CH261621A - Vorrichtung zum Fixieren von Küpenfarbstoffen. - Google Patents

Vorrichtung zum Fixieren von Küpenfarbstoffen.

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CH261621A
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      Vorrichtung    zum Fixieren von     Küpenfarbatoffen.       Es ist bekannt,     Küpenfarbstoffe    ohne Zu  satz von Alkalien und Reduktionsmitteln mit  tels einer speziellen Verdickung auf Gewebe  aus vegetabilischen Fasern aufzudrucken, die  bedruckten Gewebe nach dem Trocknen durch  ein Bad, welches Alkali- und Reduktions  mittel enthält zu klotzen und nach dem Ab  quetschen mit oder ohne vorherige Trocknung  zu dämpfen.

   Die spezielle Verdickung be  steht bei diesem Verfahren aus einer     wäss-          rigen    Lösung oder     Aufquellung    eines     Verdik-          kungsmittels,    welches bei Gegenwart von Al  kali oder bei erhöhter Temperatur koaguliert  und dadurch das Ausfliessen der Drucke beim  Klotzen oder beim Dämpfen verhindern soll.  



  Es ist ferner bekannt, bei der Ausübung  des oben geschilderten     Fixierungsverfahrens     an Stelle eines mit Dampf gefüllten Dämpfers  eine Vorrichtung zu verwenden, welche aus  einem Kasten besteht, durch welchen das Ge  webe durch Rollen geführt. ist und in dessen  Innerem sieh elektrische Heizkörper befin  den, welche durch strahlende Wärme das  feuchte Gewebe erwärmen und dadurch auf  die zur     Verküpung    und Fixierung des Farb  stoffes erforderliche Temperatur bringen. Da  bei sind die elektrischen Heizkörper entlang  der Oberfläche des durch den Apparat ge  führten Gewebes angebracht.

   Trotz der Vor  teile, welche das geschilderte Verfahren auf  weist, hat es sich bisher nicht in grösserem  Masse in die Praxis einführen können, was  hauptsächlich auf einer gewissen Unsicher  heit der     Ergebnisse    mit verschiedenen Ge-    weben zurückzuführen ist. Dies trifft beson  ders bei leichten, dünnen Geweben zu, welche  viel schlechtere Fixierung der Farbstoffe  zeigen als dicke und schwere Gewebe.  



  Es wurde gefunden, dass sich diese Nach  teile leicht vermeiden lassen, wenn das Ge  webe durch einen geschlossenen Raum in der  Weise geführt wird, dass es zuerst eine be  heizte und anschliessend eine nicht beheizte  Zone durchläuft. Es wird eine Zone beheizt,  auf welche höchstens der erste Drittel des ge  samten Warenganges im geschlossenen Raum  entfällt, wobei zweckmässig die Temperatur  der Gewebeoberfläche während des Durch  laufes der     beheizten    Zone auf annähernd  <B>100'C</B> erhöht wird. Zur Verhinderung des       Eindringens    von Luft in den Fixierraum  kann ein     inertes    Gas, z. B. Stickstoff, in den  Kasten geblasen werden, oder es wird im Fi  xierraum Wasserdampf erzeugt. zwecks Ver  drängung der Luft.  



  Die erfindungsgemässe Vorrichtung zum  Fixieren von     Küpenfarbstoffen    auf Geweben,  welche durch einen Kasten über Rollen ge  führt werden, ist dadurch gekennzeichnet,  dass entlang höchstens des ersten Drittels des  Warenganges im Innern des genannten Fi  xierkastens Heizkörper angeordnet sind.  



  Es werden zweckmässig elektrische Heiz  körper im Kasten angeordnet, deren Leistung  je nach Gewebeart und Warengeschwindig  keit so verändert werden kann, dass die Tem  peratur der     Ge@;ebeoberflqehe    während des           Durchlaufens    der beheizten Zone auf unge  fähr 100 C erhöht wird.  



  In der schematischen Darstellung bezeich  net 1 den Fixierkasten, in welchem über  Rollen 2 das Gewebe 3 geführt ist. Der Ein  tritt und der Austritt erfolgt über die Schlitze  4 und 5.  



  In der     obern    Hälfte des Fixierkastens 1  sind die elektrischen Heizkörper 6 angeordnet,  deren Leistung durch einen Drehtransfor  mator 7 reguliert wird. Ferner kann noch  ein Wasserbehälter 8 mit Tauchsieder 9 vor  gesehen sein. Die Leistung der Heizkörper 6  ist so bemessen, dass die Temperatur der Ge  webeoberfläche während des     Durchlaufens    der  beheizten Zone auf annähernd 100 C er  höht wird. Die zugeführte Wärmemenge muss  veränderlich sein, damit sie dem Waren  gewicht und der     Warengeschwindigkeit    an  gepasst werden kann. Selbstverständlich be  nötigt eine schwere, dicke Ware eine grössere  Wärmezufuhr, um     in    ungefähr 10 Sekunden  auf 100  C gebracht zu werden als ein leichtes  und dünnes Gewebe.  



  Es ist vorteilhaft, den beheizten Waren  gang in den obern Teil des Fixierapparates       na    legen, so dass sich der erste Heizkörper  oben an der Decke über der Ware befindet.       Dadurch        entfällt    eine besondere     Beheizang     des Deckels, welche sonst nötig wäre, um die  Bildung von Kondenswassertropfen zu vermei  den. Selbstverständlich ist es auch vorteilhaft,  den Spalt für     Wareneingang    und     -ausgang          elektrisch    zu heizen, um dort     ebenfalls    das  Auftreten von Tropfen zu verhindern.  



  Das     bedruckte    Gewebe wird durch den  Schlitz 4 in die     Fixiervorrichtung    geführt       und    unmittelbar darauf     in    den Wirkungs  bereich der Heizkörper 6 geleitet, wobei die  Reduktion und     Verküpung    der aufgedruckten       Küpenfarbstoffe    erfolgt. Der restliche Teil  des Warenganges dient zur Fixierung, das  heisst zum Aufziehen des     Küpenfarbstoffes     auf die Faser.

   Die bisher bekannten Fixier  vorrichtungen haben     darauf    nicht Rücksicht       genommen,    wodurch die Reduktion und     Ver-          küpung    zu lange dauerte und für das Auf  ziehen nicht genügend     ,Zeit    übrig blieb.    Das Innere der Vorrichtung wird luftfrei  gehalten. Zu diesem Zwecke wird z. B. Was  serdampf verwendet, welcher mittels des  Tauchsieders 9 erzeugt     wird.    Dieser, vorzugs  weise gesättigte Wasserdampf verdrängt die  Luft     bzw.    Sauerstoff, dient aber     nur    nebenbei  zur     Beheizung    der Vorrichtung.  



  An Stelle des Wasserdampfes     kann    ein       inertes    Gas, z. B. Stickstoff, in die Vorrich  tung geführt werden, wobei ebenfalls die Ver  drängung der Luft erreicht wird. Auf diese  Weise kann die Vorrichtung auch bei leichten       und    dünnen Waren genügend     luftfrei    gehal  ten werden, was - bei der Verwendung von       Elektrofixiervorrichtungen    nicht der Fall  war, da die verhältnismässig geringe, mit der  dünneren Ware in den     Fixierer    gebrachte Was  sermenge nicht hinreichte,     um    beim Verdamp  fen genügend Wasserdampf zu bilden, um die  Luft aus dem Innern des Apparates abzu  halten.  



  Die beschriebene     Fixiervorrichtung    für       Küpenfarbstoffe    kann sowohl für     Rouleaux-          als    auch Filmdrucke verwendet werden, wobei  als Verdickungsmittel Stärke,     Traganth,        Jo-          hannisbrotkernmehl    in natürlicher oder aufge  schlossener Form,     Carageenmoos,    oder aber  auch     oxyalkylierte        Zellulose,        Zelluloseäther     sowie     Polymerisationsprodukte,    wie z.

   B.     Poly-          vinylalkohol,        Polyacrylate    usw. verwendet  werden können. Man kann aber auch Drucke  mit     Küpenfarbstoffen,    welche nach dem Prin  zip des Buchdruckes, Papiertiefdruckes,     Flach-          sowie    Offsetdruckes auf     vergetabilischen    Ge  weben hergestellt wurden und wobei ölige       Bindemittel,    wie z. B.     Leinölfirnis,    Kunst  firnis usw.,     Verwendung    fanden mit der be  schriebenen Fixiervorrichtung mit ausgezeich  netem Ergebnis fixieren.  



  Die Arbeitsweise ist prinzipiell in allen       Fällen    die gleiche, und zwar wird das Ge  webe mit einer     wässrigen    Lösung, welche Al  kali sowie Reduktionsmittel enthält auf einem       Foulard    imprägniert und nach dem Abquet  schen durch die beschriebene Fixiervorrich  tung genommen. Der Imprägnierlösung kann  man noch Netz, und     Egalisiexmittel    zusetzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Fixieren von Küpenfarb- stoffen auf Geweben, welche durch einen Ka sten über Rollen geführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass entlang höchstens des ersten Drittels des Warenganges im Innern des genannten Fixierkastens Heizkörper ange ordnet sind. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass elektrische Heiz körper angeordnet sind, deren Leistung je nach Gewebeart und Warengeschwindigkeit so verändert werden kann, dass die Temperatur der Gewebeoberfläche während des Durch laufens der beheizten Zone auf annähernd 100 C gebracht wird. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der zu beheizende Teil des Warenganges im obern Teil des Ka stens angeordnet ist. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich der erste Heizkörper unmittelbar un terhalb des Kastendeckels befindet, so dass dadurch neben dem Gewebe auch der Kasten deckel beheizt und somit die Kondenswasser bildung verhindert wird. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass am Ein- und Aus trittsspalt elektrische Heizkörper angeordnet sind, um dieselben zu beheizen und dadurch Kondenswasserbildung zu verhindern. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass im Kasten ein elektrischer Tauchsieder zur Erzeugung von Wasserdampf angeordnet ist.
CH261621D 1947-06-22 1947-06-22 Vorrichtung zum Fixieren von Küpenfarbstoffen. CH261621A (de)

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