CH262066A - Gasturbinenaggregat. - Google Patents
Gasturbinenaggregat.Info
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Description
Gasturbinenaggregat. Erfahrungsgemäss sind in der Technik be triebssichere Abgas - Turbo - Aufladegruppen und Gasturbineneinheiten mit kleinen Durch- strömvolumen erwünscht, welche Zentrifugal gebläse besitzen, deren Radaussendurchmesser unabhängig von Fördervolumen und Drehzahl gewählt werden kann.
Bekanntlich ist das Volumen der zu ver dichtenden Aufladeluft oder des zu verdich tenden Brennstoff-Luft-Gemisches für kleine Maschinen, wie z. B. Motoren für Kleinflug zeuge, Automobile, ortsfeste Kleinmotoren oder kleine Feuerungsanlagen usw., so klein, dass ein normales Gebläserad nicht verwendet werden kann. Infolge des erforderlichen klei nen Aussendurchmessers desselben müsste die Drehzahl der Gruppe bei der benötigten gro ssen Umfangsgeschwindigkeit so gross werden, dass eine Beherrschung derselben schwierig ist. Ausserdem würden die Schaufeln so nied rig, dass der sich daraus ergebende schlechte Wirkungsgrad die Verwendung solcher Ge bläse verunmöglicht.
Dasselbe gilt für Gastur bineneinheiten kleiner Leistung, welche mit Zentrifugalgebläsen arbeiten.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein Gasturbinenaggregat, welches z. B. als Kleinabgasturbolader oder Kleingasturbine verwendet werden kann. Erfindungsgemäss zeichnet sieh dasselbe dadurch aus, dass min destens ein teilbeaufsehlagtes Gebläserad vor gesehen ist, das voneinander distanzierte Schaufelkanäle aufweist, wobei der Zwischen- raum zwischen den Schaufelkanälen vom Be triebsmittel nicht durchströmt werden kann.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in beispielsweisen Aus führungsformen dargestellt, und es zeigt: Fig. 1 einen Längsschnitt eines einstufigen Abgasturboladers von Kleinmotoren und Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie 1-I der Fig. 1, Fig. 3 ein Gasturbinenaggregat mit teil weisem Schnitt und Fig. 4 einen Querschnitt nach der Linie II-Il der Fig. 3,
Fig. 5 einige Varianten der Hohlschaiüel.n im Querschnitt, Fig. 6 und 7 Varianten der Anordnung und Ausbildung der Hohlschaufel im Schnitt. Nach Fig. 1 und 2 bezeichnet 1 das Turbi nengehäuse, 2 den Düsenring, 3 das Turbinen rad, 4 die Turbinenschaufelung, 5 eine Spirale, 6 den Austrittstutzen, 7 die Gebläseradnabe und 9 die Welle.
Das Abgas der aufgeladenen Maschine strömt bei 1 in das Turbinengehäuse, expandiert in dem Düsenring 2 und durch strömt unter Arbeitsabgabe an das Turbinen rad 3 die Turbinenschaufelung 4, worauf es in der Spirale 5 gesammelt und durch den Austrittstutzen 6 abgeführt wird. Die Gastur bine treibt die Gebläseradnabe 7 mit den daran befestigten Hohlschaufeln 8-an. Das Turbinen rad 3, die Gebläseradnabe 7 und die Welle 9 können aus einem Stück oder einzeln herge stellt werden. Die Gebläseradnabe 7 ist über die Welle 9 geschoben, wodurch die Erstellung einer Leichtmetallnabe ermöglicht wird.
Die Hohlschaufeln 8 können durch Einschrauben, Einschweissen,. Einloten, Eingiessen usw. an der Nabe 7 befestigt werden. Nach den Fig. 1 und 2 sind sie in der Nabe 7 eingeschraubt und nach dem Abdrehen der innern Enden werden sie gemeinsam -durch den eingeschobe nen Ring 10 gesichert. Durch Abrunden der Stege 11 des Ringes 10 wird ein gutes Einströ men in die rotierenden Hohlschaufeln 8 er reicht. Das zu verdichtende Betriebsmittel muss mit Drall, entsprechend der Nabenge- schwindigkeit, ins Gebläserad eintreten, was mit den Leitschaufeln 12 erreicht wird.
Mit Dichtringen 13 wird je nach Betriebszustand das Zirkulieren des Betriebsmittels entweder von der Druckseite zur Saugseite oder in um gekehrter Richtung für den Fall, dass durch die Rotation der Hohlschaufeln ein Unter druck im dazwischenliegenden Raum entsteht, verhindert. Das den Hohlschaufeln entströ mende Betriebsmittel kann wie bei den übli chen Gebläsen in einem Leitapparat weiter verdichtet werden. Nach dem Beispiel werden sie auf hürzestem Weg in einer Spirale 14 ge sammelt.
In der Spirale oder am Austritt der selben wird die kinetische Energie des Be triebsmittels abzüglich der Fortleiti-mgsenergie durch Querschnittserweiterung (Diffusor 15) in Druck umgesetzt.
Die Fig. 3 und 4 zeigen die mehrstufige Anwendung solcher Gebläse bei einer Gastur bineneinheit für kleine Leistungen. Der ange saugten Luft wird mit dem Leitschaufelring 12 der notwendige Drall erteilt, um ohne Stoss in die an die Nabe 7 angeschweissten Hohl schaufeln 8 eintreten zu können. Nach dem Verlassen der Hohlschaufeln wird die Luft mittels Rückführschaufeln 16, welche zugleich einen Teil der kinetischen Energie in Druck umsetzen, derart der nächsten Stufe zugeführt, dass der notwendige Eintrittsdrall vorhanden ist. Nach der letzten Stufe gelangt die ver dichtete Luft in die Brennkammern 17 mit Brennstoffdüsen und Zündeinrichtungen 18.
Im gezeichneten Beispiel sind zwei solcher Brennkammern angedeutet. Die Gase aus den Brennkammern werden mit zwei Spiralen dem Düsenring 2 zugeführt und strömen nach der Expansion unter Arbeitsabgabe an das Turbi nenrad 3 durch die Laufschaufeln 4 dem Aus trittstutzen zu. Bei Einheiten für Fahrzeug- und Flugzeugbetrieb kann die Austrittsenergie in einer Schubdüse ausgenützt werden. In Fig. 3 ist die Schubdüse 19 mit Regulierkegel 20 und Reguliergestänge 21 versehen.
Die Querschnitte senkrecht zur Strömung in den Hohlschaufeln 8 nehmen vorteilhaft von innen nach aussen diffusorartig zu, damit ein möglichst grösser Teil der Verdichtung in folge Geschwindigkeitsverzögerung im Rad stattfinden kann, da der Wirkungsgrad in diesem strömungstechnisch gut ausgebildeten Teil des Gebläses bedeutend besser als im an schliessenden Leitapparat oder in der erwei terten Sammelspirale ist. Die Hohlschaufeln können aus Stahl oder Leichtmetall bestehen, wobei die Wandstärke zweckmässig von innen nach aussen, gemäss den Gesetzen für Körper gleicher-Festigkeit, abnimmt.
Da die Beanspruchung rotierender Stäbe kleiner ist als diejenige rotierender Scheiben, kann zur Erreichung eines grösseren Ruflade druckes der Durchmesser des Gebläserades grösser ausgeführt werden als derjenige des Turbinenrades. Mit einer erfindungsgemäss gebauten Abgas-Turbo-Aufladegruppe ist es aus diesem Grunde möglich, bei einstufiger Ausführung Aufladedrüeke zu erzielen, wel che bisher nicht erreicht werden konnten.
Die Fig. 5 lassen einige Querschnittsfor- men für die Hohlschaufeln erkennen, wobei Querschnitt.a für die Herstellung am vorteil haftesten ist, während Querschnitt c und d geringere Ventilationsverluste aufweisen.
Die Rotation der Gebläsehohlschaufeln ver ursacht naturgemäss etwas grössere Ventila tionsverluste, als dies bei Gebläserädern übli cher Konstruktion der Fall ist. Die Ausfüh rung nach Fig. 6 und 7 bezweckt nun, die Ventilationsverluste auf die übliche Grösse zu reduzieren. Beidseitig der Hohlschaufeln 8 werden die Scheiben 22 auf die Nabe 7 derart aufgeschoben und befestigt, dass kein Spiel zwischen den Hohlschaufeln und den Scheiben vorhanden ist. Der Durchmesser der Scheiben kann gleich gross wie das Gebläserad oder, wenn die Beanspruchung zu gross wird, klei ner ausgeführt werden.
Die Verbindung der Scheiben 22 mit der Nabe 7 kann auf ver schiedene Arten ausgeführt werden, z. B. durch Schweissen, Löten, Aufkeilen, Anschrau ben, Aufziehen usw. Mit Rücksicht auf die Be anspruchung können die Scheiben gegen den Rand hin verdünnt werden.
Bei der Erfindung werden die eingangs erwähnten Schwierigkeiten überwunden, indem die Luft oder das Brennstoff-Luft-Gemisch in einzelnen an einer Nabe radial befestigten Hohlschaufeln mit geeigneten Querschnitten kreisrunder, rechteckiger, eliptischer oder an derer Form verdichtet wird. Da die Anzahl und der Durehströmquerschnitt der rotieren den Hohlschaufeln dem Fördervolumen ange passt werden kann, ist der Aussendurchmesser des Gebläserades für eine geforderte Umfangs geschwindigkeit nur noch von der Drehzahl der antreibenden Gasturbine abhängig.
In die ser Beziehung bietet die Gasturbine keine Schwierigkeiten, da das Volumen der Gase be trächtlich grösser ist als dasjenige der zu ver dichtenden Luft bzw. des zu verdichtenden Brennstoff-Luft-Gemisches.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Gasturbinenaggregat, dadurch gekennzeich net, dass mindestens ein teilbeaufschlagtes Ge- bläserad vorgesehen ist, das voneinander di stanzierte Schaufelkanäle aufweist, wobei der Zwischenraum zwischen den Schaufelkanälen vom Betriebsmittel nicht durchströmt werden kann. UNTERANSPRüCHE: 1. asturbinenaggregat nach Patentan- spruc i, dadurch gekennzeichnet, dass das durch eine Gasturbine angetriebene Gebläse rad radial an einer Nabe angeordnete, vom Betriebsmittel durchströmte Hohlschaufeln aufweist.2. Gasturbinenaggregat nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Wandstärke der rotie renden Gebläsehohlschaufeln von innen nach aussen abnimmt. 3. Gasturbinenaggregat nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 2, da durch gekennzeichnet, dass die Querschnitte der rotierenden Hohlschaufeln, senkrecht zur Strömung betrachtet, diffusorartig von innen nach aussen zunehmen, um einen höheren Druck des Durchströmmittels am Gebläseaus- tritt zu erhalten.4. Gasturbinenaggregat nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass beidseitig der Hohlschau feln je eine Scheibe derart über die Nabe ge schoben und befestigt ist, dass zwischen den Hohlschaufeln und den Scheiben kein Spiel besteht, wobei die Scheiben höchstens den glei chen Durchmesser wie das Gebläserad auf weisen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH262066T | 1947-05-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH262066D CH262066A (de) | 1947-05-09 | 1947-05-09 | Gasturbinenaggregat. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH262066A (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2780174A (en) * | 1951-03-19 | 1957-02-05 | Solar Aircraft Co | Pump and power plant assembly |
| US2999628A (en) * | 1957-08-26 | 1961-09-12 | Joseph S Crombie | Low pressure compressor |
| US3071313A (en) * | 1956-06-18 | 1963-01-01 | Zenas V Weisel | Compressor construction |
| US3224408A (en) * | 1964-05-21 | 1965-12-21 | George W Downs | Propulsion device |
-
1947
- 1947-05-09 CH CH262066D patent/CH262066A/de unknown
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2780174A (en) * | 1951-03-19 | 1957-02-05 | Solar Aircraft Co | Pump and power plant assembly |
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