CH261698A - Verfahren und Vorrichtung zur Wärmebehandlung von Lackschichten. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Wärmebehandlung von Lackschichten.

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CH261698A
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Klasek Viktor
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Klasek Viktor
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05D—PROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05D3/00—Pretreatment of surfaces to which liquids or other fluent materials are to be applied; After-treatment of applied coatings, e.g. intermediate treating of an applied coating preparatory to subsequent applications of liquids or other fluent materials
    • B05D3/02—Pretreatment of surfaces to which liquids or other fluent materials are to be applied; After-treatment of applied coatings, e.g. intermediate treating of an applied coating preparatory to subsequent applications of liquids or other fluent materials by baking

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  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description


  <B>Verfahren und</B>     Vorrichtung   <B>zur Wärmebehandlung von</B>     Lackschichten.       Die Wärmebehandlung von Lackschichten  kommt beispielsweise beim Trocknen, gegebe  nenfalls beim Ausglühen von lackierten Ge  genständen in Frage, bei welchen die Lack  schicht zum     guten    Aussehen der Gegenstände  beiträgt und z. B. bei lackierten Drähten auch       dann,    wenn die Lackschicht einen weiteren  technischen Effekt herbeiführt und z. B. die  Isolation bildet. Dadurch wachsen auch die  Anforderungen an die Gleichmässigkeit der  Lackschicht, an die Glätte ihrer Oberfläche  und an ihre Adhäsion am lackierten Gegen  stand.  



  Bei der     V@Tärmebehandluiig    von Lack  schichten verlangt     inan    oftmals nicht nur ein  vollkommenes Trocknen des Lackes, das heisst  eine restlose Beseitigung von Lacklösemitteln,  sondern auch eine weitere Änderung der Lack  struktur, die z. B. durch Ausglühen des Lackes  entsteht. Dabei treten wesentliche Temperatur  unterschiede auf, da das Trocknen bei wesent  lich niedrigeren Temperaturen als das eigent  liche Ausglühen durchgeführt wird. Das ganze       Wärmebehandlungsverfahren    soll aber konti  nuierlich sein, da nur auf diese Weise das Be  arbeiten z. B. von lackierten Drähten in einer  Länge von mehreren Kilometern möglich sein  wird. Das Erzielen von möglichst kurzen Be  arbeitungszeiten bildet eine der wesentlichsten  Anforderungen.  



  Es sind Methoden bekannt, bei welchen  der frisch lackierte Draht der Wirkung von  Wärmestrahlen ausgesetzt wird, wobei mit    Vorteil nicht nur die Lackschicht in ihrer  ganzen Dicke, sondern auch die Oberfläche  des Gegenstandes unterhalb der Lackschicht  angewärmt wurde. Die dadurch geschaffenen  Bedingungen für die gleichmässige und rasche  Verdampfung von Lacklösemitteln sind sehr  günstig; es entstehen keine Risse, und die  Lackschicht hält fest an der Oberfläche des  Gegenstandes. Für den Fall, dass höhere Tem  peraturen, wie sie z. B. beim Ausglühen des  Lackes verwendet werden, nötig sind, genügt  das Anwärmen durch Wärmestrahlung nicht  mehr. Bei steigender Temperatur beginnt der  angewärmte Gegenstand selbst Wärme auszu  strahlen, wodurch die Verluste sehr rasch  steigen.  



       Fig.    1 stellt ein Diagramm der Abhängig  keit der Temperatur t von der Zeit T dar.  Das Anwärmen durch Wärmestrahlung er  folgt auf der     strichlierten    Kurve z. Am An  fang steigt die Temperatur sehr rasch an, aber  dann, unter dem Einfluss der     oberwähnten     Verluste, verkleinert sich der Temperatur  anstieg mehr und mehr, die Temperatur steigt  sehr langsam weiter an, ja es wäre sogar mög  lich, dass die erwünschte Temperatur     t1    durch  Anwendung der     Strahlungswärme    allein nicht  erreichbar ist.  



  Beim Anwärmen desselben Gegenstandes  durch Wärmeleitung in einem Ofen steigt die  Temperatur nach der Kurve k'. Deren Stei  gung ist anfänglich kleiner wie bei der Kurve      z, aber es ist mit Wärmeleitung möglich, eine  hohe Temperatur zu erreichen.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren besteht  nun in einer Kombination beider Erwärmungs  arten, bei der in einem kontinuierlichen Ar  beitsgang die den lackierten Gegenstand be  deckende Lackschicht zuerst der     Wirkung    der  Strahlungswärme     ausgesetzt    wird,     wodurch     die Lackschicht in ihrer ganzen Dicke erwärmt  wird     und    dass dann ein weiteres Erwärmen  durch     Wärmeleitung        durchgeführt    wird.  



  Der     Grundgedanke    der     Erfindung        beruht     nicht auf einer reinen Kombination von zwei  an sich bekannten     Anwärmearten,    sondern  darin, dass diese     Anwärmearten    zielbewusst  derart     miteinander    gekoppelt werden, dass bei  vollem Ausnützen ihrer Vorteile gleichzeitig  ihre Nachteile beseitigt werden.  



  Im folgenden wird ein Ausführungsbei  spiel des     erfindungsgemässen    Verfahrens be  schrieben. In kontinuierlichem Arbeitsgang       wird    die     Erwärmung    durch     Bestrahlung    nach  der Kurve z (Fug. 1) bis zum     Punkt        31    durch  geführt, die Lackschicht wird dadurch in  ihrer ganzen Dicke angewärmt und das Löse  mittel verdampft rasch, ohne dass in der Lack  schicht irgendwelche Risse entstehen.

   Unmittel  bar nachher wird der Gegenstand     durch          Wärmeleitung    erwärmt; der Temperaturan  stieg -verläuft hier beispielsweise nach der der  Kurve<I>k'</I> parallelen Kurve<I>k,</I> die im Punkt     DZ     mit der Kurve z die Tangente gemein hat.  Die Lackschicht erträgt     auf    der Kurve k schon  wesentlich höhere Temperaturen, da kein Löse  mittel mehr verdampft. Die Temperatur steigt  rasch nach der     strichpunktierten    Linie k bis  auf die     gewünschte    Höhe     t1,        -Lind    der Lack  kann sich     strukturell    ändern. Beim Punkte N  beginnt z.

   B. das Abkühlen, welches nach der  abfallenden Kurve b verläuft. Die Neigung  der Kurve b, das heisst die Geschwindigkeit  des     Abkühlens    kann frei gewählt werden. Mit  Rücksicht darauf, dass die     strukturellen    Ände  rungen der Lackschicht schon beendet     sind,     kann man eine     ziemlich    hohe Geschwindigkeit  des     Abkühlens    zulassen.  



  Nach dem beschriebenen Verfahren ist es  zweckmässig, am Anfang Erwärmung durch    Strahlung zu verwenden, da dieselbe in die  Tiefe der Lackschicht eindringt. Es wäre z. B.  ungünstig, mit der Wärmeleitung zu beginnen,  da dadurch nur die Oberfläche der Lackschicht.  angetrocknet und dieselbe zum Erstarren ge  bracht würde, wodurch die innern Teile der  Lackschicht, die noch Lösemittel enthalten,  eingeschlossen werden. Durch das nachträg  liche Verdampfen des Lösemittels entständen  dann Risse. Deshalb beginnt das Verfahren       mit    dem Anwärmen mittels     Strahlungswärme,     und erst nachher folgt das Anwärmen durch  Wärmeleitung.

   Das Lösemittel ist dann schon  verdampft, und es wird nun die gleichmässige  Lackschicht,     @    ohne dass     Beschädigungen    ent  stehen, angewärmt; die Temperaturhöhe ist  dabei nur durch     physikalische    Eigenschaften  des Lackes und durch technische Möglich  keiten begrenzt.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren wird mit  einer Vorrichtung durchgeführt, welche da  durch gekennzeichnet ist, dass in der Bewe  gungsrichtung der lackierten Gegenstände vor  dem Ofen zur Erwärmung durch Wärme  leitung die Quelle der Wärmestrahlung be  festigt ist, wobei die Zeitdauer und     Intensität     der Einwirkung der beiden Heizarten einstell  bar und regulierbar ist.  



       Fig.    2 stellt schematisch beispielsweise eine  Vorrichtung zur Durchführung des Verfah  rens nach der Erfindung dar,     -Lind    zwar eine  Vorrichtung zum Bearbeiten von lackierten  Emaildrähten. Die Spulen     C,    und     C2    sollen  sich mit solcher Wickelgeschwindigkeit dre  hen, dass die Erwärmung der Drähte gerade so  erfolgt, wie in     Fig.    1 angedeutet ist. Deshalb  veranschaulicht die zusammengesetzte Kurve  z     +    k der     Fig.    1 den Verlauf des Anwärmens  eines Punktes D des Drahtes, welcher in  Pfeilrichtung die ganze Einrichtung mit un  veränderlicher Geschwindigkeit durchläuft.  



  Der blanke Draht wickelt sich von der  Spule Cl ab, geht durch eine bekannte Lackier  einrichtung A hindurch und kommt nach sei  nem Durchgang     durch    den Abstreicher B, der  ihn von überflüssigem Lack befreit,     unter    die  Quelle L der Wärmestrahlung. Diese Quelle,      z. B. Glühlampen mit Reflektoren, befindet  sich vor dem Ofen P, durch dessen mit Heiz  körpern S angewärmten Kanal der Draht D  hindurchgeht. Im Ofen wird das Ausglühen  des Lackes durchgeführt, und nach dem Ab  kühlen wird dann der fertige Draht auf die  Spule     C,    aufgewickelt. Eine solche Einrich  tung ermöglicht ein leichtes Einstellen der  einzelnen Heizzeiten und der Temperaturen.

    Die Geschwindigkeit des Drahtvorschubes ist  in grossem Umfang regelbar; die Strecke, die  der Draht durchläuft, kann man durch An  bringen geeigneter Führungen erheblich ver  längern. An derartigen Einrichtungen kann  man auch ohne Schwierigkeiten passende Mit  tel zum Messen und Regulieren der Tempera  tur vorsehen.  



  Das beschriebene Verfahren und die er  läuterte Vorrichtung sind nicht nur für  Drähte anwendbar, sondern auch für irgend  welche Gegenstände. Bei einer grösseren An  zahl derselben kann man sie an einem Trans  portband anbringen, das unterhalb der Strah  lungsquelle und durch den Ofen läuft.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zur Wärmebehandlung von Lackschichten, dadurch gekennzeichnet, dass in einem kontinuierlichen Arbeitsgang durch Wärmestrahlung zuerst das Lösungsmittel der Lackschicht verdampft wird, worauf anschlie ssend durch Wärmeleitung eine weitere Er wärmung zwecks Strukturumwandlung der Lackschicht durchgeführt wird. II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass in der Bewegungsrich tung der lackierten Gegenstände vor einem zur Erwärmung durch Wärmeleitung dienen den Ofen die Quelle der Wärmestrahlung an geordnet ist, wobei die Zeitdauer und Inten sität der Einwirkung der beiden Heizarten einstellbar und regulierbar ist.
    UNTERANSPRUCH: Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass vor der Quelle der Wärmestrahlung eine Einrichtung für das Auftragen des Lackes angeordnet ist.
CH261698D 1947-02-26 1947-07-15 Verfahren und Vorrichtung zur Wärmebehandlung von Lackschichten. CH261698A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CS261698X 1947-02-26

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CH261698A true CH261698A (de) 1949-05-31

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ID=5451549

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CH261698D CH261698A (de) 1947-02-26 1947-07-15 Verfahren und Vorrichtung zur Wärmebehandlung von Lackschichten.

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