CH262069A - Verfahren zum Betrieb einer Verbrennungskraftmaschine und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zum Betrieb einer Verbrennungskraftmaschine und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.

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CH262069A
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Reinhard Fehling Hans
Friedlander Gerhard
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Reinhard Fehling Hans
Friedlander Gerhard
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Description


  Verfahren zum Betrieb einer Verbrennungskraftmasehine und Einrichtung  zur Durchführung des Verfahrens.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum  Betrieb einer Verbrennungskraftmasclhine  und eine Finrichtung zur Durchführung des  Verfahrens. Das Verfahren genmiss der     Erlin-          dung    ist dadurch gekennzeichnet, dass man  Brennstoff sowie ein Verbrennungsmittel un  ter l )ruck, welches mehr als 30j Sauerstof  enthält, in den Zylinder der Maschine     mnin-          destens    temporär und in einer solchen rela  tiven Menge 7um Brennstoff einführt, dass  eine ausgesprochen unvollständige Verbren  nung stattfindet.

   Das Verbrennungsmittel  kann aus mit Sauerstoff angereicherter Luft  bestehen, wie sie mit etwa     40%Sauerstoff-          gehalt    bei der Zerlegung von flüssiger Luft  hervorgeht; es kann aber auch flüssiger  Sauerstoff verwendet werden, der zum Bei  spiel nach Verdampfung unter Druck in dern  Zylinder eingeführt wird. 1ie Einführung  von Brennstoff und Verbrennungsmittel zur  Erzielung einer     ausgesprochen        umvollständi-          gen    Verbrennung kann dauernd, dlas heisst  bei allen Betriebszuständen, erfolgen.

   Eine  besonders vorteilhafte Anwencdung des Ver  fahrens ist die temporäre Einführung von  Brennstoff und Verbrennungsmittel, dlas  heisst bei bestimmten     Betriebszuständen,        für     den nachstehend erläuterten Zweck.  



  Die' Gesamtbelastung welche zunm Bei  spiel ein Flugzeug vomn Boden anheben kann,  ist unter andern Faktorein durch die     Maxi-          nmalleistung    begrenzt, welche seine Maschinen    während der Abflugdauer erzeugen können.  Ausser dieser sehr kurzen Zeitdauer und ge  wissen Notständen ist die während des Fluges  erforderliche Leistung weit geringer. Die Not  wendigkeit, während des Fluges sowohl     Bau-          geewicht    als Brennstoff zu ersparen, auferlegt  starke Begrenzungen der maximalen Leistung,  welche für Abflugzwecke verfügbar gemacht  werden kann, wenn man nicht das Gewicht  der Maschinen oder deren Brennstoffver  brauch über die wirtschaftliche Grenze hin  aus erhöhen will.

   M1liehe Bedingungen be  stehen bei Verbrennungskraftmasehinen für  Land- und Wasserfahrzeuge, wo die Be  lastung der Bauteile in bezug auf die nor  male erforderliche Leistung ein entscheiden  der Umstand ist.  



  Das gegenwärtige Verhältnis zwischen  normaler Flugleistung (Bedingungen mnit  minimalem Brennstoffverbrauch) und Ab  flugleistung (maximal zulässige Leistung) ist  ungefähr 1 :2. Das Verfahren nach der vor  liegenden Erfindung     ermöglicht,    die Abflug  leistung im Verhältnis zur normalen     Leistun-          sehr    beträchtlich zu     erhöhen,    ohne die für den  normalen Flugzustand     wirtsehaftlielisten        Be-          clingungen        zu        beeinflussen.     



  Es ist. ferner bekannt, dass trotz mancher  Vorteile, z. B. dem sehr niedrigen Brenn  stoffverbrauch, die     Entwicklung    von     Koni-          pressionszüncluiigs        -VerbrenntZngskraftmaschi-          nen    für     Flugzeuge    behindert war, weil ihr      Leistungsgewicht dasjenige von     Funkenzün-          cdmgs-Benzinmaschinen    übersteigt.

   Das Ver  fahren nach der Erfindung gestattet Kom       pressionszündungs-Verbrennungskraftmaschi-          nen    zu bauen, bei denen das Leistungsgewicht  nicht höher als bei     Funkenzündungs-Benzin-          maschinen    ist. Auch bei Motoren für statio  näre oder Fahrzeugzwecke lässt sich bei An  wendung des Verfahrens nach der Erfindung  die     Maximalleistung    gegenüber der Normallei  stung bedeutend erhöhen, ohne dass die maxi  malen Zylinderdrücke erhöht werden.  



  Eine     zweckmässige        Ausführungsform    des  Verfahrens besteht darin, dass zwecks Steige  rung der     Leistung    über die     Normalleistung     zusätzlicher Brennstoff Lund Sauerstoff unter  Druck in solchem Mengenverhältnis beim       obern        Totpunkt        eingeführt    werden, dass eine  ausgesprochen     unvollständige        Verbrennung     bewirkt wird.  



  Unter  ausgesprochen unvollständiger  Verbrennung  wird eine so gesteuerte Ver  brennung verstanden, dass der vorhandene  Sauerstoff in Mengen vorhanden ist, die im  genügend sind, um eine vollständige Verbren  nung des     Brennstoffes    zu unterhalten, und  dass die Auspuffgase in der Hauptsache aus  den zweiatomigen Gasen Kohlenoxyd und  Wasserstoff zusammengesetzt sind. Der Zu  stand, bei welchem die Maschine mit erhöhten  Brennstoffmengen und Sauerstoffzufuhr, wie  vorstehend festgelegt ist, arbeitet, wird nach  folgend als  Sauerstoffaufladumg  bezeichnet.  



  Vom theoretischen     Standpunkt    aus ist je  der aus irgendeiner Quelle erzeugte Sauer  stoff geeignet; praktische Überlegungen ma  chen es jedoch wünschenswert, aus flüssigem  Sauerstoff erzeugtes Sauerstoffgas zu ver  wenden, da flüssiger Sauerstoff nicht nur  sehr zweckmässig aufgespeichert werden kann,  sondern ein Verbrennungsmittel ergibt, das  bei dem erforderlichen Druck verfügbar ist,  ohne dass ein grosser Teil der Maschinenlei  stung zu dessen Verdichtung gebraucht wird.  



  Die     Erfindung    bezieht sich auch auf eine  Einrichtung zur Durchführumg der vorstehend  erwähnten     Ausführungsform    des Verfahrens,  bei welcher die     Maschine        eine    Brennstoffdüse,    eine     Brennstoffeinspritzpumpe    mit Mitteln     mir     Erhöhung der zugeführten Brennstoffmenge  über die für     Normallast    erforderliche     h1enge,     .ferner ein Ventil zur Regelung der Sauer  stoffzufuhr und eine     Steuervorrichtung    für  dieses Ventil aufweist,

   welche das Ventil im       normalen    Leistungsbereich der Maschine ge  schlossen hält und welche die Öffnung des  Ventils zulässt, wenn zusätzliche Brennstoff  mengen zur Erzielung einer erhöhten     Ma-          schinenleistung    zugeführt werden.  



  Die Erreichung eines grossen     Überlast-          Bereiches    schliesst notwendigerweise den Ver  brauch von grossen Mengen von Brennstoff  ein; aber da diese Leistung     mir    während be  grenzter Zeitperioden und nicht für normalen  Betrieb verlangt wird, ist dieser übermässige  Brennstoffverbrauch nur auf kurze Zeit. be  schränkt und wird durch die erreichten Vor  teile mehr als ausgeglichen.  



  Es ist zu beachten, dass die den Zylinder  verlassenden     Auspuffgase    infolge unvollstän  diger Verbrennung entzündbare Gase enthal  ten, und es könnte eingewendet werden,     da.ss     bei nach der Erfindung arbeitenden Zwei  taktmaschinen die den Auspuffgasen folgende  Spülluft zur Vervollständigung der Verbren  nung oder gar zur Explosion eines Teils die  ser Gase führen könnte. Es wurde jedoch (be  sonders bei schnellaufenden Maschinen) ge  funden, dass dies infolge der geringen Fort  pflanzungsgeschwindigkeit der Flamme nicht  stattfindet oder, wenn es stattfindet, der  Umfang der Nachverbrennung so gering  fügig ist, dass kein Einwand dagegen zu er  heben ist.  



  Sollte es erwünscht sein,     jed-,vede        Ent-          flamm.mg    der Gase in einer     Zweitaktmaschine     wie vorstehend     erwähnt    zu unterdrücken  (z. B. für grosse,     langsamlaufende        Kompres-          sionszündungsmaschinen),    kann der Zutritt  der     Spülluftladumg    leicht verzögert werden,  oder es kann ihr eine     Ladung    aus     inertem     Gas, wie gewöhnliches Verbrennungsgas, Koh  lendioxyd oder Wasserdampf vorausgehen,  welche als eine Isolierschicht zwischen den  Auspuffgasen und der eintretenden Luft  wirkt.

        Auf der beiliegenden     Zeichnung    ist eine  beispielsweise Ausführungsform der Einrich  tung zur Durchführung des Verfahrens dar  gestellt, an Hand welcher auch das Verfall  ren nach der Erfindung beispielsweise erläu  tert wird.  



  Fig.l ist eine schematische Darstellung,  welche die Anwendung der Erfindung an  einer     Vierzylinder-Viertaktkompressionszünd-          maschine    veranschaulicht.  



  Fig. 2 ist ein Schnitt durch eine Düse für  luftlose Brennstoffeinspritzung, kombiniert  mit einem Sauerstoffzuführventil.  



  Fig.3 ist ein Schnitt durch eine Brenn  stoffpumpeneinheit der schematisch in Fig.1  angedeuteten Brennstoffpumpe und durch  eine zugehörige Steuerpumpe für das Sauer  stoffventil, zusammen mit einer Stange für  die Steuerung der Brennstoffpumpen und  der Steuerpumpe für normalen Betrieb und  Sauerstoffaufladung.  



  In der in Fig.l schematisch dargestellten  Ausführungsform der Einrichtung an einer       Viertaktkompressionszündungs-Verbrennungs-          kraftmaschine    ist eine Maschine normaler  Ausbildung und Gewicht mit den üblichen  Mitteln für die Zuführung von Verbren  nungsluft zu den     Zylindern    während des  S S aughubes versehen, so dass diese beim Ver  dichtungshub in normaler Weise verdichtet  wird. Das Verdichtungsverhältnis kann  irgendein normales Verhältnis, z. B. ungefähr  1 :12 bis 1: 18 sein.

   Nach Fig. 2 ist in jedem  Zylinderkopf 1, oder an ihn anschliessend eine  Brennstoffeinspritzvorriehtung 2, welche in  diesem Fall mit einem gesteuerten     Sauerstoff-          Einlassventilgehäuse    3 kombiniert ist, ange  ordnet, und da diese einander gleich sind,  wird nur eine beschrieben werden.

   Der die       Brennstoffeinspritzung        betreffende    Teil der  Vorrichtung weist ein federbelastetes     Brenn-          stoffeinspritzventil    4 auf, das in einer Düse 5  sitzt und mit einer Kammer oder einem Hohl  raum 5a in der Nähe des Unterteils des Ven  tils versehen ist, in welchen Brennstoff unter  Druck durch den Kanal 5b und die Rohr  leitung 6 von einer Brennstoffpumpe 7 in ge  wöhnlicher Weise zugeführt wird; die Vor-    richtnung entspricht einer der bekannten Bau  arten für luftlose Brennstoffeinspritzung.  



  Das die Ventilstangeumgebende hülsen-oder  rohrförmige Gehäuse, durch das der Brenn  stoffdurchlass     5b    führt, ist von einem ringför  migen Zwischenraum 2a in dem am Zylinder  kopf befestigten Gehäuse 2 der     Einspritzvor-          richtung    umgeben. Dieser Zwisehenraumkann  geschlitzte oder durchbroehene Distanzringe  oder eine     schraubenlinienförmige    Teilwand  oder einen Flansch enthalten, der einen ent  sprechenden sehr aubenlinienförmigen Durch  lass (in der Zeichnung nicht     gezeigt)    ergibt,  unm eine Wirbelungskomponente in der Sauer  stoffzufuhr hervorzurufen.

   Das untere Ende  dieses Zwischenraumes steht mit einem ent  sprechenden     Zwischenraum        8a    in einem kegel  förmigen oder     andern    Ring 8 in Verbindung,  der eine zu der     Brennstoffdüse    5 koaxiale       Einlassöffnung    8b hat. Dieser Ring 8 ist vor  teilhaft aus hitzewiderstandsfähigem Stahl.  hergestellt., um den hohen Temperaturen zu  widerstehen,<I>welche</I> zum Beispiel beim nor  malen Betrieb (das heisst ohne Sauerstoff  aufladung), wenn der Ring nicht durch den  Sauerstoffstrom gekühlt wird, erreicht wer  den.

   An den Zwischenraum     2ca    schliesst ein       Kanal    26 an, welcher an eine ventilgesteuerte       Sauerstoffzufuhrvorrichtung    3 angeschlossen  ist. Hierbei ist die     Anordnung    derart, dass  der eintretende Sauerstoff vom Zwischen  raue     8a        über    die Spitze des zerstäubten       Brennstoffeinspritzkegels        beine    Austritt aus       der    Düse 5 gerichtet.

   wird, um     eine    gründ  liche     Durchmischung    des Sauerstoffes und  des zerstäubten Brennstoffes während der       Einspritzperiode    oder eines passenden Teils  derselben zu bewirken, wenn mit     Sauerstoff-          aufla.dung    gearbeitet wird.  



  Der     Sauerstoffansehluss    der Vorrichtung  ist durch eine Rohrleitung 9 mit einem Ver  teilerrohr     9a    für eine Gaszuführung verbun  den. Der Sauerstoff ist in. flüssigem Zustand  in einem wärmeisolierten Zylinder 10     gespei-          ehert.    Eine Pumpe 11 fördert flüssigen Sauer  stoff zu einemWärme     austausch-Röhrensystem     12. Dieses     Röhrensystem    ist mit dem Verteiler  rohr     9n        verbunden    -und von einem Heizmai-      tel 12a umgeben, der in passender Weise  durch die Zirkulation eines Heizmittels durch  die Leitungen 12b und 12e, oder elektrisch  geheizt werden kann.

   Der Wärmeaustauscher  ist so ausgebildet, dass der flüssige Sauerstoff  verdampft. Eventuell kann der gasförmige       Sauerstoff    in einem Gasspeicher gesammelt  werden. Der Druck kann durch irgendeine  Druckregulierungsvorrichtung geregelt     wer,-          den,    oder die Betätigungsmittel für die  Pumpe 11 können eine Vorrichtung für das  Steuern des Druckes besitzen. Es können von  Hand betätigbare Mittel vorgesehen sein, um  die Maschine im Überlastbereich mit Sauer  stoffaufladung zu betreiben.

   Es können Mit  tel von     bekannter    Bauart vorgesehen sein,  welche den Augenblick der Brennstoffein  spritzung steuern und welche auch den Augen  blick der Sauerstoffzufuhr steuern; oder es  können getrennte Mittel zur synchronen       Steuerung    der     Sauerstoffzufuhr    im Verhält  nis zur Periode der Brennstoffeinspritzung  oder des gewünsehten Anteils derselben vor  handen sein.

   In entsprechender Weise können  Steuermittel für die     Regulierung    der Brenn  stoffmenge im normalen Leistungsbereich und  der im Überlastbereich erforderlichen Menge  vorgesehen sein, und die Steuerung für die  erhöhte Brennstoffzufuhr kann mit Mitteln  verbunden sein, durch welche die zugelassene  Sauerstoffmenge so eingestellt wird, dass eine  ausgesprochen unvollständige Verbrennung  gewährleistet ist.  



  Gemäss dem Ausführungsbeispiel wird zur  Erzielung der gewünsehten Aufladung der  Eintritt von Sauerstoff zu dem Kanal 2b und  dem Zwischenraum 2a durch ein Ventil 13  gesteuert, dessen Stange 13a einen Kolben 13b  besitzt, der in einem Zylinder 14 arbeitet und  durch die Feder 15 belastet ist.

   Das innere  Ende des Kolbens 13b ist demn Druck in der  Brennstoffleitung 6 über eine Zweigleitung  16 ausgesetzt, wenn das in ihr befincdliehe  Absperrventil     16a    geöffnet ist, derart, dass  während jeder Einspritzperiode das Ventil 13  bestrebt ist, zu öffnen und Sauerstoff zu den  Zwischenräumen     2a,        8a        zuzulassen,    was die  gleichzeitige Zufuhr von Sauerstoff und    Brennstoff gewährleistet, wenn die Maschine  mit Sauerstoffaufladung arbeiten soll; der  Sauerstoff ist jedoch am Durchgang zur  Brennstoffdüse verhindert, wenn sich die  Maschine im normalen Betriebszustand befin  det, wie nachstehend erläutert wird.

   Dem  Ventilöffnungsdruck durch die Leitung 16  wirkt der auf die Oberseite des Kolbens 14  lastende Öldruck entgegen, der über die Lei  tung 17, eine Verteilerleitung 18 von dem Be  hälter 19 einer Steuerpumpe 20 geliefert wird.       Letztere        benützt    aus Zweckmässigkeitsgrün  den den Brennstoff als Mittel zur Erzeugung  des     erforderlichen    hydraulischen Druckes.  Wenn kein Sauerstoff zugeführt werden soll,  wird das Ventil 13 durch den Druck von der  Pumpe 20 zusammen mit dem Sauerstoff  druck auf das Ventil plus dem Druck der  Belastungsfeder 15     gesehlossen    gehalten.  



  Um das Eintreten von Öl längs der     Stanf,,e     des     Ventils    13 in die Kammer vor dem Ven  tilkörper zu verhindern, ist die Stange von  einem Hohlraum in einem Block 21 umgeben,  welcher durch die     Abzugkanäle    oder     öffnun-          gen    21 mit der Atmosphäre in Verbindung  steht.  



  Das Absperrventil     16a    in der Zweigleitung  16 ist     als    Vorsichtsmassnahme vorgesehen, so  dass das Sauerstoffventil 13 nicht ohne Ab  sieht geöffnet werden kann. Das Absperrven  til kann von irgendeiner bekannten Bauart  eines Magnetventils sein, das geöffnet wird,  wenn es durch die Betätigung eines Hand  schalters oder durch einen mit den andern  für die Maschine benutzten Steuermitteln     ge-          kuppelten    Schalter elektrisch erregt wird, so  dass, wenn die Maschine unter Normalzustand  arbeitet, Sauerstoff nicht ohne Absicht ein  gelassen werden kann.

   Wenn anderseits die  Maschine auf     Aufladung    mit Sauerstoff um  geschaltet werden soll, wird das Ventil selbst  tätig geöffnet, indem zum Beispiel der Schal  ter durch eine Verbindung mit der nachste  hend     erwähnten    Stange für die     Einstellung     der Brennstoffpumpe 7 und der     Steuerpumpe     20 betätigt werden kann.  



  Die Brennstoffpumpe kann von irgend  einer bekannten, für hutlose Brennstoffein-      spritzung geeigneten Bauart sein, z. B. eine  Brennstoffpumpe der Bauart Bosch, und die  Steuerpumpe 20 kann von ähnlicher Bauart  sein, welche jedoch so geändert ist, dass sie  ihrer besonderen Funktion angepasst ist.  



  In Fig. 3 ist im Schnitt eine der Brenn  stoffpumpen-Einheiten 7 zusammen mit der  anschliessenden Steuerpumpe 20 dargestellt.  Die Stange 22 des Pumpenkolbens endigt in  einem Mitnehmer oder Stössel, der durch  einen Nocken in bekannter Weise entgegen  der Kraft einer starken Druekfeder (nicht  gezeigt) betätigt wird. Der Pumpenkolben 23  ist im Zylinder 24 so angeordnet, dass er  eine Teildrehung um seine Achse ausführen  kann, und er besitzt eine Leerlauflängsnut  23a, die mit der Brennstoffansaugöffnung  24a in Übereinstimmung gebracht werden  kann.

   Ferner besitzt er eine     schraubenlinien-          förmige    Schulter 23b und einen Hohlraum  23c, der mit der Längsnut in Verbindung  steht, wodurch die Dauer der Einspritzung  gemäss dem Ausmass der dem Kolben in     bezug     auf die Brennstoffansaugöffnung 24b erteil  ten Drehung einstellbar ist.  



  Der Pumpenkolben 23 ist so im Zylinder  24 eingebaut, dass er sich sowohl hin und her  bewegen als auch eine Teildrehung um seine  Achse ausführen kann, letztere zur Steuerung  der Einspritzdauer und damit der eingespritz  ten Brennstoffmenge. Der Kolben hat eine  Längsnut 23a, welche mit dem obern Teil des  Zylinders 24 in Verbindung steht und an wel  che eine schraubenförmige Schulter 23b an  schliesst, die ihrerseits den obern Abschluss  der     ringförmigen    Vertiefung 23c bildet, in  die die Nut 23a seitwärts mündet.  



  Die Einlass- oder Ansaugöffnungen 24a,  24b sind in der Wand des Zylinders 24 an  gebracht und stehen in Verbindung mit der  gemeinsamen Ansaugkammer der Pumpe  (nicht gezeigt).  



  Die schraubenförmige Kante der Schulter  23b bestimmt in Verbindung mnit der Öffnung  24b die wirksame Länge des Druck- oder Lie  ferhubes der Pumpe, und die Einspritzdauer  ist durch das Ausmass der Drehung, die man    dem Kolben und seiner Schulter 23b erteilt,  einstellbar. Wenn der kürzere Teil der Schul  ter so gedreht wird, dass er der     öffnung        24b     gegenübersteht, ist die Einspritzdauer ein       Uinimum,    während sie anderseits entspre  chend verlängert wird, wenn. der längere  Teil gegenüber der Öffnung steht.

   Zur Er  höhung der für die erhöhte Leistung notwen  digen     Brennstoffmengen    wird im vorliegen  den Fall. eine Pumpe mit hinlänglich langem  Hab     benützt,    so dass die     öffnung        24b    zu  einem späteren Zeitpunkt freigegeben wird.  



  Uni eine     Drehung    des Kolbens herbeizu  führen und zur     Einstellung    der schrauben  förmigen Schulter 23b ist ein Kreuzstück 26  an der Ventilstange angebracht und in den  Schlitzen 27 einer Büchse 28 geführt, die auf  den Zylinder 24 drehbar aufgeschoben ist.  Diese Büchse hat ein Zahnsegment<I>28a,</I> das in  die Verzahnung 29 der Schaltstange 30 ein  greift und die der     Zahnstange    ähnlich ist,  welche gemeinhin für diesen Pumpentyp an  gewandt wird und welche mit einem Hebel in       Verbindung    steht, der von Hand oder durch  den Regelmechanismus betätigt wird.

   Im vor  liegenden Fall ist jedoch diese Zahnstange  wie unten beschrieben abgeändert, um auch  die Einstellung des     Kolbens    der Steuerpumpe  20 zu bewirken.  



  Die     Steuerpilmpe    20 auf der rechten Seite  der     Fig.    3 ist der oben beschriebenen Brenn  stoffpumpe in jeder Beziehung ähnlich, mit  der Ausnahme, dass sie die     sehraubenförmige     Schulter     23b    nicht besitzt. Der Kolben dieser  Pumpe ist mit 31 bezeichnet und seine Längs  nut ist. an der Stelle 32 angedeutet. Das Zahn  segment 31a, des Kolbens 31 greift in eine  zweite Verzahnung     29a    auf einer Verlänge  rung der Schaltstange 30 ein. Die Ansaug  öffnungen 33 und 34 der Pumpe 20 sind mit  der Brennstoffzufuhr verbunden, da in dem  vorliegenden Beispiel der Brennstoff als hy  draulisches Mittel zur Steuerung des Sauer  stoffventils 13 verwendet wird.

   Die Liefer  seite der Pumpe 20 hinter dem Rückschlag  ventil 25a ist durch die Umleitung 35 mit  der Saugseite der Pumpe verbunden. Die Um  leitung 35 hat eine Verengung     35a.         Die relativen Einstellungen der Verzah  nungen 29 und     29a    in bezug auf die Zahn  segmente an der Brennstoffpumpe 7 und der  Steuerpumpe 20 sind derart, dass für alle  durch Teildrehung bewirkten und für den  normalen Betrieb der Maschine erforderlichen  Einstellungen des Kolbens 23 und der Schul  ter 23b die Längsnut 32 des Kolbens 31 der  Steuerpumpe 20 nicht mit der Ansaugöff  nung 33 zur Deckung kommt.

   Die Pumpe 20  liefert in diesem Fall Druckmittel über den  Druckbehälter 19 und die Leitungen 18, 17  zum äussern Ende des Kolbens 13b (Fug. 2)  und hält hierdurch das Sauerstoffventil 13  geschlossen gegen die Druckpulsationen in  den Brennstoffleitungen 6, 16, die durch die  Pumpe 7 während der     Lieferung    des Brenn  stoffes zur Düse 2 erzeugt werden.  



  Wenn der Kolben 23 sich während des  Betriebes der Brennstoffpumpe 7 (Fug. 1 und  3) am untern Ende des     Saughubes    befindet,  sind die Einlassöffnungen 24a, 24b offen und  der Zylinder 24 ist mit Brennstoff gefüllt.  Die Schaltstange 30 ist im normalen Lei  stungsbereich in der Längsrichtung so ein  gestellt, dass die Verzahnung 29 durch Dre  hung des Segmentes 28a und damit des Kol  bens 23 die Nut 23a so verschoben hat, dass  sie nicht auf die Öffnung 24a ausgerichtet ist.

    Die     schraubenförmige    Schulter     23b    ist dabei  so eingestellt, dass die Lieferung des Brenn  stoffes am Ende der vorbestimmten     Ein-          spritzperiode        dadurch    beendigt wird, dass der  Brennstoffüberschuss von der Lieferseite des  Kolbens durch die Längsnut 23a, die Vertie  fung 23c und die Öffnung 24b zurüekfliesst,  wenn letztere durch die eingestellte Schulter  23b während des Aufwärtshubes des Kolbens  freigegeben wird.  



  In dem Masse wie der Kolben sich von sei  ner Anfangsstellung aufwärts bewegt, ver  drängt er Brennstoff durch die Öffnungen  24a, 24b, bis sein oberer Rand letztere deckt.  Nach     Abdeckung    dieser     Öffnungen    wird der  übrige eingeschlossene Brennstoff durch das  Rückschlagventil 25 uind über die Brennstoff  leitung 6 zur Brennstoffdüse 2 gedrückt. So  lange die     Öffnung    24b abgedeckt ist, wird    Brennstoff durch den Kolben weiter einge  spritzt. Bevor jedoch der Kolben das obere  Ende des Hubes erreicht, gibt die schrauben  förmige Schulter 23b gemäss ihrer Einstel  lung die Öffnung 24b frei, und der überschüs  sige Brennstoff oberhalb des Kolbens ent  weicht in der oben geschilderten Weise in die  Saugkammer der Pumpe.

   Infolgedessen sinkt  der Einspritzdruck in der Leitung 6, das Ven  til 25 schliesst, und die Einspritzperiode ist  beendet. Der Kolben beendet seinen     Auf-          vvärtshub,    -und sobald sein oberer Rand in der  Abwärtsbewegung des     Sauglaibes    die Öffnun  gen     24a,    24b freigibt, wird eine frische Brenn  stoffladung in Bereitschaft für den nächsten       Einspritzlaib    angesaugt.  



  Wenn die     Hauptschaltstange    30, wie man  in     Fig.3    sieht, nach rechts durch den gan  zen, für Normalbetrieb     gültigen    Einstellungs  bereich des Brennstoffkolbens 23 und der  Schulter 23b bewegt worden ist und die Ein  stellung derart ist, dass die     Einspritzdauer     über das normale Mass hinaus verlängert  wird, dann werden zusätzliche Brennstoff  mengen zur Verbrennung mit dem nunmehr  zuzuführenden Sauerstoff eingespritzt.  



  Die Nut 32 des Kolbens 31 der Steuer  pumpe 20 ist dann auf die Öffnung 33 aus  gerichtet,     -Lind    der Kolben läuft deshalb leer  mit einem sich ergebenden Druckabfall in den  Leitungen 18, 17 und einem Sinken des     Druk-          kes    am äussern Ende des Kolbens 13b, so dass  nach Betätigung des Magnetventils     16a    der  durch die Leitung 16 auf das innere Ende  des Kolbens 13b wirkende Druck das Sauer  stoffventil 13 gleichzeitig mit den     Brennstoff-          einspritzhüben    der Brennstoffpumpe 7 öffnet.

    Somit werden sowohl die Brennstoffeinsprit  zung für normalen Lauf der Maschine als  auch die Brennstoff- und Sauerstoffzufuhr  für das Arbeiten mit     Sauerstoffaufladung          durch    veränderliche     Einstellung    der     Sehalt-          stange    30 gesteuert. Durch eine Verbindung  der vorstehend erwähnten Art kann der  Schalter des Magnetventils     16a    auch selbst  tätig geöffnet werden, wenn die     Schaltstange     den Kolben 31 so weit verdreht hat, dass das  Sauerstoffventil 13 in     Übereinstimmung    mit      der Einspritzung von     Zusatzbrennstoff    bei  Überlast öffnet.  



  Es sei nein die Arbeitsweise der Maschine  im gesamten Leistungsbereich beschrieben:  Die Zündung findet selbsttätig unter allen  Bedingungen in der normalen Weise statt,  und nach dem Expansionshub werden die  Auspuffprodukte der Verbrennung durclh  Auspuffventile in der üblichen Weise beim  Auspuffhub ausgestossen.  



  Bei allen normalen Betriebsbedingungen  der Maschine, das heisst innerhalb des nor  malen Belastungsbereiches, wird die Luft  ladung für den Masehinenzylinder angesaugt,  verdichtet, die üblichen Mengen von Brenn  stoff eingespritzt, entzündet und expandiert  und in der normalen Weise ausgepufft, und  unter diesen Bedingungen wird kein Sauer  stoff durch das Ventil 13 zur     Einspritzvor-          richtung    zugelassen. Wenn jedoch erhöhte  Leistung gefordert wird, wird die Schaft  stange 30 im angesetzten Sinn weiter ver  schoben.

   Der Saug- und der Kompressionshub  der Maschine sind dieselben wie bisher; in  die verdichtete Luftladung werden kurz vor  dem Totpunkt vermehrter Brennstoff einge  spritzt und zugleich eine angepasste Menge,  welche eine vollständige Verbrennung verhin  dert, von durch das Ventil 13 eintretendem  Sauerstoff unter Druck eingeführt;

   die Zün  dung folgt nach und die kombinierte     Zufuhr     von Brennstoff     und    Sauerstoff wird noch  über den     obern    Totpunkt hinaus fortgesetzt,  wonaeh die Verbrennungsprodukte in der     üb-          liellen    Weise expandieren, gefolgt von dem  Öffnen des Auspuffes beim Auspuffhub.

       Ge-          nmäss    dem Verfahren naelh der Erfindung ist  die     Sauerstoffmenge    im Verhältnis zur erhöh  ten     Brennstoffmenge    so eingestellt, dass es  ungenügend ist, um eine vollständige Ver  brennung     des        eingeführten        Brennstoffes    zu  bewirken, fmnit demn Resultat, dass die Verbren  nungsprodukte hauptsäehlieh die     zweiatomi-          gen    Gase Kohlenoxyd und Wasserstoff auf  weisen.

   Als eine Folge dieser     unvollständigen     Verbrennung ist die Temperaturerhöhung in  folge der Anwendung von Sauerstoff als Ver  brennungsmittel nicht übermässig, wie dies    der Fall wäre, wenn Sauerstoff mit der     Luft-          ladung    angesaugt würde, um in bekannter  Weise die Leistung der Maschine zeitweise zu  verbessern.  



  Das Verhältnis der Mengen von Brenn  stoff und Sauerstoff lässt sieh durch Einstel  lung der Schliessfedern am     Brennstoffein-          spritzventil    und am Sauerstoffventil fest  legen, wodurch die Öffnung der beiden Ven  tile auf den gewünschten     Brennstoffpumpen-          Finspritzdruek    eingestellt werden kann, tun  die erforderlichen relativen Ventilhübe zu     er-          hlalten.     



       Durch    eine Veränderung der Dauer der       Einspritzperiode    durch Betätigung der Steuer  stange und durch Veränderung des Brenn  stoff-Sauerstoff-Verhältnisses können ver  schiedene Ggrade von Überlasten im Vergleich  mit der normalen Leistung erreicht werden,  welche Überlasten das Vierfaehe der Normal  last     erreichen    können.  



  Es ist zu beachten, dass durch Erhöhung  der Leistung in der beschriebenen Weise das  normale hohe Verdichtungsverhältnis der Ma  schine unbeeinflusst bleibt und daher der  Brennstoffverbrauch beim Laufen unter nor  maler Belastung ohne Sauerstoff so niedrig  bleibt wie in der üblichen     Komnpressionszün-          dungsmaschine.     



  Ferner wird die sehr grosse Erhöhung der  Leistung ohne Erhöhung des maximalen Zy  linderdruckes erreicht, da der zusätzliche  Brennstoff zusamnmen mit dem Sauerstoff  dem Zylinder bei diesem begrenzten Druck       zu;eführt    wird.  



  Die     Überlastung    verursacht. keine     entspre-          ehende        Erhöhung    der mittleren     Temperatur     des     Arbeitsprozesses,    trotz der     Anwendung     von Sauerstoff, aus     dein        Urirad,    -weil Brenn  stoff und     Sauerstoff,    -wie oben     angegeben,    so  eingestellt sind, dass sie eine unvollständige  Verbrennung ergeben,

   und die Maschine und  ihr     Iiülilsvstelii    wird somit keiner     zusät.z-          liellen.        thermischen    Belastung ausgesetzt.  



       Sauerstoff    ist natürlich schon bei     Iioin-          pressionszündungsmaschinen    zum Zweck der  Verbesserung ihrer Leistung benutzt, worden.       Sauerstoff    -wurde zusammen mit der Luft-      ladung angesaugt und mit der Ladung ver  dichtet, und es wurden keine     Vorkehrungen     getroffen,     um    unvollständige     Verbrennung     des Brennstoffes zu erreichen, mit der Folge,  dass eine unerwünschte Erhöhung der Tem  peratur eintrat, welche nur für sehr kurze  Perioden zugelassen werden kann und ganz  ausserhalb praktischer Möglichkeiten für wirt  schaftlich tragbare Bedingungen fallen würde,

    bei welchen die Lebensdauer einer Maschine  von überragender Wichtigkeit ist.  



  Es sind zwei grundsätzliche Verfahren der  Erhöhung der Leistung einer Maschine vor  handen: (a) die Geschwindigkeit zu erhöhen  oder (b) den mittleren wirksamen, durch die  Gaskräfte auf den Kolben ausgeübten Druck  zu erhöhen. Für den vorliegenden Zweck  braucht nur das letztere besprochen zu wer  den.  



  Es sei die Leistung einer normalen oder  bisherigen     Kompressionszündungs-Verbren-          nungskraftmaschine    und diejenige einer glei  chen Maschine verglichen, welche gemäss der       Erfindung    für Betrieb mit erhöhter Leistung  konstruiert ist: Die bisherigen Verfahren der  Erhöhung des mittleren wirksamen Druckes  bei Verbrennungskraftmaschinen bestehen in  der Anwendung von höherer Verdichtung  oder von Vorverdichtung, wobei beide Ver  fahren den maximalen Zylinderdruck er  höhen, was unerwünscht ist, da der letztere  die erforderliche mechanische Festigkeit und  daher das Gewicht der Maschine bestimmt.  Somit besteht die wirkliche Frage darin, wie  man den mittleren wirksamen Druck erhöhen  kann, ohne dass der maximal zulässige Zylin  derdruck überschritten wird.  



  Für einen feststehenden Maximaldruck ist  der mittlere wirksame Druck proportional:  (1) der fühlbaren Wärmemenge, welche       durch        Verbrennung    während eines Arbeits  spiels erzeugt werden     kann,    das heisst dem  Gewicht der     Brennstoffladung,    (2) der Grösse  der aus der erzeugten fühlbaren Wärme ent  zogenen Arbeit, das heisst dem thermischen  Wirkungsgrad des Kreisprozesses.  



  Um den höchsten mittleren wirksamen  Druck zu erreichen, sind eine sehr grosse    Brennstoffladung und ein entsprechend hoher  Gehalt an Sauerstoff die ersten Erfordernisse  mit den folgenden Wirkungen: Bei der übli  chen Maschine ist die Anwendung von zwei  stufiger Luftverdichtung notwendig: (1)  hoher Ladedruck der angesaugten Luft und  (2)     kleines        Verdichtungsverhältnis    im Zylin  der, um den zulässigen maximalen Druck  nicht zu übersteigen.

   Bei einer Maschine  gemäss der Erfindung besteht jedoch keine  Notwendigkeit, die Luft vor der Verdichtung  im Zylinder vorzuverdichten;     vielmehr    wird  die Ladung nach der Verdichtung der Luft  durch Zuführen von Sauerstoff bei gleichblei  bendem Druck erhöht, und daher besteht  auch keine Notwendigkeit für das Senken des       Verdichtungsverhältnisses.     



  Es     wurden        Berechnungen    gemacht, -um  die in beiden Fällen sich ergebenden Bedin  gungen festzustellen, wenn der     Brennstoff-          und    Sauerstoffgehalt gemäss den zwei im letz  ten Absatz     angegebenen    Verfahren erhöht  werden. Diese     Berechnungen    zeigen, dass bei  einer Maschine gemäss der Erfindung mit  einem Verdichtungsverhältnis von 18 :1 90  des ganzen Sauerstoffes mit dem Brennstoff  während der Verbrennung eingeführt werden  kann     und    dass dies einen extremen mittleren       wirksamen    Druck von ungefähr 56     kg/cm2    er  zeugen würde.

      Um eine bisherige Maschine mit derselben  Wärmeenergie pro Arbeitsspiel aufzuladen,  würde es nötig sein, das Verdichtungsverhält  nis auf 3,2:1 bei Arbeiten ohne     Luftüber-          schuss        -und    2,6:1 für einen     Liütüberschuss     von     20/-,    herabzusetzen, weil sonst der maxi  male Zylinderdruck die zulässige Grenze über  schreiten würde.  



  Es hat keinen praktischen Sinn, eine sol  che Maschine zu bauen, weil sie einen sehr  kleinen thermischen     Wirkungsgrad    bei nor  malen Arbeitsbedingungen haben würde. Im  Gegensatz dazu wird die Maschine gemäss der       vorliegenden    Erfindung alle Vorteile eines  hohen Wirkungsgrades und niedrigen Brenn  stoffverbrauches beim Lauf unter normalen  Belastungen ohne Sauerstoffzufuhr erzielen.      Die obigen Berechnungen ziehen gleiche       Wärmeenergiezufuhren    pro Arbeitsspiel in  beiden Fällen in Rechnung. Es kann gezeigt  werden, dass bei extremen Belastungsbedin  gungen die nach dem Verfahren gemäss der  Erfindung betriebene Maschine weit wirk  samer als die bisherige Maschine ist, da sie  viel mehr nützliche Arbeit aus derselben  Wärmemenge entzieht.  



  In Bezug auf den thermischen Wirkungs  grad ist die äussere, während eines Arbeits  spiels geleistete Arbeit gleich der Summe:  (1) der Arbeit während der Verbrennung  bei konstantem Druck;  (2) der Arbeit während der adiabatischen  Expansion, von welcher abzuziehen ist  (3) die Verdichtungsarbeit.  



  Von den drei erwähnten Komponenten hat  die während der Verbrennung bei konstantem  Druck erhaltene Arbeit den grössten Einfluss  auf die Erhöhung des thermischen Wirkungs  grades. Diese Arbeit kann bei demn vorliegen  den Verfahren bis zu 30% grösser sein. Der  nächtswichtigste Faktor besteht in der Ver  dichtungsarbeit, welche bis zu 35% kleiner  sein kann als bei dem bisherigen Verfahren.  



  Die adiabatische Expansionsarbeit ist an  nähernd die gleiche für beide Verfahren,  trotz des grösseren Betrages von nahezu 90%  zweiatomiger Gase in den Arbeitsgasen gemäss  dem Verfahren nach der Erfindung, wegen  des kleinen adiabatischen Expansionsverhält  nisses beim Verfahren nach der Erfindung.  



  Es ergibt sich daher, dass beim Verfahren  nach der Erfindung ein mittlerer wirksamer  Druck erreicht werden kann, welcher 50  höher ist als der gemäss dem bisherigen Ver  fahren mit Vorverdichtung erreichbare Druck,  wobei in beiden Fällen die gleichen maxi  malen Zylinderdrücke angenommen sind. Das  bisherige Verfahren der Vorverdichtung hat  jedoch ein sehr kleines Verdichtungsverhält  nis zur Folge, welches, da es nicht verändert  werden kann, einen sehr hohen Brennstoff  verbrauch verursacht, wenn die Maschine un  ter normalen Belastungen läuft. Folglich er  gibt das Verfahren nach der Erfindung eine  sehr grosse Leistung pro Zylindervolumenein-    heit zusammen mit maximaler Wirtschaftlich  keit bei normalem Lauf.  



  Obschon die Erfindung hauptsächlich in  ihrer Anwendung auf     Kompressionszündungs-          maseb        inen    beschrieben wurde, kann sie in       äliiilicher    Weise für     Fremdzündungsmaschi-          nen,    welche die leichteren Kohlenwasserstoff  Brennstoffe, wie Benzin, verwenden, verwirk  licht werden.

Claims (1)

  1. PATE\TANSPRUCH I: Verfahren zum Betrieb einer Verbren nungskraftmaschine, dadurch gekennzeichnet, , dass man Brennstoff sowie ein Verbrennungs mittel unter Druck, welches mehr als 30 % Sauerstoff enthält, in den Zylinder der Ma schine mindestens temporär und in einer sol chen relativen Menge zum Brennstoff ein führt, dass eine ausgesprochen unvollständige Verbrennung stattfindet. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als Verbren- nungsinit.tel Sauerstoff verwendet, der in flüssigem Zustand aufgespeichert wird und nach Verdampfung unter Druck in den Zy linder eingeführt wird. 2.
    Verfahren nach Patentansprueli I, da durch gekennzeichnet, dass zwecks Steigerung der Leistung über die Normalleistung hinaus zusätzlicher Brennstoff und Sauerstoff in sol chen Mengenverhältnissen dem Zylinder beim obern Totpunkt zugeführt werden, dass nach Zündung eine ausgesprochen unvollständige Verbrennung erhalten wird.
    PATENTANSPRUCH II: Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschine eine Brennstoffdüse, eine Brennstoffeinspritzpumpe mit Mitteln zur Erhöhung der zugeführten Brennstoffmenge über die für Normallast erforderliche Menge, ferner ein Ventil zur Regelung der Sauer stoffzufuhr und eine Steuervorrichtung für dieses Ventil aufweist, welche das Ventil im normalen Leistungsbereich der Maschine ge schlossen hält und welche die Öffnung des Ventils zulässt, wenn zusätzliche Brennstoff mengen zur Erzielung einer erhöhten Maschi nenleistung zugeführt werden. UNTERANSPRÜCHE: 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervor richtung für besagtes Sauerstoffventil einen mit dem Ventil in Verbindung stehenden Kolben besitzt, der auf der einen Seite durch den Druck der Brennstoffpumpe und der auf der andern Seite durch den hydraulischen Druck einer Steuerpumpe belastet werden kann, derart, dass innerhalb des normalen Lei stungsbereiches der Maschine der hydrau lische Druck der Sauerstoffpumpe das Ven til geschlossen hält, und dass anderseits beim Einstellen auf erhöhte Maschinenleistung der hydraulische Druck absinkt, so dass der pul sierende Brennstoffeinspritzdruck in der Lage ist, das Ventil zu öffnen, um die Zufuhr von Sauerstoff zusammen mit den zusätz lichen Brennstoffmengen zu ermöglichen.
    4. Einrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die durch die Brennstoffpumpe gelieferte Brennstoffmenge durch ein Organ .gesteuert wird, welches gleichzeitig die hydraulische Pumpe so steuert, dass letztere Druckmittel liefert, wenn das Organ in irgendeiner der im normalen Lei stungsbereich vorgesehenen Stellungen ist, und aufhört Druckmittel zu liefern, wenn das Organ so eingestellt ist, dass die Brennstoff pumpe zusätzliche Brennstoffmengen für er höhte Maschinenleistung liefert. 5.
    Einrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass das Sauerstoff zufuhrventil und sein Kolben in einem mit dem Brennstoffeinspritzventil zusammenhän genden Gehäuse untergebracht sind, und fer ner dadurch, dass das Ventil durch einen Ka nal mit einem das Brennstoffeinspritzventil umgebenden Ringraum in Verbindung steht, derart,
    dass bei Öffnung des Sauerstoffventils durch den pulsierenden Brennstoffeinspritz- druck Sauerstoff um den Brennstoffeinspritz- kegel der Brennstoffdüse herum eingeführt wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1027932B (de) * 1955-12-15 1958-04-10 Schlueter & Co H Verfahren zum Betrieb von Dieselmotoren und Vorrichtung zur Ausuebung dieses Verfahrens

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1027932B (de) * 1955-12-15 1958-04-10 Schlueter & Co H Verfahren zum Betrieb von Dieselmotoren und Vorrichtung zur Ausuebung dieses Verfahrens

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