CH261128A - Verfahren zur Herstellung eines Deckmaterials und nach diesem Verfahren erzeugtes Material. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Deckmaterials und nach diesem Verfahren erzeugtes Material.

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CH261128A
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Heresite & Chemical Company
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D5/00Coating compositions, e.g. paints, varnishes or lacquers, characterised by their physical nature or the effects produced; Filling pastes
    • C09D5/08Anti-corrosive paints

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines Deckmaterials und nach diesem Verfahren  erzeugtes Material.    Die Verwendung von     Phenol-formaldehyd-          harzen    zum Schutz von     Metallgegenständen     gegen starke Korrosion ist ein Problem, des  sen Lösung während langer Zeit umgangen  wurde. Gehärtete     Phenol-forinaldehyd-harze     sind Kondensationsprodukte, die in trocknen  dem Öl unlöslich sind. Wird die Reaktion       unterbrochen,    bevor das Stadium der     Unlös-          lichkeit    und     Unschmelzbarkeit    erreicht ist, so  ist es jedoch möglich, ein in Alkohol lösliches  Harz zu erhalten.

   Solche Harze leiden jedoch  am Mangel an Haftvermögen und Biegsam  keit und werden als.für Zwecke des Über  ziehens ungeeignet betrachtet.  



  Es wurde nun gefunden, dass derartige  Harze zum Überziehen von Metallen verwen  det werden können, vorausgesetzt, dass diese  Harze in einem ölfreien Medium angewendet  werden und dass dem Harz ein Füllmittel in  genügender Menge beigefügt ist.  



  Beim     Überziehen    eines metallischen Gegen  standes, wie z. B. eines Behälters, einer Walze  oder eines Spinngefässes oder irgendeines an  dern metallischen Gegenstandes, wovon man  mehr als eine Fläche zu schützen wünscht,  z. B. wenn der Gegenstand Kanten hat, von  welchen mindestens eine geschützt werden  soll, hat es sich erwiesen,     class    der harzartige  Film der     1-Iauptfläehe    zwar einen Schutz ge  währt, dass aber die Korrosion an den Ecken  und Kanten beginnt und rasch unter dem    Harz vordringt, so dass dieses in grossen  Stücken abblättert.  



  Durch Verwendung des Harzes in Form  eines     Ölfirnisses    könnte diese Schwierigkeit um  gangen werden, vorausgesetzt, dass genügend  Schichten verwendet würden. Die Anwesen  heit des Öls würde jedoch bewirken, dass die  Korrosion leicht durch das Harz hindurch  einsetzen könnte.  



  Durch das einfache Auftragen mehrerer  Schichten aus ölfreien Harzen könnte dieses  Resultat nicht erreicht. werden. Phenolharz  allein     würde    diesen Zweck nicht erfüllen, so  gar bei Verwendung von zwölf und mehr  Schichten.  



  Gemäss der vorliegenden Erfindung wird  ein Deckmaterial, welches aus einer ölfreien  Lösung eines     Phenol-formaldehyd-harzes    be  steht, welche, bezogen auf das Harz, 10 bis  45     Volumprozent    eines     inerten,    nichtfaseri  gen, suspendierten, anorganischen Pigmentes  enthält, dadurch erhalten, dass eine Suspen  sion des Pigmentes in einer Harzlösung wäh  rend der Dauer von mindestens 96 Stunden  gemahlen wird.  



  Geeignete Füllmittel sind: Ocker, Siena.  Zinnober,     Bariumsulfat,        Lithopon,    Zinksulfid,       Umbererde,        Titandioxyd    und Kaolin. Pig  inente, wie z. B. Graphit, Asbest, Quarz,     As-          bestin,    Lampenschwarz und Zellulose, sind aus  einem oder mehreren dieser Gründe ungeeignet.

        Gemäss einem Ausführungsbeispiel der     Er-          findimg    wird ein reines     Phenol-formaldehyd-          harz        durch    Vermischen von 150 Teilen  40     I        igem        (Volumprozent)    Formaldehyd und  1 Teil     Ammoniumhydroxyd    (26  B6) mit  100 Teilen Phenol hergestellt. Das Ammonium  hydroxyd wirkt als Katalysator und kann  durch irgendeinen andern geeigneten Kataly  sator     ersetzt    werden.

   Diese Bestandteile wer  den am     Rückfluss    in siedendem Zustand er  halten, bis das Harz ausfällt, worauf die Kon  densation während einer halben Stunde fort  gesetzt wird. Das vorhandene Wasser wird  dann durch Vakuumdestillation entfernt, bis  die Temperatur des Harzes 108 bis 115  C er  reicht     -Lind    eine Probe unter kaltem Wasser  klar bleibt und nicht klebrig ist. Das erhaltene  Harz     wird    hierauf in     Äthylalkohol    zwecks  Bildung einer etwa 85     %        igen    Harzlösung  gelöst.  



  Diese Lösung     wird    mit geeigneten Pigmen  ten oder Füllmitteln vermischt und in einer  Kieselmühle mindestens 96 Stunden lang ge  mahlen. Das Mahlen muss in der Harzlösung  durchgeführt werden, da die gewöhnlichen  Lösungsmittel bei Abwesenheit von Öl keinen  suspendierenden Effekt ausüben.  



  Gemäss einem weiteren Ausführungsbei  spiel der Erfindung wird ein reines     Phenol-          formaldehyd-harz    durch Mischen der folgen  den Bestandteile hergestellt:  
EMI0002.0020     
  
    Phenol <SEP> 100 <SEP> Teile
<tb>  Formaldehyd <SEP> 40,0"- <SEP> 90 <SEP> bis <SEP> 120
<tb>  "
<tb>  Natriumcarbonat <SEP> 2 <SEP> "       Diese Bestandteile werden am     Rückfluss     im Sieden erhalten, bis das Harz ausfällt. Die       Fällung.    des Harzes tritt ein, nachdem die  Bestandteile während     31/2    bis 5 Stunden der  Kondensationsreaktion unterworfen worden  sind. Wenn die Fällung des Harzes beendet.

    ist, was daraus ersichtlich ist, dass die gesamte  Flüssigkeit weiss oder eher elfenbeinfarben ist,  wird der Kondensationsvorgang unterbrochen  und das Harz auf eine Temperatur von etwa  40  C abgekühlt.  



  Das Harz wird nun in ein Vakuumgefäss  übergeführt und das Wasser in einem Va-         kuum    von etwa 45 cm     abdestilliert.    Wenn das  Harz unter der Einwirkung der angewendeten  Hitze kondensiert, beträgt die Temperatur  etwa l50  C. Wenn der     Destillationsvorgang     etwa 10 Minuten durchlaufen hat, wird 1 g  Eisessig zugesetzt, um den Überschuss an     Na-          triiimcarbonat    im Harz zu neutralisieren.  Durch diesen Zusatz wird erreicht, dass der  gesamte Überschuss an Wasser     abdestilliert     und ein klares, bernsteinfarbenes Harz ent  steht, welches in Alkohol und Aceton voll  ständig löslich ist.

   Der Eisessig soll in solcher  Menge zugesetzt werden, dass ein Stück Lack  muspapier neutrale Reaktion anzeigt. Es sollte  keine saure Reaktion eintreten. Ein Über  schuss an Säure vermindert die Widerstands  fähigkeit des Materials. Die Säure hat ferner  die Tendenz, im Verlauf des Backvorganges  die Bildung von Höhlungen zu bewirken.  



  Würde das Harz nicht mit der Säure neu  tralisiert, so würde es unter der Einwirkung  der kontinuierlichen     Erhitzung    in eine schwere,  viskose und gummiartige Masse verwandelt.  Diese Masse, mindestens der grösste Teil der  selben, wäre in Alkohol unlöslich, und die er  haltene Lösung wäre als Deckmaterial oder  für irgendwelche andere Zwecke völlig  wertlos.  



  An Stelle von Eisessig können z. B. Phos  phorsäure, Salzsäure und     Oxalsäure    verwen  det werden. Immerhin müssen diese Säuren  in andern Mengenverhältnissen verwendet  werden, als dies für Eisessig angegeben ist.  Ferner reagieren diese     Säuren    anders als Eis  essig. Harze, die in der oben angegebenen  Weise unter Verwendung einer von Eisessig  verschiedenen     Säure    hergestellt werden, er  geben einen brüchigeren Überzug als ein un  ter     Verwendung    von Eisessig hergestelltes  Harz. Ein Überzug, der mittels solcher Harze  erzeugt wird, ist ferner weniger widerstands  fähig als ein solcher, der mittels eines mit  Eisessig hergestellten Harzes gebildet wird.  



  Das     Natriumcarbonat,    welches als Kataly  sator wirkt und die Fällung des Harzes her  beiführt, die ohne Verwendung eines     Kataly-          sators    nicht einträte, kann durch andere Ba-      sen ersetzt werden, die in Verbindung mit  der     Plienol-formaldehyd-lösung    harzbildend  wirken. So können z. B.     Natriumhy        droxyd,          Kaliumhydroxyd    und     Kaliumcarbonat    ver  wendet werden.  



  Beispielsweise werden 35     Volumprozent          Bariumsulfat    als Füllmittel verwendet und in  der oben angegebenen Weise mit dem Harz in  der einen oder andern Form vermischt. Nach  dem     -Mahlen    kann das Gemisch mit einem  Lösungsmittel behandelt werden, z. B. mit  einem solchen der folgenden Zusammen  setzung:  
EMI0003.0009     
  
    @tliylalkohol <SEP> 50
<tb>  Tolttol <SEP> <B>35%</B>
<tb>  But;v <SEP> 1 <SEP> alkohol <SEP> 10
<tb>  Amylacetat <SEP> 5 <SEP> %       Die Verdünnung des Harzes im Lösungs  mittel hängt natürlich von der Art des     Ruf-          tragens    und vom Material, auf welches es auf  getragen werden soll, ab. Für das Eintauchen  oder das Aufspritzen z.

   B., kann das Harz  derart verdünnt  erden, dass eine spezifische  Dichte von etwa 1,000 erhalten wird.  



  Das Material ergibt Überzüge mit glas  ähnliehein Aussehen und bemerkenswerter  Härte.    Die     Mengenverhältnisse    an Pigmenten,  bezogen auf Harz, können variieren.     Oeker-          arten    z. B., die ein mittleres spezifisches Ge  wicht von etwa 2,8 aufweisen, werden     ge-          wöhnlieh    in einer Menge von etwa 100 Ge  wichtsprozent, bezogen auf (las reine Harz,  verwendet. Für eine Lösung z. B., die 70 Ge  wichtsprozent Harz enthält, werden     bevorzug-          terweise    30 Teile     Oeker    auf 43 Gewichtsteile  Harz verwendet. Diese Menge kann auf 1.5  Teile herabgesetzt oder auf etwa 40 bis 45  Teile erhöht werden.

           Sienaarten,    die ein mittleres     spezifisehes     Gewicht von 3,3 aufweisen, werden in etwas  grösserer Gewichtsmenge verwendet. Es wer  den     bevorzugtericeise    35 Teile Siena atü 43       Gewiehtsteile    einer 70 %     igen    Harzlösung v     er-          wendet.        Umbererden,    die ein spezifisches Ge  wicht von etwa. 3,7 aufweisen, werden bevor-         zugterweise    in einem Verhältnis von 40 Ge  wichtsteilen     Umbererde    auf 43 Teile der  Harzlösung verwendet.  



       Titandioxy    d und Zinksulfid, welche beide  ein spezifisches Gewicht von etwa 3,9 aufwei  sen, werden in einem Verhältnis von etwa 42  Gewichtsteilen des Pigmentes auf 43 Teile  der vorgenannten Harzlösung verwendet.  



  Zinnober, welches eine Dichte von etwa.  4,3 besitzt, wird     bevorzugterweise    in einem  Verhältnis von 45 Gewichtsteilen Zinnober  auf 42 Gewichtsteile der vorgenannten Harz  lösung verwendet.  



       Bariumsulfat    und     Lithopon,    die beide ein  spezifisches     Gewieht    von etwa 4,3 aufweisen,  werden     bevorzugterweise    in einem Verhältnis  von 46 Gewichtsteilen des Pigmentes auf     -t3     Teile der v     org-enannten    Harzlösung ver  wendet.  



  Ein anderes geeignetes Harz kann auf  folgende Weise erhalten werden: Man     bringt     100 Teile Phenol, 100 Teile 40      0'        iger        (Volum-          prozent)        Formalclehydlösung    und 10 Teile  konzentriertes     Ammoniunih.#-dro-,-@    d zum Sie  den. Nach etwa 8 bis 10     Minuten    fällt ein  Harz aus. Sobald die Fällung beendet ist,  wird (las Nasser im Vakuum aus dem Harz       abdestilliert,    bis eine Probe des Harzes, das  nun viskos geworden ist, unter kaltem Wasser  eine feste, nicht     klebrige    Perle bildet.

   In die  sem Zeitpunkt wird die Operation     unterbro-          ehen    und (las geschmolzene Harz in Gefässe  gegossen und abkühlen gelassen. Das Harz  wird hierauf zwecks Bildung einer 70 % Harz  und<B>30%</B> Alkohol     (Gewiehtsprozent)    ent  haltenden Lösung aufgelöst.  



  Die Harzlösung wird hierauf mit dem Pig  ment vermischt, in eine     -lisch-    oder Knetvor  richtung eingetragen und während etwa  l Stunde     gründlieh    durchgemischt. Das Ge  misch wird dann in eine Kieselmühle überge  führt, welche etwa zur Hälfte mit Kieseln  gefüllt ist. und in welcher dieses während  mindestens 96 Stunden gemahlen wird.  



  Statt durch Mahlen in einer Kieselmühle  kann die Suspension des Pigmentes durch       Mahlen    in einer andern     Mühle    erhalten wer  den,     wobei    die Operation zwei- bis viermal      wiederholt wird, bis eine angemessene Sus  pension entstanden ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung eines Deck materials, welches aus einer ölfreien Lösung eines Phenol-formaldehyd-harzes besteht, wel che, bezogen auf das Harz, 10 bis 45 Volum- prozent eines inerten, nichtfaserigen, suspen dierten, anorganischen Pigmentes enthält, dadurch gekennzeichnet, dass eine Suspension des Pigmentes in einer Harzlösung während einer Dauer von mindestens 96 Stunden ge mahlen wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Lösung eine alkoholische Lösung ist. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Pigmentmenge 25 bis 35 Vohunprozent des Harzes ausmacht und dass das Lösungsmittel ein Alkohol ist. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass ein Harz verwen det wird, dem so viel Eisessig zugesetzt wor den war, um es neutral zu stellen, und wel ches in neutralem Zustand durch Destillation vom Wasser befreit wurde.
    PATENTANSPRUCH II: Deckmaterial, hergestellt nach dem Ver fahren gemäss Patentanspruch I. UNTERANSPRUCH: 4. Deckmaterial nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass es eine alkoho lische Lösung darstellt.
CH261128D 1940-02-26 1947-05-21 Verfahren zur Herstellung eines Deckmaterials und nach diesem Verfahren erzeugtes Material. CH261128A (de)

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