CH261893A - Fahrzeug für die Landwirtschaft. - Google Patents
Fahrzeug für die Landwirtschaft.Info
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Description
Fahrzeug für die Landwirtschaft. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein mit einem Triebwerk versehenes Fahrzeug für die Landwirtschaft, das einen Motor, ein Getriebe, zwei Laufräder, einen Führersitz und eine diese Teile tragende Achse aufweist. Es sind zweiadrige Triebwerke bekannt, die zum Anhängen und Betätigen von gegenseitig austauschbaren Geräten, beispielsweise von Wagen, Pflügen, Eggen, Sämaschinen usw., in kleineren Bauerngütern verwendet werden. Diese Einachstriebwerke müssen von dem hinter ihnen gehenden Bauern geführt werden, der die auf das Triebwerk einwirkenden Kippmomente auszugleichen hat. Die Feldarbeit hinter diesem Antriebsmittel ist infolgedessen verhältnismässig anstrengend. Besitzer von grosseren Höfen und Anwesen benützen aus diesem Grunde für grosse Dauerleistungen gebaute Schlepper, bei denen der Bauer auf dem Wagen sitzend den Fortschritt der Feldarbeit regelt, ohne dabei grö- ssere körperliche Arbeiten verrichten zu müs- sen. Diese Schlepper sind jedoch Einzweckfahrzeuge und nur zum Ziehen eingerichtet. Arbeitsgeräte, wie z. B. Sä-und Hackmaschi- nen, können nicht aufmontiert werden. Die Schlepper sind im allgemeinen nach den Regeln des Kraftfahrzeugbaues konstruiert und so schwer gebaut, dass sie auch bei grossen Ziehbelastungen, z. B. beim Pflügen, in Verbindung mit an den Triebrädern befestigten Greifern den notwendigen Reibungsschluss mit dem Boden haben. Das Fahren eines Zweiachssehleppers ist somit weniger anstrengend als das Inbetriebnehmen von Einachstriebwerken, die besonders kraftstoff-und raumsparend konstruiert sind und ein relativ kleines, durch Belastungsgewichte vergrösserbares Eigengewicht haben. Beide Antriebsmittel weisen demnach durch ihre Konstruktion bedingte Vorteile auf. Die Fachleute suchen aber schon seit langer Zeit nach Mitteln, die gestatten, die Vorteile des Zweiachssehleppers auch mit Einachsklein- triebwerken zu erzielen. Zweck der Erfindung ist, diese Aufgabe zu losen. Das erfindungsgemässe Fahrzeug ist dadurch gekennzeichnet, dass an diesem Triebwerk eine Klemmvorrichtung vorgesehen ist, die mit einem vor der Achse laufenden, zwei rädrigen Vorderwagen loubar verbunden ist. In der Zeichnung ist eine Ausführungs- form des Fahrzeuges gemäss der Erfindung schematisch dargestellt. Fig. l zeigt einen Grundriss dieser Aus führungsform. Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt gemäss I3 Linie i der Fig. 1. Fig. 3 veranschaulicht eine Einzelheit eines Verbindungselementes in Seitenansicht. Fig. 4 zeigt die Stirnansicht der Fig. 3. Fig. 5 und 6 sind zwei Varianten einer Zentriervorrichtung. Fig. 7 zeigt einen Längsschnitt durch den Vorderteil des Fahrzeuges. Fig. 8 zeigt den Hinterteil des Fahrzeuges, teilweise im Schnitt. Fig. 9 und 9 zeigen eine Seitenansicht bzw. eine Draufsicht zweier Varianten des Fahrzeuges. Fig. 10 und 11 zeigen sehematisch zwei Varianten einer Einzelheit. Fig. 12 bis 16 und Fig. 17 bis 21 stellen je eine Verwendungsmöglichkeit des Fahrzeuges dar. Das in Fig. 1 und 2 dargestellte Fahrzeug ist mit einem Einachstriebwerk versehen, welehes einen Motor 1 mit Getriebe 2, eine rei henförmige Achse 3, auf deren Enden zwei Triebräder 4 angeordnet sind, sowie einen Sattel 5 und eine Lenkeinrichtung 6 mit Lenksäule 7 aufweist. Ein den Treibstoff für den Motor 1 enthaltender, auf dem Triebwerk befestigter Vorratsbehälter 8 unfasst die Lenk- säule 7. Dieser Treibstoffbehälter 8 ist von allen betriebswichtigen Teilen des Antriebsaggregates so weit entfernt, da¯ diese zur Reinigung und Reparatur frei zugänglich bleiben. Auf der Unterseite des Einachstriebwer- kes ist eine Klemmvorrichtung 9 angebracht, die das Triebwerk mit einem vor der Acllse 3 laufenden zweirädrigen Vorderwagen verbindet. Das Triebwerk kann auch ohne Vorderwagen als Traktor gefahren werden, wie in Fig. 8 dargestellt, oder auf Stützen abgestellt und als feststehender Kraftantrieb verwendet werden. Dieser Vorderwagen weist ein Zentralrohr 10, zwei lenkbare Räder 14, eine um dieses Zentralrohr schwingbar gelagerte und die Räder 14 verbindende Achse 11 und ein Lager 12 auf. Das Zentralrohr kann einen elliptischen, kreisförmigen oder eckigen Querschnitt aufweisen. 15 bezeichnet ein Lenkge stänge für die Lenkräder 14, dessen Lenkschubstange längenveränderlich ist, um bei einer Verkleinerung oder Vergrösserung des Radstandes die Länge der Schubstange entsprechend verändern zu können. An der Stirnseite des Zentralrohres 10 ist ein Kupplungsanschluss 16 angebracht, an welchem eine Mähvorriehtung M angeschlossen ist. Die Rückseite des Rohres 10 ist mit einem Kupplungsansehluss 17 und die Radnaben der Triebräder 4 sind mit einem Antriebsorgan 18 für anzutreibende Arbeitsgeräte versehen. In Fig. 9 ist eine Sämaschine dargestellt, welche auf dem Rohr 10 befestigt ist und deren rotierender Teil. z. B. durch einen Kettenantrieb mit dem Antriebsorgan 18 verbunden ist. Das Fahrzeug gemäss Fig. 1 und 2 ist zum Mähen und Wegsehaffen von Grünfutter eingerichtet. W bezeichnet einen Wagenkasten- aufbau und B ein Belastungsgewicht, das zur Vergrösserung des Reibungssehlusses zwisehen den Triebrädern nnd dem Fahrboden dient. Auf dem Zentralrohr 10 ist in der Nähe der Achse 11 eine Stütze 23 mit Pivotzapfen 23a (Fig. ) für den Wagenkastenaufbau W befestigt, welcher vermittels zweier Stütz- organe 19 auf dem Triebwerk symmetrisch zum Zentralrohr 10 ruht. Es könnten auch zwei Stützen über der Achse der Vorderräder und eine Stütze über dem Zentralrohr im Bereiche des Triebwerkes vorgesehen sein, die die erforderliche Stabilität geben und d verhindern, dass das Fahrzeug beanspruchende Biegeoder Verdrehmomente auf den Wagenkasten einwirken. Die Stützorgane 19 sind auf zwei zum Zentralrohr 10 parallel verlaufend angeordneten Führungen 13 gelagert, und beide Teile sind miteinander gekuppelt, wie aus Fig. 3 und 4 ersichtlich ist. Als Kupplung dient ein Schwenkbügelverschluss 20 mit Klemmschraube 21. Jede Führung 13 weist eine im Querschnitt keilförmige Nut 13a auf, in die ein an dem Stützorgan 19 befestigter Keil 22 eingreift. Der Schwenkbügelversehluss kann um einen Scharnierbolzen 20a in der Pfeilrichtung (Fig. 4) bewegt werden, wenn der im Betriebe gegen Herausfallen gesicherte Bolzen 20b aus seiner Lagerung entfernt wird. Das am Zentralrohr 10 befestigte Lager 12 dient zur Zentrierung des an der Stütze 23 befestigten Zapfens 23a, wie in Fig. 5 im Detail dargestellt ist. In der Variante dieser Zentriervorrichtung gemäss Fig. 6 ist zwischen Stütze 23 und Lager 12 eine Schraubenfeder 24 eingeschaltet, die einen Bolzen 25 elastisch gegen das Lager 12 drückt, so dass der Zapfen 23a gegen Herausspringen unter der Einwirkung von Fahrstössen gesichert ist. Die Stütze 23 sowie die Stützorgane 19 sind durch einen leiehten, den hölzernen Wagenkasten tragenden Stahlrahmen 26 miteinander verbunden. Einzelheiten der Anlenkung einer MÏhvorriehtung an den Vorderteil. des Fahrzeuges zeigt die Fig. 7. Hervorzuheben ist die Sicherung der Lagerung der Stütze 23 unter Verwendung eines Schiebekeils 27, der durch eine Feder 28 in der Schliessstellung verspannt wird. In Fig. 8 ist der Hinterteil des Fahrzeuges dargestellt, in welchem eine im Zentralrohr 10 gelagerte Welle 29 über eine Transmission 30 mit einer Antriebswelle 31 des lIotors 1 gekuppelt ist. Die Enden 16 und 17 dieser Welle 29 ragen aus dem Zentralrohr herans und können mit Mitteln zum Auschlie¯en von Ar beitsgeräten versehen sein. Mit dieser Anord- nung ist die Übertragungswelle 29 gegenüber äussern Einflüssen geschiitzt. Ferner werden dort Verdrehungen des Zentralrohres von ihr ferngehalten. Lagerschilde 32 und 33 schützen die Transmission gegen Einwirkungen von au¯en. Eine Gabel 34 zum Anhängen von gezogenen Ge- rÏten ist am Lagerschild 32 befestigt. Zwei oder mehr Zugstreben 35 leiten die daran angreifenden ZugkrÏfte unmittelbar zur Klemmvorrichtung 9 und über diese zur Achse 3. Das Triebwerk kann liier ohne Vorderwagen gefahren werden. In diesem Fall wird das Zentralrohr 10 weggenommen und an seiner Stelle eine Deichsel zur F hrung des als Traktor für einen Anhänger dienenden Triebwerkes angebracht. Fig. 9 zeigt eine andere Verwendungsmög- lichkeit des Fahrzeuges, welches mit einer auf das Zentralrohr 10 aufgesetzten Sävorrich- tung vorgesehen ist. In Fig. 10 ist die Lagerung des Wagenkastens auf dem Zentralrohr 10 dargestellt. Als Sicherung gegen Herausspringen der Stütze 23 aus ihrem Lager 12 ist ein gefederter Spannhaken 36 mit Handgriff 36a vorge- sehen. Die Variante nach Fig. 11 zeigt, wie ein in die Stütze 23 eingebantes Gelenk 23b es er m¯glicht, dass der Fahrer den Wagenkastenaufbau W ohne Hilfe in mehreren Etappen vom Fahrwerk abnehmen kann, wie dies auf den Fig. 12 bis 16 bzw. 17 bis 21 dargestellt ist. Am Wagenkastenaufbau W sind Füsse 37 mit Knickstreben 37a befestigt, die am Boden des Kastens anlegbar und als Tragfüsse von ihm wegklappbar sind, wobei die Länge der F ¯e so gro¯ bemessen ist, dass das Fahrzeug unter dem auf den Füssen 37 stehenden Wagenkastenaufbau W fortgezogen werden kann. Bei dem in den Fig. 17 bis 21 dargestell- ten Wagenkastenaufhau W ist in seinem Boden unterhalb seines Schwerpunktes ein Loch vorgesehen, durch das der Fahrer den Kopf hindurchsteckt, sowie recht und links davon nicht gezeigte Handgriffe, um den Wagenkastenaufbau W bequem zum Abstellort (Fig. 21) transportieren zu können. Das besehriebene Fahrzeug weist unter anderem den Vorteil auf, dass über dem gut zugÏnglichen Vorderwagen sich neben Sämasehinen mit relativeinfachen Verbindungselementen rasch abnehmbare Wagenkastenaufbauten, Hackmaschinen usw. befestigen lassen, während seitwärts ein Pflug P (siehe Fig. 9a), Hackmaschinen, Eggen und an der Stirnseite, wie bereits erwähnt, Mäher angeschlossen werden k¯nnen. Alle diese Geräte sind vom Fahrer, der auf dem Sattel 5 sitzt, übersehund regelbar. Dar ber hinaus können zusätz- lich noch fahrbare Geräte, z. B. beladene, vierrädrige Wagen, bei der Heimfahrt an das Fahrzeug angehängt werden. Ein weiterer Vorteil des besehriebenen Fahrzeuges ist die rasch löshare Befestigung des Vorderwagens mit möglichst wenig abzu- nehmenden zmd vel lierbaren Teilen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Mit einem Triebwerk versehenes Fahrzeug f r die Landwirtsehaft, das einen Motor, ein Getriebe, zwei Laufräder, einen Führersitz und eine diese Teile tragende Achse aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass an diesem Triebwerk eine Klemmvorrichtung (9) vorgesehen ist, die mit einem vor der Achse (3) laufen- den zweirädrigen Vorderwagen lösbar verbunden ist.UNTERANSPRUCHE : 1. Fahrzeug nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmvorrich- tung (9) auf der Unterseite des Triebwerkes sitzt.2. Fahrzeug nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Triebwerk durch ein Zentralrohr (10) mit der Achse (11) des Vorderwagens verbunden ist.3. Fahrzeug nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Zentralrohr (10) im Bereiche des Vorderwagens eine Stütze (23) und auf dem Triebwerk symmetriseh zum Zentralrohr (10) zwei Stützorgane (19) für einen Wagenkastenaufbau (W) befestigt sind.4. Fahrzeug nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Wagenkastenaufbau (W) auf dem Vorderwagen mit Hilfe eines Pivotzapfens (23a) zentriert, auf dem Triebwerk dagegen auf zwei zum Zentralrohr (10) parallel verlaufend angeordneten Führungen gelagert ist.5. Fahrzeug nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass in die im Bereiche des Vorderwagens über dem Zentralrohr angeordnete Stütze (23) ein zu den Achsen parallel verstellbares Gelenk (23b) eingebaut ist.6. Fahrzeug nach Patentanspruch und Unteransprüehen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungen (13) eine im Querschnitt keilförmige Nut (13a) aufweisen, in die am Wagenkastenaufbau (W) befestigte Keile (22) eingreifen.7. Fahrzeug nach Patentanspruch und Unteranspriiehen 2,3,4 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass mit Klemmschrauben (21) versehene Schwenkbügelverschlüsse (20) die Keile (22) mit den Führungen (13) verbinden.8. Fahrzeug nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass im Hohlraum des Zentralrohres (10) eine mit dem Getriebe ge knppelte Welle (29) gelagert ist, deren Enden (16 und 17) aus dem Zentralrohr (10) herausragen und mit Mitteln zum Anschlie- ssen von Arbeitsgeräten versehen sind.9. Fahrzeug nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem hinter das Triebwerk hinausragenden Teil des Zentralrohres (10) Belastungsgewichte (B) angebracht sind.10. Fahrzeug nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der den Treibstoff für den Motor enthaltende, auf dem Triebwerk befestigte Vorratsbehälter (8) die zur Lenkvorrichtung gehörende Lenksäule (7) umfasst.11. Fahrzeug nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch, gekenn- zeichnet, dass am, Wagenkastenaufbau (W) Füsse (37) befestigt sind, die an den Wagenkastenaufbau (W) anlegbar und als Tragfüsse von ihm wegklappbar sind, wobei die Länge der Fuite so gross bemessen ist, dass das Fahrzeug unter dem auf den Füssen (37) stehenden Wagenkastenaufbau (W) fortgezogen werden kann.12. Fahrzeug nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass am Boden des Wagenkastenaufbaues (W) unterhalb seines Schwerpunktes Tragmittel angeordnet sind.13. Fahrzeug nach Patentanspruch und Unteranspruch. 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragmittel durch ein männerkopfgrosses Loch zum Durchsteeken des Kopfes sowie rechts und links davon angeordnete Handgriffe gebildet sind.
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