Verfahren zum Fixieren von Küpenfarbstoffen beim Drucken auf Cellulosegeweben Die vorliegende Erfindung betrifft ein Ver fahren zum Drucken von Küpenfarbstoffen auf Cellulose- gewebe, wie z.B. Baumwolle, Leinen und Viskose.
Küpenfarbstoffe werden gewöhnlich mittels eines Verfahrens auf Cellulosegewebe gedruckt, welches das Dämpfen des Gewebes während eines Zeitraumes von ca. 5 bis 20 Minuten einschliesst. Viele Drucker drucken jedoch heutzutage Küpenfarbstoffe auf Cellulose- gewebe mittels des sogenannten Schnellfixierverfahrens, bei dem das Gewebe während eines viel kürzeren Zeit raumes, gewöhnlich während ca. 20 - 40 Sekunden, gedämpft wird. Ein solches Verfahren ist offensichtlich bezüglich der Zeit und des Dampfverbrauches wirtschaftlich.
Im wesentlichen besteht das "Schnellfixier"- Verfahren darin, eine verdickte Druckpaste auf das Gewebe zu drucken, die eine Küpenfarbstoffdispersion und ein Verdickungsmittel, das bei der Behandlung mit Alkali, einem Elektrolyt oder Wärme koaguliert, enthält, und dann das Gewebe mit Reduktionsmittel und Alkali zu klotzen und ohne Zwischentrocknung ca. 20 - 40 Sekunden lang zu dämpfen. Obgleich ein derartiges Verfahrens bereits eine gewisse Zeit lang bekannt war (siehe beispielsweise die brit. Patentschrift Nr. 304.787, wurde es erst in jüngster Zeit reizvoll für die Drucker, da vorher eine geeignete Dämpfvorrichtung nicht erhältlich war.
Bei dem Schnellfixierverfahren ist es notwendig, ein Reduktionsmittel zu verwenden, das sehr schnell reagiert, und aus diesem Grund wird gewöhnlich Natrium- dithionit als Reduktionsmittel verwendet. Dithionit ist sehr unbeständig und wird oxydiert, wenn das Gewebe nach dem Klotzen der Luft ausgesetzt wird, selbst wenn dies nur einige wenige Sekunden lang dauert.
Die Dämpfeinrich tung muss daher nahe bei der Klotzmaschine aufgestellt werden, und dies führt zu einer Erhitzung-der Rollenwalzen, die ihrerseits eine fortschreitende Temperaturzunahme der Klotzflotte und sehr schnelle Zersetzung des Dithionits zur Folge hat. In dem Schnellfixierverfahren können auch andere Reduktionsmittel, z.B. Acetaldehydsulfoxylate (Hydroxyalkylsulfinsäuren) verwendet werden.
Diese Pro dukte besitzen eine bessere Beständigkeit als Dithionit, sind aber viel teuerer. "Rongalit" (Natriumformaldehyd- sulfoxylat) wurde bisher im Schnellfixierverfahren nicht mit Erfolg verwendet, da er nicht schnell genug mit Küpenfarbstoffen reagiert.
Es ist bereits lange bekannt, dass Katalysatoren verwendet werden können, um die Reaktionsgeschwindigkeit von Natriumformaldehydsulfoxylat mit Küpenfarbstoffen zu erhöhen, und mittels dieses Verfahrens wurden Dämpf zelten von ca. 3 - 8 Minuten erzielt. Es wurden nun Mittel gefunden, durch die die Reaktionsgeschwindigkeit. von "Rongalit" mit Küpenfarbstoffen genügend erhöht wird, um die Verwendung von Formaldehydsulfoxylat als Reduktions mittel im Schnellfixierverfahren zu ermöglichen.
Diese Mittel bewirken auch Verbesserungen im Schnellfixierver- fahren, wenn ein beliebiges Reduktionsmittel für den Küpen- farbstoff, insbesondere Natriumdithionit und Acetaldehyd- sulfoxylat, verwendet wird.
In der französischen Patentschrift Nr. 1.2_12.907 wird die Färbung von Cellulosematerialien mit Küperifarb- stoffen in alkalischem Medium in Gegenwart von Borhydrid als Reduktionsmittel und einem Reduktionskatalysator, beispielsweise komplexe Kobaltverbindungen, wie Kalium hexacyanokobaltat-(II), beschrieben.
Die erfindungsgemäss verwendeten Kobaltverbindungen sind als Reduktions-
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katalysatoren <SEP> weit <SEP> wirksamer <SEP> und <SEP> im <SEP> Vergleich <SEP> mit
<tb> Kaliumhexacyanokobaltat-(II), <SEP> i@Zebes.c_.#.Äre <SEP> wenn <SEP> man
<tb> Natriumborhydrid <SEP> als <SEP> a:@'@@ktonsmittel <SEP> vc:-wendet, <SEP> in
<tb> hohem <SEP> Masse <SEP> überlege--"e <SEP> F.ärbunjen.
<tb> Die <SEP> vorliege@:;'e <SEP> Erfindung <SEP> betrifft <SEP> eise <SEP> Verfahren
<tb> zum <SEP> Fixieren <SEP> von <SEP> KüpE@nf'a" bs <SEP> toff <SEP> en <SEP> beim <SEP> Drucken <SEP> auf <SEP> Cellu losegeweben, <SEP> welches <SEP> dadtt.ir,.@h <SEP> gekennze <SEP> ichr@::
,It <SEP> ist, <SEP> dass <SEP> ein
<tb> Cellulosegewebe, <SEP> auf <SEP> das <SEP> verdickte <SEP> h,.i@c:ifarbstoff dispersion, <SEP> ein <SEP> Alkali, <SEP> eiii <SEP> fte:#'uktior:sr <SEP> ittel <SEP> für <SEP> deri
<tb> Küpenfarbstoff <SEP> und <SEP> e. <SEP> in <SEP> @eds.@@, <SEP> tion:-.'Ktalysator, <SEP> der <SEP> aus
<tb> einem <SEP> Koba <SEP> ltkomplcx <SEP> c:-i <SEP> :es <SEP> oxyar_,'@rachi <SEP> @ <SEP> cns <SEP> besteht,
<tb> aufgebracht <SEP> worde:t <SEP> nich-#; <SEP> n;ehr <SEP> als <SEP> - <SEP> Minute:, <SEP> lang
<tb> gedämpft <SEP> wird.
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Mittels <SEP> des <SEP> erfindungsgemässen <SEP> Verfahrens <SEP> können
<tb> Küpenfarbstoffe <SEP> der <SEP> Anthrachinon-, <SEP> indigoiden <SEP> und <SEP> thio indigoiden <SEP> Reihe <SEP> auf <SEP> Cellulosegewebe <SEP> gedruckt <SEP> werden.
<tb>
Alle <SEP> Küpenfarbstoffe, <SEP> die <SEP> für <SEP> das <SEP> Drucken <SEP> mittels <SEP> bekann ter <SEP> Schnellfixierverfahren <SEP> geeignet <SEP> sind, <SEP> können <SEP> mittels
<tb> des <SEP> erfindungsgemässen <SEP> Verfahrens <SEP> aufgebracht <SEP> werden.
<tb> Derartige <SEP> Farbstoffe <SEP> sind <SEP> in <SEP> "Textile <SEP> Printing <SEP> with
<tb> Caledon, <SEP> Durindone <SEP> and <SEP> Soledon <SEP> Dyes, <SEP> veröffentlicht1961
<tb> <B>von</B> <SEP> Imperial <SEP> Chemical <SEP> Industries <SEP> Limited, <SEP> in <SEP> der <SEP> Tabelle
<tb> auf <SEP> den <SEP> Seiten <SEP> 316 <SEP> und <SEP> 341 <SEP> angegeben. <SEP> Insbesondere <SEP> werden
<tb> mit <SEP> den <SEP> folgenden <SEP> Farbstoffen <SEP> sehr <SEP> gute <SEP> Ergebnisse <SEP> er halten:
<tb> "Caledon" <SEP> Yellow <SEP> 4GL <SEP> (C.I. <SEP> Vat <SEP> Yellow <SEP> 13-)
<tb> "Caledon" <SEP> Gold <SEP> Orange <SEP> 3G <SEP> (C.I. <SEP> Vat <SEP> Orange <SEP> 15)
<tb> "Caledon" <SEP> Brown <SEP> R <SEP> (C.I. <SEP> Vat <SEP> Brown <SEP> 3)
<tb> "Caledon" <SEP> Brilliant <SEP> Red <SEP> 5B <SEP> (C.I. <SEP> Vat <SEP> Red <SEP> 31)
<tb> "Durindone" <SEP> Pink <SEP> FF <SEP> (C.I. <SEP> Vat <SEP> Red <SEP> 1)
<tb> "Durindone" <SEP> Red <SEP> 3BP <SEP> (C.I. <SEP> Vat <SEP> Violet <SEP> 2)
<tb> "Caledon" <SEP> Brilliant <SEP> Purple <SEP> 4R <SEP> (C.I. <SEP> Vat <SEP> Violet <SEP> 1)
<tb> "Caledon" <SEP> Blue <SEP> XRC <SEP> (C.I. <SEP> Vat <SEP> Blue <SEP> 6)
<tb> "Caledon" <SEP> Jade <SEP> Green <SEP> XBN <SEP> (C.I. <SEP> Vat <SEP> Green <SEP> 1)
<tb> "Caledon" <SEP> Olive <SEP> OMW <SEP> (C.I.
<SEP> Vat <SEP> Green <SEP> 26)
<tb> "Caledon" <SEP> Grey <SEP> B <SEP> (C.I. <SEP> Vat <SEP> Black <SEP> 16) Die Abkürzung C.I. bezieht sich auf den "Colour Index" (zweite Ausgabe, gemeinsam von der Society of Dyers and Colourists und der American Association of Textile Chemists and Colorists veröffentlicht.
Die Küpenfarbstoffdispersion kann mit jedem be liebigen Verdickungsmittel, z. B. Stärke und modifizierte Stärken, modifizierte Cellulosen, wie z.B. Methyl- und Carboxymethylcellulose, Dextrin, Johannisbrotkernver- dickungen oder Alginate, verdickt werden.
Zur Erzielung scharf definierter Drucke ist es vorzuziehen, ein Ver dickungsmittel zu verwenden, das mindestens einen Bestand teil enthält, der bei der Behandlung mit Alkali, einem Elektrolyt oder Wärme koaguliert, z.B. eine Johannis- brotkernverdickung oder ein Alginat, Geeignete Ver dickungsmittel sind in "Textile Printing with Caledon, Durindone and Soledon Dyes" auf den Seiten 136 und l37 beschrieben.
Ausgezeichnete Ergebnisse werden mit dem vor den Beispielen beschriebenen Verdickungsmittel erhal ten.
Als Beispiele von Alkalien, die im erfindungs- gemässen Verfahren verwendet werden können, seien die Carbonate und Hydroxyde von Natrium und Kalium erwähnt.
Es ist wohlbekannt, dass bei gewissen Küpenfarbstoffen die Anwesenheit von Natrium- oder Kaliumhydroxyd erfor derlich ist, während andere mit einem milderen Alkali,
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wie <SEP> z.B. <SEP> Oarbonat, <SEP> fixiert <SEP> werden <SEP> können.
<tb> We <SEP> Kobal <SEP> tkomplexe <SEP> von <SEP> ss-Hydroxyanthrachinonen
<tb> können <SEP> r,.@ <SEP> ;.#,es!.:,lit <SEP> werden, <SEP> indem <SEP> die <SEP> ca. <SEP> 1,1-fache
<tb> theoretische <SEP> Menge <SEP> Kobaltäulfat, <SEP> vorzugsweise <SEP> bei <SEP> ca.
<tb> 70 <SEP> c, <SEP> <B><I>#"</I></B>><B><I>"</I></B> <SEP> wässerigen <SEP> Lösung <SEP> gegeben <SEP> wird, <SEP> die <SEP> durch
<tb> AuflÖsezl <SEP> e\x:
s <SEP> ss--Hydröxyanthrachinons <SEP> in <SEP> Wasser, <SEP> das <SEP> die
<tb> theoretl..:i:k.; <SEP> Menge <SEP> an <SEP> kaustischem <SEP> Alkali <SEP> enthält,
<tb> hergest= <SEP> : <SEP> 5.,,x <SEP> de. <SEP> Der <SEP> Komplex <SEP> wird <SEP> ausgefällt <SEP> und <SEP> kann
<tb> abfiltr: <SEP> frei <SEP> von <SEP> löslichen <SEP> Kobaltsalzen <SEP> gewaschen
<tb> werden.
<tb> Wasserlösliche <SEP> Katalysatoren <SEP> können <SEP> in <SEP> Form
<tb> wäniet4Lösungen <SEP> und <SEP> in <SEP> Wasser <SEP> unlösliche <SEP> Katalysatoren
<tb> können <SEP> ii: <SEP> @@. <SEP> Dispersa <SEP> onen <SEP> verw4@radet-, <SEP> werden. <SEP> '@
<tb> verwendet.- <SEP> Mäei,ge <SEP> am <SEP> Katalysator <SEP> beträgt <SEP> <B>0,01</B> <SEP> - <SEP> 10 <SEP> Gew,%
<tb> der <SEP> Dru: <SEP> .:
<SEP> te, <SEP> wobei, <SEP> in <SEP> den <SEP> meisten <SEP> Fällen <SEP> <B><I>C).. <SEP> i</I></B> <SEP> angemes:" <SEP> : <SEP> s <SEP> i <SEP> A <SEP> . <SEP> Dämpfzeiten <SEP> von <SEP> 20 <SEP> - <SEP> 40 <SEP> Sekunden <SEP> sind <SEP> ge wöhnlich <SEP> -erreichend, <SEP> aber <SEP> ein <SEP> längeres <SEP> Dämpfen <SEP> bishu <SEP> zwei
<tb> Minuten <SEP> k#"t <SEP> keine <SEP> schädliche <SEP> Wirkung.
<tb> Bei <SEP> einer <SEP> Ausführungsform <SEP> des <SEP> erfindungsgemässen
<tb> Verfahrene:,: <SEP> wird <SEP> der <SEP> Reduktionskatalysator <SEP> in <SEP> die <SEP> Druck paste <SEP> einverleibt, <SEP> und <SEP> das <SEP> Gewebe <SEP> wird <SEP> nach <SEP> der <SEP> Auf bringung <SEP> der <SEP> Druckpaste <SEP> mit <SEP> einer <SEP> alkalischen <SEP> Lösung
<tb> eines <SEP> Recii_lla==ionsmittels <SEP> geklotzt <SEP> und <SEP> gedämpft.
Bei einer zweiten Ausführungsform des er- findungsgemässen Verfahrens enthält die Druckpaste ein Reduktionsmittel, und das Gewebe wird nach der Auf bringung der Druckpaste und dem Trocknen mit einer alkali schen, den Reduktionskatalysator enthaltenden Lösung geklotzt und gedämpft.
Gewünschtenfalls kann dieses Ver fahren verwendet werden, um Küpenfarbstoffe auf ein Gd- webe zu drucken, das vorher mit einem ätzbaren Farbstoff gefärbt oder geklotzt gurden war, so dass ein gefärbter Aetzdruck auf einem gefärbten Hintergrund erhalten wird.
Es können ätzbare substantive oder Reaktivfarbstoffe verwendet werden. Wenn Reaktivfarbstoffe verwendet werden, dient die alkalische Klotzflotte auch dazu, die Umsetzung zwischen dem Fai: ljstoff und den Cellulose- fasern zu fördern.
Im erfindungsgemässen Verfahren wird vorzugs weise "Rongalit" als; @i3dizkti:@nsmi ttel verwendet, da er billig ist und bei se.- c@c r Verwendung das Gewebe nach der Aufbringung der Dra.:,ki).äste während eines beträchtlichen Zeitraumes (wenn die erste H"sfü:iru:zgsform des Verfahrens angewendet wird, unbesc;Iränkt) gela-e.,r,t werden kann.
Selbst nach dem Klotzen zeigt das Reduktionsmittel keine ausgeprägte Neigung, oxydiert zu werden, wenn es der Luft ausgesetzt wird. TJeberdies ist die Klotzflotte beständig, sogar wenn.
sie erwärmt wird, beispielsweise durch die Nähe der Dämpfeinrichtung. Drucke, die unter Verwendung von "Rongalit" im erfindungsgemässen Verfahren erhalten werden, besitzen mindestens die gleiche Stärke wie Drucke, die unter Verwendung von Natriumdithionit unter ähnlichen Bedingungen, aber in Abwesenheit eines Kataly- sators, erhalten werden.
Wenn das erfindungsgemässe Verfahren unter Verwendung von Acetaldehydsulfoxylat oder Natriumdithionit als Reduktionsmittel ausgeführt wird, findet die Fixierung des Küpenfarbstoffes äuf dem Gewebe schneller statt, als es der Fall ist, wenn kein Katalysator verwendet wird. Infolgedessen ruft das erfindungsgemässe Verfahren eine verbesserte Durchdringung und Fixierung hervor, indem es dem reduzierten Farbstoff eine grössere Möglichkeit bietet, während der kurzen Dämpfoperation in das Gewebe zu diffun dieren. Die Wirkung ist besonders bemerkenswert, wenn ein schweres Gewebe bedruckt wird.
Als Kobaltkomplexe von ss-Hydroxyanthrachinonen kommen Kobaltkomplexe von 2-Hydroxy- anthrachinon, Anthraflavinsäure und Isoanthraflavinsäure in Betracht.
Nach dem Ausführen des erfindungsgemässen Ver fahrens können die Drucke in bekannter Weise, z.B. durch Spülen in Wasser, erforderlichenfalls Oxydieren in einer verdünnten nichromatlösung und endlich Seifen, fertig gestellt werden. In den folgenden Beispielen sind Teile gewichtsmässig angegeben: Das in diesen Beispielen verwendete Verdickungs mittel wird folgendermessen hergestellt: <U>Teil I:</U> 880 Teile irländisches Moos werden 16 Stunden lang in 12.000 Teilen Wasser einweichen gelassen.
388 Teile Weizenstärke werden mit 4000 Teilen Wasser angeteigt und zu dem irländischen Moos gegeben. Das Gemisch wird 15 Minuten lang gekocht, abgekühlt und mit Wasser auf 20.000 Teile verdünnt.
<U>Teil</U> 1I: 186 Teile Methylcelluloseäther werden zu 3750 Teilen siedendem Wasser gegeben, und das Gemisch wird abge kühlt und auf 4000 Teile verdünnt.
Die Teile I und II werden gemischt.
In allen Beispielen kann dieses Verdickungsmittel durch ein beliebiges anderes Verdickungsmittel, das ge wöhnlich im Textildruck verwendet wird, ersetzt werden. Eine gute Fixierung des Fa:bstoffes wird mit jedem be liebigen Verdickungsmittel, erzielt. Wenn jedoch das Verdickungsmittel keinen Bestandteil enthält, der mit Alkali, einem Elektrolyt oder Wärme koaguliert, können keine scharf definierten Drucke erhalten werden.
In den Beispielen 1 - 8 kann zwischen dem Klotzen und dem Dämpfen eine Luftpassage von bis einer Minute vor genommen werden, ohne dass die beschriebenen Ergebnisse nachteilig beeinflusst werden. <U>Beispiel 1</U> Ein Baumwollgewebe wid mit der folgenden Druck paste bedruckt:
50 Teile einer 12 %-igen wässrigen Dispersion von "Caledon"Jade Green XBN (C.I. Vat (Teen I) 1 Teil Kobaltsulfat-heptahydrat 0,5 Teil 2,6-Dihydroxyanthrachinon 248,5 Teile Wasser 700 Teile Verdickungsmittel Nach dem Bedrucken und Trocknen wird der Druck mit einer Flotte der Zusammensetzung:
80 Teile Rongalix (C.I. Reduktionsmittel 2) 75 Teile wässrige Natriumhydroxydlösung (SG 1,34) 25 Teile wasserfreies Natriumcarbonat 820 Teile Wasser geklotzt. Während das Gewebe noch feucht ist, wird es 20 Sekunden lang einer luftfreien Dampfatmosphäre ohne Ueberdruck ausgesetzt. Um den Druck fertigzustellen, wird das Gewebe 2 Minuten lang in kaltem fliessendem Wasser behandelt, in einer kalten wässerigen Lösung, enthaltend einen Teil Natriumbichromat und einen Teil 40%-ige Essigsäure in 1000 Teilen Wasser, oxydiert, ge spült, geseift, erneut gespült und getrocknet.
Ein lebhaft grüner Druck auf einem weissen Hintergrund wird erhalten, der die gleiche Stärke wie ein unter ähnlichen Bedingungen unter Verwendung einer Klotzlösung von Natriumdithionit und Natriumhydroxyd erhaltener Druck aufweist.
<U>Beispiel 2</U> Eine Katalysatordispersion wird folgendermassen hergestellt: 100 Teile einer 25 %-igen Dispersion von Anthra- flavinsäure in Wasser werden mit 200 Teilen Wasser ver dünnt und auf 60 OC erhitzt. 20 Teile wässerige Natrium hydroxydlösung (SG 1,34) werden dann zugegeben. Dann werden 58 Teilen Kobaltsulfat-heptahydrat in Form einer wässerigen Lösung (1:2) zugegeben. Der entstehende Nieder schlag wird abfiltriert, mit siedendem Wasser gewaschen und erneut abfiltriert.
Der Rückstand wird dann in der Kugelmühle mit 2,5 Teilen eines sulfonierten Naphthalin-Formaldehyd- Kondensats und genügend Wasser, dass insgesamt 250 Teile erhalten werden, gemahlen. Ein Baumwollgewebe wird mit der folgenden Druck paste bedruckt: 100 Teile einer 12%-igen wässrigen Dispersion von "Caledon" Jade Green XBN (C.I. Vat Green 1) 40 Teile einer Katalysatordispersion, die wie oben beschrieben erhalten wurde 160 Teile Wasser 700 Teile Verdickungsmittel.
Nach dem Bedrucken und Trocknen wird der Druck mit einer Flotte der Zusammensetzung: 80 .Teile "Rongalit <B>4</B> 100 Teile wässriges Natriumhydroxyd (SG 1,34) 820 Teile Wasser geklotzt. Während das Gewebe noch feucht ist, wird es 20 Sekunden lang einer luftfreien Dampfatmosphäre ohne Druck ausgesetzt.
Der Druck wird dann wie in Beispiel 1 fertig gestellt.
Ein lebhaft grüner Druck auf einem weissen Hintergrund wird erhalten, der mindestens so kräftig ist, wie ein unter ähnlichen Bedingungen unter Verwendung einer Klotzlösung von Natriumhydroxyd und Natriumdithionit erzeugter Druck und sehr viel kräftiger ist als ein unter den Bedingungen dieses Beispiels, aber unter Weg lassen des Katalysators aus der Druckpaste erzeugter Druck.
<U>Beispiel 3</U> Ein Baumwollgewebe wird mit der folgenden Lösung geklotzt: 30 Teile "Procion" Yellow HAS (C.I. Reactive Yellow 3) 50 Teile Harnstoff 10 Teile Natrium-m-nitrobenzolsulforiat 910 Teile Wasser.
Nach dem Klotzen wird das Gewebe getrocknet und dann mit einer Druckpaste bedruckt, die 100 Teile einer 6 %-igen wässrigen Dispersion von "Caledon" Brilliant Red 5B (C.I. Vat Red 31) 120 Teile "Rorigalit" (C.I. Reduktionsmittel 2) 180 Teile Wasser, 600 Teile Verdickungsmittel enthält.
Nach dem Bedrucken und Trocknen wird das Gewebe mit einer Flotte geklotzt, die 40 Teile der Katalysatordispersion von Beispiel 2 100 Teile wässrige Natriumhydroxydlösung (SG 1,34) 860 Teile Wasser enthält.
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Während <SEP> das <SEP> ;... <SEP> _.-. <SEP> feucht <SEP> ist, <SEP> wird <SEP> es 20 Sekunden lang einer luftfreien Dampfatmosphäre ohne Ueberdruck ausgesetzt.
Der Druck wird dann wie in Beispiel 1 fertiggestellt.
Es wird ein kräftig bläulichroter Druck auf einem gelben Hintergrund erhalten, wobei der rote Farb ton viel kräftiger ist als ein unter den gleichen Be dingungen, aber unter Weglassen des Katalysators aus der Klotzflotte erhaltener Farbton.
<U>Beispiel 4</U> 60 Teile ss-Hydroxyanthrachinon werden bei 70 C in 2000 Teile Wasser eingerührt, bis sie gründlich ange- teigt sind. Eine Lösung von 10,7 Teilen Natriumhydroxyd in 100 Teilen Wasser wird zugegeben, und zu der so erhal tenen dunkelroten Lösung wird eine Lösung von 41,2 Teilen Kobaltsulfat-heptahydrat in 150 Teilen Wasser gegeben. Nach ca. 30 Sekunden beginnt sich ein lederfarbener Niederschlag zu bilden, und das Rühren wird eine weitere Stunde lang fortgesetzt.
Der Niederschlag wird filtriert, mit 5000 Teilen Wasser gewaschen, und der feuchte Filter kuchen wird mit Wasser und dem Natriumsalz eines Form- aldehyd-Naphthalinsulfonsäure-Kondensats gemahlen.
Die so erhaltene Dispersion wird zum Drucken von KÜpenfarbstoffen gemäss dem im letzten Teil von Beispiel 2 gegebenen Rezept verwendet. <U>Beispiel 5</U> Beispiel 2 wird wiederholt,_wobei anstelle von Anthraflavinsäure Isoanthraflavinsäure verwendet wird.
<U>Beispiel 6</U> Ein Baumwollgewebe wird mit der folgenden Druckpaste bedruckt: 100 Teile einer 18 %-igen wässrigen Dispersion von "Caledon" Printing Blue XRNS (C.I. Vat Blue 4) 5 Teile der Katalysatordispersion (enthaltend 12 % wirksames Mittel), die wie in Beispiel 4 beschrieben erhalten wurde 195 Teile Wasser 700 Teile Verdickungsmittel.
Nach dem Bedrucken und Trocknen wird der Druck mit einer Flotte mit der folgenden Zusammensetzung ge klotzt: 100 Teile Acetaldehydsulfoxylat (50 %) (C.I. Reduktionsmittel 13) 120 Teile wässrige Natriumhydroxydlösung (S.G. 1,34) 200 Teile Tragantgummilösung (10 %) 580 Teile Wasser Während das Gewebe noch feucht ist, wird es 40 Sekunden lang einer luftfreien Dampfatmosphäre ohne Ueberdruck ausgesetzt.
Um das Verfahren zu beenden, wird das Gewebe 2 Minuten lang in kaltem fliessendem Wasser behandelt, in einer kalten wässerigen Lösung oxydiert, die einen Teil Natriumbichromat und einen Teil 40 %-ige Essigsäure in 1000 Teilen Wasser enthält, gespült, ge seift, erneut gespült und getrocknet.
Ein blauer Druck auf einem weissen Hintergrund wird erhalten, der merklich leuchtender und kräftiger ist als ein Druck, der erzeugt wird, wenn das Verfahren dieses Beispiels unter Weglassen des Katalysators aus der Druckpaste wiederholt wird.
<U>Beispiel 7</U> Anstelle der 100 Teile des in Beispiel 5 ver wendeten Farbstoffes werden a) 100 Teile einer 15 %-igen wässrigen Dispersion, enthaltend ein Gemisch von gleichen Teilen C.I. Vat Orange 5 und C.I. Vat Red 1.
b) 150 Teile einer 10 %-igen wässrigen Dispersion von "Caledon" Brown RPS (C.I. Vat Brown 3) oder c) 100 Teile eitler 14 %-igen Dispersion von "Caledon" Printing Orange 6RS (C.I. Vat Orange 3), verwendet. Die erhaltenen Drucke sind kräftiger als die entsprechenden Drucke, die erzeugt werden, wenn der Katalysator aus der Druckpaste weggelassen wird.