CH260304A - Verfahren zur Herstellung von B-Benzylmercapto-valin. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von B-Benzylmercapto-valin.

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CH260304A
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  Verfahren zur Herstellung von     l3-Benzylmercapto-valin.       Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Herstellung des bisher nicht  bekannten     ss-Benzylmercapto-valins    der For  mel  
EMI0001.0003     
         Erfindungsgemäss    wird     ss-Benzylmercapto-          valin    dadurch erhalten, dass ein Ester des       ss-Benzylmercapto-valins    mit einer Säure un  ter     Rückfluss    erhitzt und das freie     ss-Benzyl-          mereapto-valin    durch Einstellen des pH-Wer  tes auf 6 ausgefällt wird.

   Die Ester des ss  Benzylmercapto-valins können dadurch er  halten werden,     da.ss    man einen Ester der     a-IVTi-          tro-ss-benzylmercapto-isovaleriansäure    in sau  rer Lösung bei einer verhältnismässig niedri  gen Temperatur in solcher Weise reduziert,       da.ss    die Nitrogruppe ohne Aufspaltung der  Bindung zwischen dein Schwefelatom und der       Benzylgruppe    reduziert wird, und zwar ge  mäss folgender Gleichung  
EMI0001.0016     
    in welcher R einen     Alkyl-,        Cycloalkyl-    oder       Arylrest    bedeutet.  



  Die Ester der     a-Nitro-ss-benzylniercapto-          isovaleriansäure    sind ebenfalls neue Verbin  dungen. Sie können durch     Umsetzung    eines  Esters der     a-Nitro-dimethylaerylsäure    mit       Benzylmereaptan    erhalten werden.    Die zweckmässigste Methode     zur    Reduk  tion der     a-Nitro-ss-benzylmercapto-isovalerate     besteht in der Behandlung dieser Verbindun  gen mit einem Metall und einer Säure in  einem Lösungsmittel.

   Metallisches Zinn und  trockenes     HCl    in wasserfreiem Methylalkohol  haben sich hierfür     als    geeignet     erwiesen,    ob-      gleich     gewünschtenfalls    auch andere Metalle,  z. B. Zink, und andere Säuren, wie Essig  säure, sowie andere     Lösungsmittel,        beispiels-          weise    Eisessig, zur Anwendung gelangen       können.     



  Wegen der Unbeständigkeit der     ss-Benzyl-          mercaptogruppe    ist es zweckmässig, die Re  duktion bei verhältnismässig tiefen Tempera  turen, vorzugsweise unterhalb etwa<B>500</B> C,       vorzunehmen.    Ausserdem sollten energischere  Reduktionsmittel, wie eine katalytische Re  duktion, im     allgemeinen    wegen der Unbestän  digkeit der     Benzylmercaptogruppe    und der  Giftigkeit mancher Katalysatoren vermieden  werden.  



  Das nach dem     erfindungsgemässen    Ver  fahren erhaltene     f-Benzylmercapto-valin    ist  eine praktisch farblose Substanz vom     Smp.     208 bis<B>2090</B> C, die in Form eines in reinem  Zustand geruchlosen     Kristallpulvers    von fei  ner Struktur erhalten werden kann und einen  bei einem     pg    von etwa 6 liegenden     isoelektri-          schen        Punkt    aufweist.

   Das Produkt ist in  Wasser     und        in    den gewöhnlichen organischen       Lösungsmitteln    unlöslich, in Säuren     und        Al-          kalien    jedoch löslich.

   Das     ss-Benzylmercapto-          valin    ist     als        Zwischenprodukt    für die     Her-          stellung    von     f-Mercapto-valin        verwendbar,     welches auch als     Penicillamin    bezeichnet wird       und    ein     wichtiges        Zwischenprodukt    für die  synthetische     Erzeugung    von Penicillin dar  stellt.  



  <I>Beispiel:</I>  45 g     f        Benzylmercapto-valinäthylester    wer  den während 3     Stunden    mit 200     cm3        6n-Salz-          säure    unter     Rückfluss        zitm.    Sieden erhitzt. Die  Lösung     wird        alsdann.        mit    aktivierter Kohle  behandelt und filtriert.

   Das freie     fl-Benzyl-          mereapto-valin    wird ausgefällt, indem man  die Lösung, die das lösliche     ss-Benzi>1-mer-          capto-valin-hydrochlorid    enthält, mit Natrium  hydroxyd behandelt, bis das     pH    den Wert 6  angenommen hat. Das Gemisch wird gekühlt,  filtriert und der Niederschlag mit wenig kal  tem Wasser,     Alkohol        und    Äther gewaschen.  Dabei erhält man 39 g (71     %)        ,6-Benzylmer-          capto-valin    vom     Smp.    208 bis<B>2090</B> C.

      Der als Ausgangsmaterial verwendete ss  Benzylmercapto-valinäthylester kann folgen  dermassen hergestellt werden:  Roher     a-Nitro-l-benzjmercapto-isovale-          riansäureäthylester,    der     dadurch    erhalten  wurde, dass man 192 g     Äthyl-a-nitro-dimethyl-          acrylat    mit 1 bis 2     g        Piperidin    vermischte,  unter Rühren langsam mit 138 g     Benzylmer-          captan    versetzte, wobei die Zugabe den     Ben-          zylm.ercaptans    im Verlaufe der     exothermen     Reaktion derart geregelt wurde,

   dass die Tem  peratur des Reaktionsgemisches auf an  nähernd<B>500</B> C blieb, und das Produkt bei  Zimmertemperatur über Nacht stehen liess,  wird     mittels    Zinn     und    trockenem     HCl    in  Methanol reduziert. Zu diesem Zweck werden  400 g metallisches Zinn     und    1100     cin3    Me  thylalkohol zum rohen Ester gegeben.  



       Dann    wird gasförmiger     HCl    dermassen in  das Reaktionsgemisch eingeleitet, dass die  Temperatur<B>500</B> C nicht übersteigt. Nachdem  das Zinn gelöst und die Lösung klar gewor  den ist, lässt man die Reaktionsmasse über  Nacht im     Kühlschrank    stehen. Dabei     kristalli-          siert    ein komplexes Zinnsalz aus; dieses wird       abfiltriert.    Das Filtrat wird nun im Vakuum  bei 60 bis<B>700</B> C auf weniger als die Hälfte  seines ursprünglichen Volumens eingedampft.  Hierauf versetzt man mit Wasser und sam  melt eine weitere Menge des kristallinen Zinn  salzes.

   Die Gesamtmenge an Zinnsalz, welche  520 g beträgt, wird in 90     %        igem    Methanol ge  löst und     mittels        Natriumbicarbonat    auf einen       p11-Wert    von 6 bis 7 eingestellt. Die Lösung  wird     alsdann    zur Ausfällung des Zinns mit       Schwefelwasserstoff    behandelt. Das Zinnsul  fid wird     abfiltriert,    der     pH-Wert    erneut auf  etwa 6 bis 7     eingestellt    und die Lösung aber  mals mit Schwefelwasserstoff behandelt. Die  ser Vorgang wird so oft wiederholt, bis alles  Zinn entfernt ist.  



  Das Filtrat wird hierauf im     Vakuum    zur       Trockne    eingedampft, der Rückstand in  300     cm@        Methylalkohol    gelöst     und    die erzielte  Lösung erwärmt und zur     Abtrennung    von  N     atriiunchlorid    filtriert. Nach dem Eindamp  fen des Filtrates zur Trockne erhält man  200 g eines zähflüssigen Sirups, was einer      Ausbeute von 63,6     %        ss-Benzylmercapto-valin-          ät.hylester-hydrochlorid    (bezogen auf     Äthyl-          a-nitro-dimethylacrylat)    gleichkommt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von fl-Benzyl- mercapto-v alin, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ester des ss-Benzylmercapto-valins mit einer Säure unter Rückfluss erhitzt und das freie ss-Benzylmercapto-valin durch Einstel len des PH-Wertes auf 6 ausgefällt wird.
    Das ss-Benzylmercapto-valin ist eine prak tisch farblose Substanz vom Smp. 208 bis 209 C, die in Form eines in reinem Zustand geruchlosen Kristallpulvers von feiner Struk tur erhalten werden kann und einen bei einem pH von etwa 6 liegenden isoelektrischen Punkt aufweist. Das Produkt ist in Wasser und in den gewöhnlichen organischen Lösungsmitteln unlöslich, in Säuren und Alkalien jedoch lös lich.
    Das ss-Benzylmercapto-valin ist als Zwi schenprodukt für die Herstellung von ss-1'Ier- capto-valin verwendbar, welches auch als Penicillamin bezeichnet wird und ein wich tiges Zwischenprodukt für die synthetische Erzeugung von Penicillin darstellt.
CH260304D 1944-07-17 1945-09-07 Verfahren zur Herstellung von B-Benzylmercapto-valin. CH260304A (de)

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