Verfahren zur Entfeuchtung des Baugrundes von Gebäuden und Anlage zur Durch führung des Verfahrens. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Entfeuchtung des Bau grundes von Gebäuden und eine Anlage zur Durchführung des Verfahrens.
Gebäude, die mit ihrem Fundament in mehr oder weniger feuchtem Baugrund stehen, zeigen oft bis in die Sockelhöhe hinauf feuch tes Mauerwerk.
Die physikalischen Ursachen dieser Er scheinung beruhen auf nachweisbaren elek trischen Potentialdifferenzen zwischen Erd reich und Mauerwerk, durch die die im Erd reich vorhandene Feuchtigkeit auf elektro kapillarem bzw. osmotischem Wege in das Mauerwerk geführt wird. Zur Behebung dieser Erscheinung wurde vorgeschlagen, die zwi- schen dem feuchten Mauerwerk und dem Erd reich bestehende negative elektrische Poten tialdifferenz zu kompensieren, indem mit dem Mauerwerk und unter sich verbundene Elek troden wirksam geerdet werden.
Diese Po tentialdifferenz lässt sich aber auch durch Anlegen einer positiven Spannung an das zu entfeuchtende Mauerwerk kompensieren.
Dieses bekannte Verfahren ist jedoch nicht allgemein anwendbar und versagt, wenn das Gebäude nicht unterkellerte Teile besitzt oder von seitlich durch die Mörtelfugen in das Mauerwerk eindringendem Wasser, insbeson dere Grundwasser, oder durch reine Kapillar wirkung emporsteigendem Grundwasser be feuchtet wird. Gemäss dem Verfahren nach vorliegender Erfindung wird das Erdreich in der Umge- gebung des Gebäudes einem elektrischen Gleichstrom-Spannungsfeld ausgesetzt.
Die Anlage zur Durchführung des Ver fahrens weist eine Gleichstrom-Spannungs- quelle, im Erdreich in der Umgebung des Ge bäudes versenkte, an ein negatives Potential angeschlossene Elektroden und weitere, an den positiven Pol der Spannungsquelle ange schlossene Elektroden auf.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Aus führungsbeispiel einer erfindungsgemässen Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung schematisch dargestellt. In der Zeichnung zeigt Fig.1 einen Grundriss eines mit der An lage versehenen Gebäudes, Fig.2 das elektrische Schaltschema eines Gleichrichterteils und Fig. 3 eine positive Elektrode der Anlage.
Die im Grundriss der Fig.1 dargestellte Anlage weist im Erdreich ausserhalb der Fundamentmauern 1 des Gebäudes und im Abstand von denselben angeordnete, im Erd reich versenkte Elektroden 2 auf, die mitein ander durch einen Leiter 3 und über einen elektrisch isolierten Leiter 4 mit dem nega tiven Pol einer Stromquelle 5 verbunden sind. Der positive Pol dieser Stromquelle ist mit einem Leiter 6 verbunden, der an einer oder mehreren Stellen mittels Elektroden 7 geer- det ist. Dieser Leiter 6 verläuft am Boden der Kellerräume a, <I>b</I> und c und für nicht un terkellerte Räiune d im Erdgeschoss.
Die Stromquelle 5 (Fig.2) besteht aus einem Vollweggleichrichter 8 lind einem Transformator 9 sowie einem Schalter 10 zur Unterbrechung und Einschaltung des Pri märkreises des Transformators 9 und Um schaltung des positiven Leiters vom Gleich richter mir Anschlussklemme, so dass bei aus geschaltetem Transformator diese positive An- schlussklemme mit der negativen geerdeten Anschlussklemme des Gleichrichters verbun den ist.
Die in Fig.4 dargestellte, positive Elek trode 7 weist einen flachen Kupferstab 11 auf, der innerhalb eines Rohres 12 aus porösem Material, z. B. Ton, unglasiertem Porzellan und dergleichen, in deren Achse angeordnet ist. In der Wandung des Rohres 12 können noch feine Durchbrechungen vorgesehen sein. Das Rohr ist beiderends durch eine elektrisch isolierende Ausgussmasse 13, z. B. aus Pech, abgeschlossen. Im freien Raum zwischen dem Stab 11 und der Wandung enthält es eine nicht gezeichnete Füllung aus einem wasser anziehenden Stoff, z.
B. Silicagel, welcher die Abwanderung der Kationen fördert. Das obere, aus der Ausgussmasse 13 herausragende Ende des Stabes 11 trägt einen aufgenieteten Metallkopf 14 mit einer im Querschnitt halb runden, offenen Rille an ihrer Oberseite. Auf diesen Kopf ist eine Metallkappe 15 aufsetz- bar, die einen Längsschlitz 16 aufweist, dessen Grund ebenfalls halbrunden Querschnitt be sitzt.
Zlun Auschluss des Leiters 6 an die Elektrode wird derselbe in die Rille am Kopfe 14 eingelegt, hierauf die Kappe 15 aufgesetzt und sodann der Leiter 6 eingelötet.
Die Elektroden 2 und 7 können aber auch nur einfache Metall-, insbesondere Kupfer stäbe, sein.
Die Anlage nach Fig.1 arbeitet wie folgt: Die Stromquelle 5 ist mittels der Leitung 17 an ein. Weehselstromnetz angeschlossen. Die positive Klemme des Gleichrichters ist über die Leitung 6 an die Elektroden 7, die negative Klemme mittels der isolierten Lei- tung 4 an die Leitung 3 und damit an die negativen Elektroden 2 angeschlossen.
Eine Erdungsleitung 18 verbindet eine Erdimgs- klemme der Gleichstromquelle mit einer guten Erde.
Der zwischen den Elektroden 2 und 7 fliessende Gleichstrom bewirkt nun in be kannter Weise auf elektro-osmotischem Wege das Austrocknen des Baugrundes und damit die Entfeuchtung und Austrocknung des Mauerwerkes 1.
Bei Ausschaltung des Wechselstromes durch Betätigung des Schalters 10 erfolgt eine Verbindung der Leitung 3 mit der Lei tung 6, wobei die zwischen den Anschluss stellen der Elektroden 2 und 7 bestehende, na türliche Potentialdifferenz und damit auch die festgestellte Ursache des Aufsteigens der Feuchtigkeit ins Mauerwerk vernichtet wird.
In besonderen Fällen kann das Austrock nen des Mauerwerkes bzw. des Baugrundes auch dadurch erreicht werden, dass die nega tiven Elektroden 2 auf der einen und die positiven Elektroden 7 auf der gegenüber liegenden Seite des Gebäudes im Baugrund versenkt werden.
Process for dehumidifying the subsoil of buildings and systems to carry out the process. The present invention relates to a method for dehumidifying the construction of buildings and a system for carrying out the method.
Buildings with their foundations in more or less damp subsoil often show damp masonry up to the base level.
The physical causes of this apparition are based on verifiable electrical potential differences between the earth and the masonry, through which the moisture present in the earth is passed into the masonry by electro-capillary or osmotic means. To remedy this phenomenon, it has been proposed to compensate for the negative electrical potential difference existing between the moist masonry and the earth by effectively earthing electrodes connected to the masonry and interconnected electrodes.
This potential difference can also be compensated for by applying a positive voltage to the masonry to be dehumidified.
However, this known method is not generally applicable and fails if the building does not have a basement or is moistened by water penetrating laterally through the mortar joints in the masonry, in particular groundwater, or by pure capillary action rising groundwater. According to the method according to the present invention, the earth in the vicinity of the building is exposed to an electrical direct current voltage field.
The system for carrying out the process has a direct current voltage source, electrodes sunk in the ground in the vicinity of the building, connected to a negative potential and further electrodes connected to the positive pole of the voltage source.
In the accompanying drawing, an exemplary embodiment of a system according to the invention for carrying out the method according to the invention is shown schematically. In the drawing, FIG. 1 shows a floor plan of a building provided with the system, FIG. 2 shows the electrical circuit diagram of a rectifier part and FIG. 3 shows a positive electrode of the system.
The system shown in the plan of Figure 1 has in the ground outside the foundation walls 1 of the building and at a distance from the same arranged, in the ground rich sunk electrodes 2, which mitein other by a conductor 3 and an electrically isolated conductor 4 with the nega tive pole of a power source 5 are connected. The positive pole of this power source is connected to a conductor 6 which is grounded at one or more points by means of electrodes 7. This ladder 6 runs on the floor of the basement rooms a, <I> b </I> and c and for non-basement rooms d on the ground floor.
The power source 5 (Fig. 2) consists of a full-wave rectifier 8 and a transformer 9 and a switch 10 for interrupting and switching on the primary circuit of the transformer 9 and switching the positive conductor from the rectifier to the terminal so that when the transformer is switched off this positive connection terminal is connected to the negative grounded connection terminal of the rectifier.
The shown in Figure 4, positive elec trode 7 has a flat copper rod 11 which is within a tube 12 made of porous material, for. B. clay, unglazed porcelain and the like, is arranged in the axis. Fine perforations can also be provided in the wall of the tube 12. The tube is at both ends through an electrically insulating pouring compound 13, for. B. out of bad luck. In the free space between the rod 11 and the wall it contains a filling (not shown) made of a water-attracting substance, e.g.
B. silica gel, which promotes the migration of cations. The upper end of the rod 11 protruding from the pouring compound 13 carries a riveted metal head 14 with an open groove that is half round in cross section on its upper side. A metal cap 15, which has a longitudinal slot 16, the base of which also has a semicircular cross-section, can be placed on this head.
In order to exclude the conductor 6 from the electrode, it is inserted into the groove on the head 14, the cap 15 is placed thereon and the conductor 6 is then soldered in.
The electrodes 2 and 7 can, however, also just be simple metal rods, in particular copper rods.
The system according to FIG. 1 works as follows: The power source 5 is on by means of line 17. AC mains connected. The positive terminal of the rectifier is connected to the electrodes 7 via the line 6, and the negative terminal to the line 3 and thus to the negative electrodes 2 by means of the insulated line 4.
A ground line 18 connects a ground terminal of the DC power source to a good ground.
The direct current flowing between the electrodes 2 and 7 now causes the building ground to dry out in a known manner in an electro-osmotic manner and thus the dehumidification and drying of the masonry 1.
When the alternating current is switched off by actuating the switch 10, the line 3 is connected to the Lei device 6, whereby the natural potential difference existing between the connection of the electrodes 2 and 7 and thus also the identified cause of the rise of moisture in the masonry is destroyed becomes.
In special cases, the drying out of the masonry or the subsoil can also be achieved in that the nega tive electrodes 2 are sunk into the subsoil on one side and the positive electrodes 7 on the opposite side of the building.