CH261737A - Anordnung zur Verbesserung der Stossspannungsverteilung bei Transformatorwicklungen. - Google Patents
Anordnung zur Verbesserung der Stossspannungsverteilung bei Transformatorwicklungen.Info
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Description
Anordnung zur Verbesserung der Stoiapannungsverteilung bei Transformatorwicklungen. Beim Auftreffen stossartiger Spannungen auf die Wicklungen von Transformatoren tritt eine durch die Wicklungskapazitäten allein bedingte Anfangsspannungsverteilung auf, was eine sehr grosse Beanspruchung der am Wicklungsanfang gelegenen Spulen bedeu tet. Es sind bereits viele Vorschläge gemacht worden, um die Spannungsverteilung über die Wicklung beim Auftreffen einer Stossspan nung günstiger zu gestalten.
Um eine günstige Anfangsverteilung der Stossspannung zu er reichen, ist bei Zylinderwicklungen beispiels weise vorgeschlagen worden, die zu schüt zende Wicklung zwischen platten- oder zylin- derförmigen Elektroden einzubauen. Dabei ergeben sich aber unförmige Konstruktionen und ausserdem noch der Nachteil, dass die Wicklung treppenförmig gestaltet werden muss.
Die häufig vorgeschlagenen kapazitiv wirkenden Schirme, welche an den Wicklungs anfang angeschlossen werden, beanspruchen ebenfalls viel Raum und können in der Re gel nur bei einfachkonzentrischen Anordnun gen ausserhalb der Oberspannungswicklung angebracht. werden. Die Ränder dieser Schirme müssen nämlich, da sie das Potential des Wicklungseinganges führen, an der dein Wicklungseingang abgewendeten Seite gegen über der Wicklung hochwertig isoliert bzw. von ihr weit abstehend angebracht sein. Wird dies nicht genügend berücksichtigt, so erleidet die Spannungsfestigkeit bei Betriebsfrequenz wegen des grossen Potentialunterschiedes ge gebenenfalls eine erhebliche Einbusse.
Inein- andengeschobene zylindrische Steuerorgane weisen wegen den bei Betriebsfrequenz auf tretenden Spannungsgradienten und scharfen Belagrändern ebenfalls Nachteile auf. Bei andern Ausführungen mit kapazitiv wirken den Schirmen bilden die Anschlussstellen der Schirme an den Wicklungen und die Verbin dungsleitungen von den Wicklungen zu den Schirmen schwer vermeidbare, elektrisch schwache Punkte. Das Gleiche gilt von dem Vorschlag, die Stossspannungsverteilung durch Verlagerung von Windungen der Wicklung zu beeinflussen, weil dabei elektrisch nach teilige Auskreuzungen der Windungen ent stehen.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Anordnung zur Verbesserung der Stossspan- nungsvert.eilung bei Transformatorwicklungen mit im Einzugsgebiet der Stossspannung in zwei koaxialen Lagen ohne Zwischenraum voneinander angeordneten, isolierten, metal lischen Ringen, von welchen die Ringe einer Lage an der Oberspannungswicklung des Transformators unmittelbar anliegen.
Das Kennzeichen der Erfindung besteht darin, dass lediglich der dem Einzugsgebiet der Stoss spannung am nächsten gelegene Ring galva nisch mit der Oberspannungswicklung ver bunden ist und dass ferner die Ringe beider Lagen in der Achsenrichtung sich mit ihren Rändern überdecken.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei spiel der Erfindung schematisch im Teil- schnitt durch ein Wicklungsende eines ein- fachkonzentrischen Transformators darge stellt.
Mit a ist die zunächst der Kernsäule b des Magnetgestelles angeordnete zylindrische Unterspannungswicklung bezeichnet, c ist die aussen gelegene Oberspannungswickhing, die aus Scheibenspulen aufgebaut und ebenfalls zylindrisch ist.
Zwischen den Wicklungen a, c befindet sich die aus Lagenpapier gewickelte Isolation d, die über die Stirnenden der Ober- spannungswicklung verlängert ist. e, ist ein Endschutzring. Zwischen der Oberspannungs- wicklung c und dem Isolierwickel d sind zwei koaxiale Lagen von isolierten, metallischen Ringen dl, g;
ohne Zwisehenratun vonein ander angeordnet, von welchen die eine Lage mit den Ringen g2 an der Oberspannungswick- limg c und die andere Lage mit den Ringen g, an dem Isolierwickel d anliegt.
Nur der dem Einzugsgebiet der Stossspannungen am näch sten gelegene Ring g, ist mit der Oberspan nungswicklung galvanisch durch den Leiter h verbunden. Alle übrigen Ringe g1, g2 der bei den koaxialen Lagen überdecken sich mit ihren Rändern in der Axenrichtung, so dass die Ringe beider Lagen abwechselnd ohne me tallische Verbindung so gekoppelt sind, dass die angestrebte Anfangsverteilung der Stoss spannung erreicht ist.
Dabei speist die der Oberspannungswicklung abgewendete Ring lage die innerhalb derselben liegenden, ein fremdes Potential führenden Teile, so dass die Wicklung selbst diesen Kapazitätsstrom nicht führen muss und deswegen zwischen den Wicklungsteilen keine hohen Spannungsgra dienten auftreten können. Darüber hinaus wird zufolge der selbsttätigen Einstellung der Potentiale das Auftreten ungünstiger Span- nungsunterschiede auch bei Betriebsfrequenz vermieden. Durch Wahl der Länge der Überdeckung der Ringe der beiden Lagen kann die Kapa zität zwischen den Lagen in gewünschter Weise verändert werden.
Der gleiche Zweck wird erreicht, wenn die sich mit den Rändern überdeckenden Ringe mit unterschiedlicher axialer Länge oder unterschiedlicher Dicke der Ringisolation ausgeführt werden. Durch den Wegfall der innern .galvanischen Verbin dungen der Ringe untereinander und der Ringe mit den Spulen werden schwache Punkte weitgehend beseitigt.
Die erfindungsgemässe Anordnung ist auch bei Transformatoren mit doppelkonzentrischer Wicklung anwendbar. In diesem Falle werden auf jeder Seite der zylindrischen Oberspan nungswicklung zwei koaxiale Lagen isolierter leitender Ringe in der oben beschriebenen Weise so angeordnet, dass die Ringe der einen Lage an der Wicklung anliegen und die Ringe der andern Lage den Teilen mit einem ihr fremden Potential zugewandt sind. Anstatt die Ringe g1, g2 aus z. B. antima gnetischem Stahl herzustellen, kann man sie auch aus metallisiertem Hartpapier herstel len. Die Ringe werden zweckmässig geschlitzt.
Das Einzugsgebiet der Stossspannung kann sowohl am Ende der zu schützenden Wickhmg als auch in der Mitte derselben liegen. Unter Einzugsgebiet der Stossspannung ist der Teil der Wicklung zu verstehen, der der Oberspan nungsklemme benachbart ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Verbesserung der Stoss spannungsverteilung bei Transformatorwick- lungen mit im Einzugsgebiet der Stossspan nung in zwei koaxialen Lagen ohne Zwischen raum voneinander angeordneten isolierten, metallischen Ringen, von welchen die Ringe einer Lage an der zu 2chützenden Wicklung unmittelbar anliegen, dadurch gekennzeich net, dass lediglich der dem Einzugsgebiet der Stossspannung am nächsten gelegene Ring gal vanisch mit der zu schützenden Wicklung ver bunden ist und dass ferner die Ringe beider Lagen in der Achsrichtung sich mit ihren Rändern überdecken.UNTERANSPRüCHE 1. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die in zwei ko- axialen Lagen gruppierten Ringe auf beiden Seiten der Wicklung vorgesehen sind. 2. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die sich mit den Rändern überdeckenden Ringe unter schiedliche axiale Länge besitzen. 3. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die den koaxialen Lagen zugeordneten Ringe mit in der Dicke unterschiedlicher Isolation versehen sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH261737T | 1948-02-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH261737A true CH261737A (de) | 1949-05-31 |
Family
ID=4474083
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH261737D CH261737A (de) | 1948-02-18 | 1948-02-18 | Anordnung zur Verbesserung der Stossspannungsverteilung bei Transformatorwicklungen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH261737A (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE965423C (de) * | 1952-04-01 | 1957-06-06 | Bbc Brown Boveri & Cie | Transformator mit aus Doppelscheibenspulen aufgebauter Oberspannungswicklung |
| DE1059104B (de) * | 1957-04-01 | 1959-06-11 | Licentia Gmbh | Transformator fuer hoechste Spannungen und groesste Leistungen |
| DE1130061B (de) * | 1959-10-08 | 1962-05-24 | Licentia Gmbh | Aus scheibenfoermigen Doppelspulen aufgebaute Wicklung fuer Transformatoren oder Drosselspulen |
| DE1149105B (de) * | 1959-10-08 | 1963-05-22 | Licentia Gmbh | Aus scheibenfoermigen Spulen, insbesondere aus Doppelspulen aufgebaute Wicklung fuerTransformatoren oder Drosselspulen |
-
1948
- 1948-02-18 CH CH261737D patent/CH261737A/de unknown
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE965423C (de) * | 1952-04-01 | 1957-06-06 | Bbc Brown Boveri & Cie | Transformator mit aus Doppelscheibenspulen aufgebauter Oberspannungswicklung |
| DE1059104B (de) * | 1957-04-01 | 1959-06-11 | Licentia Gmbh | Transformator fuer hoechste Spannungen und groesste Leistungen |
| DE1130061B (de) * | 1959-10-08 | 1962-05-24 | Licentia Gmbh | Aus scheibenfoermigen Doppelspulen aufgebaute Wicklung fuer Transformatoren oder Drosselspulen |
| DE1149105B (de) * | 1959-10-08 | 1963-05-22 | Licentia Gmbh | Aus scheibenfoermigen Spulen, insbesondere aus Doppelspulen aufgebaute Wicklung fuerTransformatoren oder Drosselspulen |
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