CH260738A - Einrichtung für Schweisser mit einem auf den Kopf zu stülpenden Schutzschild. - Google Patents
Einrichtung für Schweisser mit einem auf den Kopf zu stülpenden Schutzschild.Info
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Description
Einrichtung für Schweisser mit einem auf den Kopf zu stülpenden Schutzschild.
Beim Schweissen bedient sich der Arbeiter eines Schutzschildes mit dunkelfarbigen Augengläsern, der einmal die Arbeitsstelle trotz des hellen Lichtpunktes erkennbar macht und dann die Augen vor Blendung und das Gesicht vor Hitze und Sprühfunken zu schützen hat. Dieser Schutzschild ist meist mit einem Handgriff versehen und wird beim Schweissen in der linken Hand gehalten. Seine Verwendung hat den Nachteil, dass zur Arbeit nur eine Hand zur Verfügung steht und dass der Elektrosehweisser vor dem Zünden und nach dem Erlöschen des Lichtbogens durch die dunklen Gläser hindurch die Schweissstelle nicht sieht. Ferner muss beim Abschlakken der Schild mit den dunklen Gläsern aus der Hand gelegt und durch eine Schutzbrille mit durchsichtigen Gläsern ersetzt werden.
Es sind nun Sehweissschilde und -helme bekannt, die der Schweisser auf den Kopf setzt und die ihm die linke Hand frei lassen; aber die dunklen Gläser verhindern die Sicht, solange die leuchtende Schweissflamme fehlt.
Daher hat man für Elektroschweisser einen am Kopf zu befestigenden Schutzschild gebaut, dessen dunkle Gläser auf elektromagnetischem Wege bei brennendem Lichtbogen selbsttätig vor die Augen gerückt und beim Erlöschen des Lichtbogens wieder entfernt werden, wobei sie einer durchsichtigen Scheibe Platz machen. Ein solches Gerät ist aber heikel, kompliziert und teuer.
Bei dem ebenfalls auf den Kopf zu stülpenden Schutzschild, der zur Einrichtung nach der Erfindung gehört, sind die dunklen Sichtscheiben mittels eines vom Schweisser zu steuernden mechanischen Fernantriebes über eine wegvergrössernde Übersetzung in das Gesichtsfenster des Schildes eine und ausrückbar.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung ein über den Kopf des Schweissers zu stülpender Schutzschild dargestellt, und zwar in Vorderansicht mit verdunkeltem Gesichtsfeld in Fig. 1, mit hellem Gesichtsfeld in Fig. 2 und im seitlichen Längsschnitt in Fig. 3; letztere Figur zeigt die gesamte Einrichtung einschliesslich Verbindung des Schildes mit dem Handgriff eines Elek- trodenhalters, dessen Quersehnitt aus Fig. 4 hervorgeht.
Der aus Aluminiumblech bestehende Stirn schild a wird mittels verstellbaren Elastiebandes b am Kopf des Sehweissers befestigt.
Er ist über den Kopf hinweg verlängert und durch zwei seitliche Streben c versteift. Am Stirnschild a sitzen zwei vertikale Schienen d, auf denen der Rahmen e der Dunkelseheibe g gleitet. Zwei seitliche Federn f sind bestrebt, den Rahmen e nach oben zu ziehen und dem Schweisser die Sicht durch die helle Scheibe h hindurch freizugeben, die an einem am Schild a durch Scharniere i an den Verstärkungsschienen m angelenkten, gegebenenfalls hölzernen Gesichtsschild k befestigt ist. Der hochklappbare Schildteil k bildet normalerweise die Verlängerung des Stirnschildes a und wird durch seitliche Federn n in seiner Lage gehalten.
Will der Schweisser sein Gesieht frei haben, dann kann er diesen Schildteil k hochklappen, indem er ihn über einen Totpunkt schwenkt, in welchem die Federn n ihre grösste Spannung aufweisen, wie in Fig. 3 strichpunktiert angedeutet ist. Die Sichtscheiben g und h können aus Glas, Glimmer oder aus Kunststoff bestehen.
Beim Schweissen muss man die Klappe 7G herunterklappen und dann die Dunlelscheibe g vor das Fenster mit der hellen Scheibe h schieben. Damit der Schweisser jederzeit während der Arbeit den Scheibenwechsel vornehmen kann, ist ein Mechanismus vorgesehen, der wie folgt beschaffen ist. An einem Griff o des Sehweisswerkzeuges ist mittels zweier Rundfedern p die Tragplatte w mit dem an ihr angelenkten kleinen Knebel q angeklemmt, der mit einem Finger der das Schweisswerk- zeug haltenden Hand in Pfeilrichtung herabgedrückt worden ist.
An ihm ist der Zugdraht r eines Bowdenzages angelenkt, dessen biegsames Rohr s einerseits lösbar in die Tragplatte w hineinragt, anderseits fest am Kopfteil des Schutzschildes a befestigt ist. Der Draht r geht über der Stirnkante des Schil- des a in eine kurze Gelenkkette t über, und diese greift an dem dreigliedrigen Scheren- hebelsystem u mit dem Fixpunkt x an, das am Punkt v des Dunkelseheibenrahmens e sitzt und die kurze Bewegung des Drahtes r in die längere Vertikalbewegung dieses Rahmens e übersetzt. Beim Druck auf den Hebel q wird also das dunkle Glas g gegen die Kraft der Federn vor die Augen des Sehweissers geschoben.
Der rechtshändige Schweisser hat somit die linke Hand frei und kann vor dem Zünden oder beim Erlöschen der Schweissflamme ohne Änderung seiner Stellung und ohne Armbewegung, nur durch Loslassen des den Hebel q bedienenden Fingers, durch das Klarglas h schauen lmd, sobald Blendung durch die Schweissflamme zu befürchten ist, durch blossen Fingerdruck das Dunkelglas g vorschalten. Will er unbehindert sehen und frei atmen, ohne den Schild abzunehmen, so klappt er mit kurzer Handbewegung den Gesichtsschildteil k hoch.
Da a der 33etätigungshetel q des Bowden- zuges r, s nur mittels der beiden Klemmfedern p am Griff o befestigt ist, lässt er sich ohne weiteres in die für den Schweisser passende und angenehme Lage bringen. Ist er z. B. in die Lage für Daumenbetätigung gebracht, so kann ihn der Schweisser, wenn sein Daumen ermüdet ist, in die für einen andern Finger geeignete Lage rücken.
Zuweilen mag es zweckmässig sein, den Bowden-Zug r, s nicht am Schweisswerkzeug zu haben, sondern an anderer Stelle, z. B. auf dem Boden für Fussbetätigung oder am Handschuh oder in einer Tasche dès Sehwei- ssergewandes. Auch kann der Gesichtsschild k fest am Stirnschild n sitzen, ohne hoc.hklapp- bar zu sein. Der Schubmechanismus d, e, f, g, s, t, u, 9 kann auf der Innenseite des Schildes Q angeordnet sein. Umgekehrt wie in der Zeichnung, kann der Rahmen e normalerweise durch Federlrraft vor das Gesichtsfenster h gezogen sein und durch Betätigen des Bowdenzuges hochgehoben werden.
Beim Bowdenzug r, s kann der Zugdraht r durch ein Seil oder eine Kette ersetzt sein; es kann aber auch das Rohr Zugglied und der Draht Druckglied sein. Der Scherenhebelmechanismus qt kann durch ein einfaches Hebelwerk oder ein anderes Übersetzungsgetriebe, z. B. eines mit Zahnrädern oder Zahnstangen, ersetzt sein.
Statt den Dunkelseheibenrahmen e längs Gleitschienen d zu bewegen, könnte man ihn auch um ein horizontales Scharnier schwenken.
Statt das Schildfenster mit einer hellen Scheibe h abzudecken, könnte man es auch offen lassen und einen doppelt so hohen Schieberahmen e verwenden, bei dem die dunkle und die helle Scheibe g, h untereinander, das heisst in der Bewegungsrichtung hintereinander liegen. Die Kippfedern n könnten auch Blattfedern sein. Noch viele andere bauliche Abänderungen sind möglich.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung für Schweisser mit einem auf den Kopf zu stülpenden Schutzschild, dessen dunkle Sichtscheiben vor die Augen gerückt und von dort wieder entfernt werden können, dadurch gekennzeichnet, dass die Dunkelscheibe mittels eines vom Schweisser zu steuernden mechanischen Fernantriebes über eine wegvergrössernde Übersetzung in das Gesichtsfeld des Schildes eine und ausrückbar ist.UNTERAN8PROHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die eine der beiden Bewegungen der Dunkelscheibe beim Betätigen des Fernantriebes vom Schweisser, die andere-beim Loslassen durch Federkraft herbeigeführt wird.2. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur mechanischen Kraftübertragung vom Steuerorgan zur Dunkelseheibe ein Bowdenzug vorgesehen ist.3. Einrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch ein Steuerorgan für Handbetätigung.4. Einrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Handsteuerorgan des Fernantriebes mit einer Vorrichtung zum Befestigen am Schweisswerkzeug versehen ist.5. Einrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Handsteuerorgan mit einer Klemmvorrichtung zum ohne Hilfsgerät lösbaren Anklemmen am Griff des Schweisswerkzeuges versehen ist.6. Einrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel des Handsteuerorganes Klemmfedern sind.7. Einrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch ein Steuerorgan für Fussbetätigung.8. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der die Dunkelscheibe umfassende Rahmen vom Fernantrieb parallel zur Schildfläche verschiebbar ist.9. Einrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Dunkelscheibenrahmen auf am Schild sitzenden Schienen gleitbar angeordnet ist.10. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Dunkelscheibenrahmen vom Fern antrieb um ein am Schild sitzendes Scharniergelenk zurückklappbar angeordnet ist.11. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das von der Dunkelscheibe zu bedeckende Fenster des Schildes durch eine helle Sichtscheibe abgeschlossen ist.12. Einrichtung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Hellscheibenfenster in einem um ein horizontales Scharniergelenk aufklappbaren Teil des Schildes sitzt.13. Einrichtung naeh Unteransprueh 12, dadurch gekennzeichnet, dass der aufklapp bare Teil des Schildes wenigstens einer Feder in seiner jeweiligen Lage fixiert wird, die beim Umklappen des Schildteils ein , Spannungsmaximum überschreitet.14. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Dunkel- und Hellscheibe in der Bewegungsriehtung hintereinander liegen und durch den Fernantrieb wechselweise vor das Fenster des Schildes gebracht werden.15. Einrichtung nach Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass Dunkel- und Hellscheibe untereinander in einem gemeinsamen, vertikal -verschiebbaren Rahmen angeordnet sind.16. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die wegvergrö ssernde Übersetzung ein Hebelwerk ist, an welchem der zu bewegende Scheibenrahmen angelenkt ist.17. Einrichtung nach Unteranspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb an den kurzen, der Rahmen an den langen Hebelarmen eines Scherenhebelsystems angelenkt ist, dessen Fixpunkt auf dem Stirnteil des Schildes sitzt.18. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die wegvergrö ssernde tbersetzung ein Räderwerk ist.19. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die wegvergrössernde Übersetzung aus Rädern und Stangen besteht.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH260738T | 1947-02-08 |
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| CH260738D CH260738A (de) | 1947-02-08 | 1947-02-08 | Einrichtung für Schweisser mit einem auf den Kopf zu stülpenden Schutzschild. |
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Cited By (1)
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