Elektro-akustisches Hausmusikgerät. Es sind elektroakustische Ilausmusik- geräte bekannt, die in einer Kombination eines Radioapparates mit z.
B. einem Tele- phonrunds,pruch:-E@mpfä.nger und/oder einem Schallplattenwiedergabegerät bestehen, wobei diese Ap-prate getrennt gebaut und elektrisch zusammengeschaltetsein können, oder direkt zusammengebaut sind.
Solche Kombinationen arbeiten in der Regel mit einem allen Appa raten gemeinsamen Verstärker, welcher wahl weise auf den Radioempfänger oder den Tele- phonrund:spruch-E.mpfänger oder .das Schall- plattenwiedergabegerät, geschaltet werden kann, dessen tonfrequente Ströme verstärkt und dem Lautsprecher zugeführt werden.
Solche Geräte weiden ausschliesslich für Tonwiedergabe benützt. Für amateurmässige Tonaufnahmen kamen bis jetzt nur S hall- plat:tenaufnahmegeräte in Frage, weiche ebenfalls mit den bereits erwähnten Appara ten kombiniert werden können. Ama.teur- mällige Schallplattem ufnahmnen sindumständ- lich und teuer und erfordern grosse Geschick lichkeit, wobei die Tonaufnahmen nicht: ,immer einwandfrei und auch nicht dauerhaft ,sind.
Es sind neuerdings Stahltongeräte nach dem Durchzugsprinzip bekanntgeworden, wel che sich vorzüglich für eine Kombination mit, einem Radioempfänger u@nd./o,der einem Schallplattenwiederga.begerät eignen.
Bei sol chen Kombinationen können mühelos Radio programme oder Schallplatten bei gleichzei- tigem Abhören im Lautsprecher auf den Stahldraht aufgespielt und beliebig oft abge spielt werden, ohne dass die Tonqualität ver ändert oder der Stahltonträger abgenützt wird. Ausserdem können Aufnahmen jeder zeit gelöscht werden und der Stahltonträger steht für Neuaufnahmen wieder zur Ver fügung. Stahltonaufnahmen können auch ab einem Mikrophon erfolgen.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektroakustisches Hausmusikgerät, das in der Kombination eines Radioempfängers:, eines Telephonrundspruch-Empfängers und eines Schallp:lattenwiedergabegerätes mit. einem Stahltonb rät für wahlweise Tonauf nahme ab Radio, T'el,e-phonrundspruch, Schall platten. oder ab Mikrophon und deren Wie dergabe über einen Lautsprecher besteht und welches einen z-,veiteiligen Verstärker auf weist, wovon der :eine Teil dem Lautsprecher.
der andere Teil dem S tah:ltonkopf vorgeschal tet ist, und ist dadurch gekennzeichnet, dass für die Stahltonaufnahme ab Mikrophon der Lautsprecher als Mikrophon verwendet wird, wobei die Eingangsstufe des dem Lautspre cher vorgeschalteten Verstärkerteils als Vor verstärker wirkt und Mittel vorhanden sind. ,welche diese Verstärkerstufe so beeinflussen. dass der für die Tonaufnahme ungenügende Frequenzgang des Lautsprechers kompensiert wird.
Die Mittel zur Kompensierung des Fre- quenzganges bestehen zweckmässig in der An ordnung eines frequenzabhängigen Span- nungsteilers, über welchen eine durch die Ein- :
gangsröhre des Verstärkers verstärkte Gitter spannung über die Mikrophonleitung der Eingangsröhre wieder zugeführt wird, zu dem Zweck, der Mikrophonspannung fre- quenzabhängig entgegenzuwirken, und zwar bei niederen Frequenzen stärker als.
bei höhe ren, derart, dass die dem Steuergitter der Röhre zugeführte resultierende Spannung bei konstanter Lautstärke annähernd konstante Amplitude erhält.
Die Erfindung wird an einer Ausfüh rungsform rein beispielsweise erläutert.
Fig. 1 zeigt ein Blockschema der Gesamt- appaTatur,.
Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt: aus dem Schema des Verstärkers zur Kompensation des Fnequenzganges des Lautsprechermikro phons.
Fig. 3 zeigt das Prinzipschema des Ver stärkers.
Die Anordnung nach Fsg. 1 weist einen Radioempfänger E, .einen Telephonrund- spruch-Empfänger TR und ein Schallplatten- wiedergabegerät auf, dessen Tonabnehmer mit PC bezeichnet ist, sowie ein Stahlton- gerät, dessen Tonkopf mit TK bezeichnet ist.
Das Stahltonge-rät ist in bekannter Weise mit dem SchallpIattenwiedergabegerät kombi niert, indem bei Tonaufnahme bzw. Tonwie- .dergabe der Stafldraht <B>D</B> von einer Ma.,ga- zinspule M auf eine Zugspule Z abgewickelt wird und die Zugspule Z zugleich als Plat tenteller des Schallplattenwiedergabegerätes dient.
Die Anordnung weist ferner einen Ver stärker auf, der aus zwei TeiI'sn I und II be steht, ein Frequenzgangkompensator FK, welcher mit dem Verstärker I zusammen- ar!beitet, ein Laubtärkeregler, bes.tehenid aus dem Potentiometer LR und einem eliektro- akustischen Wandler <I>LM,
</I> welcher wahlweise als Lautsprecher und als Mikrophon verwen det wird, sowie die nötigen Schalterkontakte von zwei Schaltern ä und b zur Umschaltung der Verstärkerteile und ein Wählschalter W, welcher mit dem Wealenbereichschalter des Radioempfängers, in bekannter Weise: kom: biniert ist.
Die Anordnung und Steuerung des Antriebsmotor,, für das Stahltongerätund den Plattenspieler wird als bekannt ange sehen. Sie bedarf deshalb keiner Beschrei bung und ist in der Zeichnung weggelassen.
Die beschriebene Anordnung arbeitet wie folgt: Normaler Radicempfang erfolgt vom Empfänger E über WähInschalter W, Kon takt b4, Laustärkeregler LII, Kontakt a4 und a1, Verstärkerteil I, Kontakt a2, Laut sprecher<I>LM.</I> In gleicher Weise erfolgt das Abhören des Telephonrundopruch-Empfän- gers TR oder des,
Tonabnehmers<I>PC</I> des Plattenspielers nach Weiterschatten des Wählschalters W. Gleichzeitig mit dem Ab hören eines dieser Geräte im Lautsprecher kann die Tonaufnahme auf den Stahldraht erfolgen, und zwar von E, TII oder<I>PC</I> über den Schalter W, Kontakt b4, Lautstö,rke- regler LZI, Kontakte a4, b3, b1, Verstärker teil II, Kontakt b2, Tonkopf<I>TK.</I>
Die Tonwiedergabe ab Stahldraht erfolgt nach Umlegen des @Schalters b vom Tonkopf <I>TK</I> über Kontakt b1, Verstärkerteil II, Kon takt<I>b2,</I> Kontakt b3, Lautstärkeregler LP, Kontakt a4, Kontakt a1, Verstärkerteil I, Kontakt<I>a2,</I> Lautsprecher<I>LM.</I>
Die Stahldrahtaufnahme ab Mikrophon erfolgt nach Umlegen des Schalters a vom Lautsprechermikrophon <I>LM</I> über Kontakt a3, Kontakt a1, Verstärkerteil I, Kontakt a2, Kontakt b3, Kontakt b1, Verstärkerteil II, Kontakt b2, Tonkopf TK. Dabei tritt der Frequenzgangkompensator FK in Funktion, indem eine dem Verstärkerteil I entnommene,
verstärkte Mikrophonspannung durch den Freqwenzgangkompensatox phastengedrehtund in Funktion ihrer Frequenz reduziert und über Kontakt a1 dem Eingang des Verstär kers wieder zugeführt wird. Diese Frequenz gangkompensation sei an Rand von F'ig. 2 näher erläutert.
Der elektroakustische Wandler<I>LM</I> als , Mikrophon liegt in Serie mit einem Wider stand R3 und einem Kondensator Cl zwi schen Masse und dem Steuergitter .der Röhre V1, welcher über den Widerstand R1 die Git- tervorspannung gegenüber der Kathode zu- , geführt wird, welche über den Widerstand R2 erzeugt wird.
Zwischen Masse und der Anode der Röhre V1 liegt ein frequenz- abhängiger Spannungsteiler bestehend aus dem Kondensator C3 und dem Widerstand R4, welcher durch den Kondensator C4 ge gen die Anodengleichspannung gesperrt ist.
Der Spannungsabgriff erfolgt über den Wi- derstand R5 auf den SteueTgitterkreis der Röhre zwischen; Widerstand R3 und Konden sator Cl. Der Frequenzgangkompensator ar- beitet in bekannter Weise als Gegenkopp lung, indem im Spannungsteiler über dem Kondensator C3 eine Teilspannung der An- odenwechflspannun.g entsteht, welche mit zunehmender Frequenz kleiner und in der Phase gedreht ist.
Die resultierende Span nung aus Mikrophonspannung und Gegen- kopplungsspannungliegt als Steuerspannung am Gitter der Röhre V1. Der Spannungs- teiler kann so dimensioniert werden,, dass die resultierende Spannung über den ganzen Tonbereich des Mikrophons bei konstanter Lautstärke annähernd konstante Amplitude erhält.
Der Aufbau des Verstärkers mit seinen beiden Teilen I und TI erfolgt nach Fig. 3, wobei der Verstärkerteil I die Vorverstärker röhre V1 und die Endverstärkerröhre V2 auf weist, während der Verstärkerteil II durch die Röhre V3 gebildet wird. Gegenüber der Fig. 1 sind die beiden Schalter<I>a, b</I> durch einen dreistelligen Wählschalter S mit sie ben Segmenten <B>81,</B> 82<B>... 87</B> ersetzt.
Der Frequenzgangkompensator nach Fig. 2 ist sinngemäss eingebaut. Die Anordnung arbei tet wie folgt: Die Stahltonaufnahme ab Mikrophon <I>LM</I> erfolgt auf Stellung 1 des Schalters S; die Tonwiedergabe ab Radioempfänger, TelephonTundfunk-Empfänger oder Platten spieler, je nach Stellung des Wählschalters 1V, erfolgt auf -Stellung 2 des Schalters S, wobei gleichzeitig die Aufnahme auf den Stahldraht erfolgen kann.
Zu diesem Zweck ist mittels des Grammo-Motore der Stahlton träger durch den Tonkopf zu ziehen. Stel- lung 3 des Schalters S ergibt die Tonwie dergabe ab Stahldraht. Bei Stahltonaufnahmen ab Mikrophon, Schalter S in Stellung 1, wird die Mikro phonspannung über Sehaltersegment S4, Widerstand R3, Schaltersegment 82, Kon densator Cl dem Steuergitter der Röhre V1 zugeführt.
Der frequenzabhängige Span- nungsteiler ist über Schaltersegment S3 und Kondensator C4 an die Anode der Röhre V1 gelegt. Die Anodenwechselspannung der Röhre F1 wird über Kondensator C4, Schaltersegment <B>83,</B> Schaltersegment S5 auch dem Steuergitter der Röhre V3 zuge führt. Der Anodenkreis dieser Röhre ist über Schaltersegment<B>86</B> auf den Tonkopf geschaltet. Zur Stahltonaufnahme ist ausser dem der Stahltonträger in Gang zu setzen.
Die Verstärkerröhre V2 als Endverstärker röhre ist nur bei Tonwiedergabe im Laut sprecher eingeschaltet, und zwar im Ein gangskreis über Sehaltersegment S3 und im Ausgangskreis über Schaltersegment S4.
Bei Stahltonwiedergabe (Schalterstellung 3) wird die tonfrequente Spannung des Stahltonkopfes über Schaltersegment S6 und Schaltersegment S5 dem Steuergitter der Röhre V3 zugeführt. Der Anodenkreis der Röhre wird mit einer Anpassungsimpe danz R6 über Schaltersegment S7 abge schlossen.
Die tonfrequente Anodenspannung wird. über Kondensator C5, S'chalterse.gment S1, Lautstärkeregler LR, Schaltersegment S2, Kondensator C1 dem Steuergitter der Röhre V1 zugeführt.
Die verstärkte, ton- frequente Anodenspannung gelangt von der Anode über Kondensator C4, Schalterseg ment S3, Widerstand R7 auf das Steuer bitter der Endverstärkerröhre V2. und über den Ausgangstransformator im Anodenkreis der Röhre V2 auf den nun als Lautsprecher wirkenden elektroakustischen Wandler.