Nockenfläche 22 und später auf die. Nocken- flä.che 21 gesenkt wird. Das Übersetzungs verhältnis zwischen dem Zahnkranz 2 und dem Rad 16 ist so gewählt., dass, wenn die geneigte Nockenfläche 26 den Arm 7 verlässt, die Nocke 5 bereits, die Nocken 6 und 13 aber noch nicht am Stift 9 vorbeigefahren sind.
Der Stift 9 wird nun, nachdem der Tonarm die Noekenfläehe 26 ganz verlassen hat, von der der Nocke 13 gegenüberliegen den Noeke 6 betätigt und durch den zwischen diesen beiden Nocken befindlichen Zwisichen- raum hindurchgehen und so in die ursprüng lich eingenommene Lage zurückgeführt. Hie durch wird verhindert, dass der Stift 9 vor dem Abspielen der Schallplatte mit der Nock e 5 in Berührung kommt.
Wenn das Rad 16 nahezu eine volle Umdrehung ausgeführt hat, gelangt der Vorsprung 27 der Noeke 14 wie der unter den Vorsprung 29 des Armes 30, wodurch der Arm 30 gegen die Wirkung der Feder 28 derart gedreht wird, dass das. Zahn rad 32 ausser Eingriff mit dem Zahnkranz 33 geführt wird und die Drehung des Rades 16 aufhört. Die verschiedenen Teile nehmen jetzt. wieder die Ausgangslagen ein.
Wenn die abgespielte Schallplatte keine steile Endrille besitzt, sondern mit einer kreis förmigen konzentrischen Endrille versehen ist, wird der Stift 9, na:chdem der Schallstift des Tonarmes in die Endrille eingelaufen ist, in derjenigen Lage verbleiben, in welche er zu letzt von :
der Nocke 13 geführt wurde, weil der Tonarm jetzt keine Drehbewegung mehr ausführt und somit auch den mit ihm gekop pelten Steuerarm 7 nicht mehr einwärts. führt. In dieser Lage des Stiftes 9 wird aber bei der Drehung der Nockens:cheibe 3 die gegen den Stift gerichtete Spitze der Nocke 5 mit einer Schrägfläche der Innenseite des Stiftes 9 in Berührung kommen. Der Stift 9 wird infolge dessen an der Aussenseite der Necke 5 glei ten.
Dabei wird der Arm 7 so weit in Uhr zeigerrichtung gedreht, -dass :dessen linke Seite (Fix. 3) auf den Begrenzungsrand oder Ab satz zwischen den Nockenflä@chen 21 und h d:er Necke 14 drückt und in der gleichen Weise, wie vorhin beschrieben, das Rad 15 in Uhrzeigerrichtung dreht, wodurch der Vor sprung 29 des Armes 30 vom seitlichen Vor sprung 27 der Necke 14 abspringt.
Es folgt nun :derselbe Plattenwechselvo.rgang, wie oben im Zusammenhang mit Schallplatten, die eine steile Endrille aufweisen, besehrie- ben worden ist.
Wenn die :abgespielte Schallplatte mit einer kreisförmigen exzentrischen Endrille versehen ist, tritt der eine oder der andere cler oben beschriebenen Auslösungsfälle ein, je nach der Beschaffenheit der Rille und der Lage der Schallplatte auf dem Plattenteller.
Gemäss .einer etwas abweichenden Aus führungsform der Sprechmaschine wird das Rad 15 fortgel'a:ssen, wobei die Necke 14 di- rekt auf dem Rad 16 ausgebildet ist. Zu Zweck ist aber erforderlich, dass das Rad 16 nicht stark belastet ist,
so da.ss es von dem verhältnismässig schwachen Arm 7 gedreht werden kann, ohne dass dieser Gefahr läuft, beschädigt zu werden.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig.4 und 5 stellt 1' :eine Achse da.r, die vom Sprechmaschinenmotor angetrieben wird und kontinuierlich in Uhrzeigerrichtung umläuft. Auf der Achse 1' befindet sich eine Kl.auen- kupplung, bestehend aus zwei mit Klauen versehenen Scheiben 36 und 37, von denen die ohem 37 mit einem viereckigen Loch ver sehen.
und auf einen viereckigen Teil der Achse (siehe r'ig. 5) aufgesteckt ist, so dass die die Nockenacheibe bildende Kupplungs hälfte 37 mit der Achse 1' umläuft, aber in axialer Richtung verschiebbar ist. Die Kupp lungshälfte 36 ist mit rundem Loch versehen und auf einem runden Teil der Achse 1' auf gesteckt, wodurch diese Kupplungshälfte auf der Achse s:awohl drehbar, als auch in axialer Richtung verschiebbar ist.
Die Kupplungshälfte 37 ist mit einer Nute 38 versehen, in welche ein Sperrhaken 39 eingreift, der auf einer Achse 76 drehbar gelagert iet. Der Sperrhaken 39 steht unter der Einwirkung einer nicht gezeigten Feder, deren Federkraft durch den Pfeil 40 ange deutet ist.
Die Kupplungshälfte 37 steht auch unter der Einwirkung einer nicht gezeigten Fader, welche bestrebt ist, diese Kupp lungshälfte nach unten zu drücken und deren Federkraft durch den Pfeil 41 angedeutet ist.
DieKupplungshälfte 36 stehtebenfalls un ter der Einwirkung einer nicht gezeigten Feder, diebestrebtist, diesleiKupplungsIlä-lftenachun- ten zu drücken und bei der die Richtung der Federkraft durch den Pfeil' 42 angedeutet ist. In der Kupplungshälfte 36 ist -eine I\Tute 43 angeordnet. In diese Nute greifen die beiden Schenkel: 44 und 45 eines gabelförmigen Armes 46 ein, der in zwei Lagerböcken 47 und 48 gelagert ist.
Der Arm 46 ist mit einem nach unten gerichteten Stift 49 versehen, der sich auf einer Necke 50 stützt. Diese Necke 50 ist auf :einem Zahnrad 51 angeordnet, das um eine Achse 52 :drehbar ist und in stetigem Eingriff mit einem Zahnkranz 53 steht, der auf der Unterseite der untern Kupplungs hälfte 36 ausgebildet ist.
Die Necke 50 weist einen höher liegenden Teil 54 und einen tiefer liegenden Teil 55 auf. Der Übergang vom Teil 54 zum Teil 55 an der einen Seite ist durch eine geneigte Fläche 56 und an der andern Seite durch einen Absatz 57 gebildet.
Der Sperrhaken 39 ist mit einem schmäle- ren Teil 58 versehen, der sieh in einem Schlitz 59 in einem Arm 60 befindet. Der Arm 60 ist mittels eines darin vorgesehenen Schlitzes 61 und zwei in einem andern Arm 62 befestigter. Nieten 63 und 64 mit dem letztgenannten Arm versehiebbar verbunden und bildet mit diesem zusammen das Steuerungsorgan, wel ches vom Tonarm bei seiner Bewegung mit bewegt wird. Der Arm 62 ist auf einer Achse 65 drehbar angeordnet. Zwei Stifte 66 und 6 7 begrenzen die Drehung des Armes 62.
Auf dem Arm 60 ist ein Stift 68 ange ordnet, der mit vier Nocken 72, 70, 71 und 74 zusammenwirkt, welche auf der Oberseite der obern, die Nockenscheibe bildenden Kupp lungshälfte 37 angeordnet sind. Die beiden Nocken 72 und 74 bilden Vorsprünge einer mit 37 koaxialen Scheibe 69. Zwischen .dem eine Nocke bildenden Vorsprung 72 der Scheibe 69 und der weiteren Nock e 70 wird ein Durchgang 73 gebildet. Zwischen dem Vorsprung 74 und der weiteren Nocke 71 ver bleibt ein Durchgang 75.
Die Wirkungsweise der soeben beschrie benen Vorrichtung ist folgende: Während des Abspielens einer Schallplatte nehmen die Teile die in den Figuren darge stellte Lage ein. Der Tonarm ist derart mit dem einen Teil des Steuerungsorganes bilden den Arm 62 durch Reibung gekuppelt, dass der Arm 62 beim Spielen einer Platte lang sam entgegen der Uhrzeigerrichtung um die Achse 65 gedreht wird. An dieser Bewegung nimmt auch der Arm 60 teil. Dadurch wird der Stift 68 einwärts gegen die Achse 1' der Kupplungshälfte 37 und der Scheibe 69 be wegt, die kontinuierlich in Uhrzeigerrichtung umläuft.
Bei jeder Umdrehung der Kupp lungshälfte 37 gelangt der gebogene äussere 'feil der Nocke 72 der Scheibe 69 in Berüh rung mit dem Stift. 68 und gibt dem Stift einen Rückstoss nach aussen, so dass die das Steuerungsorgan bildenden Arme 60 und 62 in Uhrzeigerrichtung um die Achse 65 etwas zurück in die Bewegungsbahn der Nocke 70 gedreht werden. Dann geht der Stift zwischen den Nocken 71, 74 hindurch, welcher Durch gang sich in etwas grösserem Abstand von der Achse 1' befindet als die linke, engere Mün dung des Durchganges 73.
Vom Augenblick an, da die Nocken 71, 74 am Stift vorbeige hen, bis zum Augenblick, da die Noeke 72 in die Nähe des Stiftes 68 gelangt ist, wird je doch, während .die Platte gespielt wird, der Stift vom Tonarm so weit nach innen geführt, dass er in .den Durchgang eintritt, und von keiner der Nocken 72 und 70 eine Steuerungs bewegung erhält.
Wenn die abgespielte Platte mit einer steilen Endrille versehen ist und der Schall stift in diese einläuft, wird jedoch der Stift beim Umlauf der Nockenscheibe 37 um eine grössere Strecke nach innen bewegt, als dem Unterschied in der Entfernung der beiden Durchgänge 73 und 75 vom Drehzentrum l.' entspricht. Die Nocke 72 stösst deshalb gegen den Stift 68, dessen der Nocke zugewandte Seite abgeschliffen ist. Wenn die Nocke 72 gegen den Stift 68 stösst, wird der Arm 60 nach links verschoben.
Dabei wird der Sperr haken 39 um seine Achse 76 gegen die Wir kung .der in der durch den Pfeil 40 angegebe nen Richtung wirkenden Federkraft gedreht, wobei die Spitze des Sperrhakens aus der Nute 38 der Kupplungshälfte 37 herausge führt wird. Die Kupplungshälfte 37 wird dann von der Federkraft in Richtung des Pfeiles 41 nach unten gedrückt. Dies hat einer seits zur Folge, dass die Nocken 72, 74, 70 und 71 vom Stift 68 entfernt werden und an derseits, dass die Kupplungshälften 37 und 36 ineinandergreifen, so dass auch die Kupplungs hälfte 36 sich zu drehen beginnt. Da der Zahnkranz 53 mit dem Rad 51 in Eingriff ist, wird jetzt das Rad 51 entgegen der Uhr- zeigerriehtung gedreht.
Während dieser Dre hung des, Rades 51 und solange der Stift 68 in folge der herabgedrückten Kupplungshälfte 37 ausserhalb des Wirkungsbereiches der Nocken 70, 71, 72 und 74 ist, findet der Pl@aMen- wechsel statt. Die geneigte Nockenfläche 56 gelangt schliesslich bei der Drehung des Ra des 51 unter den Stift 49 des Armes 46, wobei der Stift 49 und der Arm gehoben werden. Die Schenkel 44 und 45 des.
Armes 46 heben dabei die Kupplungshälfte 36 und die jetzt auf dieser ruhende Kupplungs hälfte 37 wieder gegen die: Wirkung der bei den Federn. Wenn diese Hebung genügend fortgeschritten ist, fällt der Sperrhaken 39 wieder In die Nute 3$ der Xupplungs:hälfte 37 ein, wodurch diesle in ihrer obern Lage ge- sperrt wird. Während der fortgesetzten Dre hung des Rades 51 gelangt der höhere Teil 54 der Noch 50 unter den Stift 49 des Ar mes 46.
Dann gibt der Absatz 57 den Stift 49 frei, wodurch die, Kupplungshälfte 36 unter Einwirkung der Federkraft in der Pfeil richtung 42 nach unten verschoben wird und der Eingriff zwischen den Kupplungshälften 37 und 3.6 sowie die Drehung ,der Kupplungs hälfte 36 und des Rades: 51 aufhören. Die Teile nehmen nun wieder die in den Figuren gezeigten Lagen ein, so dass der oben be schriebene Mechanismus, beim Ablauf der neuen Schallplatte wieder in Funktion treten kann.
Dass ,Übersetzungsverhältnis zwischen den Rädern 53 und 51 ist so gewählt, dass, wenn die geneigte Nockenfläche 56 sich unter dem Stift 49 bewegt, wodurch die Nocken 72, 74, 70 und 71 wieder in die Ebene, .des. Stiftes 68 gehoben werden, die Nocken 70 und 72, aber nicht die Vorsprünge 71, 74, am Stift vorbeigefahren sind.
Der Stift 68 wird dann beim Durchgang zwischen: :den Vorsprüngen 71, 74 in die für das Abspielen der neuen Platte erforderliche Ausgangslage eingestellt.
Es wird vorausgesetzt, dass das. Rad 51 den Plattenwechselmechanismus antreibt. Zweckmässig können die hierfür erfo:rd:er- lichen Nacken direkt :auf dem Rad 51 ange ordnet sein. Der Plattenwechsel soll beendet und der Tonarm in die Eingangsrille der neuen Schallplatte eingeführt sein, ehe die geneigte. No:ckenfläche 56 unter den Stift 49 gleitet.
Wenn die abzuspielende Schallplatte keine steile Endrille aufweist, sondern statt dessen mit einer kreisförmigen, konzentri schen Endrille versehen ist, hört, nachdem der Sch:alLetift des Tonarmes diese Endrille erreicht hat, die Drehbewegung des Tonarmes und somit die Einwärtsbewegmng der Arme 62 und 60 gegen die Scheibe 69 auf.
Der Stift 68 wird also in derjenigen Lage ver bleiben, in welcher er beim letzten Durch gang zwischen den Vorsprüngen 71, 74 ge- führt wurde, :also in der Bewegungsbahn der Nocke 70, in welcher er von dieser Nocke be tätigt und nach links verschoben wird.
Dabei wird der Sperrhaken 39 ausgelöst und es tritt der g1aiche Vorgang ein, wie oben im Zusam menhang mit Schallplatten mit steilen End- rillen beschrieben worden ist.
Bei Schallplatten mit kreisförmiger, .ex- zentrischer Endrille wird, je naüh der Lage der Schallplatte auf dem Plattenteller, er eine oder andere der oben beschriebenen Aus- 1'ösungsvo.rgänge eintreten.