CH260391A - Treibriemen aus mehreren Lederlagen. - Google Patents
Treibriemen aus mehreren Lederlagen.Info
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Description
Treibriemen aus mehreren Lederlagen. Die moderne Antriebstechnik braucht zweckentsprechende Hilfsmittel, um die Über tragung mechanischer Kraft auf rationelle Weise zu ermöglichen. Dabei spielt der Treib riemen eine wichtige Bedeutung, bildet er doch das geschmeidige Bindeglied und gleich zeitig das Sicherheitsventil zwischen der Kraftquelle und dem getriebenen Maschinen element bzw. der Arbeitsmaschine. Es hat sich nun aber herausgestellt, dass normale Treibriemen für die hohe Beanspru chung an neuzeitlichen Antrieben oft nicht genügen, weil sie die erforderlichen Eigen schaften mangels genügender Geschmeidig keit, Reissfestigkeit, Dehnungswiderstand und Reibungseffekt nicht besitzen.
Solch unge eignete Treibriemen rutschen auf den Rie menscheiben, strecken sich zut stark und sind die Ursache zahlreicher Betriebsstörungen sie verursachen Drehzahl- und Kraftverluste und sind wegen zeitraubenden und kostspie ligen Produktionsausfällen unwirtschaftlich.
Zur Behebung dieser Mängel hat man schon versucht, auf das eigentliche Zugband Längsstreifen oder -plättehen aus Leder auf zunieten bzw. mittels Ösen am Zugband zu befestigen.
Durch die Erfindung, die einen Treibrie men zum Gegenstand hat, sollen nun alle diese Nachteile beseitigt werden.
Zu diesem Zweck besteht der Treibriemen aus mindestens drei miteinander verbundenen Lederlagen, und zwar aus einem die äusserste Lage bildenden vollen Zugband ohne Lo- eliung und den restlichen gelochten Leder lagen, von denen die innerste, zum Anliegen an die Riemenscheiben kommende Lage aus einem Gleitschutz-Reibungsbelag besteht und die Zwischenlage zur Verstärkung des Zug bandes dient.
Während sich bisher aus Leder nur Treib- r; einen aus einer oder zwei Lagen herstellen liessen, welche eine einigermassen genügende Biegsamkeit für schnellen Lauf über die Rie menscheiben aufwiesen, ist es gemäss der Er findung möglich, mehrschichtige Riemen her zustellen, die tadellos funktionieren. Schon bei Doppelriemen nach bisheriger ungeloch- ter Fabrikationsart ist die Leistungsfähigkeit, verglichen mit einfachen Riemen, also Riemen aus einer einzigen Lederschicht, stark herab gemindert, da Zugspannung und Stauchung beim Biegen einen negativen Einfluss aus üben.
Zur Übertragung einer gewissen Last bei gegebenen Antriebsverhältnissen sind je doch Einfach- oder Doppelriemen zu schwach; es fehlt an der notwendigen Substanz zur Erzielung der einwandfreien Leistung.
Gerade hier kommen nun die Vorteile des Erfindungsgegenstandes voll zur Geltung. Da das Riemenmaterial der Zwischenlage und des Reibungsbelages an den Stellen der Löcher bei starker Beanspruchung zum Teil in diese ausweichen kann, wird die Stauehung des an der Riemenscheibe anliegenden Materials ge ringer; gleichzeitig leiden die Fasern des Zug bandes weniger durch Zerrung, wobei aber sowohl der Dehnungswiderstand wie die Ad häsion voll erhalten bleiben.
Angenommen, ein Treibriemen werde bei folgenden Bedingungen verwendet (Beispiel aus der Praxis) : Durchmesser des Rie menscheibe 400 mm, Umschlingungswinkel 120 , Umschlingungsstrecke des Riemens am Umfang 420 mm, Riemengeschwindigkeit v - 20 m/sek. In diesem Falle hat der Rie men also nur '/"o Sekunde Zeit, um den Weg auf der Scheibe zurückzulegen bzw. sich vom geraden in den gebogenen und wieder zurück in den gestreckten Zustand zu begeben.
In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindiuigsgegen- standes dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine Ansicht eines Teilstückes des ersten Ausführungsbeispiels in Richtung des in Fig. 2 eingezeichneten Pfeils I gesehen, Fig. 2 einen Längsschnitt des Riemens nach der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 einen Querschnitt des Riemens nach der Linie III-III in Fig. 1, Fig. 4 eine Ansicht eines Teilstückes des zweiten Ausführungsbeispiels in Richtung des in. Fig. 5 eingezeichneten Pfeils IV gesehen, Fig. 5 einen Längsschnitt des Riemens nach der Linie V-V und Fig. 6 einen Querschnitt des Riemens nach der Linie VI-VI.
In dem Beispiel nach Fig. 1 bis 3 bezeich net 1 das eigentliche Zugband aus Leder, 2 den zum Anliegen an die Riemenscheiben be stimmten Gleitschutz-Reibungsbelag aus spe ziell gegerbtem Chromleder und 3 die zur Verstärkung des Zugbandes dienende Zwi schenlage. Alle drei Lederlagen sind naht- und nietenlos zusammengekittet. Bei diesem Beispiel besteht der Gleitschutz-Reibungs- belag 2 aus einem einzigen Stück, das sich über die ganze Riemenbreite erstreckt.
Mit 4 sind kreisrunde Löcher bezeichnet, die den Gleitschutzreibungsbelag durchsetzen. Mit 5 sind weitere Löcher bezeichnet, welche jedoch nicht nur den Gleitschutz-Reibungs- belag 2, sondern auch noch die Zwischenlage durchsetzen. Das eigentliche Zugband bleibt ungelockt. Die Löcher 4 sind in Reihe 1I=H ange ordnet und die Löcher 5 in Reihe<I>H' H',</I> wobei die Abstände der Löcher in den Rei hen einander gleich sind; G, G' sind Reihen, die sowohl Löcher 4 wie 5 aufweisen. Die Lö cher könnten auch eine längliche Form auf weisen.
Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 bis 6 bezeichnet wieder: 1 das Zugband; 2 den Gleitschutz-Reibungsbelag und 3 die verstärkende Zwischenlage. Im Gegenstand zu dem vorbesprochenen Beispiel ist. hier der Gleitschutz-Reibungsbelag in drei in Abstand voneinander angeordnete Bänder 2a, 2b, 2e unterteilt, die sämtliche in der Rie menlängsrichtung verlaufen. Statt dessen wäre es natürlich auch möglich, die einzelnen Bänder diagonal, d. h. schräg zur Riemen längsrichtung mit der Zwischenlage zu ver leimen.
Auch hier bezeichnen wieder : 4 die den Gleitschutz-Reibungsbelag durchsetzenden Lö cher, und 5 weitere Durchbrechungen, welche den Belag 2 und die Zwischenlage 3 durch setzen. Auch bei diesem Beispiel sind die Lö cher 4 und 5 in Reihen angeordnet und be finden sich in diesen Reihen in gleichen Ab ständen voneinander. Sie könnten statt des sen aber auch unregelmässig, d. h. nicht in Reihe und in ungleichmässigen Abständen voneinander angeordnet sein.
Der im vorstehenden beschriebene kombi nierte Treibriemen arbeitet wie folgt: Im ge streckten Trumm übernimmt das ungelockte und somit starke Zugband die Kraftübertra gung, wobei ihm die übrigen Lagen einen si cheren Halt geben. Ausserdem bieten die ge lochten innern Lagen dem Zugband eine Ent lastung, erhöhen seine Zugkraft und seinen Dehnungswiderstand.
Zusammengefasst bietet der an der Rie menscheibe anliegende gelochte Gleitschutz- Reibungsbelag, bestehe er aus einem Stück auf der ganzen Riemenbreite oder sei er in mehrere Streifen aufgeteilt, die folgenden Vorteile 1. die Fasern dieses Belages (sowie der ebenfalls gelochten Zwischenlage) können sich beim Lauf des Riemens über die Schei ben, also im Moment der Biegung in die Löcher bzw. gegen die Löcher hin verschie ben, wodurch die Stauchung des Materials herabgemindert wird;
2. zufolge dieser Faserv erschiebungsmög- lichkeit wird das Brüchigwerden des Werk stoffes (Leder) vermieden; 3. die zufolge der innern Friktion durch Zerrung und Stauchung der Fasern (Biegung und Elastizität) entstehende Erhitzung wird herabgesetzt; die Löcher wirken praktisch wie vergrösserte Hautporen als Atmungsorgan; 4. die an der Auflaufstelle mitgerissene Luft kann in die Löcher entweichen; 5. es sind keine den Riemen verhärtende Kittnester zwischen den einzelnen Lagen vor handen, da allfällig zu dick aufgetragener Leim in die Löcher entweichen kann;
6. der Riemen als Ganzes wird geschmeidi ger und kann sich den Poulies tadellos an schmiegen; 7. es ergibt sich eine grosse Erleichterung in der Beschaffung und Auswahl des Mate rials, indem man beispielsweise für die Her stellung von dicken Treibriemen nicht auf die so raren schweren Häute angewiesen ist, son dern mindestens drei Lagen in normalen Stär ken verwenden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Treibriemen, dadurch gekennzeichnet, dass er aus mindestens drei miteinander verbun denen Lederlagen besteht., und zwar aus einem die äusserste Lage bildenden vollen Zugband ohne Lochung, und den restlichen gelochten Lederlagen, von welchen die innerste, mit den Riemenscheiben in Berührung kommende Lage aus einem Gleitschutz-Reibungsbelag be steht und die Zwischenlage zur Verstärkung des Zugbandes dient. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Treibriemen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass alle in dem die Riemenscheiben berührenden Gleitschutz-Rei- bungsbelag vorhandenen Löcher auch durch die Zwischenlage geführt sind. 2.Treibriemen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass nur ein Teil der im Gleitschutz-Reibungsbelag vorhandenen Löcher durch die Zwischenlage geführt sind. 3. Treibriemen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Gleitschutz- Reibungsbelag aus einem einzigen, sich über die ganze Riemenbreite erstreckenden Stück besteht. 4. Triebriemen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Gleitschutz- Reibungsbelag in mehrere Bänder unter teilt ist. 5.Treibriemen nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bänder des Gleitschutz-Reibungs- belages in der Längsrichtung des Treibrie mens verlaufen. 6. Treibriemen nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bänder des Gleitschutz-Reibungsbela- ges schräg zur Längsrichtung des Treibrie mens verlaufen. 7. Treibriemen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Löcher im Gleitschutz-Reibungsbelag und in der Zwi schenlage eine kreisrunde Form besitzen. B. Treibriemen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Löcher eine längliche Form besitzen. 9.Treibriemen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Löcher in Rei hen und in den letzteren in gleichen Abstän den voneinander angeordnet sind. 10. Treibriemen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Löcher unregel mässig angeordnet sind. 11. Treibriemen nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die verschiedenen Lederlagen nietenlos durch Leimung zusam mengekittet sind.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH260391T | 1946-05-03 |
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| CH260391D CH260391A (de) | 1946-05-03 | 1946-05-03 | Treibriemen aus mehreren Lederlagen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH260391A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2694834A (en) * | 1951-04-17 | 1954-11-23 | Textile Equipment Corp | Spiked apron for textile equipment |
-
1946
- 1946-05-03 CH CH260391D patent/CH260391A/de unknown
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| US2694834A (en) * | 1951-04-17 | 1954-11-23 | Textile Equipment Corp | Spiked apron for textile equipment |
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