CH259229A - Empfangseinrichtung für Fernsteuerungsanlagen. - Google Patents

Empfangseinrichtung für Fernsteuerungsanlagen.

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CH259229A
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Zellweger Ag Apparate-Un Uster
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Zellweger Uster Ag
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    • H02JELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
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Description


  Empfangseinrichtung für Fernsteuerungsanlagen.    Die vorliegende Erfindung betrifft eine       Empfangseinrichtung    für Fernsteuerungs  anlagen, insbesondere für     Zentralfernsteue-          rungsanlagen,    in Netzen zur Verteilung elek  trischer Energie.  



  Die Einrichtung nach der Erfindung  zeichnet sich dadurch aus, dass eine Schalt  welle, die nach dem Empfang eines Start  impulses durch einen     Synchromotor    angetrie  ben wird, mit einem Schaltarm ausgerüstet  ist und dass diese Schaltwelle unter Einfluss  einer von einem Empfangsmagneten gesteuer  ten Verriegelung steht, derart, dass diese  Verriegelung bei Erregung des Empfangs  magneten gelöst wird, wobei sich die Schalt  welle samt dem Schaltarm unter dem Ein  fluss einer Federkraft axial verschiebt, zum  Zwecke, ein     gewünschtes        Zusammenarbeiten     des     Schaltarmes    mit den     fernzubetätigenden          Schaltern    zu bewirken.

   Dies     ermöglicht    ein  betriebssicheres Arbeiten der Empfänger mit.  geringer Steuerleistung und ermöglicht fer  ner, jeden Empfänger trotz einfachen Auf  baues mit einer Mehrzahl von voneinander  unabhängig     fernzubetätigenden        Schaltern     auszurüsten.  



       Vorteilhafterweise    wird die Energie für  die axiale Verschiebung der Schaltwelle  durch denselben Synchronmotor geliefert, der  zum Antrieb der Schaltwelle dient.  



  Ferner ist es vorteilhaft, einen Speicher  kondensator vorzusehen, in dem die Energie  der     Steuerimpulse    während verhältnismässig  langer Zeit     gespeichert    wird, worauf gespei-         cherte    Energie in kürzerer Zeit, als die Auf  la     dung    des     Speichers    dauerte, über einen       periodisch    sich schliessenden Kontakt an den       Erregerstromkreis    des     Empfangsmabg-neten     abgegeben wird.  



  In der beiliegenden Zeichnung ist eine er  findungsgemässe Empfangseinrichtung als  Beispiel dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt     einen    schematischen Schnitt  durch den     mechanischen    Teil     eines    Empfän  gers und das elektrische Schaltschema- eines  solchen.  



       Fig.2,    3 und 4 zeigen     Draufsichten    auf  mechanische Teile des Empfängers, und       Fig.5    ist, eine schematische Draufsicht  auf die fernzusteuernden Schalter des Emp  fängers.  



  Es ist ein     Fernsteuerverfahren        (Impuls-          Intervallverfahren)    bekannt, bei dem vom  Sender     mindestens    ein Startimpuls und in       vorbestimmten    Zeitabständen von diesem  Startimpuls Betätigungsimpulse gesendet  werden und     wobei    in den Empfängern durch  den     Startimpuls    eine     Scha.ltvorriehtung    in  Drehbewegung gesetzt wird, die in der Folge  die     fernzubetätigenden    Schalter abschreitet  und diese wahlweise entsprechend dem Ein  treffen oder Ausbleiben der     Betätigungs-          impulse    in die eine oder andere,

   Stellung  bringt oder in der einen oder andern Stellung  belässt.  



  In     Fig.    1 bedeutet 71     eine    zweipolige       Starkstromleitung,    über die ausser der     50-          periodigen,    normalen Netzspannung auch ton-           frequente    Steuerimpulse von einer elektri  schen Zentrale zu den einzelnen Abonnenten       gelangen.    Der Kondensator 81 bildet zusam  men mit der     verlustarmen    Spule 82 einen       Serieresonanzkreis,    der auf die Frequenz der  Steuerspannung abgestimmt ist.

   Hat man in  der Leitung 71 die Steuerspannung     U"    so  ergibt sich an den Enden der     Spule    82 die       Steuerspannung            UZ=q.Ul       wobei q den Gütefaktor des gesamten Reso  nanzkreises unter     Berücksichtigung    der durch  die     Gesamtschaltung    des Empfängers entste  henden zusätzlichen Dämpfung bedeutet.

         Diese    zusätzliche Dämpfung     ist    vor     allem     beim Beginn eines     Steuerimpulses    gross, da  über den     Gleichrichter    85 ein grosser Lade  strom J in den     Speicherkondensator    86 fliesst.  



       Mit    wachsender Spannung     U3    an den       Klemmen    des     Sreidherkondensators    86 wird  der Ladestrom J und damit auch die Dämp  fung auf den     Resonanzkreis    kleiner.

   Nach  einer     gewissen        Zeit    t, während welcher die  Steuerspannung     U,.    an -der Leitung 71 liegt,  erreicht die Spannung     U3    am Speicherkon  densator 86 einen     bestimmten;        Wert        U3m.,.     Der netzgespeiste, ständig laufende, kleine  Synchronmotor 101 treibt über ein     Schnek-          kengetriebe    120 und eine Welle 170 eine       Nockenscheibe    89 mit     einer    Drehzahl von     bei-          spielsweise    vier Umdrehungen pro Minute  an.

   Die Form der     Nockenscheibe    89 ist     in          Fig.    4, zum Teil gestrichelt, eingezeichnet;  die Scheibe 89 besitzt beispielsweise drei am  Umfang gleichmässig     verteilte    Nocken. Der  von diesen Nocken gesteuerte Kontakt 87  schliesst sieh also beispielsweise alle fünf Se  kunden. Er prüft dabei     jedesmal,    ob in der der  jeweiligen Schliessung     unmittelbar    vorange  gangenen Speicherzeit (von z. B. fünf Sekun  den) ein     Steuerimpuls        eingetroffen    ist oder  nicht.

   Ist dies nicht der Fall, so, geschieht weiter       nichts:,    als dass durch eventuelle kleine Stör  impulse     verursachte    Teilladungen des Spei  cherkondensators 86 wieder entladen werden.  Ist hingegen vor einer Schliessung der Spei  cherkondensator 86 durch einen Startimpuls    geladen worden, so entlädt er sich bei der  Schliessung des Kontaktes 87 über die Er  regerwicklung des     Empfangselektromagneten     91.

   War der     Kondensator    86 genügend hoch  aufgeladen, so bewegt sich der Drehanker  171 des     Elektromagneten    91 unter dem Ein  fluss des durch den     Erstladestrom    hervorgeru  fenen     magnetischen    Feldes in Richtung des       eingezeichneten        Pfeils.    Es bestünde die Mög  lichkeit, den Empfangselektromagneten 91  direkt mit den vom Netz durch das     F'requenz-          filter    81, 82 ausgesiebten tonfrequenten  Steuerimpulsen zu erregen.

   Das. beschriebene  Verfahren des     Gleichrichtens    dieser Steuer  impulse und der während verhältnismässig       langer        Zeiterfolgenden    Speicherung dersel  ben in einem Speicherkondensator 86 mit  nachfolgender, im Vergleich zur Ladung  kürzerer Entladung über die Erregerwick  lung des     Elektromagneten        gestattet    aber das  sichere     Arbeiten    des Magneten;

   mit sehr klei  nen     Steuerleistungen.    Der zu erregende Elek  tromagnet erhält nämlich     mit    Hilfe dieses '  Verfahrens eine     Steuerleistung,    die um den  Faktor  
EMI0002.0063     
    grösser ist als bei der ebenfalls möglichen  direkten     Betätigung.    In obiger Formel be  deuten,:       t'    = Verstärkungsfaktor,       t,    = Zeitdauer der     Impulsspeicherung    (ist  verhältnismässig lang, z.     B.    fünf     Sekunden),          tR    = Zeitdauer der Impulsabgabe an das  Relais, (ist     verhältnismässig    kurz, z.

   B. 0,01  Sekunden),       Wirkungsgmadfaktor,    der die un  vermeidlichen     Speicherhangs-    und     Gleich-          richtungsverluste    erfasst     (17    ist immer kleiner  als 1).  



  Infolge des erwähnten magnetischen Fel  des wird die Nase 172 des Ankers 171 vom  abgesetzten Ring 173, welcher fast auf der  Welle 124 sitzt, weggezogen. Unter dem Ein  fluss der Druckfeder 174 bewegt sich nun  die Welle 124 samt dem Schaltarm 123, dem  Zahnrad 175, dem Ring     173-,    dem Kronen-           rad    177 und der     Scheibe    178     nach    unten, bis  die letztere auf der     Lagerplatte    179 an  schlägt. Der Anker 171 kann trotz des Ab  klingens des     Entladestromes    vorläufig nicht  in seine Ruhelage zurück, da seine Nase 172  nunmehr an der zylindrischen Aussenfläche  des obern Teils des Ringes 173 anstösst.

   Mit  der     Hinunterbewegung    des     Zahnrades    175  hat der an ihm befestigte Bolzen 176 den  Kupplungsstift 169 so weit hinuntergesto  ssen, dass das untere Ende des letzteren in       eine    Bohrung 168 der     Nockenscheibe    89 ein  tritt.     Damit    beginnt sich auch die Nocken  scheibe 99 mit ihrer Welle 182 zu drehen.  Das     Ritzel    183 treibt seinerseits nun auch  das Zahnrad 175 mit. allen auf der Welle 124  befestigten Teilen.

   Damit     bewegt    sich auch  der Bolzen 176 vom Kupplungsstift 169 weg,  Die Klinke 167 hat sich aber     vorher        unter     dem     Einfluss    der Druckfeder 180 über den  Kragen des Kupplungsstiftes 169 geschoben,  so dass der letztere bis auf weiteres unten  bleibt. Der     Auslösearm    184     befindet    sich im  Moment des Kupplungsvorganges etwas im       Gegenuhrzeigersinn    (bezogen auf den Arm  184) vor der Klinke 167     (Fig.    3), so dass er  das     Arbeiten!    der letzteren nicht verhindern  kann.  



  Der Kontakt 87 wird nunmehr nicht  mehr von der     Nockenscheibe    89, sondern von  der     Nockensclieibe    99     gesteuert.    Die Form  der     letzteren    ist in     F'ig.4    ausgezogen ge  zeichnet. Da der Kupplungsvorgang immer       unmittelbar    nach einem Schliessen des Kon  taktes 87 durch einen der drei Nocken der       Scheibe    89 erfolgt, ist die gegenseitige Lage  der beiden     Nockenscheiben    im gekuppelten  Zustand stets entsprechend     Fig.    4.

   Nach dem  Kuppeln bleibt der Kontakt 87 durch die       Nockenscheihe    99 für zwei     Drittelsuindrehun-          gen    (entspricht beispielsweise zehn Sekun  den) geschlossen. Damit: wird verhindert, dass  sich der Speicherkondensator 86 durch den  Rest des Startimpulses nochmals laden und  damit     einen    weiteren     Fernsteuerimpuls    vor  täuschen kann. Nach diesen zwei Drittels  umdrehungen öffnet sich der Kontakt 87;  der     Speicherkondensator    86 ist nun auf-         nahmebereit    für den ersten Betätigungs  impuls.

   Kommt ein solcher, so lädt sieh der       Speicherkondensator    86 während der folgen  den     Drittelsumdrehung    (beispielsweise fünf  Sekunden) der     Nockenscheibe    99.  



  Unterdessen hat sich die Welle 124 mit  dem Schaltarm 123 vor den     ersten    zu     betäti-          genden,    Schalter 112 gedreht (in     Fig.    5 ge  strichelt eingezeichnet). Ferner hat das Kro  nenrad 177 durch Auflaufen     eines    seiner  Zähne auf dem feststehenden Nocken 185 die  Welle 124 mit allen auf ihr sitzenden Teilen  wieder so weit gehoben,

   dass die Nase 172  des Ankers 171 sich unter dem Einfluss der  Zugfeder 186     wieder    unter den     obern    Teil  des     Ringers    173     schieben        konnte.    Die Welle  124 bleibt also vorläufig durch die Nase 172  in der gezeigten Stellung verriegelt, trotz  dem durch Weiterdrehen des Kronenrades  <B>1,77</B> nunmehr über dem Nocken 185 eine  Zahnlücke zu liegen kommt.  



  Angenommen, der     Speiclierkond'ensa.tor     86 sei während der bereits genannten     Drit-          telsumdrehung    der     Nockenscheibe    99 durch  einen Betätigungsimpuls geladen worden, so  entlädt er sich     beim    Schliessen des Kontaktes  87 über die Erregerwicklung des Elektro  magneten 91. Der Anker 171, 172 zieht an  und gibt die Welle 124 frei, so dass sie sich  durch die     Druckfeder    174 bis zu dem durch  die Scheibe 178 und die Platte 179 bewirk  ten Anschlag nach unten bewegt.

   Da die  Nase 172 nach     Sehluss    des     Entlad-eimpulses     wieder an der zylindrischen Seitenfläche des  Ringes 173 anstösst, bleibt die Welle 124 bis  auf     weiteres    unten. Der Schaltarm 123 be  wegt sich also in der untern Lage (in     Fig.    1  gestrichelt gezeichnet) am Schalter 112 vor  bei.

   Er dreht dabei eine der Speichen 187  und damit auch den Schaltnocken 188 so  weit in Richtung     des    in     Fig.    5 eingezeichne  ten Pfeils, bis die Kontaktfeder 112' in den  nächsten Einschnitt des     Schaltnockens    188  hineinfällt, wodurch der Schalter 112 ge  schlossen wird.     Hätte    sich der Schalter 112  bereits vorher in der geschlossenen Stellung  befunden, so hätte sich der Schaltarm 123 an  der in diesem Falle sich um 60  in Richtung      des eingezeichneten Pfeils weitergedrehten  Lage befindlichen Speiche 187     vorbeibewe-          gen    können, ohne den, Schaltnocken 188 zu  drehen; das heisst der Schalter 112 wäre ord  nungsgemäss in der geschlossenen Stellung  verblieben.

    



  Nimmt man     anderseits    an, der Schalter  112 müsse befehlsgemäss geöffnet werden, so  wird während der entsprechenden Zeit kein  Betätigungsimpuls gegeben. Der     Speicher-          kondensator    86 lädt sich also nicht. Beim       Schliessen    des Kontaktes 87 fliesst kein     Ent-          ladiestrom    durch den Elektromagneten 91.  Der Anker 171 zieht nicht an, die Welle 124  und damit auch der Schaltarm 123 bleiben  durch die Nase 172 in ihrer obern Lage.

   Be  findet sich der Schalter 112 bereits in der       geöffneten    Lage     (Fig.    5), so passiert der  Schaltarm 123 vor den Speichen 189, ohne  den     Schaltnocken    188 zu drehen; der Schal  ter 112 bleibt ordnungsgemäss geöffnet.  Hätte sich der Schalter 112 jedoch     in    der ge  schlossenen Stellung befunden, so hätte der  Schaltarm 123 eine der Speichen 189 so weit  gedreht, bis die     Feder    112' auf einen Teil  des Schaltnockens 188 mit maximalem Ra  dius aufgelaufen wäre, wodurch sich der  Schalter 112     ebenrfalls    ordnungsgemäss ge  öffnet     hätte.     



  Hat der     Schaltarm    den Schalter 112 pas  siert, so     kommt    der nächste Zahn des Kro  nenrades 177 in den Bereich des festen     Nok-          kens    185 als     Gegenhaltung,    so dass die Welle  124, sofern sie sich nicht bereits in der obern  Lage befindet, wieder in dieselbe hinauf  gehoben wird.  



  Der Kontakt 87 bleibt nach seinem Schlie  ssen zur Auslösung dies     ersten    Betätigungs  befehls für den Schalter 112 wieder wäh  rend zwei     Drittelsumdrehimgen    der Nocken  scheibe 99     geschlossen    und     verhindert    damit  eine nochmalige Ladung des:     Speich-erkonden-          sators   <B>86</B> durch den eventuellen Rest des er  sten     Betätigungssignals.    Eine solche uner  wünschte Ladung könnte     fälschlicherweise     ein zweites     Betätigungssignal    vortäuschen  und     damit    zu     Fehlschaltungen.    führen.

   Wäh  rend der folgenden     Drittelsumdrehung    der         Nockenscheibe    99 öffnet sich der Kontakt 87.  Der     Kondensator    86 kann nun durch ein  eventuelles zweites Betätigungssignal zur  Einschaltung des Schalters 113 aufgeladen  werden. Der     Schaltarm   <B>123</B> hat sich     inzwi-          schen    auch     bis    zum Schalter     113    gedreht. Die  Betätigung desselben     erfolgt    analog     wie    für  den Schalter 112 beschrieben. Weiter erfolgt<B>"</B>  auch die Betätigung der Schalter 114 bis  und mit 118 in gleicher Art und Weise.  



  Hat der     Schaltarm    123 alle Schalter 112       biss    118 passiert und wieder seine Nullage  erreicht (in     Fig.    5 ausgezogen     eingezeichnet),    c  so wird die Kupplung     zwischen    den Nocken  scheiben 89 und 99 durch den auf der Welle  124     befestigten        Auslösearm    184 gelöst. Dies  geschieht wie folgt:  Der     Auslösearm    184 befindet     eich    für die     i     Auslösung in der in     Fig.3    eingezeichneten  Stellung.

   Die punktiert gezeichnete Kupp  lungsvorrichtung 169, 168, 167 bewegt sich  kurz vor der Auslösung in     Richtung    des ein  gezeichneten     Pfeils    auf den     Auslösearm    184  zu. Dabei gelangt die rückwärtige Verlänge  rung 190 der Klinke 167 unter den abgebo  genen und schief     abgefrästen    Teil 191 des       Auslösearmes        184,,    Während des     Weiterdre-          hens    der ganzen Kupplung     wird        die    Verlän  gerung 190 an diesem schiefen Teil 191 des       Auslösearmes    184 so weit nach unten ge  drückt,

   dass die Klinke 167 den Kupplungs  zapfen 169 freigibt. Er bewegt sich unter  dem     Einfluss    der Druckfeder 181 nach oben,  schlägt aber vorläufig     unten,    an der Lager  platte 193 an, kuppelt also noch nicht ganz  aus. Erst wenn er die genaue Nullage er  reicht hat, kann er durch ein sich in der  Lagerplatte 193 befindliches Loch 192     nach     oben gehen und vollständig auskuppeln.

   Die  ses Loch 192 verhindert nun aber auch so  fort ein Weiterdrehen (Auslaufen) der     Nok-          kenscheibe    99; diese wird vielmehr in der  genau bestimmten Nullage     arretiert.    Über  die Zahnräder 183 und 175 wird hierdurch  auch die Welle 124     mit    allen ihren Teilen  genau in der Nullage arretiert. Insbesondere  befindet sich der Kupplungsbolzen 176 wie  der genau über dem Kupplungsstift 169.

   Die      Klinke 167, 190 hat den     Auslösearm    184  nunmehr     passiert    (in     Fig.3    ausgezogen ge  zeichnet); sie wird wohl durch die äussere       Mantelfläche    des Kragens     des    Kupplungs  stiftes 169 im     ausgeklinkten    Zustand gehal  ten, hingegen nicht mehr durch den     Kupp-          lungsarin    184. Ein neuer Start ist also ohne  weiteres möglich.

   Da sieh im     gezeichneten          Beispiel    die Welle 124 mit dem     Auslösearin     184 achtmal langsamer dreht. als die     Nok-          kenscheibe    99, ist ohne     weiteres    ersichtlich,  dass nach jedem Start die Kupplungsaus  lösung erst nach acht vollen Umdrehungen  der     Nockenscheibe    99 (entsprechend einer  Umdrehung der     Welle    124) erfolgt.

      Damit beim Kuppeln der Kupplungsbol  zen 176 durch seine sofort nach dem     Start          eifolgende    Drehbewegung nicht im Loch 192  der     Lagerplatte    193 hängenbleibt, ist er im       Durchmesser    wesentlich kleiner gehalten als  der Kupplungsstift 169. Die Lagerplatte 193  enthält ferner aus dem gleichen Grunde im  Weg des Bolzens 176 einen kreisbogenförmi  gen Schlitz, der etwas breiter ist, als der  Bolzen 176 dick ist.  



  Es ist im übrigen ersichtlich, dass die       Nockenscheibe    89 den     Kontakt    87 nur vor  einem Startimpuls, das heisst während der  Ruhe des Empfängers, und die Nocken  scheibe 99 den Kontakt 87 nur nach einem  Startimpuls, das heisst während des Arbei  tens des     Empfängers,    beeinflusst.  



  Der Hauptvorteil der beschriebenen Vor  richtung besteht darin, dass die Kräfte zur  Ausführung aller     Bewegungen    in den     Emp-          fangsapparaten,    das heisst bis und mit der  Betätigung der fernzusteuernden Schalter  112 bis<B>118,</B> von ein und demselben Elektro  motor,     vorzugsweise    einem     Kleinsynehron-          motor,        herstammen.    Wo immer nämlich  plötzliche Bewegungen durch Federkräfte  ausgeführt werden,

   folgt in einem andern  Zeitpunkt des gesamten Funktionsablaufes  ein Wiederspannen dieser Federn durch den       Elektromotor.    Einzig die Auslösung all die  ser     Bewegungen    erfolgt durch die vom Sen  der kommenden     Steuerimpulse.       Die Praxis zeigt,     dass    in den Netzen zur  Verteilung elektrischer Energie die     tonfre-          quenten    Steuerspannungen zur Betätigung  der     Empfänger    verhältnismässig starken zeit  lichen und     örtlichen    Veränderungen unter  worfen sind.

   Die Sendeleistung in der Zen  trale muss natürlich so gross gewählt werden,  dass der örtlich am     ungünstigsten    gelegene  Empfänger selbst im ungünstigsten Zeit  punkt noch genügend     Steuerenergie,    erhält.  Dadurch     erhalten,    günstiger gelegene Emp  fänger wesentlich mehr Steuerspannung als       notwendig.    Solange dadurch kein Schaltele  ment überlastet wird, ist dies harmlos. Es  kann aber leicht der Fall eintreten, dass zum  Beispiel der Gleichrichter 85 oder der Spei  cherkondensator 86 spannungsmässig über  lastet werden, was natürlich zur Zerstörung  dieser     Elemente    führen muss.

   Der Kondensa  tor 86 kann allerdings ohne Schwierigkeiten  für eine auf alle Fälle genügend grosse Span  nung gebaut werden; tut man aber dasselbe  beim Gleichrichter, so erhält man viele       Gleichrichterzellen    in Serie, was einen  schlechten     Gleichrichterwirkungsgrad    für  diejenigen Empfänger zur Folge hat, die nur  eine kleine Steuerspannung erhalten.  



  Es ist deshalb vorteilhafter, den. Gleich  richter 85 und den Kondensator 86 durch  irgendeinen Spannungsbegrenzer zu schüt  zen. Dies kann zum Beispiel mit Hilfe einer  in     Fig.l    eingezeichneten Glimmlampe 195  geschehen, die parallel zur     ;Spule    82 geschal  tet ist. Erreicht die Spannung an der Spule  die,     Zündspannung    der Glimmlampe, so zün  det diese, der durch sie     fliessende    Strom er  höht die Dämpfung des     Serieresonanzkreise:s,     so dass ein wesentliches weiteres Ansteigen  der Spannung an der Spule 82 verhindert  wird.  



  Eine zweite Möglichkeit zur Spannungs  begrenzung besteht darin, dass man den Ei  senkern der     ,Spule    82. so dimensioniert,     dass,     die Eisenverluste beim Überschreiten der ge  wünschten Spannung durch Erreichen der  Sättigung stark anwachsen, was     ebenfalls          eine    zusätzliche Dämpfung des Seriereso-           nanzkreises    und daher ein verhältnismässig  langsames     weiteresSteigen    der     Spannung    zur  Folge hat.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Empfangseinrichtung für Fernsteuerungs- anlagen, insbesondere für Zentralfernsteue- rungsanlagen in Netzen zur Verteilung elek trischer Energie, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schaltwelle, die nach dem Empfang eines Startimpulses durch einen Synchron motor angetrieben, wird,
    mit einem Schalt arm ausgerüstet ist und dass diese Schalt welle unter Einfluss einer von einem Emp- fangsmagneten gesteuerten Verriegelung steht, derart, dass diese Verriegelung bei Er regung des Empfangsmagneten gelöst wird, wobei sich .die Schaatwelle samt dem Schalt arm unter dem Einfluss einer Federkraft axial verschiebt, zum Zwecke,
    ein gewünsch- tes Zusammenarbeiten des Schaltarmes mit den feruzubetätigenden :Schaltern zu bewir- ken@. UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Energie für die axial-e Verschiebung der Schaltwelle durch denselben Synchronmotor geliefert wird, der zum Antrieb der Schaltwelle dient. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die axiale Ver schiebung der Schaltwelle mindestens in einer Richtung durch eine von mehreren schiefen Ebenen erfolgt, die mit einer Gegenhaltung zusammenwirken. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Feder zur axialen Verschiebung der Schaltwelle durch vom Synchronmotor gelieferte Energie ge spannt wird. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannen der Feder durch den, Syn chronmotor gleichzeitig mit einer axialen Verschiebung der Schaltwelle erfolgt. 5. Einrichtung nach Patentanspruch und GTnteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die schiefe Ebene am Zahn eines Kro nenrades vorhanden ist. 6. Einrichtung nach Patentanspruch da durch gekennzeichnet, dass der Anker des Empfangsmagneten direkt als Riegel für die axiale Verriegelung der Schaltwelle ausge bildet ist.
    7. Einrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch einen Sp,eicherkondensa- " tor, in dem die Energie der Steuerimpulse gespeichert wird, worauf gespeicherte Ener gie in kürzerer Zeit als die Aufladung des Speichers dauerte, über einen periodisch sich schliessenden Kontakt an den Erregerstrom- c kreis des Empfangsmagneten abgegeben wird. B.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der periodisch zu schliessende Kontakt unter Einfluss von zwei B:etätigungsorganezl c steht, wobei vor dem Startimpuls, das eine Betätigungsorgan und nach dem Startimpuls das andere Betätigungsorgan zur Wirkung kommt.
    9. Einrichtung nach Patentanspruch und s Unteransprüchen 7 und 8, dadurch gekenn zeichnet, dass die'Betätigungsorgane aas Nok- kenscheiben ausgebildet sind, wobei die nach dem Startimpuls zur Wirkung kommende Nockenscheibe @ durch ein Kupplungsorgan mit der andern Nockenscheibe beim Start impuls gekuppelt wird. 10. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 7 bis 9, dadurch gekenn zeichnet, dass das.
    Kupplungsorgan durch ein r Sperrorgan in der eingekuppelten Lage ge halten wird und dass dieses Sperrorgan bei Erreichen einer Ruhestellung der Schaltwelle zwecks Freigabe des Kupplungsorganes durch ein Auslöseorgan gelöst wird. 11. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 7 bis, 10, dadurch gekenn zeichnet, dass =das Kupplungsorgan nach dem Lösen des Sperrorganes in einen feststehen den Teil einschnappt. 12.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass jeder fernzubetä- tigende Schalter ein Betätigungsorgan be sitzt., das, in zwei axial zueinander versetz ten, senkrecht zur Drehachse des Betäti- i gungsorganes liegenden Ebenen sternförmig angeordnete Speichen aufweist, die mit dem Schaltarm der Schaltwelle zusammenwirken,
    wobei die in der einen Ebene liegenden Spei chen zur Erzielung einer Schaltstellung die neu und in Umfangsrichtung des Betäti- gungsorganes sich in der Mitte zwischen den in der andern Ebene liegenden Speichen be finden, und dass die Speichen mit einem Schaltglied fest verbunden sind, das den Schaltkontakt in einer seiner Lagen öffnet und in einer andern seiner Lagen schliesst. 13. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Empfangs stromkreis derart ausgebildet ist, dass er die Steuers.pännung auf einen. vorbestimmten Wert begrenzt. 14.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass zur Spannungsbegrenzung eine Glimm lampe vorhanden ist, welche parallel zu einer Stromspeichervorrichtung geschaltet ist. 15. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass zur Spannungsbegrenzung der Kern einer Eingangsspule derart bemessen ist, dass dessen Eisenverluste beim Überschreiten des vorbestimmten Spannungswertes durch Sätti gung stärker anwachsen.
CH259229D 1945-10-03 1945-10-03 Empfangseinrichtung für Fernsteuerungsanlagen. CH259229A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE965050C (de) * 1949-05-30 1957-05-29 Landis & Gyr Ag Fernsteuerempfangseinrichtung
DE1015901B (de) * 1953-04-10 1957-09-19 Cfcmug Empfangseinrichtung fuer eine Fernsteueranlage mit einem Verteilernetz ueberlagertenTonfrequenzstromstoessen

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